Change Region:Germany

German

Prozess gegen Ahed Tamimi beginnt

Am heutigen Dienstag hat der Prozess gegen die 17jährige Palästinenserin Ahed Tamimi vor einem israelischen Militärgericht begonnen. Die insgesamt 12 Anklagepunkte gegen Tamimi, die in den palästinensischen Medien als Heldin verehrt wird, beinhalten u.a. den Vorwurf der Körperverletzung und der Anstachelung zur Gewalt. Gemeinsam mit ihrer Cousine hatte Tamimi im Dezember Steine auf israelische Soldaten geworfen, sie angerempelt und geschlagen. Die Soldaten ließen sich jedoch nicht provozieren. Ihre Mutter filmte die beiden Mädchen und streamte den Vorfall dann auf Facebook. Auf die Frage, welche Botschaft sie ihren Zuschauern übermitteln wollte, antwortete Tamimi ihrer Mutter vor laufender Kamera: „Ich hoffe, dass alle an den Demonstrationen teilnehmen werden, denn das ist der einzige Weg, um das Ziel zu erreichen. Unsere Stärke sind unsere Steine. Ob es sich um Messerattacken, Selbstmordattentate oder das Steinewerfen handelt, jeder muss seinen Teil dazu beitrage. Wir müssen uns zusammentun, damit unsere Botschaft gehört wird, dass wir Palästina befreien wollen.”

Unterdessen erklärte Abdallah Abushawesh, ein Mitglied der diplomatischen Delegation der Palästinenser bei den Vereinten Nationen in New York gegenüber einer Gruppe kanadischer Studenten: "Wir sind Experten im Steinewerfen und wir sind sehr stolz darauf. Wir werden es auch weiterhin unseren Kindern beibringen." Er selbst habe als Schüler während der ersten palästinensischen Intifada keine Möglichkeit ausgelassen, Steine auf israelische Soldaten zu schleudern. Ein Audioaufnahme seiner Aussagen ist auf der Webseite der israelischen Tageszeitung Ynet zu finden (Englisch)

USA, GB, Deutschland: Israel hat Recht sich zu verteidigen

Nach der jüngsten Konfrontation an der israelisch-syrischen Grenze am Wochenende haben die Regierungen der USA, Großbritanniens und Deutschlands Israels Selbstverteidigungsrecht bekräftigt und den Iran kritisiert. Regierungssprecher Steffen Seibert forderte das Regime in Teheran am Montag laut der Nachrichtenseite „Welt“ auf, „seine aggressive Haltung gegenüber Israel aufzugeben“. Er kritisierte das Mullah-Regime in Teheran dafür, in Syrien militärische Präsenz zu zeigen. Der britische Außenminister Boris Johnson schloss sich der Kritik des amerikanischen Präsidenten Donald Trump an und erklärte: „Wir unterstützen Israels Selbstverteidigungsrecht gegen jegliche Übergriffe auf sein Territorium.“ Er forderte Russland dazu auf, seinen Einfluss zu nutzen, weitere Provokationen zu unterbinden. Die EU beschränkte sich darauf, alle Seiten zur Zurückhaltung aufzurufen.

Israel schickt verwirrten Libanesen nach Hause
Die israelische Armee hat einen Libanesen, der Zeichen geistiger Verwirrung zeigte, am Montag wieder in den Libanon zurückgeschickt. Der Mann, der von den libanesischen Medien als Ali Mrad identifiziert wurde, hatte zuvor den Grenzzaun überwunden. Im Verhör gab er an, von zwei Mitgliedern der schiitischen Terrororganisation Hisbollah geschickt worden zu sein. Sie hätten ihm angedroht, ihn in eine geschlossene Anstalt einweisen zu lassen, sollte er nicht den elektronischen Grenzzaun überprüfen. „Die Hisbollah setzt ihren zynischen Missbrauch der libanesischen Bevölkerung fort und verletzt damit Resolutionen des UN-Sicherheitsrates“, erklärte die israelische Armee in einer Stellungnahme. Ali Mrad wurde schon einmal im letzten April auf israelischem Territorium aufgegriffen und vom israelischen Inlandsgeheimdienst Schin Beit verhört. Sein Vater erklärte in einem Interview mit dem libanesischen Fernsehen, sein Sohn sei geistig verwirrt und glaube er habe jüdische Wurzeln.

Siehe, ich wirke Neues!

Wir befinden uns inmitten eines zwölfmonatigen Zeitabschnitts, der in der Geschichte des modernen Staates Israel einzigartig ist. In diesem Jahreszeitraum begehen wir eine bemerkenswerte Reihe von Jubiläen. Am Anfang stand die Feier der Wiedervereinigung Jerusalems im Mai 2017. 12 Monate später freuen wir uns im Mai 2018 über den 70. Jahrestag der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Israels. Ich kann mich nicht erinnern, dass es jemals zuvor eine solche Häufung von Jubiläen historischer Schlüsselereignisse gab, die mit der Wiederentstehung Israels zu tun haben. Auch für die christliche Gemeinde und die Nationen stellen sie wichtige Meilensteine dar. Zu diesen Jubiläen gehören:

50 Jahre Wiedervereinigung Israels

70 Jahre UN-Teilungsplan

70 Jahre Unabhängigkeit Israels

100 Jahre Balfour-Erklärung

100 Jahre Befreiung Jerusalems von der osmanischen Herrschaft durch Gen. Edmund Allenby

120 Jahre Erster Zionistenkongress in Basel, zusammengerufen durch Theodor Herzl

150 Jahre Entdeckung der Stadt Davids durch Sir Charles Warren

Jede dieser Zahlen hat eine biblische Bedeutung.

Fünfzig Jahre – das Jubeljahr

Das biblische Jubeljahr steht am Ende eines Zeitabschnitts von insgesamt 50 Jahren. Laut 3. Mose 25 sollte jedes 50. Jahr ein Jubel – oder Erlassjahr sein. War ein Israelit in schwierige Lebensumstände geraten und musste daher sein Land oder sogar sich selbst in die Sklaverei verkaufen, so verhieß ihm das 50. Jahr nur Gutes. Er erhielt sein gesamtes Erbe und auch seine Freiheit wieder zurück. Es handelt sich tatsächlich um eine Zeit der Gnade und Güte Gottes (Jesaja 60,1ff; Lukas 4,18ff). Gott segnet dann sein Volk auf einzigartige Weise und stellt es wieder her.

In der Neuzeit hat Jerusalem in den letzten 50, 100 und 150 Jahren eine ganze Reihe dieser Jubeljahre durchlaufen. Sie deuten darauf hin, dass ein göttliches Muster der Wiederherstellung und Freisetzung über dieser Stadt wirksam ist.

Siebzig und 120 Jahre – ein ganzes Leben
Siebzig Jahre symbolisieren in der Bibel eine wichtige Zeitspanne. Moses bezeichnet 70 Jahre als die Untergrenze der menschlichen Lebenserwartung (Psalm 90,10). So lange befand Israel sich im babylonischen Exil. Die Israeliten verbrachten also ein ganzes Leben in der Gefangenschaft. Dann, nach Ablauf dieser Zeit, erinnerte Gott sich an seine Verheißung der Wiederherstellung und das jüdische Volk trat seine Rückkehr in die Heimat unter Esra und Nehemia an.

Der Prophet Daniel sah voraus, dass Israel und Jerusalem 70 Wochen bestimmt waren, um ihre göttliche Bestimmung zu erfüllen (Daniel 9,24 ff).

120 Jahre stehen für die Obergrenze der menschlichen Lebenserwartung. Zu Noahs Lebzeiten (1. Mose 6,3) setzte Gott den Menschen diese Lebensdauer fest. Auch Mose starb genau in diesem Alter. Seither hat keine biblische Figur dieses Alter jemals wieder erreicht. So repräsentieren sowohl 70 Jahre (für den Staat Israel) als auch 120 Jahre (für die zionistische Bewegung) eine Zeit des der Vollendung und der Errungenschaft.

Das jüdische Jahr

Der jüdische Kalender ist viel älter als der gregorianische. Er zählt die Jahre seit der Erschaffung Adams. Nach jüdischem Verständnis haben sich diese erstaunlichen Jubiläen im jüdischen Jahr 5777 ereignet. Es ging dann an Rosch HaSchana, dem jüdischen Neujahrsfest im September 2017, in das Jahr 5778 über. Sieben steht nach biblischem Verständnis immer für Vollständigkeit bzw. Vollkommenheit. Gott schuf die Welt in sieben Tagen. Jesus erklärte, dass wir sieben Mal 70 Mal vergeben müssten, was vollständige und totale Vergebung bedeutet. Die Zahl 777 repräsentiert die höchstmögliche Vollständigkeit oder Vollkommenheit. Der erste Tag der Woche ist damit eigentlich der achte Tag. Jesu‘ Auferstehung von den Toten geschah am achten Tag der Woche. Damit läutete er eine neue Zeit ein. Der Jahresübergang 5777/5778 signalisiert daher, dass eine neue Zeit begonnen hat.

Eine neue Zeit des Jubeljahres

Grundsätzlich ist es weise, die Symbolik von Zahlen nicht über zu bewerten. Diese Konzentration von Jubiläen mit höchst symbolischen Nummern enthält jedoch eine Botschaft für Israel und die Nationen.

50 Jahre repräsentieren Wiederherstellung und die Rückgabe an den ursprünglichen Eigentümer. Wir können sehen, wie dieser Zyklus des Jubeljahres für Jerusalem wirksam ist. Schlüsselereignisse in der Geschichte dieser Stadt reihen sich in Intervallen von genau 50 Jahren aneinander. Diese Intervalle künden von einer neuen Zeit für ihre wahren Eigentümer. Die Entdeckung der antiken Stadt Davids durch Sir Charles Warren erfüllte die russisch-jüdische Gemeinschaft mit großer Begeisterung und sorgte in den darauffolgenden Jahren für die erste große Welle der Alijah (hebräisch für Einwanderung) aus Russland. Die Befreiung Jerusalems durch General Allenby läutete gemeinsam mit der Balfour-Erklärung eine neue Zeit für die Bewohner Jerusalems ein und legte den Grundstein für die Gründung des Staates Israel. Und schließlich bedeutete die Wiedervereinigung Jerusalems im Jahr 1967, dass sich die biblische Altstadt das erste Mal seit fast 2000 Jahren wieder in jüdischer Hand befand.

Daher ist es nicht überraschend, dass es im diesjährigen Jubeljahr zu einem weiteren bahnbrechenden Ereignis gekommen ist, das mit der Wiederherstellung der Stadt zu tun hat. Die Entscheidung der Vereinigten Staaten, Jerusalem als die Hauptstadt Israels anzuerkennen, bestätigt endlich, was die Knesset bereits 1980 mit dem Jerusalem-Gesetz beschlossen hatte: dass Jerusalem die ewige (und ungeteilte) Hauptstadt des Staates Israel ist. Bis jetzt hat die Staatengemeinschaft Israel diese Anerkennung unangemessener Weise verwehrt. Daher war Israel bisher das einzige Land der Welt, das seine eigene Hauptstadt nicht selbst bestimmen durfte. Wie der Prophet Sacharja vorhergesagt hatte, wurde Jerusalem zu einem „Taumelbecher“ für die Nationen dieser Erde.

Doch diese neue Entscheidung der US-Regierung ist ein Schritt, der die internationale Anerkennung Jerusalems weiter voranbringen wird. Sie verändert die Spielregeln in der Frage, wie andere Länder künftig mit Israel umgehen werden. Es ist zu erwarten, dass weitere Nationen den Amerikanern folgen. Doch gleichzeitig werden andere Akteure der internationalen Gemeinschaft ihre Feindseligkeit gegenüber dem jüdischen Staat noch weiter intensivieren. Auf jeden Fall stärkt die amerikanische Entscheidung die historische Verbundenheit des jüdischen Volkes mit seiner Hauptstadt. Sie bekräftigt auch, dass das biblische Prinzip des Jubeljahres bis heute wirksam ist

Eine neue Zeit für Israel

Wenn wir 2018 den 70. Jahrestag der Wiederentstehung Israels als Nation feiern, dürfen wir uns auch auf eine neue Zeit für Israel freuen, in der die Erfüllung biblischer Prophetien eine neue Ebene erreichen wird. Die Grundidee der Zeitspannen von 70 und 120 Jahren besagt ja, dass ein Abschnitt zu seinem Ende gekommen ist und wir etwas Neues erwarten dürfen. Der Prophet Jesaja sagte immer wieder eine neue Zeit für Israel voraus: „Siehe, ich wirke Neues! Jetzt sprosst es auf. Erkennt ihr es nicht? Ja, ich lege durch die Wüste einen Weg, Ströme durch die Einöde.“ (Jesaja 43,19; siehe auch Jesaja 42,9; 48,6).

In den letzten 120 Jahren hat Gott bereits ein spannendes neues Kapitel für das jüdische Volk aufgeschlagen. Die Überschrift über diesem Kapitel lautete „Wiederherstellung“. Ein armer, landwirtschaftlich geprägter Pionierstaat ist zu einer Start-Up-Nation geworden, die heute in der medizinischen und wissenschaftlichen Forschung weltweit an der Spitze steht. Ihre Erfindungen und ihre Effektivität können sich mit denen des Silicon Valley oder jeder anderen High-Tech-Region der Welt messen. Israel hat auch mehrere Kriege durchgestanden, die für das Land eigentlich hoffnungslos aussahen. Doch überraschender Weise ging der jüdische Staat aus ihnen als Sieger hervor. Heute ist seine militärische Überlegenheit in der Region unbestritten. Erst kürzlich ist Israel sogar zu einem strategischen Partner für sunnitisch-arabische Staaten geworden. Die wachsende Bedrohung durch den Iran und seine Terrormilizen, die Stellvertreterkriege für das Regime in Teheran führen, eint die ungleichen Verbündeten.

Wenn wir jetzt in diese neue Zeit eintreten, dürfen wir sogar eine noch tiefergehende Wiederherstellung erwarten. Die nationale und physische Erneuerung des jüdischen Staates wird weitergehen. Doch gleichzeitig dürfen wir auch etwas Neues erwarten, das über den natürlichen und politischen Bereich hinausgeht, insbesondere nach der amerikanischen Anerkennung Jerusalems. Wir wissen, dass eine der größten noch unerfüllten Verheißungen, die Gott dem jüdischen Volk gab, in der geistlichen Wiederherstellung Israels besteht. Fast jeder hebräische Prophet sah sowohl die Rückkehr des jüdischen Volkes in sein Heimatland voraus als auch die geistliche Rückkehr zu seinem Gott und zwar als ganze Nation. „Denn ich will euch aus den Völkern herausholen und euch aus allen Ländern sammeln und wieder in euer Land bringen … Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben … Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln…“ (Hesekiel 36,24-27, siehe auch Jesaja 44,3, Sacharja 12,10; Jeremia 31,31ff)

Glaubt man dem Apostel Paulus, bedeutet dies auch die Freisetzung eines beispiellosen Segens für die ganze Welt. „Denn wenn ihr Verlust Versöhnung der Welt ist, was wird ihre Annahme anderes sein als Leben aus den Toten!“ (Römer 11,15, siehe auch V.12)

Israels Erweckung wird eine neue Ebene des Segens und des Auferstehungslebens unter den Nationen freisetzen. Wir konnten bereits beobachten, dass es in den letzten 120 Jahren, seit der zionistische Traum konkrete Gestalt angenommen hat, zur größten christlichen Erweckung gekommen ist, welche die Welt je gesehen hat. Insbesondere in den letzten Jahrzehnten seit der Wiedervereinigung Jerusalems sind die evangelikalen Gemeinden auf der Südhalbkugel unserer Erde dramatisch gewachsen. Experten für Gemeindewachstum schätzen heute, dass die evangelikale Bewegung weit mehr als 600 Millionen Gläubige ausmacht. Was eine geistliche Erneuerung Israels für die Welt bedeuten wird, kann man sich vor diesem Hintergrund kaum vorstellen.

 

Kämpfe und Gericht

Oft findet sich der Gläubige in einer Phase des Kampfes oder sogar des Leidens wieder, bevor neue Zeiten der Herrlichkeit und der geistlichen Tiefe für ihn anbrechen.

Die Geburt der zionistischen Bewegung wurde durch eine intensive Welle des Antisemitismus in Europa ausgelöst. Dazu gehörten Pogrome in Russland und die Dreyfus-Affäre in Frankreich. Der Staat Israel entstand 1948 in Folge heftiger Kämpfe, und die Wiedervereinigung Jerusalem geschah im Rahmen des Sechstagekrieges. Beide Kriege schienen für Israel hoffnungslos zu sein. Die meisten Militärexperten gingen davon aus, dass der kleine jüdische Staat kaum eine Chance hätte, diese Auseinandersetzungen zu überleben.

Doch jede neue Ebene göttlicher Wiederherstellung hat immer Verlust für die Feinde Gottes zur Folge. Satan wird alles tun, um diese neue Zeit zu sabotieren und aufzuhalten. Dass es Widerstand gegen die neusten Entwicklungen in Jerusalem gibt, sollte uns daher nicht überraschen. Sowohl für Israel als auch für die Gemeinde bedeutet es, dass wir uns nicht nur darauf vorbereiten sollten, großartige „neue Dinge“ vom Himmel zu empfangen. Wir müssen uns vielmehr auch auf eine neue Welle des Widerstandes und des Kampfes vorbereiten.

Paulus formuliert es so: „Denn ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.“ (Römer 8,18) Es wird siegreiche Zeiten geben, doch sie werden uns etwas kosten. Jakobs Begegnung mit Gott bestand aus einem heftigen Kampf, aus dem er zwar siegreich aber humpelnd hervorging.

Die neue Zeit, in die wir eintreten, wird von weiteren Durchbrüchen für Israel und größerer Autorität und göttlicher Herrlichkeit für die Gemeinde gekennzeichnet sein. Allerdings werden weltweite Erschütterungen und beispiellose Schlachten diese Entwicklungen begleiten.

Daher sollten wir uns in diesem Jahr auf neue Herausforderungen einstellen und gleichzeitig großartige neue Dinge vom Herrn erwarten. Gott ermutigt uns dazu, seine Träume zu träumen. Auch wenn die Welt erschüttert wird, so baut Gott doch gleichzeitig sein Königreich, das unerschütterlich ist. Die Wiederherstellung Israels wird an Dynamik gewinnen und zur verheißenen Ausgießung seines Geistes führen. Und wir dürfen auch erwarten, dass eine überwindende Gemeinde in eine neue Zeit der Heiligkeit, der Autorität und des Segens eintritt.

Ich möchte ihnen folgende Handlungsvorschläge machen:

  • ·       Unterstützen Sie, was Gott in der Gemeinde und in Israel tut. Bitten Sie den Herrn darum, Ihnen zu zeigen, welchen Plan er für Ihr Leben hat und finden Sie Ihren Platz in seinem Königreich.
  • ·       Stellen Sie sicher, dass Ihr Fundament solide und unerschütterlich ist. Seien Sie Mitglied einer Gemeinde, die Ihr Leben stärkt, Ihren Glauben aufbaut und Sie herausfordert, größere Dinge von Gott zu erwarten und Ihr Leben vor Ihm in Heiligkeit zu führen.
  • ·       Verbringen Sie täglich Zeit mit dem Herrn, beten Sie und lesen Sie sein Wort.
  • ·       Tragen Sie die Waffenrüstung Gottes und benutzen Sie sich auch! Unsere Kämpfe werden zunehmen. Sie richten sich nicht gegen „Fleisch und Blut, sondern gegen geistliche Mächte…“. Bereiten Sie sich auf das vor, was vor uns liegt!

Lassen Sie uns in dieser neuen und aufregenden Zeit gemeinsam große Taten für unseren König vollbringen!

Brennpunkt Golanhöhen

Während der Bürgerkrieg in Syrien sich allmählich seinem Ende zuneigt, steht für viele Analytiker der Gewinner dieses blutigen siebenjährigen Konflikts schon fest: Das islamische Regime in Teheran hat durch seine Unterstützung des syrischen Diktators Baschar al Assad seine Präsenz in Syrien festigen können. Es hat eigene Militäreinrichtungen in Syrien errichtet und die Kämpfer der radikal-islamischen Terrororganisation Hisbollah im benachbarten Libanon massiv gefördert. Dadurch ist der Iran bedrohlich nahe an die Grenzen Israels herangerückt. Nach israelischen Medienberichten sind es nur noch ein paar syrischen Rebellengruppen und gezielte israelische Militärschläge, die die iranischen Milizen von der israelischen Nordgrenze fernhalten.

(Bild: Shutterstock; Eine alte syrische Militärbefestigung auf der israelischen Seite der Golanhöhen erlaubt den Blick auf die Nachbarländer Syrien und Jordanien.)

Rebellen verteidigen Grenze

„Die Grenzen zu Israel sind politisch und international sehr wichtig“, erklärte ein syrischer Rebellenführer mit dem Spitznahmen „Oktopus“ Mitte Januar gegenüber der „Times of Israel“. „Und ich sage das nicht nur, weil ich mit Ihnen als Vertreter einer israelischen Zeitung spreche. Deshalb verteidigen wir diese Region mit aller Kraft.” Ende Dezember mussten die Rebellen eine weitere herbe Niederlage einstecken. Nach einjähriger Belagerung durch die syrische Armee verließen ihre Kämpfer im Rahmen eines Waffenstillstandsabkommens die Ortschaft Beit Jinn. Sie befindet sich in nur neun Kilometer Entfernung zur israelischen Nordgrenze.

Humanitäre Hilfe und Militärschläge

Unterdessen unterstützt Israel zum einen die notleidende syrische Bevölkerung im Grenzgebiet durch humanitäre und medizinische Hilfe (wir berichteten). Zum anderen attackiert die israelische Luftwaffe iranische Waffenkonvois an die Hisbollah und iranische Militäreinrichtungen in Syrien. Die Hisbollah im Libanon bereitet den Israelis dabei besondere Sorgen. Seit der letzten kriegerischen Auseinandersetzung mit Israel im Jahr 2006 hat die schiitische Terrororganisation ihr Raketenarsenal auf 130 000 Flugkörper aufstocken können. Zudem haben ihre Kämpfer durch den Bürgerkrieg in Syrien an Kampferfahrung gewonnen. Bei der nächsten kriegerischen Auseinandersetzung mit der Hisbollah muss Israel sehr schlagkräftig reagieren. Sonst drohen der israelischen Bevölkerung und Infrastruktur verheerende Verluste.

Iranisches Vormachtstreben

Im Schutz der syrischen Bürgerkriegswirren konnte der Iran militärische Ausrüstung und schiitische Kämpfer nach Syrien verlegen und dort eigene Stützpunkte errichten. Diese Maßnahmen haben das Ziel, einen Landkorridor vom Iran bis ans Mittelmeer zu etablieren. Er würde es Teheran ermöglichen, Israel direkt anzugreifen und die iranische Vormachtstellung in der Region auszubauen. Gezielte Militärschläge auf solche Einrichtungen sind für die Israelis sehr riskant, auch weil russische Truppen in ihrer Nähe stationiert sind. Moskau ist die zweite Großmacht, die das Überleben des Assad Regimes ermöglicht hat.

Neue diplomatische Allianzen

 

Doch es gibt auch einen Silberstreifen am Horizont: Die arabisch-sunnitische Welt fühlt sich durch das iranische Vormachtstreben ebenso gefährdet wie Israel. Dadurch ergeben sich beispiellose neue Möglichkeiten für die israelische Diplomatie im Nahen und Mittleren Osten.

Erst Khartum, dann Chaos

Das Jubeljahr für Jerusalem neigt sich seinem Ende zu. Viele Ereignisse, die zur Wiedervereinigung der Stadt vor 50 Jahren geführt haben, sind gebührend gefeiert worden. Jetzt ist die Zeit gekommen, auch die historischen Folgen der Befreiung Jerusalems ins Blickfeld zu nehmen. Israels überraschend schneller Sieg im Sechstagekrieg von 1967 war ein Schlüsselmoment in der neuzeitlichen Geschichte des Nahen Ostens. Seine Nachwirkungen sind bis heute in der Region und auf der ganzen Welt zu spüren.

Annäherung mit den USA

Dass die Israelis den von den Sowjets unterstützten arabischen Armeen überlegen waren, verdeutlichte dem demokratischen Westen zunächst Folgendes: Der wiederentstandene jüdische Staat könnte ein wertvoller Verbündeter im Kalten Krieg gegen die kommunistische Aggression sein. In der Folge wurden die USA bald zum wichtigsten Alliierten und Waffenlieferanten Israels.

Verweigerung der arabischen Welt

Doch der Krieg führte auch zu einer tiefen gesellschaftlichen Spaltung in Israel. Was sollte man nun mit den großen Landgebieten tun, die unter israelische Kontrolle gekommen waren? Dazu gehörten das Westjordanland, der Gazastreifen, die Sinai-Halbinsel, die Golanhöhen und Ostjerusalem. Friedensbewegte Vertreter der herrschenden Arbeitspartei beeilten sich, den Arabern diese Territorien im Austausch für Frieden anzubieten. Doch die demütigende Niederlage der arabischen Staaten festigte nur die Entschlossenheit ihrer Staatsführer, Israel in dieser Region niemals seinen rechtmäßigen Platz zuzugestehen.

Die drei Neins von Khartum

Diese gemeinschaftliche arabische Position wurde auf der Konferenz von Khartum im September 1967 festzementiert. Damals äußerte die Arabische Liga ihre berüchtigten „drei Neins“: Nein zur Anerkennung Israels, nein zu Verhandlungen mit Israel und nein zum Frieden mit Israel. Heute sehen viele diese Positionen irrigerweise als eine Haltung an, die zugunsten der Palästinenser eingenommen wurde. Doch damals spiegelten die drei Neins schlicht und einfach die umfassende arabische Weigerung wieder, das Existenzrecht Israels anzuerkennen.

Palästinenserstaat?

Kein arabischer Staat zeigte damals ein besonderes Interesse an der Errichtung eines Palästinenserstaates. In jedem Krieg, den die arabischen Staaten gegen Israel anstrengten, ob 1948, 1967 oder 1973, hätten die angreifenden arabischen Armeen im Falle eines Sieges das Land für sich selbst beansprucht. Die militärische Besetzung des Westjordanlandes durch die Jordanier, die 19 Jahre lang andauerte, ist dafür ein prominentes Beispiel. Doch mit der Zeit gelang es den Palästinensern, hauptsächlich durch Flugzeugentführungen und andere unverfrorene Terrorakte, ihre nationalistischen Bestrebungen ins Blickfeldfeld zu rücken. Später würden arabische Führungspersönlichkeiten dann erklären, dass Frieden mit Israel nur möglich sei, wenn es zuerst eine gerechte Lösung des Palästinenserkonflikts geben würde.

Ägyptens und Jordaniens Sonderweg

Ägypten (1979) und Jordanien (1994) lösten sich allerdings schließlich aus dieser panarabischen Haltung und gingen eigene Friedensverträge mit Israel ein. Beide Länder unterstützten zwar immer noch einen Palästinenserstaat. Doch Kairo und Amman waren nicht länger bereit, der PLO ein Vetorecht über das künftige Wohl ihrer Nationen und der gesamten Region einzuräumen.

Chaos im Irak und Libyen

Unterdessen herrscht in den arabischen Staaten, die sich Israel in den letzten Jahrzehnten am hartnäckigsten entgegenstellten, heute heilloses Chaos. So ordnete der irakische Diktator Saddam Hussein im ersten Golfkrieg im Jahr 1991 grundlos Raketenangriffe auf Tel-Aviv und Haifa an. Seit dem Ende des zweiten Golfkriegs 2005 zerreißen religiöse Konflikte das Land, das auseinanderzubrechen droht. Ein Großteil des Irak befindet sich bereits unter iranischem Einfluss.

Unter seinem Machthaber Muammar al-Gaddafi beherbergte Libyen in den 1970er und 1980er Jahren zahlreiche Trainingslager für PLO-Terroristen. Heute ist der Aufbau eines geordneten Staatswesens gescheitert, während es in Libyen von Dschihadisten nur so wimmelt.

Syrien in Trümmern

Und schließlich war es Syrien, das Ägypten für seinen Friedensvertrag mit Israel verhöhnte. Damaskus präsentierte sich als stolzer Gastgeber für das anti-israelische Boykottbüro der arabischen Welt. Gleichzeitig gewährte es den Führern der schlimmsten palästinensischen Terrormilizen Zuflucht. Heute liegt das Land nach einem brutalen fünfjährigen Bürgerkrieg, der 500 000 Menschen das Leben gekostet und zwölf Millionen Bürger aus ihren Häusern vertrieben hat, komplett in Trümmern. Alle diese Entwicklungen scheinen den folgenden biblischen Grundsatz zu bestätigen: Wer Israel verflucht, wird selbst verflucht werden (1. Mose 12,3).

Schiiten gegen Sunniten

Wie stellt sich nun die Lage 50 Jahre nach dem Sechstagekrieg von 1967 dar? Ein Blick über die gesamte Nahost-Region zeigt, dass die arabischen Staaten in ihrem Hass auf Israel nicht länger geeint sind. Stattdessen gibt es innere Spaltungen, die durch die neu entfachten uralten Verwerfungen zwischen dem sunnitischen und schiitischen Islam angeheizt werden. Iran steht an der Spitze der schiitischen Achse, die aus der arabisch-schiitischen Bevölkerungsmehrheit des Irak, dem alawitischen Regime in Syrien und der Terrormiliz Hisbollah besteht, die momentan den Libanon beherrscht. Der sunnitisch-arabische Block wird von Saudi-Arabien und Ägypten angeführt. Beide Seiten haben die heftigen Konflikte in Syrien und im Jemen dazu genutzt, gegeneinander Stellvertreterkriege zu führen.

Iran gewinnt in Syrien

Nach Ansicht der meisten Analytiker hat der Iran letztlich den Krieg in Syrien gewonnen. Das bedeutet allerdings nicht, dass das mit Teheran verbündete Assad-Regime in naher Zukunft wieder die volle Kontrolle über das gesamte syrische Territorium wiedererlangen wird. Doch dem Iran ist es tatsächlich gelungen, eine starke Militärpräsenz innerhalb Syriens zu etablieren. Diese wieder zu entfernen, dürfte äußerst schwierig werden. Der Schlüsselmoment war gekommen, als Anhänger Assads chemische Waffen gegen sunnitische Rebellen einsetzten und die USA dagegen nicht sofort militärisch vorgingen, obwohl sie dies angekündigt hatten. Russland interpretierte dies als Schwäche der Amerikaner und stationierte daraufhin seine eigenen Bodentruppen in Syrien. Diese Entscheidung sicherte das Überleben der Assad-Diktatur und erlaubte es dem Iran, in dem kriegsgeschüttelten Land noch weiter Fuß zu fassen.

Teherans Landbrücke zur Hisbollah

Teheran versucht nun, eine „Landbrücke“ zu errichten, die eine direkte Verbindung zwischen dem Iran und der Hisbollah im Libanon schafft. Dazu soll ein schmaler Korridor dienen, der durch den westlichen Irak und das östliche Syrien verläuft. Dieser zusammenhängende „schiitische Halbmond“ würde dem Iran größere Hegemonie über die Region geben und die Möglichkeit, neue Fronten gegen Israel an mehreren Grenzen des Landes zu eröffnen. Die zusätzliche Gefahr eines atomar bewaffneten Iran würde zudem seine Überlegenheit über seine sunnitisch-arabischen Rivalen nur noch weiter vergrößern und den jüdischen Staat mit der Vernichtung bedrohen.

Heimliche Allianz mit Israel

Diese Entwicklungen haben dazu geführt, dass die Herrscher Saudi-Arabiens und der Golfstaaten gemeinsam mit Ägypten und Jordanien ein diskretes regionales Bündnis mit Israel eingegangen sind. Diese Allianz mit Israel kam still und leise zustande, nachdem Premierminister Benjamin Netanjahu dem vorherigen amerikanischen Präsidenten Paroli geboten hatte. In seiner Rede vor dem amerikanischen Kongress warnte Netanjahu mit drastischen Worten vor den Gefahren des angestrebten Atomabkommens mit dem Iran. Sein mutiger Aufruf an Washington, sich zu seinen traditionellen Verbündeten im Nahen Osten zu stellen, verschaffte dem israelischen Premier viel Respekt in mehreren wichtigen arabischen Hauptstädten.

Obwohl der Palästinenserkonflikt weiterhin arabische Bürger auf die Straßen und die Barrikaden treibt, hat er heute letztendlich keine hohe Priorität für die meisten arabischen Herrscher. Die Lage ist der Situation vor 50 Jahren vergleichbar, als die Araber einen Krieg mit Israel provozierten, den sie jedoch sehr schnell wieder bereuen sollten.

Krise mit Jordanien nach Terrorangriff auf israelische Botschaft

Nach einem vereitelten Terroranschlag auf die israelische Botschaft in Amman am Montag sind die Beziehungen zwischen Israel und Jordanien angespannt. Jordanien verlangt die Auslieferung eines israelischen Wachmannes, der einen 17jährigen Jordanier erschoss, nachdem dieser mit einem Schraubenzieher auf den Israeli eingestochen hatte. Eine verirrte Kugel traf den ebenfalls anwesenden jordanischen Gebäudeeigentümer und verletzte ihn tödlich. Israel verweigert die Auslieferung des Wachmannes und beruft sich auf das Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen. Es sichert Mitgliedern diplomatischer Missionen Immunität zu. Von jordanischer Seite hieß es, der Wachmann dürfe das Land nicht verlassen, bis die offizielle Untersuchung des Vorfalls abgeschlossen sei. Derzeit können 30 Botschaftsmitarbeiter das Gebäude der israelischen Vertretung aufgrund der Krise nicht verlassen. Der 17jährige Angreifer sollte für das Unternehmen seines Vaters Möbel in der Wohnung eines Botschaftsangestellten aufbauen. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat einen hochrangigen Sicherheitsbeamten nach Jordanien entsandt, um die Krise beizulegen. Netanjahu sprach telefonisch mit dem Wachmann und versprach ihm, ihn sicher nach Hause zu bringen.

Palästinenser greift arabischen Israeli in Petach Tikva an

Ein 21jähriger Palästinenser aus dem Westjordanland hat am Montagvormittag auf einen arabisch-israelischen Busfahrer in Petach Tikva eingestochen und ihm mittlere bis schwere Verletzungen zugefügt. Der Busfahrer machte gerade Mittagspause an einem Schwarma-Stand, als der Palästinenser ihn angriff. Der Terrorist, der von Passanten überwältigt werden konnte, hielt sein Opfer offensichtlich für einen Juden. Er habe aus Protest gegen die israelischen Sicherheitsmaßnahmen am Tempelberg gehandelt, erklärte der Terrorist. „Ich habe es für Al-Aksa getan“, sagte er gegenüber der Polizei.

Israel installiert Sicherheitskameras

Foto: Tempelberg mit Felsendom und Klagemauer © Foto ICEJ.JPG
Israel hat am Löwentor, das in die Altstadt Jerusalems führt, zusätzlich zu den Metalldetektoren nun auch Sicherheitskameras aufgestellt. Diese können Schusswaffen, Messer und andere Angriffswerkzeuge frühzeitig erkennen. Der Großteil muslimischer Beter kommt durch das Löwentor in die Altstadt, um dann auf dem Tempelberg zu beten. Vorletzten Freitag hatten drei arabische Israelis Schusswaffen auf das Tempelberg-Gelände geschmuggelt, mit denen sie dann zwei israelische Polizisten aus der Volksgemeinschaft der Drusen in der Nähe des Löwentores erschossen. Das Aufstellen von Metalldetektoren an den Zugängen zum Tempelberg hat in der muslimischen Welt eine Welle der Empörung ausgelöst, ungeachtet der Tatsache, dass Juden und Touristen seit Jahren Sicherheitsschleusen durchlaufen müssen, um an der Klagemauer zu beten oder den Tempelberg zu betreten. Auch Mekka, der heiligste Ort des Islam, wird durch Metalldetektoren gesichert. Im Verlauf von Massenprotesten gegen die israelischen Sicherheitsmaßnahmen kamen seither vier Palästinenser ums Leben. Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas hatte bereits letzten Freitag aus Protest gegen die israelischen Sicherheitsmaßnahmen die Beziehungen der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) zu Israel eingefroren.

1000 Christen beim ICEJ-Impulstag in Stuttgart

1000 Christen aus ganz Deutschland haben sich am Himmelfahrtstag zum Impulstag der ICEJ in Stuttgart versammelt. „Jerusalem – zurück in die Zukunft“, lautete das Motto des Events, das einen Tag nach den offiziellen Feiern zum 50. Jahrestag der Wiedervereinigung Jerusalems unter israelischer Souveränität stattfand. „Jerusalem hat noch heute eine wichtige Bedeutung für unseren christlichen Glauben und den Plan Gottes für die ganze Welt“, erklärte Gottfried Bühler, Erster Vorsitzender der ICEJ-Deutschland. „Wer die Gegenwart und Zukunft Jerusalems verstehen will, muss zurück in die Vergangenheit blicken.“
( Gottfried Bühler, Mitte, mit Liat Damoza und weiteren israelischen Ehrengästen; Foto: Levi Dörflinger)

Segensreiche Traditionen der Urgemeinde

Er forderte seine Zuhörer dazu auf, Jerusalem und Israel zu unterstützen und sich dabei ein Beispiel an der urchristlichen Gemeinde in Antiochia zu nehmen. Als eine weltweite Hungersnot prophezeit wurde, war es ihr wichtigstes Anliegen, eine Kollekte für Jerusalem zu erheben. „Stellt euch vor, was für ein Segen dies für unsere Gemeinden und unser Land bedeuten könnte, wenn diese alten Traditionen der Urgemeinden im heutigen Leib Christi wiederbelebt würden.“

Lange und gefährliche Heimkehr nach Israel

Die äthiopische Jüdin Liat Damoza aus Israel berichtete, wie sie als Dreijährige mit ihrer Familie die lange und gefährliche Reise von Äthiopien nach Israel unternahm. „Meine Volksgemeinschaft und Familie lebte seit über 2500 Jahren in Äthiopien“, erklärte sie. „Doch wir hatten nur einen Traum: Eines Tages wieder nach Jerusalem zurückzukehren.“ Als sie in der sudanesischen Wüste schließlich nach Israel ausgeflogen werden sollten, weigerten sie sich zunächst, in das Flugzeug einzusteigen. „Wir hatten noch nie ein Flugzeug gesehen und hatten Angst. Schließlich gelang es einem unserer Ältesten, uns doch noch zum Einsteigen zu überreden. „Erinnert Ihr Euch an die Geschichten in der Synagoge?“, fragte er. „Gott hat gesagt, dass der uns auf den Flügeln eines Adlers nach Jerusalem bringen würde. Schaut Euch das an, das sieht doch aus wie ein Vogel!“

Drei Vertreter der israelischen Organisation Keren Hayesod begleiteten Liat, unter ihnen Udi Lehavi von Keren Hayesod Deutschland. „Du bist der Sohn eines Wehrmachtssoldaten“, sagte Lehavi, an Gottfried Bühler gewandt. „Als Sohn eines Holocaustüberlebenden freue ich mich, gemeinsam mit Dir hier auf der Bühne zu stehen.“ Dani Viterbo und Ben-Zion Malka, die beide Keren Hayesod repräsentierten, gehörten ebenfalls zu den israelischen Ehrengästen der Veranstaltung.

Versöhnung entlang der Jesaja19-Straße

Steve Carpenter, Gründer und Leiter von „Highway19 Ministries“ aus Jerusalem stellte seinen Versöhnungs- und Hilfsdienst entlang der Jesaja19-Straße in der arabischen Welt vor. „Es ist das Herzensanliegen Gottes, dass Versöhnung stattfindet zwischen den Söhnen Isaaks (den Juden) und Ischmaels (den Muslimen)“, sagte Carpenter, der ursprünglich aus den USA stammt und seit zehn Jahren in Israel lebt. Highway19 Ministries ist in Ägypten, Israel, Syrien, dem Libanon, der Türkei und dem Irak tätig. Carpenter berichtete, wie Jesus sich vielen Muslimen in dieser Region offenbare. „Lasst uns beten, dass Gott seinen Geist im Nahen Osten ausgießt“, sagte er, bevor er die Konferenzteilnehmer in die Fürbitte für die Völker der Region anleitete.

Israels Anspruch auf Jerusalem

Der Theologe Horst Krüger aus Aachen, langjähriger Brasilien-Missionar und Mitarbeiter am „Jerusalem Institute for Synoptic Research“ sprach über „Jerusalem, unsere Liebe“ und umrahmte seinen Vortrag mit zwei bewegenden, selbst vorgetragenen Liedern. Er kritisierte die aktuellen Versuche der UNESCO, Jerusalem ihren jüdischen Charakter abzusprechen und die heiligen Stätten des Juden- und des Christentums zu islamisieren. „Jerusalem ist real und beruht auf steinharten Fakten. Die Steine Jerusalems erzählen eine viertausendjährige Geschichte“, erklärte er. „Die Behauptung, dass andere Religionsgemeinschaft auf die Stadt Anspruch hätten, beruht auf einer Fiktion! Dadurch verarmt unsere Theologie. Israels Anspruch auf Jerusalem ist eine unumstößliche historische Tatsache, die von der Archäologie untermauert wird.“

Gebet für die deutsch-israelischen Beziehungen

Christoph Scharnweber, politischer Berater der ICEJ, gab wertvolle Impulse zum Gebet für die deutsch-israelischen Beziehungen, die sich gerade auf einem Tiefstand befänden. Nach einer gründlichen Analyse der Ursachen forderte er die Teilnehmer am Impulstag dazu auf, insbesondere dafür zu beten, dass die Bundesregierung eine segnende Haltung gegenüber Israel einnähme. „Unsere Entscheidungsträger brauchen gute Ratgeber“, betonte er. Mit Blick auf die Bundestagswahlen im September sei es wichtig, für die Zusammensetzung des neuen Kabinetts zu beten. „Lasst uns Gott bitten, dass mehr Israel-Freunde im künftigen Bundestag sitzen werden“, sagte er.

Das Königreich Gottes

Peter Tsukahira, Mitbegründer der messianisch-jüdischen Karmel-Gemeinde in Nordisrael, betonte schließlich, dass sich die christliche Gemeinde weltweit wieder Israel zuwenden müsste, um ihren Auftrag erfüllen zu können. „Wir müssen zurück zum Evangelium des Königreiches Gottes, statt das Evangelium des Gemeindewachstums zu verkünden. Israel ist das Modell für das Königreich Gottes für alle anderen Nationen. Die meisten Pastoren betrachten das Thema Israel nur als Ablenkung, wenn es ihnen kein Gemeindewachstum bringt. Das Königreich Gottes fing jedoch nicht mit dem Auftreten Jesu an, sondern bereits mit der Berufung Israels zu Gottes Volk am Sinai. Dort berief er sie zu einem Königreich von Priestern. Daher tut wir gut daran, das Thema Israel nicht auszuklammern.“

Die Veranstaltung fand im GOSPEL FORUM statt. Die Tanzgruppe Profil bereicherte das Programm durch ihre mitreißenden Israeltänze. Steve Carpenter und Gottfried Bühler leiteten gemeinsam mit der ICEJ-Band die Lobpreis- und Anbetungszeiten.

AUDIO-BOTSCHAFTEN VOM IMPULSTAG IM ICEJ-SHOP HERUNTERLADEN!

Ein Jubeljahr für Jerusalem

Es fällt heute, fünfzig Jahre später, schwer, sich die schmerzhafte Teilung Jerusalems zwischen 1948 und 1967 vorzustellen. Gegenwärtig strotzt die israelische Hauptstadt nur so vor Geschäftigkeit und Lebensfreude. Doch Alteingesessene berichten, dass das Leben während der neunzehnjährigen Teilung extrem schwierig war – dabei standen sich die Israelis auf der einen und die Jordanier auf der anderen Seite gegenüber.

(Foto: Rabbi Schlomo Goren bläst im 7. Juni 1967das Schofarhorn an der Westmauer)

Bedrohung von drei Seiten

Die jüdischen Bewohner der Stadt waren 1948 natürlich sehr erleichtert, als die Ankunft der Hilfskonvois auf der alternativen „Burma-Route“ die Blockade Westjerusalems beendete. Doch in den folgenden zwei Jahrzehnten blieb die jüdische Hälfte der Stadt auf drei Seiten bedrohlich umlagert – von arabischen Truppen. Nur ein schmaler Korridor durch die Hügel verband Jerusalem mit dem Rest des Landes. Die Bewohner der Hauptstadt sahen sich immer noch durch Scharfschützenfeuer jordanischer Soldaten bedroht, die sich auf den Altstadtmauern niedergelassen hatten. Arabische Artilleriestellungen dominierten die Hügel um die jüdische Stadthälfte. Viele Häuser und Geschäfte ließen ihre Fenster zugenagelt. In einigen Stadtteilen gab es immer noch nächtliche Sperrstunden.

Abgeschnitten von Altstadt und Westmauer

Die größte Not der jüdischen Bevölkerung bestand darin, dass sie weder die Altstadt noch die Westmauer erreichen konnte. Jordanische Soldaten hatten das jüdische Altstadtviertel während der Kämpfe 1948 mit vorgehaltener Waffe ethnisch gesäubert. Jüdische Gräber wurden entweiht und Synagogen zerstört. Illegale arabische Siedler errichteten Wellblechhütten vor der Westmauer. Unzählige Bunker, Betonmauern, Minenfelder und Stacheldrahtzäune reihten sich im Niemandsland aneinander und durchschnitten die Stadt in zwei Hälften. Die Hauptstraße zum Jaffa-Tor endete in einer Sackgasse mitten im Kriegsgebiet.

Repressalien gegen Christen

Auch die alteingesessenen christlichen Gemeinschaften Jerusalems sahen sich unter jordanischer Herrschaft Repressalien ausgesetzt. Christen durften die Altstadt Jerusalems und Bethlehems nur zu Weihnachten und Ostern betreten. Sie konnten kein Land erwerben. Christliche Schulen mussten Koran-Unterricht erteilen. Über die Hälfte der 25 000 arabischen Christen in Ostjerusalem verließ aufgrund dieser Repressalien zwischen 1949 und 1967 die Stadt.

Die Wende im Sechstagekrieg

Doch dann kam der Sechstagekrieg. Israelische Truppen errangen einen überraschend schnellen und vollständigen Sieg über fünf arabische Armeen und befreiten ihre geliebte Stadt Jerusalem. Nach zwei Jahrzehnten der Teilung, der Isolation und der Vernachlässigung konnte das wiedervereinigte Jerusalem erneut wachsen und aufblühen.

Dieses Jahr feiert das israelische Volk den fünfzigsten Jahrestag der Wiedervereinigung der Stadt. Dieser unglaubliche Moment wurde durch das Lied „Jerusalem aus Gold“ verewigt. Es ist zudem einhundert Jahre her, dass der britische General Edmund Allenby die Stadt von einer weiteren muslimischen Vorherrschaft befreite – von der Dominanz der osmanischen Türken. Diese beiden großen Meilensteine in der Geschichte des modernen Jerusalem zeigen, dass es einen Zyklus des Jubeljahres für die Stadt Gottes gibt. Er treibt sie voran und lässt sie ihr höchstes Ziel erreichen – in Gott selbst.

Der Zyklus des Jubeljahres

Die Bibel beschreibt das Jubeljahr als einen besonderen Zeitabschnitt, der all fünfzig Jahre auftritt. In biblischer Zeit musste das Land Israel dann von allen Pachtverhältnissen und Grundstücksbelastungen befreit werden. Allen Einwohnern wurden ihre Schulden und ihr Leibeigenschaft erlassen. Nach den Anweisungen aus 3. Mose 25 musste das Land an seine ursprünglichen Eigentümer zurückgegeben werden. Jahrhunderte lang konnte Israel kaum alle Anforderungen des Jubeljahres erfüllen. Doch heute dürfen wir erkennen, dass Gott selbst immer noch in den Zyklen des Jubeljahres handelt. Da Jerusalem nun vor einhundert Jahren eine dramatische Befreiung erlebt hat und eine weitere vor 50 Jahren, dürfen wir auch dieses Jahr eine erneute wunderbare Freisetzung dieser Stadt erwarten. Langsam aber sicher drängt Gott die Kräfte zurück, die eine heidnische Kontrolle über Jerusalem fortsetzen würden. So kann diese Stadt endlich ihre Bestimmung unter jüdischer Herrschaft erfüllen. Diese Bestimmung besteht darin, der Thron des Messias und ein „Haus des Gebets für alle Völker“ zu sein (Jesaja 56,7; Lukas 19,46; siehe auch Psalm 2,6; Jesaja 2,3, Jesaja 24,23 und Offenbarung 14,1).

Verweis auf die Endzeit

Eine biblische Schlüsselpassage ist in diesem Zusammenhang Psalm 102. Dort heißt es, dass es eine bestimmte Zeit göttlicher Gnade und Gunst für Zion gebe. In Vers 17 erklärt der Psalmist: „Denn der HERR wird Zion aufbauen, er wird erscheinen in seiner Herrlichkeit.“ Zwei Verse später sagt der Psalmist, dass dies „für die künftige Generation“ aufgeschrieben wurde. Im hebräischen Urtext stehen dort die Worte „dor acharon“, zu Deutsch „letzte Generation“. Daher bezieht sich dieser Psalm auf die Wiederherstellung Israels in der Endzeit und insbesondere auf die jüdische Heimkehr nach Jerusalem.

Der Berg Zion

Der Name „Zion“ erscheint ungefähr 170 Mail in der Bibel und bezieht sich grundsätzlich auf Jerusalem. Doch das hebräische Wort tzion (צִיּוֹן) bedeutet eigentlich ein „verbrannter oder ausgetrockneter Ort“ und verweist damit noch spezifischer auf den Berg Zion, auf dem der Tempel und der Opferaltar standen. Seit ihrer ersten Erwähnung in der Bibel (1. Mose 14,18 und 22,2) haben diese Stadt und dieser Berg immer etwas mit Gottes Erlösungsplan zu tun. Schließlich ließ Gott dort seine Herrlichkeit (Schechina) wohnen und gab später sein eigenes Leben als Lösegeld für die Sünden der Menschheit, genau auf diesem Berg.

Die Juden bauen Jerusalem auf

Auch heute baut der Herr Zion wieder auf, um seine Erlösungspläne zu erfüllen. Doch er tut dies durch das jüdische Volk. Die Bibel bezeichnet die Juden als die „Erbauer“ Jerusalems. Wir können dies aus den Büchern Esra und Nehemia ableiten, ebenso wie aus der sehr eindrücklichen Schriftstelle in Psalm 118,22. Auch Psalm 147,2 betont, dass der Herr Jerusalem dadurch aufbaue, dass er „die Zerstreuten Israels sammelt.“ Dieses Werk verfolgt der Herr mit großer Leidenschaft, mit „großem Eifer“ (Sacharja 1,14; 8,2).

Schließlich wissen wir, dass „aus Zion der Retter kommen“ wird, „der die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden wird“(Römer 11,26; siehe auch Psalm 14,7; Psalm 53,6 und Jesaja 59,20+21). Am selben Ort, an dem sie einst ihren Messias abgelehnt haben, werden die Juden ihn nun als ihren König empfangen.


Göttliche Gnade und Gunst im geistlichen Kampf

Zweifellos ist dies der Grund dafür, dass ein so intensiver diplomatischer Kampf um das Schicksal Jerusalems tobt. Im Kern handelt es sich jedoch um einen geistlichen Konflikt. Der neue US-Präsident Donald Trump hat den Willen bekundet, die Amerikanische Botschaft von Tel-Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Viele arabische und islamische Führungspersönlichkeiten sind erbost darüber und drohen mit gewalttätigen Reaktionen. Doch im Jubeljahr können wir um göttliche Gnade und Gunst beten und sie auch erwarten – damit die ganze Stadt wieder in die Hände ihrer ursprünglichen Eigentümer zurückkehrt und ihren Platz in Gottes Erlösungsplan einnehmen kann.

 

Share this: