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Special Reports

Abgehängt in der Start-Up-Nation

Israel ist eines der innovativsten Länder der Welt, dem es wirtschaftlich gut geht. Doch im jüdischen Staat klafft die Schere zwischen Arm und Reich weit auseinander. Immer mehr unzureichend ausgebildete und sozial benachteiligte Israelis drohen in Armut abzurutschen. In unserem ICEJ-Projektbereich „Zukunft & Hoffnung geben“ setzen wir uns mit Bildungsprogrammen dafür ein, dass diese Menschen in der Start-Up-Nation Israel nicht abgehängt werden.

Foto: Unsplash, Azrieli Center Tel Aviv, Symbolbild

Wachstum und Innovationen

Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat Israel den wohlverdienten Ruf der „Start-up-Nation“ erworben. Die geschäftige Hightech-Industrie des jüdischen Staates hat ein phänomenales Wachstum erlebt, ermöglicht durch den Innovationsgeist, der die Biomedizin, die Cybertechnologie, den Unternehmens- und den Sicherheitsbereich antreibt. Ein weiteres Merkmal, das Israel als Start-Up-Nation auszeichnet, sind seine sogenannten Unicorns. Das sind private Start-Up-Unternehmen, die einen Marktwert von mindestens einer Milliarde US-Dollar haben. In Israel gibt es derzeit 65 Unicorns – mehr als in Europa insgesamt.

Wachsende Ungleichheit zwischen Arm und Reich

Angesichts dieses außergewöhnlichen Rekords ist es kein Wunder, dass Israel vor elf Jahren in die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) aufgenommen wurde. Die Israelis waren damals sehr stolz auf diese Leistung. Dennoch wissen sie, dass die tatsächliche wirtschaftliche Situation im Land nicht ganz so rosig ist, wie es scheint. Zum einen hat Israel im Vergleich mit anderen OECD-Nationen eine der größten Einkommensungleichheiten zwischen Arm und Reich. Zwar floriert die Hightech-Industrie, jedoch sind nur 8% aller Arbeitskräfte hier beschäftigt.

Von den übrigen 92% arbeiten mehr als die Hälfte in einer „Parallelwirtschaft“ – einem Binnenmarkt mit für gering Qualifizierte oft schlecht bezahlten, befristeten Arbeitsplätzen, die kaum Wachstumspotenzial bieten. Viele Angestellte in dieser informellen Wirtschaft stammen aus großen arabischen und ultraorthodoxen Familien und leben in dichtbesiedelten städtischen Gegenden. Andere leben in teils abgelegenen, weniger gut entwickelten Städten in Nord- oder Südisrael, wo es kaum wirtschaftliche Infrastruktur gibt. Oft verdienen sie nicht einmal genug, um Lohnsteuer zahlen zu müssen. Das wiederum bedeutet, dass die andere Hälfte der israelischen Beschäftigten die Steuerlast der Nation schultern muss.

Besorgniserregende Entwicklung

Dies war bereits der Fall, bevor die Corona-Lockdowns im vergangenen Jahr die Arbeitslosenquote auf mehr als 20% hochschnellen ließen. Zeitgleich verhinderte der politische Stillstand, bedingt durch vier dicht aufeinanderfolgende Parlamentswahlen, die Verabschiedung eines neuen Haushalts, mit dem die Regierung diesen besorgniserregenden Entwicklungen hätte entgegenwirken können. Kürzlich hat Israels staatlicher Rechnungsprüfer festgestellt, dass fast 70% der israelischen Beschäftigten, das sind 2,7 Millionen Arbeitnehmer, im Laufe der nächsten Jahre umgeschult oder gar neu ausgebildet werden müssen, um auch künftig in der sich abzeichnenden automatisierten Wirtschaft erwerbsfähig bleiben zu können.

Zukunft und Hoffnung geben

Trotz Israels wirtschaftlichem Erfolg als Start-Up-Nation gibt es weiterhin viele, die unsere Hilfe brauchen. Die ICEJ arbeitet daran, sie durch vielfältige Projekte praktisch und effektiv zu unterstützen, damit sie sich eine bessere Zukunft aufbauen können. Mit dem ICEJ-Projektbereich „Zukunft & Hoffnung geben” stärken wir weniger begünstigte israelische Familien, bieten Hilfe zur Selbsthilfe in den Bereichen Bildung und Finanzen, unterstützen gefährdete Jugendlicheund Kinderaus zerrütteten Familien, stehen Neueinwanderern und Angehörigen von Minderheiten zur Seite und fördern das Zusammenleben von allen Teilen der israelischen Gesellschaft.

Stärkung von Geringverdienern

Vielen armen Israelis können wir durch Fortbildungsprojekte helfen. So sponsern wir Berufsausbildungs- und Kompetenzentwicklungsprogramme für die Beschäftigten im Niedriglohnsektor, die mit dem Rest der Nation in einer sich schnell verändernden Welt Schritt halten wollen. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass dies durch Weiterbildung oder Umschulung möglich ist.

Förderung arabischer Israelis

Eine unserer neuen Initiativen bietet Schulungen in Programmiersprache an sowie Arbeitsvermittlungsdienste für 60 arabische Israelis, die in der Hightech-Industrie arbeiten möchten. Viele junge arabische Berufstätigte würden gerne in die Hightech-Industrie einsteigen und Unternehmen würden sie auch gerne einstellen. Leider fehlen ihnen oft wichtige Computerkenntnisse, weshalb nur 3% der Hightech-Jobs von arabischen Israelis besetzt sind. Indem wir dieses Programm unterstützen, helfen wir arabischen Hightech-Talenten, ihren Platz in führenden israelischen Unternehmen zu finden. Gleichzeitig fördern wir damit die Koexistenz von Juden und Arabern.

Unterstützung von Neueinwanderern

Die ICEJ konnte bereits vielen jüdischen Neueinwanderern helfen. Für viele ist es nicht leicht, in Israel Fuß zu fassen. Beispielsweise profitierten bedürftige Familien aus Lateinamerika und der ehemaligen Sowjetunion von einem besonderen Mentoren-Programm. Auch viele Schüler und Studenten aus äthiopisch-jüdischen Familien sind auf Unterstützung angewiesen. Unter anderem versorgen wir Grundschulkinder mit Computern und vergeben Stipendien an junge äthiopisch-jüdische Studenten. Mit einem Universitätsabschluss haben sie Aussicht auf bessere Verdienstmöglichkeiten und können wiederum ihre Familien unterstützen.

Bildungshilfe für bedürftige Kinder

Durch die Corona-Krise wurde die Digitalisierung der Schulbildung beschleunigt. Dennoch besitzen 20% der israelischen Kinder keinen Computer und haben zu Hause keinen Internetanschluss. Damit sind sie gegenüber Gleichaltrigen im Nachteil. Für Kinder aus einkommensschwachen Familien, darunter unter anderem Neueinwanderer und Alleinerziehende, stellen wir daher Computer oder günstige Laptops zur Verfügung.

Helfen Sie uns bitte, armen und benachteiligten Familien in der Start-Up-Nation Israel zur Seite zu stehen. Als Verwendungszweck „Zukunft & Hoffnung“ angeben, vielen Dank!

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Große Freude über die neuen Helferinnen im Haifa-Heim

Es ist uns ein großes Anliegen, die Bewohner unseres Heimes für bedürftige Holocaustüberlebende jeden Tag zu segnen und sie emotional und ganz praktisch zu unterstützen. Wir freuen uns sehr, dass wir Ende des Sommers drei der fünf neuen Mitglieder unseres ICEJ-Teams willkommen heißen konnten, zwei Krankenschwestern und eine Physiotherapeutin. Die Ankunft zweier weiterer junger Helferinnen verzögert sich leider aus bürokratischen Gründen.

Foto: ICEJ, Wir freuen uns über unsere drei neuen Haifa-Heim-Mitarbeiterinnen Birgit, Christine und Dinna

Herzliche Fürsorge

Für Dinna, die in Kirgisistan geboren wurde, aber in Deutschland aufwuchs, fühlt es sich so an: „Als ob Gott mein Leben in Deutschland pausieren lässt, damit ich Holocaustüberlebenden hier in Israel dienen kann. Ich möchte für sie da sein, ihnen zuhören und ihren Alltag nach meinen Möglichkeiten ein bisschen erleichtern.“ Dass Dinna Deutsch und Russisch spricht, ist besonders hilfreich, weil sie die Bewohner täglich besucht, um sie kennenzulernen und sich um ihr gesundheitliches und emotionales Wohlergehen zu kümmern. Nach einigen Wochen vor Ort stellt sie erfreut fest: „Ein wunderbares Projekt! Die Bewohner haben ihre eigenen Wohnungen und sind doch nicht allein, sondern haben eine Gemeinschaft von anderen Bewohnern und Mitarbeitern um sich, die alles dafür tun, dass es ihnen gut geht.“

Segensreicher Einsatz

Birgit, in Deutschland geboren, kam aus der Schweiz zu uns. Sie ist eine sehr gut ausgebildete, erfahrene Physiotherapeutin, die bereits in verschiedenen Ländern und Kulturen gearbeitet hat. Umgehend setzte sie mithilfe ihres Fachwissens ihre Ideen in die Tat um. „Es ist ein Vorrecht, mit Menschen zu arbeiten, die den Holocaust überlebt haben, besonders als Deutsche in Israel. Ich bin beeindruckt und bewegt, wie herzlich mich Bewohner und Mitarbeiter gleichermaßen willkommen hießen. Es ist erstaunlich, wie schnell sie mich akzeptiert haben und wie sehr sie sich auf die Ankunft des neuen Teams gefreut haben.“

Beweglichkeit ist sehr wichtig für ältere Menschen. Neben individueller Physiotherapie bietet Birgit drei Gymnastik-Gruppen an. „Es ist auch ein großer Segen für mich, diesen Senioren, die so viel erlitten haben, mit Gottes Hilfe Freude zu bringen und diese Herzensverbindung zu spüren, ihnen physische Hilfe und Unterstützung für ihren Alltag zu geben. Ich bin sehr dankbar, dass Gott diese Tür für mich geöffnet hat. Es hat sich wirklich gelohnt, alles hinter mir zu lassen: eine gute Arbeit, ein schönes Zuhause und meine Familie.“

Liebevoller Dienst

Christine wurde in Kasachstan geboren und wuchs in Deutschland auf. Sie bringt ihre Kompetenz als Krankenschwester und Erzieherin im Haifa-Heim ein. „Ich spürte, dass Gott mich berief zu kommen und ich liebe es, mit Senioren zu arbeiten. Ich wünsche mir, Teil ihres Lebens zu sein, ihnen zu helfen und Gottes Liebe durch meine Arbeit zu zeigen.“ Mit zunehmendem Alter der Bewohner – viele von ihnen sind bereits über 90 Jahre alt – ist es die Aufgabe der Krankenschwestern, ihre physische und emotionale Gesundheit im Blick zu haben, bei Bedarf mit deren Familien Kontakt aufzunehmen und gute Zuhörer zu sein. „Die Menschen haben uns freundlich mit offenen Armen empfangen und uns sofort das Gefühl gegeben, dass sie auf uns gewartet haben und jetzt sehr glücklich sind, dass wir hier sind und an ihrem Leben teilhaben. Das hat mich positiv überrascht.“

Bitte beten Sie für unsere Heimbewohner und helfen Sie uns, gut für sie zu sorgen. Als Verwendungszweck bitte „Haifa-Heim“ angeben, herzlichen Dank!

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Eine Synagoge für Zippori

Mitten im Zippori-Wald nördlich von Nazareth in Untergaliläa liegt ein Wald- und Schulungszentrum des Jüdischen Nationalfonds - Keren Kayemeth LeIsrael (JNF-KKL). Hier kommen Jugendgruppen aus allen Teilen der israelischen Gesellschaft beim Zelten, Lernen in der Natur und vielfältigen Freizeitaktivitäten zusammen. Als ICEJ möchten wir die Einrichtung einer Synagoge auf dem Gelände unterstützen.

Foto: JNF-KKL, Arabisch-christliche Pfadfinder in Zippori

 

 

Waldcamp Zippori

Wer durch das Sicherheitstor auf das geschützte Gelände des Wald- und Schulungscamps Zippori tritt wird von Musik und Kinderlachen empfangen. Zwischen den Schatten spendenden Bäumen haben christlich-arabische Pfadfinder aus Haifa ihre Zelte aufgestellt. Stoffbahnen trennen den Schlafbereich vom Freizeitbereich. Einige Kinder albern herum, andere tanzen oder werkeln mit Holz. „Wir sind wunderbar aufgenommen worden und bestens betreut. Alles ist gut organisiert, wenn wir etwas brauchen, bekommen wir es“, freut sich der 20jährige David Masil, der die Gruppe leitet. Er ist schon zum vierten Mal mit einem mehrtägigen Jugendcamp in Zippori, hat hier auch schon einige Kurse geleitet. „Es ist schon wie ein zweites Zuhause für mich, ich kenne jeden Winkel und auch das Team vor Ort. Hier haben wir viel Platz und Möglichkeiten, selbst etwas zu bauen. Dabei müssen wir ganz genau sein und dann sehen wir – wow, ich kann das!“

Lernen in der Natur

Auf dem weiten Gelände des KKL-Naturzentrums Zippori gibt es das ganze Jahr über viele Möglichkeiten der Beschäftigung. Diese werden von Schulen, Jugendgruppen und verschiedenen Bildungseinrichtungen aus dem In- und Ausland gerne genutzt. Neben einem Sportplatz und schattigen Picknick-Bereichen sind drinnen und draußen auch Klassenräume zum Lernen eingerichtet. Hier bekommen die Schüler Werte vermittelt und erfahren etwas über ihr Land Israel und seine Geschichte. Vor allem bekommen sie auf einzigartige Weise mitten im Wald mit viel Spaß wertvolles Wissen über Natur und Umwelt vermittelt. „Hier ist es ganz anders als Zuhause, hier lebe ich in der Natur. Man lernt viel und muss sich selbst zurechtfinden. Es tut gut, in der Natur zu sein, wie eine Art Überleben“, erklärt David.

 

Ausbau des Angebots

Aus der ursprünglichen KKL-Baumschule wurde 1991 das Ferienlager mit kleinen Hütten und großen „Abrahamszelten“. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Besuchergruppen. 2019 gab es mit 40.000 Übernachtungen die höchste Auslastung. „Ohne die Corona-Pandemie wären 2020 sicherlich noch mehr Besucher gekommen“, meint Nir Reches, Direktor des Zippori-Wald- und Schulungszentrums. Doch da die höchste Besucher-Kapazität bereits erreicht worden war, nutzte das Waldzentrum die unfreiwillige Zwangspause, mit den Renovierungsarbeiten und einer Erweiterung zu beginnen. „Das Juwel des Umbaus wird die Einrichtung einer Synagoge sein“, erklärt Reches.

 

Haredim entdecken die Natur

Das KKL-Waldcamp steht allen Gruppen offen und fördert so die Koexistenz. Juden, Christen, Muslime sowie andere Minderheiten haben hier die Gelegenheit, einander zu begegnen und Vorurteile abzubauen. „Es ist wunderbar, dass wir junge Leute zusammenbringen können. Das Wichtigste ist die Begegnung“, sagt Katja Tsafrir, Delegierte des JNF-KKL für Bayern und Baden-Württemberg, nach ihrem Besuch in Zippori. „Wenn alle Renovierungs- und Ausbauarbeiten Anfang 2023 fertig sind, können hier gut 700 Besucher gleichzeitig untergebracht werden.“ Darunter wird auch eine israelische Bevölkerungsgruppe sein, die erst in den letzten Jahren vermehrt nach Zippori kam: Die Haredim, ultraorthodoxe Juden. Sie sind offener dafür geworden, ihren jungen Leuten die Möglichkeit zu bieten, die Natur zu erfahren, mit Augen und Füßen das Land Israel zu erleben und etwas darüber zu lernen. „Wir freuen uns sehr darüber und ermutigen sie zur Teilnahme“, sagt Reches und fügt hinzu: „Wir sehen den wachsenden Bedarf für eine Synagoge in unseren Räumen schon seit einiger Zeit. Immer mehr Gruppen beschlossen, in der Synagoge im Nachbarort Hoshaya oder im Moschaw Zippori zu beten. Eine Synagoge mit eigener Schriftrolle würde unser Zentrum für sie noch attraktiver machen.“

 

Die neue Synagoge

„Wir haben einen wundervollen großen Raum mit riesigen Fenstern auserkoren, der renoviert und zu unserer neuen Synagoge werden soll“, erklärt Nir Reches. Der Raum wird gestrichen und mit geeigneten Sitzgelegenheiten, Beleuchtung, einer Bimah (dem Gebetspult), und Regalen für die Gebetsbücher ausgestattet. Auch die Anschaffung eines schönen Aron Kodesch (der Thoraschrein, in dem die Thora-Rolle aufbewahrt wird) ist vorgesehen. „Religiosität ist eng mit den Werten des JNF-KKL verbunden“, betont Reches. „Das Zentrum fördert nicht nur das Bewusstsein der Gäste für Natur, Umwelt und Ökologie, sondern auch für jüdische Traditionen. Der KKL legt großen Wert auf die Errichtung einer Synagoge in unserem Zentrum, damit Besucher gemäß den jüdischen Religionsgesetzen beten können. Ich bin mir sicher, dass die Synagoge für diejenigen, die sie brauchen, ein sofortiger und integraler Bestandteil unserer Aktivitäten sein wird.“

 

Eine andere Zeit

„Vor 83 Jahren wurden in der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 mehr als 1400 Synagogen und Gebetsräume zerstört. Heute haben wir die Möglichkeit, die Einrichtung einer Synagoge im Wald- und Schulungscamp Zippori zu unterstützen“, sagt Gottfried Bühler, Erster Vorsitzender der ICEJ-Deutschland. „Ich möchte Sie bitten: Nutzen Sie diese Gelegenheit, das jüdische Volk zu segnen.“.

Bitte helfen Sie mit, dass im Waldcamp Zippori eine Synagoge eingerichtet werden kann. Als Verwendungszweck „Synagoge Zippori“ angeben, herzlichen Dank!

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Sukkot-Reise durch Israel

Zur diesjährigen Online-Feier des ICEJ-Laubhüttenfests (20.-27. September) zum Thema „Die Tage des Elia“ dachten wir uns etwas Besonderes aus: Eine virtuelle Sukkot-Reise durch Israel! Mehr als 5.000 Teilnehmer aus über 100 Ländern waren angemeldet, darunter mehr als 300 aus Deutschland, über 100 aus der Schweiz und rund 30 aus Österreich. Viele schauten gemeinsam mit Freunden, der Familie oder ihrer Gemeinde.

Foto: ICEJ, Lobpreis in der Sukka in Qumran, September 2021

Auftakt in Jerusalem

Die bunte, abwechslungsreiche Feier begann mit der Fahnenparade der Nationen auf den Hulda-Stufen südlich des Tempelbergs in Jerusalem. Anzunehmen ist, dass schon Jesus auf diesen Stufen zum Tempel hochstieg. ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler begrüßte die Zuschauer herzlich: „Willkommen! Gerne wären Sie nach Jerusalem gekommen, doch jetzt bringen wir das Fest in Ihre Wohnzimmer und Gemeinden und beten, dass ein prophetisches Wort von Jerusalem ausgeht, das Sie segnen und Ihr Leben verändern wird. Möge der Heilige Geist auch in Ihrer Nation wirken!“ Entsprechend der jüdischen Sukkot-Tradition segneten messianische und arabische Pastoren aus Israel sowie ICEJ-Mitarbeiter die Nationen weltweit. Der krönende Abschluss war das Gebet für Israel. Shilo Ben Hod und seine Band begeistertenmit hebräischen Liedern. Die Vielfalt der Nationen wurde von Musikern u.a. aus Südafrika, Island, Taiwan und vom „Ende der Erde“, den Fidschi-Inseln, präsentiert.

Boots-Tour auf dem See Genezareth

Besonders war der Tag in Nordisrael auf dem See Genezareth. Vesna Bühler und Ruth Plummer ließen Lobpreis über dem Wasser erklingen. Örtliche arabische Christen und messianische Juden berichteten, wie es ist, dort zu leben, wo Jesus viele Jahre seines Lebens verbrachte – und was der Herr heute in Galiläa tut. Auch die Bedrohung des Nordens durch Raketen der Hisbollah kam zur Sprache, der die ICEJ durch das Aufstellen von Schutzbunkern begegnet. Spannend war zudem ein Kurzfilm über die Entdeckung des 2000 Jahre alten „Jesus-Boots“, das der See 1986 freigab. Auf unglaubliche Weise wurde es geborgen, fachgerecht präpariert und kann im Kibbuz-Ginosar-Museum besichtigt werden.

Wüstenschätze in Qumran

Ein geschichtsträchtiger Ort ist Qumran am Toten Meer, wo 1947 die berühmten Schriftrollen gefunden wurden, die aus Jesu Zeit vor 2.000 Jahren stammen. Der Archäologe Joe Uziel von der israelischen Altertumsbehörde berichtete über die unschätzbare Bedeutung der Schriftrollen vom Toten Meer für die Bestätigung der Genauigkeit der Bibel. ICEJ-Referent Pastor Malcolm Hedding sprach über Johannes den Täufer, der nicht weit entfernt von Qumran am Jordan taufte und im Geist und der Kraft des Elia den Weg für Jesus bereitete. Sehr bewegend war auch die hebräisch-arabische Lobpreiszeit mit Shilo Ben Hod und dem arabischen Israeli Nizar Francis in der Wüste.

Abendmahl im Gartengrab

In Jerusalem gab es eine besondere Abendmahlsfeier im Gartengrab. Viele glauben, dass Jesus hier gekreuzigt und begraben wurde – und auferstanden ist! Pastor Wayne Hilsden (King of Kings Community Jerusalem) forderte uns in seiner Predigt auf, an den wahren Jesus zu glauben, wie ihn die Bibel beschreibt. Der messianische Pastor Avraham Ben Hod und der arabische Pastor Vincent Shamas setzten in der friedlichen Atmosphäre des Gartens gemeinsam das Abendmahl ein. „Die Austeilung und Segnung von Brot und Kelch am Ort des Grabes Jesu und verbunden sein mit der Gemeinde Jesu weltweit hat uns sehr berührt“, berichteten Anette und Ulrich Freischlad (Krefeld).

Gebetshaus mit Aussicht

Um für Israel und die Nationen zu beten, waren wir zu Gast bei Sukkat Hallel. Es ist eines der ältesten Gebetshäuser Jerusalems, geleitet von Rick und Patricia Ridings, mit spektakulärem Blick auf den Tempelberg. Die israelische Lobpreisgruppe um Tal Rosenberg führte die Teilnehmer mit englischen, hebräischen und arabischen Liedern in die Gegenwart Gottes. Per Videokonferenz zugeschaltet beteten verschiedene ICEJ-Direktoren um Erweckung in den Nationen. Höhepunkte waren das Heilungsgebet und die Gebetszeit für die aus aller Welt eingesandten Gebetsanliegen. „Seit längerer Zeit beschäftigte mich etwas, das ich einfach nicht lösen konnte. Das Gebet für die Teilnehmer hat mich total freigesetzt und mein Problem schlagartig gelöst“, schrieb Claudia Wurster (Waiblingen) dankbar und begeistert.

In der Sukka in Jerusalem

An zwei Tagen sprachen wir mit örtlichen Leitern aus Jerusalem in unserer schönen Sukka mit Blick auf die Altstadt über biblische Themen und das aktuelle Zeitgeschehen. Wir hörten ermutigende Predigten, wunderbare Lobpreislieder und spannende Beiträge aus Israel und aller Welt. So erklärte der honduranische Präsident Juan Orlando Hernández, warum er dieses Jahr die Botschaft seines Landes nach Jerusalem verlegte. Nicole Yoder, ICEJ-Vizepräsidentin für Alijah & Soziales, berichtete über ICEJ-Bildungsprojekte in Jerusalem, die gleichzeitig die Koexistenz von Juden und Arabern fördern. Von jüdischen und arabischen Gästen hörten wir vom Wunder der „Jesaja-19-Straße“, die Prophetie aus Jesaja 19,23-25, die sich in unseren Tagen zunehmend erfüllt. Und Autor Joel Rosenberg gab Einblicke in die Entwicklung der israelisch-arabischen Abraham-Abkommen.

Abschluss auf dem Berg Karmel

Das große Finale feierten wir in Haifa. Nicole Yoder besuchte dort unser Heim für Holocaustüberlebende und hörte von Heimdirektor Schimon Sabag und Yudit Setz, ICEJ-Koordinatorin im Haifa-Heim, von der Gründung, guten Zusammenarbeit und anstehenden Projekten im Heim. Bewohnerin Renate Kaufman, 1937 in Essen geboren, erzählte ihre bewegende Überlebensgeschichte. Auf dem Berg Karmel waren Peter Tsukahira und Pastor Daniel Sayag von der Karmel-Gemeinde unsere Gastgeber. Hier erhörte Gott Elias Gebet, als dieser die Baalspriester herausforderte, und erwies sich mit verzehrendem Feuer als der wahre Gott Israels. Mit Lobpreis und dem Gebet, dass die Kraft und der Geist Elias auch heute auf die Gemeinde Christi kommen mögen, endete das gesegnete Laubhüttenfest 2021.


Laubhüttenfest 2021

Eine Anmeldung zu unserem Online-Laubhüttenfest ist bis zum 31. Dezember 2021 möglich. Alle Live-Übertragungen und Seminare sind weiterhin abrufbar. Anmeldung zum ICEJ-Laubhüttenfest 2021 - Die Tage des Elia


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Sichere Zuflucht Israel

Im Juli 2021 konnte die ICEJ 119 Juden aus Frankreich und Südafrika unterstützen, schwierige Situationen, teilweise auch antisemitische Bedrohungen, hinter sich zu lassen und ein neues Leben in Israel zu beginnen. Im Oktober halfen wir 235 indischen Juden, Alijah (Einwanderung nach Israel) zu machen.

Foto: Jewish Agency, Junge französische Neueinwanderer nach der Landung in Tel Aviv, 21.07.2021

Alijah aus Frankreich

Am 22. Juli landeten 160 französische Juden mit einem Charterflugzeug in Tel Aviv. Die ICEJ konnte die Flugkosten von 32 von ihnen übernehmen. Sie stammen aus Gegenden, die als besonders von Antisemitismus betroffen gelten. Mit an Bord des Charterflugzeugs saß die israelische Alijah-Ministerin Pnina Tamano-Shata, die von einem Besuch in Paris zurückkehrte. Dort hatte sie Politiker und jüdische Vertreter getroffen und die aktuelle Situation für Juden in Frankreich besprochen.

Massive Bedrohung

Die jüdische Gemeinde in Frankreich, mit rund 450.000 Mitgliedern die größte in Europa und nach den USA die zweitgrößte jüdische Gemeinde außerhalb Israels, wird seit Jahren von antisemitischer Gewalt erschüttert. Obwohl sie nur knapp 0,7% der Gesamtbevölkerung Frankreichs ausmachen, richteten sich 2019 ca. 34,6% aller rassistisch motivierten Übergriffe gegen sie. Seit 2006 sind elf französische Juden von islamistischen Attentätern ermordet worden, weitere wurden zum Teil schwer verletzt.

Viele Juden sehen sich von Politik und Justiz im Stich gelassen. Zehntausende von ihnen haben Frankreich in den letzten Jahren verlassen. Rund 62.000 sind seit 2001 nach Israel eingewandert und haben sich dort ein neues Leben aufgebaut. Im ersten Halbjahr 2021 haben bereits 1.370 französische Juden Alijah gemacht, im Vorjahreszeitraum waren es 578. Es wird erwartet, dass die Zahl weiterhin steigen wird: 2020 wurden viermal mehr Anträge auf Alijah gestellt als im Vorjahr.

Südafrika: Unruhen und Lockdown

Eine Woche später reagierte die ICEJ auf einen Hilferuf der Jewish Agency (Israels Einwanderungsbehörde) und sponserte zwei Evakuierungsflüge aus Kapstadt und Johannesburg mit insgesamt 87 südafrikanischen Neueinwanderern. Aufgrund der politischen Unruhen, Aufstände und Plünderungen nach der Verhaftung des ehemaligen Präsidenten Jacob Zuma und wegen wiederholter Corona-Lockdowns gab es für diese Familien keine andere Möglichkeit, nach Israel einzuwandern. Die beiden Gruppen trafen in Addis Abeba (Äthiopien) zusammen und legten die verbleibende Reise gemeinsam zurück. Es ist die größte Gruppe südafrikanischer Neueinwanderer auf einem Alijah-Flug seit 25 Jahren.

Vivienne Myburgh, Nationale Direktorin der ICEJ-Südafrika verabschiedete einige ihrer jüdischen Landsleute vor dem Abflug in Kapstadt. Dr. Hymie Ehrlich (91) freute sich darauf, endlich wieder mit seinem Sohn vereint zu sein, der vor 33 Jahren Alijah gemacht hatte. Dr. Ehrlichs Tochter war Anfang 2021 nach Israel eingewandert. Bis 2020 war er als Arzt tätig. Doch kurz nach dem Auftreten des Coronavirus in Südafrika, wurde der damals fast 90-Jährige aufgefordert, in den Ruhestand zu gehen. Ganze vierzig Mal hat Dr. Ehrlich Israel im Laufe seines Lebens besucht. „Es war immer mein Traum, dort leben zu können“, sagte er.

Gespannte Vorfreude in Indien

Am 13. Oktober 2021 begrüßte die ICEJ einen Flug mit 235 Bnei-Menasche-Juden (Söhne Manasses) aus Indien. Meira Singson, die einen Krämerladen in Monglenphai im indischen Bundesstaat Manipur führt, konnte es kaum erwarten, wieder mit ihren drei Töchtern vereint zu sein. Diese machten im Juni mit ihren Ehemännern Alijah und leben inzwischen in Nof Hagalil nahe Nazareth. „Seit ich erfahren habe, dass ich mit meinen jüngeren drei Kindern dieses Jahr Alijah machen darf, kann ich gar nicht mehr aufhören zu lächeln“, berichtet sie. „Ich platze fast vor Freude!“

Meiras Leben verlief nicht immer so glücklich. „2011 verließ mein geliebter Ehemann Pautinlal diese Welt, um für immer zu seinem Schöpfer zu gehen. Seitdem sind meine Kinder meine einzige Freude.“ Seit ihre drei älteren Töchter nach Israel einwanderten, betete Meira, ihnen folgen zu dürfen. Im Oktober wurden ihre Gebete endlich erhört. „Ich danke all den Menschen auf der ganzen Welt, die uns dabei unterstützt haben! Gott segne Sie!“

Wieder verwurzelt

Ein weiterer „Sohn Manasses“ ist Oscher Singsit, der sich mit seiner Frau und den sechs Kindern freut, ins Land seiner Vorväter zurückkehren zu dürfen. „Mein jüngerer Bruder und meine beiden Schwestern leben bereits in Israel. Wir haben sie seit Jahren nicht gesehen und sie fehlen uns sehr“, erzählt er. „Meine Neffen sind 2007 und 2010 geboren, ich habe sie noch nicht kennengelernt.“

„Wir sind die Nachkommen Manasses und über viele Generationen hinweg galten wir als ‚verloren‘. Nun freuen wir uns, wieder mit unseren Wurzeln verbunden zu sein. Dank Ihrer Hilfe und Gebete werden unsere Träume wahr und die Voraussagungen der Propheten erfüllt. Toda, Danke!“

Bitte helfen Sie uns, weitere Juden in Notsituationen nach Israel zu bringen. Als Verwendungszweck bitte „Alijah“ angeben, vielen Dank!

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Abschied von unserem Dream-Team

Aufgrund der israelischen Visabestimmungen für ausländische Freiwillige müssen wir uns schweren Herzens von Natalia, Debora und Kerstin, unseren christlichen Helferinnen aus Deutschland, verabschieden. Sie haben einige Jahre ihres Lebens investiert, um in unserem Haifa-Heim für Holocaustüberlebende zu dienen. Wir sind dankbar, dass sie den Alltag im Heim auf wunderbare Weise geprägt haben. Wir werden sie sehr vermissen und wünschen ihnen Gottes reichen Segen!

Foto: ICEJ, Debora, Natalia und Kerstin mit zwei Heimbewohnerinnen.

Weisheit lernen

„Ich habe viel von der Weisheit unserer Bewohner gelernt“, erinnerte sich Altenpflegerin Natalia. „In den letzten drei Jahren lernte ich mich selbst besser kennen und im täglichen Umgang mit den Bewohnern Geduld und Demut. Die Überlebenden zeigten selbst in den schwierigsten Herausforderungen eine große innere Stärke, die mich gelehrt hat, nicht so schnell in Panik zu geraten. Das Schönste an meiner Zeit hier war, dass ich Gottes tiefe Liebe für die Holocaustüberlebenden gefühlt habe.“

Wertvolle Begegnungen

„Vor allem während der Coronakrise gab es einige Herausforderungen und meine zwei Jahre im Haifa-Heim waren nicht immer leicht“, erzählte Debora. „Aber ich bin begeistert, dass Gott diese Schwierigkeiten gebraucht hat, um uns den Bewohnern, israelischen Mitarbeitern und internationalen Pflegern näher zu bringen. Trotz aller Unterschiede bin ich Teil der Haifa-Heim-Familie. Als Physiotherapeutin erlebte ich viele Veränderungen der Bewohner und trage einen großen Erinnerungsschatz in meinem Herzen – ein erstes Lächeln, dass ein Bewohner nach einer schweren Verletzung wieder laufen lernte und dass eine Bewohnerin, die zuvor kaum ihr Zimmer verlassen hatte, sich einer wöchentlichen Gymnastikgruppe anschloss. Eine liebevolle Umarmung kurz bevor eine Person starb, gehört ebenso dazu, wie im Vertrauen die Geschichte einer schweren Vergangenheit erzählt zu bekommen oder überraschend mit einem handgemachten Schal beschenkt zu werden. Ich bin dankbar, dass ich Gott täglich am Werk sehen konnte!“

Wachsen und Staunen

„Israel und seine Bewohner haben nachhaltige Spuren in meinem Leben hinterlassen“, lächelte Kerstin, gelernte Optikerin. „Als ich nach Israel kam, wollte ich aus meiner Komfortzone heraustreten. Das erlebte ich stärker, als ich gedacht hätte, im Grunde beginnt das Leben damit erst richtig! Gott hat mich vieles gelehrt und dabei auch unsere lieben Haifa-Heim-Bewohner gebraucht. Es geht nicht um mich, sondern um ihn und sein Volk. Meine Begrenzungen sind nicht sein Limit. Zeit gehört zu dem Wertvollsten, was wir geben können. Freundschaft und Vertrauen brauchen Zeit zum Wachsen und Liebe findet ihren Weg. Die Holocaustüberlebenden schenken so viel Liebe. Es lohnt sich immer, geduldig zu sein und weiterzumachen bis Wachstum entsteht. Dann werden wir darüber staunen, dass unser himmlischer Vater uns sogar mehr gibt, als wir bitten!“

Ein neues Team

Im August und September begrüßen wir unser neues deutsches Team im Haifa-Heim: Zwei Abiturientinnen, eine Physiotherapeutin und zwei Krankenschwestern werden unseren Dienst für die Heimbewohner stärken. Vielen Dank für alle Gebete und Unterstützung des Haifa-Heims!

Bitte helfen Sie uns, liebevoll für die oft pflegebedürftigen Holocaustüberlebenden zu sorgen. Als Verwendungszweck bitte „Haifa-Heim“ angeben. Herzlichen Dank!

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Das Geheimnis der Schriftrollen von Qumran

Am 3.2.18 wird der bekannte Qumranfachmann, Bestsellerautor, Bibelschulen-Gastdozent und Israel-Studienreiseleiter Alexander Schick von der Insel Sylt ein großes Tagesseminar in Stuttgart halten.
Damit Sie Lust auf das hochspannende Thema bekommen, hier eine kurze Einführung in die Schriftrollenforschung durch A. Schick.

Es wird immer im Dunkeln bleiben, warum Muhammed edh-Dhib vom Stamm der Ta’amira-Beduinen im Frühling 1947 den Steilhang an der Westküste des Toten Meeres hinabkletterte. Suchte er wirklich seine Ziege, die ihm angeblich weggelaufen sei, wie er später immer wieder erzählte, und die er durch Steinwürfe aufschrecken wollte? Oder hielt er Ausschau nach einem passenden Versteck für seine Schmuggelware, die die Beduinen in jenen Tagen von Jordanien nach Palästina brachten? Der Grund seiner Steinwürfe ist eigentlich unwesentlich – wichtig ist, dass er damit einen Stein ins Rollen gebracht hat, der bis heute weltweit Forscher und die breite Öffentlichkeit in Atem hält.


Als Muhammed etwa 1,5 km nördlich von der uralten Ruine Qumran entfernt eine besonders kleine Höhlenöffnung entdeckte, warf er auch hier einen Stein hinein. Er hörte, wie Ton zersprang. In der Höhle erblickte er 50 Tonkrüge, die sorgsam aufgereiht an der Wand standen. Einer der 60 cm hohen Tonkrüge war durch seinen Steinwurf kaputtgegangen. Sollte er einen verborgenen Schatz entdeckt haben? Aber welche Enttäuschung! Lediglich einige fürchterlich verklebte und angeschwärzte Lederrollen konnte er in den Tonkrügen finden, die er später im Lager genauer untersuchte. Mit den Schriftzeichen auf den alten Rollen wusste keiner seiner Stammesbrüder etwas anzufangen. Die Beduinen ahnten nicht, dass sie einen Schatz in den Händen hielten – wertvoller als alles Gold und Silber. Monate später gelang es ihnen, ihren Fund an Erzbischof Athanasius Yeschue Samuel von der syrisch-orthodoxen Gemeinde zu verkaufen. Der Kaufpreis: 92.– $. Einige Jahre später bezahlte der Staat Israel dem Bischof 250.000 $ für seine Rollen! Monatelang versuchte der Erzbischof herauszubekommen, was er eigentlich angekauft hatte, da er die alten Schriftzeichen nicht entziffern konnte. Als er im Februar 1948 auf den jungen amerikanischen Bibelgelehrten Dr. Trever stieß, erkannte dieser sofort, dass es sich bei den Schriftrollen um einen wahren Bibelschatz handelte.

Jesaja-Rolle
Die längste der Schriftrollen stellte sich als eine Abschrift des Prophetenbuches Jesaja heraus. Aus der Form der Buchstaben konnte man schließen, dass die Rolle aus dem 1. oder 2. Jahrhundert v.Chr. stammen musste. Mit dieser Schriftrolle lag die älteste komplette Abschrift eines Bibelbuches auf Hebräisch vor. Der Traum aller Textforscher ging damit in Erfüllung. Die Datierung der Jesajahandschrift auf das 2. Jh. v.Chr. ist 1991 und 1994 durch radioaktive Tests bestätigt worden. Bis heute stellt die sogenannte große Jesajarolle vom Toten Meer eine Sensation dar. Bis zu den Qumranfunden stammte die älteste vollständige hebräische Bibelhandschrift erst aus dem 10. Jahrhundert nach Christus (der sog. Codex Leningradensis). Durch die große Jesajarolle lässt sich der Text um über 1.000 Jahre weiter zurückverfolgen.


Die Masoreten waren jüdische Schriftgelehrte, die über Jahrhunderte den Text der jüdischen Bibel (den Tanach; unser Altes Testament) überliefert hatten. Man war sich allerdings nie ganz sicher, wie zuverlässig der übliche abgedruckte Text des Alten Testaments tatsächlich war, der auf diesen masoretischen Texten beruhte. Ein tausendjähriger Überlieferungsprozess ist verständlicherweise mit vielen Problemen behaftet. Wie viele Schreiber hatten wohl in den Jahrhunderten den Text immer wieder abgeschrieben? Konnte man sich sicher sein, dass die Abschreiber nicht trotz großer Sorgfalt Fehler begangen hatten? Mit der Jesajarolle aus dem 2. Jahrhundert v.Chr. hatte man nun ein komplettes Bibelbuch aus dem Alten Testament vorliegen, das um über 1.000 Jahre älter ist als die mittelalterlichen Handschriften. Eine absolute Sensation! Über 1.000 Jahre Textgeschichte konnte man nun auf einen Schlag untersuchen. Kaum war die Entdeckung der Jesajarolle bekannt geworden, da schrieben die Zeitungen: «Jetzt wird sich zeigen, dass die Bibel schlecht überliefert ist. – Jetzt wird die Grundlage des Christentums erschüttert.» Die Jesajarolle wurde gleichsam zum Gradmesser für die Bibelüberlieferung. Es stellte sich aber heraus, dass der Text hervorragend überliefert worden ist.


In einigen Fällen konnte der «Urtext» des Prophetenbuches ermittelt werden. Schon lange machte Jesaja 21,8 den Übersetzern große Probleme. Im mittelalterlich überlieferten Bibeltext (dem sog. masoretischen Text) heißt es: «Und er schrie, ein Löwe: Auf einem Wachturm steh ich, o Herr …» Eine andere Übersetzungsmöglichkeit: «Und ein Löwe schrie: Auf einem Wachturm steh ich, o Herr …» Spätere Übersetzungen und Revisionen haben versucht, der Stelle einen Sinn zu geben, indem sie ein «wie» einfügten: «Und er schrie wie ein Löwe.» So tun es beispielsweise die Lutherübersetzung 1912, die Schlachter-Bibel und die alte Elberfelder-Bibel. Wie schwer sich Übersetzer bis heute mit der Stelle tun, wenn sie ausschließlich dem klassisch überlieferten masoretischen Bibeltext folgen, zeigt die sonst so wortgetreue Übertragung des jüdischen Prof. Tur-Sinai. Bei ihm findet sich die (erklärende) Übersetzung: «Da ruft er: ‹der Löw (ist los)! Auf Ausschau steh ich Herr …›»


Was ein Löwe hier zu suchen hat, ist allerdings sehr schwer zu begreifen, da in Vers 6 zuvor berichtet wird wie Gott befiehlt: «Geh hin, stell einen Späher auf! Was er sieht, soll er berichten.» Durch die Jesajarolle von Qumran wurde nun ersichtlich, dass der «Löwe» durch das Vertauschen von Konsonanten vor vielen Jahrhunderten versehentlich entstanden war. Die Rolle aus Qumran bietet den ursprünglichen Text: «Und der es sah, schrie: Auf einem Wachturm steh ich, o Herr …» Eine andere Übersetzung lautet: «Da rief der Seher: Auf einem Wachturm …» Die verschiedenen Lesarten rühren daher, dass sich im Hebräischen die Worte «Löwe» (’RYH) und «der es sah» (HR’H) einigermaßen ähnlich sind im Schriftbild und Klang. Durch das Verwechseln zweier Konsonanten war aus «dem Seher» ein völlig aus der Luft gegriffener «Löwe» geworden. Da der Bibeltext für die jüdischen Abschreiber aber heilig ist, haben sie den offensichtlichen Fehler nicht verbessert!


Die große Jesajarolle von Qumran bietet gegenüber dem überlieferten masoretischen Text allerdings über 6.000 orthographische Varianten. Der Sinn des Textes wird dadurch selten beeinflusst, aber jegliche Theorie eines geheimen Bibelcodes scheitert hier, denn dazu müssten alle Texte identisch sein. Ein intensiver Vergleich der Qumranrolle mit mittelalterlichen Handschriften ergab insgesamt, dass der Inhalt des Prophetenbuches Jesaja ganz ausgezeichnet überliefert ist. Die kleinen Textunterschiede (wie Löwe/Seher) sind für Spezialisten interessant, die den «Urtext» der Bibel rekonstruieren. Grundaussagen der biblischen Botschaft werden dadurch aber an keiner Stelle berührt.


Neben dieser großen Jesajarolle wurde noch eine weitere – wesentlich schlechter erhaltene – Jesajahandschrift in der Höhle 1 entdeckt. Ihr Text weist kaum Abweichungen gegenüber dem masoretischen Text auf.
Aber es blieb nicht bei diesem Fund allein. Bis 1956 entdeckten – fast immer die Beduinen – zehn weitere Höhlen mit den Überresten von rund 1.050 Schriftrollen. Aber leider waren die Rollen, im Gegensatz zu denjenigen in der ersten Fundhöhle, in zigtausende von Bruchstücken zerfallen. Insgesamt über 80.000 Rollenschnipsel mussten mühsam von Fachleuten gesichtet und zusammengefügt werden. In den 1950er-Jahren wurde extra dafür im Auftrag der Jordanischen Antikenverwaltung ein siebenköpfiges internationales Schriftrollenteam zusammengestellt. Aus den 80.000 Fragmenten konnten 15.000 zusammengehörige Teile rekonstruiert werden. Dabei konnten die Experten Abschriften fast aller alttestamentlichen Bücher nachweisen. Der einzige deutsche Forscher in diesem Team war damals Prof. Claus-Hunno Hunzinger, den ich gerne als „meinen Qumran-Mentor“ bezeichne. Seine Unterstützung bei meinen Qumranarbeiten öffneten mir die Türen bis in die Hochsicherheitslabors der Israelischen Antikenverwaltung, wo heute die Qumranfragmente aufwendig konserviert werden. In neuen archäologische Museum von Amman in Jordanien habe ich vor kurzem einen Vortrag über die Qumranforschung der 1950’er Jahre halten dürfen, da ich noch viele der Forscher der ersten Stunde persönlich kennenlernen durfte und z.T. deren Fotoarchive übertragen bekommen habe. Meine Nachforschungen führten mich sogar bis zu einem Mitarbeiter des Israelischen Militärgeheimdienstes, der während des Sechs-Tage-Krieges 1967 die heute weltberühmte Tempelrolle bei dem Händler der Beduinen für den Staat Israel beschlagnahmt hatte. Er berichtete mir in allen Details von dem Husarenstück währen des Krieges.


Rund 1000 Teilnehmer unserer Studienreisen durfte ich den letzten beiden Jahrzehnten durch die Ausgrabungen von Qumran führen und in die Archäologie dieser antiken Siedlung einführen. Dabei hat so mancher festgestellt, diese Steine können reden … Die Funde von Qumran haben u.a. eine enorme Bedeutung für das rechte Verständnis der Evangelien und vor allem für den Ablauf des Prozesses gegen Jesu. Beim Seminar in Stuttgart wird mit hunderten von exklusiven Fotos allgemeinverständlich in die Forschungsgeschichte eingeführt. Zudem werden auch Kopien der bedeutendsten Schriftrollen von Qumran gezeigt – so die berühmte große Jesajarolle. Die Originale befinden sich im Schrein des Buches von Jerusalem und werden jedes Jahr von Zigtausenden von Museumsbesuchern bewundert. Eigentlich sollten einige der Schriftrollen 2019 in Frankfurt gezeigt werden, doch da sich die deutsche Regierung leider beharrlich weigert, den Qumranrollen einen diplomatischen Status einzuräumen, wurde jetzt diese einzigartige Ausstellung abgesagt. Im Seminar werden Sie erfahren, was sich Hochbrisantes auf politischer Ebene wegen diesen antiken Funden ereignete und weshalb sie direkt im Zentrum des Nahostkonflikts stehen.

Erleben Sie einen Wissenschaftskrimi pur – und das einen ganzen Tag lang. Das Beste wäre natürlich wir würden das alles live in Jerusalem und Qumran machen … Aber einfacher ist es mit dem Tagesseminar in Stuttgart am 3.2.2018. Laden Sie doch auch Freunde und Bekannte ein und vor allem Menschen, die dem Glauben skeptisch gegenüberstehen.

Wir alle werden am Ende dieses Tagesseminars eindrücklich an das Wort aus dem Propheten Jesaja (40,8) erinnert: «Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt; aber das Wort unsres Gottes bleibt ewiglich.» Jetzt anmelden!

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Juden und Christen gehören zusammen

Anlässlich des diesjährigen Israelsonntags hat die ICEJ erstmals einen Israel-Gottesdienst für Bibel TV aufgezeichnet. Dieser fand auf Einladung von Pfarrer Heinrich Hofmann und Pfarrerin Eva Miriam Reich-Schmidt, die durch den Gottesdienst leiteten, in der evangelischen Mauritiuskirche in Reichenbach (Fils) statt.

Foto: ICEJ, Gottfried Bühler interviewt Arye Sharuz Shalicar während des Israelgottesdiensts in Reichenbach

Eintreten für das jüdische Volk

Pfarrer Hofmann begrüßte die Gottesdienstbesucher mit den Worten „Ich bin überzeugt, dass gerade wir als Deutsche eine Verantwortung haben, uns an die Seite des Volkes Israel zu stellen und jeder Form aufkeimenden Antisemitismus entschieden entgegenzutreten.“ Er verwies darauf, dass Theodor Dipper, Pfarrer der Mauritiuskirche während des Dritten Reiches, ein Netzwerk von über 40 Pfarrern leitete, die Verfolgte, vor allem Juden, versteckten, so dass diese überlebten.

Als Jude in Deutschland

Gottfried Bühler, Moderator der TV-Sendung „Faszination Israel“, interviewte den ersten Gast aus Israel, Arye Sharuz Shalicar, Publizist und ehemaliger Pressesprecher der israelischen Armee. „Ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen und habe mit Religion nichts am Hut gehabt“, erzählte dieser. Seine jüdischen Eltern stammen aus dem Iran, sind aber säkular. „Jüdisches habe ich nicht beigebracht bekommen. Ich konnte kein Hebräisch und ging nicht zur Synagoge. Nichtsdestotrotz wurde ich in Deutschland als Jude angefeindet“, berichtete Shalicar, der vor 20 Jahren nach Israel auswanderte. „Israelis sehen Deutschland als Freund. Wenn ich in Israel mit meinen Kindern Deutsch spreche, gibt es keine Ablehnung.“ Doch leider seien verschiedene Gesellschaftsgruppen in Deutschland oft unter dem Deckmantel der „Israelkritik“ judenfeindlich, darunter Linke, Rechte, Muslime, teilweise Christen und es gebe absichtlich verdrehte, verzerrte Medienberichterstattung über Israel. „Christen und Juden weltweit sollten mehr miteinander befreundet sein, wir stehen auf derselben Seite“, sagte Shalicar. „Es macht mich glücklich, hier unter euch zu sein.“

Schma Israel

ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler und seine Frau Vesna waren für den Gottesdienst aus Israel angereist. Jürgen hielt die Predigt zum Thema „Schma Israel – Höre, Israel“ und Vesna, Sängerin, Songwriterin und Lobpreisleiterin, bereicherte den Lobpreis mit hebräischen Liedern. Kirchenmusikdirektor Attila Kalman (Leonberg) an der Orgel und die Worship-Band FRIENDS (Stuttgart) führten musikalisch durch den Gottesdienst.


Buch-Tipp:

Der neu-deutsche Antisemit, von Arye Sharuz Shalicar

(Erhältlich im ICEJ-Shop)


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Ausbildung drusischer Schüler fördern

Schulunterricht online und per Zoom ist heutzutage an der Tagesordnung. Aber wie können Lehrer Online-Unterricht ohne die nötigen Lehrmittel durchführen? Vor kurzem konnte die ICEJ eine Schule in Usifiya (nahe Haifa) mit dringend benötigten Geräten ausgestatten.

Foto: ICEJ, Drusische Schüler in Usifiya

Drusische Schule

Die Einwohner Usifiyas sind Drusen, eine arabischsprechende ethno-religiöse Minderheit. Die traditionelle, religiöse Schule im Ort wurde vor sieben Jahren eröffnet. Sie ist von 105 auf heute 400 Schüler angewachsen. Jungen und Mädchen lernen in getrennten Klassen. Die Schüler sind sehr fleißig und engagiert und haben einige der besten Abschlussnoten im ganzen Land erzielt – sehr zum Stolz ihrer Lehrer!

Respekt und Verantwortung

Der Schuldirektorin Nuwal ist es ein wichtiges Anliegen, eine gute Beziehung zu den Schülern zu pflegen und ihnen gute Werte zu vermitteln. „Ich lehre sie, anderen mit Respekt zu begegnen und ihrer Gemeinschaft und ihrem Land zu dienen“, erklärte Nuwal. Sie wünscht sich, dass insbesondere die Mädchen ein weiterführendes Studium beginnen und Hochschulabschlüsse in Bereichen wie Medizin, Betriebswirtschaftslehre und Hochtechnologie erwerben.

Neue Lehrmittel

Trotz des akademischen Erfolgs der Schule stellte das Team der ICEJ-Sozialabteilung bei einem der letzten Besuche einigen Verbesserungsbedarf fest, der insbesondere durch die neuen Lehrmethoden infolge der Corona-Krise aufgetreten war. Dank der großzügigen Spenden christlicher Unterstützer konnte die ICEJ sieben Projektoren, Bildschirme und Headsets sowie fünf Laptops für die Lehrer zur Nutzung in den Klassenzimmern bereitstellen.

Träume erfüllen

Vor kurzem besuchte ein ICEJ-Team die Schule, um zu sehen, wie diese neue Ausstattung eingesetzt wird. Dort trafen wir zwei Schüler, die sich bei der ICEJ für ihre Unterstützung während der Corona-Krise bedankten. Nuwal und ihr Lehrerkollegium hießen unser Team herzlich mit der unvergleichlichen drusischen Gastfreundschaft willkommen. Sie freuten sich ganz besonders darüber, dass die ICEJ Stipendien für drusische Studenten anbieten wird. „Damit können die Hoffnungen und Träume der Schüler, die wir als Lehrer nach Kräften fördern, eines Tages erfüllt werden“ freute sich Nuwal.

Danke, dass Sie das Leben dieser drusisch-israelischen Schüler so nachhaltig beeinflussen! Dank ihrer Spenden kann die ICEJ alle Teile der israelischen Gesellschaft, Juden, Araber und Drusen, unterstützen und fördern.

Bitte helfen Sie uns, Drusen und andere Minderheiten in Israel zu unterstützen. Als Verwendungszweck bitte „Araber & Minderheiten“ angeben, vielen Dank!

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Film-Tipp

Sehen Sie einen kurzen Dokumentarfilm über die Schule in Usifiya auf unserem Youtube-Kanal!

Träume werden wahr: Drusen in Israel


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ICEJ sponsert Kreativspiel-Rucksäcke für arabische Kinder

Das kleine Fischerdorf Dschisr az-Zarqa liegt nördlich der wunderschönen historischen Stadt Caesarea an der Mittelmeerküste. Hier leben rund 15.000 israelische Araber und einige Beduinen. Das Dorf zählt zu den ärmsten arabischen Gemeinschaften in Israel. Seit Ausbruch der Corona-Krise ist die Zahl der Arbeitslosen besonders stark angestiegen. Viele Dorfbewohner leben unterhalb der Armutsgrenze und können sich nicht einmal das Notwendigste zum Leben leisten.

Foto: ICEJ, Arabisches Mädchen in Dschisr az-Zarqa

Leben im Lockdown

Da ganz Israel schwer von der Pandemie betroffen ist und Kinder wegen der Verlängerung der Lockdown-Maßnahmen noch immer nicht zur Schule oder in Betreuungseinrichtungen gehen können, wurde die ICEJ dringend gebeten, der Gemeinschaft in Dschisr az-Zarqa zu helfen. Die Kinder brauchen Bildungs- und Freizeitmaterialien für die Zeit, in der sie gezwungenermaßen weiterhin zuhause bleiben müssen und sich nicht treffen dürfen. Vor Kurzem konnte die ICEJ gefüllte Geschenk-Rucksäcke mit kreativen Lern- und Spielideen für die Kinder von 100 Familien im Dorf sponsern, die vom Sozialamt als bedürftig eingestuft wurden.

Rucksäcke gegen Langeweile

Freiwillige halfen beim Verteilen der Geschenk-Taschen an die Familien. Die Kinder hüpften aufgeregt auf und ab und jubelten vor Freude, als sie ihre Rucksäcke in Empfang nahmen, die mit Kreativspielzeug, Lehrmaterialien und interaktiven Beschäftigungsideen gefüllt waren – ein unterhaltsamer Zeitvertreib für junge wie auch ältere Familienmitglieder, während Schulen und Geschäfte wegen des andauernden Lockdowns noch immer geschlossen bleiben.

Gute Nachbarschaft

Es ist Teil des biblischen Mandats der ICEJ, Versöhnung zwischen verschiedenen Gemeinschaften in ganz Israel zu fördern. Deshalb unterstützen wir das „Good Neighbors Network“ (Netzwerk der guten Nachbarschaft), in dem Juden und Beduinen gemeinsame Projekte erarbeiten und umsetzen, die beiden Gemeinschaften zugutekommen. Dank dieser Zusammenarbeit haben tausende Beduinen, die in nicht anerkannten Dörfern im Osten der Negev-Wüste leben, während der Corona-Krise Lebensmittelpakete und wichtige Gesundheitsinformationen von der Regierung erhalten.

Gemeinsam helfen

Debbie Golan, die dem Netzwerk angehört, drückte uns ihre Dankbarkeit aus: „Vielen Dank an die ICEJ! Eure Unterstützung hat unser Netzwerk gestärkt und leistet einen wichtigen Beitrag dazu, dass wir dort helfen können, wo es am dringendsten benötigt wird. Ohne eure Unterstützung hätten diese beduinischen Familien nicht die notwendige Hilfe erhalten. Doch wir waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Keine der beiden Gemeinschaften hätte dieses Projekt alleine durchführen können.“

Danke für Ihre Unterstützung, durch die wir Israelis aus allen Gesellschaftsschichten segnen können. Bitte helfen Sie uns dabei auch weiterhin! Als Verwendungszweck „Araber & Minderheiten“ angeben, herzlichen Dank!

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