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Heim für Holocaustüberlebende feierlich eröffnet

Würde und Geborgenheit für die Ärmsten der Armen

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David Parsons

Die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem ist im September 2010 in Haifa für die Finanzierung des größten Altenheimes speziell für bedürftige Holocaustüberlebende geehrt worden. An der Einweihungsfeier im Kongresszentrum von Haifa nahmen der (aschkenasische) Oberrabbiner Israels Jona Metzger, die Knessetabgeordneten Tzipi Livni, Daniel Hershkovitz und Gila Gamliel sowie der Bürgermeister von Haifa Jona Jahav und weitere israelische Prominente teil. Über 2000 Holocaustüberlebende gehörten zu den Ehrengästen der Veranstaltung.

Großzügige Hilfe aus Deutschland

In den letzten Monaten ermöglichte die ICEJ, hauptsächlich durch Spenden aus Deutschland, den Kauf, die Renovierung und die Erweiterung eines Altenheimes für verarmte Holocaustüberlebende in Haifa. Dort können nun Überlebende der Schoa ihren Lebensabend in Würde und Gemeinschaft verbringen. Die ICEJ übergab Spenden in Höhe von über 500 000 Euro an unsere israelische Partnerorganisation, das private Hilfswerk Jad Ezer L’Chaver (Helfende Hände), die damit ein vierstöckiges Haus erwerben und von Grund auf renovieren konnte. Seit August ziehen nun die sorgfältig ausgewählten Senioren in ihr neues Heim ein.

Hoffnung für Gegenwart und Zukunft

„Diese Gabe kann niemals wieder gut machen, was sie erlitten haben. Doch sie vermittelt Hoffnung für die Gegenwart und die Zukunft”, sagte Dr. Jürgen Bühler, Internationaler und Deutscher Direktor der ICEJ. „Es ist besonders ermutigend zu sehen, dass so viele Deutsche heute bereit sind, für die tragische Vergangenheit ihres eigenen Landes die Verantwortung zu übernehmen.” Dr. Bühler übergab einen weiteren Scheck über 1.000 000 NIS an Jad Ezer. Er ermöglicht den Kauf eines zweiten, diesmal dreistöckigen Gebäudes in derselben Straße. Dort werden weitere Überlebende, die auf der Warteliste des Heimes stehen, eine Unterkunft finden.

Modellprojekt in Israel

Das Altenheim gilt als viel beachtetes Modellprojekt in Israel im Umgang mit dem drängenden Problem der Verarmung vieler Holocaustüberlebender. Von den ca. 200 000 Überlebenden, die heute in Israel wohnen, lebt ein Drittel unterhalb der Armutsgrenze, oft aufgrund der extrem hohen Arzneimittelkosten. „Durch dieses besondere Projekt wollen wir den Überlebenden helfen, die durch unvorstellbare Grausamkeiten und Schrecken hindurch gegangen sind”, sagte Reverend Malcolm Hedding, Geschäftsführender Direktor der ICEJ.

Die Bewohner des Altenheimes erhalten Unterkunft, Verpflegung und Betreuung ohne viel dafür bezahlen zu müssen. Das stellt eine absolute Ausnahme im israelischen System dar, wo jedes Altenheim kostenpflichtig ist. Die Küche und der Speisesaal im Erdgeschoss des ersten Gebäudes bieten Holocaustüberlebenden, die nicht in dem Altenheim wohnen, kostenlose Tagesessen an. Zudem dient dieser Bereich auch als Begegnungszentrum für Überlebende aus dem Großraum Haifa. Dort finden Konzerte, Feiern, Gesellschaftsspiele und beschäftigungstherapeutische Maßnahmen statt. Da neben der Armut vielen die Einsamkeit am meisten zu schaffen macht, bietet ihnen dieses Begegnungszentrum eine willkommene Möglichkeit Gemeinschaft zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen.

Wenn Sie das Altenheim in Haifa unterstützen möchten, geben Sie bitte “Helfende Hände” als Verwendungszweck an oder spenden Sie direkt über unser Spendenportal. Vielen Dank!

Hier klicken um zum Spendenportal der ICEJ Deutschland zu gelangen!

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Um die Unterkunfts-, und Verpflegungskosten der Bewohner zu decken, ist Jad Ezer weiterhin auf Spenden angewiesen. Wenn Sie einen Überlebenden im Rahmen einer “Adoption” monatlich unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte an den Deutschen Zweig der ICEJ, Tel. 0711 8388 9480 oder per E-Mail. Jeder Betrag ist willkommen!

 

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