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Dankbarkeit und Ausblick

Geistliche Wiederherstellung Deutschlands

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Von Gottfried Bühler

Einer aber von ihnen kehrte zurück, als er sah, dass er geheilt war, und verherrlichte Gott mit lauter Stimme; und er fiel aufs Angesicht zu seinen Füßen und dankte ihm; und das war ein Samariter. Jesus aber antwortete und sprach: „Sind nicht die Zehn gereinigt worden? Wo sind die Neun? Haben sich sonst keine gefunden, die zurückkehrten, um Gott Ehre zu geben, außer diesem Fremdling?“ Und er sprach zu ihm: „Steh auf und geh hin! Dein Glaube hat dich gerettet.“ Lukas 17,15ff

Das Jahr 2015 ist ein sehr signifikantes Jahr: Am 08. Mai 2015 jährt sich für Deutschland das Kriegsende zum 70. Mal. Biblisch gesehen hat die Zahl 70 große Bedeutung. Die Begebenheit aus dem biblischen Buch Daniel Kapitel 9 ist dabei für uns richtungsweisend. Der Prophet Daniel achtete auf die Schriften und identifizierte sich mit der Vergangenheit. 70 Jahre nach der Zerstörung Jerusalems und der Wegführung Israels ins babylonische Exil bat er Gott um Gnade und Wiederherstellung für sein Volk und für Jerusalem. Und Gott erhörte sein Gebet! Er führte das Volk Israel nach 70 Jahren des Exils wieder ins Land Israel zurück. Jerusalem, das geistliche Zentrum des jüdischen Volkes, wurde wieder aufgebaut. Wäre eine solche Wiederherstellung im übertragenen Sinne auch für Deutschland denkbar? Könnte es sein, dass Gott jetzt, 70 Jahre nach Kriegsende, Deutschland eine Zeit des Aufbruchs, eine erneute Hinwendung zu Gott und seinem Wort schenken möchte?

damals - heute

 

 

Reichstag 1945
Bundestag 2015
 

Die Zeichen stehen auf Gnade
Deutschland, der Initiator des II. Weltkrieges und des Völkermordes an den Juden, ist in den letzten sieben Jahrzehnten erneuert und zu einer wirtschaftlich und politisch führenden Nation in Europa geworden. Nicht nur der wirtschaftliche Aufschwung war und ist bemerkenswert, auch die Wiedervereinigung vor 25 Jahren zeugt von einer Wiederherstellung, die sich nach dem Bau der Berliner Mauer niemand vorzustellen wagte. Bei allem Fleiß und allem Willen zum Aufbau, wir haben es schlichtweg nicht verdient, dass wir heute so gut dastehen! Diese beispiellose Entwicklung Deutschlands zeugt von Gottes überreicher Gnade für unser Land – und deutet darauf hin, dass er unser Land auch geistlich erwecken möchte! Die wunderbare Gnade Gottes fordert uns heraus, mit Gebet und Fürbitte für unser Land in den Riss zu treten. Deutschland braucht eine neue Reformation und Rückkehr zu seinem Wort. Die Worte Jesu leuchten in ganz besonderer Weise in dieses Zeitfenster hinein: „Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, Armen gute Botschaft zu verkündigen; er hat mich gesandt, Gefangenen Freiheit auszurufen und Blinden, dass sie wieder sehen, Zerschlagene in Freiheit hinzusenden, auszurufen ein angenehmes Jahr (Gnadenjahr) des Herrn“. Lukas 4:18-20. Es ist noch Gnadenzeit. Jeder ist gerufen, das unerschöpfliche Potential des Himmels anzuzapfen und sich im Bau des Reiches Gottes mit aller Kraft zu investieren. Wir leben in Zeiten der Wiederherstellung. Die wiederhergestellte Nation Israel ist ein gewaltiges Zeichen des Handelns Gottes. In unseren Zeiten sehen wir mit unseren eigenen Augen, wie die Bühne für die Ankunft des Messias vorbereitet wird.

Parallele Entwicklungen
Ist es nicht interessant, dass die Wiederherstellung Israels und Deutschlands parallel abgelaufen ist? Am 14. Mai 1948 wurde der Staat Israel gegründet. Heute ist Israel in vielen Bereichen führend - das hätte damals niemand für möglich gehalten. Nur ein Jahr später wurde die Bundesrepublik Deutschland gegründet, die heute im internationalen Vergleich ähnlich gut dasteht wie Israel. Wir sehen darin eine parallele Segensentwicklung Gottes, eine Heilung unserer Länder. Wir Deutschen sind durch unsere Geschichte mit dem jüdischen Volk verbunden wie sonst keiner, die Juden mit uns wie mit keinem anderen. Wir sind dankbar für die vielen segensreichen und verbindenden Initiativen und Projekte, die vielerorts stattfanden und Brücken zum jüdischen Volk und Israel wie auch zu unseren Nachbarstaaten gebaut haben. Doch dürfen wir nicht vergessen, was Nazi-Deutschland dem jüdischen Volk mit dem Holocaust angetan hat. Dieses Jahr wollen wir weiter daran arbeiten, dass aus dieser dunklen Kette, die uns verbindet, mehr und mehr ein Band des Segens und des Friedens wird! Lassen Sie uns auf Gott hören, der uns aufruft, das Jahr 2015 nicht einfach an uns vorbeigehen zu lassen!

Gott sei Dank!
In Lukas 17 lesen wir, wie Jesus den zehn Aussätzigen begegnete, die nicht mehr in die Gesellschaft integriert werden konnten. Einer von ihnen kam zurück, als er merkte, dass Jesu Wort ihn geheilt hatte. Es war ein Samariter. Laut pries er Gott, warf sich mit dem Gesicht zur Erde und dankte ihm. Und Jesus sagte: „Hat sich sonst keiner gefunden, der wieder umkehrte, um Gott die Ehre zu geben, als nur dieser Fremde? Und er sprach zu ihm: Steh auf, geh hin; dein Glaube hat dir geholfen“ (Lukas 17,18+19) Was für eine Geschichte für dieses Jahr, für 2015, für uns als Christen! Wir sind letztendlich die Ausländer in den Augen der Bibel! Wir haben allen Grund, Gott für die Heilung unseres Landes, für Frieden, Meinungsfreiheit und Wohlstand zu danken; es gibt kaum ein Land, das wirtschaftlich so gut dasteht wie wir!

Zurück zu den Wurzeln!
Der Plan Nazi-Deutschlands war die komplette Vernichtung alles jüdischen Lebens. Die wieder hergestellte Nation Israel ist ein gewaltiges Zeichen der Absichten Gottes mit seinem jüdischen Volk – und auch mit den nichtjüdischen Nationen . Als seine Gemeinde sind wir in dieser besonderen Zeit herausgefordert, uns auf unsere edle jüdische Wurzel zu besinnen und dankbar zu sein – für alles, was uns durch das jüdische Volk geschenkt wurde! Alles, was uns als Christen wertvoll und wichtig ist, haben wir vom jüdischen Volk empfangen: Die Bibel, die Propheten, die Bündnisse, die Verheißungen und den Messias! Statt, wie die Nazis es versuchten, alles Jüdische aus der Bibel, den Gesangbüchern, dem Katechismus und der christlichen Glaubenspraxis zu tilgen, wollen wir uns zu unseren jüdischen Wurzeln bekennen und unserer Dankbarkeit gegenüber dem jüdischen Volk Ausdruck verleihen. Wir wollen Verantwortung übernehmen für Israel, den Augapfel Gottes, die Gleichgültigkeit überwinden und segensreiche Hände austrecken. Gott selber eifert um Zion mit großem Eifer. Dieser Eifer für sein Volk lässt uns nicht kalt und ermutigt uns, um Zions Willen nicht zu schweigen! Welchen passenderen Anlass könnte es dazu geben als das 50-jährige Jubiläum der deutsch-israelischen diplomatischen Beziehungen im Jahr 2015!

Praktische Schritte
Die ICEJ ermutigt alle christliche Gemeinden in Deutschland und Österreich, im Jahr 2015 „Danke für 70 Jahre Deutschland“ zu sagen und zu feiern: mit Aktionen, Themenabenden und Gottesdiensten. Ein besonderer Dankgottesdienst ist eine gute Möglichkeit, unseren Dank praktisch werden zu lassen, ebenso wie eine Predigt, beispielsweise am „Israelsonntag“ im August. Die ICEJ kann Sie gerne mit Rednern zu israelisch-jüdischen Themen unterstützen. Nehmen Sie an unserer globalen Jesaja-62-Gebetsinitiative teil, indem Sie einen Gebetskreis für Israel und die Nationen gründen oder sich  mit Ihrem Gebetskreis dieser weltweiten Gebetsbewegung anschließen! Weitere Informationen unter: http://de.icej.org/jesaja-62-initiative

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Kontakt zu einer jüdischen Gemeinde in Ihrer Nähe aufzunehmen und unseren jüdischen Mitbürgern gegenüber Solidarität und Unterstützung auszudrücken. Wir können unsere Liebe und Dankbarkeit ganz praktisch werden lassen und Projekte zugunsten von Überlebenden der Schoah unterstützen – viele von ihnen leben in großer Armut.

ICEJ-Events 2015
Schließlich laden wir Sie herzlich zu den besonderen ICEJ-Veranstaltungen, Kulturevents, Konferenztagen und Reisen ein, die wir speziell für das Jahr 2015 geplant haben! Gott kann und will Sie persönlich in seinen Plan der geistlichen Wiederherstellung Deutschlands miteinbeziehen und Sie für segensreiche Taten zurüsten. 

 

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