Effektives Gebet für Israel und Nahost

Aktuelle Gebetsanliegen (Stand: Juli 2020)

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Gazastreifen: Hamas droht mit neuer Gewalteskalation

Der Raketenbeschuss aus dem von der islamistischen Terrororganisation Hamas kontrollierten Gazastreifen auf Städte und Ortschaften in Südisrael hat in den letzten Monaten abgenommen. Angesichts der Annexionspläne der israelischen Regierung hat die Hamas jedoch zum „Widerstand“ aufgerufen. Es ist davon auszugehen, dass es wieder zu gewaltsamen Protesten am Gaza-Grenzzaum kommen wird und dass der Raketenbeschuss auf Israel wieder zunehmen wird. Auch sind erneute Versuche von Terroristen, den Grenzzaum zu überwinden, um in Israel Anschläge zu verüben, möglich. Die israelische Bevölkerung in Südisrael leidet seit rund 20 Jahren unter dem andauernden Raketenbeschuss und der Gefahr, die von Terroristen im Gazastreifen ausgeht. 

Beten wir, dass die erwarte Eskalation der Gewalt ausbleibt und Gott seine Hand schützend über sein Volk hält. Beten wir für die Palästinenser im Gazastreifen, dass sie eine Führung erhalten, die den Frieden mit Israel sucht und sich für das Wohl der palästinensischen Bevölkerung einsetzt. Danken wir Gott dafür, dass er der Schutz und die Stärke seines Volkes ist, und erinnern wir unseren Herrn an sein Wort, dass er Israel einpflanzen und in Frieden in seinem Land leben lassen will (1. Chronik 17,9; Jeremia 30,10).

 

Annexionspläne der israelischen Regierung

Die israelische Regierung um Premierminister Benjamin Netanjahu will ab dem 1. Juli mit einer Annexion von Gebieten in Judäa und Samaria beginnen. Diese haben den im Januar veröffentlichten Nahost-Friedensplan von US-Präsident Donald Trump zur Grundlage. Der Plan enthält viele Elemente, die sowohl Israel als auch den Palästinensern zugutekommen würden. Dennoch sieht der Plan vor, das Land, das Gott Abraham, Isaak und Jakob und ihren Nachkommen versprochen hat, dauerhaft zu teilen. Die israelische Gesellschaft ist sich uneins angesichts der Pläne, auch in den jüdischen Ortschaften in Judäa und Samaria. Auf internationaler Ebene gibt es Protest gegen die Annexionspläne. Insbesondere hat Jordanien damit gedroht, im Falle einer Annexion den Friedensvertrag mit Israel aufzukündigen.

Beten wir um Weisheit für die israelische Regierung angesichts dieser Annexionspläne. Beten wir, dass Gott die Herzen und Entscheidungen der Politiker lenkt und dass sein Wille geschieht. Beten wir, dass auch auf internationaler Ebene Gottes Wille geschieht und her die Herzen der Mächtigen lenkt. Beten wir mit Sprüche 21,1 und Jakobus 1,5.

 

Corona-Krise in Israel

Israel hatte zu Beginn der Corona-Krise schnell reagiert und Einschränkungen vorgenommen. Nachdem es schien, dass die Krise überstanden sei, steigt seit Ende Mai die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten wieder rapide an. Bis über 250 Schulen mussten vorübergehend wieder schließen, nachdem Schüler und Lehrkräfte positiv getestet wurden. Auch wurde die Wiederöffnung der Grenzen für den internationalen Tourismus, die im Juli erfolgen sollte, auf unbestimmte Zeit verschoben. Rund 25% der Beschäftigten sind weiterhin in unbezahltem Urlaub oder haben ihren Arbeitsplatz verloren. Bei einer im Mai durch die Regierung in Auftrag gegebenen Umfrage gab fast die Hälfte der Befragten an, seit der Corona-Krise in einer schlechteren finanziellen Situation zu sein. Etwa 15% verzichteten täglich auf eine Mahlzeit, um Geld zu sparen.

Beten wir, dass das Coronavirus in Israel endgültig eingedämmt wird. Beten wir um Weisheit für die israelische Regierung, einerseits die Bevölkerung zu schützen und anderseits, die Wirtschaft zu stärken. Beten wir, dass Touristen aus dem Ausland bald wieder einreisen dürfen und die in der Tourismusbranche Beschäftigten wieder zu ihrem Arbeitsplatz zurückkehren können. Beten wir um Versorgung aller, die zurzeit keine Arbeit haben. 2. Mose 15,26 und Psalm 23,1.

Israelische Araber

Rund 25% der arabischen Israelis arbeiten im Gesundheitswesen, viele von ihnen haben in den großen Krankenhäusern des Landes leitende Positionen inne. Durch die Corona-Krise hat Beobachtern zufolge das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Juden und Arabern zugenommen, da alle gemeinsam sich für die Eindämmung der Pandemie einsetzen. Die Corona-Krise ist daher eine Chance zur Förderung der Solidarität und bietet arabischen Israelis die Gelegenheit, sich besser in die israelische Gesellschaft zu integrieren.

Beten wir um Einheit und Solidarität zwischen jüdischen und arabischen Israelis. Beten wir, dass die Herzen der israelischen Bevölkerung in Frieden zueinander finden und dass Gott aus dieser Krise heraus Gutes in der Gesellschaft wirkt. Beten wir mit 1. Mose 50,20 und Psalm 122,6.

 

Palästinensische Autonomiegebiete

Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) im Westjordanland (Judäa und Samaria) hat mit Protest auf Israels Annexionspläne reagiert. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas erklärte im Mai, die PA betrachte sich nicht länger an Vereinbarungen mit Israel und den USA gebunden und hat damit einhergehend auch die Sicherheitskooperation mit Israel aufgekündigt. Außerdem weigert sich die PA, Steuereinnahmen, die Israel für sie erhebt und die rund 60% des palästinensischen Haushalts darstellen, nicht mehr annehmen zu wollen. Durch eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation in den PA-Gebieten will die PA Druck auf Israel ausüben und möglicherweise antiisraelische Ressentiments in der Bevölkerung schüren. Die Palästinenserführung hat auch Proteste gegen die Annexion angekündigt, die zunächst friedlich sein sollen. Ein prominenter PA-Politiker hat jedoch bereits mit einer Gewalteskalation gedroht, sollte Israel Gebiete annektieren.

Beten wir, dass Gott den Palästinensern eine Führung schenkt, die den Frieden mit Israel sucht und sich für das Wohl der Bevölkerung einsetzt. Beten wir, dass Gott ihnen eine Zukunft und Hoffnung schenkt. Beten wir um Bewahrung der palästinensischen und israelischen Zivilisten im Westjordanland (Judäa und Samaria) und um besonderen Schutz für die dort stationierten israelischen Sicherheitskräfte. Beten wir mit Jeremia 29,11 und Psalm 121,4.

 

Iran: Eskalation im Cyberkrieg

Im April und Mai ist Israel wiederholt Ziel von Cyberangriffen geworden. Ausländische Hacker – vermutlich aus dem Iran - versuchten sich Zugang zu mehreren Wasser- und Abwasseranlagen des Landes zu verschaffen. Hätte Israels Abteilung für Cybersicherheit nicht zeitnah reagiert, hätten die Hacker z.B. Chemikalien in das Trinkwasser leiten und der israelischen Zivilbevölkerung inmitten der Corona-Krise enormen Schaden zufügen können. Israel sieht diesen Angriff als massive Eskalation seitens des Iran, da er gezielt gegen die Zivilbevölkerung gerichtet war. Im Mai wurden israelische Forschungsinstitute, die Impfstoffe gegen das Coronavirus entwickeln, Ziel von Cyberattacken und Sabotageversuche.

Beten wir für den Schutz Israels, insbesondere der Zivilbevölkerung, angesichts dieser Eskalation im Cyberkrieg. Beten wir, dass Gott eine feurige Mauer rings um Israel her ist – auch in der Cyberwelt. Beten wir mit Sacharja 2,9.

Iranisches Atomprogramm und Einflussnahme in Nahost

Seitdem die USA das Atomabkommen mit dem Iran 2018 einseitig aufgekündigt hatten, hat der Iran mehrmals gegen im Abkommen vereinbarte Auflagen verstoßen. Im Januar 2020 kündigte der Iran an, sich ab sofort nicht mehr an die im Abkommen vereinbarte Begrenzung der Urananreicherung zu halten. Daraufhin lösten die drei europäischen Unterzeichner des Atomabkommens (Deutschland, Frankreich und Großbritannien) den Streitschlichtungsmechanismus aus, der zur Wiedereinführung von Sanktionen führen kann. Die USA hatten 2018 Sanktionen wiederauferlegt, die EU bislang nicht. Einzelne EU-Mitgliedstaaten, darunter auch Deutschland, bemühen sich die US-Sanktionen zu umgehen und die wirtschaftlichen Beziehungen mit dem Iran auszubauen.

Neben seinem Streben nach Atomwaffen baut der Iran seinen Einfluss im Nahen Osten aus. Er unterstützt die schiitisch-libanesische Terrororganisation Hisbollah darin, ihr Arsenal von 130.000 Raketen zu präzisionsgesteuerten Waffen aufzurüsten und errichtet Militärstützpunkte in Syrien und im Jemen. Israel fürchtet, dass der Iran auch im Jemen präzisionsgesteuerte Waffen in Stellung bringt, um sie gegen den jüdischen Staat einzusetzen. Zudem unterstützt der Iran sunnitische Terrororganisationen wie die Hamas und den Islamischen Dschihad im Gazastreifen, um gegen Israel vorzugehen.

Beten wir, dass dem Streben des Irans nach Atomwaffen Einhalt geboten wird. Beten wir für eine Eindämmung des iranischen Einflusses im Nahen Osten, und dass seine Pläne Israel einzukreisen und anzugreifen nicht gelingen werden. Beten wir mit Psalm 121,4 und Jesaja 54,17.

 

Annäherung der arabischen Golfstaaten an Israel

Die zunehmend aggressive Einflussnahme des Irans hat zeitgleich zu einer Annäherung der mehrheitlich sunnitischen Golfstaaten an Israel geführt. Hochrangige Politiker rufen vereinzelt zur Anerkennung des Existenzrechts Israels und zu besseren Beziehungen mit dem jüdischen Staat auf. Israelische Medien berichteten Anfang November 2019, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) erwögen, israelischen Staatsbürgern ab Herbst 2020 die Einreise zu genehmigen. Außerdem hat die Corona-Krise zu einem wachsenden Interesse an Kooperationen innerhalb der Gesundheitsbranche geführt. Im März erhielt Israel rund 100.000 Corona-Tests aus den VAE, im Juni berichteten Medien von einer geplanten Kooperation von Unternehmen aus Israel und den VAE in der Entwicklung von Technologien zur Eindämmung von Covid-19.

Danken wir dem Gott Israels für diese Annäherung der arabischen Golfstaaten an den jüdischen Staat. Beten wir, dass neben den geo- und wirtschaftspolitischen Interessen auch eine zunehmende Offenheit der arabischen Bevölkerung gegenüber Israel entsteht und dass wahrhaftiger Frieden geschlossen wird. Beten wir, dass Jesus den Muslimen im Nahen Osten in Träumen und Visionen begegnet, ihre Herzen für sich gewinnt und ihnen auch Liebe für Israel schenkt. Beten wir mit Sprüche 16,7 und 1. Timotheus 2,1-6.

 

Kurden in Nordsyrien

Auf den überraschenden Abzug US-amerikanischer Truppen aus Syrien Anfang Oktober 2019 folgte eine türkische Militäroffensive in dem von Kurden bewohnten Nordosten Syriens. Beobachter gehen von aktuell rund 300.000 vertriebenen Zivilisten aus, vor allem Kurden und Angehörige christlicher Minderheiten, und warnen vor einer ethnischen „Säuberung“ durch die Türkei. Kurdische Milizen, unter anderem aus Nordsyrien, kämpften als wichtige Verbündete des Westens gegen den Islamischen Staat; den Abzug US-amerikanischer Truppen betrachten sie nun als Verrat. Viele Kurden sind Israel freundlich gesinnt und Israel bestätigte angesichts der türkischen Offensive, Kurden in Syrien mit humanitärer Hilfe zu unterstützen.

Beten wir um Schutz für die Zivilbevölkerung im Nordosten Syriens. Beten wir auch für das staatenlose kurdische Volk im ganzen Nahen Osten, das sich vergessen und verraten fühlt. Beten wir, dass Gott es tröstet, ihm Hoffnung schenkt und es segnet. Beten wir mit Psalm 35,9-10 und 1. Mose 12,3.

 


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