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Special Reports

Jerusalem-Petition der ICEJ in Berlin übergeben

Mehr als 20.000 Israelfreunde haben im vergangenen Jahr die Petition der ICEJ unterzeichnet, in der Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert wurde, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und die deutsche Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. In einem Schreiben an die ICEJ betonte die Bundesregierung, dass sie weiterhin ausschließlich eine Zwei-Staaten-Lösung hinsichtlich des Status von Jerusalem akzeptiere und eine Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt als „einseitigen Schritt“ ablehne. Nach mehreren Briefwechseln mit dem Bundeskanzleramt, inhaltlichen Diskussionen über unser Anliegen innerhalb der vergangenen Monate und unserer Bitte, die Petition im Kanzleramt übergeben zu dürfen, war es erst am 02.12. möglich alle Unterschriften an der Pförtnerloge des Kanzleramtes in Berlin zu übergeben.

Foto: ICEJ, ICEJ-Politikreferent Christoph Scharnweber übergibt die Unterschriften im Kanzleramt in Berlin.

„Wir sind dankbar, dass sich so viele Israelfreunde an der Petition beteiligt haben“ erklärte Gottfried Bühler, Erster Vorsitzender der ICEJ-Deutschland. „Wir werden uns weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die Bundesregierung ihren immer wieder erklärten Freundschaftsbekundungen gegenüber Israel auch im Hinblick auf Jerusalem entschlossenere Taten folgen lässt.“

Adventsmarkt: Schule in Weissach unterstützt Haifa-Heim

Am Freitagnachmittag hat der Adventsmarkt der Ferdinand-Porsche-Schule im baden-württembergischen Weissach stattgefunden, dessen Erlös zur Hälfte an das ICEJ-Heim für Holocaustüberlebende in Haifa gespendet wird. Mitarbeiter der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ) waren mit einem Stand vor Ort. Neben Hot Dogs und Kuchen verkauften Kinder aller Klassenstufen selbstgebastelte Kunstwerke an Eltern, Angehörige und Besucher. Schulleiterin Karin Karcheter erklärte, die Entscheidung, den Dienst der ICEJ zu unterstützen, sei auf der Gesamtlehrerkonferenz einstimmig gefallen. Für die Auswahl des Spendenprojekts Haifa-Heim spielte die thematische Angliederung an den Geschichtsunterricht eine Rolle, zudem sei es wichtig, Holocaustüberlebende zu unterstützen: „Die Zunahme antisemitischer Übergriffe in unserem Land ist erschreckend. Wir dürfen diese Entwicklung nicht hinnehmen“, stellte Schulleiterin Karcheter fest.

Foto: ICEJ-Mitarbeiter Carina Rieger, Stephan Lehnert und Birgitt Omari auf dem Adventsmarkt, ICEJ

Stephan Lehnert, Büroleiter der ICEJ-Deutschland, hatte vor dem Adventsmarkt das Haifa-Heim als Spendenprojekt altersgerecht in den verschiedenen Klassenstufen vorgestellt. Daraufhin bereiteten die Schüler Bastelarbeiten vor, um durch deren Verkauf die Holocaustüberlebenden in Haifa zu unterstützen. Durch die Präsentation im Unterricht kamen auch Familien ins Gespräch, wie die Mutter einer Fünftklässlerin berichtete: „Als meine Tochter an diesem Tag aus der Schule kam, erzählte sie mir, dass sie als einzige noch nichts über den Holocaust gehört hatte. Also entschied ich mich dazu, behutsam mit ihr über das Thema zu sprechen.“ „Wir danken der Ferdinand-Porsche-Schule herzlich für ihre offenen Türen sowie ihre Einsatzbereitschaft und freuen uns über die wertvolle Unterstützung für die Holocaustüberlebenden in Haifa“, bedankte sich Stephan Lehnert.

Israeltag der ICEJ in Bad Gandersheim

Rund 800 Israelfreunde haben sich am 9. November auf den Weg gemacht, um am 30. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer und am Gedenktag an die Reichspogromnacht 1938 beim Israeltag der ICEJ und des Glaubenszentrums in Bad Gandersheim dabei zu sein. Für mehr als 30 Jugendliche und rund 60 Kinder gab es jeweils ihr eigenes Israel-Programm, das begeistert angenommen wurde. Gottfried Bühler, Erster Vorsitzender der ICEJ Deutschland, dankte dem Leitungsteam des Glaubenszentrums für die jahrelange gute Zusammenarbeit und begrüßte die Besucher des Israeltags: „Früher waren die Nazis auf diesem Gelände, heute sind Leute aus Israel da. Gott hat gewonnen, Israel hat gewonnen und mit eurer Anwesenheit setzt ihr ein Zeichen der Solidarität mit Israel und dem jüdischen Volk!“

Foto: Gottfried Bühler und Helmut Kühn, Onlineteam Glaubenszentrum Bad Gandersheim

 

Gott der Wunder

Calev Myers, renommierter israelischer Rechtsanwalt und Gründer der israelischen Organisation ARISE (Allianz zur Stärkung von Israels Sicherheit und Wirtschaft), erinnerte daran, dass der treue Gott Israels noch heute Wunder tut -in der israelischen Wirtschaft ebenso wie in den Bereichen Ökologie und Sicherheit. „Ich sammle Wunder, das ist mein Hobby“, lächelte Calev und berichtete von den vielen israelischen Innovationen, die zum Segen in aller Welt geworden sind: im HighTech-Bereich ebenso wie bei der Wasseraufbereitung, Meerwasserentsalzung und Raketenabwehr. In seinem Seminar warnte Calev vor der antisemitischen BDS-Kampagne (Boykott, Kapitalentzug, Sanktionen), die nicht nur Israel, sondern vor allem den Palästinensern schade, die in friedlicher Koexistenz Seite an Seite mit Israelis in israelischen Firmen in Judäa und Samaria arbeiteten.„Dankt Gott für die Wunder, die er wirkt, und fragt ihn: Was kann ich tun, um Israel zu segnen?“, ermutigte Calev die Israelfreunde.

Gott danken

In einer Rückschau auf die vergangenen 70 Jahre deutscher Geschichte berichtete Gottfried Bühler vom wirtschaftlichen Aufstieg, dem Wunder der Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Israel und von der Gnade des geistlichen Neuanfangs durch Evangelisationen und Zeltversammlungen. „Gott ist gnädig, vergibt und stellt wieder her. Es ist Zeit, an diesem denkwürdigen Tag, dem 9. November 2019, aufzustehen und uns beim Vater im Himmel für 70 Jahre Freiheit und Frieden zu bedanken“, erklärte Gottfried. Die große Frage heute sei, was die Christen in Deutschland zukünftig tun werden. „Ich möchte jeden einzelnen ermutigen aufzustehen. Erhebt eure Stimme für Israel und das jüdische Volk und startet Pro-Israel-Aktionen!

Im Glauben stehen

ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler warnte, auch über 70 Jahre nach dem Holocaust dürfe Deutschland keiner „Schlussstrichmentalität“ nachgeben. „Wir müssen uns erinnern … und überlegen, was die nächsten Schritte Deutschlands sind“, sagte er. Es könne nicht sein, dass die deutsche Regierung immer wieder erkläre, zum Existenzrecht Israels zu stehen, gleichzeitig aber führend in der Israelkritik sei und Beziehungen zum Iran unterhalte, der Israel beseitigen wolle. Jürgen forderte die Israelfreunde auf, die zwei wichtigsten Grundlagen des christlichen Glaubens in ihrem Leben lebendig zu halten: Bibellese und Gebet. „Erweckung in Deutschland ist unsere einzige Hoffnung, aber sie kommt nicht einfach so, sie muss erbeten werden!“

Hauptthema der Bibel

„Wieviel Israel steckt in deiner Bibel?“, fragte ICEJ-Politikreferent Christoph Scharnweber. In den 66 biblischen Büchern sei es das Hauptthema, kein Randthema. Er setzte sich mit dem heutigen Denken einiger christlicher Kreise auseinander. Unter manchen Theologen gebe es die bedenkliche Tendenz, den Juden ihre Theologie wegnehmen zu wollen. Gewissermaßen handele es sich um eine „Enteignungstheologie“, die sich die Frage gefallen lassen müsse: „Wie viel Antisemitismus steckt in meiner Theologie?“ „Wo Israel drin ist, darf auch über Israel gesprochen werden!“, schloss Christoph, der in seinem Seminar das Thema Antisemitismus noch vertiefte. Christa Egli, die seit über 20 Jahren im Glaubenszentrum lehrt, sprach angesichts der des global zunehmenden Antisemitismus über das prophetische Wort „Aber über dir, Israel, strahlt der Herr auf“.

Israel Youth Day

ICEJ-Jugendreferent Timon Kaiser und Oliver Kaden, Jugendleiter des Glaubenszentrums, bereiteten ein buntes und abwechslungsreiches Programm für die jungen Teilnehmer des Israel Youth Day vor. „Wir hatten starke Lobpreiszeiten, hörten viel über Israel, auch von Calev Myers und seiner 17-jährigen Tochter Dariel. Auch die ‚Reise nach Jerusalem‘ durfte natürlich nicht fehlen“, erzählte Timon und freute sich über das ehrliche Interesse und die vielen guten Fragen der jungen Leute über Israel, Antisemitismus und den Nahostkonflikt.

Israel - auch für Kinder!

Karin Müller vom Glaubenszentrum und ihr Team nahmen die Kinder durch kreative Botschaften in den Plan Gottes mit seinem Volk Israel und in die aktuelle Lage mit hinein. Auf vielfältige Weise begegnete Gott den Kindern, von denen viele beschlossen haben, als Freunde an Israels Seite zu stehen. Sie zeigten dies ganz praktisch bei verschiedenen Gebetsaktionen und beteten mit großer Ernsthaftigkeit für Israel. Auch einen Lobpreistanzkurs gab es und am Abend hatten die Kleinen ihren großen Auftritt und tanzten gemeinsam mit der Tanzgruppe „Profildance“.

Die Tänzer bereicherten den Tag ebenso wie die großartige Band, die in intensive Lobpreiszeiten führte. Es war sehr bewegend, dass die junge Israelin Dariel Myers zum Abschluss des gelungenen Tages mit allen Israels Nationalhymne, die Hatikwa, sang.

Holocaust-Gedenktag in Stuttgart

© Foto: Levi Dörflinger, Holocaustüberlebender Josef Aron und ICEJ-Büroleiter Stephan Lehnert bei der gemeinsamen Kranzniederlegung.

 

Rund 300 Juden und Christen haben am Donnerstag in Stuttgart der sechs Millionen jüdischen Opfer und der Überlebenden des Holocaust gedacht und ein öffentliches Zeichen der Solidarität mit dem jüdischen Volk und mit Israel gesetzt. Die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem (ICEJ) veranstaltete die Gedenkfeier als Auftakt zum Internationalen Holocaust-Gedenktag, der seit 2005 jedes Jahr am 27. Januar begangen wird, dem Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Besonderer Ehrengast war der Holocaustüberlebende Josef Aron aus Jerusalem. Gemeinsam mit Stephan Lehnert, Büroleiter der ICEJ, legte er einen Kranz vor der Synagoge, dem Zentrum jüdischen Lebens in Stuttgart, nieder. Sehr bewegend war ein gesungenes Gebet des Kantors der jüdischen Gemeinde, Nathan Goldman. „Dass heute wieder jüdisches Leben in Deutschland stattfindet, ist das größte Wunder der Nachkriegszeit“, betonte Gottfried Bühler, Vorsitzender der ICEJ Deutschland. ICEJ-Sprecher Christoph Scharnweber äußerte Respekt vor der Aufbauleistung, die durch Holocaustüberlebende und deren Nachkommen in Israel geleistet wurde.

Holocaust und Antisemitismus heute

Anschließend folgte ein „Marsch der Erinnerung“ von der Synagoge zur Liederhalle. In den dort von Gottfried Bühler geleiteten Podiumsgesprächen machten die Gäste auf sehr persönliche Weise deutlich, dass sich Antisemitismus heute in Deutschland wieder zunehmend manifestiert, oft unter dem Deckmantel der „Israelkritik“. „In der Vergangenheit war es nicht so schlimm, wie in den letzten zwei, drei Jahren“, berichtete Michael Kashi, Vorstandsmitglied der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg (IRGW) und zählte einige der in dieser Zeit verübten antisemitisch motivierten Sachbeschädigungen auf. Unter dem bestürzten Gemurmel der Zuhörer las er heftige Zitate wie „Ich hoffe, der Iran baut eine Atombombe. Judas verrecke!“ aus einem der vielen Hassbriefe vor, die regelmäßig im Briefkasten der jüdischen Gemeinde landen.

„Ich liebe Deutschland“

Besonders bewegend war das Gespräch mit dem Ehrengast Josef Aron. Der 83-jährige Holocaustüberlebende, der als Kind grausame Misshandlungen durchlitt, war aus Jerusalem angereist, um gemeinsam mit Yudit Setz, ICEJ-Leiterin des Heims für bedürftige Holocaustüberlebende in Haifa, an der Gedenkfeier teilzunehmen und an Schulen in Deutschland als Zeitzeuge vom Holocaust zu berichten. „Ich liebe Deutschland“, versicherte er. „Ich habe Deutschland vergeben.“ Die Anwesenden bedankten sich bei ihm mit Standing Ovations.

Absage an falsche Toleranz

Zu Wort kam auch Yassir Eric, ehemaliger militanter Islamist und Leiter des Europäischen Instituts für Migration, Integration und Islamthemen (EIMI) in Korntal. Der gebürtige Sudanese sagte sich 1990 vom Islam los, wurde Christ und warnt seither vor dem Einfluss eines theologisch motivierten Judenhasses in der muslimischen Gesellschaft, der ungefiltert nach Deutschland importiert werde. „Wir lassen es zu, dass hier im Land Kinder antijüdisch erzogen werden“, gab Eric zu bedenken. Bei Anti-Israel-Demonstrationen in Deutschland werde offen das Abschlachten von Juden verherrlicht. „Dass es in diesem Land wieder Antisemitismus gibt und der Holocaust als Vogelschiss bezeichnet wird, ist eine Schande“, stellte Eric klar und monierte das Wegsehen der Mitte der Gesellschaft und der Regierung als falsch verstandene Toleranz: „Wir haben ein Problem. Nur politisch korrekt zu sein, hilft uns da nicht weiter.“

Auch der emeritierte württembergische Landesrabbiner Netanel Wurmser ärgerte sich, dass man beim Kampf gegen Antisemitismus nur laue Sprüche aus der Politik höre. „Es ist unerträglich“, sagte er und forderte gerade auch die Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft zu einem stärkeren Engagement in der Politik auf.

Schlusspunkt Hoffnung

Für musikalische Highlights sorgten die Sängerin Enni Gorbonosova und ihre Pianistin Julia Chekulaeva. Pianist David Meussling (20), Student der Gateways Training School (Zypern), begeisterte mit einer eigenen Interpretation des Stückes „Yerushalayim shel Sahav“ und erklärte im Gespräch mit ICEJ-Jugendreferent Timon Kaiser, dass er als junger Deutscher und Christ eine besondere Aufgabe darin sehe, sich für das jüdische Volk einzusetzen und seine Stimme gegen Antisemitismus in unserer Zeit zu erheben. Zum Abschluss des Abends wurde gemeinsam die israelische Nationalhymne Hatikwa, „die Hoffnung“, gesungen.

Stuttgart: Israelfreunde für jüdisches Leben in Deutschland

Rund 600 Israelfreunde haben sich am Sonntag auf dem Stuttgarter Schlossplatz versammelt, um ihre Unterstützung für jüdisches Leben in Deutschland und für Israel öffentlich zu zeigen. Gottfried Bühler, Erster Vorsitzender der ICEJ Deutschland, die die Kundgebung organisierte, begrüßte die Ehrengäste und Redner, darunter Bärbel Illi, Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Stuttgart und Mittlerer Neckar, Michael Kashi, Vorstandsmitglied der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg, Kantor Nathan Goldman von der Stuttgarter Synagoge, Stuttgarts Bürgermeisterin Isabel Fezer und ICEJ-Politikreferent Christoph Scharnweber.

Dem Antisemitismus den Nährboden nehmen

Unter dem Beifall der Israelfreunde erklärte Bühler, eine eindeutige Pro-Israel-Politik der Bundesregierung und eine gute Berichterstattung durch die deutschen Medien würden „dem Antisemitismus in unserem Land den Nährboden nehmen“. Den anwesenden Mitgliedern der jüdischen Gemeinde rief Bühler zu: „Auf uns können Sie zählen! Wir lieben Sie, darum sind wir heute hier!“ Die einzelnen Redner zeigten sich besorgt über den zunehmenden Antisemitismus in Deutschland. Einige stellten ihn in Zusammenhang mit der Politik der Bundesregierung, die trotz ihres Bekenntnisses zur Sicherheit Israels oft israelkritisch handelt.

Israelfreundlichere Politik bekämpft Antisemitismus

Wiederholt war der Aufruf an die Bundesregierung zu hören, ihrem Bekenntnis zur Freundschaft mit Israel auch Taten folgen zu lassen.„Hass auf Juden ist heute als Israelkritik getarnt“, erklärte Bärbel Illi (DIG Stuttgart). Um Antisemitismus wirksam zu bekämpfen müsse die deutsche „Politik gegenüber Israel freundlicher werden“. Michael Kashi (IRGW) erinnerte daran, dass während des Holocaust auch Juden aus Stuttgart nach Osten deportiert wurden. „Sie wissen was dort passierte. Das hätte verhindert werden können, wenn man von Anfang an Zivilcourage gezeigt hätte“, sagte Kashi und dankte den Teilnehmern, die trotz des Regenwetters auf den Schlossplatz gekommen waren. „Danke, dass Sie gekommen sind. Sie zeigen Zivilcourage! Sie sagen: ‚Wir lassen nicht zu, dass so etwas noch einmal passiert.‘“

Bürgermeisterin Fezer appellierte, „Seite an Seite, Schulter an Schulter mit unseren jüdischen Mitbürgern“ zu kämpfen. „Es geht um unsere Menschlichkeit“, erklärte sie. Umrahmt wurde die Solidaritätsveranstaltung durch die Beiträge der Tanzgruppe „Profil“ und von Kantor Nathan Goldman, dessen beeindruckende Stimme den Schlossplatz mit jüdischem Gebetsgesang erfüllte.

Aufruf:

Starten Sie Ihre eigene Initiative und treten Sie für jüdisches Leben in Ihrer Stadt und in Deutschland ein. Organisieren Sie beispielsweise eine Kundgebung bzw. Gedenkveranstaltung, statten Sie der Synagoge in Ihrer Stadt einen Besuch ab oder schalten Sie eine Solidaritätsanzeige in der lokalen Presse.

ICEJ-Aktion:

Zeigen Sie Ihre Unterstützung für jüdisches Leben in Deutschland. Laden Sie die nebenstehende Grafik hier herunter und verwenden Sie sie als Profilbild auf Whatsapp, Facebook oder anderen sozialen Netzwerken.

Auf Facebook können Sie Ihre Unterstützung für jüdisches Leben in Deutschland zeigen, indem Sie diesen Rahmen auf Ihr Profilbild anwenden.

Eine Mahlzeit, ein Bad und ein Ausweg

Frauen, die missbraucht wurden, verloren und verletzt sind, finden im Süden Tel Avivs eine Quelle der Hoffnung inmitten einer Wüste von Prostitution, Armut, Sklaverei und Abhängigkeit. Die Mitarbeiterinnen des Hilfszentrums „Roter Teppich“ kümmern sich liebevoll um diese Frauen in Not, von denen manche dem Tode nahe sind.

Foto: Flash90, Symbolbild

Offene Arme

Wenn sie das Hilfszentrum zum ersten Mal betreten sind viele Frauen schockiert vom Anblick der vielen anderen Prostituierten, die hier liebevoll umsorgt werden. Eine kleine israelische Dame begrüßt jede einzelne von ihnen an der Tür mit einer herzlichen Umarmung. Wärme und Freundlichkeit erreichen die Herzen schnell, wenn die Besucherinnen den freiwilligen Helferinnen begegnen, die ihnen ein leckeres Mittagessen anbieten. Sie unterhalten sich mit den Frauen als wären sie alte Bekannte. Nach einer nahrhaften Mahlzeit haben sie die Möglichkeit, heiß zu duschen, einen kostenlosen Haarschnitt und eine Maniküre zu bekommen. Anschließend dürfen sie sich neue Kleidung, Schuhe und Handtaschen aussuchen und Kosmetika und andere notwendige Artikel mitnehmen. All das ist für sie Luxus, denn viele der Frauen sind obdachlos. Nachdem sie hier einmal wieder mit Würde und Respekt behandelt worden sind, verlassen sie das Hilfszentrum ein kleines bisschen verändert.

Not sehen und handeln

Diese Beschreibung des Lebens im Süden Tel Avivs ist keine Fiktion. Traurigerweise ist dies die Realität für zahlreiche Frauen, die Opfer von Menschenhandel wurden und nun in der Falle der Prostitution in Zentralisrael gefangen sind. Aber auch das Hilfszentrum „Roter Teppich“ ist keine Fiktion, sondern ein Dienst, der von einem gläubigen Ehepaar, das bedürftige Frauen sah und von Erbarmen bewegt entschied ihnen zu helfen, ins Leben gerufen wurde. Ihr Dienst ist körperlich und emotional belastend und sie sind bereit, dafür wertvolle Familienzeit, Ruhe, und Ersparnisse zu opfern.

Heute bietet das Zentrum schutzbedürftigen Frauen zahlreiche Dienstleistungen und versorgt Mütter unter ihnen mit Baby- und Kleinkindartikeln. Viele dieser Frauen sind lediglich auf der Suche nach Wärme und Fürsorge, andere versuchen verzweifelt, dem grausamen Kreislauf der Prostitution zu entkommen.

Voller Einsatz

Der Dienst des „Roten Teppichs“ ist heikel und gefährlich. Eine Sicherheitskraft ist an der Eingangstür postiert, um zu verhindern, dass Zuhälter die Frauen mit Gewalt wieder auf die Straße zerren. Drinnen sind einige Frauen schon einmal gegen sich selbst oder die Mitarbeiter gewalttätig geworden - aus Furcht oder unter Drogeneinfluss. Die Mitarbeiter des Hilfszentrums müssen mit viel Feingefühl die Stimmung der Frauen wahrnehmen. Um ihnen emotionale Unterstützung zu geben ist es oft ausreichend, sich mit ihnen zusammenzusetzen und ihnen zuzuhören. Leider sterben manche der Frauen an Geschlechtskrankheiten. Ihnen bietet das Team des „Roten Teppichs“ Gebet und die erlösende Liebe Gottes an.

Zurück ins Leben

Für diejenigen, die diesem demütigenden Gewerbe entfliehen möchten, stellt der „Rote Teppich“ die Sicherheit und nötigen Mittel bereit, um ihr Leben wieder selbst zu bestimmen. Schwangeren Frauen werden Schwangerschaftsvorsorge und Beratung angeboten – in der Hoffnung, so ihre ungeborenen Kinder vor Abtreibung zu bewahren.

Das Hilfszentrum„Roter Teppich” rettet und verändert Leben für immer. Dank des Zentrums haben Frauen die Möglichkeit, ihrer Versklavung zu entkommen. Die fortwährende Unterstützung der ICEJ und ihrer Spender ist unentbehrlich, um diesen schutzbedürftigen Frauen zu helfen. Bitte beten Sie auch für diese Frauen, dass sie den Mut und die Kraft finden, sich von ihren grausamen Zuhältern zu lösen und im Zentrum Hilfe zu suchen. Und beten Sie für die Mitarbeiterinnen vom „ Roten Teppich”, dass sie die nötige Liebe und Kraft haben, um diesen Frauen wirklich zu helfen, wieder frei und heil zu werden.

Bitte beten Sie mit uns für die Arbeit und Mitarbeiter des Hilfszentrums und helfen Sie uns, diesen Zufluchtsort für Frauen in Not großzügig zu unterstützen. Als Verwendungszweck bitte „Roter Teppich“ angeben. Herzlichen Dank!

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ICEJ-Sommer-Event in Filderstadt

Foto: ICEJ, Yair Netanyahu und Gottfried Bühler beim ICEJ-Sommer-Event

Christen in Deutschland tragen eine besondere Verantwortung für ihr Land und sollten für die Bundesregierung beten. Das betonte ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler aus Jerusalem beim ICEJ-Sommer-Event am Samstag in Filderstadt vor etwa 850 Teilnehmern. Weitere Sprecher und Ehrengäste waren Yair Netanyahu, Sohn des israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu, und Idan Peysahovich, Koordinator für Alijah-Seminare der Jewish Agency. Für rund 50 Kinder gab es ein eigenes Israel-Kinderprogramm. Gottfried Bühler, Erster Vorsitzender der ICEJ-Deutschland, eröffnete den Abend mit einem Dankgebet. „Dass es Deutschland 75 Jahre nach dem Holocaust so gut geht, ist nur der Gnade und Barmherzigkeit Gottes zu verdanken“, sagte Gottfried Bühler. Er verwies auf die zehn Aussätzigen, die Jesus wiederhergestellt hatte (Lukas 17,11-19), und mahnte, Gott die Ehre zu geben.

Die Kraft des Gebets und des Wortes Gottes

Jürgen Bühler betonte in seiner Predigt die Schlüsselfunktion, die Christen entsprechend 2. Chronik 7,14 innehaben: „Das Schicksal Deutschlands liegt in den Händen des Volkes Gottes.“ Er rief Christen dazu auf, die Kraft des Gebets nicht zu unterschätzen und mehr für ihr Land und die Bundesregierung zu beten. Außerdem sei eine dringende Rückkehr zum gesamten Wort Gottes, dem Alten und Neuen Testament, nötig. Das Studium und die Autorität der Bibel müsse in den Gemeinden, aber auch im Leben Einzelner wieder eine zentrale Rolle einnehmen. Die Gemeinde Jesu in Deutschland müsse wieder eine prophetische Gemeinde werden, deren Stimme gehört werde.

Wie Christen Israel unterstützen können

Yair Netanyahu zeigte sich dankbar für die guten Freunde, die Israel in Deutschland hat. Er appellierte an die Zuhörer, die Bundesregierung aufzufordern, antiisraelische Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die oft auch mit Terrororganisationen verbunden seien, nicht mehr finanziell zu unterstützen. Deutsche Steuergelder fänden bessere Verwendung in Hilfszahlungen für bedürftige Flüchtlinge in Syrien, dem Jemen oder Südsudan. Idan Peysahovich lobte die wertvolle Zusammenarbeit mit der ICEJ bei der Heimkehr des jüdischen Volkes nach Israel (Alijah). Es ist ihm ein besonderes Anliegen, junge Juden weltweit mit Israel zu verbinden und in ihnen eine Liebe zum Land ihrer Väter zu entfachen. Der Abend wurde mit dem gemeinsamen Singen der israelischen Nationalhymne Hatikva abgeschlossen.

Herzliche Gemeinschaft im Haifa-Heim

Aus dem Heim der ICEJ für Holocaustüberlebende in Haifa gibt es immer etwas Neues zu berichten! Hier eine kleine Auswahl:

Leckere Mahlzeiten

Hungrig zu sein war eine Erfahrung, die jeder jüdische Überlebende im Holocaust machte. Aus diesem Grund leben heute noch viele mit der Furcht, ohne Essen auskommen zu müssen. Das ist einer der Gründe warum es so wichtig ist, die Heimbewohner täglich mit nahrhaften Mahlzeiten zu versorgen. Ein weiterer Grund ist, dass leckeres Essen die Bewohner zusammenbringt und jeder sich wirklich als Teil einer Familie fühlt. Im Juni durften wir einen jungen talentierten Koch willkommen heißen. Er verhalf der Küche nicht nur zu einem neuen Aussehen, sondern kocht auch zur Freude der Heimbewohner farbenfrohe und leckere Mahlzeiten.

Patenschaften für Holocaustüberlebende

Monatliche Patenschaften für Holocaustüberlebende ermöglichen es uns, die laufenden Kosten des Heims zu decken. Diese finanzielle Unterstützung ist dringend nötig. Die Patenschaften bieten jedoch weit mehr. Es sind bereits besondere Freundschaften zwischen den Heimbewohnern und ihren christlichen „Patenfamilien“ entstanden, durch Briefaustausch, Karten und manchmal Geschenke, die per Post oder sogar persönlich überbracht wurden. Mania, eine Überlebende der Konzentrationslager in Transnistrien, war tief berührt von dem liebevollen Brief und den Geschenken, die sie von ihrer finnischen Patenfamilie bekam. Freudig sagte sie: „Ist das nicht schön? Schau dir diese Farben an!“ Es sind nicht nur die Geschenke oder die lieben Worte, die die Bewohner erfreuen, sondern die Tatsache, dass jemand im Ausland an sie denkt und sie in ihrem hohen Alter nicht vergessen hat.

Wenn auch Sie eine Patenschaft für Holocaustüberlebende übernehmen möchten, besuchen Sie bitte unsere Webseite: https://patenschaft.icej.de/

Das Strandleben genießen

Die beste Methode die täglichen Beschwerden des Älterwerdens zu vergessen, ist es einfach einmal Spaß zu haben! Vor kurzem wurde dem Heim ein Kleinbus gespendet, mit dem die Heimbewohner, darunter auch Rollstuhlfahrer, Ausflüge in Haifa und der Umgebung unternehmen können. Einmal fuhren wir sie an ein schönes Restaurant am Strand, wo sie ein erfrischendes Getränk und schönes Zusammensein genießen konnten. Aufgrund der zahlreichen körperlichen Einschränkungen, die ein hohes Alter mit sich bringt, sind diese Abenteuer in der Stadt wie eine frische Brise für die Heimbewohner.

Die Feiertage feiern

Das Heim für Holocaustüberlebende in Haifa legt großen Wert auf das Feiern der biblischen Feiertage. Vor kurzem haben wir das Wochenfest, auch Pfingsten genannt, gefeiert. Dieser Feiertag wird auch als Gabe der Thora gefeiert. Gemäß jüdischer Tradition gab Gott dem Volk Israel das Gesetz am Berg Sinai an genau diesem Tag. Wir feierten im Heim mit den Bewohnern und erläuterten den Feiertag und die jüdischen Traditionen, die im Laufe der Geschichte hinzugekommen sind. Es gab eine köstliche Mahlzeit und zum Dessert Käsekuchen, die traditionelle Speise an diesem Feiertag. Die Atmosphäre war festlich und fröhlich und bot den Heimbewohnern eine weitere Gelegenheit zu feiern und als Familie zusammen zu kommen!

Zeit zu tanzen

Jeden Mittwochabend treffen sich viele Heimbewohner im Speisesaal zu einem Musik- und Tanzabend. Bewohner, Mitarbeiter und Volontäre können sich beim Klang großartiger Musik und beim gemeinsamen Tanzen besser kennenlernen. Tanz und Musik sind wichtiger Bestandteil der israelischen und jüdischen Kultur, bei Hochzeiten oder anderen Feierlichkeiten gehören sie fest zum Programm. Darum ist dieses wöchentliche Ereignis bei vielen Heimbewohnern sehr beliebt. Sie schätzen Tanz und Musik sehr. Jeden Mittwochabend nach dem Abendessen ertönen die Klänge der verschiedenen Musikstile und alle tanzen, wie es ihnen gefällt - miteinander oder auch alleine. Genia ist mit ihren 94 Jahren oft die erste auf der Tanzfläche! „Mir tut alles weh, aber wenn ich tanze, fühle ich mich wieder jung. Es erinnert mich an gute Zeiten und schenkt mir Freude“, strahlte Genia.

Nicht jeder ist körperlich imstande zu tanzen, aber das hält niemanden davon ab die Musik zu genießen und den anderen beim Tanzen zuzusehen. Es ist ein so besonderer Höhepunkt der Woche, dass selbst Leute und Soldaten aus der Nachbarschaft dazukommen! „Es ist ein Abend, auf den sie sich sehr freuen. Schon dienstags fragen sie uns, ob wir denn ebenfalls zum Tanzen kommen werden“, sagte Tamaris, deutsche Volontärin im Haifa-Heim.

Bitte helfen Sie uns, die betagten Bewohner des Haifa-Heims zu segnen, ihnen ein schönes Zuhause und die beste Pflege zu geben, solange wir noch die Möglichkeit dazu haben! Als Verwendungszweck bitte „Haifa Heim“ angeben, herzlichen Dank!

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Sicherheit für Kinder und Jugendliche in Südisrael

Israels Südgrenze zum Gazastreifen ist nach wie vor eine geplagte Gegend. Ihre Bewohner mussten in den letzten gut zehn Jahren mit vielen Gefahren fertigwerden: Raketenangriffe, Terrortunnel, Scharfschützen und Feuerballons. Viele Kinder und Jugendliche, aber auch ihre Eltern, sind traumatisiert und nehmen Medikamente gegen die Angst. Seit Jahren stellt die ICEJ gemeinsam mit unserem Freund und Partner Rabbi Shmuel Bowman, Direktor der israelischen NGO Operation Lifeshield, Schutzbunker in Orten entlang der Gaza-Grenze auf und liefert wendige, mobile Löschfahrzeuge, um die Sicherheit der Bewohner zu erhöhen. So ermutigen wir Israelis vor Ort und zeigen ihnen unsere Solidarität.

Foto: ICEJ, Gottfried Bühler, Leiter der ICEJ-Deutschland, und ICEJ-Präsident Jürgen Bühler (Jerusalem) haben sich Mitte Mai überzeugt: Aufgrund unserer guten und sehr effektiven Zusammenarbeit mit Rabbi Shmuel Bowman (Operation Lifeshield) kommen Ihre Spendengelder genau da an, wo sie am dringendsten gebraucht werden.

Wegen der permanenten Terrorbedrohung aus Gaza planen einige Familien aus Südisrael wegzuziehen. Bitte helfen Sie uns, ihre Sicherheit zu erhöhen, um ihr Bleiben zu ermöglichen! Zum Spendenportal

Bewohner Südisraels planen Wegzug

Israelische Medien berichteten im Juni, dass mindestens zehn israelische Familien, die nahe der Grenze zum Gazastreifen wohnen, diesen Sommer aus Südisrael wegziehen wollen, weil die Sicherheitslage aufgrund des Terrors ständig angespannt ist. Im Jahr 2018 stieg der Raketenbeschuss enorm an. Palästinensische Terroristen schossen 1.000 Raketen und Mörsergranaten auf Israel - in den drei Jahren davor waren es insgesamt 71 Raketen. Zuletzt feuerten palästinensische Terroristen Anfang Mai in 48 Stunden mehr als 700 Raketen und Mörsergranaten auf Südisrael, dabei starben vier israelische Zivilisten. Im Grenzgebiet zum Gazastreifen, das unumstritten zum Kernland Israels gehört, leben rund 70.000 Israelis in mehr als 50 Ortschaften. Bei Raketenalarm haben sie höchstens 15 Sekunden Zeit, Schutz zu suchen. Seit Ende des siebenwöchigen Gaza-Krieges 2014 und der Fertigstellung der Bahnlinie von Tel Aviv nach Beerschewa mit Haltestellen in Sderot, Netivot und Ofakim waren wieder mehr Israelis in den Süden gezogen. Nun wächst die Sorge, dass weitere Familien die Gegend verlassen könnten.

Raketenschutz für Tennis-Club

In Ofakim, etwa 28 Kilometer vom Gazastreifen entfernt, gibt es eines von 14 Tennis-Zentren in Israel, in denen sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis 18 Jahren ihre Freizeit verbringen und Werte wie Kooperation, Ausdauer, Fairness und Toleranz lernen. Doch in Ofakim setzen den Kindern nicht nur schwierige Familienverhältnisse und Armut zu - sie leiden zudem unter der permanenten Terrorbedrohung aus Gaza. Weil das Tennisprogramm ohne Zufluchtsort in Notzeiten nicht stattfinden könnte, hat die ICEJ Deutschland im März zwei Schutzbunker neben dem Tennisplatz für die Kleinsten sowie für ihre Mütter und Geschwister aufgestellt. „Ich möchte besonders den Spendern dieser Bunker danken“, erklärte Mitarbeiter Uzi. „Anfang Mai ist eine Rakete nur 50 Meter von hier entfernt eingeschlagen. Doch die Schutzbunker geben den Kindern Sicherheit. Danke, dass ihr uns besucht!“

Bitte beten Sie um Sicherheit für die Bewohner Südisraels und helfen Sie uns, weitere Schutzbunker für sie aufzustellen und Ermutigung zu geben. Als Verwendungszweck bitte „Schutzbunker“ angeben, herzlichen Dank!

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Die ICEJ beim Gebetsfrühstück in Jerusalem

Anfang Juni hat das Leitungsteam der ICEJ am jährlichen Gebetsfrühstück in Jerusalem teilgenommen. Die Gebetsbewegung wurde vor zwei Jahren vom Knesset-Abgeordneten Robert Ilatov ins Leben gerufen, der unter anderem Vorsitzender des Ausschusses für die Beziehungen zu den christlichen Freunden Israels ist. Er leitet die Veranstaltung gemeinsam mit Michele Bachmann, Abgeordnete des US-Kongresses, und Albert Veksler, Leiter der Organisation ‚Global Aliyah‘, die Juden weltweit bei der Einwanderung nach Israel unterstützt. Zum Gebetsfrühstück kommen jedes Jahr Staats- und Regierungschefs sowie christliche Leiter aus aller Welt in Jerusalem zusammen, um für den Frieden Israels zu beten. Nach Jesaja 62,2 sei Jerusalem das Bindeglied zwischen dem jüdischen Staat und der christlichen Welt, so Ilatov über die Ausrichtung des Gebetsfrühstücks.

Foto: ICEJ-Präsident Jürgen Bühler spricht beim Gebetsfrühstück in Jerusalem

Das diesjährige Frühstück lasse sich als „Zusammenkommen der Nationen“ bezeichnen, kommentierte ICEJ-Präsident Jürgen Bühler. „Mit mittlerweile über 800 Abgeordneten aus 60 verschiedenen Ländern gewinnt das Gebetsfrühstück schnell an Einfluss. Die Hand des Herrn ruht sichtbar auf der Veranstaltung.“ Bühler brachte anerkennend zum Ausdruck, dass das Team vor Ort „dieses Jahr wieder einmal fantastische Arbeit geleistet hat.“

Mojmir Kallus, ICEJ-Vizepräsident für Internationale Angelegenheiten, war ebenfalls tief von der Einheit beeindruckt, die die Veranstaltung prägte: „Christliche und jüdische Männer und Frauen in Führungspositionen haben sehr oft die gleiche Thematik in ihren Reden angesprochen. Zum Beispiel wurde das Buch Ruth wegen seines Bezugs zur Schawuot-/Pfingstzeit häufig erwähnt. In dieser Zeit ist es in jüdischen Familien Tradition, das Buch Ruth zu lesen. Obwohl sie Heidin war, ist Ruth unter den Juden hoch angesehen. Ihrem Bekenntnis ‚Dein Gott wird auch mein Gott sein‘ (Ruth 1,16) liegt die gleiche Haltung zugrunde wie heute den gläubigen Christen aus den Heidenvölkern. Sowohl Christen als auch Juden haben das bekannt, das war für mich ein starkes Zeugnis.“

Abgeordnete aus aller Welt und ganz Israel, aus verschiedensten Kulturen und Demographien kamen für das Gebetsfrühstück nach Jerusalem. Aus Israel haben sich Gläubige mit arabischen Christen und auch mit jüdischen Rabbis zusammengetan, um in Einheit für den Frieden Israels zu beten. Genauso haben sich auch christliche Leiter mit Parlamentsmitgliedern und Ministern eins gemacht, um ihrer Unterstützung Ausdruck zu verleihen und für Jerusalem im Gebet einzustehen.

Für Barry Denison, ICEJ-Vizepräsident für den Verwaltungsbereich, war das diesjährige Gebetsfrühstück in Jerusalem „ein großartiger Erfolg. Die rege Beteiligung hat die Israelis vor allem angesichts des schweren Jahresbeginns sehr ermutigt. Die Gebete waren von unserem Herrn gesalbt und seine Gegenwart wurde von allen Anwesenden bezeugt, auch von den Israelis.“

Übersetzt von: Carina Rieger

 

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