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Special Reports

ICEJ feiert erstes Online-Laubhüttenfest 2020

Vom 2.-8. Oktober 2020 feierte die ICEJ mit mehr als 7.500 Christen aus über 100 Ländern weltweit, darunter mehr als 660 aus Deutschland, fast 170 aus der Schweiz und über 50 aus Österreich, das erste Online-Laubhüttenfest. Zu unserem 40-jährigen Bestehen organisierten wir die fröhliche Online-Feier innerhalb weniger Wochen mit vielfältigem Programm sowie Sprechern und Lobpreisteams aus Israel und den Nationen.

Foto: ICEJ, Online-Laubhüttenfest 2020 mit Dr. Jürgen Bühler und Rabbi Shmuel Bowman

Bereitet den Weg

„Als die ICEJ vor 40 Jahren während der ersten christlichen Laubhüttenfestfeier gegründet wurde, feierten weltweit nur wenige Christen Sukkot, das Laubhüttenfest“, erklärte ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler. „Inmitten der Corona-Krise haben durch die Online-Veranstaltung mehr Christen als je zuvor dieses biblische Fest gefeiert.“ Messianische und arabische Pastoren aus Israel und den Nationen sprachen zum Thema der diesjährigen Feier „Bereitet den Weg für den Herrn!“ (Jesaja 40,3). Der Aufruf zur Buße, Umkehr und nach einem geheiligten Lebensstil durchzog die tiefgehenden, herausfordernden Botschaften u.a. von ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler (Jerusalem), Anne Graham Lotz (USA), Peter Tsukahira (Israel) und Angus Buchan (Südafrika). 

Wir erhielten Berichte aus vielen Ländern, in denen sich je nach den örtlichen Corona-Maßnahmen kleine und große Gruppen trafen, um gemeinsam das Online-Laubhüttenfest anzuschauen und zu feiern. Neben den stark vertretenen Ländern Bolivien, USA, China und Deutschland nahmen auch Christen aus afrikanischen sowie arabischen Ländern wie Ägypten, Jordanien und dem Irak teil.

Segen für die Nationen

Zum Auftakt der Feier besuchten wir die Jordan-Taufstelle Qasr al Yahud. Jürgen Bühler brachte eine starke Botschaft zum Thema „Eine Stimme in der Wüste“ aus Qumran. Darin betonte er, dass Gott heute, wie zur Zeit Johannes des Täufers, seine Gemeinde zu Buße und einem veränderten Lebensstil aufruft. Auf den Hulda-Stufen südlich des Tempelbergs in Jerusalem wurden am zweiten Tag die über 100 teilnehmenden Nationen durch ihre Landesfahnen repräsentiert. Jürgen Bühler und Barry Denison, ICEJ-Vizepräsident für den Verwaltungsbereich, segneten gemeinsam mit messianischen und arabischen Pastoren aus Israel die Nationen, wie es das jüdische Volk traditionell während des Sukkot-Festes tut.

Buntes Programm

An den folgenden Tagen wurde das abwechslungsreiche Programm von der ICEJ-Sukka auf der Dachterrasse des TBN-Studios mit Blick auf den Tempelberg und den Ölberg in Jerusalem ausgestrahlt. Israelische Lobpreisleiter wie Shilo Ben Hod, die Sakhnini Brothers und Sara Lieberman sowie Lobpreisteams aus den Nationen, darunter Fidschi, Taiwan, Nigeria, Brasilien, Finnland und für Deutschland Simon Wilhelm (JesusCentrum Nürnberg), nahmen die Zuschauer mit hinein in bewegende Lobpreiszeiten. Berichte über Höhepunkte im 40-jährigen Dienst der ICEJ in Israel wurden ebenso vorgestellt wie wichtige ICEJ-Projekte, darunter die Alijah-Arbeit (Einwanderung nach Israel), das Haifa-Heim für Holocaustüberlebende und Hilfe für Israel in Krisenzeiten  - von Terror- und Raketenangriffen bis zur aktuellen Corona-Krise.

Zudem wurde über jüdische Traditionen während des Sukkot-Festes gesprochen. ICEJ-Sprecher David Parsons kaufte auf dem Mahane-Jehuda-Markt einen „Lulav“, den Sukkot-Feststrauß, dessen Bedeutung Rabbi Shmuel Bowman, Direktor unserer israelischen Partnerorganisation Operation Lifeshield, in der Sukka erklärte. Virtuelle Touren führten z.B. zum Teich von Siloah in der Davidstadt, in dem sich vermutlich auch Jesus und seine Jünger vor dem Besuch des Tempels rituell gereinigt haben. Verschiedene ICEJ-Zweigstellen bereicherten das Programm durch Video-Grüße und Berichte aus ihren Ländern. Viele Teilnehmer des weltweiten Online-Laubhüttenfestes berichteten erfreut, dass sie während der Liveübertragungen die spürbare Gegenwart Gottes erlebten. Jürgen Bühler verabschiedete die Festteilnehmer mit dem Wunsch, sie 2021 vor Ort in Jerusalem begrüßen zu können.

Das ICEJ-Laubhüttenfest 2021: Online und in Israel

Dieses Jahr feiern wir das ICEJ-Laubhüttenfest zum Thema „Die Tage des Elia“ auf besondere Weise: Als Sukkot-Reise durch Israel! Wir reisen zu biblischen und geschichtsträchtigen Orten in Israel. Den Auftakt macht eine Wüstenfeier in Qumran am Toten Meer, gefolgt von einem Lobpreis-Konzert am See Genezareth. Von dort geht es nach Jerusalem. Freuen Sie sich auf Lobpreis und Anbetung unter freiem Himmel, intensive Gebetszeiten und die Morgenseminare im Kibbuz Ramat Rachel/Jerusalem mit Sprechern aus Israel und den Nationen. Unter anderem erwarten uns eine Fahnenparade der Nationen auf den Hulda-Stufen beim Tempelberg,ein Schabbat-Gebet an der Klagemauer, eine Abendmahlfeier im Gartengrab und der Jerusalem-Marsch. Das große Finale feiern wir auf dem Berg Karmel: hier erhörte Gott Elias Gebet und erwies sich mit verzehrendem Feuer als der wahre Gott Israels.

Online-Laubhüttenfest

Fest-Teilnehmer aus aller Welt können auch dieses Jahr per Livestream dabei sein. Vom 20.-26. September 2021 wird das ICEJ-Laubhüttenfest exklusiv auf unserem ICEJ-Streaming-Portal ausgestrahlt. Nach der Live-Übertragung sind die Veranstaltungen in der Mediathek verfügbar, Hier können mehr als 80 Seminare und weitere Online-Angebote angeschaut werden. Für den Livestream und einige ausgewählte Seminare wird eine deutsche Übersetzung angeboten.

Weitere Informationen zum ICEJ-Laubhüttenfest 2021

 


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Telefonische Anlaufstelle für einsame Holocaustüberlebende

Für viele Holocaustüberlebende war die einjährige Corona-Krise besonders schwer zu bewältigen. Wegen ihres fortgeschrittenen Alters und Vorerkrankungen besonders gefährdet, mussten sie isoliert zuhause bleiben. Ihre Einsamkeit, Hilflosigkeit und ihre Ängste wuchsen. Um sie zu unterstützen, wurde vor einigen Monaten in Haifa eine telefonische Anlaufstelle für Notfälle ins Leben gerufen.

Foto: Yad Ezer L'Haver, Freiwillige Helfer in der telefonischen Anlaufstelle für Holocaustüberlebende

Einsam in der Krise

Wir sind dankbar, dass wir im Haifa-Heim der ICEJ für Holocaustüberlebende auch während der Corona-Krise jeden Tag gut für unsere betagten Bewohner sorgen konnten. Doch wir stellten auch bei ihnen die negativen Auswirkungen der langen Isolation auf ihre körperliche, psychische und emotionale Gesundheit fest. Umso mehr sorgten wir uns um andere Holocaustüberlebende, die eigenständig zuhause lebten und von der Außenwelt abgeschottet waren. Wir wussten, dass viele von ihnen große Angst davor hatten, ihre Wohnung zu verlassen, um einen Spaziergang zu machen, Medikamente zu besorgen oder einkaufen zu gehen. In häuslicher Isolation und Einsamkeit kamen bei vielen zudem dunkle und qualvolle Erinnerungen hoch, während im Fernsehen unablässig von steigenden Neuinfektionen und Corona-Todesopfern berichtet wurde. All das verstärkte ihre innere Not und ihren emotionalen Stress.

Zuwendung übers Telefon

In Haifa leben mehr Überlebende der Schoah als in irgendeiner anderen Stadt in Israel. Deshalb ist es besonders gut, dass die ICEJ die telefonische Anlaufstelle für Holocaustüberlebende in Haifa unterstützen kann. Sie befindet sich nur wenige hundert Meter vom Haifa-Heim entfernt und wird vor allem von Freiwilligen aus allen Bereichen der israelischen Gesellschaft betrieben, von Soldaten, Polizisten, Studenten, Senioren, Juden und Arabern, die ihre Zeit dafür einsetzen wollen, um hilfsbedürftige ältere Menschen in ihrer Nachbarschaft zu unterstützen. Das Zentrum ist rund um die Uhr geöffnet, die Überlebenden können sich bei Bedarf jederzeit melden. Die Mitarbeiter hören sich ihre spezifischen Anliegen an und sorgen dafür, dass ihnen geholfen wird.

Umfassendes Hilfsangebot

Zudem bringen freiwillige Mitarbeiter des Zentrums den Überlebenden Lebensmittel und warme Mahlzeiten direkt an die Haustür. Einige Motorroller stehen bereit, mit denen schnelle Auslieferungen getätigt und Personen besucht werden können, die dringend Hilfe benötigen. Die älteren Israelis freuen sich sehr, sich bei den wöchentlichen Besuchen oder Anrufen des freiwilligen Teams mit jemandem zu unterhalten, der Interesse an ihnen zeigt. Handwerklich begabte Teams führen auch Reparaturen aus, ersetzen kaputte Glühbirnen, reparieren Rohrleitungen oder tauschen Sicherungen aus. Ein Fahrdienst zu Impfterminen wurde organisiert, andere brauchten einen Gehstock, einen Rollator oder einen Rollstuhl, die vom Zentrum verliehen werden.

Große Dankbarkeit

Die 89-jährige Überlebende Rita erhielt Lebensmittel und Besuche von Freiwilligen sowie einen Rollator, nachdem sie einige Wochen zuvor gestürzt war. „Sie rufen mich an und fragen, wie es mir geht“, erzählt sie. „Sie haben mir auch ihre Nummer gegeben, falls mir – Gott bewahre – etwas passieren sollte. Ich kann mich immer bei ihnen melden. Es gibt mir einen tiefen Frieden, dass ich weiß: Da gibt es jemanden, der sich um mich sorgt und dem ich vertrauen kann.“

Die Auschwitz-Überlebende Tova ist 98 Jahre alt und freut sich sehr über das Zentrum. „Wenn sie mich anrufen, fragen sie immer, ob ich irgendetwas brauche. Gott sei Dank gibt es diese Telefonzentrale, deren Mitarbeiter mich nicht vergessen“, sagt sie.

„Die Isolation und Einsamkeit bringen mich um“, klagt der 80-jährige Yaacov, der seit dem Tod seiner Frau vor einigen Jahren allein lebt. Bei einem Besuch in seiner vor kurzem bezogenen Wohnung sahen wir die kahlen Wände. Das Zuhause wirkte leer, doch unser Besuch und die guten Gespräche, die Yaacov sehr vermisst, bereiteten ihm große Freude.

Erweiterung gewünscht

Durch den schnellen Impffortschritt können die Menschen in Israel nun ihr Leben wieder aufnehmen. Besonders Holocaustüberlebende freuen sich darüber. Nach einem Jahr des Lockdowns möchten sie wieder zurück ins Leben finden, haben aber noch immer mit der langen und herausfordernden Zeit der Einsamkeit zu kämpfen. Auch nach der Corona-Krise werden viele alleinlebende Holocaustüberlebende auf Unterstützung angewiesen sein. Zusätzlich zur telefonischen Anlaufstelle in Haifa gibt es seit Kurzem ein zweites Zentrum im zentralisraelischen Ramle. Weitere Zentren sollen in anderen Teilen des Landes folgen. Wenn genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, wird das nächste Zentrum hoffentlich in Jerusalem eröffnen.

Helfen Sie uns bitte, unseren Hilfsdienst für bedürftige Holocaustüberlebende in Israel auszuweiten. Als Verwendungszweck bitte „Holocaustüberlebende“ angeben. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

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Solidaritätsbesuch an der Grenze zum Gazastreifen

Mitte Juni besuchte das Team der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem gemeinsam mit unserer Partnerorganisation Operation Lifeshield israelische Ortschaften an der Gaza-Grenze, um sich nach ihrem Ergehen seit dem jüngsten Hamas-Raketenkrieg zu erkundigenund den Behörden vor Ort notwendige Sicherheitsausrüstung zu übergeben.

Foto: ICEJ, Bunkerübergabe an der Grenze zum Gazastreifen, Juni 2021

Bunkerübergabe

Beim Besuch des ICEJ-Teams wurde ein transportabler Schutzbunker wenige Meter vom Gaza-Grenzzaun an einem Sammelplatz in Netiv HaAsara aufgestellt, der vom israelischen Militär (IDF) und Rettungsdienst „Magen David Adom“ (MDA – Roter Davidstern) in Krisenzeiten zur Evakuierung von Verwundeten an der Gaza-Grenze genutzt wird. Der einzige israelische Soldat, der im jüngsten Raketenkrieg getötet wurde, war nahe dieser Stelle von einer Panzerabwehrrakete der islamistischen Terrororganisation Hamas getroffen worden. Der neue Schutzbunker ermöglicht es der IDF und dem MDA, zukünftige Evakuierungen aus dem Gebiet sicherer durchführen zu können.

In den vergangenen zwölf Jahren hat die ICEJ 120 mobile Bunker sowie zwei Dutzend Feuerlöschfahrzeuge an israelische Gemeinschaften nahe der Gaza-Grenze gespendet, damit sie gegen die tägliche Bedrohung durch Terror- und Brandanschläge aus Gaza gewappnet sind. Derzeit hat die ICEJ weitere 15 bis 20 Schutzbunker bei Operation Lifeshield in Auftrag gegeben.

Komplizierte Sicherheitslage

Der Solidaritätsbesuch begann am Morgen in der Lagerhalle für Sicherheitsausrüstung der Region Sha’ar HaNegev in Ibim, wo 120 Schutzanzüge (Stiefel, Helme und Atemmasken) für die freiwillige Feuerwehr und Ersthelfer an die lokalen Behörden übergeben wurden. „Die Sicherheitsherausforderungen vor Ort sind sehr kompliziert und das bereits seit 2001“, erklärte Yagil Gatsi, Sicherheitschef für die Region Sha’ar HaNegev, den christlichen Besuchern. „Während des jüngsten Konflikts stellten wir fest, wo uns überall Schutzbunker, Sirenen und andere Sicherheitsmaßnahmen fehlen. Doch wir erkannten auch, dass wir gute Menschen an unserer Seite haben, die uns helfen!“

Gatsi erklärte, dass die hochwertigen Feuerwehranzüge dringend benötigt werden, um die tägliche Bedrohung durch Brandballons aus Gaza zu bekämpfen. Er fügte hinzu: „Wir wollen heute denen danken, die an uns denken. Wir beten, dass wir diese Ausrüstung nicht verwenden müssen, sondern dass sie im Lager bleiben kann. Doch es ist Realität, dass sie uns schützen wird, sodass das Leben in unseren Gemeinschaften weitergehen kann.“

Liebestaten

„Ihr dürft wissen, dass ihr christlichen Freunden in aller Welt am Herzen liegt und sie für euch beten“, antwortete Nicole Yoder, ICEJ-Vizepräsidenten für Alijah und Soziales. „Wir sorgen uns um eure Sicherheit, wenn wir von den vielen Terrorbränden und anderen Gefahren hören, denen ihr hier ausgesetzt seid. Wir wollen die Gelegenheit nutzen, euch unsere Unterstützung durch unser Handeln zu zeigen, und euch ermutigen, stark und mutig zu sein.“

Bitte helfen Sie uns, weiterhin zum Schutz der Israelis an der Gaza-Grenze beizutragen. Als Verwendungszweck bitte „ICEJ-Hilfsfonds für Israel“ angeben, herzlichen Dank!

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Freiwilligendienst in Israel

Mit viel Einsatz und Herzblut sind sie während der Pandemie in Israel im Einsatz: Fünf junge Freiwillige aus Deutschland, die von worldwide volunteers aus Friedrichshafen entsendet wurden. Die christliche Entsendeorganisation ist langjähriger Partner der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ).

Foto: Ein deutscher Volontär in Israel

Junge Deutsche im Einsatz in Israel

„Seit letztem Jahr konnten wir zahlreiche weitere Einsatzstellen in Israel dazugewinnen, wofür wir sehr dankbar sind“, sagt Andreas Sohl, Leiter von worldwide volunteers und Vorstandsmitglied der ICEJ. „Wir sind ständig dabei, weitere Projekte zu erschließen, um unsere Einsatzmöglichkeiten zu erweitern. So können wir gerade in diesen schwierigen Zeiten ein Segen für Israel sein. Als Entsendeorganisation möchten wir, dass gerade junge Menschen aus Deutschland durch persönliche Begegnungen mit Land und Leuten zu ‚Influencern‘ und Botschaftern werden, die sich aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen für Israel einsetzen werden.“

Bereichernde Erfahrungen

Rebecca (19), Reuth Medical Center, Tel Aviv, versorgt Menschen mit körperlichen Behinderungen. „Besonders viel Freude bescheren mir die Menschen um mich herum. Mir gefällt die Gastfreundschaft, ihre Offenheit für Neues und die warmherzige Art, mit der sie mir begegnen. Der Freiwilligendienst bedeutet für mich persönlich, in Herausforderungen zu wachsen und zugleich ein kleines Licht für die Welt zu sein.“

Christoph (19), ADI Negev in Südisrael, betreut Kinder- und Jugendliche mit schweren Mehrfachbehinderungen. „Ich begleite die Bewohner durch den Alltag und helfe, sie zu beschäftigen. Ich freue mich jeden Tag über meine Arbeit, über jedes Lächeln und über die engen Bindungen, die zwischen uns entstehen.“

Dennis (29),ADI Negev in Südisrael, ist in der Küche im Einsatz. Er unterstützt den Küchenchef, gibt Bestellungen auf und behält den Überblick über den Lagerbestand. „Der Freiwilligendienst bringt viele neue Herausforderungen mit sich, z.B. Hebräisch-Lernen oder die Perfektionierung der Englischkenntnisse. Doch man wächst dadurch und lernt viel über Israel.“

Silas (19) hilft im Carmel Shelter bei Haifa, geflüchtete Frauen und Kinder aus dem Sudan und Eritrea zu betreuen. „Es ist vielfältig, von Kinderbetreuung bis zu handwerklichen Arbeiten. Ich muss mich ständig an neue Arbeitsverhältnisse anpassen und mich schnell hineinarbeiten, eine sehr bereichernde Erfahrung, man lernt viel dazu. Besonders mit den Kindern hatte ich viele schöne Erlebnisse.“

Pia (19) arbeitet im Carmel Shelter. „Während des Lockdowns in Israel kümmere ich mich hauptsächlich um die Kinder, die aktuell nicht in die Schule oder den Kindergarten gehen können. Ein besonders schönes Ereignis war eine kleine Weihnachtsfeier, die wir für die Frauen und Kinder vorbereitet haben. Es war sehr berührend, all die glücklichen Gesichter zu sehen.“

Des Weiteren freuen wir uns über die bevorstehende Neubesetzung der Einsatzstelle im Haifa-Heim für Holocaustüberlebende der ICEJ, in dem immer wieder Freiwillige von worldwide volunteers tätig sind.

Weitere Informationen über einen Freiwilligendienst in Israel mit worldwide volunteers unter: ww-volunteers.de

Gebetsmarsch für Deutschland in Stuttgart

Rund 300 Menschen sind am Samstag zu einem Gebetsmarsch in Stuttgart mit anschließender Gebetsveranstaltung im Stadtgarten zusammengekommen. Eingeladen hatten der Deutsche Zweig der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ) und „Gemeinsam für Stuttgart“ (Evangelische Allianz Stuttgart). „Wir wollen uns für ein freundliches und friedliches Miteinander in unseren Städten und unserem Land einsetzen und Antisemitismus klar entgegentreten“, sagte Stephan Lehnert, Geschäftsführer der ICEJ in Stuttgart. „Wir dulden keine An- oder Übergriffe auf jüdische Mitbürger. Beten wir für den Schutz der Juden in Deutschland, in Israel und in den Nationen.“ In einem symbolischen Akt umrundeten die Teilnehmer betend und mit vielen bunten Bibelversen auf einer Strecke von 2,5 Kilometer auch das Gebiet der Stuttgarter Synagoge.

Foto: Levi Dörflinger/ICEJ, Teilnehmer des Gebetsmarsches für Deutschland in Stuttgart

Loyalität gegenüber jüdischer Gemeinschaft

Im Stadtgarten beteten die Teilnehmer für ihre Stadt, für Deutschland und für Israelis und Araber. „Wir sind besorgt über den antisemitischen Klimawandel, der sich in unseren Straßen erhitzt hat“, erklärte Gottfried Bühler, Erster Vorsitzender der ICEJ-Deutschland. „Wir sind hier, viele Christen aus unterschiedlichen Hintergründen, weil Gott Gebete erhört.“ „In einer Zeit, in der viel Hass auf die Straßen getragen wird, ist es eine Wohltat, keinen Hass oder Beschuldigungen zu sehen, sondern das lebendige Wort Gottes“, sagte Roland Krumm, Vorstandsmitglied von „Gemeinsam für Stuttgart“ und Pastor der City Chapel. Er rief dazu auf, Verantwortung für unsere Städte und für unser Land zu übernehmen und besonders jetzt Loyalität gegenüber den in Deutschland lebenden Juden und gegenüber Israel zu zeigen.

Michael Kashi, Vorstandsmitglied der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs (IRGW), zeigte sich bewegt. „Noch vor wenigen Wochen haben sich Leute in Stuttgart gegen Israel gestellt, weil Israel sich gegen den Terror der Hamas gewehrt hat“, sagte Kashi und erklärte, die Polizei fürchtete auch einen Anschlag auf die Stuttgarter Synagoge. „Ich bin froh zu sehen, wie viele Leute gekommen sind, um für Israel und die jüdische Gemeinde zu beten. Danke, auch im Namen der IRGW.“

Gebet für Politiker

Christoph Scharnweber, Politikreferent und Gebetskoordinator der ICEJ, ermutigte die Teilnehmer, besonders im Vorfeld der Bundestagswahl in Deutschland zu beten. „Beter kennen keine Politikverdrossenheit, sondern betende Menschen haben einen Auftrag: für alle Menschen und besonders Regierende zu beten, dass wir ein Leben in Frieden führen können, das Gott ehrt“, betonte er und zitierte die Bibelstelle 1. Timotheus 2,1-4. Er erinnerte an das Jubiläum „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ und rief auf zu beten, dass Verunglimpfungen Israels und jüdischer Einrichtungen bestraft würden, damit wieder ein brüderliches Miteinander mit der jüdischen Gemeinschaft in unserem Land entstehe.

Eintreten für Israelis und Araber

Timon Kaiser, ICEJ-Jugendreferent, bat um Gebet für die junge Generation. In einer Zeit, in der sich immer mehr Leute trauten, öffentlich Parolen gegen Israel und das jüdische Volk zu rufen, sei es ermutigend, dass junge Christen sagten: „Wir stehen an der Seite Israels.“ Es wurde auch für die neue Regierung in Israel gebetet, für Einheit im Land zwischen Juden und Arabern, für Koexistenz und friedliches Miteinander. Michael Schlierf (Piano), Susanne Bahnmaier und Jürgen Braig (beide Gesang) bereicherten die Veranstaltung musikalisch und verabschiedeten die Teilnehmer mit dem gesungenen „Aaronitischen Segen“.


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25 Jahre häuslicher Pflegedienst der ICEJ

Es gibt Grund zu feiern! Vor 25 Jahren wurde der häusliche Pflegedienst der ICEJ für russisch-jüdische Einwanderer gegründet, als Krankenschwester Corrie van Maanen zur ICEJ kam. Viele ältere und behinderte Israelis erhalten bei den wöchentlichen Besuchen von Corrie und ihrem Team fürsorgliche Pflege und Ermutigung.

Foto: ICEJ, Seit 25 Jahren kümmert sich Corrie van Maanen liebevoll um pflegebedürftige ältere Israelis.

Wahre Freundschaft

Seit 18 Jahren pflegt Corrie eine kostbare Beziehung zu einer jüdischen Familie, deren Tochter auf Vollzeitpflege angewiesen ist. Die Eltern machten leidvolle Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg. Seit ihrer Ankunft in Israel kümmern sie sich um ihre behinderte Tochter. Beide sind mittlerweile 80 Jahre alt. Corrie unterstützt sie auf praktische und liebevolle Weise bei der Pflege ihrer Tochter. Die wöchentlichen Pflegebesuche sind für sie sehr ermutigend. Beim Abschied seufzte die Mutter kürzlich: „Ach, wenn ich dich nicht hätte!“

Mittragen

Eine andere Frau kennt Corrie bereits seit 25 Jahren. Sie machte mit ihrem Mann und ihren kranken und gebrechlichen Eltern in den 1990er Jahren Alijah. Unser Pflegedienst besuchte die Eltern bis zu ihrem Tod und kümmerte sich um den Ehemann, als dieser krank wurde. Mittlerweile ist die Frau verwitwet und lebt alleine. Vor Kurzem half unser Team ihr beim Umzug in eine neue Wohnung. Sie erzählte Corrie: „Wie soll ich euch danken? Wenn meine Not am größten ist, seid ihr immer für mich da.“

Leahverließ ihre Heimat in der Ukraine vor 25 Jahren, um für eine medizinische Behandlung nach Israel zu kommen. Noch heute sitzt sie im Rollstuhl und hat mit gesundheitlichen Beschwerden zu kämpfen, doch ihre fröhliche Art hat sie sich nicht nehmen lassen. Im letzten Jahr erlebte sie wegen der Corona-Beschränkungen zahlreiche einsame Momente. Besonders in dieser Zeit stellten die Besuche unseres Teams für viele ältere Israelis den Höhepunkt ihrer Woche dar. Gegenüber Corrie betonte Leah: „Meine christlichen Freunde sind ein äußerst wichtiger Teil meines Lebens in Israel.“

Ein offenes Ohr

Zu einem über 90-jährigen, blinden Mann hat sich ebenfalls eine herzliche Beziehung entwickelt. Bei einem Besuch erzählte er Corrie: „Ich freue mich jede Woche auf dein Kommen, weil du mir zuhörst, wenn ich meine Geschichten erzähle.“ Nachdem er einen Bericht über den Holocaust gesehen hatte, erklärte er: „Kein Fernseher kann jemals zeigen, was ich in der Finsternis des Krieges gesehen habe.“ Noch heute, mehr als 75 Jahre später, spricht er oft von seinem Leiden während der Schoah. Jede Woche kauft der häusliche Pflegedienst Lebensmittel für ihn, denn seine Rente ist knapp. Er ist sehr dankbar für die Unterstützung, und dass er es nach Israel geschafft hat: „Das hat mir Leben gegeben.“

Vielen Dank für Ihre Hilfe in den letzten 25 Jahren! Bitte unterstützen Sie auch weiterhin unseren Liebesdienst für pflegebedürftige Israelis. Als Verwendungszweck bitte „Häusliche Pflege“ angeben, herzlichen Dank!

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ICEJ feiert 10 Jahre Jesaja62-Gebet

2021 ist ein besonderes Jahr: Wir freuen uns über das zehnjährige Jubiläum des Jesaja62-Gebets!

Berufen zum Gebet

Seit 2011 folgen Christen weltweit auf Initiative der ICEJ an jedem 1. Mittwoch des Monats gemeinsam der Aufforderung aus Jesaja 62,6+7: Auf deine Mauern, Jerusalem, habe ich Wächter bestellt. Den ganzen Tag und die ganze Nacht werden sie keinen Augenblick schweigen. Ihr, die ihr den HERRN erinnert, gönnt euch keine Ruhe und lasst ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem wieder aufrichtet und bis er es zum Lobpreis macht auf Erden! (ELB)

Foto: ICEJ, Jesaja62-Gebet der ICEJ in Stuttgart, Archivbild

Es ist ein Vorrecht, miterleben zu dürfen, was Jesaja vor tausenden Jahren für Jerusalem angekündigt hat. Doch der Prophet ruft nicht zur Bequemlichkeit auf, sondern zur Aktion und geistlichen Mitgestaltung: „Gönnt Euch keine Ruhe und lasst dem Herrn keine Ruhe!“ Gott will uns an seinem Handeln beteiligen. Deswegen möchten wir im Jubiläumsjahr das Gebetsfeuer weiter fördern und noch mehr ausbreiten. Gerade in der weltweiten Corona-Pandemie und aller damit verbundenen Veränderungen sind wir aufgefordert, noch mehr und intensiver für Israel, Deutschland und die Nationen zu beten.

Wachsende Gebetsbewegung

Wir sind dankbar, dass sich in den letzten Jahren bundesweit mehr als 100 lokale Gebetsgruppen gebildet haben. Vielfältige Möglichkeiten werden genutzt, z.B. Gebetstreffen in Privathäusern, Gebetshäusern und Gemeinderäumlichkeiten, Israel-Gebet in Gottesdiensten sowie bei Seminaren und Konferenzen, Outdoor-Gebetsmärsche, das Israel-Jugend-Gebet „Arise&Pray“ und seit gut einem Jahr verstärkt Online-Gebetstreffen. Im ICEJ-Büro in Stuttgart beten wir täglich. Gebetsinfos werden per E-Mail und über soziale Netzwerke und Chatgruppen weitergegeben.

In 3. Mose 6,6 finden wir eine Aufforderung Gottes für den priesterlichen Opferdienst: „Ein beständiges Feuer soll auf dem Altar in Brand gehalten werden, es soll nicht erlöschen…“. Genau dies ist im letzten Jahrzehnt durch unzählige Gebetstreffen an verschiedenen Orten schon geschehen und gleichzeitig auch unser Wunsch für die Zukunft des Jesaja62-Gebets: Beständiges Gebetsfeuer, das nicht erlöscht, sondern noch stärker lodert und an den bisherigen und möglichst vielen neuen Gebetsaltären im Land zum Brennen kommt. Dank Ihres Einsatzes konnte unser Gebetsdienst über die Jahre hinweg aufgebaut werden und wachsen. Selbst während der Corona-Beschränkungen sind neue Gebetsgruppen entstanden und wir haben durch unsere Online-Treffen die Gebetsflamme aufrechterhalten. Bulgarische Teilnehmer haben nun in ihrem Heimatland mit örtlichen Gemeindeleitern ein Jesaja62-Gebet gestartet.

Beten Sie mit!

Das ermutigt uns, anlässlich unseres Jubiläums auch bei Ihnen nachzufragen: Wird an Ihrem Ort schon für Israel gebetet? Nach biblischem Vorbild werden nicht mehr als zwei oder drei Beter benötigt (Matthäus 18,20), um einmal monatlich ein Jesaja62-Treffen zu beginnen. Gerne sind wir bereit, Sie beim Aufbau einer Jesaja62-Gebetsgruppe oder einer Gebetsaktion bei Ihnen vor Ort zu unterstützen, und freuen uns auf Ihre diesbezügliche Rückmeldung in unserem ICEJ-Büro (Tel. 0711-83 88 94 80) oder schreiben Sie mir per E-Mail: jesaja62[at]icej.de


Herzliche Einladung zum Jesaja62-Gebet (jeden 1. Mittwoch im Monat an verschiedenen Orten in Deutschland, Österreich und der Schweiz) und zum Online-Gebet der ICEJ (jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat um 19.30 Uhr per Zoom). Weitere Infos

Arise&Pray: Online-Gebet für junge Leute, jeden 2. Mittwoch im Monat um 19.15 Uhr per Zoom: arise.icej.de

Monatliche Gebetsmail mit aktuellen Anliegen aus Jerusalem abonnieren

Eine Jesaja62-Gebetsgruppe in Ihrer Region finden oder einen neuen Gebetskreis gründen

FASZINATION ISRAEL

„Treffen sich ein jüdischer Rabbiner, ein muslimischer Scheich und ein Christ aus Deutschland zum Teetrinken in Israel …“ Mit diesen Worten könnte man eine der vielen Folgen des TV-Magazins FASZINATION ISRAEL einleiten. Doch es handelt sich weder um einen Witz noch um eine Vision des messianischen Friedensreiches – sondern um die Beschreibung faszinierender Alltagsbegegnungen und Ereignisse, die in Israel an der Tagesordnung sind. Während viele Medien in Deutschland nur über Terror, Konflikte und politische Probleme berichten, bietet FASZINATION ISRAEL eine andere Perspektive. Der Schwerpunkt dieser „etwas anderen Israel-Sendung“ liegt auf dem, was Israel hauptsächlich ausmacht – seine Geschichte, seine Menschen, seine vielen kleinen und großen Wunder, seine Kultur und seine Vielfältigkeit.

Inspirierender Alltag

„Vor zwei Jahren haben wir die Möglichkeit bekommen, eine Israel-Sendung auf Bibel-TV auszustrahlen“, berichtet Gottfried Bühler, Leiter der ICEJ-Deutschland, der die Sendungen moderiert. „Wir hatten ehrlich gesagt keine Ahnung von Fernseharbeit, doch wir wollten diese offene Tür nutzen, gerade weil die Berichterstattung über Israel oft so katastrophal ist.“ Eine steile Lernkurve, unzählige Stunden vor und hinter der Kamera, im Tonstudio und im Schneideraum folgten. 50 Sendungen später ist der Inspirationsfluss ungebrochen. „Die Ideen zu den einzelnen Sendungen ergeben sich oft aus Alltagsbegegnungen in Israel“, sagt Gottfried Bühler. „Dort gibt es so viel Bemerkenswertes und Spannendes zu sehen und zu hören, dass uns das Material nicht ausgeht.“

Verzerrtes geraderücken

Auch die Notwendigkeit, verzerrte Wahrnehmungen geradezurücken, motiviert das Filmteam. „Über die diskriminierenden EU-Vorschriften zur Kennzeichnung israelischer Waren mussten wir einfach etwas machen. Erst wenn man mit den Menschen vor Ort spricht, wird einem bewusst, wie kontraproduktiv solche Regelungen sind“, erläutert der Moderator. „Die Produktion einer 25-minütigen Sendung dauert im Schnitt zirka drei Wochen“, verrät ICEJ-Mitarbeiter Christoph Stang. Als sprichwörtliches „Mädchen für alles“ kümmert er sich um die Produktion der Filme.

Geschichte wachhalten

„Am meisten beeindrucken mich immer wieder die Lebensgeschichten der Holocaust-Überlebenden. Die Intensität dieser Zeitzeugnisse ist immens“, sagt Christoph. „Wir haben uns als ICEJ dazu verpflichtet, die Geschichte wachzuhalten“, pflichtet ihm Gottfried bei. „Und wir wollen den Menschen die Möglichkeit geben, ihre Story zu erzählen. Gleichzeitig liegt uns daran, viel, viel Positives aus und über Israel zu berichten, weil Land und Leute unheimlich viel zu bieten haben – und weil sie Gott so sehr am Herzen liegen.“

Bitte helfen Sie uns durch Ihre Spende, dass wir weitere Folgen von FASZINATION ISRAEL produzieren können. Unsere Zuschauerzahlen in Deutschland, Österreich und der Schweiz steigen stetig. Es ist eine einzigartige Möglichkeit, das Thema Israel einem größeren Publikum auf positive Art und Weise zu präsentieren! Als Verwendungszweck bitte „FASZINATION ISRAEL“ angeben. Herzlichen Dank!

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Ein Anruf der Hoffnung

Wer unerwartet arbeitslos wird, kann den Boden unter den Füßen verlieren. Leider haben zehntausende Israelis während der Corona-Pandemie genau das erlebt. Die ICEJ hilft Betroffenen durch die Unterstützung einer telefonischen Beratungsstelle für Arbeitslose.

Foto: ICEJ, Ausgebildete, freiwillige Mitarbeiter geben arbeitslosen Israelis per Telefonberatung Hilfestellung

Perspektivlosigkeit

Tatsächlich sind momentan eine Million Israelis auf Arbeitssuche. Mehr als 600.000 wurden in unbezahlten Urlaub geschickt und beginnen zu begreifen, dass sie nicht mehr in ihren Job zurückkehren können. Zwar zahlt die Regierung anteilig Arbeitslosengeld, doch diese Hilfen sollen im Juni dieses Jahres auslaufen. Weil sie nicht wissen, wie es nun weitergehen soll, wenden sich viele Betroffene an Beratungsstellen.

Hoffnungstelefon

Gott sei Dank gibt es Hoffnung, die nur einen Anruf entfernt ist! In Zusammenarbeit mit einem israelischen Partner setzt sich die ICEJ für Hilfe in der Arbeitslosenkrise ein, indem sie eine telefonische Beratungshotline sponsert. Diese Anlaufstelle bietet Personen aus allen Bereichen der israelischen Gesellschaft kostenfreie Beratung und Unterstützung. Jeder mutige Anrufer erhält persönliche Hilfestellung sowie praktische Tipps und Anleitung von freiwilligen, ausgebildeten Mitarbeitern. Zum Beispiel werden Anrufer dabei unterstützt, einen Lebenslauf zu schreiben, sich auf ein Vorstellungsgespräch vorzubereiten oder sich konkrete Berufs- und Beschäftigungsziele zu setzen. Sie werden auch darüber informiert, welche Rechte sie besitzen, wie sie mit Einkommensverlusten zurechtkommen und welche weiteren Hilfsquellen und Leistungen es für sie gibt.

Auf Hilfe angewiesen

Junge Menschen, Frauen und Einwanderer sind besonders stark betroffen. Lital, der als Mentor für Neueinwanderer arbeitet, sagte: „Wir wissen es, die Krise wird erst noch deutlich schlimmer werden, bevor es besser wird. Für Neueinwanderer, denen die Kultur noch fremd ist und die kein unterstützendes Familien-Netzwerk haben, ist das besonders schwierig.“

Wertvolle Gespräche

Vor Ausbruch der Corona-Pandemie erhielt die Beratungsstelle monatlich rund 100 Anrufe. Diese Zahl stieg wegen der Krise sprunghaft auf fast 1.000 Anrufe pro Monat an. Viele benötigen und beziehen Langzeithilfen. Ein Anrufer meinte: „Meine Beraterin war sehr professionell und zuvorkommend. Sie stärkte mein Selbstvertrauen, gab mir Hoffnung an schweren Tagen und half mir dabei, während der Jobsuche fokussiert zu bleiben. Für all ihr Fachwissen, ihre positive Haltung, ihren engagierten und professionellen Einsatz, ihre Fürsorge sowie ihren wertschätzenden Umgang mit mir bin ich sehr dankbar.“ Dank Ihrer großzügigen Gaben kann die ICEJ dringend benötigte Hilfsangebote wie diese telefonische Beratungsstelle unterstützen.

Bitte helfen Sie uns auch weiterhin, Nöten in der israelischen Gesellschaft zu begegnen, die durch die Corona-Krise verursacht wurden. Als Verwendungszweck bitte „ICEJ-Hilfsfonds für Israel“ angeben. Herzlichen Dank!

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Stuttgart: 1.500 Israelfreunde für jüdisches Leben in Deutschland

Rund 1.500 Israelfreunde haben sich am Samstag im Oberen Schloßgarten versammelt, um ihre Unterstützung für jüdisches Leben in Deutschland und für Israel öffentlich zu zeigen und sich gegen Antisemitismus zu stellen. Gottfried Bühler, Erster Vorsitzender der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ) Deutscher Zweig e.V., der die Kundgebung organisierte, begrüßte die Ehrengäste und Redner, darunter Sandra Simovich, Generalkonsulin des Staates Israel in München, Dr. Michael Blume, Antisemitismusbeauftragter der Landesregierung Baden-Württemberg, Bärbel Illi, Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Region Stuttgart e.V. (DIG Stuttgart), Susanne Jakubowski, Vorstandsmitglied der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg (IRGW), Barbara Traub, Vorstandssprecherin IRGW, Stuttgarts Bürgermeisterin Isabel Fezer, Udi Lehavi, Repräsentant von Keren Hayesod und Christoph Scharnweber, ICEJ-Politikreferent.

Foto: Levi Dörflinger, Gottfried Bühler begrüßt die rund 1.500 Teilnehmer der Kundgebung in Stuttgart, 22.05.2021

Dem Antisemitismus den Nährboden nehmen

Gottfried Bühler veranschaulichte, wie Israel sich angesichts des jüngsten Raketenbeschusses durch die Terrororganisation Hamas erneut „im Kampf ums Überleben“ befunden habe. Dabei leide die israelische Bevölkerung „nicht erst seit zehn Tagen, sondern schon seit Jahren“ unter den Hamas-Raketen. Angesichts andauernder Israelkritik durch Politik und Medien, sei es nicht überraschend, dass Judenhass auf deutsche Straßen getragen werde, „in dem Jahr, in dem wir 1700 Jahre jüdischen Lebens in Deutschland feiern“. Dass Juden in Deutschland nur unter Polizeischutz und hinter Sicherheitsglas Gottesdienste feiern könnten, sei nicht hinnehmbar, sagte Bühler. Er forderte ein deutliches Signal seitens der Bundesregierung, wie z.B. ein Ende der Weiterleitung deutscher Steuergelder an die Hamas und eine eindeutige Unterstützung Israels bei den Vereinten Nationen. „Dies würde dem Antisemitismus in unserem Land den Nährboden entziehen.“

Zahlungen an Terrororganisationen stoppen

Israels Generalkonsulin Sandra Simovich bedankte sich bei den Teilnehmern, die „wahre Freundschaft und Engagement“ zeigten. Erschüttert berichtete sie von den hasserfüllten Drohungen gegen Juden und Israelis in Deutschland in den vorangegangenen zwei Wochen. Wenn auf pro-palästinensischen Solidaritätskundgebungen die Vernichtung Israels gefordert werde, sei dies „keine Solidarität sondern blanker Hass und Antisemitismus“, sagte Simovich. Über die Politik Israels könne man streiten, über Gewalt und Raketenterror nicht. Die finanzielle Unterstützung der Hamas müsse gestoppt werden, da diese nicht in die Verbesserung des Lebensstandards im Gazastreifen, sondern in den Terror investiert würde.

Dr. Michael Blume, Antisemitismusbeauftragter für Baden-Württemberg, bekräftigte, jede Form des Antisemitismus müsse bekämpft werden. Er bedauerte, dass Organisationen, Medien und die Öffentlichkeit zwar oft Israel kritisieren würden, jedoch keinerlei Kritik übten, wenn die Hamas Menschenrechtsverletzungen an der eigenen Bevölkerung beginge. Damit bewiesen sie, keine echten Freunde der Palästinenser zu sein.

Sehr eindrücklich war das vorab aufgezeichnete Telefoninterview mit der 90-jährigen Auschwitz-Überlebenden Eva Erben, wohnhaft in der südisraelischen Stadt Aschkelon. Während im Hintergrund die Sirenen heulten, schilderte Erben, wie die Hamas die palästinensische Bevölkerung als menschliche Schutzschilde missbrauche. Bärbel Illi (DIG Stuttgart) forderte, finanzielle Zahlungen an palästinensische Organisationen an Auflagen zu knüpfen. Es müsse kontrolliert werden, wer die Gelder zu welchen Zwecken ausgebe.

Die Kundgebung, die ohne Zwischenfälle verlief, wurde von einem Beitrag der Tanzgruppe „Profil Dance“ zu dem Lied „Jerusalema“ umrahmt und mit der israelischen Nationalhymne „HaTikwa“, vorgetragen von Martina Schwarz, abgeschlossen.


 

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