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Special Reports

Hoffnung für den krebskranken, siebenjährigen Maxim

Unter den Olim (jüdischen Einwanderern), die Ende Juni in Israel eingetroffen sind, war auch der siebenjährige Maxim aus St. Petersburg. Seine Alijah (Einwanderung nach Israel), die von der ICEJ gesponsert wurde, ist ein besonderes Wunder und verdeutlicht die schwierige Situation vieler jüdischer Familien in Russland.

Foto: Jewish Agency, Maxim und seine Eltern vor dem Abflug nach Israel

Aussichtslose Lage

Vor rund eineinhalb Jahren wurde bei Maxim akute lymphatische Leukämie festgestellt. Nach monatelangen Behandlungen in einem der besten Krankenhäuser St. Petersburgs und strikter Selbst-Isolierung der Familie schöpften sie neue Hoffnung. Doch am 16. Juni bestätigten Tests, dass der Krebs sich ausgebreitet hatte. Maxim benötigte dringend eine Knochenmarktransplantation. Bereits unter normalen Umständen wäre eine solche Behandlung schwierig gewesen, erklärte sein Vater Boris. Doch inmitten der Corona-Pandemie hatte Maxim in Russland keine Chance auf Heilung.

Verzweifelte Kontaktaufnahme

Freunde erzählten den Eltern von einer jüdischen Familie, die in einer ähnlichen Notsituation nach Israel ausgewandert war. Dort wurde ihr Kind medizinisch behandelt. „Wir waren noch nie in Israel und wussten auch nicht, wie wir Alijah machen könnten“, erklärte Boris. Am 20. Juni kontaktierte er das israelische Konsulat und das Büro der Jewish Agency in St. Petersburg per E-Mail. Verzweifelt bat er um Hilfe für seinen Sohn, wagte aber kaum zu hoffen.

Schnelles Wunder

Doch bereits am nächsten Tag erhielt er einen Anruf von David Mamistvalov, Vertreter der Jewish Agency. „Wir Israelis lassen Kinder nie im Stich“, ermutigte dieser die erstaunten Eltern. Seine Mitarbeiter setzten sich mit Hochdruck daran, die benötigten Dokumente der russischen und israelischen Behörden für die Alijah zusammenzutragen. Am 24. Juni erhielt die Familie ihre Reisepässe. Dank der großzügigen Spenden unserer Freunde und Unterstützer konnte die ICEJ-Deutschland die Kosten für ihre Flüge nach Moskau und Israel übernehmen. Bereits am 30. Juni, zehn Tage nach Boris‘ verzweifelter Kontaktaufnahme, landeten sie in Tel Aviv.

Behandlung in Israel

Maxim wurde unverzüglich medizinisch behandelt, während seine Eltern in einer Mietwohnung nahe des Jerusalemer Krankenhauses die vorgeschriebene Quarantäne einhielten. Der Siebenjährige blieb während des Umzugs sehr tapfer. „Wir erklärten ihm, dass wir einen Krieg gegen Bakterien führen und dass diese nun leider zurückgekommen sind. Jetzt müssen wir bessere Waffen einsetzen, aber wir werden gewinnen“, erzählte der Vater. Die Familie ist erstaunt und sehr dankbar für die Anteilnahme von allen Seiten. „Das gibt uns Hoffnung auf Heilung für unseren Sohn.“

So geht es Maxim und seiner Familie aktuell

Am 20. Oktober erhielten wir von der Jewish Agency die Information, dass Maxim inzwischen zwei Chemotherapie-Behandlungen erhalten hat. Sein Immunsystem ist sehr geschwächt. Er und seine Familie sind sehr vorsichtig und Maxim verlässt das Krankenhaus nicht. Er ist sehr geschwächt und müde. Seine Eltern verlassen seine Seite nur für kurze Zeit. Die Ärzte sind optimistisch. Auch die Eltern und Maxim sind hoffnungsvoll und beten. In diesen Tagen werden Testergebnisse erwartet und je nachdem, wie sie ausfallen, werden die Ärzte über einen OP-Termin für eine Knochenmarktransplantation entscheiden, die ihm das Leben retten könnte.

Evakuierungsflüge

Alijah innerhalb von zehn Tagen zu machen ist eine Ausnahme, die aufgrund der Krankheit des Kindes und der guten Behandlungsaussichten in Israel möglich wurde. Mit sogenannten „Evakuierungsflügen“, die von der ICEJ gesponsert werden, bringt die Jewish Agency inmitten der Corona-Krise wöchentlich vor allem Menschen in Notsituationen nach Israel. Betroffen sind Familien und Einzelpersonen, die wegen ihrer Alijah-Pläne bereits ihre Arbeit und Wohnung gekündigt haben, infolge der Grenzschließungen aber nicht mehr ausreisen konnten.

Bitte helfen Sie uns, Alijah-Flüge für weitere jüdische Familien zu sponsern. Als Verwendungszweck bitte „Alijah“ angeben, herzlichen Dank!

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ICEJ erhöht die Sicherheit von Schülern in Kfar Silver

Die ICEJ steht Israel in der aktuellen Corona-Krise bei, hilft aber auch angesichts der seit Jahren andauernden Bedrohung durch den Raketen-Terror der Hamas aus dem Gazastreifen. Im Mai lieferten wir drei lebensrettende mobile Bunker an den Kibbuz Kfar Silver nahe der Gaza-Grenze. Acht weitere Schutzbunker für die Region folgten.

Foto: ICEJ, Einer der ICEJ-Schutzbunker wird in Kfar Silver aufgestellt

Hilfe aus aller Welt

In Kfar Silver, nördlich vom Gazastreifen gelegen, gibt es ein Jugenddorf, in dem rund 250 Kinder wohnen. Viele von ihnen sind erst kürzlich mit ihren Familien nach Israel eingewandert, andere kommen aus zerrütteten Familien. 700 Schüler aus der Umgebung gehen dort ebenfalls zur Schule. Die ICEJ entschied sich, Bunker für das Jugenddorf zu spenden, da es für die Kinder draußen auf dem Spielplatz oder in den neu errichteten Klassenzimmern außerhalb des Hauptgebäudes keinen ausreichenden Schutz gab. Die finanziellen Mittel für zwei Bunker kamen durch eine Online-Kampagne der ICEJ zusammen. Einige Bewohner von Kfar Silver berichteten in kurzen Videobotschaften, wie gefährdet die Schüler bei plötzlichen Raketenangriffen aus dem Gazastreifen waren: Bei Raketenalarm haben sie weniger als 30 Sekunden Zeit, Schutz zu suchen. Sie freuten sich zu hörten, dass ihre Videobotschaften die Herzen von Christen auf der ganzen Welt berührt hatten und u.a. aus Mexiko, den Philippinen, Australien, Deutschland, Indien, Israel, den Niederlanden, Singapur, Südafrika, Spanien, Thailand und den USA gespendet wurde.

Lieferung zur rechten Zeit

Nachdem Regenwetter und aufgeweichte Böden die Lieferung der tonnenschweren Schutzbunker bis in den Mai verzögert hatten, kamen sie dennoch zu einem guten Zeitpunkt: Am ersten Schultag nach dem Lockdown, der zu Beginn der Corona-Krise in Israel angeordnet worden war. „Die Eltern konnten es kaum glauben, dass wir die Bunker lieferten, obwohl überall gerade so viel Hilfe benötigt wird. Sie haben größeren inneren Frieden im Wissen, dass ihre Kinder im Ernstfall Schutz finden. Es ist ein Segen, ihnen helfen zu können!“, freute sich Nicole Yoder, ICEJ-Vize-Präsidentin für Soziales und Alijah. Zwei Bunker wurden neben einem Spielplatz und neuen Klassenzimmern der Sadot-Silver-Grundschule aufgestellt. Der dritte Bunker, eine Spende der ICEJ-USA, wurde bei den Mitarbeiterunterkünften des Jugenddorfs platziert, damit auch sie vor Raketenangriffen aus Gaza geschützt sind. „Wir sind sehr froh, diese Bunker zu haben”, sagte Leo, Vorsitzender des Elternbeirats der Grundschule. „Als ich Fotos von der Lieferung an die Eltern schickte, erhielt ich umgehend zahlreiche Dankes-Nachrichten zurück. Vielen Dank für die Unterstützung!”

28% der Israelis ohne Schutz vor Raketenangriffen

Rund 2,6 Millionen Israelis, etwa 28% der Bevölkerung, sind nicht ausreichend vor Raketenangriffen geschützt. Das berichtete Israels Rechnungsprüfer im August. 38% der Privathäuser haben Schutzbunker, 27% der Mehrfamilien- und Hochhäuser Gemeinschaftsbunker und etwa 500.000 Menschen (ca. 6%) sind auf öffentliche Bunker angewiesen. Mindestens die Hälfte der öffentlichen Bunker, die zuletzt 2015 geprüft wurden, ist in schlechtem Zustand. Die israelische Armee besserte in den letzten Jahren mehr als 500 von ihnen an Israels Nordgrenze aus. Dennoch haben rund 50.000 Israelis, die weniger als 9 km von der syrischen Grenze entfernt leben, keine Bunker. Auch 231.000 Israelis, die rund 40 km von der Gaza-Grenze entfernt wohnen, sind ohne Schutz.

Bitte helfen Sie uns, an gefährdeten Orten in Israel weitere dringend benötigte Bunker zum Schutz vor Raketenangriffen aufzustellen. Als Verwendungszweck „Schutzbunker“ angeben, herzlichen Dank!

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Das Laubhüttenfest feiern - inmitten einer herausfordernden Zeit

Als die ICEJ sich Ende 2019 auf das Laubhüttenfest 2020 vorzubereiten begann, bei dem wir unser 40-jähriges Bestehen feiern wollten, wussten wir noch nicht, welche Auswirkungen das Coronavirus nur wenige Monate später auf Israel und die ganze Welt haben würde. Während Israels Grenzen Monat um Monat für Touristen geschlossen blieben, betete das Leitungsteam der ICEJ weltweit um Gottes Führung und Weisheit, wie wir trotz der Corona-Maßnahmen und Reisebeschränkungen „das Laubhüttenfest feiern“ könnten, wie Sacharja 14,16 uns auffordert.

Foto: ICEJ, Dr. Jürgen Bühler während der Dreharbeiten im Gartengrab

„Wir empfanden uns vom Herrn geführt, dass wir, wenn die Menschen nicht kommen können, um Sukkot mit uns in Jerusalem zu feiern, das Laubhüttenfest von Jerusalem ausstrahlen und es in jedes Wohnzimmer, jede Kirche, jede Nation bringen sollten“, erklärte ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler. „Wir erkannten schnell, dass ein Online-Laubhüttenfest viel mehr Menschen erreichen könnte – und das mit mehr Programmpunkten denn je. Beim Laubhüttenfest 2020 bieten wir sieben tägliche Live-Lobpreisgottesdienste aus Jerusalem an und mehr als 80 Seminare mit gesalbten israelischen und internationalen Sprechern und Lobpreisleitern.“

Um diese Vision umzusetzen, arbeitete die ICEJ mit Partnerorganisationen zusammen, darunter die großen christlichen Fernsehsender TBN und GOD TV, und schuf mit Hilfe israelischer Softwareexperten eine Online-Konferenz-Plattform, die das Laubhüttenfest nicht nur in die ganze Welt bringen, sondern unserem Dienst auch in künftigen Jahren nützen wird.

Das ICEJ-Laubhüttenfest in alle Welt senden

Wie macht man aus Israels größter christlicher Veranstaltung, zu der seit 1980 jedes Jahr tausende christliche Pilger aus mehr als 100 Nationen nach Jerusalem kommen, eine virtuelle Online-Veranstaltung?

Da Israels Grenzen für Touristen und freiwillige Helfer dieses Jahr geschlossen bleiben, mussten wir in jedem Bereich die Art und Weise, wie wir uns auf das Laubhüttenfest vorbereiten, ändern: das TV-Team suchte nach geeigneten Drehorten, das Social-Media-Team produzierte neue Online-Werbung, einzelne ICEJ-Zweigstellen produzierten Seminarvideos. Das diesjährige Laubhüttenfest ist in der Tat das Ergebnis einer weltweiten Zusammenarbeit.

Webinare: Berichte über Wunder

Ein weiteres Novum des diesjährigen Laubhüttenfests waren die wöchentlichen Webinare auf unseren Social-Media-Kanälen, in denen ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler und Tiffany Mallillin vom Registrierungsteam Gäste aus Israel und der ganzen Welt interviewten. Bei der ersten Ausstrahlung berichtete Hossam Nabil aus Ägypten vom „wundersamen Regen“, der in Kairo in genau dem Moment einsetzte, als ägyptische Christen während des Laubhüttenfests 2019 auf der Bühne „vor dem Herrn erschienen“.

Weitere Höhepunkte waren der Bericht des südafrikanischen Evangelisten Angus Buchan über das wundersame „Brausen eines gewaltigen Winds“, des Heiligen Geistes, während der Eröffnungsfeier des Laubhüttenfests 2012 und die Gespräche mit Hananya Naftali, der Social-Media-Beiträge für das Büro des israelischen Premierministers produziert, Adam Gabeli (ICEJ-Kanada), der sein eigenes Heilungszeugnis erzählte, und Apostel Alberto Magno (ICEJ-Bolivien), dessen Gemeinde jedes Jahr einen „Wunderkonvoi“ zum Laubhüttenfest bringt. Diese und weitere Webinare können Sie auf Facebook und dem Youtube-Kanal der ICEJ-Hauptstelle in Jerusalem anschauen.

Israelische Partnerorganisationen und Hi-Tech-Lösungen

Mittelpunkt dieser Verwandlung in eine virtuelle Veranstaltung steht eine Online-Konferenz-Plattform, die speziell für die ICEJ entwickelt wurde, in Kooperation mit Sar-El Media, einer israelischen Produktionsfirma, die von messianisch-jüdischen Gläubigen geführt wird. Sobald diese Plattform fertiggestellt ist, wird die ICEJ sie für zukünftige Laubhüttenfeste und andere Sonderveranstaltungen und Initiativen nutzen. Damit erreichen unsere Israel-Veranstaltungen aus Jerusalem noch viel mehr Menschen als je zuvor!

Eine Plattform wie diese innerhalb von zwei Monaten aus dem Nichts zu schaffen ist eine Meisterleistung. Sie wurde durch die harte Arbeit von Sar-El Media, den Programmierern und Alex Mills, IT- und Datenbeauftragter der ICEJ, möglich. Die Live-Übertragungen werden in zehn Sprachen übersetzt werden, außerdem gibt es spezielle Seminare in verschiedenen Sprachen, damit viele auf der ganzen Welt davon profitieren. Die Seminare und alle besonderen Angebote sind bis Ende 2020 abrufbar (bzw. bis Oktober 2021, sofern das entsprechende Ticket gebucht wurde).

Im Gebet geboren und getragen

Als die ICEJ 1980 gegründet wurde, wurde sie durch die Gebete von Fürbittern geboren. All die Jahre hindurch war das Gebet wesentlicher Bestandteil des jährlichen Laubhüttenfests. 2016 startete die ICEJ das Sukka-Gebet in der Sukka (Laubhütte), die vor der Jerusalemer Pais Arena errichtet wurde. Dort lobten die Teilnehmer den Herrn in ihrer jeweiligen Sprache und taten Fürbitte für ihre Nationen.

Auch dieses Jahr wird es rund um die Uhr einen virtuellen Zoom-Gebetsraum geben, mit Gebetszeiten für die jeweiligen Sprachen und Regionen der Welt. Wenn Sie Ihre Nation während einer dieser Gebetszeiten repräsentieren möchten, nehmen Sie bitte mit dem ICEJ-Gebetskoordinator Joshua Gooding Kontakt auf: joshua.gooding@icej.org

Trotz der neuen und herausfordernden Aspekte, die die Produktion des diesjährigen Laubhüttenfests mit sich bringt, bleibt die geistliche Bedeutung dieses „Fests des Herrn“ bestehen. Abby Bakke, Assistentin der TV-Produktion, brachte es auf den Punkt: „Die Vorbereitung für das Laubhüttenfest war in diesem Jahr technisch und logistisch viel herausfordernder. Aber gleichgeblieben ist, dass die Gläubigen zusammenkommen, um den Gott Israels und der Nationen zu feiern, um die Beziehung zu ihm zu vertiefen und seine Treue zu feiern. Das wird sich nie ändern.“

Wir laden Sie herzlich ein, dieses Jahr „in Zion zu erscheinen“! Feiern Sie mit uns das Online-Laubhüttenfest 2020, bei dem wir gemeinsam erkennen möchten, wie wir „dem Herrn den Weg bereiten“ können!

Weitere Infos und Anmeldung zum ICEJ-Laubhüttenfest 2020


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Online-Lernen in der Corona-Krise

Auch in Israel mussten Schüler während des Corona-Lockdowns wochenlang von zu Hause aus lernen. Für Kinder aus benachteiligten Familien in Ma’ale Adumim bei Jerusalem war es besonders schwer, als ihre Schule geschlossen wurde. Sie konnten nicht mehr am Unterricht teilnehmen, da ihre Familien keinen Computer hatten. So blieben sie hinter ihren Klassenkameraden zurück, die zu Hause online lernen konnten.

Foto: ICEJ, Nicole Yoder übergibt Computer an Familien in Ma’ale Adumim.

Hilfe für 69 Familien

Ein Projekt des israelischen Bildungsministeriums sollte sicherstellen, dass alle Kinder Zugang zu einem Computer haben. Teilnehmende Städte mussten einen Beitrag zum Kauf der Computer für bedürftige Familien in ihrer Stadt leisten und auch die Familien mussten eine kleine Summe beisteuern. In Ma’ale Adumim hatten 75 Familien Anspruch auf diese Hilfe, vor allem Familien von Einwanderern und Alleinerziehenden. Für sie ist es generell schwierig, kleine Beträge für Schulbücher und Freizeitaktivitäten aufzubringen, geschweige denn anteilig für einen Computer zu zahlen, trotz des angebotenen Sonderpreises. Die Stadt bat die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem (ICEJ) um Hilfe und wir konnten schnell reagieren und Computer für 69 Familien kaufen.

Ende Juli übergab Nicole Yoder, ICEJ-Vizepräsidentin für Soziales und Alijah, die Computer an einige Schüler. Aufgrund der Corona-Regeln konnte sie nur drei der 69 Familien treffen. Ma‘ ale Adumims Bürgermeister Benny Kashriel dankte der ICEJ und ihren Freunden und Unterstützern weltweit für ihre tatkräftige Hilfe und Freundschaft in diesen schwierigen Zeiten. Durch die Unterstützung der ICEJ wurden in den letzten Monaten auch viele Senioren in seiner Stadt mit warmen Mahlzeiten versorgt.

Große Dankbarkeit

„Mir fehlen die Worte, das ist eine riesige Hilfe für uns“, staunte Ayala*, eine äthiopisch-israelische Mutter, dankbar. Meital*, alleinerziehende Mutter von drei Kindern, berichtete, es sei sehr schwer allein für alle zu sorgen. „Niemals hätten wir einen Computer kaufen können.“ Ihre Tochter Batya* meinte freudestrahlend: „Ich werde viele Dinge am Computer lernen, auch Englisch.“ Jede dieser Familien erhielt zudem einen Internetanschluss und eine Bedienungsanweisung. Damit haben diese Familien eine Fülle neuer Möglichkeiten.

Es sei inspirierend, dass viele Israelis ihr Wissen, ihre Begabungen und Energie einsetzten, um anderen während der Corona-Bedrohung zu helfen, erklärte Nicole Yoder. „Computer zur Verfügung zu stellen ist eine Möglichkeit für Christen, in der Corona-Krise zu helfen und jungen Israelis die Fortsetzung ihrer Schulbildung in dieser herausfordernden Zeit zu ermöglichen.“

Vielen Dank, dass Sie uns helfen, benachteiligte Familien zu unterstützen und in die Zukunft Israels zu investieren. Wenn Sie weiterhin praktische ICEJ-Hilfsprojekte fördern wollen, bitte als Verwendungszweck „Zukunft und Hoffnung“ angeben, herzlichen Dank!

* Namen geändert

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Frieden und Einheit beim Gebet für Deutschland in Stuttgart

Rund 250 Christen verschiedener Konfessionen reisten am 15. August aus ganz Deutschland nach Stuttgart, um unter Einhaltung der Abstandsregeln in mehreren Gebetsrunden für ihre Stadt, für Deutschland und für Israel zu beten.

Foto: ICEJ/Levi Dörflinger, Gebetsmarsch in Stuttgart, 15. August 2020

Gebet für alle Menschen

„Wir sind hier, um uns für ein freundliches und friedliches Miteinander in unserer Stadt und unserem Land einzusetzen“, begrüßte Stephan Lehnert, Geschäftsführer der ICEJ-Deutschland (Stuttgart), die Teilnehmer. „Gott will, dass wir für alle Menschen beten. Er schließt niemanden aus.“ Nach einer kurzen Erläuterung der aktuellen Bestimmungen zogen die Israelfreunde betend durch die Stuttgarter Innenstadt. Die hoffnungsspendenden Bibelverse, die auf farbenfrohen Plakaten zu lesen waren, wurden von den Passanten mit Interesse begutachtet.

Notwendigkeit des Gebets

Nachdem sich die Beter wieder im Stadtgarten zusammengefunden hatten, begrüßte Christoph Scharnweber, Jesaja-62-Gebetskoordinator der ICEJ, sie mit 1. Timotheus 2,1-2. „Damit wir ungestört und in Frieden leben können, muss das Volk Gottes verstärkt beten“, sagte er und ermutigte die Teilnehmer, auch in Zukunft an ihren Heimatorten im Gebet für Deutschland einzutreten. In kleinen Gruppen beteten die Teilnehmer für die Bundesregierung und baten um Gottes Führung und für gute und vorausschauende Entscheidungen angesichts der Corona-Krise. Es wurde auch für ein entschiedenes Eintreten gegen Antisemitismus und für ein mutiges Bekenntnis zu Israel gebetet.

Der Schalom Gottes

Roland Krumm, Pastor der City Chapel Stuttgart und Mitglied im Vorstand von „Gemeinsam für Stuttgart“ (Evangelische Allianz), zitierte Jeremia 29,7: „Und sucht den Frieden (Schalom) der Stadt, in die ich euch gefangen weggeführt habe, und betet für sie zum HERRN!“ „Schalom bedeutet Frieden, Wohlbefinden, Zufriedenheit, Glück“, sagte Krumm. Juden hätten immer und an jedem Ort den „Schalom“ ihrer Stadt gesucht, der alle Gesellschaftsschichten erreichen solle. Er betete, dass Stuttgart, bekannt als „Stadt der Bibel“, ebenso wie die anderen vertretenen Städte wieder zu einer „Stadt des Wortes und des Gebets“ werden möge.

Perspektive für junge Leute

Timon Kaiser, Jugendreferent der ICEJ, erinnerte daran, dass der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs ein Gott der Generationen sei. Er freute sich darüber, dass viele Generationen beim Gebetsmarsch vertreten waren. „Die junge Generation braucht unser Gebet besonders“, erklärte er. Sie hätten zwar scheinbar „unbegrenzte Möglichkeiten“, aber „keine wahre Perspektive“. Auch sähen sie sich mit großen Herausforderungen angesichts des Klimawandels und der Corona-bedingten wirtschaftlichen Situation konfrontiert. „Es ist darum wichtig zu beten, dass die junge Generation eine Begegnung mit dem lebendigen Gott hat“, schloss Timon Kaiser.

Einstehen für Israel

„Vor 80 Jahren wurde in den deutschen Städten Gottes Wort verbrannt. Heute liefen wir mit Gottes Wort durch die Stuttgarter Innenstadt“, erklärte Gottfried Bühler, Erster Vorsitzender der ICEJ-Deutschland. Angesichts der deutschen Geschichte habe Deutschland besonderen Grund, Gott für 71 Jahre Freiheit, Frieden mit unseren Nachbarländern und Wohlstand zu danken. Er warnte vor dem Wiederaufflammen des Judenhasses in der heutigen Zeit und hob die besondere Verpflichtung der Christen hervor, Antisemitismus entschieden entgegenzutreten. Die etwa 200.000 Juden und rund 100 Synagogen in Deutschland seien eine Bereicherung für die Gesellschaft. „Wir sind froh, dass Juden nach dem Holocaust wieder den Mut hatten, in Deutschland zu leben.“ Christen sollten für ihre Sicherheit beten und Gott für das jüdische Volk danken. „Danke, dass das jüdische Volk ein Segen für uns ist. Danke für den Juden Jesus, der den Segen Abrahams für uns zugänglich gemacht hat“, betete er.

Gebet für Nahost

Bühler begrüßte die angekündigte Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Christen seien aufgefordert, für Israel und Israels Nachbarländer zu beten, denn Gott seien alle Menschen wichtig. Er rief die Teilnehmer auf, insbesondere für Frieden im Nahen Osten und angesichts der zweiten Corona-Welle in Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten um Weisheit für die Verantwortlichen zu beten. Stephan Lehnert leitete das Gebet für den Libanon. „Wir Israelfreunde sind angehalten, die Araber nicht zu hassen – denn Gott liebt sie!“ Er betete für eine handlungsfähige Regierung im Zedernstaat und schloss die Bitte an, dass Israels Hilfsangebot nach den Explosionen im Hafen von Beirut eine friedliche Nachbarschaft bewirken werde.

„Ein Licht in Stuttgart“

Michael Kashi, Vorstandsmitglied der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs (IRGW), las zum Abschluss der Gebetsveranstaltung Psalm 122 auf Hebräisch und Deutsch. „Danke, dass Sie für das Volk und den Staat Israel beten“, sagte er gerührt. Zu den Klängen des Aaronitischen Segens endete die Gebetsveranstaltung, die vom spürbaren Frieden Gottes und der Einheit der Beter geprägt war. „Es war ein Vorrecht, als Familie Gottes zusammenzukommen und zu beten“, sagte Angelika aus Stuttgart. Adrian aus Schorndorf meinte: „Es war toll, Gottes Wort auf den Straßen Stuttgarts zu tragen!“ Jenny aus Ludwigsburg ergänzte: „Wir waren ein Licht in Stuttgart.“ Anette aus Pforzheim erklärte: „Es ist wichtig sich an die Seite Israels zu stellen und für unsere Stadt das Beste zu suchen.“

 


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Libanonhilfe nach Explosionen in Beirut

Durch die verheerenden Explosionen am 4. August 2020 im Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut sind große Teile der Stadt zerstört oder beschädigt worden. Mehr als 150 Menschen starben, etwa 6.000 wurden zum Teil schwer verletzt und rund 300.000 Bewohner der Hafenstadt sind obdachlos. Auch örtliche Kirchen und Gemeinden sowie christliche Werke sind betroffen. Seit 40 Jahren unterstützt die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem (ICEJ) Christen im Nahen Osten, die unter Verfolgung, Konflikten, Katastrophen und vielen weiteren Herausforderungen leiden. Derzeit sind wir dabei, unseren libanesischen Brüdern und Schwestern nach den verheerenden Explosionen in Beirut zu helfen.Wir unterstützen örtliche christliche Kirchen und Dienste, so dass sie die Schäden beseitigen und in der Liebe Christi auch anderen, die dringend auf Hilfe angewiesen sind, beistehen und helfen können.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns mit Ihren Gebeten und Gaben unterstützen, unseren Geschwistern im Libanon zur Seite zu stehen! Als Verwendungszweck bitte „Libanonhilfe” angeben, herzlichen Dank!

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Ein Korb voll Segen

 

Mitarbeiterinnen der ICEJ-Sozialabteilung sind in den letzten Wochen durch ganz Israel gefahren, um Essenskörbe an Alleinerziehende zu verteilen. Viele von ihnen sind jüdische Mütter, die in kaputten Ehen gefangen sind und sich nicht daraus befreien können, weil religiöse Vorschriften nur den Männern das Recht einräumen, die Scheidung einzureichen.

Foto: ICEJ, ICEJ-Mitarbeiterin Jannie Tolhoek übergibt einen Korb mit Lebensmitteln

Corona-Härtefälle

Wegen der Corona-Krise ist die Arbeitslosigkeit in Israel in die Höhe geschnellt und viele Familien kämpfen darum, über die Runden zu kommen. Während des Lockdowns nahm häusliche Gewalt zu und etliche wehrlose Frauen und Kinder sahen sich Missbrauch ausgesetzt. Andere erhielten in zerbrochenen Familien keinerlei emotionale oder finanzielle Unterstützung von ihren Ehemännern und Vätern.

Eine Sozialarbeiterin erzählte uns von Batya*, die eine gute Ehe hatte, bis ihr Ehemann eine Zwangsstörung sowie schwere Phobien und Ängste entwickelte. Mit zunehmender Verschlechterung seines mentalen Zustands erlaubte er ihr nicht mehr, die Kinder zu berühren, weil sie in eine Schule gingen, die neben einem Friedhof lag. Er hatte Angst, seine Ehefrau würde dadurch „unrein“ werden. Batya durfte jeden Tag das Mittagessen für ihre Kinder vorbereiten, musste sich aber in ihr Zimmer zurückzuziehen, sobald sie von der Schule nach Hause kamen. Zwei Jahre lang konnte sie ihre Kinder nicht umarmen und weinte alleine in ihrem Zimmer. Schließlich fasste Batya den Mut, diese herzzerreißende Lebensumstände hinter sich zu lassen. Sie erhielt das alleinige Sorgerecht für ihre Kinder, doch ihr orthodoxer Ehemann weigerte sich, ihr einen Scheidebrief auszustellen. Nun leidet sie an Depressionen sowie schlimmen Minderwertigkeits- und Schuldgefühlen.

Alleingelassen

Nach jüdischem Gesetz entscheiden Rabbinatsgerichte auch heute noch in Israel über Ehe-Angelegenheiten und Ehescheidungen. Demnach bestimmt nur der Mann über eine Scheidung von seiner Frau. Dieser Realität ist es geschuldet, dass viele dieser Frauen, die man als „Agunot“ bezeichnet, in der Gefahr stehen, Missbrauch zu erleiden und in lieblosen und kaputten Ehen gefangen zu sein. Die Frauen können nicht erneut heiraten oder weitere Kinder bekommen, selbst wenn die Männer ihr Leben einfach weiterführen und neue Familien gründen. Zu oft weigern sich Männer außerdem, Unterhalt für ihre Kinder zu zahlen. Umfragen zufolge erhalten 19% der jüdischen Frauen während des Scheidungsprozesses keinen „Get“ (Scheidebrief) – pro Jahr sind das allein in Israel fast 3.000 Frauen. Viele von ihnen fühlen sich durch diese Tortur und den auf sie ausgeübten religiösen Druck alleingelassen und ausgebrannt. Es ist sehr traurig, dass Familien durch Scheidung zerbrechen. Doch es ist gut zu sehen, wie mutig die betroffenen Frauen Hilfe gesucht haben und weiterhin ihr Bestes geben, um ihre Kinder zu schützen und für sie zu sorgen - auch ohne die Hilfe des Vaters.

Segen schenken

Als wir von Stadt zu Stadt und von Haus zu Haus fuhren, um Essenskörbe zu verteilen, fehlten einigen der Agunot-Mütter die Worte, um ihren Dank auszudrücken. So lächelten sie uns einfach dankbar an. Eine Mutter, Ilanit*, erzählte uns ihre schwere Lebensgeschichte. Sie und ihr Sohn Daniel* (12) sind derzeit in Therapie, um emotionale Wunden der Vergangenheit aufzuarbeiten. Trotz allem haben die beiden ein Lächeln auf den Lippen. Unser Essenskorb bereitete ihnen große Freude. Daniel machte sich sofort daran, den Essenskorb zu erkunden, und sprang freudig auf und ab, als er Spaghetti, schwarzen Tee und Schokolade entdeckte – Lebensmittel, die er besonders mag. Auf der Stelle beschlossen sie, an diesem Abend Spaghetti zu essen.

Große Dankbarkeit

Auf dem Weg zum Auto lief Daniel neben uns her und bedankte sich noch immer! Ilanits Glaube und Dankbarkeit waren ebenfalls offensichtlich. Sie sagte: „Es kann nur besser werden! Gott hat einen Plan und wacht über uns. Mein Herz fließt über vor Dankbarkeit dafür, wie gut für mich gesorgt wird.“ Am Ende unserer langen Tour waren auch unsere Herzen voller Dank für die Großzügigkeit unserer christlichen Freunde weltweit. Sie haben es uns trotz eigener Herausforderungen in den vergangenen Monaten ermöglicht, alleinerziehende Mütter in Israel, die Mühe haben, ihre Kinder zu ernähren, zu ermutigen und ihnen praktisch zu helfen.

Lassen Sie uns gemeinsam noch vielen weiteren Israelis wie Ilanit und Daniel Hoffnung bringen! Als Verwendungszweck bitte „ICEJ-Hilfsfonds für Israel“ angeben, herzlichen Dank!

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Widerstandskraft in Zeiten der Not

Herzrasen Stellen Sie sich vor, sie wären eine Mutter, die mit ihrem achtjährigen Sohn einen Spaziergang macht. Plötzlich hören Sie schwach eine nur zu bekannte Stimme. Ihr Herz schlägt schneller! Es fühlt sich an wie 1.000 Schmetterlinge im Bauch. Sie wissen, was jetzt kommt. Der leise Klang der Stimme schlägt schnell um in einen Kommandoton: Tseva Adom! Tseva Adom! (Alarmstufe Rot!, wörtlich „Farbe Rot!“) Es bleibt nicht einmal genügend Zeit für die Alarmsirene. Instinktiv wissen Sie, dass eine Rakete im Anflug ist und dass Sie nur einige Sekunden haben, um Schutz zu finden. Aber Ihr Sohn läuft einem noch jüngeren Mädchen auf dem Gehweg nach und sagt: „Mama, Mama, sie wohnt weit weg – ich werde mich um sie kümmern.“ Doch dann fragt er sich „Wer sorgt für mich?“, und kehrt um zu seiner Mutter.

Foto: ICEJ, Mitarbeiter der ICEJ, darunter Nicole Yoder (stehend, 3.v.r.), und des Trauma-Zentrums bei der Einweihung des neuen Schutzraums.

Bedrohung im Alltag Trauriger Weise ist dies eine wahre Geschichte. Tatsächlich ist es die brutale Realität, in der die Bewohner der südisraelischen Region S‘dot Negev jeden Tag leben. S’dot Negev liegt innerhalb der Drei-Kilometer-Zone an der sehr unsicheren Gaza-Grenze. Die Zivilisten dieser Gegend sind mit vielen Bedrohungen konfrontiert: Terrortunnel tauchen hier aus dem Untergrund auf, mit Sprengsätzen bestückte Luftballons fliegen über ihre Köpfe hinweg und die Angst vor Raketenangriffen durch Hamas-Terroristen ist allgegenwärtig. Manchmal werden 300 Raketen an einem Tag auf dieses Gebiet abgefeuert!

Zufluchtsort Das S’dot Negev Resilienz-Zentrum wurde eröffnet, um traumatisierten Familien aus den Ortschaften in der Umgebung einen Ort der Zuflucht und der Heilung zu bieten. Hier werden Kurzzeit-Therapien und Bewältigungsstrategien angeboten, um die seelische Widerstandskraft der mit permanenter Terrorbedrohung lebenden Menschen zu stärken. Esther Marcos, Leiterin des Zentrums, erklärt, dass „Therapie und Behandlung von Folgeerscheinungen, aber auch präventive Maßnahmen“ zum Programm gehören. Der Dienst des Trauma-Zentrums konnte ausgeweitet werden, so dass nun nicht mehr vier, sondern zwölf ausgebildete Therapeuten mit Kindern, Familien und Gruppen arbeiten. Kürzlich kamen auch vermehrt Jugendliche und Männer, die unter Stress leiden.

Hilfe in der Not Das Zentrum musste dringend erweitert werden, doch wurde zuerst ein Schutzraum benötigt, um den Menschen im Falle eines Raketenangriffs Sicherheit zu bieten. Als die ICEJ davon hörte, wurde sie tätig. „Wir spürten die Dringlichkeit zu helfen, als wir hörten, dass unter psychischer Belastung Leidende im Falle eines Raketenangriffs ungeschützt waren, während sie hier Hilfe und Heilung suchten“, erinnerte sich Nicole Yoder, ICEJ-Vizepräsidentin für Soziales und Alijah. Dank einer großzügigen Spende von Dr. Garth und Tina Coone vom christlichen TV-Netzwerk TCT (USA) in Partnerschaft mit der ICEJ-Zweigstelle in den USA konnten wir den benötigten Schutzraum bauen. Er besteht aus einer Stahlpanzerung, die auch einem direkten Raketeneinschlag standhält.

Schutz und Trost Anfang Juni waren ICEJ-Mitarbeiter bei der Einweihung des Schutzraums zugegen, als eine Mesusa am Türrahmen befestigt wurde. Auf einer daneben angebrachten Tafel drückt die ICEJ ihre Hoffnung aus, dass dieser Schutzraum „unseren lieben Freunden in Israel Schutz und Trost spendet“. Nicole Yoder stellte fest, dass die neu gestaltete Einrichtung viel größer und schöner ist, als sie es bei ihrem ersten Besuch war. „Ich erkenne den Ort kaum wieder“, wandte sich Nicole an die Gastgeber. „Es ist wunderbar zu sehen, welche weiteren Änderungen wir dadurch ermöglicht haben, dass wir den Schutzraum gespendet haben. Möge dieser Raum inneren Frieden schenken.“

„Die Kinder und Familien danken euch!”, versicherte Esther Marcos zum Abschluss der Einweihungsfeier. Dank der Unterstützung unserer treuen Spender kann die ICEJ weiterhin Menschen, die im Negev und in ganz Israel leben, segnen.

Bitte helfen Sie uns, Israelis zu segnen, die durch jahrelangen Terror traumatisiert sind. Als Verwendungszweck bitte „ICEJ-Hilfsfonds für Israel“ angeben, herzlichen Dank!

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Heimkehr nach Israel in turbulenten Zeiten

Trotz geschlossener Grenzen und Reisebeschränkungen ist in der Corona-Krise eine Tür nach Israel offen geblieben: Alijah, die Einwanderung nach Israel. Juden aus den Nationen kommen weiterhin nach Israel zurück. Durch die Arbeit der ICEJ tragen Christen weltweit auch in dieser turbulenten Zeit zur Erfüllung biblischer Prophetien bei.

Foto: JAFI, Jaroslav und Viktoria freuen sich auf ihre Alijah

Alijah trotz(t) Corona

Unter den jüdischen Neueinwanderern, deren Flüge die ICEJ in der Corona-Krise sponserte, waren auch Jaroslav und Viktoria aus der Ukraine, die in Kürze ihr erstes Kind erwarten. Aufgrund ihrer fortgeschrittenen Schwangerschaft hätte Viktoria die Ukraine in den kommenden Monaten nur schwer verlassen können. Zudem gibt es aus der Region zurzeit keine planmäßigen Flüge. Doch israelische Behörden und unsere Alijah-Partner bei der Jewish Agency haben mit Regierungsbehörden ehemaliger Staaten der Sowjetunion vereinbart, dass wöchentliche Sonderflüge für israelische Staatsbürger sowie jüdische Neueinwanderer nach Israel stattfinden können. Diese Öffnung inmitten der Corona-Krise ist erstaunlich. Die ICEJ ist dankbar, Flüge für jüdische Familien finanzieren zu können.

Neuanfang

Als Jaroslav und Viktoria Mitte April mit einem von der ICEJ gesponserten Flug aus Kiew in Israel ankamen, gingen sie sofort zwei Wochen in Quarantäne. Nun sind sie damit beschäftigt, sich in der zentralisraelischen Stadt Ramla ihr neues Zuhause aufzubauen. Das junge Paar ist seit etwas über einem Jahr verheiratet. „Wir hatten keine Angst angesichts der sich verschärfenden Covid-19-Pandemie“, erklärte Viktoria. „Trotz der Reisebeschränkungen haben wir uns weiterhin darauf vorbereitet, nach Israel zu kommen. Die Unterstützung durch die Alijah-Koordinatoren hat uns dabei sehr geholfen. Ich habe mir so gewünscht, dass unser Kind in Israel geboren wird!“

Sehnsucht

„Seit meiner Kindheit hatte ich das Gefühl, dass der Ort, an dem ich mich befand, nicht der Platz war, an den ich gehörte“, erzählte Viktoria. „Als ich dann älter wurde, entdeckte ich meine jüdischen Wurzeln. Dadurch bestätigte sich dieses Empfinden.“ 2017 besuchte Viktoria erstmals Verwandte in Israel. „Ich spürte: Hier will ich sein, hierher gehöre ich. Eine neue Ruhe erfüllte mein Herz.“

Vorbereitungen

In Kiew fing Viktoria an, Hebräisch-Kurse sowie jüdische Kulturveranstaltungen zu besuchen. Bald darauf lernte sie Jaroslav, die Liebe ihres Lebens, kennen. Die beiden heirateten und Jaroslav unterstützte Viktorias Wunsch, gemeinsamen im jüdischen Heimatland zu leben. „Unsere Flitterwochen in Israel waren unvergesslich und haben uns motiviert, unser Bestes zu geben, um uns als Familie in Israel ein Leben aufzubauen“, erinnerte sich Jaroslav.

Zukunftspläne

„Wir werden in Israel leben, wir werden arbeiten und wollen unseren Kindern ein gutes Leben ermöglichen“, meinte Jaroslav. Während er mit seinen künstlerischen Fähigkeiten beruflich tätig werden möchte, will Viktoria Sprachen studieren. Inmitten der Pandemie hat diese junge Familie gute, hoffnungsvolle Pläne für ihr Leben in Israel. „Wir sind so glücklich, dass wir hier sind, und wir danken jedem, der uns geholfen hat, unseren Traum und unsere tiefe Herzenssehnsucht zu erfüllen!“

Bitte helfen Sie uns, jüdische Familien wie Viktoria, Jaroslav und ihr Baby nach Israel zu bringen. Der Flug inklusive drei Gepäckstücken kostet 440€ pro Person, die zweiwöchige Quarantäne-Unterbringung mit Vollpension 1.085€ pro Person. Verwendungszweck: "Alijah". Herzlichen Dank!

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Häuslicher Pflegedienst der ICEJ hilft in Corona-Krise

 

 

Seit 1996 leistet das Team des Häuslichen Pflegedienstes der ICEJ, das von unserer Krankenschwester Corrie van Maanen koordiniert wird, vielen älteren russischen Einwanderern in Jerusalem wöchentliche Pflegehilfe und emotionalen Beistand. In der Corona-Krise mussten sie zu Hause bleiben und durften keinen Besuch empfangen. Das fiel ihnen sehr schwer, denn jede Woche warten sie sehnsüchtig auf Corrie. Im Laufe der Jahre hat sie vertrauensvolle Beziehungen zu den betagten Einwanderern aufgebaut. (Foto: ICEJ, Besuch des Häusliche-Pflege-Teams während der Corona-Krise.)

 

Isoliert… Von Beginn der Krise an passte sich Corrie den neuen Gegebenheiten an, half und kümmerte sich um viele Bedürfnisse. Das Gefühl, in ihren Wohnungen „eingesperrt“ zu sein, setzte besonders den Älteren sehr zu. Die meisten von ihnen machten im Zweiten Weltkrieg Leidenserfahrungen. Wenn die Erinnerungen mit voller Wucht zurückkehren, verstärken sie das Gefühl der Verlassenheit. „Die Einsamkeit der Isolation ist schlimmer als die Angst vor Ansteckung“, beschrieb es der 94-jährige Zacharia. „In dieser Situation möchten wir ihnen weiterhin nahe sein“, erklärte Corrie. „Wir wollen uns auch jetzt um ihre Bedürfnisse kümmern.“

…aber nicht alleine. Jedes Jahr vor dem Passahfest beschenkt der Häusliche Pflegedienst einige russisch-jüdische Holocaustüberlebende. Die jüdischen Feste bieten eine besonders gute Gelegenheit, diesen wertvollen Menschen Segen und Trost zu spenden. Auch dieses Jahr packten Corrie und ihr Team schöne Passah-Geschenkkörbe mit Matze-Brot, Tee, Schokolade und anderen Leckereien sowie einer ermutigenden Karte. Beim Lesen sagten viele dankbar: „Wir sind nicht allein.“ Außerdem packten wir weitere Essens- und Versorgungspakete zum Passahfest und brachten sie den betagten Einwanderern, um die Corrie sich kümmert. Sie hält Telefonkontakt mit ihnen, um sie zu ermutigen. Außerdem bringt sie ihnen nach Bedarf Lebensmittel und Medikamente an die Tür.

Treppenhaus-Dienst Corrie nennt es ihren „Treppenhaus-Dienst“, weil sie die Wohnungen nicht betreten kann. Stattdessen sitzt sie oft im Treppenhaus und spricht mit den Bewohnern, die wenige Meter entfernt an ihrer Türschwelle stehen. Als Tanya einmal ihre Tür öffnete, konnte sie es kaum erwarten, mit Corrie zu sprechen. Unter Tränen erzählte sie ihr, dass ihr diese Zeit der Isolation solche Angst einjagte, wieder Hunger leiden zu müssen, wie sie es als kleines Kind während des Kriegs in der Ukraine erlebt hatte. Seit Ausbruch des Virus‘ hat Tanya ihre Enkelkinder nicht mehr gesehen. Ihre Tage sind lang und voller Einsamkeit. Die Besuche der Häuslichen Pflege sind ihr in diesen herausfordernden Tagen zum Anker geworden.

In schwerer Zeit „Wenn ein Sturm wie dieses Virus hereinbricht, sind unsere Besuche und Beziehungen zu diesen Menschen noch bedeutsamer“, bekräftigte Corrie. „Es ist ein besonderer Segen, dass wir ICEJ-Mitarbeiter ihnen in einer Zeit wie dieser Hoffnung geben und ihnen versichern können, dass sich der Gott Israels auch in diesen Tagen treu um sein Volk kümmert.“

Bitte unterstützen Sie unseren Liebesdienst für diese älteren Israelis. Als Verwendungszweck bitte „Häusliche Pflege“ angeben, herzlichen Dank!

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