Change Region:Germany

Headlines

Hamas-Zentrale unter UNRWA-Zentrale - inklusive Stromversorgung

Die israelische Armee (IDF) entdeckte das Datenzentrum der Hamas – rund 20 Meter unter dem UNRWA-Hauptquartier in Gaza-Stadt. Zum Hamas-Rechenzentrum gehörten neben einer komplexen Serverfarm Unterkünften für die Hamas-Terroristen, die im Datenzentrum arbeiteten. Auch Granaten, Raketen, Abschussvorrichtungen, Sprengstoff und Waffen wurden unter dem Hauptquartier des UN-Palästinenserhilfswerks gefunden.

Die Hamas-Datenzentrale wurde vom UNRWA-Serverraum aus mit Strom versorgt, belegen entsprechende Stromkabel-Verbindungen.

Brisante Dokumente, die in Büroräumen von UNRWA-Mitarbeitern entdeckt wurden, legen auch die Nutzung der Büros durch Hamas-Terroristen nahe. Einen Zugang zur unterirdischen Hamas-Zentrale gab es außerdem direkt neben einer UNRWA-Schule. Die UNRWA gibt an, nichts vom Terrorzentrum gewusst zu haben. (Foto: Symbolbild)

 

ISRAEL IN NOT - SPENDEN SIE JETZT!

Schwester von Hamas-Chef in israelischer Klinik

Das ist passiert: Die Schwester von Hamas-Chef Ismail Heniyeh ist israelischen Medien zufolge in einem israelischen Krankenhaus in Beer Schewa behandelt worden. Heniyehs Schwester erlitt offenbar Komplikationen bei einer Frühgeburt. Israelische Mediziner versorgten sie und retteten das Leben ihres Babys. Das Frühchen kam auf die Neugeborenen-Intensivstation.

Das sind die Hintergründe: Die Schwester des Terror-Chefs und einige andere Verwandte leben in einem arabisch dominierten Ort in Israel südlich des „Westjordanlands“. Sie besitzen die israelische Staatsbürgerschaft. Während die neugeborene Nichte des Terrorchefs vom israelischen Notfallteam gerettet wurde, hält die Hamas weiterhin israelische Kinder und Erwachsene als Geiseln im Gazastreifen fest, darunter das einjährige Baby Bibas. Haniyeh ist seit 2017 Chef des politischen Büros der Hamas. Auch mehrere andere enge Verwandte Haniyehs, darunter eine Tochter und eine Enkelin sowie Verwandte anderer hochrangiger Terroristen haben sich in der Vergangenheit in israelischen Kliniken behandeln lassen.

Darum ist es wichtig: Antisemiten werfen Israel immer wieder vor, ein Apartheidstaat zu sein. Doch in Israel gelten für alle Staatsbürger dieselben Bürgerrechte – selbst für die engsten Familienangehörigen eines Terror-Chefs. Dazu gehört auch die medizinische Versorgung. In Israel leben rund 20 Prozent arabische Einwohner. Sie genießen als Bürger des demokratischen jüdischen Staats mehr Rechte und Freiheiten als arabische Bürger in arabischen Staaten.

(Foto: Israelischer Rettungsdienst Magen David Adom - Symbolbild, GPO)

 

ISRAEL IN NOT - SPENDEN SIE JETZT!

Messianische Juden im Warschauer Ghetto

Im April jährt sich der Aufstand im Warschauer Ghetto zum 80. Mal. Vier Wochen lang stellten sich die letzten Überlebenden der einst blühenden jüdischen Gemeinde Warschaus ihren deutschen Henkern entgegen. Die meisten Bewohner des Ghettos waren zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr am Leben. Unter ihnen waren auch tausende Christen jüdischer Herkunft. (Foto: Unsplash, Die Allerheiligenkirche in Warschau, in der Christen im Warschauer Ghetto Gottesdienste feierten, Symbolbild)

Das Warschauer Ghetto

Mit dem deutschen Überfall auf Polen 1939 begann der Völkermord an den 3,3 Millionen polnischen Juden. Im Oktober 1940 zwangen die deutschen Besatzer die jüdischen Einwohner Warschaus (30% der damaligen Stadtbevölkerung) zum Umzug in einen „jüdischen Wohnbezirk“, umgeben von einer drei Meter hohen Mauer und hermetisch abgeriegelt. Bis zu einer halben Million Menschen waren auf einer Fläche von rund 3,1 Quadratkilometern eingepfercht. Innerhalb der nächsten zwei Jahre starben mehr als 80.000 infolge von Hunger, Seuchen, Zwangsarbeit oder Gewalthandlungen. Rund 265.000 wurden im Sommer 1942 mit der sog. „Großen Aktion“ in den sicheren Tod in den Gaskammern von Treblinka geschickt.

Der Ghettoaufstand

Am 19. April 1943, es war der Vorabend des Passah-Fests, an dem das jüdische Volk des Auszugs aus Ägypten gedenkt, rückten Einheiten von SS und Polizei zur endgültigen „Räumung“ des Ghettos vor. Knapp 1.000 jüdische Widerstandskämpfer, angeführt von Mordechai Anielewicz, Marek Edelman und anderen, stellten sich ihnen entgegen. Ohne Ausbildung und spärlich mit Molotowcocktails, Handgranaten und wenigen Dutzend Schusswaffen ausgestattet, führten diese verzweifelten Männer und Frauen einen aussichtslosen Kampf gegen einen erbarmungslosen Gegner. Nach 27 Tagen wurde der Aufstand niedergeschlagen. Die Sprengung der Großen Synagoge von Warschau verdeutlichte: die größte jüdische Gemeinde Europas war nicht mehr. (Foto: Pixabay, Denkmal der Helden des Ghettos, Symbolbild)

Als sich ihre Niederlage abzeichnete, begingen viele Anführer des Aufstands in ihrem unterirdischen Bunker in der Miła-Straße 18 kollektiven Selbstmord, wie ihre Glaubensbrüder es 2.000 Jahre vor ihnen auf Masada getan hatten. Bei der Sprengung des Ghettos, Straßenzug um Straßenzug, entdeckten die Nazis hunderte dieser Bunker. „Sie konnten diejenigen nicht retten, die darin Zuflucht gesucht hatten, aber sie bleiben das ewige Symbol des Lebenswillens der Juden Warschaus“, schreibt Dr. Mitch Glaser, Präsident von Chosen People Ministries. Rund 13.000 Juden starben während des Aufstands. Die Überlebenden wurden in die Vernichtungslager Majdanek und Treblinka deportiert.

Christen im Warschauer Ghetto

Unter den im Ghetto Eingesperrten befanden sich auch tausende Christen jüdischer Abstammung sowie messianische Juden*. Manche von ihnen waren bereits in der zweiten oder dritten Generation Christen und hatten keinerlei Verbindung mehr zum Judentum. Andere hatten in den Vorkriegsjahren zum persönlichen Glauben an Jesus gefunden oder konvertierten innerhalb der Ghettomauern.

Peter F. Dembowski, ehemaliger polnischer Untergrundkämpfer und emeritierter Professor der Universität Chicago, berichtet in seinem Buch Christians in the Warsaw Ghetto von zwei katholischen Kirchengemeinden innerhalb der Ghettomauern (Allerheiligenkirche und Mariä-Geburt-Kirche). Priester betraten Tag für Tag das Ghetto oder wohnten dort, um die seelsorgerliche Betreuung der Gläubigen wahrzunehmen und die physische Not in einer irgend möglichen Weise zu lindern. Am letzten Sonntag vor Beginn der „Großen Aktion“ sei eine „riesige Menschenmenge, wie nie zuvor“, zur Messe erschienen, zitiert Dembowski einen Priester. Katholische Quellen aus der Nachkriegszeit sprechen von rund 5.000 „Katholiken jüdischer Herkunft“ im Ghetto.

Das Untergrundarchiv Oneg Schabbat des Historikers Emanuel Ringelblum sowie das Tagebuch von Adam Czerniaków, Vorsitzender des Judenrats, die beide den Alltag im Ghetto dokumentierten, berichten ebenfalls von Christen, sogar von Taufen, im Warschauer Ghetto.

Konversionen vor dem Holocaust

In den Jahrzehnten nach der Aufklärung waren zehntausende Juden zum Christentum konvertiert. Oft war dies Teil von Assimilationsbemühungen und einer Identifizierung mit dem vorherrschenden Glauben im jeweiligen Nationalstaat, in dem sie lebten. Ein weiterer Beweggrund war der erst durch eine Konversion ermöglichte gesellschaftliche Aufstieg. Todd M. Endelman, Professor für Neuzeitliche Jüdische Geschichte an der Universität Michigan,spricht von rund 1.800 Konversionen in Warschau in den Jahren 1800­–1903. Mehr als 61% traten demnach zur reformierten oder lutherischen Kirche über, die unter den säkularen Juden als „moderner“ und „aufgeschlossener“ galten. Die Zahl der Christen, die sich Jahrzehnte später im Warschauer Ghetto wiederfanden, könnte also höher gewesen sein, als den katholischen Kirchen bekannt war.

Judenmissionen in Europa

Warschau war auch ein wichtiges Zentrum zahlreicher protestantischer Judenmissionen, die im 19. Jahrhundert in Europa entstanden, initiiert v.a. von britischen und US-amerikanischen Missionsgesellschaften. In Deutschland erlangte die von der Irish Presbyterian Church (Belfast) 1847 ins Leben gerufene Jerusalem-Gemeinde in Hamburg große Bekanntheit. Um die Jahrhundertwende wuchs sie unter der Leitung von Dr. Arnold Frank zu einem Zentrum der Missionsarbeit unter Juden; ihre Missionsschriften erreichten eine Auflage von bis zu 40.000.

Fokus der meisten Missionsgesellschaften war jedoch Osteuropa, wo vor der Schoa der größte Teil der jüdischen Weltbevölkerung lebte. Ein bis heute erhaltenes Zeugnis dieser Ereignisse sind die Lebensgeschichten und Schriften namhafter Rabbiner, die zum Glauben an Jeschua fanden, wie Isaac Lichtenstein (Ungarn), Paulus Cassel (Preußen) oder Joseph Rabinowitz (Bessarabien), der als Vater der modernen messianisch-jüdischen Bewegung gilt.

In Warschau soll allein die London Mission to the Jews laut Endelman 1821–1907 949 Juden anglikanisch getauft haben. Glaser vermutet, dass am Vorabend des Zweiten Weltkriegs „mehr als ein Dutzend messianische Gemeinden und Missionen“ in Warschau existierten. „Es muss [daher] eine starke Präsenz messianischer Juden im Warschauer Ghetto gegeben haben.“ Missionsstationen gab es auch in anderen polnischen Städten wie Lemberg (heute Ukraine), Lublin, Białystok, Łódź und Krakau.

Messianische Juden im Holocaust

Bereits 1899 schätzte das Institutum Judaicumin Berlindie Zahl der Christen jüdischer Herkunft weltweit auf mehr als 200.000. Sie waren orthodoxer, evangelischer und katholischer Konfession. Glaser geht von bis zu 300.000 messianischen Juden am Vorabend der Schoa aus, die, entsprechend der demographischen Verteilung der jüdischen Weltbevölkerung, mehrheitlich in Europa gelebt hätten. Der britische Bibellehrer und messianische Jude Hugh J. Schonfield berichtete 1936 von der Existenz nationaler messianisch-jüdischer Allianzen in achtzehn Ländern, v.a. in Zentral- und Osteuropa: hier taten sich hebräische Christen zusammen, die sich nicht als Konvertiten verstanden, sondern mit ihrem Glauben an den Messias Jeschua weiter an ihrer jüdischen Identität festhielten.

Wie viele Christen jüdischer Herkunft und messianische Juden im Holocaust ermordet wurden, ist nicht bekannt. Ob sie nach der Konversion an ihrer jüdischen Tradition festhielten oder keinen Bezug mehr zu ihren jüdischen Wurzeln hatten, sie erlitten dasselbe Schicksal wie das gesamte jüdische Volk während der Schoa. Ganze Familien wurden ausgelöscht und es gab niemanden mehr, der ihre Geschichte erzählen konnte.

*Der Begriff „messianische Juden“ war damals noch nicht geläufig. Eine exakte Unterscheidung zwischen Christen jüdischer Herkunft und messianischen Juden im heutigen Sinne ist in diesem Zusammenhang nicht möglich.

 


Wort aus Jerusalem - kostenlos abonnieren

Abonnieren Sie unsere kostenlose Zeitschrift "Wort aus Jerusalem" (6 Ausgaben im Jahr) mit tiefgehender Bibellehre sowie interessanten Artikeln und Berichten aus Israel. Zur Anmeldung.


  

Israel-Nachrichten:

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Email-Newsletter mit aktuellen Nachrichten aus Israel. Zum Abonnement 

Hisbollahs neue Hightech-Raketen

Israel erlebte im Januar wieder massiven Raketenbeschuss, auch auf Tel Aviv. Zahlreiche Häuser im Norden Israels wurden zerstört, die Ortschaften sind unbewohnbar.

Die vom Iran bewaffnete Hisbollah feuerte vom Libanon aus erstmals High-Tech-Raketen „Almas 1“ ab. Almas-Raketen können Kurs und Ziel bis zum Einschlag jederzeit korrigieren und so maximale Präzession und Zerstörung erreichen. Sie fliegen so tief, dass sie kaum ortbar sind. Der Hisbollah gelang es damit, israelische Radar-Anlagen am Mittelmeer zu attackieren.

Es könnte der Auftakt zu einem großen Krieg sein. Israels Gemeinden an der Grenze zum Libanon sind nicht bewohnbar, solange der Raketenbeschuss durch die Hisbollah anhält. (Foto: Iron Dome bei Tel Aviv,  GPO Haim Zach)

 

ISRAEL IN NOT - SPENDEN SIE JETZT!

Mörder mit Gehalt der UNRWA

Mindestens 12 Mitarbeiter des im Gazastreifen tätigen UN-Hilfswerks UNRWA haben am 7. Oktober eigenhändig Israelis ermordet und entführt. Laut Informationen der Agentur Reuters stehen offenbar sogar 190 UNRWA-Mitarbeiter unter Terrorverdacht. Verflechtungen zwischen der UNRWA und der Hamas sind seit Jahren bekannt. Mehr als zehn Länder haben jetzt ihre Zahlungen an die UNRWA eingestellt. Auch Deutschland kündigte an, „temporär“ keine neuen Zahlungen zu bewilligen. Volker Beck, Präsident der deutsch-israelischen Gesellschaft, weist allerdings darauf hin, dass sich damit de facto nichts ändere: Denn die Gelder, die von Deutschland erst kürzlich für die UNRWA aufgestockt und bewilligt wurden, sollen offenbar trotzdem weiter fließen – und neue Bewilligungen stehen derzeit ohnehin nicht an.  (Foto: Fahrzeuge der Festival-Teilnehmer, die am 7. Oktober von der Hamas überfallen und ermordet wurden. GPO/Mishel Amzaleg)

 

ISRAEL IN NOT - SPENDEN SIE JETZT!

Südafrikas vergessene Helden

Das ist passiert: Der Internationale Gerichtshof hat die von Südafrika eingereichte Völkermord-Klage gegen Israel angenommen und das Verfahren eröffnet, Israel aber nicht zum Ende des Militäreinsatzes verpflichtet. Ein endgültiges Urteil zur Völkermord-Anklage kann sich noch Jahre hinziehen.

Das ist der Hintergrund: Manche politische Beobachter warnen seit längerem vor einem neuen Rassismus gegen weiße Bürger in Südafrika, die nur knapp zehn Prozent der Bevölkerung ausmachen. 2023 rief der bekannte schwarze Politiker Julius Malema der Partei EFF in einem Fußballstadion unter dem Applaus von über 100.000 Menschen offen zum Mord an Weißen auf. Südafrika gilt als zunehmend antiwestlich orientiert. Die Regierungspartei ANC unterhält enge Kontakte zur Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO und gilt als Hamas-freundlich. Im 62 Millionen Einwohner großen Südafrika leben knapp 60.000 Juden, viele kamen im 19. Jahrhundert aus Osteuropa und gelten deshalb ebenfalls als „Weiße“. Ihnen wird auf antisemitischen Hassdemonstrationen vorgeworfen, nicht zu Südafrika zu gehören. Der bereits seit Jahren zunehmende Judenhass ist seit dem 7. Oktober weiter eskaliert.

Das sollten Sie wissen: Südafrikas Juden spielten einst eine wichtige Rolle im Freiheitskampf der Schwarzen in Südafrika und trugen maßgeblich zum Sieg über die Apartheid bei. Überdurchschnittlich viele Juden gehörten zu Nelson Mandelas zuverlässigsten Verbündeten und engsten Freunden. Allein fünf der 17 ANC-Führer, die 1963 festgenommen wurden, waren Juden. Seit Mandelas Tod 2013 gerät dies zunehmend in Vergessenheit, stattdessen haben die antisemitische BDS-Bewegung und ein radikal israelfeindlicher muslimischer Bevölkerungsteil die öffentliche Debatte übernommen. Je mehr sich Südafrika gegen die Juden im eigenen Land und gegen Israel wendet, desto mehr scheint jedoch der Segen zu schwinden, den der schwarze Versöhnungsprediger Mandela mithilfe seiner jüdischen Unterstützer dem Land gebracht hatte. In Südafrika verzeichnet man aktuell einen Rekordanstieg an Gewaltverbrechen. Allein die Mord-Rate erreichte mit 27.000 Mordopfern 2023 ein trauriges 20-Jahres-Hoch. (Foto: Nelson Mandela, Wikipedia, John Mathew Smith)

 

ISRAEL IN NOT - SPENDEN SIE JETZT!

T-Shirt-Verbot für Geisel-Angehörige

Das ist passiert: Verwandten von Hamas-Geiseln wurde der Zutritt zum Bundestag verwehrt, weil sie T-Shirts mit Fotos ihrer entführten Familienangehörigen trugen. Sicherheitskräfte an der Pforte werteten die T-Shirts mit dem Aufdruck "Bring them home" als politische Botschaft, die im Bundestag nicht erlaubt sei. Erst als die Angehörigen bereit waren, die T-Shirts auszuziehen bzw. umgedreht anzuziehen, durften sie passieren. Die Delegation hatte einen Termin bei CDU-Chef Friedrich Merz. Durch den Zeitverlust konnte sie statt 30 Minuten nur 5 Minuten mit Merz sprechen. Eine Sprecherin des Bundestags wies Kritik am Vorgehen der Bundestagsverwaltung zurück und äußerte lediglich Bedauern über die zeitliche Verzögerung, die sich durch den „Abstimmungsbedarf“ ergeben habe.

Darum ist es wichtig: T-Shirts mit Bildern verschleppter Angehöriger sind kein politisches Statement, sondern verzweifelte Hilferufe. Sie erinnern an ein grausames Terrorverbrechen, das noch immer fortbesteht. Der unwürdige Umgang mit Angehörigen der Terroropfer sendet eine verheerende Botschaft von Deutschland nach Israel.

Das sollten Sie wissen: Über 130 Geiseln sind nun seit über 100 Tagen in den Händen der Hamas. Kfir Bibas ist die jüngste Geisel – das entführte Baby wurde gestern ein Jahr alt. Der Geheimdienst vermutet, dass mindestens 25 Geiseln bereits ermordet wurden, darunter auch zwei junge Männer, deren Angehörige zur Besucherdelegation im Bundestag gehörten. Die Hamas veröffentlichte Aufnahmen der Leichen dieser beiden Geiseln in einem Propaganda-Video am hundertsten Tag nach dem Massaker. In Tel Aviv demonstrierten über 100.000 Menschen für die Freilassung der Entführten und forderten mehr Anstrengungen von der israelischen und von ausländischen Regierungen.

(Foto: Kfir Bibas ist die jüngste Geisel der Hamas. Baby Kfir wurde gestern ein Jahr alt.)

 

ISRAEL IN NOT - SPENDEN SIE JETZT!

Sexuelle Gewalt gegen Geiseln

Recherchen der New York Times belegen, dass die extreme sexuelle Gewalt, die am 7. Oktober 2023 von Hamas-Terroristen gegen israelische Frauen ausgeübt wurde, keine Einzelfälle waren, sondern systematisch verübt wurden. Obwohl Berichte und Filmaufnahmen über bestialische Vergewaltigungen und Verstümmelungen von Sexualorganen schon kurz nach dem Massaker öffentlich wurden, äußerte sich die UNO erst 60 Tage nach dem Pogrom mit der vagen Aussage, man sei „wegen Berichten über sexuelle Gewalt beunruhigt“.

(Foto: Zerstörung im Kibbuz Kfar Aza. Auf dem Aufkleber steht "Schalom Achschaw" - der Name einer propalästinensischen israelischen Friedensbewegung GPO/Maayan Toaf)

 

ISRAEL IN NOT - SPENDEN SIE JETZT!

Angst vor neuer Spaltung

Das ist passiert: Israels Oberstes Gericht hat am Montag ein Kernelement der umstrittenen Justizreform gekippt. Die Justizreform ist damit quasi für nichtig erklärt worden. Mit der Justizreform wollte die Regierung von Ministerpräsident Netanjahu verhindern, dass das Oberste Gericht Gesetze mit dem Verweis auf „Unangemessenheit“ kippen kann.

Das sollten Sie wissen: Viele Israelis hatten gehofft, dass das Urteil zur Justizreform nicht mitten im Gaza-Krieg gefällt wird, denn es birgt politischen und gesellschaftlichen Sprengstoff. Vor dem Hamas-Angriff am 7. Oktober fanden wöchentliche Großdemonstrationen statt. Es kam zur größten Protestbewegung der israelischen Geschichte. Anders als in vielen ausländischen Medien dargestellt, gab es allerdings nicht nur Proteste gegen, sondern auch für die Justizreform.

Darum ist es wichtig: Israel braucht gerade in dieser Zeit Einheit und Zusammenhalt. Wie gespalten das Land ist, zeigt auch die Richterentscheidung: Nur 8 von 15 Richtern stimmten dafür, die Reform zu kippen, 7 stimmten dagegen. Eine erneute Diskussion zur Justizreform könnte das von Netanjahu unter Einschluss der Opposition gebildete Kriegskabinett lähmen. Viele Israelis sehen einen Zusammenhang zwischen dem Streit um die Justizreform und dem Terrorangriff der Hamas. Sie glauben, dass die Spaltung der israelischen Gesellschaft das Land und die Armee geschwächt hat und die Hamas dadurch zum Angriff motiviert wurde.

(Foto: Archiv/Unsplash)

 

ISRAEL IN NOT - SPENDEN SIE JETZT!

UNO misst mit zweierlei Maß

Die UNO ist unverhältnismäßig in ihrer Israelkritik, recherchierte die Organisation "UN Watch". Allein 2023 richteten sich von 21 Resolutionen der UNO-Generalversammlung 14 gegen Israel. Nur sieben widmeten sich dem Rest der Welt – darunter Unrechtsregime wie Syrien, Nordkorea und Iran. Im UNO-Menschenrechtsrat steht Israel außerdem mit einem eigenen Agendapunkt ("Item 7") auf jeder Tagesordnung.

Keine Erwähnung findet bei der UNO die Not in Israel: Der Beschuss auf Israel vom Gazastreifen und vom Libanon aus mit mittlerweile mehr als 12.000 Raketen hält unvermindert an. Rund 200.000 Israelis sind seit dem 7. Oktober innerhalb Israels auf der Flucht. Der Wiederaufbau der vom Terror zerstörten Orte wird Jahre dauern.

(Foto: Von Hamas zerstörtes Haus im Kibbuz Kfar Aza GPO/Kobi Gideon)

 

ISRAEL IN NOT - SPENDEN SIE JETZT!

 

Share this: