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Effektives Gebet für Israel und Nahost

Aktuelle Gebetsanliegen (Stand: Dezember 2019)

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Effektives Gebet für Israel und Nahost

Andauernde Terrorangriffe aus dem Gazastreifen

Terroristen im von der islamistischen Terrororganisation Hamas kontrollierten Gazastreifen feuern weiterhin Raketen auf Städte und Ortschaften in Südisrael ab. Im November 2019 waren es innerhalb von 48 Stunden 450 Raketen, die das öffentliche Leben in Südisrael zum Erliegen brachten. Neben solchen Eskalationen kommt es fast jede Woche zu einzelnen Raketenangriffen, die eine Rückkehr zur Normalität unmöglich machen und die Bevölkerung traumatisieren. Viele Raketenangriffe verantwortet die Terrororganisation Palästinensischer Islamischer Dschihad, die wie die Hamas vom Iran unterstützt wird. Neben Raketen verursachen Terroristen aus Gaza mit Brandballons und Feuerdrachen Brände in israelischen Ortschaften und auf landwirtschaftlichen Flächen. Außerdem versuchten Terroristen, zum Teil schwer bewaffnet, im Sommer 2019 wiederholt den Grenzzaun zu überwinden, um in Israel Terroranschläge zu verüben. Seit März 2018 demonstrierten Palästinenser wöchentlich gewaltsam am Grenzzaun zu Israel. Im November 2019 hatte die Hamas wiederholt die Proteste abgesagt. Experten gehen davon aus, dass die Hamas eine neue Konfrontation mit Israel vermeiden will.

Beten wir, dass die seelische Widerstandskraft der Israelis gestärkt wird und dass effektive Wege gefunden werden, Terrororganisationen wie die Hamas und den Islamischen Dschihad in Gaza daran zu hindern, Israelis mit Raketen und Feuerballons zu schaden. Beten wir auch, dass die gewaltsamen Proteste am Grenzzaun ganz beendet werden und dass die Lage sich entspannt. Danken wir Gott dafür, dass er der Schutz und die Stärke seines Volkes ist, und erinnern wir unseren Herrn an sein Wort, dass er Israel einpflanzen und in Frieden in seinem Land leben lassen will (1. Chronik 17,9; Jeremia 30,10).

 

Palästinensische Parlaments- und Präsidentschaftswahlen

Israelische Medien berichteten Ende 2019, dass die Palästinensische Autonomiebehörde Neuwahlen vorbereitet. Die ersten Parlamentswahlen nach 14 Jahren könnten bereits im Februar 2020 abgehalten werden, drei Monate später würde voraussichtlich der Präsident neu gewählt werden. Die Pläne werden sowohl von der Fatah um Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, als auch der rivalisierenden, im Gazastreifen herrschenden Hamas unterstützt. Marwan Barghouti, der wegen Mordes und Terrorismus eine fünffache lebenslange Freiheitsstrafe in einem israelischen Gefängnis verbüßt, gilt als möglicher Gegenkandidat von Abbas, der seit 2005 im Amt ist – seit zehn Jahren ohne demokratische Legitimierung.

Beten wir, dass 2020 freie und faire Wahlen in den Palästinensergebieten stattfinden werden. Lasst uns beten, dass die palästinensische Zivilbevölkerung Abgeordnete wählt, die um das Wohl des Volkes bemüht sind und sich für ein friedliches Zusammenleben mit Israel einsetzen. Beten wir für einen Präsidenten, der Freiheit und Menschenrechte in den Palästinensergebieten fördert und sich für Versöhnung mit Israel einsetzt. Beten wir mit Daniel 2,21 und Psalm 133,1.

 

Wachsende Bedrohung durch den Iran

Seitdem die USA das Atomabkommen mit dem Iran 2018 einseitig aufkündigten, hat der Iran mehrmals gegen im Abkommen vereinbarte Auflagen verstoßen. Um gegen das Streben des iranischen Regimes nach Atomwaffen vorzugehen, verhängten die USA Sanktionen, die EU bislang nicht. Einzelne EU-Mitgliedstaaten, darunter auch Deutschland, bemühen sich die US-Sanktionen zu umgehen und die wirtschaftlichen Beziehungen mit dem Iran auszubauen. Neben seinem Streben nach Atomwaffen erweitert der Iran seinen Einfluss im Nahen Osten. Er unterstützt die schiitisch-libanesische Terrororganisation Hisbollah darin, ihr Arsenal von 130.000 Raketen zu präzisionsgesteuerten Waffen aufzurüsten und baut Militärstützpunkte in Syrien und dem Jemen auf. Israel fürchtet, dass der Iran auch im Jemen präzisionsgesteuerte Waffen in Stellung bringt, um sie gegen den jüdischen Staat einzusetzen. Zudem unterstützt der Iran sogar sunnitische Terrororganisationen wie die Hamas und den Islamischen Dschihad im Gazastreifen, um gegen Israel vorzugehen.

Beten wir, dass dem Streben des Irans nach Atomwaffen Einhalt geboten wird. Beten wir für eine Eindämmung des iranischen Einflusses im Nahen Osten, und dass seine Pläne Israel einzukreisen und anzugreifen nicht gelingen werden. Beten wir mit Psalm 121,4 und Jesaja 54,17.

 

Annäherung der arabischen Golfstaaten an Israel

Die zunehmend aggressive Einflussnahme des Irans hat zeitgleich zu einer Annäherung der mehrheitlich sunnitischen Golfstaaten an Israel geführt. Hochrangige Politiker rufen vereinzelt zur Anerkennung des Existenzrechts Israels und zu besseren Beziehungen mit dem jüdischen Staat auf. Israelische Medien berichteten Anfang November 2019, die Vereinigten Arabischen Emirate erwögen, israelischen Staatsbürgern ab Herbst 2020 die Einreise zu genehmigen.

Danken wir dem Gott Israels für diese Annäherung der arabischen Golfstaaten an den jüdischen Staat. Beten wir, dass neben den geo- und wirtschaftspolitischen Interessen auch eine zunehmende Offenheit der arabischen Bevölkerung gegenüber Israel entsteht und dass wahrhaftiger Frieden geschlossen wird. Beten wir, dass Jesus den Muslimen im Nahen Osten in Träumen und Visionen begegnet, ihre Herzen für sich gewinnt und ihnen auch Liebe für Israel schenkt. Beten wir mit Sprüche 16,7 und 1. Timotheus 2,1-6.

 

Proteste im Libanon und Irak

Seit Herbst 2019 werden der Libanon und der Irak von Protesten erschüttert. Im Libanon demonstrieren seit dem 17. Oktober Menschen aus allen Teilen der Bevölkerung gegen die als korrupt und ineffizient gesehene Regierung. Außerdem fordern viele Demonstranten ein Ende des politischen Systems des Konfessionalismus, das den 18 anerkannten Konfessionen Teilnahme an der Macht zusichert, aber Korruption fördert. Die Proteste verliefen überwiegend ohne Gewalt, allerdings häuften sich zuletzt Berichte über Attacken von Hisbollah-Anhängern auf Demonstranten. Die wirtschaftliche Lage des Libanon ist prekär, Experten warnen vor einem drohenden Staatsbankrott. Außerdem steigt die Gefahr eines neuen Konfessionskonflikts. In der irakischen Hauptstadt Bagdad und im Süden des Iraks kommt es seit Anfang Oktober zu den bislang größten Protesten seit dem Sturz Saddam Husseins 2003. Irakische Sicherheitskräfte gehen mit Tränengas und scharfer Munition gegen Demonstranten vor. Bisher hat es mindestens 400 Tote gegeben (Stand: Dezember 2019). Die Proteste der mehrheitlich schiitischen Bevölkerung richten sich gegen die ebenfalls schiitische Regierung in Bagdad - der Korruption und Misswirtschaft vorgeworfen wird - und gegen die Einflussnahme des Irans auf die irakische Politik. Ende November wurde das iranische Konsulat in Nadschaf in Brand gesetzt, zuvor war bereits das Konsulat in Kerbela angegriffen worden.

Beten wir um Schutz der Bevölkerung des Libanons und Iraks und dass es nicht zu weiteren Eskalationen der Gewalt kommt. Beten wir, dass in beiden Ländern stabile, integre Regierungen an die Macht kommen, die die wirtschaftlichen Probleme lösen können, Versöhnung zwischen den einzelnen Volksgruppen erwirken und den Einfluss des Irans beenden werden. Lasst uns für die Christen im Libanon und dem Irak beten, dass sie im Gebet für ihr Land in den Riss treten, bewahrt und im Glauben gestärkt werden. Beten wir mit 1. Timotheus 2,1-4 und Jesaja 19,23-25.

 

Kurden in Nordsyrien

Auf den überraschenden Abzug US-amerikanischer Truppen aus Syrien Anfang Oktober 2019 folgte eine türkische Militäroffensive in dem von Kurden bewohnten Nordosten Syriens. Beobachter gehen von aktuell rund 300.000 vertriebenen Zivilisten aus, vor allem Kurden und Angehörige christlicher Minderheiten, und warnen vor einer ethnischen „Säuberung“ durch die Türkei. Kurdische Milizen, unter anderem aus Nordsyrien, kämpften als wichtige Verbündete des Westens gegen den Islamischen Staat; den Abzug US-amerikanischer Truppen betrachten sie nun als Verrat. Viele Kurden sind Israel freundlich gesinnt und Israel bestätigte angesichts der türkischen Offensive, Kurden in Syrien mit humanitärer Hilfe zu unterstützen.

Beten wir um Schutz für die Zivilbevölkerung im Nordosten Syriens. Beten wir auch für das staatenlose kurdische Volk im ganzen Nahen Osten, das sich vergessen und verraten fühlt. Beten wir, dass Gott es tröstet, ihm Hoffnung schenkt und es segnet. Beten wir mit Psalm 35,9-10 und 1. Mose 12,3.


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