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Neuwahlen: Netanjahu bereit zu einer „breiten“ Regierungskoalition

Neuwahlen: Netanjahu bereit zu einer „breiten“ Regierungskoalition

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu ist bereit zur Bildung einer breiten Regierungskoalition, nicht aber zu einer Regierung der nationalen Einheit. Das meldeten israelische Medien am Dienstag. Im Gegensatz zu einer Regierung der nationalen Einheit, bei der die politisch linken und rechten Lager jeweils zu gleichen Anteilen beteiligt wären, würden bei einer breiten Koalition die Ministerposten entsprechend des Wahlergebnisses verteilt werden. Weniger als drei Wochen vor den Wahlen liegen Netanjahus Likud und das Blau-Weiß-Bündnis von Benjamin Gantz und Jair Lapid weiterhin gleichauf. Am Dienstag vereinbarten das Blau-Weiß-Bündnis und die russisch-säkulare Partei Israel Beitenu von Avigdor Lieberman, überschüssige Stimmen gemeinsam zu nutzen. Eine der beiden Parteien könnte so einen weiteren zusätzlichen Sitz in der Knesset gewinnen. Ayman Odeh von der Vereinigten Arabischen Liste kündigte diese Woche seine Bereitschaft zu Koalitionsverhandlungen mit Mitte-Links Parteien an, sofern diese einige Grundvoraussetzungen erfüllten. Dies wären unter anderem eine verbesserte medizinische Versorgung für die arabische Bevölkerung und die Wiederaufnahme der Verhandlungen mit den Palästinensern. Es wäre das erste Mal, dass arabische Parteien an Koalitionsverhandlungen teilnehmen und, wenn erfolgreich, an einer israelischen Regierung beteiligt sein würden.

Foto: Knessetgebäude in Jerusalem, Kobi Gideon/GPO

 

 

Palästinenser attackiert Sicherheitsmann an Allenby-Brücke

Am Grenzübergang von Israel zu Jordanien ist am Mittwoch ein Terroranschlag verhindert worden. Wie israelische Medien berichteten versuchte ein Palästinenser einen israelischen Sicherheitsmann mit einem Handyladekabel zu erdrosseln. Der Angriff konnte abgewehrt und der aus Hebron stammende Palästinenser, der zuvor von Jordanien nach Israel  zurückgekehrt war, festgenommen werden. In den letzten Tagen hat es in Judäa und Samaria vermehrt Anschläge auf Israelis gegeben. Außerdem feuerten Terroristen aus dem Gazastreifen am Mittwoch und am heutigen Donnerstag erneut Raketen auf Israel. Es gab keine Verletzten oder Schäden. Die israelische Luftwaffe reagierte mit dem Beschuss mehrerer Terrorziele in einer seegestützten Militärbasis der Hamas vor der Küste des Gazastreifens. Im Norden legten Mitglieder der schiitischen Hisbollah-Miliz aus dem Libanon am Wochenende Brände im israelischen Grenzgebiet. Terroristen aus dem Gazastreifen wenden diese Taktik regelmäßig an und setzen Felder und Vegetation in Südisrael in Brand.

 

Alijah um fast 30% angestiegen

Von Januar bis Juni sind dieses Jahr 29% mehr jüdische Neueinwanderer nach Israel gekommen als im selben Zeitraum 2018. Das berichtete die Jerusalem Post am Dienstag. In den ersten sechs Monaten haben 2019 etwa 16.000 jüdische Heimkehrer Alijah (Einwanderung nach Israel) gemacht. Demnach ist der Großteil von ihnen (74%) russischsprachig und kommt aus der ehemaligen Sowjetunion. Alleine aus Russland wanderten in der ersten Jahreshälfte 2019 fast 8.000 Menschen mit jüdischen Wurzeln nach Israel ein, aus der Ukraine waren es etwa 3.000 Neueinwanderer. Viele von ihnen verlassen ihre bisherigen Heimatländer, weil sie dort Anfeindungen und finanziellen Problemen ausgesetzt sind oder ihre Bürgerrechte beschnitten werden.

 

Israel und USA trainieren Übernahme feindlicher Schiffe

Spezialeinheiten der israelischen und US-amerikanischen Marine haben in der vergangenen Woche gemeinsam die Übernahme feindlicher oder von Terroristen gekaperter Schiffe trainiert. Der israelischen Armee zufolge steht der Zeitpunkt der Übungen nicht in Zusammenhang mit der angespannten Situation am Persischen Golf. Der Iran hatte in den vergangenen Wochen in der Seestraße von Hormus drei Tankschiffe in seine Gewalt gebracht. Die USA sind darum bemüht, eine internationale Marinemission zu bilden, um Handelsschiffe, die die Straße von Hormus passieren, zu schützen. Der israelische Außenminister Israel Katz hatte Anfang August bestätigt, dass Israel diese Mission mit geheimdienstlichen Informationen und anderen nicht weiter definierten Diensten unterstützt.

 

Israel will Gaza-Bewohnern bei Auswanderung helfen

Israel ist bereit, Bewohner des Gazastreifens, die auswandern möchten, zu unterstützen. Das meldeten israelische Medien am Dienstag unter Berufung auf eine anonyme Quelle in der israelischen Regierung. Demnach will Israel die Reisekosten übernehmen, sofern es willige Aufnahmeländer gibt. Seitdem Ägypten die Grenzschließung zu Gaza 2018 gelockert hatte, sind nach Angaben des israelischen Regierungsbeamten bereits 35.000 Palästinenser aus dem von der islamistischen Terrororganisation Hamas beherrschten Küstenstreifen ohne israelische Hilfe emigriert, darunter eine sehr hohe Anzahl qualifizierter Ärzte. Im Gazastreifen leben etwa 1,8 Millionen Menschen, ca. 65% der Bevölkerung ist unter 25 Jahre alt und mehrheitlich arbeitslos. Seit 2007 wird die Enklave von der radikalislamischen Hamas beherrscht, deren erklärtes Ziel die Vernichtung Israels ist. Der Waren- und Personenverkehr von und nach Gaza wird von Israel und Ägypten stark kontrolliert, um Waffenlieferungen an die Hamas zu verhindern. Trotzdem erlaubt Israel den täglichen Transfer von Lebensmitteln, medizinischen Gütern und anderen Waren nach Gaza und Produkte „Made in Gaza“ werden nach Israel und in die Palästinensergebiete exportiert.

Erneut Terror in Südisrael, Judäa und Samaria

Erneut Terror in Südisrael, Judäa und Samaria

Israelische Medien haben am Wochenende über mehrere Terrorangriffe berichtet. So wurden am Freitagnachmittag zwei 17 und 19 Jahre alte Geschwister an einer Bushaltestelle nahe der Ortschaft Elazar im Westjordanland von einem Palästinenser aus Bethlehem mit dem Auto gerammt. Der 17jährige Oberstufenschüler erlitt schwere Kopfverletzungen und schwebt weiterhin in Lebensgefahr, seine 19jährige Schwester liegt mit mittelschweren Verletzungen im Krankenhaus. Der Terrorist wurde von einem israelischen Polizisten erschossen. Am Freitag- und Samstagabend feuerten Terroristen aus dem Gazastreifen Raketen auf Südisrael ab und verursachten geringfügigen Sachschaden. Einige israelische Zivilisten wurden leicht verletzt.. Die Stadtverwaltungen von Beerschewa, Aschdod und anderen Ortschaften im Grenzgebiet ließen städtische Schutzbunker öffnen, der Rettungsdienst Magen David Adom war in erhöhter Alarmbereitschaft. Wenige Stunden nach den Raketenangriffen vom Samstag wurden drei bewaffnete Palästinenser bei dem Versuch, illegal über den Grenzzaun nach Israel einzudringen, von israelischen Soldaten erschossen, ein weiterer wurde verletzt. Es war bereits das vierte Mal innerhalb von drei Wochen, dass Terroristen aus Gaza versuchten nach Israel einzudringen.

Foto: IDF, Terroranschlag nahe Elazar am 16. August 2019

 

Paraguay erlässt Verbot von Hamas und Hisbollah

Israelischen Medien zufolge hat die paraguayische Regierung von Präsident Mario Abdo Benitez am Montag Hamas und Hisbollah offiziell zu Terrororganisationen erklärt und damit verboten. Die vom Iran unterstützten Organisationen, deren Ziel die Vernichtung Israels ist, verfügen über Netzwerke in vielen Ländern der Welt und dürfen oft unbehelligt agieren. Israel geht davon aus, dass Brasilien dem Beispiel Paraguays demnächst folgen wird. Der Iran ist ein wichtiger Handelspartner für Brasilien, außerdem gibt es im Land eine einflussreiche libanesische Minderheit. Ein Verbot der beiden Terrorgruppen wäre eine bedeutungsvolle Entscheidung der konservativen Regierung von Präsident Jair Bolsonaro und würde vor allem als Annäherungsversuch an die USA interpretiert werden. Zuletzt hatten Argentinien und Großbritannien die Hisbollah für gesetzeswidrig erklärt. Die Europäische Union hat 2013 nach einem tödlichen Bombenanschlag auf israelische Touristen im bulgarischen Burgas den sogenannten „militärischen Flügel“ der Hisbollah verboten, lehnt es aber - wie auch die deutsche Bundesregierung - ab, die Terrororganisation in ihrer Gesamtheit zu verbieten. Eine Differenzierung in politische und militärische Abteilungen wird von Israel heftig kritisiert. Auch Hisbollah-Funktionäre haben in der Vergangenheit erklärt, es gäbe innerhalb der Organisation keine solche Trennung.

 

Israel verhängt Einreiseverbot für antiisraelische US-Kongressabgeordnete

Israel hat am Donnerstag Rashida Tlaib und Ilhan Omar, beide Mitglieder der Demokratischen Partei im US-Kongress, die Einreise verweigert. Die Entscheidung erfolgte wenige Tage vor der geplanten Ankunft und wurde von vielen US-Politikern heftig kritisiert. Obwohl jedes Kongressmitglied automatisch eine Einreisegenehmigung habe, würden Tlaib und Omar auf Grundlage eines Gesetzes von 2017, das Unterstützern der antiisraelischen Boykott-Bewegung BDS (Boykott, Kapitalentzug und Sanktionen) die Einreise verbietet, nicht einreisen dürfen. Das erklärte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu am Sonntag. Tlaib und Omar, den ersten muslimischen Frauen im US-Kongress, wurden in den vergangenen Monaten wiederholt anti-israelische und anti-semitische Äußerungen vorgeworfen. Israelischen Medien zufolge planten die beiden Politikerinnen ausschließlich Termine mit palästinensischen Politikern, arabischen Knesset-Abgeordneten und anti-israelischen Nichtregierungsorganisationen. Der israelische Innenminister Arye Deri genehmigte Rachida Tlaib, die palästinensischer Abstammung ist, auf ihr Bitten hin die Einreise aus humanitären Gründen, um ihre betagte Großmutter besuchen zu können. Nach heftiger Kritik aus palästinensischen Kreisen an ihrem Antrag, sagte Tlaib ihren Besuch jedoch wieder ab.   

 

Abwasserproblem: Israelis, Palästinenser arbeiten zusammen

Israelische und palästinensische Behörden planen eine gemeinsame Lösung von Abwasserproblemen im Kidrontal, das von Jerusalem zum Toten Meer führt. Wie die Jerusalem Post am Sonntag berichtete, werden täglich 28.000 Kubikmeter unbehandeltes Abwasser (280 Millionen Liter) aus Jerusalem (85%) und palästinensischen Ortschaften (15%) in das Tal geleitet, was zu Umweltproblemen wie Grundwasserverschmutzung führt und gesundheitliche Risiken birgt. Nun soll das Abwasser durch eine neue Aufbereitungsanlage im Jerusalemer Stadtgebiet geleitet und von grobem Schmutz wie Müll und Steinen gereinigt werden. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) soll acht Kilometer Rohrleitungen durch ihr Zuständigkeitsgebiet verlegen, während Israel den letzten Bauabschnitt, der wieder in israelisch kontrolliertem Gebiet liegt, übernimmt und das Abwasser in eine Kläranlage leitet. Das aufbereitete Abwasser wird der Bewässerung israelischer wie auch palästinensischer Anbauflächen dienen. Die Arbeiten sollen in wenigen Wochen beginnen und in zwei bis vier Jahren abgeschlossen sein.

UN-Ausschuss: PA muss gegen Hasspropaganda vorgehen

UN-Ausschuss: PA muss gegen Hasspropaganda vorgehen

Bei einer Sitzung des Ausschusses gegen Rassendiskriminierung (CERD) der Vereinten Nationen am Mittwoch sind palästinensische Vertreter erstmalig aufgefordert worden, zu Meldungen über antisemitische und antiisraelische Hasspropaganda in Schulbüchern, Medien und in Reden von Regierungsmitgliedern Stellung zu nehmen. Israelischen Medienberichten zufolge hatten vor allem die Vertreter Brasiliens, Südkoreas und der Elfenbeinküste darauf bestanden, bei der Prüfung der Situation in den palästinensischen Autonomiegebieten nicht wie bisher eine angebliche Diskriminierung durch Israel zu untersuchen, sondern Präventivmaßnahmen und Minderheitenschutz durch die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) im Fokus zu behalten. So wurden die Vertreter der PA aufgefordert zu erklären, welche Maßnahmen gegen antisemitische Hasspropaganda ergriffen werden und welcher besondere Schutz Menschenrechtsaktivisten in den Palästinensergebieten gewährt werde.

Nichtregierungsorganisationen (NGOs) wie UN Watch und NGO Monitor, die regelmäßig antiisraelische Beschlüsse von UN-Organen aufzeigen, bewerteten diese Sitzung als ein bisher einmaliges positives Zeichen seit vielen Jahren. Zuvor hatten sich Mitglieder des Ausschusses Berichte der NGOs vorlegen lassen.

Foto: Büro der Vereinten Nationen in Genf, Symbolbild, Pixabay

 

Israelische Marine leitet umfangreiche internationale Militärübung

Die israelische Marine hat diese Woche gemeinsam mit elf weiteren Nationen eine Übung vor der Küste Israels durchgeführt. Angaben der Marine zufolge handelte es sich um die größte internationale Übung, die die israelische Marine bisher angeführt hat. Marineeinheiten und Schiffe aus den USA, Frankreich, Griechenland, Deutschland, Chile, Kanada und anderen Staaten übten gemeinsam mit den Israelis für einen durch Erdbeben verursachten humanitären Ernstfall. Israel und seine Nachbarländer liegen am Großen Afrikanischen Grabenbruch. Historischen Aufzeichnungen zufolge wird diese Region etwa alle hundert Jahre von einem starken Erdbeben erschüttert, zuletzt 1927. Die israelische Zivilbevölkerung wäre im Falle eines solchen Bebens, das die Infrastruktur des Landes signifikant zerstören könnte, auf Versorgung über den Seeweg angewiesen.

 

Berg Zion: Ausgrabungen belegen babylonische Eroberung Jerusalems

Ein Forschungsteam der amerikanischen Universität North Carolina, Charlotte (UNCC) hat bei Ausgrabungen auf dem Berg Zion Beweise für die Eroberung Jerusalems durch die Babylonier 587/6 v.Chr. gefunden. Wie die Jerusalem Post am Mittwoch berichtete, hatten Archäologen an der Ausgrabungsstätte zuvor bereits Funde von der Belagerung Jerusalems durch die Kreuzritter entdeckt. Nun enthüllte eine darunterliegende Ascheschicht Relikte aus der babylonischen Besatzungszeit, darunter typische Haushaltsgegenstände der Babylonier und skythische Pfeilspitzen, die von ihren Kriegern im Kampf eingesetzt wurden. Diese Funde könnten den biblischen Bericht aus 2. Könige 25 bestätigen, wo es vom Obersten der Leibwache Nebukadnezars unter anderem heißt „[Er] verbrannte das Haus des HERRN und das Haus des Königs und alle Häuser in Jerusalem; alle großen Häuser verbrannte er mit Feuer.“ Simon Gibson, Professor für Geschichte an der UNCC, sagte in Bezug darauf: „Ich kann mir gut vorstellen, dass wir uns momentan in einem dieser ‘großen Häuser’ befinden […] und wir haben große Erwartungen an die weiteren Ausgrabungen vor Ort.“

 

Drusischer Offizier wird Armeesekretär von Präsident Rivlin

Brigadegeneral Ala Abu Rokun, drusischer Israeli aus Isfiya in Galiläa, ist am Mittwoch zum neuen Armeesekretär des israelischen Präsidenten Reuven Rivlin ernannt worden. Der israelischen Tageszeitung Times of Israel zufolge nahmen an der Zeremonie neben dem israelischen Generalstabschef Avi Kochavi auch zahlreiche weitere hochrangige Offiziere teil. Abu Rokun diente zuvor im Militärnachrichtendienst. In seiner neuen Funktion wird er die Verbindungsperson des Präsidenten zur Armeeführung und anderen Sicherheitsdiensten sein, und Rivlin in sicherheitspolitischen Angelegenheiten auf dem Laufenden halten. In Israel leben ca. 140.000 Drusen. Sie sind eine arabisch-sprachige Minderheit, deren eigenständige Religion sich vom frühen Islam abgespalten hat. Neben der jüdischen Bevölkerung sind drusische Männer als einzige Angehörige einer Minderheit in Israel zum Militärdienst verpflichtet. Drusen sind in Elite-Einheiten der israelischen Armee und in der Politik überdurchschnittlich stark vertreten.

 

Finnland reagiert auf antisemitische Vorfälle

Während der letzten Monate hat es mindestens 15 antisemitisch motivierte Fälle von Vandalismus gegen die israelische Botschaft in Helsinki gegeben. Im Juli berichtete der israelische Nachrichtendienst Ynetnews, dass rechtsradikale Extremisten und Neonazis das Botschaftsgebäude wiederholt mit Hakenkreuzen beschmiert, mit Hitler-Portraits plakatiert und das Glas der Eingangstür zerschlagen hatten. Der israelische Botschafter in Finnland sowie das israelische Außenministerium appellierten mehrfach an die finnischen Behörden, gegen derartige Ausschreitungen entschiedener vorzugehen. Dies blieb jedoch bisher aus. Nun hat die finnische Botschafterin in Israel am Dienstag ein Schreiben auf Ynetnews veröffentlicht, in dem sich die finnische Regierung klar gegen jede Form von Antisemitismus stellt. Welche Umsetzung ihre Worte finden werden, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.

 

Abbas verweigert weiterhin Annahme von Steuergeldern

Abbas verweigert weiterhin Annahme von Steuergeldern

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verweigert seit Februar die Annahme von Steuergeldern, die Israel für die Palästinenser erhebt. Die wirtschaftliche Situation im Westjordanland habe sich deshalb in den letzten Monaten verschlechtert, wie die israelische Nachrichtenseite Ynetnews am heutigen Dienstag berichtet. Vor allem Beamte der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) sind von Gehaltskürzungen betroffen. Israelischen Medien zufolge ist der beim Finanzministerium liegende Betrag inzwischen auf drei Milliarden israelische Schekel (ca. 768 Millionen Euro) angewachsen. Grund der Weigerung der PA, die Gelder anzunehmen, ist, dass Israel seit 2018 die Beträge, die die PA als „Gehälter“ an verurteilte Terroristen zahlt, von den Steuereinnahmen abzieht. Zehntausende palästinensische Beamte erhalten zurzeit nur die Hälfte ihres Gehalts, was wiederum Händler und Unternehmen in den Palästinensergebieten unter zurückgehendem Umsatz leiden lässt. Zum muslimischen Opferfest Eid al-Adha blieb der sonst florierende Handel auf den Schafmärkten dieses Jahr aus, weil viele Familien sich diese traditionelle Speise nicht mehr leisten können. (Foto: Mahmud Abbas, Archivbild)

 

Israelische Armee verhindert Terroranschläge

Die israelische Armee hat am Wochenende und am Montag drei mögliche Terroranschläge verhindern können. Der schwerste Vorfall ereignete sich am Samstagmorgen, als palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen bei dem Versuch, in israelisches Staatsgebiet einzudringen, von der israelischen Armee entdeckt und nach kurzem Schusswechsel getötet wurden. Der israelischen Armee zufolge waren die vier Terroristen in Uniform gekleidet und mit Kalaschnikows, Rohrbomben und Panzerabwehrraketen bewaffnet. Innerhalb von etwa 24 Stunden wurde am Sonntagmorgen ein weiterer mit einer Kalaschnikow bewaffneter Terrorist bei einem ähnlichen Vorfall erschossen. Am Montagabend konnte ein mit einem Messer bewaffneter Palästinenser, der bereits auf die israelische Seite vorgedrungen war, gefasst werden. Israelische Sicherheitskräfte gehen davon aus, dass die Eindringlinge Terroranschläge gegen Zivilisten oder Soldaten in Israel planten. Vergangene Woche hatten Terroristen im Westjordanland den 18jährigen Jeschiwa-Studenten Dvir Sorek entführt und ermordet. Spezialkräfte der israelischen Armee konnten inzwischen zwei Verdächtige nach einer umfangreichen Suchaktion verhaften. Bislang ist nicht geklärt, ob sie einer terroristischen Gruppierung angehören oder ob sie alleine handelten.

 

Rückgang deutscher Exporte in den Iran

Die Exporte deutscher Unternehmen in den Iran sind im ersten Halbjahr 2019 um etwa 48% gesunken. Das berichtete die Jerusalem Post am Montag. Der Rückgang wird mit den US-Sanktionen begründet, die seit der einseitigen Aufkündigung des Atomabkommens 2018 durch die USA wieder in Kraft sind. Die Sanktionen betreffen auch nicht-iranische Unternehmen, die mit dem Iran Handel treiben. Deutsche Unternehmen würden bei der Wahl, entweder in die USA oder in den Iran zu exportieren, den amerikanischen Markt vorziehen und einen Einbruch des Handels mit dem Iran in Kauf nehmen. Derzeit überprüfen Deutschland, Frankreich und Großbritannien Möglichkeiten, die Sanktionen mittels Tauschhandels zu umgehen. Deutschland exportiert vor allem Maschinen, Chemie- und Automobilprodukte in den Iran.

 

Über 1700 Juden besuchen Tempelberg an Tischa Be Aw

Hunderte Juden haben am Sonntag anlässlich des jüdischen Fastentags Tischa Be Aw den Tempelberg besucht. An diesem Tag wird der Zerstörung des ersten und zweiten Tempels im Jahre 586 v.Chr. bzw. 70 n.Chr. gedacht. Dieses Jahr fiel er auf denselben Tag wie das muslimische Opferfest Eid al-Adha. Angaben israelischer Regierungskreise zufolge statteten über 1700 jüdische Israelis dem Tempelberg einen kurzen Besuch ab. Dieser erfolgte unter dem Schutz der israelischen Polizei, die mit hohem Aufgebot vor Ort war und die jüdischen Besucher von den muslimischen Betern abschirmte. Muslime hatten am Sonntagmorgen Stühle und andere Gegenstände auf Sicherheitskräfte und jüdische Besucher geworfen. Nachdem die israelische Polizei die Gewaltausbrüche eindämmen konnte, verliefen die Kurzvisiten nachmittags ruhiger und ohne weitere Zwischenfälle. In den vergangenen Jahren ist die Zahl jüdischer Besucher des Tempelbergs stark angestiegen, darunter vor allem nationalreligiöse Juden. Ultraorthodoxe Juden lehnen einen Besuch des Tempelbergareals entschieden ab, um nicht versehentlich den Ort, an dem das Allerheiligste stand, zu betreten.

 

Erneut antisemitischer Vorfall in Berlin

Am vergangenen Samstag hat es in Berlin einen erneuten antisemitischen Vorfall gegeben. Das berichteten deutsche Medien am Wochenende. Nach einem kurzen Streit wegen eines zu großen Gepäckstücks wurde ein Gast der Fluggesellschaft Easyjet bei der Gepäckaufgabe von einer Mitarbeiterin in Englisch und Arabisch antisemitisch beschimpft. Der Fluggast, ein spanischer Staatsbürger, der in Berlin wohnt, trug zu dem Zeitpunkt eine Halskette mit Davidstern-Anhänger und wurde anschließend vom Flug ausgeschlossen. Er erstattete noch am Flughafen Anzeige. Ende Juli hatte es in Berlin und Potsdam antisemitische Übergriffe gegeben, Anfang August wurden Juden in München attackiert (die ICEJ berichtete).

 

 

 

Jürgen Bühler: Wir brauchen wieder einen prophetischen Geist in Deutschland

Christen in Deutschland sollten für eine neue Ausgießung des Heiligen Geistes über Pastoren und Gemeindeleiter beten. Das sagte ICEJ-Präsident Jürgen Bühler beim Jesaja-62-Gebet am gestrigen Mittwoch in Stuttgart. So wie die Söhne Issachars die Zeichen der Zeit erkannten und wussten, wie ihr Volk handeln sollte, brauchen auch Christen die Gabe der Erkenntnis und der Geistesunterscheidung, um zu erkennen, welche Stunde in Deutschland geschlagen habe. Der Wohlstand im Deutschland der Nachkriegszeit habe dazu geführt, dass die Gemeinde Jesu der geistlichen Situation im Land gleichgültig gegenüberstehe. Außerdem rief Bühler dazu auf, für einen Geist des Gebets und einen neuen Hunger nach Gottes Wort zu beten. Auch Gottfried Bühler, erster Vorsitzender der ICEJ-Deutschland, unterstrich, wie wichtig es sei, für die Bundesregierung zu beten – insbesondere dass Gott Deutschland davor bewahre, noch einmal gegen Israel vorzugehen. Besonderer Gast des Abends war Joel Russo, Leiter der ersten und einzigen messianisch-jüdischen Schule, Makor HaTikvah, in Israel. Trotz Widerständen seitens verschiedener Regierungsstellen ist diese Schule 2018 als erste messianisch-jüdische Schule vom Staat Israel anerkannt worden. Russo bat darum, für die messianisch-jüdischen Kinder zu beten, die in den regulären staatlichen Schulen oft enormen Anfeindungen und Mobbing ausgesetzt sind. (Foto: ICEJ, Jesaja-62-Gebet in Stuttgart)

Jürgen Bühler wird am 17. August beim ICEJ-Sommer-Event in der FILharmonie in Filderstadt sprechen.Kommen Sie mit Ihrer ganzen Familie und staunen Sie über das Wirken Gottes in Israel. Für Kinder von 5-12 Jahren gibt es ein eigenes Programm. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung vorab unbedingt notwendig. Zur Anmeldung

 

18-jähriger Jeschiwa-Student im Westjordanland ermordet

Ein 18-jähriger Jeschiwa-Student ist am heutigen Donnerstagvormittag nahe des Kibbuz Migdal Oz im Westjordanland (Judäa und Samaria) ermordet aufgefunden worden. Dvir Sorek aus der jüdischen Ortschaft Ofra lernte an einer Jeschiwa, die das Thora-Studium mit dem Militärdienst verbindet. Israelische Sicherheitskräfte gehen von einem Terroranschlag aus und vermuten, dass Sorek zuvor Opfer einer Entführung geworden war und wenige Stunden später ermordet wurde. Er sei zum Tatzeitpunkt unbewaffnet und in Zivilkleidung gewesen. Zurzeit suchen Armee und Inlandsgeheimdienst nach den Tätern und Hintermännern. Der Fall erinnert an die Ermordung der drei jungen Jeschiwa-Studenten Naftali Frenkel, Gilad Schaer und Eyal Jifrach vor etwa fünf Jahren.

 

Israelis rechnen mit Wiederwahl Netanjahus

Aktuellen Umfragen zufolge geht die Mehrheit der israelischen Bevölkerung davon aus, dass Premierminister Benjamin Netanjahu auch die nächste Regierungskoalition führen wird. Das berichteten israelische Medien am Dienstag. Netanjahus Sicherheits- und Außenpolitik wird überwiegend positiv wahrgenommen, seine Sozialpolitik hingegen von der Hälfte der Befragten schlecht bewertet. Israelis kritisieren eine fortdauernde soziale Ungleichheit, unter der vor allem Minderheiten zu leiden haben, und wünschen sich von der künftigen Regierung eine entschiedenere Bekämpfung dieses Missstands. Prognosen für die Parlamentswahlen im September sehen weiterhin den Likud von Netanjahu mit dem Blau-Weiß-Bündnis von Benny Gantz gleichauf. Die russisch-säkulare Partei Jisrael Beitenu von Avigdor Lieberman hat sehr an Zustimmung gewonnen und gilt weiterhin als entscheidende Kraft zur Bildung einer Koalitionsregierung. Viele säkulare Israelis und religiöse Minderheiten beklagen den Einfluss streng-religiöser Gruppierungen und die Beeinträchtigung ihrer eigenen Rechte. So sind in Israel viele orthodoxe Juden vom obligatorischen Militärdienst befreit und jüdische  Eheschließungen nur nach orthodoxem Ritus gültig. Dadurch sind andere Denominationen, darunter messianische Juden, benachteiligt.

Gebetsanliegen: Bitte beten Sie für die bevorstehenden Neuwahlen! Beten wir, dass Kandidaten gewählt werden, denen das Wohl der gesamten Bevölkerung am Herzen liegt, und die die Anliegen von Minderheiten, einschließlich der messianischen Juden, berücksichtigen.

 

Palästinensischer Lebensretter erhält Aufenthaltsrecht in Israel

Ein Palästinenser, der gemeinsam mit seiner Frau israelischen Terroropfern das Leben rettete, hat die israelische Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Das meldeten israelische Medien am Mittwoch. Palästinensische Terroristen hatten 2016 das Auto einer israelischen Familie nahe Hebron beschossen und den Fahrer und Familienvater Rabbi Miki Mark getötet. Ein vorbeifahrender palästinensischer Autofahrer und seine Frau, eine Ärztin, retteten die schwer verwundeten Kinder und die Frau des Rabbiners aus dem Wrack des Wagens und leisteten Erste Hilfe. In der Folgezeit verlor der Palästinenser seine Arbeit und erhielt von anderen Palästinensern Morddrohungen. Führende jüdische Siedler setzten sich für ihn und seine Familie ein, auch die israelischen Medien berichteten über seinen Fall. Das israelische Innenministerium erteilte dem Palästinenser und seiner Familie, die anonym bleiben möchten, nun das Aufenthaltsrecht in Israel, das ihnen den Zugang zum israelischen Arbeitsmarkt und zu Sozialleistungen ermöglicht.

 

Holocaustüberlebender läuft Halbmarathon für Deutschland

Der 83-jährige zweifache Olympiateilnehmer Shaul Ladany ist bei den europäischen Maccabi-Spielen in Budapest als Ehrenmitglied unter deutscher Flagge gelaufen. Nach Angaben der israelischen Nachrichtenseite Ynetnews absolvierte er den Halbmarathon in 3 Stunden und 21 Minuten. Zu den europäischen Maccabi-Spielen entsenden jüdische Sportvereine aus ganz Europa ihre besten Sportler. Dieses Jahr waren es insgesamt 3.000 Athleten. Shaul Ladany wurde 1936 in Belgrad geboren. Mit seiner Familie wurde er ins KZ Bergen-Belsen deportiert, konnte jedoch in die Schweiz fliehen und wanderte nach dem Krieg nach Israel aus. Als Mitglied der israelischen Delegation bei den Olympischen Spielen 1972 in München entging er knapp der Geiselnahme durch palästinensische Terroristen, bei der elf seiner Teamkollegen ums Leben kamen. Bei der diesjährigen Makkabiade ist Ladany für Deutschland angetreten, weil das Land seiner Ansicht nach Verantwortung für die Verbrechen des Holocausts übernommen habe. Er sagt aber auch klar: „Die Menschen müssen darüber unterrichtet werden, was in der Vergangenheit geschehen ist, damit es solche Geschehnisse in der Zukunft nie wieder geben wird.“

 

Antisemitische Angriffe auf Juden in München, Berlin und Hamburg

Ein Rabbiner und seine beiden Söhne sind am Samstag nach dem Synagogenbesuch anlässlich des Schabbats von Unbekannten antisemitisch beschimpft und bespuckt worden. Der Vorfall ereignete sich nur knapp eine Woche nach zwei ähnlichen Angriffen in Berlin und Potsdam. Im Berliner Stadtteil Wilmersdorf war Ende Juli ein Rabbiner mit seinem Sohn auf dem Heimweg nach dem Synagogenbesuch beschimpft und bespuckt worden, in Potsdam hatten zwei Männer einen Studenten attackiert, der eine Kippa mit Davidstern trug. Gegen die beiden Angreifer in Potsdam wird bereits polizeilich ermittelt, die Verdächtigen der Fälle in Berlin und München konnten bisher nicht identifiziert werden. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte im Mai gemeldet, 2018 habe es einen Anstieg antisemitischer Gewalttaten von rund 70% im Vergleich zum Vorjahr gegeben.

Israel deckt iranisches Geheimdienstnetzwerk auf

Israel deckt iranisches Geheimdienstnetzwerk auf

Israel hat ein iranisches Geheimdienstnetzwerk, das versucht hatte, in Israel, dem Westjordanland und Gaza Informanten zu rekrutieren, aufgedeckt und zerstört. Das berichteten israelische Medien am Mittwoch unter Berufung auf eine Meldung des israelischen Inlandsgeheimdiensts Shin Bet. Das Netzwerk wurde von iranischen Agenten in Syrien gesteuert und versuchte mit Hilfe gefälschter Facebook-Konten, Kontakt mit Israelis und Palästinensern aufzunehmen, um Informationen über mögliche Ziele von Terroranschlägen zu sammeln, wie z.B. israelische Militärbasen, Polizeistationen, Krankenhäuser und Personen des öffentlichen Lebens. Nach Angaben des Shin Bets wurde mindestens eine Person rekrutiert, die meisten Versuche blieben erfolglos. Israelis, die von den gefälschten Facebook-Konten kontaktiert wurden, erkannten diese als nicht authentisch und ignorierten die Anfragen. Terrorgruppen nutzen häufig Internetplattformen, vor allem Soziale Medien, um Agenten und auch potentielle Attentäter zu rekrutieren. Israel ist besorgt über die Zunahme dieser Aktivitäten, die vor allem auf arabische Israelis ausgerichtet sind. (Foto: Soziale Medien, Symbolbild, Pixelkult/Pixabay)

 

Arabische Journalisten zu Besuch in Israel

Sechs Journalisten und Blogger aus Saudi Arabien, Jordanien und dem Irak sind in dieser Woche zu Gast in Israel. Geplant sind Besuche verschiedener israelischer Städte und Einrichtungen und Treffen mit israelischen Politikern und Wissenschaftlern. Außerdem ist ein Besuch der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem vorgesehen. Die Journalisten halten sich zum ersten Mal in Israel auf und kommen mehrheitlich aus Ländern, mit denen Israel keine diplomatischen Beziehungen pflegt. Israel wird, mit Ausnahme Jordaniens und Ägyptens, von seinen arabischen Nachbarländern offiziell nicht anerkannt. Allerdings ist in den letzten Jahren ein Auftauen der Beziehungen zu Saudi Arabien und anderen Golfstaaten verzeichnet worden und es bestehen bereits Kooperationen auf wirtschaftlicher Ebene. Im Juni haben israelische Geschäftsleute und Journalisten an einer Wirtschaftskonferenz in Bahrain teilgenommen. 2018 war der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu zu Gast in Oman. Der Besuch der arabischen Journalisten in Israel wird als weiteres Zeichen einer zunehmenden Normalisierung gedeutet.

 

Archäologen entdecken Treppe aus der Zeit Josuas

Archäologen haben auf der Ausgrabungsstätte Tel Hazor in Nordisrael Treppenstufen entdeckt, die aus der Zeit der Eroberung Kanaans stammen. Das teilte der stellvertretende Direktor der Ausgrabungsstätte Dr. Shlomit Bechar am Mittwoch der Presse mit. Der Fund gehört zum Eingangsbereich eines rund 3.500 Jahre alten kanaanäischen Palasts, der bei einem Brand zerstört worden war. Diese Einschätzung deckt sich mit dem biblischen Bericht über die Eroberung Hazors in Josua 11,10-13. Die Treppe, von der bislang sieben sehr gut erhaltene Stufen freigelegt wurden, besteht aus viereinhalb Meter breiten Basaltplatten. Tel Hazor ist eines der bedeutsamsten archäologischen Stätten Israels und wurde 2005 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. In den vergangenen Jahren haben Archäologen dort regelmäßig Gegenstände und Bauten aus biblischer Zeit freigelegt.

 

Illegale palästinensische Gebäude stellen Bedrohung der Sicherheit Israels dar

Israel hat am Montag mit dem Abriss illegaler palästinischer Gebäude nahe des Ostjerusalemer Stadtteils Sur Baher begonnen. Die zwölf Mehrfamilienhäuser befinden sich laut israelischen Behörden zu nah am Sicherheitszaun, den Israel 2002 zum Schutz israelischer Zivilisten vor Selbstmordattentätern errichten ließ. Gemäß eines Urteils des Obersten Gerichtshofs von 2011, muss beim Errichten neuer Gebäude einen Mindestabstand zum Zaun gewahrt werden. Die zwölf Gebäude in Sur Baher, die 2014 etwa 400 Meter vom Zaun entfernt errichtet wurden, waren Gegenstand eines langjährigen Gerichtsverfahrens. Im Juni hatte der Oberste Gerichtshof befunden, dass sie gegen die Auflagen verstoßen und eine Gefahr für die Sicherheit Israels darstellen, sollten sie von Terroristen genutzt werden. Die Richter setzten eine Frist zur Räumung, die am vergangenen Freitag abgelaufen war. Nach Angaben des israelischen Außenministeriums ist nur eins der Gebäude bewohnt, die anderen Wohnungen stehen leer.

 

Wissenschaftler unterstützen BDS-Beschluss des Deutschen Bundestags

International anerkannte Wissenschaftler aus Deutschland und anderen Ländern haben eine Petition an die deutsche Bundesregierung initiiert. Das berichtete die israelische Tageszeitung Jerusalem Post am Montag. Die rund 400 Unterzeichner fordern die Bundesregierung auf, den Bundestagsbeschluss vom Mai, der die israelfeindliche BDS-Bewegung als antisemitisch einstuft, gesetzlich zu verankern. Der Beschluss, der bislang nicht bindend ist, sieht vor, dass Anhänger der BDS-Bewegung künftig keine öffentlichen Fördermittel mehr erhalten sollen (BDS steht für Boykott, Kapitalentzug und Sanktionen). Die Anti-BDS-Petition wurde vom deutschen Zweig der „Wissenschaftler für Frieden in Nahost“ und der Nichtregierungsorganisation „Demokratie und Information“ veranlasst als Reaktion auf einen Pro-BDS-Appell, der zuvor von 240 jüdischen und israelischen Wissenschaftlern unterzeichnet wurde.

Reuven Rivlin auf Staatsbesuch in Südkorea

Reuven Rivlin auf Staatsbesuch in Südkorea

Beim Staatsbesuch des israelischen Präsidenten Reuven Rivlin haben Israel und Südkorea im Laufe dieser Woche mehrere Absichtserklärungen unterzeichnet. Der Jerusalem Post zufolge soll in den Bereichen Wirtschaft, Technologie, Bildung und Sicherheit eine engere Zusammenarbeit gefördert werden. Südkoreas Präsident Moon Jae-in zeigte sich von Israels Fortschrittlichkeit auf diesen Gebieten beeindruckt. Südkorea sei besonders mit Blick auf die Sicherheitsbedrohung aus dem Norden an Israels Raketenabwehrsystem Iron Dome interessiert. „Wir sehen Herausforderungen als Chancen – das ist das Geheimnis Israels als Start-up Nation“, sagte Rivlin. Während seines Aufenthalts besuchte er auch die demilitarisierte Zone (DMZ) an der Grenze zu Nordkorea.

Am Mittwochabend sprach Rivlin in der „Yoido Full Gospel Church“ in Seoul, eine der weltweit größten christlichen Gemeinden, mit über einer halben Million Mitglieder. Rivlin bezeichnete die Veranstaltung als „tief bewegend“ und „eines der besten Beispiele für bedingungslose Liebe zu Israel“. Am heutigen Donnerstag erhielt Rivlin die Ehrenbürgerschaft der Stadt Seoul. Anerkennend twitterte er vor seiner Abreise: „Wenn ich die Innovationen in Seoul sehe, könnte ich genauso gut in Tel Aviv sein.“ (Foto: Reuven Rivlin und Moon Jae-in in Seoul am 15. Juli 2019, Kobi Gideon/GPO)

 

Tausende Israelis erhalten portugiesische Staatsbürgerschaft

Portugal hat im letzten Jahr etwa 10.000 Israelis die portugiesische Staatsbürgerschaft verliehen. Laut Berichten israelischer Medien am Donnerstag erfolgte dies im Rahmen eines Gesetzes von 2015, das Nachfahren spanischer Juden ermöglicht, die portugiesische Staatsbürgerschaft zu erhalten. Zehntausende Juden auf der iberischen Halbinsel fielen im 15. und 16. Jahrhundert der Inquisition zum Opfer, weitere Zehntausende wurden aus den katholisch regierten Spanien und Portugal ausgewiesen. Viele ließen sich daraufhin in verschiedenen Regionen des osmanischen Reichs nieder, vor allem in Nordafrika und dem östlichen Mittelmeerraum. Spanien hat zeitgleich mit Portugal ein ähnliches Gesetz verabschiedet, von dem ebenfalls tausende Israelis und Juden aus anderen Ländern Gebrauch machten. Einen Zweitpass von EU-Mitgliedsstaaten zu besitzen, ist bei Israelis sehr beliebt, da er zum ungehinderten Reisen weltweit befähigt.

 

Hitzewelle verursacht neue Waldbrände in Israel

Israel hat erneut mit mehreren Waldbränden im ganzen Land zu kämpfen, die durch die aktuelle Hitzewelle ausgelöst wurden. Am gestrigen Mittwoch stieg das Thermometer im Süden Israels auf bis zu 42 Grad Celsius, in Tiberias wurden 41 Grad gemessen. Im Laufe des Tages mussten hunderte Israelis vor den Bränden evakuiert werden. Die Feuerwehr bekämpfte die Flammen bis in die Nacht, dabei kamen auch Löschflugzeuge zum Einsatz. Eines der schlimmsten Feuer wütete nahe der Stadt Or Yehuda östlich von Tel Aviv, hier wurden fünf Häuser zerstört. Weitere Orte in Zentralisrael waren von Bränden bedroht und zwei Ortschaften nahe Jerusalem mussten geräumt werden. Trotz zahlreicher großer Brände gab es nur wenige Verletzte.

 

Israel erwägt Arbeitserlaubnis für Palästinenser aus dem Gazastreifen

Israelische Medien berichteten am Dienstag über geheime Verhandlungen zwischen israelischen Behörden und der im Gazastreifen regierenden islamistischen Terrororganisation Hamas. Ziel dieser Verhandlungen ist, 5.000 Bewohnern des Gazastreifens eine Arbeitserlaubnis in Israel zu ermöglichen. Seitdem die Hamas vor rund zehn Jahren die Macht im Gazastreifen übernommen hatte, gab es für Palästinenser aus dem Küstengebiet keine Möglichkeit mehr, in Israel zu arbeiten. Die Arbeitslosenquote liegt dort bei über 40 Prozent, der durchschnittliche Verdienst bei rund 1.000 NIS (250 Euro). In Israel würden sie bei einer Anstellung in den umliegenden Bau- und Landwirtschaftsbetrieben rund 3.500 NIS (880 Euro) verdienen. Auf israelischer Seite hofft man, dass eine Steigerung des Wohlstands im Gazastreifen zur Entspannung der Lage im Grenzgebiet führen wird.

PA verdoppelt Terroristen-„Gehälter“

PA verdoppelt Terroristen-„Gehälter“

Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) von Präsident Mahmoud Abbas hat die monatlichen „Gehaltszahlungen“ an verurteilte palästinensische Terroristen verdoppelt. Unterlagen des PA-Finanzministeriums zeigen, dass Ramallah jeden Monat rund zehn Millionen Euro an Terroristen und deren Familien bezahlte. Diese Zahlungen wurden im Mai auf rund 19 Millionen Euro erhöht. So erhält Husam Al-Qawasmi, der wegen der Ermordung der drei israelischen Teenager Gilad Shaar (16), Eyal Yifrach (19) und Naftali Frenkel (16) im Jahr 2014 in Haft sitzt, statt 500 Euro nun monatlich 1000 Euro. Das Durchschnittseinkommen im Westjordanland liegt bei 470 Euro. Die PA bestritt am Mittwoch die Erhöhung, es habe „technische Probleme“ gegeben. Die Zahlungen an Terroristen sind bereits seit mehreren Jahren bekannt. Die PA finanziert sich zum großen Teil durch UN-Gelder. Deutschland gehört zu den Hauptgebern. UN und Bundesregierung machen die Einstellung der Terroristen-Gehälter nicht zur Bedingung ihrer finanziellen Unterstützung. (Foto: Mahmoud Abbas, Archivbild)

 

Rivlin und Netanjahu feiern ägyptischen Nationalfeiertag

Der israelische Präsident Reuven Rivlin und Premierminister Benjamin Netanjahu haben am Mittwoch den ägyptischen Nationalfeiertag in der ägyptischen Botschaft in Tel Aviv gefeiert. Sie waren Gäste des ägyptischen Botschafters Khaled Azmi. Netanjahu lobte die Kooperation der beiden Staaten sowohl im Kampf gegen Extremismus und Terrorismus als auch auf wirtschaftlicher Ebene. Er pries auch das bereits seit 40 Jahren bestehende Friedensabkommen zwischen Israel und Ägypten. Präsident Rivlin dankte seinem ägyptischen Amtskollegen Präsident al-Sisi für dessen Bemühen, die Beziehung beider Länder zu stärken. Israel wünsche sich eine engere Beziehung auch mit der ägyptischen Bevölkerung und bete für einen echten Frieden, um „ein gutes und sicheres Leben für unsere Völker und unsere beiden Länder zu erschaffen.“ Obwohl die Zusammenarbeit zwischen Israel und Ägypten seit Beginn der Präsidentschaft al-Sisis blüht, besteht in weiten Teilen der ägyptischen Bevölkerung weiterhin Skepsis und zum Teil eine starke Ablehnung gegenüber Israel.

 

Südisrael: Terror-Ballons aus Gaza verursachen weniger Brände

Im Vergleich zum Vorjahr haben aus dem Gazastreifen geschickte Feuerballons weniger Brände in Südisrael verursacht. Das gab die israelische Armee am Mittwoch bekannt. Von April bis Juni 2018 bekämpften israelische Feuerwehrleute fast 2.000 Brände. Im selben Zeitraum 2019 waren es knapp 400. Während im gesamten vergangenen Jahr 3.400 Hektar Land zerstört wurden, sind es in diesem Jahr bislang 140 Hektar. Ob der Rückgang einer gesunkenen Anzahl von Brandanschlägen durch Terroristen aus dem Gazastreifen oder einer verbesserten Prävention und koordinierten Löscheinsätzen durch die Israelis zuzuschreiben ist, konnte noch nicht geklärt werden. Israel hat die Maßnahmen zur Brandbekämpfung verstärkt und die Reaktionszeiten verkürzt.

 

Sohn von Benjamin Netanjahu: Jesus war Jude

Jair Netanjahu, Sohn des israelischen Premierministers, hat im Twitter-Schlagabtausch mit der amerikanisch-palästinensischen Politaktivistin Linda Sarsour die jüdische Identität Jesu verteidigt. Ein Tweet von Sarsour, in dem sie Jesus als „Palästinenser mit kupferbrauner Haut“ bezeichnet hatte, löste einen Sturm der Entrüstung aus. Viele Twitter-Nutzer, darunter Jair Netanjahu, reagierten auf Sarsours Behauptungen. Netanjahu schrieb: „Auf dem Kreuz über Jesu Kopf wurde ein Schild mit den Zeichen INRI angebracht: ‘Iesvs Nazarenvs Rex Ivdaeorvm’ – Jesus von Nazareth, König der Juden! Die Bibel sagt, dass Jesus in Judäa geboren und aufgewachsen ist!“ Linda Sarsour ist nicht die erste öffentliche Person, die versucht Jesus für den palästinensischen Nationalismus zu instrumentalisieren. Im April hatte bereits Ilhan Omar, US-Kongressabgeordnete der Demokraten, ähnliche Behauptungen gemacht. Messianische Juden hoffen, dass nun in Israel mehr über Jesus gesprochen werden wird.

 

Wachsender Antisemitismus in Europa

Eine neue Studie der EU-Agentur für Grundrechte zeigt, dass vor allem junge Juden in Europa unter dem wachsenden Antisemitismus leiden. Demnach erlebt die Generation der 16- bis 34-jährigen Juden aktuell doppelt so viele antisemitische Anfeindungen wie die Generation der über 60-Jährigen. Rund 44 Prozent der jungen Juden wurden bereits antisemitisch belästigt, meist über E-Mail und in Sozialen Medien. Mehr als 80 Prozent der Juden aller Altersgruppen registrierten eine Zunahme des Antisemitismus im Internet in den letzten fünf Jahren. Rund 70 Prozent gaben an, in der Öffentlichkeit mehr Feindseligkeit zu erleben. Mehr als Dreiviertel der Betroffenen meldeten die antisemitischen Belästigungen den Behörden jedoch nicht.

Jürgen Bühler beim Jesaja-62-Gebet der ICEJ in Stuttgart

Am Mittwoch hat ICEJ-Präsident Jürgen Bühler beim monatlichen Jesaja-62-Gebet der ICEJ in Stuttgart zur Fürbitte für Deutschland aufgerufen. Bühler leitete rund 70 Israelfreunde und ICEJ-Unterstützer im Gebet für Deutschland, Israel und Ägypten durch den Abend. Seine Frau Vesna begeisterte mit ihren Liedvorträgen. Der 70. Geburtstag der Bundesrepublik stelle einen Kairos-Moment dar, den Christen in Deutschland nicht verpassen sollten. Wie einst Abraham mit Gott um die Zukunft Sodoms verhandelt hatte, möchte Jürgen Bühler auch deutsche Christen ermutigen, vor Gott für die Zukunft Deutschlands einzustehen. Entsprechend 2. Chronik 7,14 werde Gott ein Land heilen, wenn sein Volk, die Gemeinde Jesu, sich demütige. „Die Zukunft Deutschlands liegt nicht im Deutschen Bundestag, sondern in den Händen der Gemeinde Jesu“, betonte Bühler. So habe das vereinte Gebet der Christen in Ägypten weitreichende Veränderungen bewirkt: Tausende Christen beteten monatelang für ihr Land. Der Militärputsch im Jahr 2013 beendete dann die Regierung der islamistischen Muslimbruderschaft. Die neue Regierung von Präsident al-Sisi gewährt der christlichen Bevölkerung nun größeren Schutz und ist Israel freundlich gesinnt. (Foto: ICEJ, Jürgen Bühler beim Jesaja-62-Gebet in Stuttgart)

 

Nominierter EU-Außenbeauftragter kein Freund Israels

Die Nominierung Josep Borrells zum neuen EU-Außenbeauftragten hat in Israel Sorge ausgelöst. Der derzeitige spanische Außenminister hatte in der Vergangenheit die Anerkennung eines palästinensischen Staates ohne Friedensabkommen gefordert, und sich positiv gegenüber dem iranischen Regime geäußert. Als EU-Parlamentspräsident hatte sich Borrell bei einem Besuch der Knesset im Jahr 2005 zwar zur jüdischen Identität Israels bekannt, sorgte jedoch in jüngster Zeit für negative Schlagzeilen. So veranlasste er, dass Spanien beim UN-Menschenrechtsrat gegen Israel votierte und kritisierte das Vorgehen der israelischen Armee am Gaza-Grenzzaum scharf. Mit der Tatsache, dass der Iran Israel auslöschen wolle, müsse man leben, sagte Borrell Anfang des Jahres. Sollte Josep Borrell vom EU-Parlament bestätigt werden, würde er Federica Mogherini ablösen, die im Jahr 2015 das Iran-Atomabkommen mitverhandelt hatte. Als neue EU-Kommissionspräsidentin wird derzeit die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen gehandelt. Von der Leyen hatte als deutsche Verteidigungsministerin umfangreiche Waffengeschäfte mit Israel genehmigt und wird von Benjamin Netanjahu als Freundin Israels geschätzt.

GEBETSANLIEGEN:Die Nominierung Josep Borrells zum EU-Außenbeauftragten muss das EU-Parlament noch bestätigen. Bitte beten Sie mit uns für einen EU-Außenbeauftragten, der sich für Israel einsetzen wird, und auch für Ursula von der Leyen, dass sie auch künftig an der Seite Israels stehen wird.

 

Israel: Erneute Militäraktion im Gazastreifen?

Israel bereitet sich derzeit auf eine umfangreiche Militäraktion im Gazastreifen vor. Das berichtete das israelische Nachrichtenportal i24 am Mittwoch. In den letzten Monaten erfolgten dutzende Angriffe der israelischen Luftwaffe auf iranische Waffenlieferungen, die sich auf dem Weg vom ägyptischen Sinai in den von der islamistischen Terrororganisation Hamas regierten Gazastreifen befanden. Die ägyptischen Sicherheitskräfte sollen ebenfalls Operationen durchgeführt haben, um den Waffenfluss zu unterbinden. Am Mittwochabend traf sich der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu mit dem Sicherheitskabinett im Hauptquartier der Gaza-Division der israelischen Armee. Israel wolle Ruhe im Süden wiederherstellen, sei jedoch auf eine groß angelegte Militäroperation gegen die in Gaza operierenden Terroristen vorbereitet, sagte Netanjahu. Der Süden Israels, insbesondere das Gebiet in direkter Nachbarschaft zum Gazastreifen, wurde in den vergangenen Wochen wieder vermehrt von Gaza-Raketen beschossen.

Proteste äthiopischer Juden gegen Polizeigewalt

Tausende Juden mit äthiopischen Wurzeln haben in den letzten Tagen in Städten in ganz Israel teilweise gewaltsam gegen Polizeigewalt und Rassismus demonstriert. Mehrere Autos wurden in Brand gesetzt. Am Dienstag blockierten Demonstranten in Tel Aviv zentrale Kreuzungen und brachten den Verkehr zum Erliegen. Rund 60.000 Menschen standen im Stau. 136 Demonstranten wurden seit Beginn der Proteste verhaftet, Rettungskräften zufolge gab es 83 Verletzte, darunter 47 Polizisten. Auslöser der Proteste war der Tod des äthiopischen Juden Solomon Tekah (19). Er wurde am Sonntag in Haifa von einem Polizisten erschossen. Der Polizist gab an, er sei bei dem Versuch, zwei streitende Gruppen zu trennen, mit Steinen beworfen worden. Der tödliche Schuss sei in einer Notwehrsituation gefallen. Augenzeugen bestreiten dies jedoch. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und Staatspräsident Reuven Rivlin äußerten grundsätzlich Verständnis für die Proteste, riefen jedoch zum gewaltfreien Dialog auf. Gilad Erdan, Minister für öffentliche Sicherheit, betonte, die Polizei werde weitere Gewaltausbrüche nicht tolerieren. In Israel leben mehr als 135.000 Juden äthiopischer Abstammung. Die Haupteinwanderungswellen fanden 1984 und 1991 statt. Die Integration der äthiopischen Juden ist bis heute eine große Herausforderung. Äthiopische Juden in Israel beklagen, dass sie häufig diskriminiert werden, und Rassismus ausgesetzt sind.

 

Aschkelon: Philister kommen laut Forschern aus Europa

Nach 30 Jahren archäologischer Arbeit und genetischer Forschung deutet laut einem internationalen Forschungsteam in Aschkelon alles darauf hin, dass die Philister im 12. Jahrhundert v.Chr. von Europa aus in die Region im Südosten Israels eingewandert sind. Das gab die wissenschaftliche Fachzeitschrift „Science Advances“ am Mittwoch bekannt. 1985 hatte die Leon Levy Expedition, ein Projekt der Universität Harvard unter Leitung von Daniel M. Master, mit Ausgrabungen in Aschkelon begonnen. Die Hafenstadt wird in Josua 13,3 als eine der fünf Hauptstädte der Philister genannt. Mithilfe modernster Technologien und DNA-Analysen der Knochenfunde wollen die Forscher die umstrittene Herkunft der biblischen Philister klären. Den Archäologen zufolge stellen die rekonstruierten Gene einen überzeugenden Hinweis dafür dar, dass die Vorfahren der Philister aus Südeuropa über das Mittelmeer in die Levante migrierten. Diese Ergebnisse würden sich mit Amos 9,7 decken. Dort heißt es, der Herr habe die Philister aus „Kaftor“ (bronzezeitlicher Name für Kreta) herausgeführt.

Wirtschaftskonferenz in Bahrain: Wohlstand für Palästinenser

 

Am heutigen Mittwoch und am Dienstag sind in Bahrain auf Initiative der USA Vertreter verschiedener arabischer Staaten, Leiter internationaler Finanzorganisationen, Geschäftsleute und Investoren zusammenzukommen, um über eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Palästinenser zu diskutieren. Jared Kushner, Berater und Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, erläuterte seinen am Samstag veröffentlichten Wirtschaftsplan als Teil einer Lösung des Nahostkonflikts. Politische Streitfragen wurden auf der Konferenz vorerst ausgeklammert, sollen aber zu einem späteren Zeitpunkt besprochen werden.

Mit Wohlstand zum Frieden Kushners Plan zufolge soll der Wohlstand der Palästinenser in den nächsten zehn Jahren angehoben werden durch Investitionen in Höhe von 44 Milliarden Euro im Westjordanland, im Gazastreifen und in benachbarten arabischen Ländern. Zudem sollen eine Million neue Arbeitsplätze geschaffen werden, die palästinensische Arbeitslosenrate auf unter zehn Prozent gedrückt, das BSP verdoppelt und die Armutsrate halbiert werden. Immer wieder habe er bei Treffen und Konferenzen gehört, warum Fortschritt im Nahost-Konflikt nicht möglich sei, sagte Kushner. Ziel sei es, auf eine neue Weise über die Herausforderungen nachzudenken. Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), mahnte die Palästinenser, ernsthafte Reformen umzusetzen, Korruption zu bekämpfen und Investoren zu schützen. Für Wohlstand sei Frieden unerlässlich, sagte Lagarde. Neben Bahrain schickten Ägypten, Jordanien, Marokko, Saudi-Arabien und trotz jüngster Spannungen zu den Golfstaaten auch Katar Vertreter zur Wirtschaftskonferenz in Bahrains Hauptstadt Manama. Während die Palästinenserführung das Treffen boykottierte und ablehnte, waren israelische Staatsvertreter nicht eingeladen. Dennoch waren einige palästinensische und jüdische Geschäftsleute und Journalisten vor Ort.

 

Palästinenser-Proteste gegen Bahrain-Konferenz

Im Gazastreifen und im Westjordanland (Judäa und Samaria) sind tausende Palästinenser dem Aufruf der palästinensischen Führer zu dreitägigen Protesten gegen die Bahrain-Konferenz gefolgt. Am Dienstag rief die im Gazastreifen herrschende islamistische Terrororganisation Hamas außerdem zu einem Generalstreik auf. Alle öffentlichen Einrichtungen und zahlreiche Geschäfte im Gazastreifen blieben geschlossen. Im Westjordanland fanden an mehreren Orten Demonstrationen statt, bei denen Slogans gegen Israel und die USA gerufen wurden. Die Proteste begannen am Montag und setzten sich bis zum heutigen Mittwoch fort. Sowohl die Hamas als auch die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sprachen sich schon vor Beginn des Bahrain-Treffens gegen mögliche Beschlüsse der Konferenz aus. Sie bezeichneten sie als „Diebstahl“ und „Verkauf“ der Rechte der Palästinenser.

 

Terrorbrände: Israel stoppt Treibstofflieferung für Gaza

Weil palästinensische Terroristen vom Gazastreifen aus weiterhin Ballons mit Brandsätzen nach Südisrael schicken, stoppt Israel vorerst die Treibstofflieferungen in den von der islamistischen Terrororganisation Hamas regierten Küstenstreifen. Dies teilte die zuständige israelische Behörde am Dienstag mit. Die Feuerballons lösten allein am Montag 13 zum Teil schwere Brände aus. Ein Molotowcocktail landete in einem Kindergarten. Kinder waren zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend, es blieb bei Sachschäden. Die seit 15 Monaten andauernden Brandanschläge sorgen für Frustration bei den Bewohnern der besonders betroffenen grenznahen israelischen Orte. „Täglich gibt es solche Feuer in der Nachbarschaft, ohne dass Israel darauf reagiert. Der Terror der Brandballons muss aufhören“, erklärte Tamir Idan, der Leiter des Regionalrats von Sdot Negev am Dienstag. Er forderte die Regierung auf, unverzüglich zu handeln, bevor eine Katastrophe geschehe. Die Brandbomben seien eine ernste Gefahr. „Wäre der Molotowcocktail nur wenige Minuten eher im Kindergarten gelandet, hätte ein großes Unglück geschehen können“, warnte Idan.

Bitte helfen Sie uns, den Bewohnern Südisraels im Kampf gegen die Terrorbrände beizustehen! Als Verwendungszweck bitte "ICEJ-Hilfsfond für Israel" angeben, herzlichen Dank!

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USA, Russland, Israel: Syrien-Gespräche in Jerusalem

Auf Initiative Israels hat am Montag und Dienstag in Jerusalem ein historisches trilaterales Spitzentreffen stattgefunden, bei dem über Syrien und den Iran gesprochen wurde. US-Sicherheitsberater John Bolton, Nikolai Patruschew, Chef des russischen Sicherheitsrats, und sein israelischer Amtskollege Meir Ben-Schabbat nahmen daran teil. Israel besteht darauf, dass der Iran sich aus Syrien zurückzieht. Russlands Sicherheitsberater Nikolai Patruschew betonte, man verstehe die Sorgen Israels, doch der Iran sei bei der Terrorismus-Bekämpfung in Syrien ein Partner Russlands und Syrien habe das Recht, „seine Türen für den Iran zu öffnen“. Russland und der Iran unterstützen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. US‐Sicherheitsberater John Bolton bezeichnete den Iran als „Quelle von Kriegslust und Aggression“ im ganzen Nahen Osten. Die USA wollen eine weltweite Koalition gegen den Iran aufbauen, sagte Bolten, betonte aber, man sei auch offen für Gespräche mit dem iranischen Regime. Am Sonntag vor Beginn des Treffens bekräftige Bolton, dass US-Präsident Donald Trump einen Angriff auf den Iran vergangene Woche zwar gestoppt habe, dass dieser Angriff aber jederzeit erfolgen könne. „Wir haben ein gemeinsames Ziel: Dass keine ausländischen Truppen, die nach 2011 nach Syrien gekommen sind, in Syrien bleiben“, gab sich Israels Premierminister Benjamin Netanjahu nach ersten Gesprächen trotz unterschiedlicher Positionen optimistisch. Laut israelischen Medienberichten könnte ein Ergebnis des Treffens sein, dass Russland für einen Abzug der iranischen Truppen aus Syrien sorgt, wenn die USA und Israel im Gegenzug Assads Herrschaft über Syrien anerkennen.

 

Gazastreifen: Israel baut Abwasserleitung

Israel will eine Abwasserleitung für den Gazastreifen bauen. Entsprechende Pläne wurden letzte Woche vom israelischen Regionalausschuss für Planung und Bau genehmigt. Eigentlich ist die Hamas für die Abwasserentsorgung zuständig, doch seit die islamistische Terrororganisation vor über zehn Jahren die Herrschaft im Gazastreifen übernommen hat, verfällt die Infrastruktur dort trotz Milliarden internationaler Hilfszahlungen. Das Abwasser aus dem Norden des Gazastreifens wird seit zwei Jahren ungeklärt über den Hanoun-River nach Israel geleitet und verunreinigt dort das Grundwasser. Die Kosten für den Bau der unterirdischen Abwasserleitung, die den nördlichen Gazastreifen abdecken soll, werden auf umgerechnet 37 Millionen Euro geschätzt. Israel könnte das Geld von den Steuern abzweigen, die das Land für die Palästinensische Autonomiebehörde einzieht.

 

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