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Special Reports

Hilfe zum Passahfest

Viele Familien in Israel leben in Armut und können das Passahfest deshalb nicht so feiern, wie es die Tradition vorsieht. Jedes Jahr verteilt die ICEJ-Sozialabteilung dank ihrer Unterstützer aus aller Welt, darunter Christen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, Passah-Versorgungspakete für bedürftige Familien in ganz Israel. (Foto: 2018 sponserte die ICEJ einen Sederabend für 1.300 neu eingewanderte äthiopische Juden)

Mitarbeiterinnen der ICEJ-Sozialabteilung berichten von einigen Höhepunkten vom Passahfest 2018:

In Beit Sche’an erhielten 50 bedürftige Familien Geschenke. Ein Vater von 14 Kindern versicherte uns: „Meine Familie freut sich sehr über eure Unterstützung. Wir danken euch, dass wir Passah feiern und uns an die Passah-Wunder erinnern können.“

In Kiryat Gat bekamen 20 äthiopische Familien, die gerade erst Alijah (Einwanderung) gemacht hatten, Versorgungspakete. Eine der Frauen sagte: „Das Herz arbeitet nur, wenn Blut hindurchströmt, nur dann ist man lebendig. Wenn man etwas von ganzem Herzen tut, dann ist es lebensspendend. Das ist euer Besuch und die Arbeit, die ihr hier im Land tut: lebensspendend und herzerfüllend. Danke für euer Kommen. Danke, dass ihr unsere Häuser mit eurer Gegenwart erwärmt.“

In der Sozialhilfeeinrichtung von Netanja haben wir 50 Passah-Pakete verteilt. Einer der Empfänger war Isaak, ein religiöser Jude, Vater von vier Kindern, dessen geliebte Frau seit mehr als 14 Jahren bettlägerig ist. Als Isaak sein Paket erhielt, sagte er: „Danke von ganzem Herzen, dass ihr heute hier seid und mir zuhört. Danke für diese Geschenke, die wirklich zeigen, wie ihr euch um uns sorgt. Ich wünsche mir, dass ich nächstes Jahr zu den Menschen gehöre, die geben können, und dass ich nicht länger Unterstützung benötige. Chag Pessach Sameach! (frohes Passahfest)“

Viele Herzen wurden froh gemacht durch die großzügigen Spenden. Wir wissen, Gott wird auch dieses Jahr zum Passahfest, das am 19. April beginnt, wieder wunderbare Werke tun. Wir hoffen, dass wir sogar noch mehr Passah-Pakete weitergeben können, um bedürftigen jüdischen Familien zu helfen, das Passahfest mit Freude zu feiern!

Dieses Jahr wollen wir 385 Familien mit Festtagspaketen versorgen. ICEJ-Mitarbeiter werden gemeinsam mit Bewohnern unseres Heims für Holocaustüberlebende in Haifa Passahpakete für bedürftige Familien packen. Zudem werden wir Seder-Feiern für Behinderte sowie israelische Familien mit geringem Einkommen, darunter Einwanderer aus Russland und Äthiopien, Alleinerziehende und pflegebedürftige Erwachsene, sponsern.

Bitte helfen Sie uns, auch dieses Jahr bedürftige israelische Familien mit Passah-Paketen zu beschenken. Ein Lebensmittelpaket für eine Familie kostet 90 Euro. Als Verwendungszweck bitte „Passahfest“ angeben, herzlichen Dank. Frohes Passahfest!

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ICEJ bringt äthiopische Juden nach Israel

© Foto: ICEJ, Anfang Februar hat es einen Freudentag für 83 äthiopische Juden gegeben: Jahrelang haben sie gebetet, gewartet und gehofft, ihre Familien in Israel wiederzusehen. Nun ist dieser Traum wahr geworden! Im Sommer 2017 begrüßten ICEJ-Mitarbeiter Familie Malesa auf dem Flughafen in Tel Aviv.

In Äthiopien warten noch rund 8.000 Juden voller Sehnsucht darauf, nach 2.500 Jahren im Exil ins Land ihrer Vorväter zurückzukehren – nach Israel. Die Jewish Agency, die für die Alijah (Einwanderung nach Israel) zuständig ist, hat die ICEJ um Unterstützung bei ihrer Heimkehr gebeten. 2019 dürfen insgesamt 1.000 äthiopische Juden nach Israel einwandern. Die ICEJ hat sich verpflichtet, ihre Flugtickets zu finanzieren.

Wir wollen äthiopische Juden auf „Adlerflügeln“ (2. Mose 19,4) nach Hause bringen. Bitte helfen Sie uns dabei!   

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Besuch in Äthiopien

Mit der Sehnsucht, als Juden unter ihrem eigenen Volk in Israel zu leben, verließen viele äthiopische Juden, die sich Beta Israel nennen, ihre Dörfer und machten sich auf nach Gondar, wo sie in Transitzentren seit Jahren darauf warten, Alijah zu machen. Die Beta Israel sind stolz darauf, Juden zu sein, auch wenn sie häufig abgelehnt und diskriminiert werden. Ihre Lebensbedingungen sind prekär. In kleinen, überteuerten Unterkünften ohne fließend Wasser oder Strom leben oft fünf bis zehn Personen. Die ärztliche Versorgung ist unzureichend und oft mangelt es an Lebensmitteln. Im Mai 2017 reisten Mitarbeiter der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ) nach Gondar, um die dort lebenden äthiopischen Juden zu besuchen, von denen jeder Familienangehörige hat, die bereits nach Israel eingewandert sind. „Seit zehn bis 20 Jahren warten sie darauf, einander in Israel wiederzusehen“, berichtete ICEJ-Vizepräsident Barry Denison aus Gondar. „Sie haben uns um Hilfe gebeten!“

Israels Regierung beschloss im November 2015, die verbliebenen 9.000 äthiopischen Juden in Etappen nach Israel zu holen. 1.300 kamen 2017. Dank der Hilfe christlicher Freunde weltweit konnte die ICEJ ihre Flüge sponsern. Rebecca, eine Mitarbeitern der Jewish Agency, erklärte: „Die ICEJ hat uns nicht nur geholfen, diese Juden nach Israel zu bringen, sondern uns auch darin unterstützt, dass Familien nach vielen Jahren wiedervereint wurden. Es ist immens wichtig für die Jewish Agency, Partner wie die ICEJ zu haben, die das Land und das Volk Israel stärken.“

Starker Glaube

Die vierköpfige Familie Malesa war unter diesen äthiopischen Neueinwanderern. Das ICEJ-Team traf sie zunächst in Gondar. „Wir leben seit 19 Jahren in Gondar und warten darauf, nach Israel zu gehen“, erklärte Yesasubish, die Mutter. „Ich gehe nach Israel, weil ich eine Beta Israel bin. Israel ist das Land unserer Vorväter und auch meine Familie lebt dort. Ich vermisse sie sehr!“ Unter Tränen erzählte sie, dass ihre Eltern, Groß- und Urgroßeltern bereits in Israel leben, die meisten seit mehr als 15 Jahren. „Wenn wir beten und Gott unsere Probleme nennen, bekommen wir Hoffnung“, sagte Yesasubish. „In Israel werden wir uns ein neues Leben aufbauen, wir werden lernen und arbeiten und wieder mit unserer Familie zusammen sein.“ Barry Denison zeigte sich bewegt von dem Besuch in Gondar. „Seit über 2.000 Jahren beten sie: `Nächstes Jahr in Jerusalem!´“ erklärte er. „Seit Jahrzehnten warten sie nun in Flüchtlingslagern darauf, nach Israel gehen zu dürfen. Der Glaube dieser Menschen hat meinen Glauben herausgefordert.“

Ein Traum wird wahr

Familie Malesas Traum, in Israel ihre Angehörigen wiederzusehen, hat sich erfüllt. Bei der Landung in Tel Aviv nach einer langen Reise mit Bus und Flugzeug fingen alle an Bord an zu weinen, erinnerte sich Yesasubish bei einem Besuch des ICEJ-Teams im Integrationszentrum. „Als wir in die Wartehalle am Flughafen kamen und unsere Familie sahen, war unsere Freude grenzenlos!“, strahlte sie. Nun lernt die gesamte Familie Hebräisch. „Wir danken der ICEJ für alles, was ihr getan habt“, sagten sie. „Wir können euch nichts zurückzahlen, möge Gott euch vergelten, was ihr für uns getan habt. Bitte hört nicht auf, euren guten Dienst zu tun, in Gondar warten noch viele äthiopische Juden darauf, nach Israel zu kommen, bitte helft auch ihnen!“

Helfen Sie mit!

2019 dürfen 1.000 äthiopische Juden nach Israel kommen. Anfang Februar sollen 84 äthiopische Neueinwanderer in Israel landen. Bis Anfang März werden es 300 sein, die übrigen werden im Verlauf des Jahres erwartet. Die ICEJ hat sich verpflichtet, auch ihre Flüge zu sponsern. Ein Flugticket nach Israel kostet zirka 800 Euro pro Person. Für mehr als die Hälfte der 1.000 Neueinwanderer sind die Flugkosten bereits gedeckt.

Bitte helfen Sie uns, für jeden der in Äthiopien wartenden Juden den Traum wahr zu machen, nach Israel zu kommen. Als Verwendungszweck bitte „Alijah Äthiopien“ angeben, herzlichen Dank!

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Ein Traum wird wahr: 83 äthiopische Juden in Israel gelandet

© Foto: ICEJ, Wiedersehen in Israel: Nach jahrelanger Wartezeit ist diese Familie nun wieder vereint!

Am 4. Februar haben Mitarbeiter der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ) die ersten 83 von 1.000 äthiopischen Neueinwanderern, die 2019 nach Israel kommen sollen, am Flughafen von Tel Aviv begrüßt. Dank der Unterstützung von christlichen Freunden aus aller Welt, darunter auch Deutsche, Österreicher und Schweizer, konnte die ICEJ ihre Flüge finanzieren und wird auch die Integration der Neueinwanderer unterstützen. Durchschnittlich mussten die Neuankömmlinge 15 Jahre warten, um ihre Kinder und Familienangehörigen, die bereits in Israel leben, wieder in die Arme schließen zu können. Entsprechend emotional waren die Begegnungen bei diesem Wiedersehen!

Aufregung und Vorfreude

Vorfreude erfüllte die Wartehalle. Dicht gedrängt, Blumen, bunte Ballons, Fähnchen und „Willkommen!“-Schilder haltend warteten äthiopische Juden, die bereits mit einer der früheren Einwanderungswellen nach Israel gekommen waren, voller Sehnsucht auf ihre Lieben. „Meine Mutter kommt mit diesem Flug, ich habe sie seit 20 Jahren nicht gesehen“, erzählte eine Frau dem ICEJ-Team. „Ich bin heute Morgen aufgewacht und konnte nur noch daran denken, dass ich ihr heute wieder einen Kuss geben kann!“ Kafala, ein junger Mann, freute sich darauf, seine Tante zu begrüßen, die er vor elf Jahren das letzte Mal gesehen hatte. „Ich bin sehr aufgeregt! Voller Dankbarkeit gegenüber Gott für diesen Tag bin ich aufgewacht!“, strahlte Kafala.

Willkommen in Israel!

Am Flughafen wurden die Neueinwanderer von Isaac Herzog, dem Vorsitzenden der Jewish Agency, die für die Alijah (Hebräisch für Einwanderung nach Israel) zuständig ist, herzlich begrüßt. „Willkommen in Israel, meine Brüder und Schwestern“, hieß Herzog die Neueinwanderer willkommen. „Ihr habt viele Jahre auf diesen Augenblick gewartet und nun seid ihr Zuhause bei euren Familien. Ich weiß, dass ihr Freunde und Familie in Äthiopien zurückgelassen habt. Ich fordere die Regierung auf, alle nach Israel zu bringen, die noch in Äthiopien geblieben sind.“ Die Jewish Agency bat die ICEJ vor ein paar Jahren, bei der Rückkehr der verbliebenen äthiopischen Juden zu helfen. Daraufhin hat die ICEJ zugesagt, die Flugtickets der Heimkehrer zu sponsern und auch ihre Integration zu unterstützen. Die Neuankömmlinge werden in verschiedenen Integrationszentren in Israel zunächst Hebräisch lernen, jüdische Studien belegen und Unterstützung erhalten, um das Leben in Israel meistern zu können.

Tanz und Freudenrufe

Dann war es endlich soweit: Nach ihrer langen Reise strömten die sehnsüchtig Erwarteten in die Ankunftshalle des Flughafens. Voller Freude fielen sich Familienangehörige und Freunde um den Hals, herzten und küssten einander und wollten sich gar nicht mehr trennen. Spontan wurde getanzt und gesungen und immer wieder ertönten Freudenrufe. Auch andere Wartende freuten sich mit. „Wow, wie schön!“, lächelte eine junge Frau, als sie die herzlichen Begrüßungsszenen sah. „Alijah ist so wichtig“, sagte eine andere Israelin, die ihre Tochter vom Flughafen abholen wollte. „Es ist mitmenschlich, alle Familien zusammenzubringen. Das Multikulturelle ist die Grundlage unseres Landes. Zusammen bauen wir uns ein starkes Land auf.“

Hoffen und Bangen

„Ich bin gleichzeitig glücklich und traurig, denn ich bin hier, aber meine Schwestern sind immer noch in Gondar“, erklärte der 26-jährige Bilililgn Zigale gegenüber einem Reporter der israelischen Tageszeitung „Jerusalem Post“ auf Hebräisch. Zusammen mit seinen Eltern konnte Zigale nach Israel kommen. In Gondar in Äthiopien war er Lehrer und Vorsänger in der Synagoge. Auch ein Bruder und eine Schwester erhielten die Einwanderungsgenehmigung, während zwei Schwestern sie noch nicht erhalten haben. Ein etwa 50-jähriger Mann berichtete: „Ich warte auf meinen Bruder, den ich seit 38 Jahren nicht gesehen habe. Das Warten ist uns sehr schwer gefallen, denn die Unsicherheit im Land (Äthiopien) ist sehr hoch. Wir sind besorgt, denn viele unserer Verwandten sind schon sehr alt und wir wollen sie gerne sehen, bevor sie sterben!“

Die Sorge, die Verwandten nicht mehr in die Arme schließen zu können, ist berechtigt. Eigentlich sollten mit dem jüngsten Flug aus Äthiopien 84 Neueinwanderer ankommen, doch es waren nur 83. Drei Geschwister mussten sich ohne ihre Mutter auf den Weg machen. Diese hatte jahrelang auf die Genehmigung gewartet, nach Israel kommen zu dürfen, doch sie starb drei Wochen vor dem Abflug.

Helfen Sie mit!

Im November 2015 beschloss die israelische Regierung, die verbliebenen rund 9.000 Juden aus Äthiopien nach Israel zu holen. 2017 kamen 1.300, deren Alijah-Flüge die ICEJ finanzierte. 2019 dürfen 1.000 weitere äthiopische Juden nach Israel kommen. Bis März werden 300 erwartet, die übrigen im Verlauf des Jahres. Die ICEJ hat sich verpflichtet, auch ihre Flüge zu sponsern. Ein Flugticket nach Israel kostet zirka 800 Euro pro Person. Für mehr als die Hälfte der 1.000 Neueinwanderer sind die Flugkosten bereits gedeckt.

Bitte helfen Sie uns, den äthiopischen Juden die Heimkehr nach Israel und das Wiedersehen mit ihren Familien zu ermöglichen. Als Verwendungszweck bitte „Alijah Äthiopien“ angeben, herzlichen Dank!

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Holocaust-Gedenktag in Stuttgart

© Foto: Levi Dörflinger, Holocaustüberlebender Josef Aron und ICEJ-Büroleiter Stephan Lehnert bei der gemeinsamen Kranzniederlegung.

 

Rund 300 Juden und Christen haben am Donnerstag in Stuttgart der sechs Millionen jüdischen Opfer und der Überlebenden des Holocaust gedacht und ein öffentliches Zeichen der Solidarität mit dem jüdischen Volk und mit Israel gesetzt. Die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem (ICEJ) veranstaltete die Gedenkfeier als Auftakt zum Internationalen Holocaust-Gedenktag, der seit 2005 jedes Jahr am 27. Januar begangen wird, dem Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Besonderer Ehrengast war der Holocaustüberlebende Josef Aron aus Jerusalem. Gemeinsam mit Stephan Lehnert, Büroleiter der ICEJ, legte er einen Kranz vor der Synagoge, dem Zentrum jüdischen Lebens in Stuttgart, nieder. Sehr bewegend war ein gesungenes Gebet des Kantors der jüdischen Gemeinde, Nathan Goldman. „Dass heute wieder jüdisches Leben in Deutschland stattfindet, ist das größte Wunder der Nachkriegszeit“, betonte Gottfried Bühler, Vorsitzender der ICEJ Deutschland. ICEJ-Sprecher Christoph Scharnweber äußerte Respekt vor der Aufbauleistung, die durch Holocaustüberlebende und deren Nachkommen in Israel geleistet wurde.

Holocaust und Antisemitismus heute

Anschließend folgte ein „Marsch der Erinnerung“ von der Synagoge zur Liederhalle. In den dort von Gottfried Bühler geleiteten Podiumsgesprächen machten die Gäste auf sehr persönliche Weise deutlich, dass sich Antisemitismus heute in Deutschland wieder zunehmend manifestiert, oft unter dem Deckmantel der „Israelkritik“. „In der Vergangenheit war es nicht so schlimm, wie in den letzten zwei, drei Jahren“, berichtete Michael Kashi, Vorstandsmitglied der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg (IRGW) und zählte einige der in dieser Zeit verübten antisemitisch motivierten Sachbeschädigungen auf. Unter dem bestürzten Gemurmel der Zuhörer las er heftige Zitate wie „Ich hoffe, der Iran baut eine Atombombe. Judas verrecke!“ aus einem der vielen Hassbriefe vor, die regelmäßig im Briefkasten der jüdischen Gemeinde landen.

„Ich liebe Deutschland“

Besonders bewegend war das Gespräch mit dem Ehrengast Josef Aron. Der 83-jährige Holocaustüberlebende, der als Kind grausame Misshandlungen im KZ Bergen-Belsen durchlitt, war aus Jerusalem angereist, um gemeinsam mit Yudit Setz, ICEJ-Leiterin des Heims für bedürftige Holocaustüberlebende in Haifa, an der Gedenkfeier teilzunehmen und an Schulen in Deutschland als Zeitzeuge vom Holocaust zu berichten. „Ich liebe Deutschland“, versicherte er. „Ich habe Deutschland vergeben.“ Die Anwesenden bedankten sich bei ihm mit Standing Ovations.

Absage an falsche Toleranz

Zu Wort kam auch Yassir Eric, ehemaliger militanter Islamist und Leiter des Europäischen Instituts für Migration, Integration und Islamthemen (EIMI) in Korntal. Der gebürtige Sudanese sagte sich 1990 vom Islam los, wurde Christ und warnt seither vor dem Einfluss eines theologisch motivierten Judenhasses in der muslimischen Gesellschaft, der ungefiltert nach Deutschland importiert werde. „Wir lassen es zu, dass hier im Land Kinder antijüdisch erzogen werden“, gab Eric zu bedenken. Bei Anti-Israel-Demonstrationen in Deutschland werde offen das Abschlachten von Juden verherrlicht. „Dass es in diesem Land wieder Antisemitismus gibt und der Holocaust als Vogelschiss bezeichnet wird, ist eine Schande“, stellte Eric klar und monierte das Wegsehen der Mitte der Gesellschaft und der Regierung als falsch verstandene Toleranz: „Wir haben ein Problem. Nur politisch korrekt zu sein, hilft uns da nicht weiter.“

Auch der emeritierte württembergische Landesrabbiner Netanel Wurmser ärgerte sich, dass man beim Kampf gegen Antisemitismus nur laue Sprüche aus der Politik höre. „Es ist unerträglich“, sagte er und forderte gerade auch die Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft zu einem stärkeren Engagement in der Politik auf.

Schlusspunkt Hoffnung

Für musikalische Highlights sorgten die Sängerin Enni Gorbonosova und ihre Pianistin Julia Chekulaeva. Pianist David Meussling (20), Student der Gateways Training School (Zypern), begeisterte mit einer eigenen Interpretation des Stückes „Yerushalayim shel Sahav“ und erklärte im Gespräch mit ICEJ-Jugendreferent Timon Kaiser, dass er als junger Deutscher und Christ eine besondere Aufgabe darin sehe, sich für das jüdische Volk einzusetzen und seine Stimme gegen Antisemitismus in unserer Zeit zu erheben. Zum Abschluss des Abends wurde gemeinsam die israelische Nationalhymne Hatikwa, „die Hoffnung“, gesungen.

Holocaustüberlebende in Israel segnen

© Foto: ICEJ, Yudit Setz mit den Haifa-Heim-Bewohnerinnen Rita, Miriam und Judith.

Die Erweiterung unseres Heims für bedürftige Holocaustüberlebende in Haifa ist in vollem Gange. In dem von der ICEJ-Deutschland erworbenen Haus sollen schnellstmöglich pflegebedürftige Bewohner mit ihren Pflegekräften gut untergebracht werden. „Derzeit wird die Außenseite des Gebäudes renoviert und wir sind dabei, die Genehmigungen für die Innenrenovierung einzuholen“, berichtet ICEJ-Mitarbeiterin Yudit Setz, die das Haifa-Heim betreut. „Dieser Prozess wird leider noch ein paar Monate dauern, aber wenn wir die Entwicklung des Ausbaus ansehen, sind wir insgesamt sehr zuversichtlich.“

Helfer aus Deutschland

Zwei fleißige Helfer aus Deutschland, Andreas Bischoff und Arnold Frerichs, beide aus Rheinland-Pfalz, unterstützen für ein paar Wochen die Renovierungsarbeiten. Derzeit sind sie mit dem Bau einer Rollstuhlrampe zum Speisesaal beschäftigt. „Wir erleben hier eine liebevolle Atmosphäre und Annahme, die himmlisch geführt ist“, erzählen sie begeistert. „Ein dickes Dankeschön, dass wir hier sein können. Es ist nicht mit Worten zu beschreiben welche unglaubliche Gnade in diesem Projekt ist.“

Handwerkereinsatz im Haifa-Heim

Für Januar/Februar 2019 suchen wir noch weitere handwerklich begabte Helfer, die mindestens zwei Wochen Zeit haben und z.B. streichen, mauern, verputzen, Fliesen legen und beim Ausführen kleinerer Reparaturarbeiten helfen können. Eine einfache Übernachtungsmöglichkeit und drei Mahlzeiten am Tag werden gestellt. Die Reisekosten müssen die Helfer selbst tragen.

Wollen Sie helfen? Wir freuen uns über Ihre schriftliche Bewerbung mit folgenden Inhalten:

-          Möglicher Zeitraum Ihres Einsatzes

-          Motivationsschreiben

-          persönliches Glaubenszeugnis

-          Beschreibung Ihrer handwerklichen Fähigkeiten

-          Empfehlungsschreiben Ihres Pastors

Aus Liebe geben

Der Bedarf an Hilfsdiensten, die zur Versorgung der Holocaustüberlebenden benötigt werden, ist aufgrund des fortgeschrittenen Alters und der über die Jahre gewachsenen Zahl der Bewohner des Haifa-Heims gestiegen. Besonders ein Physiotherapieraum fehlte, der nun Dank Herschel Graff, einem Christen aus den USA, eingerichtet werden konnte. Die Heimbewohner waren sehr berührt, dass er aus Liebe zu den Menschen in Israel spendete. Durch seine Hilfe konnten wir einen bereits vorhandenen Raum renovieren und in einen Physiotherapieraum umwandeln, der auf die Bedürfnisse der Bewohner abgestimmt ist.

Einweihung des Physioraums

Der Physioraum wurde mit großer Begeisterung eröffnet und ist seither ständig in Benutzung. Die Heimbewohner sind beeindruckt von der neuen Ausstattung. Sie erhalten von einem christlich-arabischen Physiotherapeuten individuelle Übungsanleitungen entsprechend ihrer speziellen Bedürfnisse und bleiben so körperlich in Bewegung. Außerdem bekommen sie Massagen sowie medizinische Bäder für ihre schmerzenden Gelenke. Der Therapieraum ist eine große Bereicherung für das physische und psychische Wohlergehen der Bewohner – und gleichzeitig auch ein Ort, an dem sie sich treffen, lachen und miteinander ins Gespräch kommen.

Bitte helfen Sie uns, die Erweiterung des Heims für bedürftige Holocaustüberlebende in Haifa voranzubringen. Als Verwendungszweck bitte „Haifa Heim“ angeben, herzlichen Dank!

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Schutzbunker für Israelis unter Raketenbeschuss aus Gaza

© Foto: IDF, Von einer Terror-Rakete aus Gaza getroffener Bus in Südisrael.

Mitte November haben Terroristen aus dem Gazastreifen Israel erneut massiv unter Raketenbeschuss genommen. In weniger als 24 Stunden feuerten Kämpfer der islamistischen Terrororganisationen Hamas und Islamischer Dschihad mehr als 460 Raketen und Mörsergranaten auf Ortschaften in Südisrael – so viele Geschosse wie nie in einer derart kurzen Zeitspanne. Die aktuelle Lage verdeutlicht, wie dringend in israelischen Ortschaften entlang der Gaza-Grenze mobile Schutzbunker benötigt werden.

Gerade aus Deutschland möchten wir dazu beitragen, weitere Bunker aufzustellen. Bitte helfen Sie uns dabei!

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Raketenalarm und Wunder

Unsere ICEJ-Mitarbeiter Nicole Yoder, Direktorin der ICEJ-Sozialabteilung, und Dan Herron, Direktor für ICEJ-Publikationen in Jerusalem, waren an dem Tag, als die Raketen fielen, gerade vor Ort, um von der ICEJ gesponserte Bunker zu sehen und israelische Entscheidungsträger zu interviewen. Begleitet wurden sie von unserem Partner Rabbi Schmuel Bowman, Direktor von „Operation Lifeshield“, mit dem wir transportable Schutzbunker in gefährdeten Ortschaften in Israel aufstellen. „Wir sprachen gerade mit Tamir Idan, Bürgermeister der Region Sdot HaNegev, als die Meldung kam, dass eine Rakete nahe der Gaza-Grenze direkt in einen Bus eingeschlagen war, der in Flammen aufging. Ein israelischer Soldat wurde schwer verletzt“, sagte Dan Herron. Der israelisch-arabische Fahrer des Busses, der in ein Trauma-Zentrum gebracht werden musste, erklärte später: „Kurz vor dem Einschlag waren 50 israelische Soldaten ausgestiegen. Gott liebt die Juden. Es ist ein Wunder, sie hätten alle tot sein können!“

In der Einsatzzentrale im Bunker

„Kurz danach ertönte der erste Raketenalarm und wir mussten innerhalb von 30 Sekunden im Schutzbunker im Kellergeschoss sein“, berichtete Dan weiter. „Darin ist der Einsatzraum für die Region eingerichtet. Die Mitarbeiter nahmen ihre Aufgaben sofort in Angriff. Die Stimmung war angespannt, aber von überlegter Professionalität geprägt. Sie wussten, dass andere sich auf sie verlassen. Immer wieder heulten die Alarmsirenen, dazu hörten wir den Abschuss und die Explosionen der israelischen Abwehrraketen.“

Danke, dass ihr da seid!

Bei jeder Begegnung dankten die Israelis unseren Kollegen dafür, dass sie gekommen waren, um ihnen beizustehen. „Jeder sagte: Danke für das, was ihr tut, dass ihr Bunker aufstellt, uns helft Terrorbrände zu löschen und uns das Gefühl gebt, dass wir nicht allein sind“, erzählte Rabbi Bowman. „Wir sahen, wie Menschen in die Schutzbunker rannten, die von der ICEJ gespendet worden waren.“ Es gibt noch längst nicht an allen gefährdeten Orten die dringend benötigten transportablen Bunker. Deshalb werden wir weiterhin unermüdlich zusammenarbeiten, um die Sicherheit der Israelis im Süden zu erhöhen.

Helfen Sie mit!

Die ICEJ sieht es als eine ihrer Kernaufgaben an, in Krisenzeiten für Israel da zu sein. „Die jüngsten Raketenangriffe verdeutlichen, wie notwendig und lebenswichtig die rund 65 von der ICEJ gesponserten Bunker sind, die wir in den letzten zwölf Jahren dank der Hilfe unserer christlichen Freunde weltweit übergeben konnten“, erklärte Nicole Yoder. „Bitte helfen Sie uns, weitere Schutzbunker aufzustellen, damit Israelis in Notzeiten wie dieser Zuflucht und Schutz finden.“

Die Lage der Israelis, die nahe der Gaza-Grenze wohnen, ist seit Ende März besonders angespannt. Immer wieder feuern Terroristen Raketen, attackieren Soldaten am Grenzzaun und setzen mit Terror-Ballons ganze Landstriche in Brand. Bitte unterstützen Sie die Bewohner Südisraels durch Ihre Gebete und Gaben! Als Verwendungszweck bitte „Schutzbunker“ angeben. Herzlichen Dank!

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Schutz vor Terror-Raketen aus Gaza: Bunker für Südisrael

© Foto: ICEJ, Rabbi Shachar Butzchak und seine Familie sowie die ICEJ-Reisegruppe bei der Lieferung des Stahlschutzbunkers im Moschaw Miftachim.

Bewohner Südisraels haben am gestrigen Montag und heute Morgen den heftigsten Raketenangriff aus dem Gazastreifen seit Ende des Gazakrieges erlebt. Anhänger der im Gazastreifen regierenden islamistischen Terrororganisation Hamas feuerten innerhalb weniger Stunden fast 400 Raketen und Mörsergranaten auf Israel ab, immer wieder heulten die Alarmsirenen. In mehreren israelischen Ortschaften schlugen Geschosse ein, neben Wohnhäusern wurde auch ein Bus getroffen. Ein 19 Jahre alter israelischer Soldat, der neben dem Bus stand, wurde lebensgefährlich verletzt. Die Menschen mussten den größten Teil des Tages und auch die Nacht in Bunkern verbringen. Wer den Schutzraum verlässt, hat bei erneutem Raketenalarm nur wenige Sekunden Zeit, sich in Sicherheit zu bringen. Bei einem Raketeneinschlag in ein Gebäude in Aschkelon kam ein 40 Jahre alter Araber ums Leben, zwei Frauen wurden schwer verletzt. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom berichtete von insgesamt 53 Verletzten in Israel.
 
Israel reagiert auf Raketenbeschuss
Die israelische Luftwaffe reagierte auf den schweren Raketenbeschuss mit rund 150 Luftschlägen auf Stellungen der islamistischen Terrororganisationen Hamas und Islamischer Dschihad. Unter anderem wurden ein Angriffstunnel, vier Militärstützpunkte und eine Raketenabschussbasis zerstört sowie der TV-Sender „Al-Aksa“ der Hamas. Nach Angaben aus Gaza wurden seit Montag elf Terroristen durch die israelischen Luftschläge getötet. Mitten in Gaza-Stadt wurden drei Hochhäuser getroffen, von denen aus Terroristen operierten. Da die israelischen Soldaten sicherstellten, dass die Gebäude zuvor evakuiert worden waren, gab es keine Berichte über zivile Opfer. „Die israelische Armee wird israelische Bürger entschlossen verteidigen“, erklärte die Armee. „Der Druck auf den Feind ist groß. … Er zahlt einen hohen Preis.“ Israelische Kampfflugzeuge und Helikopter im Luftraum über dem Gazastreifen gehen nahezu zeitgleich gegen Raketenabschussrampen vor, sobald sie von Terroristen genutzt werden. Aktuell zieht die israelische Armee Truppen an der Gaza-Grenze zusammen.
 
Hilfe für Israelis
Die ICEJ hat in den letzten Monaten sieben mobile Stahlschutzbunker in besonders gefährdeten südisraelischen Orten aufgestellt. Sechs dieser Bunker konnten dank der Großspende einer Schweizer Familie finanziert werden. Die Unterstützung von Christen aus aller Welt ermöglichte es uns in den letzten zwölf Jahren gemeinsam mit unserem israelischen Partner Rabbi Schmuel Bowman, Direktor von „Operation Lifeshield“, 65 transportable Schutzbunker an wichtigen Orten wie Schulen, Kinderspielplätzen und Bushaltestellen in Israel aufzustellen.
 
Schutz und Ermutigung
„Die Bunker bieten nicht nur Schutz“, fasste Bürgermeister Gadi Yarkoni aus der Region Eschkol zusammen, was diese christliche Hilfsaktion für die Menschen im Süden Israels bedeutet. „Die Unterstützung gibt uns auch emotionale Sicherheit.“ Das bestätigte Rabbiner Shachar Butzchak, vor dessen Synagoge im Moschaw Miftachim einer der Bunker aufgestellt wurde. „Unsere Freunde in Jerusalem und Tel Aviv laden uns ein, zu ihnen zu kommen, damit wir uns erholen können“, erzählte Rabbi Butzchak der ICEJ-Besuchergruppe bei der Übergabe des Bunkers im September. „Aber eigentlich sollte es genau andersherum sein“, so der Rabbi weiter. „Diese Freunde sollten zu uns kommen, wenn wir sie brauchen.“ Dass sich Christen aufmachten, um die jüdischen Bewohner Südisraels in ihrer Not zu besuchen und um ihnen beizustehen, beeindruckte den Rabbiner zutiefst. „Ihr hattet den Mut und habt nicht gezögert, zu kommen. Danke, dass ihr gekommen seid. Gott segne euch!“
 
Helfen Sie mit!
Die ICEJ sieht es als eine ihrer Kernaufgaben an, in Krisenzeiten für Israel da zu sein. Die aktuelle Lage verdeutlicht erneut, wie dringend die mobilen Schutzbunker benötigt werden. Gerade aus Deutschland möchten wir dazu beitragen, dass so bald wie möglich weitere Bunker aufgestellt werden können. 
 
Bitte helfen Sie uns und unterstützen Sie die Bewohner Südisraels durch Ihre Gebete und Gaben! Als Verwendungszweck bitte „Operation Lifeshield“ angeben. Herzlichen Dank und Gottes Segen!

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93-jährige Ur-Oma wird „Miss Holocaust Survivor“

Bild: Towa Ringer wird zur Miss Holocaust gekürt. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich in meinem Alter noch eine Schönheitskönigin werde“, kommentierte die 93-jährige Gewinnerin, ehemalige Juwelierin, die Krönungszeremonie.

Die 93-Jährige Holocaustüberlebende Tova Ringer ist am Sonntag beim diesjährigen Schönheitswettbewerb „Miss Holocaust Survivor“ in Haifa zur neuen Schönheitskönigin gekürt worden. 2.000 Holocaustüberlebende und ihre Familien aus ganz Israel waren im Publikum und unter den Gratulationsgästen vertreten und ließen die alten Damen hochleben. Drei Bewohner des Haifa-Heimes, Schalom, Judith und Miriam, erhielten eine besondere Auszeichnung für ihren Mut und ihr Leben. Der ungewöhnliche Schönheitswettbewerb findet seit 2012 jährlich statt. Er wird von der Organisation Yad Ezer L´Chaver veranstaltet mit dem Ziel, den Holocaustüberlebenden einen Teil der durch Verfolgung, Krieg und Nachkriegszeit gestohlenen Jugend zurückzugeben. Die Veranstaltung soll ein „Würdigungsabend für weibliche Holocaustüberlebende sein“, sagte Tami Sinar von Yad Ezer L´Chaver. Bei der Wahl gehe es vor allem um die Persönlichkeit, nicht um das Aussehen.

Die neu gewählte Schönheitskönigin Towa Ringer, stolze Oma und Ur-Oma, war eine von rund einem Dutzend Teilnehmerinnen. „Ich bin sehr glücklich. Das ist etwas Besonderes“, betonte die neue Miss Holocaust Survivor. In ihrer Rede nach der Wahl wünschte sich Towa Ringer mehr Respekt für Überlebende: „Viele Menschen verstehen nicht, wie furchtbar die Dinge waren, die während des Holocaust passiert sind. Es gibt Leute, die glauben, Holocaustüberlebende seien nicht ganz normal und dass sie übertreiben, wenn sie erzählen, was ihnen damals widerfahren ist.“ Die gebürtige Polin hat in Auschwitz ihre Eltern, ihre vier Schwestern und eine Großmutter verloren. Sie selbst war bis Kriegsende in einem Arbeitslager. Zu ihrer Misswahl konnten zwei Söhne, fünf Enkel und elf Urenkel gratulieren. Manche Kandidatin benötigte zwar Hilfe beim Gang auf dem Catwalk, doch die Freude, dabei sein zu können, war sowohl den Teilnehmerinnen als auch dem großen Publikum deutlich anzusehen. Die Kandidatinnen waren von Friseuren, Kosmetikerinnen und Mode-Beratern professionell gestylt worden.

Towa Ringer hält sich mit Gymnastik fit, geht jeden Tag mindestens zwei Kilometer zu Fuß und spielt gerne Bridge. Unter den diesjährigen Kandidatinnen waren auch eine ehemalige Gynäkologin und eine Technikerin, beide 81 Jahre alt sowie zwei Autorinnen von Holocaust-Schriften. Die jüngste Kandidatin war 74 Jahre alt und ist noch berufstätig als Lehrerin.

ICEJ-Petition für die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels

Die ICEJ-Deutschland fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel per Petition dazu auf, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und die Deutsche Botschaft von Tel-Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Im Mai 2018 haben die USA und Guatemala den Umzug ihrer Botschaften nach Jerusalem umgesetzt. Auch mehrere EU-Staaten erwägen, ihre Vertretungen in Jerusalem zu eröffnen. Die deutsche Bundesregierung hat sich bisher ausdrücklich von einem solchen Schritt distanziert. Deshalb hat die ICEJ eine Petition an Bundeskanzlerin Angela Merkel initiiert. „Wir, die Unterzeichnenden, fordern Sie daher als Zeichen der besonderen Verbundenheit Deutschlands mit Israel und dem jüdischen Volk dazu auf, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und die deutsche Auslandsvertretung von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen“, heißt es in dem an Frau Merkel adressierten Petitionstext. „Bitte stehen Sie zur historischen Wahrheit und wagen Sie diesen Schritt!“

JETZT DIE ICEJ-PETITION ONLINE UNTERZEICHNEN: www.petition.icej.de

Solidarität mit Israel

Die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem (ICEJ) setzt sich seit fast vierzig Jahren dafür ein, dass Jerusalem als Hauptstadt des jüdischen Staates anerkannt wird. In ihrer mehr als 3000 jährigen Geschichte war Jerusalem nie die Hauptstadt eines anderen Staates außer Israels. Seit der Gründung des jüdischen Staates vor 70 Jahren ist Jerusalem de facto nun wieder die Hauptstadt Israels. Israel erklärte die Stadt 1980 mit dem Jerusalem-Gesetz zu seiner ewigen, ungeteilten Hauptstadt. Aufgrund der arabischen Androhung eines Ölembargos verlegten 13 Länder mit Botschaften in Jerusalem damals ihre Vertretungen nach Tel Aviv. Um ihre Solidarität mit Israel zu zeigen und den Anspruch des jüdischen Staates auf Jerusalem als Hauptstadt zu unterstützen, gründeten Christen aus aller Welt bei der christlichen Laubhüttenfestfeier im Herbst 1980 die ICEJ in Jerusalem.

UNTERZEICHNEN AUCH SIE DIE JERUSALEM-PETITION!
Online auf www.petition.icej.de oder bestellen Sie die Unterschriftenliste per E-Mail petition@icej.de oder Tel. 0711-83889480.

Update aus dem Haifa-Heim

© Foto: ICEJ, Will und Yudit Setz vor dem neuen Gebäude im Haifa-Heim, das noch renoviert werden muss.

Der Umzug ist geschafft! ICEJ-Mitarbeiterin Yudit Setz und ihr Mann Will sind Ende Juli nach Haifa übergesiedelt, um das Heim für bedürftige Holocaustüberlebende vor Ort noch intensiver betreuen zu können. „Der Herr hat uns hierher gerufen“, erzählt mir Yudit begeistert am Telefon. Der Umzug (nach über 30 Jahren in Jerusalem) sei „herausfordernd“ gewesen und ihre eigene Wohnung noch nicht fertig. Doch davon lassen sich Yudit und Will nicht abschrecken. Momentan wohnen sie übergangsweise im neuen Gebäude, das die ICEJ-Deutschland zur Erweiterung des Haifa-Heims erworben hat (wir berichteten).

Umbaupläne und Genehmigungen

„Die anderen Parteien sind schon ausgezogen“, sagt Yudit. „Das war wirklich eine Gebetserhörung, denn wir wollen so schnell wie möglich mit dem Hausumbau beginnen.“ Die Arbeiten an der Außenfassade werden bereits in Angriff genommen, was deutlich zu sehen ist – das gesamte Haus ist eingerüstet. An den Umbauplänen arbeitet ein Architekt. Allerdings sind für die Baumaßnahmen im Inneren des Hauses (Aufzug) und auf dem Dach, das durch einen Gemeinschaftsraum aufgestockt werden soll, noch behördliche Genehmigungen erforderlich.

„Das ist ein großes Gebetsanliegen“, vertraut mir Yudit an, die das Umbauprojekt gemeinsam mit Schimon Sabag, dem Direktor des Heimes, koordiniert. „Schimon arbeitet mit Hochdruck daran, die erforderlichen Genehmigungen zu bekommen.“ Denn im Oktober finden in Israel Kommunalwahlen statt. Die Beziehungen zur bisherigen Stadtverwaltung sind ausgezeichnet. Sollte es allerdings an der Spitze und in den Ausschüssen zu Personalwechseln kommen, könnte sich der bürokratische Prozess über Monate hinziehen. „Bitte betet mit, dass die Genehmigungen schnell erteilt werden“, sagt Yudit.

Tragfähiges Konzept

Unterdessen überprüft Will Setz das Gebäude auf kleinere Mängel im Innenbereich, die durch Handwerkereinsätze behoben werden könnten. Sobald dieser Prozess abgeschlossen ist, wird ein Plan für das weitere Vorgehen erstellt. „Wir erhalten so viele Anfragen für freiwillige Einsätze, das ist ganz wunderbar“, sagt Yudit. „Bitte unterstützt uns auch hier im Gebet. Wir brauchen Weisheit, um ein gutes und tragfähiges Konzept zu erarbeiten. Gleichzeitig haben wir keine Zeit zu verlieren. “ Viele Bewohner des Heimes sind über 90 Jahre alt, ihre geistigen und körperlichen Kräfte nehmen immer mehr ab. Ein verbessertes räumliches Konzept, das auch die Unterbringung von Pflegekräften mit einschließt, ist notwendig. Genau das wird das neue Gebäude bieten.

Segen, der ankommt

Kürzlich gab es das erste offizielle Mitarbeitertreffen mit Yudit im Haifa-Heim. „Christen und Juden arbeiten Hand in Hand, um für die Holocaustüberlebenden ein Segen zu sein“, erläuterte Yudit ihre Vision, die bei ihren israelischen Kollegen auf ein sehr positives Echo stieß. Dass dieser Segen auch tatsächlich ankommt, durfte Yudit erst kürzlich wieder erleben. „Eure Haltung und Eure Hilfe schenken mir Gesundheit“, sagte ihr eine zutiefst bewegte Witwe, die regelmäßig an den Aktivitäten im Haifa-Heim teilnimmt.

Bitte unterstützen Sie den Umbauprozess auch weiterhin durch Ihre Gebete und Ihre Gaben! Als Verwendungszweck bitte „Haifa-Heim“ angeben. Herzlichen Dank!


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ICEJ Deutschland
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Allround-Handwerker gesucht!

Für freiwilligen Einsatz im Haifa-Heim, Mindestdauer: 2 Wochen

Sie haben ein Herz für Israel und sind handwerklich begabt? Sie können z.B. streichen, mauern, verputzen, Fliesen legen und kleine Reparaturarbeiten an Schränken, Türen und Fenstern ausführen?

Sie sind in der Lage, sich auf Englisch zu verständigen? Sie arbeiten gerne eigenverantwortlich?

Dann könnten Sie Will Setz bei den Renovierungs- und Ausbesserungsarbeiten im Haifa-Heim. unterstützen. Eine sehr einfache Übernachtungsmöglichkeit wird gestellt, ebenso wie drei Mahlzeiten am Tag. Ihre Reisekosten müssten Sie selbst tragen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann schreiben Sie uns bitte, entweder per E-Mail info@icej.de oder per Post. Geben Sie an, wann und wie lange Sie verfügbar wären und legen Sie Ihrem Schreiben Ihr persönliches Glaubenszeugnis, eine Beschreibung Ihrer handwerklichen Fähigkeiten und ein Empfehlungsschreiben Ihres Pastors bei. Wir werden dann mit Ihnen Kontakt aufnehmen.

Herzlichen Dank! 

 

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