Change Region:Germany

Headlines

Atomwaffen: Maas warnt vor „Gefahr für den Weltfrieden“

„Abrüstung und Nukleare Nichtverbreitung stecken in der Krise. Das ist eine Gefahr für den Weltfrieden. Wir müssen dem Negativtrend etwas entgegensetzen.“ Das erklärte der deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) am heutigen Dienstag vor einem Treffen von 16 Staaten in Stockholm, die den Nuklearen Nichtverbreitungsvertrag erhalten und stärken wollen. Am Montag war Maas in Teheran zu Besuch, um das iranische Regime zur Einhaltung des Atomabkommens aufzufordern. Dieses sei für Europa aus Sicherheitsgründen „außerordentlich wichtig“, sagte Maas nachdrücklich. Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif drohte, sein Land werde wieder mit der Urananreicherung beginnen, sollten die Europäer die harten Wirtschaftssanktionen der Amerikaner bis zum 7. Juli nicht abmildern. Die Europäer arbeiten derzeit an einem Zahlungssystem, das die Umgehung der amerikanischen Iran-Sanktionen ermöglichen soll. Sarif weigerte sich auch, über das ballistische Raketenprogramm des Iran und die Unterstützung Irans für seine Verbündeten, die Terrormiliz Hisbollah im Libanon und in Syrien, zu sprechen. Als nach dem Existenzrecht Israels gefragt wurde, erging sich Sarif in einer Hasstirade gegen den jüdischen Staat und drohte Israel indirekt mit Krieg. Maas sagte auf Nachfrage, Deutschland sei Israel eng verbunden und die Existenz Israels sei nicht verhandelbar. Daran ändere sich auch nichts, weil er gerade in Teheran sei, erklärte Maas. (Foto: Susi Knoll, SPD-Saar)

 

Iran erhöht Urananreicherung

Yukiya Amano, Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), hat am Montag bestätigt, dass der Iran die Produktion von angereichertem Uran erhöht hat. Es sei jedoch nicht klar, wann genau Teheran die im Atomvertrag festgesetzte erlaubte Menge überschreiten werde. In den letzten Wochen verschärfte sich die Konfrontation zwischen den USA und der Islamischen Republik. Die USA, die vor einem Jahr vom Abkommen zur Eindämmung des iranischen Atomprogramms zurückgetreten waren, verschärften Anfang Mai ihre Iran-Sanktionen. Alle Länder und Unternehmen wurden aufgefordert, kein Erdöl aus dem Iran zu importieren, wenn sie nicht vom internationalen Finanzsystem ausgeschlossen werden wollten. Auch über militärische Optionen denkt Washington offen nach und hat bereits zusätzliche Streitkräfte in die Region entsandt. Der japanische Premierminister Shinzo Abe, dessen Land gute Beziehungen sowohl zu Washington als auch zu Teheran unterhält, reist diese Woche in den Iran und wird versuchen, zwischen beiden Ländern zu vermitteln.

 

Gaza-Terror: Israelis nahe Grenze ziehen weg

Mindestens zehn israelische Familien, die in Ortschaften nahe der Grenze zum Gazastreifen wohnen, wollen diesen Sommer aufgrund der durch beständigen Terror angespannten Sicherheitslage aus Südisrael wegziehen. Das berichtete der israelische TV-Sender Reshet 13 am Freitag. Dem Bericht zufolge waren in den Jahren seit dem Gaza-Krieg 2014 und der Fertigstellung der Bahnlinie von Tel Aviv nach Beerschewa mit Haltestellen in Sderot, Netivot und Ofakim wieder mehr Israelis in den Süden gezogen. In mehr als 50 Ortschaften im Grenzgebiet zum Gazastreifen, das unumstritten zum Kernland Israels gehört, leben rund 70.000 Israelis. Nun wächst die Sorge, dass weitere Familien die Gegend verlassen könnten, wo es im letzten Jahr zehn gewalttätige Auseinandersetzungen mit palästinensischen Terroristen aus dem von der islamistischen Terrororganisation Hamas beherrschten Gazastreifen gab.

Zuletzt feuerten palästinensische Terroristen Anfang Mai mehr als 700 Raketen und Mörsergranaten auf Südisrael, vier Zivilisten starben. Bei Raketenalarm haben Israelis entlang der Gaza-Grenze höchstens 15 Sekunden Zeit, Schutz zu suchen. Seit dem 30. März 2018 dauern zudem die wöchentlichen gewalttätigen Palästinenserproteste am Gaza-Grenzzaun an. Dort versammeln sich jeden Freitag mehrere tausend Protestler zum sogenannten „Großen Marsch der Rückkehr“, versuchen, die israelische Grenze zu stürmen, verbrennen Reifen, werfen Steine, Granaten und Sprengsätze und setzen Schleudern ein, um mit enormer Geschwindigkeit Geschosse auf israelische Soldaten, die die Grenze schützen, abzufeuern. Seit Beginn der Proteste vor mehr als einem Jahr schicken Terroristen zudem regelmäßig Ballons oder Drachen mit Spreng- und Brandsätzen nach Israel. Seit Mai 2018 wurden so mehr 2.000 Feuer verursacht, bei denen über 3.500 Hektar Felder, Obsthaine uns Wälder in Israel verbrannten. Allein am heutigen Dienstag brachen sechs Feuer aus, die von Brandballons verursacht worden sein sollen.

 

Israel, arabische Länder kooperieren beim Korallenschutz

Israel wird mit den umliegenden arabischen Ländern am Roten Meer – Saudi Arabien, Sudan, Jemen, Jordanien, Ägypten, Dschibuti und Eritrea – eine wissenschaftliche Kooperation für den Schutz bedrohter Korallenriffe eingehen. Das berichtete die Jerusalem Post am heutigen Dienstagmorgen. Weil Israel mit einigen Ländern keine diplomatischen Beziehungen unterhält, findet das Projekt unter dem Dach des ‚Red Sea Transnational Research Center‘ (Länderübergreifendes Forschungszentrum Rotes Meer) auf neutralem Boden in Bern statt. Die Wissenschaftler der Anrainerstaaten setzen sich für den Erhalt bedrohter Tier- und Pflanzenarten im Roten Meer ein, die durch den Klimawandel und lokale Faktoren wie Überfischung bedroht sind. „Das recht enge Meer ist von Ländern und Menschen umgeben, deren Leben vom Fortbestand der Korallenriffe abhängig ist“, sagte der israelische Professor Maoz Fine, Mitbegründer des Forschungszentrums. Durch die Zusammenarbeit der Länder am Roten Meer sollen politische Maßnahmen erarbeitet werden, die die Riffe schützen und dem Wohle aller dienen.

ICEJ überreicht Bürgermeister Geschenkbuch mit Jerusalem-Grüßen

Dr. Jürgen Bühler, Präsident der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ), und Barry R. Denison, ICEJ-Vizepräsident für den Verwaltungsbereich, haben letzte Woche den neuen Jerusalemer Bürgermeister Mosche Lion getroffen. Sie überreichten ihm ein besonderes Geschenkbuch mit Grüßen und Segenswünschen zur Wiedervereinigung Jerusalems vor 52 Jahren. Mehr als 25.000 Israelfreunde aus aller Welt, darunter Christen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, folgten dem Aufruf der ICEJ, Jerusalem, der ewigen Hauptstadt Israels, zum 50. Jahrestag der Wiedervereinigung zu gratulieren. Bürgermeister Lion empfing das Geschenk kurz vor dem Jom Jeruschalajim (Jerusalem-Tag), an dem Israelis die Befreiung der östlichen Stadtteile aus der Hand Jordaniens während des Sechstageskrieges von 1967 feiern. Von 1948 – 1967 war Jerusalem geteilt. Die jüdischen Bewohner der Stadt waren auf drei Seiten von jordanischen Truppen umgeben und nur durch eine enge Straße mit dem Rest des Landes Israel verbunden. Die Fenster ihrer Häuser und Geschäfte waren zugenagelt und in manchen Vierteln gab es Ausgangssperren. Im Juni 1967 erzielten die israelischen Streitkräfte im Sechstagekrieg einen überraschend schnellen und vollständigen Sieg über fünf arabische Armeen, befreiten Jerusalem und Israel erlangte die Kontrolle über die gesamte Stadt. (Foto: ICEJ)

 

Der Sechs-Tage-Krieg, 5.-10. Juni 1967

Innerhalb von sechs Tagen, vom 5. bis 10. Juni 1967, ist es der israelischen Armee vor 52 Jahren gelungen, alle an ihren Grenzen zusammengezogenen arabischen Armeen zu besiegen. Sie stand kurz davor, in Kairo, Amman und Damaskus einzumarschieren. Vorausgegangen war der Abzug der UN-Friedenstruppen aus der Pufferzone zwischen Israel und Ägypten auf der Sinaihalbinsel, die Ägyptens Präsident Gamal Abdel Nasser gefordert hatte, der massive Truppenaufmarsch arabischer Armeen an Israels Grenzen und die Sperrung der Straße von Tiran durch Nasser für den Schiffsverkehr nach Eilat – nach internationalem Recht eine Kriegshandlung. mehr

Das„Six Day War Project“ (Sechstagekrieg-Projekt) der NGO Jerusalem U zeigt dreiminütige Videoclips (englisch) mit historischen Filmaufnahmen.

 

Schawuot, das Wochenfest

Am Samstagabend beginnt Schawuot, das biblische Wochenfest (5. Mose 23,15-21). Es wird sieben Wochen nach dem Fest der Erstlingsfrüchte, das in die Passahwoche fällt, gefeiert und ist eines der drei großen Wallfahrtsfeste, zu dem die Erstlinge der Weizenernte zum Tempel gebracht wurden. An Schawuot gedenkt das Volk Israel daran, dass Mose von Gott die Thora empfing, das göttliche Gesetz. Das Fest beginnt mit einer Nacht des intensiven Schriftstudiums, vor allem der Zehn Gebote. Am nächsten Morgen wird in den Synagogen das Buch Ruth gelesen, das zur Zeit der Gersten- und Weizenernte spielt. Die heilige Festversammlung sollte ausdrücklich als Freudentag begangen werden. Weil das Gesetz Gottes als Quelle des Lebens gilt, wie die Milch für den Säugling, werden zu Schawuot traditionell aus Milchprodukten zubereitete Speisen wie z.B. Käsekuchen gegessen. Zeitgleich mit dem jüdischen Schawuot-Fest feiern Christen Pfingsten (9.-10. Juni) - die Ausgießung des Heiligen Geistes. (Apostelgeschichte 1,4-5 und 2,1-21)

 

Antrag auf Hisbollah-Verbot in Deutschland

Der Bundestag hat am heutigen Donnerstagnachmittag in erster Lesung über einen von der AfD-Fraktion vorgelegten Antrag für ein Verbot der gesamten Hisbollah in Deutschland debattiert. Der Antrag wurde zur Beratung in den Ausschuss für Inneres und Heimatüberwiesen. Im AfD-Antrag heißt es: „Die Hisbollah (oder ‚Hizb Allah‘) ist eine schiitisch-islamistische Organisation aus dem Libanon. Sie leugnet das Existenzrecht des Staates Israel und führt einen bewaffneten und terroristischen Kampf gegen diesen.“ Für die Bundesregierung gilt bisher nur der „militärische Arm“ der Hisbollah als Terrororganisation. Großbritannien, die USA, Kanada, die Niederlande, die Arabische Liga und Israel stufen die gesamte Hisbollah, die vom Iran finanziert wird, als Terrororganisation ein.Dem Bundesamt für Verfassungsschutz zufolge leben rund 950 Hisbollah-Aktivisten in Deutschland, die meisten davon in Berlin. Erst vergangenen Samstag versammelten sich dort anlässlich des Al-Quds-Tages schiitische Hisbollah-Mitglieder, palästinensische Aktivisten und Rechtsextremisten, um offen gegen Israel zu hetzen. Auch wenn die Hisbollah auf deutschem Boden bisher keine terroristischen Anschläge unter eigener Flagge verübt habe, stehe die Bundesrepublik als „Rechtsstaat in der Pflicht, derartige kriminelle und terroristische Aktivitäten auf ihrem Territorium strikt zu unterbinden und zu ahnden“, schließt der AfD-Antrag.

 

Verfassungsschutz warnt: Iran baut Massenvernichtungswaffen

Der Iran kauft illegal Technologie für die Herstellung von nuklearen, biologischen und chemischen Massenvernichtungswaffen. Dies geht aus einem Bericht des Verfassungsschutzes Mecklenburg-Vorpommerns hervor, wie die Jerusalem Post am Dienstag meldete. Im Mai wies bereits der bayerische Verfassungsschutz auf die Bemühungen des iranischen Regimes hin, „sein konventionelles Waffenarsenal mit Massenvernichtungswaffen auszuweiten“. Der Iran versuche, sich das notwendige Wissen und Bauteile u.a. über deutsche Unternehmen und Universitäten zu beschaffen. „Um die geltenden Exportkontrollverfahren zu umgehen, werden dafür in Deutschland häufig Tarnfirmen gegründet“, warnt der Bericht. Die Produkte werden über unkritische Drittländer versendet. 2018 verhinderte der bayerische Verfassungsschutz mehrere solcher Beschaffungsaktivitäten, darunter der Kauf einer Elektronenstrahlschweißmaschine zur Produktion von Trägerraketen. Trotz der eindeutigen Berichte über die iranischen Bemühungen, Waffensysteme zur Massenvernichtung herzustellen, hält die deutsche Politik an den wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran fest und bemüht sich auf internationaler Ebene, die US-Sanktionen zu umgehen.

 

Israel erweitert Fischereizone für Gaza

Israel hat am Dienstag die Fischereizone vor dem Gazastreifen erneut von 10 auf 15 Seemeilen (knapp 19 bzw. 28 km) erweitert, obwohl palästinensische Terroristen vom Gazastreifen aus seit Ende Mai mehr als 50 Feuerballons nach Israel schickten. Die Israelis behalten sich vor, die Zone als Reaktion auf Brandangriffe wieder auf zehn Seemeilen zu begrenzen. In den letzten Wochen wurde die Fischereizone mehrmals ausgeweitet und wieder eingeschränkt. Die Erweiterung sei aus humanitären Gründen erfolgt, hieß es von israelischer Seite. April bis Juni ist Hauptsaison für die Fischer. Vom Fischgeschäft sind rund 50.000 Menschen im Gazastreifen abhängig. Die im Gazastreifen regierende islamistische Terrororganisation Hamas feiert die Erweiterung als Erfolg des Raketenterrors und der seit 14 Monaten jede Woche stattfindenden gewalttätigen Proteste am Gaza-Grenzzaun. Am ersten Maiwochenende waren binnen 48 Stunden mehr als 700 Raketen vom Gazastreifen aus auf den Süden Israels abgefeuert worden. Die Hamas droht Israel weiterhin mit Raketenbeschuss. Schätzungen zufolge verfügen palästinensische Terroristen in Gaza über rund 10.000 Kurz- und Mittelstreckenraketen.

Israelis feiern Jerusalem-Tag

Zehntausende Israelis haben am Sonntag Fahnen schwingend und mit viel Gesang den alljährlichen Jerusalem-Tag in der israelischen Hauptstadt gefeiert. Er erinnert an die Befreiung der östlichen Stadtteile aus der Hand Jordaniens während des Sechstageskrieges von 1967. Auf dem Platz vor der Westmauer (Klagemauer) in der Altstadt Jerusalems versammelten sich mehrere tausend Menschen zum Gebet und Gedenken an die Ereignisse. Auf dem Tempelberg kam es zu Zusammenstößen zwischen arabischen Jugendlichen und der israelischen Polizei. Die Palästinensische Autonomiebehörde und Jordanien machten Israel dafür verantwortlich, da es Juden gestattet war, den Tempelberg zu besuchen. Sie behaupteten, „israelische Razzien“ in der Al-Aksa-Moschee hätten „die Heiligkeit des Ramadan“ verletzt. Der muslimische Fastenmonat endet am heutigen Dienstagabend und geht in das Zuckerfest Eid al-Fitr über. (Foto: James Cheatham/ICEJ, Junge Israelis feiern den Jerusalem-Tag an der Westmauer/Klagemauer in der Altstadt Jerusalems)

 

 

Israel trauert um Nechama Rivlin

Nechama Rivlin, Ehefrau des zehnten israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin, ist am heutigen Dienstagmorgen, einen Tag vor ihrem 74. Geburtstag, im Beilinson Krankenhaus in Petach Tikwa, wenige Kilometer östlich von Tel Aviv, gestorben. Im März hatte sie dort nach einer langjährigen Lungenfibrose in einer mehrstündigen OP eine Spenderlunge erhalten, jedoch nie für längere Zeit selbstständig atmen können. Die israelische First Lady studierte Botanik und Zoologie sowie Kunstgeschichte, bevor sie 1971 Reuven Rivlin heiratete. Als First Lady kümmerte sie sich vor allem um Naturschutz, Kunst sowie Kinder mit Behinderungen. Trotz ihrer schwerwiegenden Krankheit begleitete sie ihren Mann mit Sauerstoffgerät bei vielen Staatsbesuchen. Die Familie Rivlin dankte dem Krankenhauspersonal für seinen starken Einsatz. Ihr Mann, drei Kinder und sieben Enkelkinder trauern um Nechama Rivlin. Nach Informationen der Jerusalem Post ist die Beerdigung für Mittwochnachmittag angesetzt.

 

Israel reagiert auf Raketenbeschuss aus Syrien

Nachdem am Samstag zwei Raketen von Syrien aus auf Israel abgeschossen wurden, hat die israelische Luftwaffe am Sonntag militärische Ziele in Syrien zerstört. Diese befanden sich nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus und im syrisch kontrollierten Teil der Golanhöhen. Medien berichteten von mindestens fünf Toten und sieben Verletzten. Die aus Syrien abgefeuerten Raketen richteten in Israel keine Schäden an, eine der Raketen schlug noch auf syrischem Gebiet ein, die zweite ging auf den Golanhöhen nieder. „Wir werden mit großer Stärke gegen jede Aggression gegen uns vorgehen“, warnte Israels Premierminister Benjamin Netanjahu die syrische und iranische Regierung. Israel wird immer wieder einmal von Syrien aus beschossen. Die Angriffe gehen meist von iranischen Einheiten aus, die sich nahe der syrisch-israelischen Grenze positioniert haben. Auch die Truppen der schiitischen Terrormiliz Hisbollah aus dem Libanon, die mit dem Iran verbündet ist, sind für solche Übergriffe verantwortlich.

 

Anti-Israel-Demonstrationen am Al-Quds-Tag

Tausende Iraner haben am Freitag, dem Al-Quds-Tag (arabischer Name für Jerusalem), in Teheran und rund 950 Städten im ganzen Land gegen Israel und die Regierung von US-Präsident Donald Trump demonstriert. In Teheran nahmen Irans Präsident Hassan Rouhani und Außenminister Mohammed Dschawad Sarif sowie weitere hochrangige Politiker an den Kundgebungen teil. Die Demonstranten verbrannten US-amerikanische und israelische Fahnen sowie Puppen mit den Gesichtszügen von Trump und Israels Premierminister Benjamin Netanjahu. Der Al-Quds-Tag findet im Iran und in anderen muslimischen Ländern jedes Jahr am letzten Freitag des Fastenmonats Ramadan statt. Auch im Westen, beispielsweise in Wien, London und Berlin, wo der teils offen antisemitische Marsch seit 1996 organisiert wird, gibt es anlässlich des Al-Quds-Tages anti-israelische Demonstrationen. In der deutschen Hauptstadt versammelten sich am Samstag rund 1.000 palästinensische Aktivisten, Islamisten wie schiitische Hisbollah-Mitglieder und Rechtsextremisten. An zwei Gegendemonstrationen nahmen fast tausend Menschen teil, 500 Polizisten trennten die beiden Lager. Ajatollah Ruhollah Khomeini führte den Al-Quds-Tag mit der islamischen Revolution 1979 ein und rief zur „Befreiung Jerusalems“ auf - zur Unterstützung der Palästinenser und zur Zerstörung Israels.

 

Regierungsbildung gescheitert – Neuwahlen in Israel

In Israel finden am 17. September Neuwahlen statt. Nachdem es Premierminister Benjamin Netanjahu nicht gelang, eine Regierung zu bilden, stimmte die Knesset, das israelische Parlament, am Mittwoch mit 74 zu 45 Stimmen für ihre Auflösung. Die 21. Knesset war erst am 9. April gewählt worden. Premierminister Netanjahu bemühte sich vergeblich, eine Koalition seiner Likud-Partei mit den ultra-orthodoxen Parteien Shas und Vereintes Thora-Judentum sowie den säkularen Parteien Vereinigte Rechte, Kulanu und Israel Beiteinu des ehemaligen Verteidigungsministers Avigdor Lieberman zu bilden. Eine solche Koalition wäre auf 65 der 120 Knesset-Sitze gekommen. Die Koalitionsverhandlungen scheiterten jedoch an der Frage, inwiefern ultraorthodoxe Juden zum Militärdienst verpflichtet werden sollten. Die Neuwahlen werden laut Schätzungen des Finanzministeriums rund 117 Millionen Euro kosten.

Israel: Frist für Regierungsbildung endet Mittwoch

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat Schwierigkeiten, eine Regierung zu bilden. Die Frist dafür endet offiziell am Mittwoch. Am Montagabend stimmten 66 der 120 israelischen Abgeordneten in erster von drei Lesungen mehrheitlich einem Gesetzesentwurf zu, der die Auflösung der Knesset, des israelischen Parlaments, und Neuwahlen am 17. September vorsieht. Bisherige Koalitionsgespräche scheiterten an den gegensätzlichen Positionen der säkularen Partei Israel Beitenu von Ex-Verteidigungsminister Avigdor Lieberman und der ultra-orthodoxen Parteien Schas und Vereinigtes Thora-Judentum zum Militärdienst. Während Lieberman darauf besteht, dass künftig mehr ultra-orthodoxe Männer Militärdienst leisten, wird eine solche Gesetzesänderung von religiöser Seite strikt abgelehnt. Netanjahu forderte Lieberman auf, einem Kompromiss in der Frage des Militärdienstes für ultra-orthodoxe Juden zuzustimmen. „Es gibt keinen Grund, das Land weitere eineinhalb Jahre zu paralysieren und Millionen zu verschwenden, wenn es eine Lösung gibt“, sagte Netanjahu. Lieberman widersprach und erklärte, es gehe nicht um Schönheitskorrekturen, sondern um eine Kapitulation vor den Religiösen. Am Samstagabend protestierten mehrere tausend Menschen in Tel Aviv gegen Premierminister Netanjahu, dem Korruption vorgeworfen wird. (Foto: Haim Zach/GPO, Benjamin Netanjahu)

 

Antisemitismus in Deutschland: umstrittene Kippa-Warnung

„Ich kann Juden nicht empfehlen, jederzeit überall in Deutschland die Kippa zu tragen.“ So äußerte sich Felix Klein, Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung, am Samstag gegenüber der Funke Mediengruppe mit Blick auf antisemitische Gewalttaten in Deutschland. Diese waren laut Innenministerium im vergangenen Jahr um fast 20% gestiegen. Israels Präsident Reuven Rivlin zeigte sich bestürzt über Kleins Äußerung und warnte vor einer „Kapitulation vor dem Antisemitismus“. Der Chefredakteur der BILD-Zeitung, Julian Reichelt, twitterte am Sonntagabend: „Die Kippa gehört zu Deutschland!“ Am Montag druckte die BILD eine Kippa zum Selberbasteln, mit der sich u.a. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD), Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Felix Klein ablichten ließen. „Ich wollte mit meinem Statement aufrütteln und der Öffentlichkeit klarmachen, dass wir handeln müssen, bevor es zu spät ist“, erklärte Klein und rief alle Bürger dazu auf, am Samstag als Zeichen der Toleranz und Solidarität mit den Juden eine Kippa zu tragen. Als Kopfbedeckung symbolisiert sie nach außen hin sichtbar den jüdischen Glauben. Am Samstag ist Al-Quds-Tag (arabischer Name für Jerusalem), an dem in Berlin und andernorts Demonstrationen stattfinden, auf denen gegen Israel und die Juden gehetzt wird.

 

Israel reagiert auf Beschuss aus Syrien

Die israelische Luftwaffe hat eine Raketenabschussrampe in Syrien zerstört, von der aus zuvor eines ihrer Flugzeuge beschossen worden war. Premierminister Benjamin Netanjahu bestätigte den Einsatz der Luftwaffe am Montag offiziell. Das israelische Militärflugzeug befand sich demnach auf einem Routineflug über Nordisrael, als es von syrischem Gebiet nahe der Grenze zum Golan beschossen wurde. Die Rakete verfehlte das Flugzeug. „Unsere Politik ist klar: Wir werden keine Aggressionen gegen uns dulden und wir werden darauf entschieden und mit Stärke reagieren“, warnte Netanjahu in einer Videostellungnahme. In der Vergangenheit hat Israel wiederholt auf Beschuss aus Syrien reagiert und behält sich vor, iranische Waffenlieferungen an die schiitische Hisbollah-Miliz aus dem Libanon zu vereiteln.

 

Hitzewelle: Mehr als 1.000 Brände in Israel

Während einer extremen Hitzewelle sind bis zum Wochenende rund 1000 Feuer in verschiedenen Regionen in Israel ausgebrochen. Bis Sonntag wurden insgesamt rund 50 Häuser und 0,8 Hektar Land zerstört. Tausende Israelis mussten während der Brände evakuiert werden. Es gab mindestens acht Verletzte. Einige der 20 besonders schweren Brände wurden offenbar vorsätzlich gelegt, wie erste feuerpolizeiliche Ermittlungen am Sonntag ergaben. Das israelische Dorf Mevo Modi'im wurde nahezu vollständig zerstört. Als Ursache wird derzeit Brandstiftung angenommen, ebenso beim Großbrand im Kibbutz Har'el, knapp 30 Kilometer westlich von Jerusalem, wo sechs Wohnhäuser niederbrannten. Ein Flächenbrand in der Nähe des Stadtteils Pisgat Ze'ev in Jerusalem wurde Berichten zufolge durch Brandbomben verursacht.

Die Bekämpfung der Brände wurde durch extreme Hitze und Trockenheit erschwert. Zeitweise betrugen die Temperaturen in Tel Aviv und Jerusalem über 40 Grad, im Jordantal wurden bis zu 48 Grad gemessen. Die israelische Regierung bat am Donnerstag europäische Staaten um Unterstützung bei der Brandbekämpfung. Zypern, Griechenland, Kroatien und Italien schickten am Freitag Feuerwehrleute und Löschflugzeuge, auch Ägypten stellte zwei Hubschrauber für die Löscharbeiten bereit. Aktuell sind die Brände gelöscht. Doch aufgrund der anhaltend hohen Temperaturen, der Trockenheit und des Brandterrors palästinensischer Terroristen aus dem Gazastreifen bereitet sich Israel auf einen Sommer mit weiteren schweren Bränden vor.

Bitte beten Sie mit uns um Schutz, dass keine weiteren Flächenbrände im trockenen Israel ausbrechen - der Sommer beginnt gerade erst. Wenn Sie uns helfen möchten, Israelis in Not zu unterstützen, bitte als Verwendungszweck „ICEJ-Hilfsfond für Israel“ angeben, herzlichen Dank!

Zum Spendenportal

ICEJ Deutschland
IBAN: DE63 5206 0410 0004 0202 00
BIC: GENODEF1EK1

ICEJ Österreich
IBAN: AT34 2032 0174 0070 0370
BIC: ASPKAT2LXXX

ICEJ Schweiz
Bankverbindung: Postkonto 60-719578-3
IBAN: CH44 0900 0000 6071 9578 3

 

Deutschland stimmt gegen Anti-Israel-Resolution

Am Mittwoch hat Deutschland erstmals bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf gegen eine anti-israelische Resolution zur Gesundheitslage in den Palästinensergebieten gestimmt. Insgesamt stimmten elf Länder dagegen, darunter die USA, Kanada, Großbritannien, Australien Brasilien und Ungarn. 96 Länder stimmten für die Resolution, 21 enthielten sich. Deutschland hatte sich im Vorjahr erstmals enthalten. Die Resolution konzentriere sich nur auf ein spezifisches Land, kritisierte der deutsche Vertreter bei der WHO, Botschafter Michael Freiherr von Ungern-Sternberg. Dass sich die Gesundheitslage in anderen Ländern wie aktuell in Syrien, im Jemen oder in Venezuela verschlechtert habe, werde nicht beachtet. UN-Organisationen wie die WHO sollten sich mit technische Fragen auseinandersetzen statt zu politisieren. Auf das deutsche Nein hatten sich Außenminister Heiko Maas (SPD) und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geeinigt. Jeremy Issacharoff, Israels Botschafter in Deutschland, begrüßte das deutsche Abstimmungsverhalten.

BDS-Verurteilung im Bundestag: Lob und Kritik

Als erster Staat in Europa hat Deutschland die israelfeindliche BDS-Bewegung (Boykott, Kapitalentzug, Sanktionen) offiziell als antisemitisch eingestuft und verurteilt. Politiker und Medien in Israel begrüßten den Beschluss, der am Freitag im Bundestag auf Initiative der FDP und mit Unterstützung von CDU/CSU, SPD und großen Teilen der Grünen gefasst wurde. Knesset-Sprecher Juli Edelstein dankte den deutschen Abgeordneten für diesen „mutigen und wichtigen Schritt“. Die im Gazastreifen herrschende islamistische Terrororganisation Hamas verurteilte den Beschluss hingegen als Angriff auf die Meinungsfreiheit. Das palästinensische Außenministerium in Ramallah warf Israel vor, die „historische Stigmatisierung der Juden durch Deutschland“ als Druckmittel einzusetzen. Kritik gab es vor der Abstimmung auch in Deutschland. Einige Politiker der CDU, SPD und der Grünen bezeichneten den Antrag gegenüber der Presse als mangelhaft, stimmten aber dennoch zu. Laut Bundestagsbeschluss sollen der BDS-Bewegung künftig öffentliche Räumlichkeiten und Fördermittel versagt werden. Der AfD ging der Antrag nicht weit genug. Sie legte einen eigenen Antrag vor, in dem ein komplettes Verbot der BDS-Bewegung gefordert wurde.

 

USA, Bahrain wollen Investitionen in Palästinensergebieten

In Kooperation mit den USA will das Königreich Bahrain ab 25. Juni einen zweitägigen Nahost-Workshop ausrichten, auf dem für wirtschaftliche Investitionen in den Palästinensergebieten geworben werden soll. Die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien haben am Mittwoch bereits ihre Teilnahme bekannt gegeben und sich dabei positiv zum Workshop geäußert. Er diene dazu, den Palästinensern eine sichere Zukunft und Wohlstand zu ermöglichen, hieß es in einer Stellungnahme aus Abu Dhabi. „Die Vereinigten Arabischen Emirate bekräftigen ihre Unterstützung für die Errichtung eines palästinensischen Staates mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt.“ Die Konferenz in Bahrain gehört zu Trumps-Friedensplan für den Nahostkonflikt, bestätigte am Sonntag die US-Regierung. Welche Themen besprochen werden sollen, wurde vorab nicht bekannt gegeben. Heikle Themen wie der Status von Jerusalem sollen aber laut US-Medienberichten bei diesem Treffen nicht behandelt werden. Eine offizielle Teilnehmerliste wurde noch nicht veröffentlicht. Die palästinensische Führung lehnt den Friedensplan von US-Präsident Donald Trump bislang kategorisch ab, obwohl Details daraus noch nicht bekannt sind.

 

Lob für ESC-Gastgeber Tel Aviv

Mit einer rauschenden Party ist der 64. Eurovision Song Contest (ESC) in der Nacht auf Sonntag in Tel Aviv zu Ende gegangen. „Israel war ein guter Gastgeber“, anerkannten ausländische Medienvertreter wie der ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber beim Rückblick auf das fröhliche, einwöchige Musikspektakel. Beim Finale am Samstag erreichte Italiens Sänger Mahmood den zweiten Platz, der russische Teilnehmer Sergej Lasarew kam auf Platz drei. Israels Sänger Kobi Marimi ersang sich Platz 23. Der deutsche Beitrag landete auf Platz 24 – das Duo „S!sters“ erhielt vom Publikum null Punkte. Insgesamt 41 Länder traten beim ESC an. Buh-Rufe vom Publikum gab es für die isländische Band Hatari, die während der Verkündung der Punktzahlen ein Banner mit der Aufschrift „Palästina“ und die palästinensische Fahne in die Kameras hielt. Laut Regelwerk des ESC dürfen keine politischen Botschaften verbreitet werden. Über diese Vorgabe setzte sich auch Madonna hinweg, die als Gastsängerin live auftrat. Sie ließ Tänzer mit Gasmasken auftreten, zwei Tänzer mit israelischer bzw. palästinensischer Fahne auf dem Rücken gingen Hand in Hand über die Bühne. Rund 7.000 Gäste aus aller Welt waren extra für den Musikcontest nach Tel Aviv gereist. Im Eurovision-Partydorf am Stand von Tel Aviv wurden bis zu 70.000 Besucher gezählt. Die internationalen ESC-Fans zeigten sich beeindruckt von der Lebensfreude und Gastfreundschaft der Israelis. Viele Geschäfte waren dem Aufruf der Stadtverwaltung gefolgt und versorgten die Besucher mit günstigem Streetfood – Getränke und kleine Speisen wie Falafel, Hummus und Schwarma gab es für zehn Schekel (ca. 2,50 Euro). Insgesamt verfolgten rund 200 Millionen Zuschauer weltweit die Musikshow. Die Ausrichtung des ESC kostete rund 24 Millionen Euro. Zum Schutz vor Terrorangriffen hatte die Armee an verschiedenen Standorten in und um Tel Aviv das Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ (Eisenkuppel) errichtet. Vor knapp zwei Wochen waren mehr als 900 Raketen von militanten Palästinensern aus dem Gazastreifen auf Israel gefeuert worden. 

 

Westjordanland: Gewalt gegen Kirchen

Im Westjordanland (Judäa und Samaria) sind in der vergangenen Woche zwei christliche Einrichtungen attackiert worden. In die Kirche „Church of God“ in Aboud westlich von Ramallah und in das Kloster „Saint Charbel“ in Bethlehem wurde eingebrochen, Fenster wurden mutwillig zerschlagen und wertvolle Kirchengegenstände gestohlen. Kirchenvertreter forderten die palästinensischen Sicherheitsbehörden auf, mehr Maßnahmen zum Schutz der christlichen Einrichtungen und zum Ergreifen der Täter zu unternehmen. Das Kloster wurde in den letzten Jahren bereits fünfmal beschädigt und beraubt. Mitglieder der christlichen Gemeinden im Westjordanland berichten von einer zunehmend beängstigenden Stimmung und kritisieren, dass die Sabotageakte gegen christliche Einrichtungen von palästinensischen Behörden nicht ernstgenommen werden.

Israel feiert 71. Unabhängigkeitstag

Am heutigen Donnerstag feiert Israel seinen 71. Unabhängigkeitstag. Gefeiert wird traditionell mit Freunden und Familie, die Menschen treffen sich zu Grillpartys in den Nationalparks, in Naturreservaten und an den Stränden. Wie jedes Jahr begeisterte die israelische Luftwaffe heute mit einer „Luftparade“. Kampfjets, Transportflugzeuge und Hubschrauber überflogen das Land von Nord nach Süd und vollführten dabei waghalsige Manöver. Über Tel Aviv und Jerusalem fanden Flugshows statt. Mit einem speziellen Überflugmanöver erwiesen die Piloten in diesem Jahr den Bewohnern der israelischen Ortschaften nahe der Grenze zum Gazastreifen einen besonderen Ehrengruß. Es sollte ein Ausdruck des Respekts sein für die Menschen, die trotz ständiger Terrorgefahr das Leben in ihren Heimatorten nicht aufgeben. Die Unabhängigkeitsfeier begann gestern Abend mit der traditionellen Fackelzeremonie auf dem Herzlberg in Jerusalem. Die Fackeln wurden unter anderem von drei Müttern entzündet, deren Söhne 2014 von der Hamas ermordet wurden.

 

Rekord: Israel hat über neun Millionen Einwohner

Israel hat inzwischen mehr als neun Millionen Einwohner. Das zeigen die Zahlen zur aktuellen Bevölkerungsentwicklung, die das israelische Statistikbüro diese Woche veröffentlicht hat. Demnach gibt es 9.021.000 Israelis - ein neuer Rekord. Im Jahr zuvor lag die Zahl bei 8,842 Millionen. Im Jahr der Staatsgründung 1948 zählte man lediglich 806.000 Einwohner. Israels Bevölkerung setzt sich aus 6,697 Millionen Juden (74,2%) und 1,890 Millionen Arabern (20,9%) zusammen. 434.000 (4,8%) sind nicht-arabische Christen und Anhänger anderer Religionen sowie Religionslose, größtenteils aus der ehemaligen Sowjetunion. Im vergangenen Jahr wurden 188.000 Babys in Israel geboren, die durchschnittliche israelische Familie hat 3,11 Kinder. Etwa 31.000 Juden machten Alijah (Einwanderung nach Israel), rund 3.000 mehr als im Vorjahr. Seit der Staatsgründung sind rund 3,2 Millionen Menschen nach Israel eingewandert. Es gab 47.000 Todesfälle.

 

Netanjahu: Wir werden keine iranischen Atomwaffen erlauben

Israel wird nicht zulassen, dass der Iran Atomwaffen entwickelt. Das erklärte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu am Mittwoch bei einer Gedenkveranstaltung in Jerusalem zum israelischen Gefallenengedenktag. „Wir werden unsere Feinde weiterhin bekämpfen und in unserem Heimatland noch tiefer Wurzeln schlagen“, erklärte er. Wenige Stunden zuvor hatte der iranische Präsident Hassan Rouhani angekündigt, sein Land werde Teile des 2015 vereinbarten Atomabkommens nicht mehr einhalten und somit sein Atomprogramm wiederaufnehmen. Außerdem warnte er, der Iran werde weitere Vereinbarungen aufkündigen, sollten andere Länder es nicht vor Sanktionen schützen. Israel verdächtigt den Iran seit Jahren, insgeheim Atomwaffen entwickeln zu wollen. Die US Regierung warnte vor einer „nuklearen Erpressung Europas“ und rief die Weltgemeinschaft auf, den Druck auf das iranische Regime zu erhöhen. Die USA hatten das Atomabkommen vor einem Jahr einseitig gekündigt und Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft gesetzt. Frankreich ließ verlautbaren, Europa werde „verpflichtet sein, Sanktionen wieder einzuführen“, sollte der Iran das Abkommen brechen. Man hoffe aber auf ein positives Signal aus Teheran.

 

23.741 Gefallene und Terroropfer in Israel seit 1860

Am Mittwoch hat Israel den jährlichen Gefallenengedenktag „Jom HaSikaron“ begangen. Um 11.00 Uhr Ortszeit erklangen in ganz Israel zwei Minuten lang die Sirenen. Das ganze Land stand still im Gedenken an die 23.741 gefallenen israelischen Soldaten und 3.150 Terroropfer, die seit 1860 getötet wurden. Danach begannen im ganzen Land Trauerfeiern und öffentliche Gedenkveranstaltungen, unter anderem in der Knesset, an der Westmauer („Klagemauer“) und auf dem Herzl-Berg in Jerusalem. Das Verteidigungsministerium geht davon aus, dass rund 1,5 Millionen Israelis die Militärfriedhöfe im ganzen Land besuchten. Bereits gestern Abend um 20.00 Uhr erklangen eine Minute lang die Sirenen zum Auftakt des Gedenktags. Bei einer Zeremonie mit Israels Staatspräsident Reuven Rivlin und dem israelischen Generalstabschef Aviv Kochavi an der Westmauer in Jerusalems Altstadt wurden Gedenkfackeln für die israelischen Gefallenen entzündet. „Das Gedenken muss in unseren Herzen, durch gute Taten und unsere Hingabe für den Staat und das Volk Israels stattfinden“, betonte Israels Staatspräsident in seiner Ansprache. Bei Sonnenuntergang ab 20.00 Uhr gingen die Gedenkfeiern am Mittwochabend in die fröhlichen Feiern zu Israels 71. Unabhängigkeitstag, dem „Jom HaAzmaut“, über.

Das Jahr 1860 wird von vielen Historikern als Beginn der modernen zionistischen Bewegung angesehen, da in diesem Jahr Mischkenot Scha'ananim als erstes jüdisches Wohnviertel außerhalb der Altstadtmauern Jerusalems gebaut wurde. Israel gedenkt heute der Opfer dieser ersten Jahre ebenso wie der jüngsten Todesopfer. Allein im vergangenen Jahr wurden 56 israelische Soldaten und Polizisten sowie 13 israelische Zivilisten von Terroristen getötet. Außerdem starben 40 invalide Soldaten an Verletzungen, die sie während ihres Militärdienstes erlitten.

Waffenruhe nach Terror-Wochenende in Südisrael

Israel und die im Gazastreifen regierende radikalislamische Terrororganisation Hamas haben sich am heutigen Montag offenbar zu Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan auf eine von Ägypten vermittelte Waffenruhe geeinigt. Diese wurde von israelischer Seite nicht offiziell bestätigt, doch die israelische Armee gab bekannt, man kehre zur Routine zurück. Züge und Busse fahren wieder und die aus Sicherheitsgründen zuvor geschlossenen Schulen sind wieder geöffnet. Am Wochenende kam es zum schwersten Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen seit dem Ende des Gaza-Kriegs vor fünf Jahren. Am Freitag hatte es gewalttätige Palästinenserunruhen an der Gaza-Grenze gegeben, bei denen zwei israelische Soldaten durch Schüsse verwundet wurden. Vier Palästinenser wurden getötet, darunter zwei Hamas-Kämpfer. Militante Palästinenser der Terrororganisationen Hamas und Islamischer Dschihad, der mit dem Iran verbündet ist, schossen am Samstag und Sonntag mehr als 700 Raketen auf Ortschaften im Süden Israels und trafen Wohnhäuser, Schulen und Straßen. Mindestens vier Israelis kamen dabei ums Leben, darunter ein Vater von vier Kindern. Über 230 Israelis wurden zum Teil schwer verletzt, u.a. eine 80-Jährige. Die israelische Armee reagierte mit Luftangriffen auf 350 militärische Einrichtungen der Hamas. Im Gazastreifen kamen laut Angaben des Gesundheitsministeriums 23 Palästinenser ums Leben. Einige der Opfer wurden offenbar nicht durch die Luftangriffe der israelischen Armee getötet, sondern durch fehlgeleitete Raketen der Hamas selbst, wie Geheimdienstinformationen im Falle einer schwangeren Frau und ihres einjährigen Kindes bestätigten. Rund 150 Palästinenser wurden laut Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums verletzt.

 

ICEJ-Team besucht Bewohner Südisraels

Ein Mitarbeiterteam der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ) hat am heutigen Montag israelische Ortschaften entlang der Gaza-Grenze besucht, auf die Terroristen aus dem Gazastreifen am Wochenende mehr als 700 Raketen geschossen haben. Das Team konnte sich vor Ort ein Bild von der Lage machen und hörte von ortsansässigen Israelis, welche Sicherheitsbedürfnisse derzeit bestehen und wie ihnen am besten geholfen werden kann, sich auf zukünftige Raketenangriffe vorzubereiten. Die ICEJ hat in den letzten Jahren mehr als 75 transportable Schutzbunker in die gefährdeten Gebiete geliefert und heute drei weitere Schutzbunker für die Region bestellt. „Hoffentlich wird die letzte Nacht vereinbarte Waffenruhe eingehalten, denn die Terrormilizen in Gaza sind notorisch unzuverlässig und unberechenbar“, sagte ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler. „Der heutige Besuch unseres Teams hat bestätigt, dass unsere humanitären Investitionen in die gefährdeten israelischen Ortschaften Familien vor Ort trösten und Leben retten.“ „Nach 18 Jahren Erfahrung und all den Schutzbunkern, die Gruppen wie ihr in der Region aufgestellt habt, ist die Anzahl der durch Gaza-Raketen getöteten und verletzten Menschen beträchtlich gesunken“, sagte Elan Isaacson, Sicherheitschef der Region Eschkol, dankbar.

Bitte helfen Sie uns, den Bewohnern Südisraels weiterhin beizustehen! Als Verwendungszweck bitte "ICEJ-Hilfsfond für Israel" angeben, herzlichen Dank!

Zum Spendenportal

ICEJ Deutschland
IBAN: DE63 5206 0410 0004 0202 00
BIC: GENODEF1EK1

ICEJ Österreich
IBAN: AT34 2032 0174 0070 0370
BIC: ASPKAT2LXXX

ICEJ Schweiz
Bankverbindung: Postkonto 60-719578-3
IBAN: CH44 0900 0000 6071 9578 3

 

Reaktionen auf massiven Raketenbeschuss aus Gaza

„Der Einsatz ist noch nicht vorbei und erfordert Geduld und Weisheit.“ Das erklärte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu am heutigen Montag nach dem massiven Raketenbeschuss Südisraels am Wochenende durch palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen. Israel sei hart gegen die Terrororganisationen Hamas und Islamischer Dschihad vorgegangen. „Das Ziel ist und bleibt, Ruhe und Sicherheit für die Bewohner Südisraels zu gewährleisten“, teilte Netanjahu mit. Er kondolierte den Familien der Opfer und wünschte den Verletzten schnelle Genesung. US-Präsident Donald Trump sicherte Israel am Sonntagabend die volle Unterstützung seines Landes gegen die Terrorangriffe aus dem Gazastreifen zu. „Wir unterstützen Israel zu 100% bei der Verteidigung seiner Bürger.“ Die Palästinenser forderte Trump auf, die Gewalt zu beenden und auf Frieden hinzuarbeiten. Federica Mogherini, die Außenbeauftragte der Europäischen Union, UN-Generalsekretär Antonio Guterres und mehrere europäische Länder verurteilten die Raketenangriffe von palästinensischen Kämpfern aus Gaza auf Israel. Das Deutsche Außenministerium verurteilte den massiven Raketenbeschuss von Gaza nach Israel scharf als „abscheulichen Terror gegen die Zivilbevölkerung“ und forderte „alle Seiten zu Zurückhaltung und Wahrung der Verhältnismäßigkeit“ auf.

 

Tel Aviv: Sorge um den Eurovision Song Contest

In Tel Aviv sind die ersten Delegationen zum Eurovision Song Contest (ESC) angereist und haben mit den Proben in der Veranstaltungshalle Expo begonnen. Die Halbfinale sollen am 14. und 16. Mai, das Finale am 18. Mai ausgetragen werden. Teilnehmer aus insgesamt 41 Ländern sind angekündigt. Es werde nicht erwartet, dass Delegationen ihre Teilnahme aufgrund der Raketenangriffe vom Gazastreifen auf den Süden Israels absagen, sagte ESC-Sprecherin Scharon Ben David. Man erwarte keine Probleme, bereite sich aber seit Monaten auf alle möglichen Szenarien vor. Von den radikalislamischen Terrororganisationen Hamas und Islamischer Dschihad aus dem Gazastreifen wurden Drohungen gegen die Veranstaltung ausgesprochen. Die Hamas steht nach Misswirtschaft unter Druck. Proteste, die im März im Gazastreifen gegen die desolaten Lebensumstände der rund zwei Millionen Einwohner stattfanden, wurden von der Terrororganisation brutal niedergeschlagen. Die Hamas wirft Israel vor, Geld aus Katar für die Gaza-Verwaltung zurückzuhalten. Dies wird von Israels Außenministerium dementiert. Der zuständige Repräsentant aus Katar befindet sich derzeit zu einer medizinischen Behandlung in den USA. Insider vermuten, dass die Hamas die jüngsten Raketenangriffe vor dem ESC inszenierte, um Geldzahlungen und andere Zugeständnisse von Israel zu erpressen. Nach Schätzungen der israelischen Armee verfügt die Hamas über rund 20.000 Raketen und Mörsergranaten, deren Reichweite teilweise bis Tel Aviv reicht – im März schlugen zwei Raketen im Großraum Tel Aviv ein. Ein Haus wurde dabei zerstört. Dicht besiedelte Wohngegenden und der Großraum Tel Aviv werden von Israels Raketenabwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) geschützt, das jedoch keinen 100-prozentigen Schutz bieten kann.

„Marsch der Lebenden“ von Auschwitz nach Birkenau

Diese Woche Donnerstag findet in Polen der traditionelle „Marsch der Lebenden“ von Auschwitz nach Birkenau statt. Der Marsch wird von Holocaustüberlebenden angeführt und wird jährlich seit 1988 am israelischen Holocaustgedenktag, dem Jom HaSchoah, durchgeführt. Insgesamt werden über 10.000 jüdische und nicht-jüdische Teilnehmer aus aller Welt, darunter tausende junge Leute, zu dem Gedenkmarsch vom ehemaligen deutschen Konzentrationslager Auschwitz zum Vernichtungslager Birkenau erwartet. In diesem Jahr wollen auch rund 30 UN-Botschafter teilnehmen. Unter ihnen sind Vertreter aus Kenia, Nicaragua, Guatemala und Honduras. Die Delegation der UN-Diplomaten wird vom israelischen UN-Botschafter Danny Danon geleitet. (Foto: ICEJ)

 

 

Knesset-Abgeordnete in Jerusalem vereidigt

Am heutigen Dienstag sind die 120 Abgeordneten der 21. Knesset (Israelisches Parlament) in Jerusalem vereidigt worden. Unter ihnen sind auch 46 Politiker, die zum ersten Mal in die Knesset gewählt wurden. Die arabischen Abgeordneten verließen den Saal, bevor die israelische Nationalhymne „HaTikwa“ (die Hoffnung) gesungen wurde. Israels Präsident Reuven Rivlin forderte die Parlamentarier auf, „die Schwerter des Wahlkampfs beiseite zu legen“. Es sei ein großes Privileg, Knesset-Mitglied zu sein und dem Volk zu dienen, auch als Teil der Opposition, erklärte Rivlin. „Es ist eine große Verantwortung. Ihr habt die Öffentlichkeit um ihr Vertrauen gebeten und nun, da ihr es habt, müsst ihr das in euch gesetzte Vertrauen auch rechtfertigen.“ Juli Edelstein wurde zum dritten Mal zum Knesset-Sprecher gewählt. Viele Abgeordnete brachten ihre Familien zu der feierlichen Eröffnungszeremonie mit.

 

Westjordanland: Palästinensischer Mob bedrängt Christen

Einwohner des überwiegend von Christen bewohnten Dorfes Jifna im Westjordanland (Judäa und Samaria) nahe Ramallah sind am Sonntag von einem palästinensischen Mob bedrängt worden, der von einem ranghohen Mitglied der im Palästinensischen Autonomiegebiet herrschenden Fatah-Partei angeführt wurde. Dem Vorfall ging eine Auseinandersetzung zwischen einer Dorfbewohnerin und dem Sohn des Fatah-Führungsmitglieds voraus. Nachdem die Dorfbewohnerin den Sohn, der sie und ihre Kinder während einer Autofahrt durch das Dorf bedroht hatte, bei der Polizei der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) anzeigte, kam der Vater des Angezeigten mit bewaffneten Männern aus dem palästinensischen Ort Al-Amari in das christlich-geprägte Dorf. Die Angreifer schossen in die Luft, warfen Molotowcocktails und Steine auf die Häuser. Sie forderten, die Christen sollten als „Dhimmis“ (Nichtmuslime unter islamischer Herrschaft) eine Kopfsteuer zahlen. Auf die Notrufe der Bewohner reagierte die palästinensische Polizei erst nach drei Stunden. Es gab keine Berichte über Verletzte. Laila Ghanem, die Gouverneurin des Distrikts Ramallah, verurteilte den Überfall.

 

Antisemitismus in den USA: tödliche Schüsse in Synagoge

Als „Angriff auf das Herz des jüdischen Volkes“ hat Israels Premierminister Benjamin Netanjahu am Sonntag den Anschlag auf eine Synagoge im US-Bundesstaat Kalifornien bezeichnet. Am Samstag, dem letzten Tag des Passahfestes, waren eine 60-jährige Frau getötet und vier weitere Personen verletzt worden, darunter der Rabbiner der Gemeinde und ein achtjähriges Mädchen. Der 19-jährige rechtsradikale Attentäter, der im Internet Hass auf Juden als Motiv für seine Tat nennt, konnte auf der Flucht verhaftet werden. Augenzeugen zufolge wurde die 60-jährige Synagogenbesucherin erschossen, als sie sich schützend in die Schussbahn vor den bereits zuvor vom Attentäter verwundeten Rabbiner warf. Der Rabbiner und ein ebenfalls angeschossener 31-jähriger Mann aus Israel brachten trotz ihrer Verwundungen noch die Kinder der Gemeinde in Sicherheit. Erst vor einem halben Jahr waren bei einem Anschlag in einer Synagoge in Pittsburgh elf Menschen getötet worden. Die „New York Times“ entschuldigte sich unterdessen nach dem Anschlag für eine antisemitische Karikatur, die zwei Tage vor dem Anschlag in der Zeitung veröffentlicht worden war. In der Karikatur wird Israels Premierminister Benjamin Netanjahu als Blindenhund mit Davidstern an der Hundekette dargestellt, der US-Präsident Donald Trump führt. Die New York Times erklärte, es sei eine „Fehleinschätzung“ gewesen, die Karikatur zu veröffentlichen, die antisemitisch und „beleidigend“ sei. Der Zeichner Antonio Moreira Antunes behauptete, er habe nur die „israelische Politik kritisieren“ wollen und sein Werk sei nicht antisemitisch gemeint.

Passahfest: 750.000 Besucher an der Klagemauer

Seit Beginn des Passahfests am 20. April bis zum heutigen Donnerstag haben 750.000 Besucher die „Klagemauer“ (Westmauer) in Jerusalem besucht – mehr als in den Jahren zuvor. Besonders voll war der Platz vor der auf Hebräisch „HaKotel“ (die Mauer) bezeichneten Freiluftsynagoge am Montag, als der Aaronitische Segen erteilt wurde. Dieser Segen aus 4. Mose 6,24 wird im Judentum nur zweimal im Jahr über dem Volk Israel ausgesprochen, beim Passahfest und beim Laubhüttenfest (Sukkot). Die Passah-Feiertage werden von den Israelis traditionell für Familienausflüge nach Jerusalem, in Museen und in Naturparks genutzt. So konnte man an den touristischen Sehenswürdigkeiten während der letzten Tage auch vielen „einheimischen Touristen“ begegnen. Viele Ausflugsziele waren überfüllt. Allein 70.000 Besucher wurden am See Genezareth gezählt, ein Strandbad musste wegen Überfüllung vorübergehend geschlossen werden. Tausende Israelis nutzten auch noch einmal die Möglichkeit zum Skifahren in Israels einzigem Skigebiet auf dem Berg Hermon im Norden des Landes. Hier wurde der kälteste April seit 30 Jahren verzeichnet, mit 25 Zentimetern Schneefall zum Passahfest, das am Samstag endet. (Symbolbild: Amos Ben-Gershom/GPO, Gebet an der Westmauer)

 

Nach Terror in Sri Lanka: Hilfsangebot aus Israel

Nach den Terroranschlägen an Ostern in Sri Lanka hat Israel als eines der ersten Länder den Behörden und Rettungskräften vor Ort Hilfe angeboten. Am heutigen Donnerstag veröffentlichten Medien in Israel eine Reisewarnung der israelischen Terrorbekämpfungsbehörde. Israelis, die sich derzeit in Sri Lanka befinden, werden aufgerufen, schnellstmöglich das Land zu verlassen. Unter den Opfern der Terroranschläge befindet sich auch ein jüdisches Geschwisterpaar aus Großbritannien, die mit ihren Eltern ihren Urlaub in Sri Lanka verbrachten. Die Kinder starben im Krankenhaus, die Eltern überlebten. Nach jüngsten Angaben wurden bei der Anschlagsserie auf Kirchen und Hotels mindestens 359 Menschen getötet und über 500 verletzt.

 

Verhandlungen über Koalitionsbildung in Israel

In Israel sind die Verhandlungen über eine Koalitionsbildung in vollem Gange. Letzte Woche Mittwoch hatte Israels Präsident Reuven Rivlin den Wahlsieger und amtierenden Premierminister Benjamin Netanjahu (Likud) beauftragt, bis Ende Mai eine Regierung zu bilden. Am heutigen Donnerstag traf Netanjahu Mosche Kahlon, den amtierenden Finanzminister und Vorsitzenden der Kulanu-Partei. Damit hat Netanjahu Vertreter von jeder der Parteien, die er in seine Regierung einbinden möchte, getroffen. Die konservative Likud-Partei (35 Sitze) könnte gemeinsam mit den Parteien Jisrael Beiteinu von Avigdor Lieberman (5 Sitze), der Union der rechten Parteien (5), Kulanu (4) und den ultra-orthodoxen Parteien Vereintes Thora-Judentum (8) und Schas (8) eine Koalitionsregierung bilden, der 65 von 120 Knesset-Abgeordneten angehören würden. Die Verhandlungen werden nicht einfach, da religiöse und säkulare Parteien zum Teil gegensätzliche Forderungen stellen, beispielsweise hinsichtlich der Befreiung ultra-orthodoxer Juden vom obligatorischen Militärdienst.

 

Netanjahu will Ort auf dem Golan nach Trump benennen

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat am Dienstag erklärt, er wolle eine neue Ortschaft auf den Golanhöhen gründen und sie nach US-Präsident Donald J. Trump benennen. Trump hatte Ende März die israelische Souveränität über die Golanhöhen offiziell anerkannt. Israel hatte diese während des Sechs-Tage-Kriegs 1967 von Syrien erobert und 1981 annektiert. Die syrische Armee hatte von dort aus immer wieder Israel angegriffen und israelische Ortschaften beschossen. Netanjahu, seine Ehefrau Sara und seine Söhne Jair und Avner reisten während der Passahfeiertage in die Golan-Region im Norden Israels und besuchten unter anderem eine antike Synagoge in Kfar Nachum (Kapernaum), Burg Nimrod, den Berg Hermon, Nahal Sa´ar und den Gamla-Nationalpark.

Netanjahu erhält Mehrheit für Regierungsbildung

Israels amtierender Premierminister Benjamin Netanjahu hat sich die Mehrheit der Empfehlungen der Parteien gesichert, die für die Regierungsbildung ausschlaggebend sind. Das berichtet die Jerusalem Post am heutigen Dienstag. Parteien des rechten Spektrums sowie die Partei Kulanu haben sich für Netanjahu ausgesprochen. Damit kommt Netanjahu auf eine Mehrheit von 65 Sitzen in der Knesset. Präsident Reuven Rivlin trifft derzeit Vertreter aller Parteien, bevor er entscheidet, wen er mit der Regierungsbildung beauftragt. Jede Partei spricht dazu eine Empfehlung aus. Die Vorsitzenden der Arbeiterpartei und der Partei Meretz, die dem linken politischen Spektrum zugeordnet werden, gaben ihre Empfehlung Herausforderer Benny Gantz vom Blau-Weiß-Bündnis. Das Endergebnis wird am Mittwochabend verkündet, wenn Präsident Rivlin den gewählten Premierminister in seine Residenz einlädt. (Foto: Kobi Gideon/GPO, Besuch in einer Mazze-Fabrik 2014)

 

Brand in Notre-Dame: Netanjahu und Rivlin senden Beileid nach Paris

Nach dem Feuer in der Kathedrale Notre-Dame in Paris am Montag hat Premierminister Benjamin Netanjahu Frankreich sein Beileid ausgedrückt. „Ich bedaure das Feuer in der Kathedrale Notre-Dame in Paris zutiefst. Sie ist ein Erbe der Kultur und Religion Frankreichs und auch der gesamten Menschheit. Wir freuen uns auf Meldungen über eine erfolgreiche Brandbekämpfung.“ Auch Präsident Reuven Rivlin drückte seine Anteilnahme aus: „Die Notre-Dame ist eines der schönsten Symbole von Paris und Frankreich, aber auch wichtig für jeden kultivierten Menschen“, schrieb er auf Twitter. „Unsere Herzen sind bei den Bürgern Frankreichs.“ Nach neuesten Meldungen konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht und auch die architektonische Grundstruktur gerettet werden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigte bereits den baldigen Wiederaufbau an.

 

Israelische Forscher drucken erstes 3D-Herz aus menschlichem Gewebe

Am Montag hat ein Forschungsteam der Universität Tel Aviv ein Herz präsentiert, das erstmals mit menschlichem Gewebe in einem medizinischen 3D-Drucker hergestellt wurde. Der leitende Forscher, Prof. Dr. Tal Dvir, sagte: „Es ist das erste Mal, dass ein komplettes Herz mit Zellen, Blutgefäßen, Ventrikeln und Kammern entwickelt und gedruckt wurde.“ Bisher konnte lediglich menschliches Gewebe erfolgreich gedruckt werden. Das gedruckte Herz hat die Größe eines Hasenherzens. Laut Prof. Dvir könnten auch Menschenherzen mit derselben Technologie gedruckt werden. Im nächsten Schritt wird daran gearbeitet, dem 3D-Herzen beizubringen, wie ein menschliches Herz zu schlagen. Laut Prof. Dvir besteht die Hoffnung, dass es innerhalb der nächsten 10 Jahre möglich sein wird, 3D-gedruckte Herzen für Menschen in Krankenhäusern weltweit herzustellen und zu transplantieren.

 

Share this: