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Holocaustüberlebende

Gedenkfeier am Montag, 27. Januar 2020, in Stuttgart

 ÖFFENTLICHES PROGRAMM
18.00 Uhr > Kranzniederlegung mit Kurzansprachen vor der Stuttgarter Synagoge, Hospitalstr. 36
ab 18.20 Uhr > „Marsch der Erinnerung“ von der Synagoge zur Liederhalle (ca. 15 Minuten)

BEGEGNUNGSABEND (Anmeldung erforderlich!)
ab 19.00 Uhr > Begegnungsabend im Silchersaal in der Liederhalle Stuttgart

Ihre Anmeldung mit vollständigem Namen und Anschrift für jede Person einzeln ist aus organisatorischen Gründen erforderlich.

Anmeldung online oder telefonisch unter: 0711 / 83 88 94 80
 
 
 Fotos: Eindrücke von der Gedenkfeier 2019 (Fotos ICEJ)
oben: Marsch gegen das Vergessen; Mitte: Gottfried Bühler im Gespräch mit Yassir Eric (Akademie für Weltmission Korntal); unten: Gottfried Bühler im Gespräch mit Rabbi Netanel Wurmser 

 

 

Ehrengäste:

Eva Erben, Holocaust-Überlebende aus Israel
Sara Granitza, Vorsitzende der Christlichen Freunde Yad Vashem, JerusalemMichael Kashi (Stuttgart), Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg
Weitere Würdenträger sind angefragt.
 
 

 

Liebe Freunde,

Sie sind herzlich zur jüdisch-christlichen Gedenkfeier am Montag, den 27. Januar 2020 in Stuttgart anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages eingeladen. Wir wollen der Opfer und Überlebenden des Holocaust gedenken und ein öffentliches Zeichen der Solidarität mit dem jüdischen Volk und mit Israel setzen. Gemeinsam werden wir einen Kranz an der Synagoge, dem Zentrum jüdischen Lebens in Stuttgart, niederlegen. Anschließend wird ein gemeinsamer „Marsch der Erinnerung“ von der Synagoge zur Liederhalle stattfinden. Im Silchersaal der Liederhalle werden wir dann einen besonderen Begegnungsabend mit Podiumsgesprächen begehen.

Als Ehrengast erwarten wir Eva Erben, Jg. 1930. Sie wächst als Kind jüdischer Eltern in Prag auf. 1941 wird die Familie nach Theresienstadt deportiert und von dort 1944 ins Vernichtungslager Auschwitz gebracht. Eva überlebt sowohl die Konzentrationslager als auch den Todesmarsch kurz vor Kriegsende. Sie wird von tschechischen Bauern liebevoll aufgenommen und gepflegt, kehrt später nach Prag zurück und wandert 1949 nach Israel aus.

In unserer heutigen Zeit, in der Antisemitismus zunimmt und sich viele Juden in Deutschland Anfeindungen ausgesetzt sehen, werden wir unserer Verbundenheit mit dem jüdischen Volk und dem Staat Israel öffentlich Ausdruck verleihen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie dabei sein könnten.

Herzliche Segensrüße

Gottfried Bühler
1. Vorsitzender - ICEJ-Deutscher Zweig e. V.

 

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Auftrag

„Tröstet, tröstet mein Volk.“ Dieses Teil-Zitat aus Jesaja 40,1-2 ist die geistliche Berufung, welche die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem vor mehr als drei Jahrzehnten erhalten hat.  Es beinhaltet auch eine Aufforderung, die im heutigen Kontext widersprüchlich anmutet. In dieser Aufforderung heißt es:

„Redet zum Herzen Jerusalems, und ruft ihm zu, dass sein Heeresdienst (Kriegsdienst) vollendet, dass seine Schuld abgetragen ist…..“ Jesaja 40,2

Seit über 35 Jahren kommt die ICEJ ihrem Auftrag nach, Israel zu trösten. Durch praktische Hilfe und Barmherzigkeit konnten wir nahezu jeden Ort in Israel erreichen. Arme, Kranke, Obdachlose, Kinder und Senioren haben durch unseren Dienst Unterstützung und Ermutigung erfahren.

Die Feier des ICEJ-Laubhüttenfestes hat mehr als hunderttausend Christen bewegt und ihnen eine biblische Perspektive auf die Wiederherstellung Israels in unseren Tagen gegeben. Sie konnten die Hand Gottes in diesem Prozess und auch die Notwendigkeit erkennen, zu segnen, was Gott segnet. Wir sind Gott für seine Treue sehr dankbar. Wir erfüllen unsere Aufgabe nicht fehlerlos, aber wir tun unsere Arbeit ehrlich und aufrichtig. Der Tag vor dem Richterstuhl Christi wird ihren wahren Wert offenbaren! Wir sind uns dessen sehr bewusst – genauso, wie wir alle diesen Tag im Blick behalten sollten!

Wie verstehen wir nun den Auftrag, Israel zu sagen, dass sein Heeresdienst (Kriegsdienst) vollendet ist? Er ist eindeutig noch nicht zu Ende! Ich glaube, das ist folgendermaßen zu verstehen.

Ein prophetischer Ruf

Die Wiederherstellung des jüdischen Staates in unseren Tagen war und ist durch Krieg und Konflikt charakterisiert. Doch der Gott, der sein Volk aus den Nationen zurück gebracht hat, tat dies mit Gedanken der Erlösung und des Segens im Herzen. Es ist diese Ermutigung und die Erwartung einer herrlichen Zukunft, die Israel Hoffnung, Durchhaltevermögen und Trost bringen.

Die Bibel sieht eine Zeit voller unvergleichlicher Freude und Frieden für Israel voraus. Die bemerkenswerten messianischen Prophezeiungen Jesajas in den Kapiteln zwei, elf und 60 zeigen dies. „Israels Kriegsdienst” wird tatsächlich bald zu Ende sein, und wenn es soweit ist, wird die ganze Welt staunen. Gott allein wird dafür die Ehre bekommen, denn er wird ein Problem lösen, dass für die Welt viel zu groß war. Selbst die Kirche hatte dafür keine Lösung. Tatsächlich sehen große Teile der Christenheit heute keinerlei biblische Bedeutung in der Wiederherstellung Israels. Sie glauben, es handele sich einfach um einen politischen Zufall, der von den Vereinten Nationen orchestriert wurde.

Eine theologische Erklärung

Der Großteil der Leiden Israels hat mit seiner Berufung zu tun. Israel ist zum Werkzeug der Welterlösung geworden, Gott selbst hat es so bestimmt.  Der erlösende Segen Gottes ist allen Nationen der Erde durch Israel zuteil geworden.

Dieses Werkzeug der Erlösung wurde und wird ständig von den Mächten der Dunkelheit angegriffen. Für sie gibt es eine ganz einfache Gleichung: Zerstöre Israel und dadurch automatisch auch die Pläne Gottes für diese Welt. Dankenswerter Weise erklärt Jesaja, dass dieser „Tag“ des Kriegsdienstes ein Ende finden wird. An diesem „Tag“ wird die ganze Welt erkennen, dass Israel zu ihrem Segen und nicht zu ihrem Fluch existiert.

Eine Diplomatie des Trostes

Der Prophet Jesaja fordert uns auf: „Redet zum Herzen Jerusalems”. In einer anderen Übersetzung heißt es: „Ermutigt die Einwohner Jerusalems.“ Ein Volk, das in Frieden, Freude, Sieg und Segen lebt, braucht keine Worte, die sein Herz berühren, es ermutigen und trösten. Nur ein Volk, das wie Israel in ständigem Trauma und Konflikt lebt, braucht Trost und Ermutigung. Leider ist die Kirchengeschichte alles andere als ein gutes Beispiel dafür. Die Worte der Kirche waren harsch, bitter und verunglimpfend. Gott sei Dank haben wir von der Internationalen Christlichen Botschaft diese Ermutigung vor über 25 Jahren gehört, „zum Herzen Jerusalems zu reden.“

Während Israel langsam aber sicher auf sein von Gott bestimmtes Schicksal zusteuert, sind wir fest entschlossen, an seiner Seite zu bleiben. Wir werden uns von den Worten aus Jesaja 40 leiten lassen und den Leitlinien, die sich daraus ergeben. Uns ist sehr bewusst, dass dieser unser Weg uns nicht allein gehört. Tatsächlich sind Hunderttausende Christen auf der ganzen Welt auf demselben Weg mit uns unterwegs. Wir begrüßen Sie auf dieser gemeinsamen Reise und danken Ihnen für Ihre Gebete und Ihre Unterstützung.

Rev. Malcolm Hedding
Ehemaliger Geschäftsführender Direktor (2001 bis 2011)
Internationale Christliche Botschaft Jerusalem

 

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