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Israelis bereiten sich auf Jom Kippur vor

Am heutigen Dienstagabend beginnt der heiligste jüdische Feiertag Jom Kippur, der Versöhnungstag. Zehntausende Beter werden an der Klagemauer in Jerusalems Altstadt erwartet. Mit Fasten und Gebet bitten Juden um göttliche Vergebung für die Sünden des vergangenen Jahres. Jom Kippur findet zehn Tage nach dem jüdischen Neujahrsfest statt und bildet den Abschluss der dazwischen liegenden zehn Tage der Reue und Umkehr zu Gott. Nicht nur religiöse Israelis verzichten während des 25 Stunden dauernden Fastens auf Essen und Trinken und nutzen den Tag zum Gebet oder für eine intensive Prüfung ihres Lebens. Das öffentliche Leben in Israel steht still, jüdische Restaurants und Geschäfte bleiben geschlossen, die Straßen sind nahezu autofrei mit Ausnahme von Krankenwagen. Nachdem Israel 1973 von Ägypten und Syrien überraschend an Jom-Kippur angegriffen wurde, gibt es „stilles Radio und Fernsehen“. Die Sender sind den ganzen Tag stumm, können aber im Ernstfall ohne Einschalten Meldungen senden. (Foto: Mark Neyman/GPO)

 

Netanjahu: Kooperation mit Russland entscheidend

„Wir sind umgeben von großen Herausforderungen, aber es besteht eine wichtige Kooperation und Koordination mit Russland. Das ist entscheidend für uns und wir werden diese fortführen.“ Das erklärte Israels Premierminister Benjamin Netanjahu am Montag nach einem Telefongespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Am Sonntag hatte US-Präsident Donald Trump seine Absicht bekanntgegeben, US-Streitkräfte aus Nordost-Syrien abzuziehen. Im Nahen Osten wird befürchtet, dass dieser Schritt einen Angriff türkischer Truppen auf die Kurdenmiliz YPG in Gebieten entlang der syrisch-türkischen Grenze bedeuten könnte. Die Kurden waren wichtige Verbündete der USA im Kampf gegen den Islamischen Staat. Die Türkei lehnte die Allianz ihres NATO-Partners USA mit den Kurden ab. Ankara sieht die YPG als Teil der kurdischen Arbeiterpartei PKK in der Türkei, die sie als Terrorgruppe eingestuft hat – ebenso wie Washington und die EU.

Reaktionen auf US-Rückzug aus Syrien

Obwohl Israel die Ankündigung Trumps offiziell nicht kommentierte, gehen israelische Medienvertreter davon aus, dass Trumps Pläne in Jerusalem große Sorge hervorrufen. Die Entscheidung müsse „im Kontext der vom Iran unterstützten Angriffe letzten Monat auf saudische Ölanlagen gesehen werden“, auf welche die USA nicht reagiert hätten, schreibt Herb Keinon in der Jerusalem Post. Deshalb müsse Israel bereit sein, sich selbst und alleine zu verteidigen. Seth J. Frantzman kommentiert ebenfalls in der Jerusalem Post: „Die US-Entscheidung, die Tür für eine türkische Invasion in Ostsyrien zu öffnen, wird von US-Partnern in Syrien als Verrat betrachtet, besonders von vielen Kurden.“ Dass die USA unzuverlässig würden und ihre Verbündeten im Stich ließen, sei die einhellige Meinung vom Irak über Ägypten bis zu den Golfstaaten. Auch Jerusalem befürchte, dass der Rückzug der USA in Syrien und möglicherweise bald auch im Irak und in Afghanistan den Einfluss des Iran in der Region stärke. Für Israel würde das bedeuten, dass der Feind seinen Grenzen näher rückt.

 

Tagesspiegel fordert Iran-Sanktionen wegen Israel-Drohungen

„Offen und immer wieder droht Teheran, Israel auszulöschen. Und wie so oft, bleibt die deutsche Reaktion vage. Es muss praktische Schritte geben.“ Das schrieb Stephan-Andreas Casdorff, einer der Herausgeber der Berliner Tageszeitung „Der Tagesspiegel“, in einem Kommentar am Mittwoch. Er forderte Deutschland auf, sich mit der EU und den USA dafür einzusetzen, dass härtere Sanktionen gegen das menschenverachtende iranische Regime verhängt würden. „Wann ist die EU, voran Deutschland, bereit, sich einzugestehen, dass Beschwichtigungsversuche nicht weiterführen?“ fragte Casdorff. Anfang Oktober hatte Hossein Salami, neuen Oberbefehlshaber der Iranischen Revolutionsgarden, auf einer Konferenz erklärt, Israels Auslöschung sei kein „Traum“ mehr, sondern wegen des technischen Fortschritts seines Landes ein „erreichbares Ziel“. Das Auswärtige Amt hatte die Aussagen Salamis „aufs Schärfste“ kritisiert und als „israel-feindliche Äußerungen“ bezeichnet, nicht als antisemitisch. Das berichtete die Jerusalem Post am Montag. Seit dem Atomabkommen 2015 seien nur in wenigen Kommentare großer deutscher Zeitungen Iran-Sanktionen gefordert worden.

 

Korruptionsverdacht: Anhörung im Fall Netanjahu beendet

Am Montag ist die viertägige Anhörung wegen Korruptionsverdachts gegen den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu beendet worden. Israels Generalstaatsanwalt Avichai Madelblit hörte die Argumente der Anwälte Netanjahus an und wird bis spätestens 15. Dezember 2019 entscheiden, ob wegen Bestechung, Untreue und Betrug Anklage gegen Netanjahu in drei Fällen erhoben werden soll. In dem auch als „Bezeq-Affäre“ bezeichneten Fall 4000 wird untersucht, ob Netanjahu seinen Einfluss genutzt hat, um die Telekommunikationsgesellschaft Bezeq zu unterstützen. Im Gegenzug soll die Walla-Nachrichtenwebseite, die zu dem Konzern gehört, positiv über Netanjahu berichtet haben. Außerdem wird ihm die Annahme teurer Geschenke und versuchte politische Einflussnahme zugunsten der Zeitung Jediot Aharonot vorgeworfen. Netanjahu wies die Vorwürfe stets als haltlos zurück.

 

Zypern: israelische Ärzte retten gebärender Frau das Leben

Vier israelische Kardiologen aus dem Sheba Medical Center in Tel HaShomer (Ramat Gan) haben einer 29-jährigen Frau aus Nikosia in Zypern das Leben gerettet, die bei der Geburt ihres Kindes schwere Herzprobleme erlitt. Wie aus dem Facebook-Post des Sheba Medical Centers am Sonntag hervorgeht, benötigten die zyprischen Ärzte dringend eine ECMO-Maschine (extrakorporale Membranoxygenierung), um dem Blut der Patientin künstlich Sauerstoff zuzuführen und so Herz und Lunge zu entlasten. Da sie kein solches Gerät zur Verfügung hatten, baten sie im Sheba Medical Center um Notfallhilfe. Nur sieben Stunden später landeten vier israelische Kardiologen mit einer ECMO-Maschine in Zypern, stabilisierten dort die Patientin und brachten sie in die Kardiologie nach Tel HaShomer, wo ihre Regeneration gut voranschreitet.

 

Rivlin fordert schnelle Regierungsbildung

Bei der Vereidigung der 120 Abgeordneten der 22. Knesset (israelisches Parlament) hat Israels Staatspräsident Reuven Rivlin am Donnerstag zu einer schnellen Regierungsbildung aufgerufen. „Wir befinden uns ineiner Krise, einem Notstand für die Sicherheit Israels und der israelischen Gesellschaft, einem Notstand für die israelische Demokratie“, erklärte Rivlin. „Eine Regierung zu bilden, ist nicht nur der Wunsch der Bürger. In Zeiten wie diesen ist es ebenso von wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Bedeutung.“ Er forderte ebenso wie Knesset-Sprecher Juli Edelstein die Bildung einer Einheitsregierung von Premier Netanjahus Likud-Partei und dem Blau-Weiß-Bündnis des ehemaligen Generalstabschefs Benny Gantz. Eine breite Regierung biete die Chance, Unstimmigkeiten beiseite zu legen und für die Bürger Israels, für seine Wirtschaft und seine Sicherheit zusammenzuarbeiten. Einer Tradition zum heiligsten jüdischen Feiertag Jom Kippur folgend bat Rivlin alle Israelis um Vergebung, „die ich durch meine Worte, meine Taten und Unterlassungen verletzt habe“ und wünschte allen ein gutes neues Jahr.

Israels Einwohnerzahl steigt auf über 9 Millionen

Israels Einwohnerzahl steigt auf über 9 Millionen

Zum jüdischen Neujahrsfest Rosch HaSchana hat das Zentrale Statistikamt in Israel die aktuelle Bevölkerungszahl von 9.092.000 bekanntgegeben. Davon seien 6,74 Millionen Juden (74,2%), 1,91 Millionen Araber (21%) und 441.000 (4,8%) Angehörige anderer Minderheiten. Seit letztem Jahr ist die israelische Bevölkerung um 184.000 (2,1%) Einwohner angestiegen. Mit der aktuellen Wachstumsrate wird erwartet, dass Israel 2024 10 Millionen und 2048, zum 100. Jahrestag der Staatsgründung, 15 Millionen Einwohner haben wird. Weiterhin leben mehr Juden außerhalb Israels als im Land selbst. Angaben der Jewish Agency zufolge beläuft sich die gesamte jüdische Bevölkerung weltweit auf 14,8 Millionen, davon 8,1 Millionen in der Diaspora.

Foto: Pixabay, Israelis in Jerusalem

 

Möglicher Anschlag in Hebron vereitelt, Messerattacken in Jerusalem und Modiin

Ein mit einem Messer bewaffneter 15-jähriger palästinensischer Jugendlicher hat am Montag versucht, in das Grab der Patriarchen in Hebron zu gelangen. Er wurde festgenommen, nachdem Polizisten die Waffe während einer Taschenkontrolle am Eingang zur berühmten Höhle Machpela, in denen Juden und Muslime in getrennten Bereichen beten, gefunden hatten. In der vergangenen Woche hatte es zwei Messerattacken auf Israelis gegeben. Dabei wurden am Donnerstag eine Polizistin in der Jerusalemer Altstadt, am Mittwoch eine Frau nahe der zentralisraelischen Stadt Modiin leicht verletzt. Der Anschlag in Modiin wurde von einem 14-jährigen Palästinenser aus dem Westjordanland (Judäa und Samaria) verübt. Um Terroranschlägen vorzubeugen hat die israelische Polizei zu den jüdischen Hohen Feiertagen, die am Sonntagabend mit Rosh HaSchana begannen, ihr Sicherheitsaufgebot in Jerusalem sowie in Judäa und Samaria erhöht.

 

Keine Fortschritte bei den Koalitionsverhandlungen

Bei den laufenden Koalitionsverhandlungen zwischen der Likud-Partei von Premierminister Benjamin Netanjahu und dem Blau-Weiß-Bündnis von Benny Gantz sind bislang keine Fortschritte erzielt worden. Wie israelische Medien am Montag berichteten, werfen beide Seiten einander mangelnde Kompromissbereitschaft vor. Haupthindernisse seien Netanjahus Bestehen auf einer Koalitionsbeteiligung der religiösen Parteien und Gantz‘ Weigerung, sich einer von Netanjahu geführten Regierung anzuschließen. Gegen den amtierenden Premierminister wird wegen Korruptionsverdacht ermittelt, eine erste Anhörung ist für Mittwoch angesetzt. Auch ein Kompromissvorschlag von Staatpräsident Reuven Rivlin, Netanjahu solle im Falle einer Anklage sein Amt auf unbestimmte Zeit ruhen lassen, ist israelischen Medienberichten zufolge bislang nicht angenommen worden. Ein erneutes Treffen der Parteivorsitzenden und ihrer Unterhändler ist für Mittwoch geplant. 

 

Arabisch-israelische Schüler demonstrieren gegen Welle der Gewalt

Arabisch-israelische Schüler, Lehrer und Eltern haben am Montag in der galiläischen Stadt Umm al-Fahm mit Streiks den dritten Tag in Folge gegen zunehmende Kriminalität im arabischen Teil der Gesellschaft protestiert. Auch in anderen Städten gingen Menschen auf die Straße. Sie forderten die Konfiszierung illegaler Feuerwaffen und ein härteres Vorgehen gegen Gewaltverbrechen in arabisch-israelischen Städten. Auslöser war eine Welle der Gewalt, die die arabische Minderheit in den letzten Wochen erschüttert hat. So wurden Ende September sieben Araber innerhalb einer Woche ermordet, vier von ihnen innerhalb weniger Stunden. Insgesamt hat es 2019 bereits 67 arabisch-israelische Mordopfer gegeben, die Hauptgründe sind organisierte Kriminalität, Rachemorde und Ehrenmorde.

Über 20% der israelischen Bevölkerung sind Araber. Wie jüdische Israelis haben sie die israelische Staatsangehörigkeit, sind wahlberechtigt, haben Zugang zu israelischen Universitäten und dem Arbeitsmarkt. Arabische Israelis arbeiten u.a. in der Medizin- und der IT-Branche in Schlüsselpositionen und haben erfolgreiche Start-ups gegründet. Dennoch beklagen viele von ihnen eine fortwährende Diskriminierung durch israelische Behörden, insbesondere der Sicherheitskräfte, denen sie Untätigkeit angesichts der zunehmenden Kriminalität vorwerfen.

Rivlin erteilt Netanjahu Mandat zur Regierungsbildung

Am Mittwoch hat Israels Staatspräsident Reuven Rivlin dem amtierenden Premierminister Benjamin Netanjahu das Mandat erteilt, innerhalb von vier Wochen eine Regierungskoalition zu bilden. Das berichtet die Jerusalem Post am heutigen Donnerstag. „Netanjahu hat die besten Chancen, eine Regierung zu formen“, erklärte Rivlin seine Entscheidung. Netanjahu akzeptierte das Mandat. Seine Likud-Partei erhielt bei der Wahl zwar einen Knesset-Sitz weniger (32 Sitze) als das Blau-Weiß-Bündnis von Benny Gantz (33 Sitze), der Premier erhielt jedoch mit 55 Empfehlungen von Knesset-Abgeordneten eine Stimme mehr als Gantz (54). Wenn es Netanjahu bis zum 24. Oktober nicht gelingt, eine Regierungsmehrheit zu bekommen (mindestens 61 der 120 Knesset-Sitze), kann Rivlin das Mandat Gantz oder einem anderen Kandidaten übertragen.

Einheitsregierung noch nicht vom Tisch

Für Freitag ist eine dritte Gesprächsrunde zwischen Likud und Blau-Weiß geplant. Zum Bedauern Rivlins gab es in den Gesprächen der beiden Parteien über eine „nationale Einheitsregierung“ bisher noch keinen Durchbruch. „Das Volk will keine weitere Wahl“, sagte Rivlin und forderte, die Parteien sollten aufhören, sich gegenseitig für untauglich zu erklären. Während Netanjahu darauf besteht, mit den insgesamt 55 Abgeordneten vom Likud und seinen politischen Partnern, der Partei Yamina sowie den religiösen Parteien Shas und Vereintes Thorajudentum, in eine Regierung zu gehen, wiederholte Gantz, dass seine Partei es ablehne in eine Regierung einzutreten, deren Premier möglicherweise angeklagt werde. Er forderte, dass Netanjahu ohne seine Verbündeten weiterverhandeln solle. Gantz lehnte einen Gesetzesvorschlag Rivlins ab, der es Netanjahu ermöglicht hätte, sein Amt ruhen zu lassen bzw. es solange an Gantz zu übertragen, bis Netanjahu freigesprochen wäre. Gegen Netanjahu wird wegen Korruptionsverdachts in drei Fällen ermittelt, eine Anhörung ist für den 2. und 3. Oktober angesetzt.

 

Gaza: Israel genehmigt Bau eines Feldkrankenhauses

Israel hat den Bau eines Feldkrankenhauses im nördlichen Teil des Gazastreifens genehmigt, das von privaten amerikanischen Geldgebern finanziert wird. Am Dienstag brachten neun LKWs von Südisrael aus moderne Ausrüstung sowie medizinische Versorgungsgüter über die Grenze in die Enklave. Das berichtete Ynetnews am Mittwoch. Die Einrichtung soll die medizinische Versorgung der Bewohner des Gazastreifens sicherstellen, die bisher nach Ägypten oder Israel ausreisen bzw. Krankenhäuser der Palästinensischen Autonomiebehörde aufsuchen mussten, um eine notwendige Behandlung zu erhalten. Während die im Gazastreifen herrschende islamistische Terrororganisation Hamas im Bau der medizinischen Einrichtung einen Erfolg der Massenproteste an der Grenze zu Südisrael sieht, teilte Israel mit, derartige Projekte würden nur unterstützt, wenn es an der Gaza-Grenze „verhältnismäßig ruhig“ bleibe.

 

Erste Flugstaffel-Kommandeurin in Israel

Die israelische Luftwaffe hat am Dienstag die erste Kommandeurin einer Flugstaffel ernannt. Oberstleutnant ‚G‘ (aus Sicherheitsgründen wird nur der Anfangsbuchstabe ihres Namens veröffentlicht), Mutter zweier Söhne, wird die Aufklärungsflugstaffel „Nachschon“ anführen, in der sie bereits 2015 bis 2017 als stellvertretende Kommandeurin gedient hat. Luftwaffen-Kommandeur Generalmajor Amikam Norkin nannte ‚G‘ „ein Vorbild und eine Inspiration für tausende Frauen in Israel.“ Während des Unabhängigkeitskriegs 1948-1949 und des Sinai-Feldzugs 1956 dienten Frauen als Piloten der Luftwaffe. In den darauffolgenden Jahren wurden Frauen jedoch aus Kampfeinheiten, darunter der Luftwaffe, ausgeschlossen. 1995 entschied der Oberste Gerichtshof, dass Frauen zur Pilotenausbildung zugelassen werden müssen. Roni Zuckerman, Enkelin von Holocaustüberlebenden, wurde 2001 nach mehr als 45 Jahren die erste weibliche Kampfpilotin Israels.

 

UN-Vollversammlung: Trump ruft zur Anerkennung Israels auf

US-Präsident Donald Trump hat die arabischen Staaten am Dienstag bei seiner Rede vor der UN-Vollversammlung in New York zur Normalisierung ihrer Beziehungen mit Israel aufgefordert. „Es ist das gemeinsame Interesse der Länder der Region, Extremismus zu bekämpfen und wirtschaftliche Möglichkeiten auszubauen“, begründete Trump die Wichtigkeit guter Beziehungen der Staaten im Nahen Osten. Trump kritisierte den Iran für seinen Israelhass und seine Ambitionen eine Atommacht zu werden. Er rief die Staatengemeinschaft dazu auf, dem Iran Einhalt zu gebieten. Der amtierende israelische Premierminister Benjamin Netanjahu ist aufgrund der laufenden Koalitionsverhandlungen nicht nach New York gereist, die israelische Regierung wird durch Israel Katz, Außenminister und Minister für Nachrichtendienste, vertreten. Katz berichtete auf Twitter von einem „faszinierenden Treffen“ mit Vertretern eines nicht näher genannten arabischen Lands, mit dem Israel derzeit keine diplomatischen Beziehungen unterhält. Katz zufolge wurden künftige Kooperationen auf sicherheitspolitischer und ziviler Ebene besprochen.

Koalitionsverhandlungen: erstes Treffen von Netanjahu und Gantz

Koalitionsverhandlungen: erstes Treffen von Netanjahu und Gantz

Knapp eine Woche nach den Parlamentswahlen hat Israels Staatspräsident Reuven Rivlin am Montag die Vorsitzenden der beiden größten Fraktionen, Benjamin Netanjahu (Likud) und Benny Gantz (Blau-Weiß-Bündnis), zu einem Treffen einberufen. Am heutigen Dienstag besprachen sich die beiden Parteien und am Mittwoch soll es ein zweites Treffen von Netanjahu und Gantz bei Rivlin geben. Rivlin betonte, dass die beiden nun eine Lösung finden müssten, auch wenn sie dafür „einen persönlichen Preis zu zahlen“ hätten. Zuvor hatte Rivlin die Vertreter aller Parteien gefragt, welchen Kandidaten sie für die Regierungsbildung empfehlen würden. Rivlin selbst sprach sich für eine möglichst breite Regierung der „Nationalen Einheit“ aus. Israelische Medien spekulieren, ob er diese gar erzwingen könnte.

Der amtierende Premierminister Benjamin Netanjahu rief Benny Gantz auf, „ohne Vorbedingungen“ in die Verhandlungen zu treten. Zuvor vereinbarte er mit den ultraorthodoxen und nationalreligiösen Parteien, als Einheit zu verhandeln. Gantz wiederum will an seinem Wahlkampfversprechen festhalten, nicht mit Netanjahu, gegen den wegen Korruptionsverdachts ermittelt wird, zu koalieren. Präsident Rivlin forderte Gantz auf, auch bei Netanjahu die Unschuldsvermutung gelten zu lassen. Es wird erwartet, dass Rivlin spätestens Anfang nächster Woche einem Kandidaten das Mandat zur Regierungsbildung übertragen wird.

Foto: GPO/Haim Zach, Reuven Rivlin bespricht sich mit Benjamin Netanjahu und Benny Gantz

 

UN-Bericht: Maßnahmen gegen wachsenden Antisemitismus gefordert

Ahmed Shaheed, UN-Sonderberichterstatter für Religions- und Glaubensfreiheit, hat am Montag in einem UN-Bericht vor weltweit zunehmendem Antisemitismus gewarnt und Gegenmaßnahmen gefordert. Der Gebrauch antisemitischer Sprache und Vorurteile durch rechte, linke und islamistische Gruppierungen fördere Feindschaft, Diskriminierung und Gewalt gegen Juden. Shaheed kritisierte auch die antiisraelische BDS-Bewegung (Boykott, Kapitalentzug, Sanktionen). Diese bediene sich antisemitischer Vorurteile und bestreite Israels Existenzrecht. Shaheed forderte die Einrichtung einer Anlaufstelle im Büro des UN-Generalsekretärs, die mit den jüdischen Gemeinden weltweit zusammenarbeiten und die UN-Maßnahmen gegen Antisemitismus in den einzelnen Ländern koordinieren soll. In jeder Gesellschaft sei Bildung und Aufklärung über die verschiedenen Erscheinungsformen von Antisemitismus dringend notwendig. „Antisemitismus ist Gift für die Demokratie und […] bedroht alle Gesellschaften, in denen ihm nicht Einhalt geboten wird“, erklärte Shaheed. Israels UN-Botschafter Danny Danon begrüßte den „beispiellosen“ Bericht, der einen „Wandel“ in der Haltung der UN gegenüber Israel wiederspiegle. 

 

Terror in Südisrael: 74-Jährige erliegt ihren Verletzungen

Die 74-jährige Nina Gisdenanova aus Aschkelon ist nach zehnmonatigem Koma den Verletzungen erlegen, die sie im November letzten Jahres erlitten hatte, als eine Rakete, die von Terroristen aus dem Gazastreifen auf Südisrael abgefeuert wurde, ihr Haus direkt traf. Das berichtete die Jerusalem Post am Montag. Vergangenen November ereignete sich einer der heftigsten Angriffe auf Israel seit dem Gazakrieg 2014. Anhänger der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Terrororganisation Hamas feuerten innerhalb weniger Stunden über 400 Raketen und Mörsergranaten auf Israel ab. Die israelische Luftwaffe reagierte mit rund 150 Luftschlägen auf Hamas-Stellungen. Die Bedrohung durch Raketen, Feuerballons und das Eindringen bewaffneter Terroristen aus dem Gazastreifen nach Südisrael ist weiterhin groß.

 

Raketenbau im Westjordanland verhindert

Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) haben Bemühungen der Terrorgruppe Islamischer Dschihad verhindert, im Westjordanland Raketen für Angriffe auf israelische Bevölkerungszentren zu bauen. Das berichtete die Times of Israel am Montag. Demnach wurde das Vorhaben der Terroristen aufgedeckt und dem israelischen Inlandsgeheimdienst gemeldet. Der Islamische Dschihad wird vom Iran unterstützt. Die Terrororganisation habe geplant, Israel regelmäßig mit Raketen aus dem Westjordanland anzugreifen, hieß es. Aufgrund der kurzen Distanz wäre ganz Zentralisrael durch die Raketen bedroht. Bislang agieren Terrorkämpfer des Islamischen Dschihad im Gazastreifen und feuern immer wieder Raketen auf Südisrael ab. Im Westjordanland verüben Terrorgruppen hauptsächlich Anschläge mit Fahrzeugen, Schusswaffen und Messern. Raketenangriffe hat es bisher nicht gegeben. Trotz der Verschlechterung der politischen Beziehungen zwischen der PA und Israel ist die Kooperation zwischen israelischen und palästinensischen Sicherheitsdiensten in den letzten Jahren weiterhin effektiv geblieben.

 

Erneut Luftschläge gegen pro-iranische Milizen in Syrien, Irak

Am Sonntag hat es erneut Luftangriffe auf Stützpunkte der pro-iranischen Volksmobilmachungskräfte (PMF) an der syrisch-irakischen Grenze gegeben. Israelischen Medienberichten zufolge waren es bereits die dritten Luftschläge in der Grenzregion innerhalb einer Woche. Arabische Medien machten Saudi-Arabien und Israel für die Luftschläge verantwortlich. Ein Augenzeuge gab gegenüber dem arabischen Independent an, bei einem Luftangriff am 16. September im ostsyrischen Albukamal seien „saudische und andere Kampfflugzeuge“ gesichtet worden. Dem Independent zufolge dementierten saudische Vertreter den Bericht. Es sollen Waffenlager und Raketenwerfer der iranischen Revolutionsgarden zerstört worden sein, es gab mehrere Tote und Verletzte. Auf der zerstörten Militärbasis soll der Beschuss von Zielen in Saudi-Arabien vorbereitet worden sein.

Am 14. September, zwei Tage vor dem Luftangriff in Albukamal, waren zwei wichtige saudische Ölraffinerien mit mehreren Drohnen und Raketen angegriffen worden. Saudi Arabien, die USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland machen den Iran dafür verantwortlich. Ob die Luftschläge auf die pro-iranische PMF und die iranischen Revolutionsgarden an der syrisch-irakischen Grenze damit in Zusammenhang stehen, ist nicht geklärt. Auch eine Beteiligung Israels an den Luftschlägen ist nicht bestätigt.

Knessetwahlen: Vorläufig kein klares Ergebnis

Knessetwahlen: Vorläufig kein klares Ergebnis

Aus den Neuwahlen zum israelischen Parlament (Knesset) vom 17. September scheint erneut kein klarer Sieger hervorzugehen. Zurzeit sind etwa 96,5% der Stimmen ausgezählt, das endgültige Wahlergebnis wird kommende Woche erwartet. Nach dem vorläufigen Stand der Auszählungen wird der Likud von Premierminister Benjamin Netanjahu ca. 31 der insgesamt 120 Knesset-Sitze bekommen und damit knapp hinter dem Blau-Weiß-Bündnis des ehemaligen Generalstabschefs Benny Gantz mit voraussichtlich 33 Sitzen liegen. Im Vergleich zum Wahlergebnis vom April haben beide Parteien Sitze eingebüßt. Drittstärkste Fraktion ist demnach die arabisch-israelische Vereinigte Liste unter Ayman Odeh, die derzeit 13 Sitze erhält, ein Zuwachs von drei Sitzen. Avigdor Liebermans russisch-säkulare Partei Israel Beitenu erhält nun aktuell acht Sitze. Die ultraorthodoxen Parteien Shas und Vereinigtes Thora-Judentum kommen auf neun bzw. acht Sitze, die nationalreligiöse Yamina von Ayelet Shaked auf sieben Sitze. Die linken Parteienbündnisse Arbeiterpartei-Gesher und Demokratische Union erhalten sechs bzw. fünf Sitze.

Damit bleibt die bereits bei den Wahlen im April entstandene Pattsituation bestehen. Sowohl dem rechten als auch dem linken Lager fehlt die absolute Mehrheit von 61 Sitzen, die Voraussetzung für eine Regierungsbildung ist.

(Foto: GPO/Haim Zach, Benjamin und Sara Netanjahu im Wahllokal)

 

 

Schwierige Koalitionsverhandlungen erwartet 

Nachdem die Wahlen vom 17. September wie auch schon im April zu einer Patt-Situation geführt haben, stehen nun schwierige Koalitionsverhandlungen an. Weder das religiös-nationale Lager um Premierminister Benjamin Netanjahu noch das links-liberale Lager um Benny Gantz sind in der Lage, eine mehrheitsfähige Koalition zu formen. Avigdor Lieberman (Israel Beitenu) gilt als „Königsmacher“, der für die Bildung einer stabilen Regierung unentbehrlich sein könnte. Nach Bekanntwerden des vorläufigen Wahlergebnisses wiederholte Lieberman sein Wahlversprechen, eine Regierung der Nationalen Einheit zu erzwingen. Er will keiner Koalition mit Beteiligung der nationalreligiösen und ultraorthodoxen Parteien Yamina, Vereinigtes Thora-Judentum und Shas beitreten. Während des Wahlkampfes hatte Lieberman angekündigt, den „religiösen Zwang“, den die Rabbiner der israelischen Gesellschaft zunehmend auferlegen, bekämpfen zu wollen. So will er u.a. die Zivilehe einführen, den Ladenschluss am Schabbat lockern und konsequent dafür sorgen, dass ein Gesetz umgesetzt wird, das auch ultraorthodoxe Juden zum Wehrdienst verpflichtet.

Kein Lager erhält Mehrheit für Regierungsbildung

Ohne Avigdor Lieberman wird es für Benjamin Netanjahu schwer werden, eine Regierung mit seinen „natürlichen Verbündeten“, den religiösen Parteien, zu bilden. Israelische Medien spekulieren, Netanjahu könne versuchen, Abgeordnete des Blau-Weiß-Bündnisses von Benny Gantz mit großzügigen Versprechen zum Wechsel in seine Fraktion zu bewegen, um sich so die absolute Mehrheit zu sichern. Eine Regierungsbildung ausschließlich linker Parteien ist ebenfalls nicht zu erwarten. Die Bündnisse Blau-Weiß, Arbeitspartei-Gesher und die Demokratische Union müssten sich mit der arabisch-israelischen Vereinigten Liste zusammenschließen, die aus säkularen, kommunistischen und islamistischen Parteien besteht. Da ihre Abgeordneten bisher hauptsächlich mit anti-israelischen Provokationen von sich Reden machten, ist dieses Szenario sehr unwahrscheinlich.

Regierung der „Nationalen Einheit“

Im Gespräch ist auch die Bildung einer Regierung der „Nationalen Einheit“ von der Likud-Partei und dem Blau-Weiß-Bündnis. Netanjahu scheint bereit zu einer Koalition mit Gantz zu sein, einschließlich eines Rotationsabkommens, mit Beteiligung der religiösen Parteien. Demnach würden die beiden Parteichefs jeweils zwei Jahre das Amt des Premierministers übernehmen. Gantz ist wohl ebenfalls einer Koalition mit dem Likud zugeneigt, hatte im Wahlkampf aber eine Zusammenarbeit mit Netanjahu, gegen den wegen Korruptionsverdacht ermittelt wird, abgelehnt. Ob er angesichts der erneuten Patt-Situation von seiner Position abrückt oder ob es gar innerhalb des Likud zu Machtkämpfen gegen Netanjahu kommt, bleibt abzuwarten.

Erneute Wahlen nicht ausgeschlossen

Nun liegt es an Staatspräsident Reuven Rivlin, den aussichtsreichsten Kandidaten mit der Regierungsbildung zu beauftragen. Sollte es diesem nicht gelingen innerhalb von sechs Wochen eine mehrheitsfähige Koalition zusammenzustellen, würde das Mandat an einen anderen Parteivorsitzenden gehen. Nach den gescheiterten Koalitionsverhandlungen im April kam Netanjahu dieser Situation zuvor, indem er das Parlament auflöste und Neuwahlen ansetzte. Rivlins erklärtes Ziel ist es, einen erneuten Wahlgang zu verhindern.

Gebetsanliegen: Bitte beten Sie mit uns für die anstehenden Koalitionsverhandlungen. Beten wir, dass Gott die Politiker mit Weisheit ausrüstet und ihnen demütige Herzen schenkt, so dass sie zu Kompromissen bereit sind und das Wohl ihres Volkes und Landes eigenen Interessen voranstellen. Beten wir für eine stabile Regierung, die die vielen Bedürfnisse Israels, sowohl innen- und sozialpolitisch als auch außen- und sicherheitspolitisch, mit Gottes Hilfe effektiv angehen wird.

 

Angespannter Wahltag

69,4% der 6.394.030 wahlberechtigten Israelis haben am Dienstag von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht. Es war die höchste Wahlbeteiligung seit 1999. Der Wahltag, dem ein aufgeheizter Wahlkampf vorangegangen war, verlief unter großer Anspannung. Mehrere Wahllokale wurden vorübergehend geschlossen, während die Behörden Meldungen über Manipulation und andere illegale Aktivitäten überprüften. Beispielsweise sollen Wähler bei der Stimmabgabe gefilmt worden sein. Außerdem beanstandeten viele Parteien in verschiedenen Wahllokalen angebliche Unregelmäßigkeiten zu ihren Ungunsten. Facebook deaktivierte die Chatfunktion von Netanjahus Facebook-Seite, nachdem dort angeblich aktuelle Umfrageergebnisse veröffentlicht wurden, was in Israel am Wahltag verboten ist.

Israelische Medien meldeten eine hohe Wahlbeteiligung ultraorthodoxer Juden. Die Jerusalem Post berichtete, die Ankündigungen Avigdor Liebermans und Benny Gantz‘, sie würden keine Koalition mit ultraorthodoxen Parteien eingehen, sei von vielen frommen Juden als Kriegserklärung „gegen Gott, die Thora und die Religiösen“ gewertet worden und habe sie motiviert, zur Wahl zu gehen. Yaakov Litzman, Parteivorsitzender des Vereinigten Thora-Judentums, sprach von einer „schicksalhaften“ Wahl und rief ultraorthodoxe Juden auf, „in großen Scharen entsprechend der Anweisungen ihrer Rabbiner wählen zu gehen“. Unter arabischen Israelis wurde ebenfalls ein Zuwachs der Wahlbeteiligung von 50% im April auf 60% verzeichnet. Die anti-arabische Rhetorik der nationalen Parteien während des Wahlkampfes könnte zu dem Anstieg beigetragen haben.

Israel reagiert auf Raketenbeschuss aus Gaza

Israel reagiert auf Raketenbeschuss aus Gaza

Am Mittwoch hat Israel mit dem Beschuss zweier Militärposten der Hamas nahe des Grenzzaunes im nördlichen Gazastreifen auf den wiederholten Raketenbeschuss Südisraels reagiert. Terroristen aus dem Gazastreifen feuerten drei Raketen auf den südisraelischen Verwaltungsbezirk Hof Aschkelon. Israelischen Medienberichten zufolge befanden sich viele Schüler in ihren verstärkt gesicherten Klassenzimmern, eine 77-jährige Frau wurde leicht verletzt und ein Haus leicht beschädigt. Das Gesundheitsministerium in Gaza meldete keine Verletzten.

Am Dienstag wurden zwei Raketen auf Israel geschossen. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) fing eine Rakete über Aschdod ab, die andere Rakete ging nahe Aschkelon auf offenem Feld nieder. Zur Zeit des Raketenalarms gegen 21 Uhr Ortszeit hielten israelische Politiker, darunter Israels Premierminister Benjamin Netanjahu, Wahlkampfreden in den beiden Städten. Netanjahu setzte seine Rede nach einer vorübergehenden Evakuierung fort. Im Anschluss traf er sich mit führenden Militär- und Sicherheitskräften im Verteidigungsministerium. Am frühen Mittwochmorgen nahm die israelische Luftwaffe 15 Ziele in Gaza unter Beschuss, u.a. einen Terror-Tunnel, einen Marine-Stützpunkt und eine Waffenfabrik der Hamas.

(Foto: IDF, Raketenbeschuss aus Gaza, Archivbild)

 

Israel: Erdgas-Export kann 2019 beginnen

Die Förderung von Erdgas aus dem im Mittelmeer gelegenen Erdgasfeld „Leviathan“ und der Erdgas-Export nach Ägypten und Jordanien könne noch vor Ende des Jahres beginnen. Das kündigte Yossi Abu, Geschäftsführer von Delek Drilling, einem der Betreiber des Gasfelds, am Mittwoch an. Der Bau der Förderplattform, die 10km vor der israelischen Mittelmeerküste liegt, werde bald abgeschlossen sein. Im Februar 2018 vereinbarten die Hauptbetreiber Delek Drilling und Noble Energy mit Ägypten, über einen Zeitraum von zehnJahren 64 Milliarden Kubikmeter Erdgas zu liefern. Ein ähnliches Abkommen wurde 2016 mit Jordanien geschlossen, demzufolge 45 Milliarden Kubikmeter im Laufe von 15 Jahren geliefert werden sollen. Das Erdgasfeld „Leviathan“ wurde 2010 westlich von Haifa entdeckt. Es enthält geschätzt bis zu 605 Milliarden Kubikmeter Erdgas und könnte den gesamten israelischen Gasverbrauch bis zu 65 Jahre abdecken. Dank „Leviathan“ und dem kleineren Feld „Tamar“ ist Israels Energieproduktion vom Ausland unabhängig. Bis 2012 importierte Israel seinen Erdgasbedarf aus Ägypten. Mit der Machtübernahme durch die Muslimbruderschaft und Mohammed Mursi endeten die Lieferungen abrupt.

 

Netanjahu will bei Wiederwahl Jordantal annektieren

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat am Dienstag angekündigt, er werde im Falle einer Wiederwahl das sicherheitsstrategisch bedeutsame Jordantal annektieren. Außerdem wiederholte er sein Wahlkampfversprechen vom April, weitere Teile des Westjordanlands (Judäa und Samaria) zu annektieren. Dies müsse aber in „maximaler Koordination“ mit den USA geschehen. Die politischen Gegner Netanjahus kritisierten seine Ankündigung als reine Wahlkampftaktik, da er im Laufe seiner bisher 13jährigen Amtszeit keine Gebiete annektiert habe. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA), die Arabischen Liga, die Türkei sowie Russland und die EU kritisierten Netanjahus Ankündigung. Der Sprecher des jordanischen Unterhauses Atef Tarawneh sagte, eine Annexion würde den jordanisch-israelischen Friedensvertrag gefährden.

Das Jordantal macht etwa 30% des gesamten Gebiets von Judäa und Samaria aus und wird von der israelischen Armee sowie Politikern des linken und rechten Lagers als sicherheitspolitisch unverzichtbar angesehen. Dort leben etwa 60.000 Palästinenser, ein Großteil von ihnen in der Stadt Jericho, und rund 13.000 Israelis. Jericho und andere arabische Orte unter PA-Kontrolle wären laut Netanjahu von einer Annexion ausgenommen. Zum künftigen Status der ca. 9.000 Palästinenser, die zurzeit unter israelischer Militärverwaltung leben, äußerte er sich nicht. Im Falle einer Annexion würde das Jordantal zu israelischem Staatsgebiet und dort ansässige Bewohner zu israelischen Staatsbürgern werden.

Gebetsanliegen: Bitte beten Sie mit uns für die israelischen Parlamentswahlen am Dienstag, 17. September. Beten wir, dass Gott die Herzen der Wähler lenkt und der Wahlsieger ein solides Mandat zur Regierungsbildung erhält. Beten wir für eine Regierung, die ein Segen für die gesamte Bevölkerung sein und die vielen anstehenden Herausforderungen bewältigen wird.

 

Hebräische Universität plant Forschungszentrum in China

Die Hebräische Universität in Jerusalem hat am Dienstag eine Absichtserklärung zur Errichtung eines Hirnforschungszentrums in der südchinesischen Stadt Guangzhou unterzeichnet. Nach einem Bericht der Jerusalem Post wird der Aufbau des Zentrums unter anderem unter Leitung der Professoren Israel Nelken und Hagai Bergman des Edmond & Lily Safra Zentrums für Hirnforschung erfolgen. Die Kooperation mit Guangzhou sieht vor, die klinische Spitzenforschung im Gebiet der Neuromodulation voranzubringen und die Neuromodulationstherapie für neurologische und psychiatrische Erkrankungen zu verbessern. Neben Krankenhäusern in Jerusalem und Guangzhou beteiligt sich auch das Medizintechnikunternehmen Alpha Omega aus Nazareth an der Kooperation. Es ist Branchenführer im Gebiet der Neuromodulation und Israels erfolgreichstes arabisches High-Tech Unternehmen.

 

Bonn: Stadtrat schließt BDS-Unterstützer von Kulturfest aus

Vier palästinensische Organisationen dürfen auf Beschluss der Stadt Bonn nicht am Kultur- und Begegnungsfest „Vielfalt!“ am 29. September teilnehmen, weil sie die antiisraelische BDS-Kampagne, die seit 2005 weltweit zu Boykott, Sanktionen und Kapitalabzug aus Israel aufruft, unterstützen. Das berichtete die Regionalzeitung „General-Anzeiger Bonn“ am Montag. Im Mai hatten Vertreter von CDU, SPD, FDP und Grünen im Bonner Stadtrat die BDS-Kampagne als antisemitisch und antiisraelisch erklärt. Drei der vom Ausschluss betroffenen Vereine, darunter die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft e. V. und die Regionalgruppe NRW Süd, sehen ihr Recht auf freie Meinungsäußerung beschnitten und sind nun vor das Verwaltungsgericht gezogen.

IAEA findet Uranspuren in Teheraner Lagerhalle

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat am Montag bekannt gegeben, auf dem Gelände einer Lagerhalle in Teheran Spuren von Uran gefunden zu haben. Die Bodenproben waren im April von Inspektoren entnommen worden. 2018 hatte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu die IAEA aufgefordert, dieses Gelände im Teheraner Stadtteil Turquzabad zu überprüfen. Dort sei unbekanntes radioaktives Material gelagert gewesen, das in der Zwischenzeit entfernt worden wäre, sagte Netanjahu damals. Der Chef der IAEA, Cornel Feruta, forderte den Iran am Montag zu einer umgehenden Stellungnahme auf. Bislang hat der Iran auf die Veröffentlichung nicht reagiert. Laut IAEA ist noch unklar, woher die Uranpartikel stammen, und ob sie möglicherweise auf Aktivitäten vor dem Atomabkommen von 2015 zurückzuführen seien.

Wenige Stunden nach der Meldung der IAEA präsentierte Netanjahu bei einer Pressekonferenz am Montagnachmittag neue Satellitenaufnahmen vom Juni, die eine bisher unbekannte Atomanlage in Abadeh nahe Isfahan zeigen sollen. Die Anlage sei den Aufnahmen zufolge im Juni noch in Betrieb gewesen, Aufnahmen vom Juli weisen aber auf ihre Zerstörung hin, möglicherweise um Spuren zu verwischen, sagte Netanjahu. Sollte Netanjahus Darstellung sich als wahr erweisen, würde dies belegen, dass der Iran wiederholt gegen das Atomabkommen von 2015 und den Atomwaffensperrvertrag verstößt. (Foto: Avi Ohayon/GPO, Benjamin Netanjahu vor der UN-Vollversammlung 2018)

 

Luftangriffe auf Waffendepot in Syrien

Bei einem Luftangriff auf ein Waffendepot in Syrien nahe der irakischen Grenze sind am Montag 18 pro-iranische Kämpfer getötet worden. Israelischen Medienberichten zufolge gehört das Depot einer irakischen Miliz, die dem Iran nahe steht, und wird auch von Einheiten der schiitisch-libanesischen Terrororganisation Hisbollah genutzt. Der US-Fernsehsender Fox News zeigte vergangene Woche Satellitenaufnahmen von neu errichteten Hallen, die zur Lagerung präzisionsgesteuerter Raketen genutzt werden können. Diese befinden sich in unmittelbarer Nähe der größten Militärbasis, die der Iran derzeit in Syrien baut. Wenige Stunden nach den Luftschlägen feuerten pro-iranische Kämpfer aus Syrien mehrere Raketen in Richtung Israel ab, die aber noch vor der syrisch-israelischen Grenze niedergingen.

Im Juli und August hatte es mehrere Luftangriffe auf Stellungen pro-iranischer Milizen in Syrien und dem Irak gegeben. Mutmaßungen internationaler Medien, die israelische Luftwaffe sei für diese wie auch für die Angriffe vom Montag verantwortlich, hat Israel bislang nicht bestätigt. Israel beschuldigt den Iran und seinen Verbündeten Hisbollah präzisionsgesteuerte Raketen zu bauen und diese gegen Israel einsetzen zu wollen. Am Montag begann die israelische Armee mit einer umfangreichen Militärübung, die vor allem den Generalstab und die verschiedenen Kommandozentralen auf einen möglichen Krieg mit der Hisbollah und anderen pro-iranischen Milizen vorbereiten soll.

 

Neuwahlen in Israel: aktuelle Prognosen

Bei den Neuwahlen in Israel am Dienstag, den 17. September, zeichnet sich weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem amtierenden Premierminister Benjamin Netanjahu (Likud-Partei) und dem Blau-Weiß-Bündnis ab. Jüngsten Umfragen zufolge hätte die Wahlliste „Blau-Weiß“ von Benny Gantz und Jair Lapid mit insgesamt 32 Mandaten einen Sitz mehr in der Knesset (israelisches Parlament) als der Likud. Die drittgrößte Fraktion bildet momentan die Vereinte Arabische Liste mit zehn Mandaten, gefolgt von der russisch-säkularen Partei Jisrael Beitenu des früheren Verteidigungsministers Avigdor Lieberman sowie der national-religiösen Neuen Rechten, die beide neun Sitze inne hätten. Aktuell scheint außerdem die ultra-nationale Partei Otzma Jehudit die 3,25%-Hürde zu meistern und würde vier Mandate erhalten.

 

Jerusalem: Siegel aus der Zeit des Ersten Tempels entdeckt

Ein 2600 Jahre altes Siegel aus der Zeit des Ersten Tempels (7. Jahrhundert v. Chr.) ist bei archäologischen Arbeiten im Nationalpark „Emek Tzurim“ nahe der Jerusalemer Altstadt gefunden worden. Das berichteten israelische Medien am Montag. Der Schutt, in dem das Siegel gefunden wurde, war im Jahr 2013 nahe der Klagemauer ausgehoben worden. Das Tempel-Siegel aus der Zeit des Königreichs Juda trägt die Inschrift: „Adoniyahu, oberster Verwalter des Königs“. Dieselbe Position wurde Josef vom Pharao in Ägypten verliehen (1. Mose 41, 40-42). Der Name ‚Adoniyahu‘ kommt mehrmals in der Bibel vor, sei jedoch nicht mit dem Zeitraum in Zusammenhang zu bringen, aus dem das Siegel stammt. Immer wieder werden bei Ausgrabungen am Tempelberg Artefakte gefunden, die die jüdische Geschichte der Stadt Davids bestätigen.

 

Äthiopischer Israeli seit fünf Jahren Geisel der Hamas

Seit fünf Jahren hält die im Gazastreifen herrschende islamistische Terrororganisation Hamas Avera Avraham Mengistu, Israeli mit äthiopischen Wurzeln, als Geisel gefangen. Mengistus Familie äußerte zum fünften Jahrestag seines Verschwindens ihre Enttäuschung über seine andauernde Gefangenschaft. Mengistu, der nach Angaben seiner Familie psychisch krank ist, hatte am 7. September 2014 nahe Zikim die Grenze zum Gazastreifen überquert. Seitdem hat es von ihm kein Lebenszeichen mehr gegeben. Am Sonntag warf Agarnesh Mengistu, die Mutter des jungen Mannes, dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu vor, sich nicht ausreichend für die Freilassung ihres Sohns einzusetzen. Neben Mengistu befindet sich ein weiterer Israeli, der Beduine Hisham al-Sayed, der ebenfalls psychisch krank sein soll, seit 2015 in der Gewalt der Hamas. Die israelische Regierung hat wiederholt versichert, sich für die Freilassung der beiden einzusetzen.

Netanjahu, Johnson sprechen über Iran, Zweistaatenlösung

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat seinen britischen Amtskollegen Boris Johnson am Donnerstag in London getroffen, um über die vom Iran ausgehende Bedrohung und eine mögliche Zweistaatenlösung zu sprechen. Netanjahu nannte Johnson einen guten Freund des jüdischen Volkes und Israels und lobte seinen Einsatz gegen Antisemitismus und für Israels Sicherheit. „Die Aggression und der Terrorismus des Iran sind eine Herausforderung und ich möchte darüber sprechen, wie wir dem gemeinsam zugunsten des Friedens entgegentreten können“, sagte Netanjahu, der bei seinem Kurzbesuch in London auch US-Verteidigungsminister Mark Esper treffen will. (Foto: Haim Zach/GPO, Netanjahu trifft Johnson, 5. Sept. 2019)

Netanjahu warnt vor Irangesprächen

Vor seiner Abreise nach London drängte Netanjahu die Weltmächte, keine Gespräche mit dem Iran zu beginnen, sondern den Druck auf Teheran zu erhöhen. US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch angedeutet, dass er sich diesen Monat bei der UN-Generalversammlung mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rouhani treffen könnte. Rouhani hatte am Mittwoch angekündigt, sein Land werde ab Freitag weitere Zentrifugen zur Urananreicherung in Betrieb nehmen. Dies wäre die dritte Verletzung des Atomabkommens innerhalb von vier Monaten. Der Iran machte am Mittwoch den Erhalt von europäischen Krediten in Höhe von 15 Milliarden US-Dollar (13,7 Milliarden Euro) zur Bedingung für weitere Verhandlungen, um das Atomabkommen zu retten. Die USA hatten das Abkommen 2018 aufgekündigt. US-Sanktionen machen der iranischen Wirtschaft, die von Ölexporten abhängig ist, schwer zu schaffen. Am Mittwoch verhängte Trump neue Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor.

 

Israel, Schweiz erwägen Alternative zu UNRWA

Israel und die Schweiz wollen zusammenarbeiten, um eine Alternative zum UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) zu finden. Das gab der israelische Außenminister Israel Katz am Mittwoch nach einem Treffen mit seinem Schweizer Amtskollegen Ignazio Cassis in Bern bekannt. Cassis erklärte, die UNRWA schüre unter den Palästinensern in Flüchtlingslagern im Nahen Osten „unrealistische Hoffnung auf ein Rückkehrrecht“ nach Israel. Die Schweiz zahlte bereits die für 2019 zugesagten 22,5 Millionen US-Dollar (20,4 Millionen Euro) an die UNRWA. Im Juli 2019 wurde vorerst die Aussetzung weiterer Zahlungen beschlossen, nachdem mehreren führenden Mitarbeitern des UN-Hilfswerks massives Fehlverhalten, darunter Machtmissbrauch und Vetternwirtschaft, vorgeworfen wurde. Die UNRWA ist für 5,4 Millionen palästinensische Flüchtlinge und ihre Nachkommen in Nahost zuständig.

 

Israel: Hisbollah, Iran bauen Raketenfabrik im Libanon

Israel geht davon aus, dass die schiitische Terrororganisation Hisbollah mit Hilfe des Irans im libanesischen Bekaa-Tal eine Fabrik für präzisionsgesteuerte Raketen baut. Die israelische Armee veröffentlichte am Dienstag entsprechende Luftaufnahmen. Am Sonntag hatte die Hisbollah mehrere Panzerabwehrraketen auf Israel gefeuert und zwei israelische Militärfahrzeuge nur knapp verfehlt. Die Times of Israel meldete, ein israelischer Vergeltungsangriff auf Stützpunkte der Hisbollah sei abgebrochen worden, da keine israelischen Soldaten zu Schaden gekommen waren. Israels Außenminister Israel Katz forderte den Libanon am Montag auf, die Hisbollah „im Zaum zu halten“. Der libanesische Premierminister Saad Hariri erklärte am Mittwoch, er habe kaum Möglichkeiten, den Einfluss der Hisbollah im Libanon einzudämmen: Die Hisbollah sei ein regionales Problem, kein rein libanesisches. Im Raketenkrieg 2006 schoss die libanesische Terrororganisation rund 3.900 Raketen auf Israel. 44 israelische Zivilisten und 106 Soldaten wurden getötet. Ynetnews berichtete am Mittwoch, für 800.000 Israelis im Norden des Landes gäbe es im Fall eines erneuten Krieges nicht genügend Schutzräume.

Gebetsanliegen: Bitte betet mit uns, dass sich die Lage an der Nordgrenze Israels zum Libanon entspannt und dass die 2018 beschlossenen Sicherheitsmaßnahmen für die Israelis im Norden des Landes schnellstmöglich umgesetzt werden.

 

Israel hilft auf den Bahamas und in Brasilien

Die weltweit tätige israelische Hilfsorganisation IsraAID hat den Bahamas am Dienstag Katastrophenhilfe zugesagt. IsraAID wird dringend benötigte Hilfsgüter sowie Wasserfilter zur Trinkwasseraufbereitung liefern und psychologische Ersthilfe leisten. Der Archipel im Atlantik wurde am Sonntag von Hurrikan Dorian getroffen. Der Hurrikan der höchsten Gefahrenstufe erreichte Windgeschwindigkeiten von fast 300 Stundenkilometern. Mindestens 20 Menschen starben, rund 70.000 Menschen sind auf Nothilfe angewiesen. Unterdessen brachen am Dienstag elf israelische Feuerwehrleute und Rettungskräfte nach Brasilien auf, um bei den Löscharbeiten im Amazonasgebiet zu helfen. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hatte Israels Hilfe angenommen, hingegen Hilfsangebote vor allem europäischer Länder als Einmischung in interne Angelegenheiten seines Landes angesehen.

 

Nauru, Honduras erkennen Jerusalem als Hauptstadt Israels an

Der Inselstaat Nauru im Pazifischen Ozean und das in Zentralamerika gelegene Land Honduras haben am 28. August Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt. Das berichteten israelische Medien vergangene Woche. Nauru hat etwa 10.000 Einwohner. Es unterstützt Israel regelmäßig mit seiner Stimme bei den Vereinten Nationen - ungeachtet des Drucks arabischer Länder. Honduras eröffnete am Sonntag ein diplomatisches Handelsbüro in Jerusalem. Dies sei der erste Schritt, auch die Botschaft Honduras von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen, erklärte Honduras Präsident Juan Orlando Hernández. An der Klagemauer in Jerusalem schrieb er ins Gästebuch: „Danke, Herr, dass ich Honduras in dieser Zeit vertreten darf, um unserer Verbundenheit mit Israel Ausdruck zu verleihen. Möge dies der Beginn eines neuen Segens für unser Volk sein.“ Seit der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA im Dezember 2017 haben einige Staaten in Jerusalem Handelsbüros mit unterschiedlichem diplomatischem Status eröffnet. Neben den USA verlegte auch Guatemala seine Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem.

Israelis entwickeln Drohnen-Abwehr-System

Israelische Technologiefirmen haben ein System entwickelt, das feindliche Drohnen sicher und effektiv abwehren kann. Das berichteten israelische Medien am Mittwoch. Mit dieser neuen Technologie können demnach zeitgleich bis zu 200 feindliche Drohnen ab einer Entfernung von 3,5 Kilometern übernommen und sicher gelandet werden. Anschließend können die von den Drohnen gesammelten Daten ausgewertet werden. Außerdem sei es möglich, die Drohnen neu einzusetzen. In der vergangenen Woche gab es wiederholt Drohneneinsätze (wir berichteten). Am Mittwochabend ereignete sich erneut ein Zwischenfall. Drei israelische Drohnen wurden im libanesischen Luftraum von libanesischen Soldaten mit Maschinengewehren beschossen. Die israelische Armee bestätigte den Beschuss, äußerte sich aber nicht dazu, wo die Drohnen im Einsatz waren. (Foto: Pixabay, Symbolbild)

 

Israeli holt Weltmeistertitel im Judo

Bei den Judo-Weltmeisterschaften 2019 in der japanischen Hauptstadt Tokio hat der 27jährige Israeli Sagi Muki am Mittwoch in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm die Goldmedaille gewonnen. Wie die israelische Nachrichtenseite Ynetnews am Mittwoch berichtete, ist er nach zwei ersten Plätzen bei den Europameisterschaften 2015 und 2018 nun der erste israelische Sportler mit Weltmeistertitel im Judo. Muki setzte sich im Finale gegen seinen belgischen Kontrahenten Matthias Casse durch. Nach Mukis knappem Sieg gegen den ägyptischen Judoka Mohamed Abdelaal im Viertelfinale hatte Abdelaal seinem israelischen Gegner den Handschlag verweigert. Der israelische Präsident Reuven Rivlin gratulierte Muki am Mittwoch per Twitter: „Dein Sieg macht uns stolz und lehrt uns, dass harte Arbeit, Menschlichkeit und eine stets im Frieden ausgestreckte Hand die größten Hürden überwinden können.”

 

Israel, USA warnen vor Iran

Israel und die USA warnen weiterhin vor den Ambitionen des Iran, sein Einflussgebiet im Nahen Osten auszubauen, und gehen gegen iranische Aggressionen vor. Der israelische Außenminister Israel Katz bat seinen britischen Kollegen Dominic Raab bei einem Treffen am Mittwoch, die paramilitärischen iranischen Revolutionsgarden (IRGC) zur Terrororganisation zu erklären. Das meldete das israelische Nachrichtenportal Times of Israel am heutigen Donnerstag. Großbritannien hatte Anfang 2019 bereits die vom Iran unterstützte Terrororganisation Hisbollah verboten, die IRGC wurden im April von den USA auf die Terrorliste gesetzt. Israel macht die IRGC unter anderem für versuchte Drohnenangriffe aus Syrien verantwortlich. Außerdem berichteten israelische und US-amerikanische Medien über einen Cyberangriff der USA auf eine iranische Datenbank im Juli. Die Datenbank, die zerstört wurde, sei für mögliche iranische Angriffe auf Handelsschiffe im Persischen Golf essentiell gewesen.

 

 

 

Südisrael: Terror-Sommer traumatisiert die Bevölkerung

Mindestens 327 Bewohner der israelischen Ortschaften im Grenzgebiet zum Gazastreifen sind diesen Sommer wegen Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) behandelt worden. Das meldete das israelische Nachrichtenportal Ynetnews am Mittwoch. Viele PTBS-Betroffene leiden unter Schlafmangel und seelischer Belastung, Mitarbeiter von Rettungsdiensten sind häufig von Burnout betroffen. Grund dafür ist der andauernde Terror durch den Raketenbeschuss Südisraels aus Gaza, die wiederholten Versuche bewaffneter Terroristen, illegal nach Israel einzudringen, und die andauernde Brandstiftung durch Feuerballons. Dutzende dieser Brände, die jede Woche verursacht werden, bleiben unserer israelischen Partnerorganisation Operation Lifeshield zufolge in den Medien häufig unbeachtet. Nachdem am Sonntag zwei Raketen auf die Stadt Sderot gefeuert worden waren, mussten 99 Besucher eines dort stattfindenden Konzerts psychologisch versorgt werden, zehn weitere kamen mit einem Schock ins Krankenhaus.

Gebetsanliegen: Bitte beten Sie für die Bevölkerung in den südisraelischen Ortschaften, dass Gott sie vor weiterem Terror bewahrt und ihre seelischen Verletzungen heilt. Beten Sie bitte auch für die Kinder, für die am Sonntag nach der angespannten Lage in den Sommerferien ein neues Schuljahr beginnt. Beten wir um Weisheit für die israelische Regierung, damit der fortwährende Terror an der Grenze zum Gazastreifen nachhaltig beenden wird.

 

Ältester Nachweis der Bezeichnung „Hebräer“ entdeckt

Archäologen haben in der jordanischen Ausgrabungsstätte Khirbat Ataruz, dem biblischen Atarot, den wohl ältesten Nachweis für die Bezeichnung „Hebräer“ entdeckt. Das israelische Nachrichtenportal Times of Israel berichtete am Mittwoch, in einem moabitischen Schrein aus dem 9. oder 8. Jahrhundert v. Chr. sei eine Inschrift entziffert worden, die die „Hebräer“ namentlich erwähne. In welchem Zusammenhang der Name auftaucht sei noch nicht geklärt. Atarot, das östlich des Jordans im Gebiet des hebräischen Stammes Gad lag, wird in 4. Mose 32 erwähnt. Früheren archäologischen Funden zufolge wurde Atarot im 9. Jahrhundert v. Chr. von dem moabitischen Herrscher Mescha erobert. In 2. Könige 3 berichtet die Bibel von der Rebellion Meschas nach dem Tod König Ahabs und dem anschließenden Sieg Israels über Moab.

Raketenbeschuss Südisraels, Terroranschlag in Samaria

Raketenbeschuss Südisraels, Terroranschlag in Samaria

Terroristen aus dem Gazastreifen haben am heutigen Dienstag erneut Raketen auf Südisrael gefeuert. Die israelische Luftwaffe reagierte mit dem Beschuss eines Beobachtungspostens der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Terrororganisation Hamas. Bereits am späten Sonntagabend waren israelische Ortschaften im Grenzgebiet zu Gaza mit Raketen beschossen worden, darunter die Stadt Sderot, in der bei einem Konzert mit 4000 Besuchern kurzzeitig Panik ausbrach. Das israelische Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ (Eisenkuppel) konnte zwei Raketen abfangen, deren Trümmerteile auf das Konzertgelände fielen. Es gab keine Verletzten. Die israelische Luftwaffe reagierte und beschoss Stellungen der Terrororganisation Hamas. Auch das Büro eines hochrangigen Hamas-Kommandeurs wurde getroffen.

In Samaria töteten palästinensische Terroristen am Freitag in der Nähe eines beliebten Wanderziels die 17jährige Rina Shnerb (siehe Foto) aus dem zentralisraelischen Lod mit einem Sprengsatz. Dieser wurde per Fernzündung ausgelöst. Ihr Bruder und ihr Vater, ein Rabbiner, wurden verletzt. Am Montagnachmittag konnte ein weiterer, ähnlicher Sprengsatz nahe der jüdischen Orte Elon Moreh und Itamar von israelischen Sicherheitskräften entschärft werden. (Foto: Terroropfer Rina Shnerb, IDF)

 

Brasilien: Israel unterstützt Brandbekämpfung im Amazonasgebiet

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat das Angebot des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu angenommen, die Brandbekämpfung im Amazonas-Regenwald zu unterstützen. Wie die Jerusalem Post am Montag berichtete, wird Israel ein Löschflugzeug und Flammenbekämpfungsmittel ins Regenwaldgebiet Amazonas schicken. Nach Angaben der israelischen Internet-Zeitung Times of Israel wüteten dort allein diesen Monat über 20.000 Feuer. Viele davon seien von Farmern gelegt worden, die mehr nutzbares Ackerland gewinnen wollten. Trotz der umstrittenen Lockerung von umweltschützenden Maßnahmen in jüngster Vergangenheit versicherte Bolsonaro in einer Fernsehansprache am Freitag: „Der Schutz unseres Waldes ist unsere Pflicht und wir werden alles tun, um illegale Abholzung und andere kriminelle Taten zu bekämpfen, die unseren Amazonas bedrohen.“

Netanjahu begrüßte die Entscheidung des brasilianischen Präsidenten, nun über 43.000 Soldaten ins Katastrophengebiet zu schicken. Neben Israel hat auch US-Präsident Donald Trump Brasilien Unterstützung zugesagt. Ein auf dem G7-Gipfel beschlossenes Soforthilfepaket lehnte Bolsonaro ab, da der französische Präsident Emmanuel Macron die Verantwortlichkeit am Amazonas eigenständig auf die Agenda gesetzt und den Regenwald beim Gipfeltreffen als „Gemeingut“ bezeichnet hatte. Es ist bereits der zweite israelische Hilfseinsatz in Brasilien in diesem Jahr. Ende Januar entsandte Israel nach dem Dammbruch im Bundesstaat Minas Gerais Katastrophenhelfer.

 

Israel: Bevorstehender Mehrfrontenkrieg?

Israelische Medien spekulieren darüber, dass es an Israels Nord- und Südgrenze möglicherweise zu Kampfhandlungen kommen könnte. Am Montagabend hatte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu angeordnet, dass hochrangige Sicherheits- und Militärberater seinen politischen Rivalen Benny Gantz vom Blau-Weiß-Bündnis über die aktuelle Sicherheitslage in Kenntnis setzten. Es ist unüblich, dass Oppositionsführer offiziell von der Militärführung unterrichtet werden. Dies geschieht normalerweise nur vor einem möglichen Militäreinsatz. Am Wochenende hatte es mehrere Konfrontationen mit der Terrororganisation Hisbollah in Syrien und dem Libanon gegeben. Israelische Armeestützpunkte an der Grenze wurden in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt, nachdem die Hisbollah mit Vergeltungsschlägen gedroht hatte. Erst vor zehn Tagen hatte Netanjahu - als Reaktion auf die wiederholten Versuche von Gaza-Terroristen nach Israel einzudringen - erklärt, die im September anstehenden Neuwahlen würden Israel nicht von einer großangelegten Militäraktion gegen die im Gazastreifen herrschende islamistische Terrororganisation Hamas abhalten. Dass nun Benny Gantz über die Sicherheitslage informiert wurde, kann israelischen Medien zufolge auch als Abschreckungsversuch bewertet werden: Sollte die Hisbollah Israel angreifen, wäre Israel auf einen Krieg vorbereitet. Die Zivilbevölkerung in den israelischen Ortschaften an der Grenze zum Libanon wurde angewiesen, ihre Alltagsroutine beizubehalten.

Gebetsanliegen: Bitte beten Sie, dass Gott in der gegenwärtigen Situation der israelischen Regierung und Militärführung Weisheit gibt und die Zivilbevölkerungen beschützt.

 

Israel wehrt Drohnenangriffe von Iran, Hisbollah ab

Die israelische Armee hat in der vergangenen Woche mehrmals Anschläge durch in Syrien stationierte iranische Drohnen verhindert. Das bestätigte die Armee am Sonntag. Die israelische Luftwaffe beschoss in der Nacht eine Terror-Zelle südöstlich der syrischen Hauptstadt Damaskus, bevor diese mit Sprengsätzen bestückte iranische Drohnen nach Israel senden konnte. Bei dem Luftschlag wurden fünf Terroristen getötet, darunter ein Mitglied der iranischen Revolutionsgarden und zwei Mitglieder der schiitischen Terrororganisation Hisbollah aus dem Libanon. Bereits am Donnerstag hatte die israelische Armee einen ähnlichen Versuch verhindert. Den Einsatz iranischer Drohnen, mit denen auch die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen Anschläge gegen Saudi Arabien durchführen, sieht Israel als weiteren Beweis der Ambitionen Irans, seine Vormachtstellung in Syrien und dem Libanon auszubauen und von dort aus Israel anzugreifen.

Unbestätigte israelische Luftschläge im Libanon und dem Irak Am frühen Sonntagmorgen explodierte eine Drohne in der Nähe des Propagandabüros der Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut, eine weitere stürzte ab. Die libanesische Regierung und die Hisbollah behaupteten, es handle sich um israelische Drohnen. Israelische Medien berichteten, anhand der Trümmerteile sei festzustellen, dass es sich um iranische Modelle handelte, die möglicherweise von Israel zerstört worden seien. Ebenfalls am Sonntag wurde der Konvoi einer der Hisbollah nahestehenden Miliz im Irak nahe der syrischen Grenze von Drohnen angegriffen. Außerdem wurde am Montag der Stützpunkt einer palästinensischen Terrorgruppe, die mit der Hisbollah verbündet ist, im libanesischen Bekaa-Tal Ziel eines Luftschlags. Arabische Medien machen Israel für beide Angriffe verantwortlich. Israels Regierung und Armee kommentierten diese Meldungen nicht.

 

 

 

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