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Special Reports

Pakete gegen Hunger

Das ist passiert: Seit Beginn des Gaza-Kriegs wurden etwa 360.000 Reservisten eingezogen. Das ist, als würde man in Deutschland von einem Tag auf den anderen drei Millionen Menschen aus der Arbeitswelt nehmen, verglich die WirtschaftsWoche die Situation. Viele Geschäfte und Unternehmen sind geschlossen. Die Steuereinnahmen sind drastisch eingebrochen. Dabei muss der jüdische Staat nicht nur die Verteidigung des Landes finanzieren und für die Reservisten aufkommen, sondern auch für über 200.000 Evakuierte, die vor dem immer noch anhaltenden Raketenbeschuss der Terroristen ins Landesinnere fliehen mussten und seither in Hotels untergebracht sind. Die Staatsausgaben sind explodiert und können von Israel nur mit hohen Krediten gestemmt werden. Dabei ist Israel auf sich selbst gestellt. Es gibt kein Soforthilfe-Paket der Weltgemeinschaft für das Land, das von der Hamas in diesen Krieg gezwungen wurde.

Das sind die Folgen: Armut breitet sich aus. Die wirtschaftliche Not ist vielerorts groß und wird wohl weiter zunehmen. Seit Beginn des Kriegs hat sich die Zahl der bedürftigen Israelis stark erhöht. Familien, die zuvor bereits nur mit zwei oder mehr Einkommen über die Runden kamen und nun aufgrund der wirtschaftlichen Situation Einkommen verloren haben, wissen nicht mehr, wie sie die Kosten für Miete und Lebensmittel finanzieren sollen. Auch bei vielen Alleinerziehenden, Kranken und Senioren ist die Not groß.

So hilft die ICEJ: Unser ICEJ Team in Israel verpackt und liefert Lebensmittelpakete und Hygieneartikel für Bedürftige und für die vom Krieg am meisten betroffenen südlichen Regionen. Dabei arbeiten wir mit der gemeinnützigen Organisation Pitchon Lev und freiwilligen Helfern zusammen. Es ist gelungen, in Rischon LeZion eine Halle für die Lagerung und Verpackung zu bekommen. Bei der Auslieferung der Pakete ist ein LKW im Einsatz, der mit Spenden der ICEJ-Freunde finanziert wird. Der LKW fährt mit einer Botschaft durch das Land, die an der Seite des Wagens auf Hebräisch zu lesen ist: „Israel, du bist nicht allein.“

Mehr erfahren: Filmtipp "Lebensmittelpakete für Israel"

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Der Kampf um Israels Zukunft

Kurz vor den Feierlichkeiten zu Israels 75-jährigem Bestehen befindet sich der jüdische Staat in seiner vermutlich größten innenpolitischen Krise seit der Staatsgründung 1948. Die hitzigen landesweiten Debatten über die Justizreform führen seit Anfang Januar jede Woche zu Massendemonstrationen auf Israels Straßen. Während die neue Regierung am Anfang noch gehofft hatte, die Proteste würden mit der Zeit abklingen, ist genau das Gegenteil eingetreten. Sie haben nicht nur zahlenmäßig, sondern auch an Intensität zugenommen. (Foto: Getty, Flash90)

Israels innenpolitische Krise

Wichtige Autobahnen in und zwischen Tel Aviv und Jerusalem sind mehrfach blockiert worden, was viele Pendler ins Chaos stürzte. Besorgniserregender ist jedoch, dass Hunderte israelischer Reservisten, insbesondere in Eliteeinheiten der Luftwaffe und des Militärnachrichtendienstes, sich weigern, ihren jährlichen Reservedienst anzutreten. Dieser Reservedienst ist für jeden israelischen Soldaten bis zum Alter von 40 Jahren verpflichtend. Führungskräfte in der Hightech-Industrie der berühmten Start-Up-Nation haben Hunderte Millionen Euro von ihren israelischen Bankkonten abgezogen und diese an ausländische Geldinstitute überwiesen. Nach Angaben einiger Bankiers sind insgesamt bisher 4 Milliarden Euro außer Landes gebracht worden, zum Teil aus Protest, aber auch aus Sorge um die wirtschaftliche Zukunft Israels.

Gerüchte über „Bürgerkrieg“

Diese Woche erreichten die Unruhen einen gefährlichen Höhepunkt, als die Histadrut, der Dachverband der Gewerkschaften Israels, zu lähmenden landesweiten Streiks aufrief, um die Justizreformen zu stoppen. Besonders bemerkenswert war, dass der Ben-Gurion-Flughafen vorübergehend alle Auslandsflüge einstellte. Zusätzlich legten israelische Diplomaten auf der ganzen Welt ihre Arbeit nieder. Besorgniserregende Gerüchte über einen „Bürgerkrieg“ waren immer öfter zu hören. Zweifellos handelt es sich um einen höchst kritischen Zeitpunkt in der Geschichte des modernen Staates Israel.

Was steht also auf dem Spiel? Was veranlasst einen so großen Teil der Bevölkerung dazu, ihre Zeit und Energie zu investieren, um etwas zu stoppen, das sie als einen „Staatsstreich“ ansieht? Die Emotionen schlagen tatsächlich hohe Wellen! Manche Beobachter dieses Aufruhrs, einschließlich vieler christlicher Israelfreunde, wollen die Anti-Reform-Proteste auf ein reines Kräftemessen zwischen dem liberalen, säkularen Tel Aviv und dem religiösen Jerusalem reduzieren oder auf eine Machtprobe zwischen Linken und Konservativen. Andere vereinfachen den Konflikt allzu sehr, indem sie Premierminister Benjamin Netanjahu als das Problem darstellen. Natürlich sind all diese Aspekte für die Debatte bedeutungsvoll, doch die aktuelle Krise geht viel tiefer. Israel-Nachrichten per Email erhalten

Reformbedarf

Interessanterweise würde die überwiegende Mehrheit der Israelis grundsätzlich ein Maßnahmenpaket vernünftiger und ausgewogener Justizreformen begrüßen. Präsident Isaac Herzog, der frühere Vorsitzende der linksgerichteten Arbeitspartei, unterstützt Justizreformen genauso wie Jair Lapid, Vorsitzender von Jesch Atid, der größten Oppositionspartei, die im Januar die Proteste initiierte. Auch die vorherige Regierung unter Naftali Bennett und Lapid arbeitete bereits an sehr ähnlichen Justizreformen, die sie hätte umsetzen können, wenn sie ihre Mehrheit in der Knesset behalten hätte.

Proteste gegen die Justizreform

Abgesehen von den üblichen Parteistreitigkeiten und den Vorbehalten, die viele Israelis gegen Netanjahu haben, gibt es zwei Hauptgründe dafür, dass eine wachsende Anzahl von Israelis verschiedenster Hintergründe, sowohl aus dem säkularen als auch aus dem religiösen Lager, an den Protesten teilnimmt und zu Reformen aufruft, die auf einem breiteren Konsens beruhen. Selbst in Netanjahus eigener Likud-Partei hört man immer mehr Stimmen, die einen Kompromiss verlangen.

Das Hauptproblem ist die Frage, über wie viel Macht der Oberste Gerichtshof verfügen und wie die dortigen Richter bestimmt werden sollten. In dieser Frage sind sich fast alle einig: Israels nichtgewählte Richter üben zu viel Macht über Gesetze, ja sogar über Grundgesetze aus, die von der demokratisch gewählten Knesset verabschiedet werden. Die Richter mischen sich ihrer Ansicht nach zu sehr in politische Fragen ein, wobei sie von einer Mehrheit ihrer Richterkollegen ernannt werden, während die Knesset nur beschränkte Einflussmöglichkeiten hat. All das soll sich nun ändern.

Sorge vor religiösem Zwang

Doch die Mehrheit der Israelis befürchtet jetzt, dass die aktuelle Justizreform das Pendel der Macht von einem Extrem ins andere verfrachten wird. Die Macht würde von bisher überwiegend liberalen Richtern auf eine israelische Regierung übertragen, die noch nie so religiös und national war. Sollten die zentralen Reformen verabschiedet werden, die die Macht der Gerichte, schlechte Gesetze für ungültig zu erklären, beschränken, so wartet schon ein zweites Paket von Gesetzentwürfen, das bei vielen ernstzunehmende Ängste vor religiösem Zwang aufkommen lässt.

Es könnte zu neuen religiösen Beschränkungen bei der Frage kommen, wer nach Israel einwandern darf, und zur erzwungenen Einhaltung von Schabbat- und Kaschrut-Vorschriften. Frauen würden Haftstrafen drohen, wenn sie mit entblößtem Ellenbogen zur Klagemauer gingen. Für bestimmte Verbrechen wird über die Wiedereinführung der Todesstrafe nachgedacht, während israelische Ärzte ermutigt werden könnten, Juden bei der Behandlung Nichtjuden vorzuziehen. Das gefährliche Anti-Missions-Gesetz haben wir dabei noch gar nicht erwähnt. Es hätte dazu führen können, dass Jesusgläubige einfach nur dafür im Gefängnis landen, dass sie ihren Glauben weitergeben. Gott sei Dank wurden viele dieser Gesetze bereits in ihren Anfängen gestoppt, doch sie spiegeln die Neigungen der amtierenden Regierung wider.

Die Zukunft Israels

Die entscheidende Frage für alle Beteiligten an dieser Krise lautet: Wie wird die Zukunft des jüdischen Staates aussehen? Es stimmt, dass sich die überwiegende Mehrheit der Demonstranten als Zionisten bezeichnen würde. Das gilt insbesondere für die Elitesoldaten, die gerade ihren Dienst verweigern. Diese mutigen Männer und Frauen sind normalerweise bereit, ihr Leben für das Überleben des Staates Israel zu opfern. Zudem befürwortet die Mehrheit der Protestierenden, dass Israel gemäß der Vision Theodor Herzls ein jüdischer Staat ist – ein Ort, an dem Juden auf der ganzen Welt Zuflucht finden. Ein Ort, an dem das Judesein nicht schambehaftet ist, sondern als ehrenhaft gilt. Eine Nation, die jüdische Feiertage hält und in der über 80 Prozent der Israelis an Jom Kippur freiwillig fasten, während sogar noch mehr an diesem Tag ihre Autos stehenlassen.

Die Frage lautet jedoch, mit wie viel staatlichem Zwang dieser jüdische Charakter den Bürgern Israels auferlegt wird. Oder, anders gefragt: Wie viel Freiheit hätte jeder Bürger, seine eigene jüdische Identität im Alltag auszuleben?

In den vergangenen Jahrzehnten hat Israel diesen Balanceakt mit unglaublicher Gewandtheit gemeistert. Einerseits erlaubte es allen seinen Bürgern maximale Meinungsfreiheit, während es gleichzeitig die Rechte der ultraorthodoxen Bevölkerung schützte, beispielsweise geschlechtergetrennte Schulklassen beizubehalten. Manche Bezirke in Israel sind am Schabbat für sämtlichen Verkehr gesperrt, während man in anderen Landesteilen Einkaufszentren vorfindet, die vor Autos und Menschen geradezu überquellen. Die Mehrheit der heutigen Israelis, selbst unter den Religiösen, würde diese individuellen Freiheiten in Israel gerne beibehalten. Genau an diesem Punkt waren die Richter am Obersten Gerichtshof oft die mäßigende Stimme, die diese gesellschaftliche Vielfalt und Balance zwischen Ultra-Orthodoxen und Ultra-Säkularen garantierte.

Israels demographische Entwicklung

Es gibt eine weitere Facette in dieser Debatte, die vielen Israelis Sorgen bereitet, und es könnte sogar das Kernproblem sein: die Demographie. Die ultraorthodoxe Bevölkerung in Israel ist in den letzten 75 Jahren von ein paar Hunderten zur Zeit der Staatsgründung auf zirka 14 Prozent der Bevölkerung angewachsen. Und dieser Trend scheint sich fortzusetzen. Heute besuchen 25 Prozent aller israelischen Erstklässler ultraorthodoxe Schulen. Ein beliebter Slogan der Anti-Reform-Proteste ist „De-mo-kra-tia“ (Demokratie), doch er sollte nach Überzeugung eines scharfsinnigen Rabbiners „De-mo-gra-phia“ lauten. Denn man befürchtet Folgendes: Wächst die ultraorthodoxe Gemeinschaft weiterhin schneller als alle anderen Bevölkerungsgruppen und werden die Justizreformen so, wie sie jetzt sind, verabschiedet, könnte sich Israels Charakter von einer liberalen jüdischen Demokratie hin zu einem religiösen Gottesstaat wandeln.

Tatsache ist, dass Israels ultraorthodoxe Bevölkerung nur zwei Prozent der nationalen Steuerlast trägt, während sie 40 Prozent der Sozialleistungen erhält. All das, während ultraorthodoxe Kinder vom Militärdienst befreit sind. Aus diesem Grund nehmen viele Israelis es den Religiösen übel, dass sie die alte soziale Übereinkunft quasi vorführen, die verlangt, dass jeder Bürger seinen Steueranteil zahlt und seine Söhne und Töchter in die Armee schickt. Es verärgert sie auch zu hören, wie ultraorthodoxe Politiker Piloten der israelischen Luftwaffe vorwerfen, „unpatriotisch“ zu sein, weil sie nicht zum Reservedienst erscheinen. Um es ganz klar zu sagen: Die meisten Israelis respektieren die ultraorthodoxe Gemeinschaft als Hüter der jüdisch-religiösen Traditionen, doch sie fürchten, dass die Justizreformen die Ultra-Religiösen ermächtigen werden, ihnen die Freiheiten und Rechte zu stehlen, für die viele Israelis in unzähligen Kriegen gekämpft haben und gestorben sind.

Gewaltenteilung in der Bibel

Vor diesem Hintergrund fragte mich kürzlich ein christlicher Leiter: „Wäre es nicht wunderbar, wenn ganz Israel gezwungen wäre, nach Gottes Geboten zu leben?“ Nein, das sehe ich anders! Unsere eigene christliche Geschichte zeigt, dass fromme und wohlmeinende religiöse Leiter nicht immer gute Politier sind. Kurzzeitig brachte die Erweckung in Genf unter Johannes Calvin eine zeitlich begrenzte, aber herrliche Epoche hervor, in der Genf „die Stadt Gottes“ genannt wurde. Doch sie endete in einer drakonischen Herrschaft religiöser Führer, die Kinder ermutigten, ihre Eltern auszuspionieren und zu verraten, sollten diese in Sünde fallen. Ähnliche Geschichten werden aus dem italienischen Florenz unter dem Reformator Savagnola berichtet. Und als Martin Luthers Reformation den ersten protestantischen Staat in Deutschland hervorbrachte, führte es dazu, dass Zehntausende Täufer als „Irrlehrer“ von Luthers Anhängern getötet wurden.

Auch wenn ich überzeugt bin, dass diese mittelalterlichen Beispiele nicht vom jüdischen Staat wiederholt werden, lehren sie uns doch, dass zu religiöse Politiker oft das Gewissen einer Nation überstimmen können. Die Hoffnung, die uns die jüdischen und christlichen Heiligen Schriften vermitteln, lautet: Wahre Freiheit, Gerechtigkeit und Recht werden allein von dem Mann herbeigeführt, der auf dem Thron Davids sitzen und sein Volk in Gerechtigkeit und Recht regieren wird.

Die israelischen Propheten vermittelten der Welt das, was wir heute als angemessene Teilung der Regierungsgewalten ansehen. In Jesaja 33,22 (HFA) sagt der Prophet: „Der HERR selbst ist dann unser Richter, unser Gesetzgeber und unser König. Nur er kann uns retten und wird es auch tun.“ Die frühen Reformatoren erklärten, dass nur ein vollkommener Gott diese drei Gewalten der Gesetzgebung (Legislative), der Gerichtsbarkeit (Judikative) und der Königsherrschaft (Exekutive) richtig ausüben könnte. Wir Menschen sind zu sündig und korrupt, als dass ein Mensch alle diese Gewalten in sich vereinen könnte. Und genau darum geht es heute in Israel.

Israel befindet sich gerade an einem kritischen und komplexen Punkt in seiner Geschichte, während es auf seinen 75. Geburtstag zusteuert. Es braucht unsere Gebete mehr als je zuvor, da diese Zeit die Zukunft des Landes entscheidend formen wird.

Wie sollten wir nun für Israel beten?

1. Beten wir für die politischen und religiösen Leiter Israels, dass sie Weisheit und Gnade empfangen, die Einheit der Nation wiederherzustellen. Das ist wichtig, da Jesus selbst gesagt hat, dass ein Königreich, das mit sich selbst uneins ist, nicht bestehen könne (Markus 3,24). Laut der jüdischen Tradition war es „sinat achim“ – der Hass unter Brüdern – der zum römischen Exil führte.

Beten wir gemäß Psalm 133,1 (HFA): „Wie schön und angenehm ist es, wenn Brüder in Frieden zusammenleben!“

2. Abraham war 75 Jahre alt, als er, der Vater des Glaubens, das Verheißene Land betrat (1. Mose 12). Lassen Sie uns beten, dass Israel an seinem 75. Geburtstag sein geistliches Erbe als Nation antritt. Beten wir, dass Israel aus diesem Chaos als Licht für die Nationen hervorgeht, dass diese schwierigen Zeiten dazu führen, dass Israel Gott sucht und Gott antwortet, indem er den Geist der Gnade und des Flehens auf Israel ausgießt.

Beten wir gemäß Sacharja 12,10ff.

3. Beten wir für Premierminister Netanjahu, dass Gott ihm Weisheit schenkt, dieses Land in Gerechtigkeit und Recht zu regieren.

Beten wir mit Psalm 72,1+2: „Gott, gib dein Recht dem König und deine Gerechtigkeit dem Königssohn, dass er dein Volk richte in Gerechtigkeit und deine Elenden nach dem Recht“ und Sprüche 21,1:  „Des Königs Herz ist in der Hand des HERRN wie Wasserbäche; er lenkt es, wohin er will“.

4. Beten wir für die Sicherheit Israels, da einige seiner Feinde bereits die Verwundbarkeit des jüdischen Staates inmitten dieser innenpolitischen Turbulenzen spüren.

Beten wir mit Psalm 121,4: „Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht“.


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Heute oder nie!

Am 26. April 2023 feiert Israel 75-jähriges Bestehen. Ein Rückblick auf die dramatischen Stunden, die der Staatsgründung vorausgingen.

Krieg im Land

Es sah wahrlich nicht gut aus für die Zukunft eines jüdischen Staates im Frühjahr 1948. Zwar hatten die UN am 29. November 1947 beschlossen, das Mandatsgebiet Palästina aufzuteilen. Doch seither herrschte Krieg im Land, denn die Araber wollten die Gründung eines jüdischen Staates mit allen Mitteln verhindern. (Foto: GPO/Hans Pin, Erklärung der Unabhängigkeit am 14. Mai 1948)

David gegen Goliath

Die jüdischen Bewohner besaßen kaum Waffen, um sich gegen die arabisch-palästinensischen Milizen zu verteidigen. „Wir haben ein Gewehr für vier Leute. Wir haben keinen einzigen Panzer und keine Flugzeuge“, schrieb der spätere Staatsgründer David Ben Gurion besorgt in sein Tagebuch. Die arabischen Milizen hingegen wurden von der Arabischen Liga mit Waffen und Kämpfern unterstützt. Der Libanon, Irak, Syrien, Jordanien und Ägypten hatten bereits angekündigt, nach dem Abzug der britischen Truppen einzumarschieren, um alle Juden niederzumetzeln.

12. Mai 1948

Am 12. Mai 1948 trafen sich Vertreter des jüdischen Nationalrats im städtischen Museum in Tel Aviv, um eine Entscheidung zu treffen: Sollte man die Staatsgründung zum gegenwärtigen Zeitpunkt wagen? 14 Stunden lang diskutierte die kleine Gruppe unter dem Vorsitz von Ben Gurion. Einige Mitglieder fehlten – sie saßen im umlagerten Jerusalem fest.

Telefone klingelten, Boten gingen ein und aus. Doch alle Meldungen, die nach Tel Aviv durchdrangen, sprachen gegen die Staatsgründung. Am späten Abend kam eine weitere bittere Nachricht, diesmal aus den USA. Außenminister Georg Marshall riet dringend von der Staatsgründung ab. Ein jüdischer Staat habe keine Chance gegen die arabischen Armeen – und von den USA dürfe man keine Unterstützung erwarten. Stattdessen arbeiteten die Amerikaner bereits an einem anderen Plan, an einem ungeteilten Palästina unter der Kontrolle der Vereinten Nationen.

Drohendes Scheitern

Wäre das nicht vielleicht tatsächlich die beste Lösung? Dem Nationalrat lief ohnehin die Zeit davon. Wollte man wirklich einen eigenen Staat gründen, müsste das bis zum Ablauf des britischen Mandats am 14. Mai geschehen. Zweifel drohten der kleinen Gruppe den Mut zu rauben. Da stand Ben Gurion auf und hielt die wohl wichtigste Rede seines Lebens. Er endete mit den Worten: „Chawerim, se ha-jom o-le-olam lo!“ – Freunde, heute oder nie!

Jetzt oder nie

Der Entschluss fiel nach Ben Gurions Rede am 12. Mai 1948 um kurz vor Mitternacht.

In den frühen Morgenstunden des 13. Mai begann ein Wettlauf gegen die Uhr, denn bereits am 14. Mai um 16 Uhr sollte der jüdische Staat ausgerufen werden.

In aller Eile zimmerten Handwerker ein Podest im Sitzungssaal. 350 Gäste wurden eingeladen, die Stühle für das Publikum lieh man aus den umliegenden Restaurants. Eigentlich sollte die Einladung mit Diskretion behandelt werden, doch die Nachricht von der bevorstehenden Staatsgründung breitete sich wie ein Lauffeuer aus. Tausende Menschen jubelten dicht gedrängt auf dem Rothschild-Boulevard, als Ben Gurion an jenem Freitag, den 14. Mai um kurz vor 16 Uhr das Museum betrat.

Exakt 32 Minuten dauerte die Zeremonie – und mit ihr erfüllte sich eine alte Verheißung, die der biblische Prophet Amos im Namen Gottes schon vor über 2000 Jahren prophezeit hatte: „Ich werde mein vertriebenes Volk Israel aus den fernen Ländern heimholen und sie werden ihre Städte, die jetzt in Trümmer liegen, wieder aufbauen und darin wohnen.“

„Für sechs Millionen Juden kam es zu spät“, notierte Golda Meir später bewegt ihre Erinnerungen an diesen Moment.

Ein alter Rabbiner ergänzte die Deklaration mit einem Dankgebet. „Amen“, antworteten alle Anwesenden, ob praktizierende Juden oder Atheisten. Im zweiten Stockwerk des Gebäudes stimmte eine Kapelle die Hatikwa an, Israels Nationalhymne. Und damit endete die wohl kürzeste Gründungszeremonie, die je ein Staat gefeiert hat. Es wurde auch Zeit, denn der Beginn des Schabbats stand kurz bevor.

Am Tag nach der Staatsgründung fielen fünf arabische Armeen über Israel her. Doch trotz der feindlichen Übermacht gewann der junge Staat den Krieg – und auch alle folgenden.

75 Jahre Start-up Nation Israel

Israel hat in den letzten 75 Jahren eine erstaunliche Entwicklung erlebt, von der alle Nationen profitieren. Innovationen aus Israel eröffnen immer wieder neue Möglichkeiten in der Medizin, im Klimaschutz, in der Landwirtschaft, der Kommunikation, Forschung und Wissenschaft. Israel ist zum Segen für die Welt geworden.

In unserer kostenlosen Broschüre „Start-up Nation Israel“ stellen wir diese erstaunlichen Entwicklungen vor und zeigen, wie stark der kleine jüdische Staat unseren Alltag prägt, ihn bequemer und sicherer macht.

Bestellung im ICEJ-Büro: Tel. 0711-8388 9480 oder info[at]icej.de.

 


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ISRAEL IN NOT!

Viele Länder evakuieren ihre Bürger aus Israel. Die ICEJ bleibt. Unser Team verlässt das Land nicht, sondern leistet Nothilfe an vorderster Front. 

In enger Zusammenarbeit mit israelischen Partnern engagiert sich unser 40 Mitglieder großes Einsatzteam überall dort, wo Hilfe jetzt am dringendsten benötigt wird. ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler ist selbst in den besonders betroffenen Gemeinden an der Gazagrenze unterwegs, um sich über Hilfsbedarf und Notfall-Maßnahmen zu informieren.

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit. Da wir als israelische Organisation mit einem eigenen Hilfsteam vor Ort sind, kommt Ihre Spende ohne Umwege direkt an. 

Unser Team hilft aktuell in acht Bereichen:

1. AMBULANZ: Wir finanzieren einen Krankenwagen.

2. SICHERHEIT: Wir statten Ersthelfer mit kugelsicheren Westen und Helmen aus.

3. AUSRÜSTUNG: Wir statten Rettungskräfte an vorderster Front aus mit Taschenlampen, Batterien, Schlafsäcken, Matten, Zelten, Handtüchern, Jacken, Strickmützen, Unterwäsche und Socken.

4. SCHUTZRÄUME: Wir unterstützen bei der schnellen Renovierung älterer Schutzräume und stellen weitere Schutzbunker auf.

5. EVAKUIERUNGEN: Wir werden um Hilfe gebeten, um Überlebende des Massakers aus dem Süden in ruhigere Orte in den Norden des Landes zu bringen. Etwa 4.000 Einwohner können in kleine Erholungsgebiete abseits der Front gebracht werden. Außerdem unterstützen wir die Betreuung von Kindern, die ihr Zuhause verloren haben.

6. GRUNDNAHRUNGSMITTEL: Wir versorgen Ersthelfer, Evakuierte, ältere Menschen und machmal auch Rettungskräfte mit Lebensmitteln.

7. ERSTE HILFE FÜR TERROROPFER: Viele Menschen haben Traumata erlitten. Wir helfen bei der Ausbildung zusätzlicher Pflegekräfte und Therapeuten. Diese Aufgabe wird uns längere Zeit begleiten. Wir unterstützen außerdem Familien und Eltern finanziell, die aufgrund der schweren Erlebnisse vorübergehend nicht mehr arbeiten oder normal weiterleben können.

8. WIEDERAUFBAU: Es wurde viel zerstört. Wir helfen auch hier beim Wiederaufbau.

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Der Krieg mit der Hamas im Jahr 2023

Der Krieg mit der Hamas im Jahr 2023: Was Sie wissen müssen

Am 7. Oktober 2023, dem jüdischen Feiertag Simchat Tora, startete die Hamas einen massiven Terrorangriff auf Israel. Sie feuerte Tausende von Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel ab, während 2’500 Hamas-Milizionäre den Grenzzaun zum Gazastreifen durchbrachen und 25 israelische Wohngemeinden sowie ein Musikfestival im Freien belagerten. In dem darauffolgenden Gemetzel wurden mehr als 1’300 unschuldige Männer, Frauen und Kinder kaltblütig ermordet, zahlreiche weitere wurden verwundet und rund 200 wurden als Geiseln nach Gaza verschleppt. Unter den Opfern des Hamas-Blutbads befanden sich Dutzende ausländischer Staatsangehöriger aus über 40 Ländern. Dieses brutale Pogrom war der schlimmste Tag von Mord und Terror gegen das jüdische Volk seit dem Holocaust. Die Hisbollah im Libanon droht nun, eine neue Front an der Nordgrenze Israels zu eröffnen.

Häufig gestellte Fragen

Wer ist die Hamas?

Die Hamas ist eine radikal-sunnitische Terrororganisation, die seit 2007 de facto den Gazastreifen regiert. Die Hamas, die als palästinensischer Ableger der Muslimbruderschaft gilt, wurde Ende 1987 als politischer Rivale der von der Fatah geführten PLO gegründet. In ihrer Charta verpflichtet sich die Gruppe zur Zerstörung Israels und zur Schaffung eines islamischen Staates unter dem Gesetz der Scharia in Palästina. Die Hamas-Charta propagiert eine düstere islamische Endzeitlehre, die zum ständigen Dschihad (heiligen Krieg) gegen den jüdischen Staat und das jüdische Volk aufruft, um zunächst Jerusalem zurückzuerobern und dann gegen den "Kreuzfahrer-Westen" anzutreten, um die Weltherrschaft des Islam zu sichern. Die Hamas hat ihre Hauptpräsenz im Gazastreifen und erhält auch breite Unterstützung im Westjordanland, aber ihre Führungsspitze wird seit zehn Jahren in Katar be-herbergt.

Nach dem Rückzug Israels aus dem Gaza-Streifen im Jahr 2005 liquidierte die Hamas 2007 in einem blutigen Staatsstreich die lokale Fatah-Führung und die Sicherheitskräfte. Heute regiert sie über 2,3 Millionen Palästinenser im Gazastreifen und setzt eine strenge Form des fundamentalistischen Islam durch. Die Hamas lehnt jegliche Friedensverhandlungen oder 
-Abkommen mit Israel, einschließlich der Osloer Abkommen, sowie eine Zweistaatenlösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt strikt ab. Obwohl sich die Hamas als muslimische Wohlfahrtsorganisation präsentiert, verwendet die Gruppe den größten Teil ihres Budgets für die militärische Aufrüstung, einschließlich Raketen, Waffen und Terrortunneln. 

Die Milizgruppe ist auch für ihre zahlreichen Selbstmordattentate und andere Terroranschläge bekannt. Mehr Infos über die Hamas gibt es im folgenden Video auf Englisch: Understanding Hamas

Wer ist die Hisbollah?

Die Hisbollah ist eine schiitische Terrormiliz mit Sitz im Libanon, die von Iran und Syrien unterstützt wird und sich seit ihrer Gründung im Jahr 1982 der Zerstörung Israels verschrieben hat. Der Hisbollah-Führer Scheich Hassan Nasrallah nannte Israel einen "Krebstumor" und behauptete einmal, Allah habe das jüdische Volk aus der ganzen Welt an einem Ort versammelt, um es leichter zu vernichten. Das religiöse, schiitische Regime im Iran finanziert die Hisbollah mit über 700 Millionen Dollar pro Jahr.

Das ursprüngliche Manifest der Hisbollah aus dem Jahr 1985 forderte die Errichtung einer islamischen Republik im Libanon und fügte hinzu: "Unser Kampf wird erst enden, wenn dieses Gebilde [der Staat Israel] ausgelöscht ist." Heute ist es der Hisbollah gelungen, eine große Armee von fast 100’000 Milizionären aufzubauen und über 250’000 Raketen und Flugkörper zu sammeln, die unterdessen Ziele in ganz Israel erreichen können. Ihre militärischen Fähigkeiten haben es der Hisbollah ermöglicht, die libanesische Regierung in den Würgegriff zu nehmen. Viele Länder, darunter die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich, Deutschland, die Arabische Liga und Israel, haben die Hisbollah zu einer globalen terroristischen Organisation erklärt, während die Europäische Union nur ihren militärischen Flügel als terroristische Vereinigung einstuft. Erfahren Sie mehr über die Hisbollah in diesem Video auf Englisch: Terrorists? Or Freedom Fighters?

Was ist der Dschihad?

Der Dictionary of Modern Written Arabic definiert den Dschihad als einen Kampf, eine Schlacht oder einen heiligen Krieg gegen Ungläubige, der nach Ansicht vieler islamischer Lehrer eine religiöse Pflicht aller Muslime ist, bis die gesamte Welt unter die Herrschaft des Islam kommt. Am Freitag, den 13. Oktober 2023, eine Woche nach dem brutalen Hamas-Massaker an Israelis am Feiertag Simchat Tora, rief die Hamas zu einem "globalen Tag des Dschihad" auf, um ihre Solidarität mit Palästina, Jerusalem und Al-Aqsa (dem Tempelberg) zu demonstrieren, was Angriffe und "Lynchmorde" an Juden und ihren Unterstützern weltweit einschliessen sollte. Einige muslimische Gelehrte haben versucht, den Dschihad als einen inneren Kampf gegen sündiges Verhalten zu definieren, doch er wird seit Jahr-hunderten vorwiegend als heiliger Krieg gegen Nichtmuslime verstanden.

Was ist das Humanitäre Völkerrecht (HVR)?

Das humanitäre Völkerrecht (HVR) ist ein Regelwerk, das darauf abzielt aus humanitären Gründen "die Auswirkungen bewaffneter Konflikte zu begrenzen".[1] Das HVR, das auch als "Recht der Kriegsführung" oder "Recht des bewaffneten Konflikts" bezeichnet wird, schreibt die Regeln vor, die Kriegsparteien befolgen sollten - mit dem zentralen Grundsatz, keine Zivilisten zu treffen. Das HVR umfasst die Genfer Abkommen von 1949 und die Zusatzprotokolle von 1977. Alle Konfliktparteien sind verpflichtet, das HVR einzuhalten.[2]

Was ist internationales Strafrecht?

Das internationale Strafrecht fällt in die Zuständigkeit des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag. Der IStGH ist für Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Völkermord und, in begrenztem Umfang, für das Verbrechen der Aggression (Führen eines illegalen Krieges) zuständig. Wie die Vereinigten Staaten, Russland und viele andere Staaten hat auch Israel den Vertrag zur Gründung des IStGH noch nicht ratifiziert, während "Palästina" 2015 der Beitritt gewährt wurde.[3] Der IStGH beschreibt Kriegsverbrechen als "schwere Verstösse gegen die Genfer Konventionen" sowie "andere schwere Verstösse gegen die in internationalen, bewaffneten Konflikten geltenden Gesetze und Gebräuche". Dies umfasst auch Verstösse gegen das humanitäre Völkerrecht.[4]

Was sind die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF)?

Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (Israeli Defense Force) sind das wichtigste Militärkorps des Staates Israel. Man beachte, dass sie "Verteidigungs-Kräfte" genannt werden. Die Aktivitäten der IDF unterliegen der Autorität von Israels demokratisch gewählten, zivilen Regierung. Der Zweck der IDF ist es, den Staat Israel zu bewahren, seine Unabhängigkeit zu schützen und Versuche seiner Feinde, das normale Leben innerhalb des Staates zu stören, zu vereiteln.[5]

Wer hat den Krieg begonnen?

Die Hamas begann den Krieg gegen Israel mit dem schlimmsten Massaker an unschuldigen Zivilisten in der modernen Geschichte Israels, so der Sprecher der Israelischen Verteidigungskräfte (IDF), Daniel Hagari. Israel erklärte der Hamas den Krieg, nachdem sowohl die Hamas als auch die Milizionäre des Islamischen Dschihad gegen das humanitäre Völkerrecht und das internationale Strafrecht verstossen hatten, indem sie am Morgen des 7. Oktober 2023 tausende von Raketen auf Israel abfeuerten, bevor sie den stark befestigten Grenzzaun zu Israel durchbrachen. Anschliessend schickten sie etwa 2’500 schwer bewaffnete Milizionäre zu Fuss, mit Gleitschirmen und Fahrzeugen tief in israelisches Gebiet, wo sie tausende von Menschen massakrierten und verwundeten - unschuldige Männer, Frauen, Kinder, Babys und ältere Menschen, sowie viele Polizisten und Soldaten. Die Liste der abscheulichen Kriegsverbrechen umfasst die Vergewaltigung von Frauen, die Enthauptung von Kindern, die Verbrennung ganzer Familien bei lebendigem Leibe in ihren Häusern und die Entführung von etwa 200 Menschen als Geiseln zurück nach Gaza. Israelische Streitkräfte drangen zu den infiltrierten Gebieten auf der israelischen Seite der Grenze vor, um Zivilisten zu retten und die Terroristen abzuwehren. Danach begannen die IDF mit Luftangriffen auf den Gazastreifen.

Was hoffte die Hamas mit den Ereignissen vom 7. Oktober zu erreichen?

Ein ranghoher Hamas-Beamter im Libanon erklärte, der Angriff vom 7. Oktober sei eine Reaktion auf die "israelischen Verbrechen gegen das palästinensische Volk in Jerusalem und im Westjordanland" und bezwecke ausserdem "die Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen". Die Hamas bezeichnete die Massen-Terror-Operation auch als "Al-Aqsa-Flut", der zur Verteidigung der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem gestartet wurde, welche zu jenem Zeitpunkt nicht von Israel bedroht war.

Hat Israel das Recht, darauf zu reagieren?

Ja. Die Angriffe auf israelische Bürger am 7. Oktober machen die Hamas und den Islamischen Dschihad für Kriegsverbrechen strafrechtlich verantwortlich. Mehrere Handlungen verletzten die "Regel der Unterscheidung" des humanitären Völkerrechts (HVR), die von Kriegsparteien verlangt, Angriffe lediglich auf legitime militärische Ziele zu beschränken.[6] Nach dem HVR handelt es sich bei den folgenden Handlungen um unentschuldbare und flagrante Verstösse gegen humanitäre Normen und das Völkerrecht, sowie um grausame, erniedrigende und entwürdigende Handlungen gegen die Menschlichkeit, welche Kriegsverbrechen darstellen:

- Das vorsätzliche, absichtliche und ungehemmte Massaker an Zivilisten, einschliesslich junger Menschen, die an einer Open-Air-Musikveranstaltung teilnahmen, sowie das wahllose Eindringen in zivile Privathäuser in israelischen Städten und Dörfern, deren Zerstörung und Plünderung und die wahllose Ermordung der in diesen Häusern lebenden Zivilisten

- Die Entführung zahlreicher ziviler Geiseln, darunter ganze Familien, ältere Menschen, Frauen und Kleinkinder, sowie ihre grausame und gewaltsame Verschleppung in den Gazastreifen

- Die grausame Zurschaustellung von misshandelten und verstümmelten Leichen auf den Strassen von Gaza

- Der vorsätzliche und zynische Einsatz der eigenen Zivilbevölkerung in Gaza als menschliche Schutzschilde durch die Hamas und den Islamischen Dschihad, sowie die Nutzung der zahlreichen Moscheen, Krankenhäuser, Schulen und Privathäuser in Gaza als Waffenlager und Abschussrampen[7]

- Der Bau und die Nutzung von taktischen Tunneln unter zivilen Stadtgebieten, Krankenhäusern, öffentlichen Einrichtungen und städtischen Strassen[8]

Das Jerusalem Center for Public Affairs (JCPA) erklärt, dass die Befürwortung eines religiösen heiligen Krieges mit dem Ziel, "eine regionale islamische Einheit zu schaffen, die das gesamte Gebiet Israels umfasst", gegen die Bestimmungen der Konvention zur Verhinderung von Völkermord von 1948 verstösst.[9]

Darf Israel die Stromversorgung des Gazastreifens unterbrechen?

Israel hat sich im Rahmen des Osloer Abkommens 1993 verpflichtet, den Gazastreifen mit Strom zu versorgen.[10]Keine Bestimmung des humanitären Völkerrechts verpflichtet Israel jedoch, den Gazastreifen kostenlos mit Strom zu versorgen. Elektrizität ermöglicht es der Hamas, militärische Kommandozentralen zu betreiben und Batterien für tödliche Drohnen aufzuladen, die für Angriffe auf israelische Bürger eingesetzt werden, weshalb die Einspeisung in das Stromnetz des Gazastreifens unterbrochen wurde. Der Gazastreifen verfügt zwar über ein eigenes Elektrizitätswerk, das aber zum Betrieb Treibstoff benötigt. Israel hat die regelmäßigen Treibstofflieferungen in den Gazastreifen ebenfalls blockiert, was bedeutet, dass das Kraftwerk bald stillstehen wird. Das Massaker und die Entführung hunderter israelischer Bürger verstösst gegen die Osloer Vereinbarungen. Die Hamas-Behörden und die Terroristen im Gazastreifen leugnen das Existenzrecht Israels, dringen in Israel ein und massakrieren Israelis, was Israel von seinen Verpflichtungen aus den Osloer Verträgen entbindet, Strom zu liefern. Die Begrenzung des Stromflusses von Israel nach Gaza wird die militärischen Fähigkeiten des Feindes beeinträchtigen, während die Fortsetzung der Stromversorgung die Fähigkeit der Hamas verbessern würde, Israel anzugreifen und mehr Israelis zu ermorden.

Ist der Tod von Kindern aus dem Gazastreifen infolge der israelischen Vergeltungsmaßnahmen als Kriegsverbrechen anzusehen?

Nach dem humanitären Völkerrecht stellt der zufällige Tod eines Kindes während legitimer Kampfhandlungen kein Verbrechen dar. Die Annahme, dass jeder Tod eines palästinensischen Kindes einem Kriegsverbrechen gleichkommt, ignoriert die dokumentierte Geschichte der palästinensischen Terrorgruppen in Gaza, die absichtlich palästinensische Kinder als menschliche Schutzschilde einsetzen. In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig festzuhalten, dass sich viele der Hamas anschliessen im Versuch, die Schuld für deren offensichtliche Kriegsverbrechen auf Israel abzuwälzen. Ein eklatantes Beispiel ist die Behauptung der Hamas, Israel gefährde die Zivilbevölkerung von Gaza, während Israel sie auffordert, sich in Sicherheit zu bringen und die Hamas sie gleichzeitig zwingt, zu bleiben und als menschliche Schutzschilde zu dienen. Die Hamas beschuldigt Israel auch, absichtlich Frauen und Kinder ins Visier zu nehmen. Dabei weisen selbst offizielle palästinensische Zahlen eindeutig darauf hin, dass die israelischen Streitkräfte peinlich genau darauf achten, Frauen und Kinder nicht zu verletzen. Währenddessen beschiesst die Hamas israelische Städte absichtlich mit Granaten und ihre Milizionäre haben gerade hunderte von Frauen, Kindern und älteren Menschen aus nächster Nähe ermordet.

Arbeitet Israel an der Rettung der Geiseln?

Ja. Es ist jedoch unklar, wie die israelische Führung dies tun wird.

Wie viele Geiseln befinden sich derzeit in Gaza?

Am 15. Oktober befanden sich schätzungsweise noch 150-200 Geiseln in Gaza in Gefangenschaft. Darunter sind Männer, Frauen, Kinder, Babys, ältere Menschen und Soldaten, unter ihnen auch ausländische Staatsangehörige aus den USA und etwa 30 weiteren Ländern.

Welche Länder helfen derzeit Israel?

Die Vereinigten Staaten haben Israel ihre volle Unterstützung zugesagt und den Flugzeugträger USS Gerald R. Ford in das östliche Mittelmeer entsandt, um Israel im Bedarfsfall zu unterstützen. Der Flugzeugträger USS Dwight D. Eisenhower ist ebenfalls auf dem Weg ins Mittelmeer. Die Vereinigten Staaten haben angekündigt, dass sie Israel militärische Hilfe leisten und bei der Befreiung von Geiseln helfen wollen. Deutschland, das Vereinigte Königreich, Frankreich und Italien haben ebenfalls eine gemeinsame Erklärung abgegeben, in der sie versprechen, "sicherzustellen, dass Israel in der Lage ist, sich selbst zu verteidigen".

Wie kann ich die Hilfsmaßnahmen für Israel unterstützen?

Die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem (ICEJ) ist eine angesehene Wohltätig-keitsorganisation, die seit über 40 Jahren in Jerusalem ansässig ist und dem israelischen Volk Trost und humanitäre Hilfe bietet. Ihre Spendengelder helfen allen israelischen Bürgern. Unter anderem unter-stützt ICEJ die Bevölkerung wie folgt: Evakuierungen; Lebensmittel und Grundbedürfnisse; Sicherheitsausrüstungen für Ersthelfer, örtliche Sicherheitsdienste und andere Uniformierte; Trauma-Bewältigung; Krankenwagen im Norden und Süden; Renovierung von unterirdischen und kommunalen Luftschutzbunkern im ganzen Land; Unterstützung von Familien beim Wiederaufbau ihrer Häuser; Bereitstellung von Helmen und kugelsicheren Westen für Zivilisten.

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ODER:         /spenden

Wie kann ich beten?

Schliessen Sie sich dem ICEJ Global Prayer Call an

Die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem veranstaltet bis auf weiteres TÄGLICH um 16.00 Uhr Jerusalem Zeit (15 Uhr zentraleuropäische Zeit) einen weltweiten Gebet-Livestream. Wir sind entschlossen, Israel im Gebet beizustehen. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich uns anschliessen, um aktuelle Informationen zu erhalten und Gott unsere Gebete und Anbetung zu bringen. 
Nehmen Sie am Zoom-Webinar[11] teil unter: on.icej.org/ICEJGlobalPrayer



[2] ebenda

[8] ebenda

[9] ebenda

[10] Anlage I zu Anhang III des israelisch-palästinensischen Interimsabkommens

[11] Beim Webinar handelt es sich um einen Livestream, den Sie anschauen können. Dabei sind Sie selbst weder sichtbar noch hörbar. Eine Registrierung bei Zoom ist erforderlich.

Warten auf gepackten Koffern

Die ICEJ hat einen dringenden Hilferuf der Jewish Agency erhalten. 600 jüdische Teenager zwischen 14 und 20 Jahren hoffen auf die Möglichkeit zur Alijah (Einwanderung) nach Israel.

Die gesamte Region der ehemaligen Sowjetunion ist betroffen, insbesondere Russland und die Ukraine, aber auch Weißrussland, Moldawien, Kasachstan, Usbekistan, Georgien, Aserbaidschan, Armenien und andere Länder. Aus allen Ländern der ehemaligen Sowjetunion treffen Hilferufe ein von jüdischen Familien, die ihre Kinder so bald wie möglich nach Israel schicken wollen. Es herrscht Angst. Überall scheinen alte und neue Konflikte aufzubrechen. Und dazu kursieren jede Menge antisemitische Verschwörungstheorien.

Die Familien wollen ihre Kinder durch die Alijah (Einwanderung nach Israel) in Sicherheit bringen bzw. verhindern, dass sie in die (russische) Armee eingezogen werden. Die Eltern müssen aus wirtschaftlichen oder familiären Gründen zurückbleiben oder können erst später nachkommen. Ukrainischen Staatsangehörigen von 18 bis 60 Jahren ist seit der Generalmobilmachung die Ausreise ohnehin verboten.

Weil man nicht weiß, wie sich die Lage entwickelt, sollen die Jungen und Mädchen so schnell wie möglich nach Israel gebracht werden. Die Jugendlichen sind bereit, sofort alles zurückzulassen. Sie können in Israel in spezielle Programme für Schüler und angehende Studenten aufgenommen werden (Naale- und SELA-Programme).

Das sind die Herausforderungen:

  • Die Jugendlichen benötigen Hilfe für die Anreise mit Bussen und Zügen in Nachbarländer, für Inlandsflügen und bei der Ankunft in Israel.
  • Die Jugendlichen sollen bereits in den nächsten Wochen nach Israel gebracht werden.
  • In Israel brauchen sie eine geeignete Unterkunft, teils Internate.
  • Sie müssen betreut werden und ein Jugendprogramm durchlaufen.
  • Die Sprache muss gelernt werden.
  • Abiturienten im SELA-Programm sollen bereits nach acht Monaten fähig sein, an einer israelischen Universität zu studieren.
  • Eltern und Kinder wissen nicht, wann es ein Wiedersehen gibt.

So können wir helfen:

Es gab bereits in den letzten Jahren kleinere Jugend-Alijah-Projekte, die sich als äußerst effektiv erwiesen. Die ICEJ unterstützt nun auch die aktuelle große Jugend-Alijah finanziell. Bitte beten Sie für die Jugendlichen und ihre Familien und unterstützen Sie die Rettungsaktion mit Ihrer Spende. (Foto: Grüße von Jugendlichen, die vor wenigen Wochen die Alijah wagten. Archiv ICEJ Media)

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Quellen: u.a. AFP, AP, Arutz 7, BILD, CNN, DPA, Ha'aretz, IMRA, i24, IDF, Israel21c, Israelinsider, JCPA, Jediot Acharonot, Jerusalem Post, MAARIV, n-tv, Reuters, Spiegel Online, The Times of Israel, Welt Online, Ynetnews, Zeit Online.

Die ICEJ ist nicht verantwortlich für den Inhalt externer Internetseiten. Die ICEJ-Nachrichten dienen der Information und stellen nicht notwendigerweise die Meinung der ICEJ oder ihrer Mitarbeiter dar.

Gottes Wort auf dem Berg

Dem Gotteshaus im Shuni-Park fehlt das Herzstück: Die Tora-Rolle. Als Partner des Jüdischen Nationalfonds (JNF-KKL) haben wir die Möglichkeit, das Wort Gottes in den Park zu bringen. Ein Jahr dauert es, bis eine Tora geschrieben ist. Der Schreiber hat seine Arbeit bereits begonnen.

Viele junge Besucher

Der Shuni-Park liegt umgeben von Weinbergen im Norden Israels beim Carmel-Gebirge. Das öffentliche Gotteshaus trägt den Namen „Mischkan Shuni Synagoge“. Der Name Shuni kommt ursprünglich von „Shumi“, einem antiken Dorf unter der Jurisdiktion des Stammes Manasse. Manasse war ein Sohn Josephs. Auf dem Gebiet des Parks gab es zu römischer Zeit eine blühende Siedlung, belegen archäologische Funde. Zwischen 1914 und 1947 errichteten jüdische Pioniere und Einheiten der Nationalen Militärorganisation (Irgun) hier eine Basis.

Das Parkgelände wurde saniert und mit weitläufigen Rasenflächen und Picknicktischen zum Erholungspark gemacht. Es gibt außerdem ein Bildungszentrum mit offenen Klassenzimmern, Schlafzelten und einem Speisesaal unter freiem Himmel für 150 Übernachtungsgäste. Aufgrund der großen Nachfrage entsteht aktuell ein Camp mit weiteren 150 Plätzen. Das Shuni Field and Forest Zentrum ermöglicht Kindern und Jugendlichen aus dem In- und Ausland vielfältige Bildungsprogramme.

Heiliger Raum

Die Synagoge steht auf dem Gipfel eines Hügels. Die Standortwahl ist kein Zufall: „Ich erhebe meine Augen zu den Bergen“, zitiert Yirmi David, Direktor des Jabotinsky-Shuni-Parks aus Psalm 121,1 und ergänzt: „Der Berg hilft dir, dem Himmel und dem Schöpfer näher zu kommen.“

Die Mischkan Shuni Synagoge auf dem Berggipfel soll an die Stiftshütte erinnern, die das Volk Israel durch die Wüste begleitete. Mischkan ist das hebräische Wort für Stiftshütte. Dort, wo die Stiftshütte in der Wüste errichtet wurde, entstand ein heiliger Raum. Ein solcher heiliger Ort der Begegnung und Anbetung soll auch die Synagoge sein. (Foto: JNF-KKL)

Die Tora-Rolle kostet rund 39.000 Euro. Bitte helfen Sie uns, die Tora zu finanzieren. Als Verwendungszweck bitte Tora Synagoge Shuni angeben. Herzlichen Dank!

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15 interessante Fakten zur Tora 

  1. Die Tora besteht aus den fünf Büchern Moses.
  2. Jede Tora-Rolle enthält exakt 304.805 Buchstaben.
  3. Eine Tora-Rolle besteht aus 62 bis 84 Pergamentblättern, die mit Sehnen zu einer Rolle zusammengenäht werden.
  4. Das Pergament wird aus der Haut eines koscheren Tieres gefertigt.
  5. Die meisten Tora-Rollen sind ca. 65 Zentimeter groß und 10 bis 12 Kilogramm schwer.
  6. Die Tora wird von einem ausgebildeten Schreiber geschrieben, dem Sofer. Er muss gottesfürchtig sein und einen tadellosen Ruf haben.
  7. Jeder Buchstabe wird mit einer Feder oder einem Schilfrohr von Hand geschrieben. Der Schreiber darf nur koschere schwarze Tinte verwenden.
  8. Die Form der Buchstaben ist genau festgelegt. Ein fehlender, missratener oder beschädigter Buchstabe macht die ganze Tora-Rolle unkoscher. Sie kann nicht mehr im Gottesdienst verwendet werden.
  9. Das Schreiben einer Tora-Rolle dauerte ein bis zwei Jahre.
  10. Der Sofer muss mehr als 4.000 jüdische Gesetze kennen, ehe er erstmals eine Tora-Rolle schreiben darf.
  11. Der Sofer darf keine Textpassage auswendig schreiben. Er muss jeden Buchstaben von einer koscheren Tora-Rolle oder einer beglaubigten Kopie abschreiben.
  12. Jedes Mal, wenn der heilige Name Gottes im Text auftaucht, muss der Sofer einen Segensspruch zitieren.
  13. Es ist verboten, die Tora-Rolle zu illustrieren.
  14. Zum Schutz und zur Zierde erhält die Tora-Rolle einen Mantel aus Samt und eine Krone (Keter).
  15. Das Pergament darf nicht mit bloßen Händen oder Fingern berührt werden. Zur Tora gehört deshalb ein silberner Lesestab in Form eines Zeigefingers (Jad). 

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(Foto: Israeli Embassy Ethiopia)

 

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Flucht nach Israel

Das hat sich ereignet: In den vergangenen Wochen eskalierten die schweren Kämpfen zwischen den nationalen Streitkräften und einer regionalen Miliz im Norden Äthiopiens. Besonders brutal entwickelten sich die Straßenschlachten in Gondar, wo äthiopische Juden unter ärmsten Lebensbedingungen teils seit Jahrzehnten auf eine Möglichkeit zur Alijah (Einreise nach Israel) warten.

Das sind die Folgen: Die israelischen Behörden genehmigten die Evakuierung von rund 200 israelischen Staatsbürgern und äthiopischen Juden, darunter 61 Alijah-Berechtigten. Die Jewish Agency bat die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem (ICEJ) um Unterstützung bei der Finanzierung der Alijah. Wir haben die Übernahme der Alijah-Kosten sofort zugesagt. Alle 61 Alijah-Berechtigten wurden mit Hilfe israelischer Spezialkräfte binnen weniger Stunden aus Gondar evakuiert und nach Addis Abeba geflogen, wo sie aktuell an einem sicheren Ort auf die Weiterreise nach Israel warten.

Das können Sie tun:

•           Die Alijah der 61 äthiopischen Juden soll innerhalb der nächsten zwei Wochen stattfinden.

•           Die ICEJ hat die Finanzierung der Alijah inklusive Erstversorgung in Israel bereits zugesagt.

•           Die Alijah kostet umgerechnet rund 1.000 Euro pro Person, gesamt rund 61.000 Euro.

•           Mit einer Spende ermöglichen Sie äthiopischen Juden die sichere Flucht aus Gondar und die Alijah.

Seit 2015 hat die ICEJ Alijah-Flüge für 3.225 der 7.514 jüdischen Einwanderer aus Äthiopien finanziert.

Spenden für äthiopische Juden (Alijah)

(Foto: Israeli Embassy Ethiopia)

 

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Ihr eigener Wald im Heiligen Land

Wer Bäume liebt oder auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Geschenk für Israelfreunde ist, wird von unserem neuen Spendenprojekt begeistert sein: Übernehmen Sie die Patenschaft für ein Stück Wald im Heiligen Land!

Im westlichen Negev unweit des Gazastreifens liegt der herrliche Be’eri-Wald. Er wurde über die Jahre hinweg vom Jüdischen Nationalfonds (JNF-KKL) gepflanzt und ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Im weitläufigen Waldgebiet blüht während der Regensaison ein Meer aus roten Wildblumen.

Doch dieses eindrucksvolle Stück Natur hat in den letzten Jahren durch Brandstiftung erheblichen Schaden genommen – Terroristen aus dem nahegelegenen Gazastreifen schickten mit Brandsätzen bestückte Luftballons und Drachen auf israelisches Gebiet, um Flächenbrände zu entfachen. Leider mit Erfolg. Der Jüdische Nationalfonds verlor über die Hälfte des mehrere Quadratkilometer großen Waldgebiets.

Die ICEJ unterstützt die Wiederaufforstung der abgebrannten Flächen. Als Partner des Jüdischen Nationalfonds übernimmt die ICEJ die Wiederherstellung eines besonderen Bereichs des Be’eri-Waldes – der künftig ganz offiziell den Namen tragen darf: „Christian Embassy Nature Park“. So können wir auf schöne Weise unsere Unterstützung und unsere Liebe zu Israel ausdrücken, was von den vielen Besuchern des Gebiets bemerkt werden wird. Das Erholungsgebiet ist zu allen Jahreszeiten gut besucht. Viele Familien kommen hierher zum Wandern und Fahrradfahren oder einfach nur zum Picknicken.

Zusammen mit dem Jüdischen Nationalfonds pflanzen wir dort Bäume aus biblischen Zeiten und weitere Baumsorten, die im trockenen Wüstenklima gut gedeihen – Pflanzen, die sich nach einem Feuer schnell erholen und viel Schatten bieten.

Für den „Christian Embassy Nature Park“ sind Patenschaften möglich: Werden Sie „Waldbesitzer“ im Heiligen Land! Eine Wald-Patenschaft für 50 Quadratmeter erneuertes Waldgebiet können Sie bereits für ca. 50 Euro übernehmen, 1.000 Quadratmeter für ca. 1.100 Euro und 2.500 Quadratmeter für ca. 2.780 Euro.

Jesaja spricht davon, dass die Wüste wie der Garten Eden werden wird (Jesaja 51,3) und in Hesekiel 36,6-8 fordert Gott den Propheten dazu auf, über den Bergen, Flüssen und Tälern Israel zu weissagen, sie sollen „wieder grünen und eure Frucht bringen meinem Volk Israel, denn bald sollen sie heimkehren.“ Werden Sie Teil dieses großartigen Wunders!

Zur Waldpatenschaft geht es hier. Gerne können Sie uns auch für mehr Informationen telefonisch kontaktieren unter Tel. ++49(0)711-8388 9480.

 

 


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Bildung gegen Armut

Die drusische Minderheit ist Israel treu ergeben. Viele junge Drusen dienen freiwillig in Kampftruppen der israelischen Armee. Doch Armut ist ein großes Problem in den drusischen Gemeinden. Die ICEJ unterstützt deshalb ihre schulische Bildung. Ein Vor-Ort-Besuch. (Foto: ICEJ, Lebhaft, laut und konzentriert: Das kleine Trommel-Ensemble der Grundschule)

Abgelegen

Mühsam kämpft sich der schwere Reisebus im Bergland voran. Schmale und steile Straßen winden sich durch verschlafene Dörfer. Erstaunt schauen einige Einheimische dem modernen Reisebus hinterher, in dem die Teilnehmer der ICEJ-Projektreise unterwegs sind. Nur sehr selten verirren sich Fremde in diesen abgelegenen Teil Galiläas. Auf den steinigen Hügeln wachsen krumme Olivenbäume und dazwischen rupfen ein paar magere Pferde am kurzen Gras. Die Region ist arm.

Kisra Sumai ist das Ziel der Reisegruppe, ein 9.000 Einwohner kleiner drusischer Ort ganz im Norden Israels, kaum fünf Kilometer von der Grenze zum Libanon entfernt. Hier unterstützt die ICEJ zwei Schulen.

Loyal und furchtlos

Rund 145.000 Drusen leben in Israel – die drittgrößte Drusengemeinschaft der Welt. Die arabischsprachige Minderheit steht kompromisslos zu Israel. Viele bekleiden hohe Posten in der Armee oder bei der Grenzpolizei und sind bereit, für Israel ihr Leben zu opfern. Sie verstehen sich als Araber, jedoch nicht als Muslime. Die Drusen spalteten sich vor rund tausend Jahren in Ägypten vom Islam ab, gründeten eine eigene Geheimreligion und sind seither immer wieder islamistisch-motivierter Verfolgung ausgesetzt. Sie betrachten Jitro, den Schwiegervater des Mose, als Gründer und Hauptpropheten ihrer Religion. Auf der Flucht vor Pogromen zogen sie sich ins Bergland zurück. Von der israelischen Regierung wurden die Drusen 1957 als eigenständige Religionsgemeinschaft anerkannt.

Die ICEJ fördert die schulische Bildung der Gemeinschaft, um ihre beruflichen und sozialen Chancen zu verbessern. „2022 haben wir 160 Stipendien vergeben“, berichtet Nicole Yoder, ICEJ-Vizepräsidentin für Alijah & Soziales, während die Reisegruppe von Schülern und Lehrern in der weiterführenden Schule „Amal Alojodan“ mit Tee, Mokka und Gebäck begrüßt wird. Hier finanzierte die ICEJ die Einrichtung eines Lehrerzimmers. Zuvor gab es für die Pädagogen keinen solchen Rückzugsraum. Durch die bessere Vorbereitungsmöglichkeit erhöht sich die Qualität des Unterrichts. „Sei so gut, dass sie dich nicht ignorieren können“, lautet das Motto der Schule. Es prangt in drei Sprachen, Hebräisch, Arabisch und Englisch, auf einem Banner, das quer über den Schulhof gespannt ist.

Neues Selbstbewusstsein

In der Grundschule von Kisran finanzierte die ICEJ die Einrichtung eines Musikraums und Instrumente. Die meisten Schüler in Kisra Sumai stammen aus einkommensschwachen Familien. Der Musikunterricht soll den sozial benachteiligten Kindern helfen, musikalische Gaben zu entfalten, Selbstbewusstsein zu entwickeln, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen und ihre freie Zeit sinnvoll zu nutzen. „Sie sollen Erfolge erleben und lernen, an sich zu glauben“, erklärt Schuldirektor Sakar Shakur die Idee dahinter.

Ohne die Musikinstrumente der ICEJ hätten die meisten der 351 Grundschüler keine Möglichkeit, ein Instrument zu lernen. Jetzt steht zweimal pro Woche Musikunterricht auf dem Stundenplan. Und der Musikraum dient der Grundschule bei Raketenangriffen zugleich als Schutzraum – hier sind die Wände besonders dick. 

Freude über Besucher

Die Kinder zeigen, was sie bereits gelernt haben. Ein bisschen schüchtern anfangs, dann aber mit wachsender Begeisterung wird für die Besuchergruppe gesungen, gegeigt, am E-Piano gespielt und getrommelt. Man sieht den Kindern an, wie stolz sie sind, dass Gäste aus Europa anreisen, um sie musizieren zu hören.

„Eure Großzügigkeit erlaubt unseren Kindern, ihre verborgenen Talente zu entdecken“, bedankte sich der Schuldirektor bei der Reisegruppe der ICEJ: „Ihr habt Licht und Liebe in unsere Schule gebracht!“

Bitte unterstützen Sie unser Schulförderungsprojekt für die drusische Gemeinschaft finanziell mit dem Verwendungszweck „Zukunft und Hoffnung“. Herzlichen Dank!

 

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ICEJ Österreich

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