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ICEJ ACADEMY mit Dr. Greif

Tagesseminar "Auschwitz - Die größte Todesfabrik und ihre "Mitarbeiter"" mit Dr. Gideon Greif (YAD VASHEM)

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SAMSTAG, 26. Januar 2019 von 10:00 bis 17:00 Uhr   

 

Prof. Dr. Gideon GreifGideon Greif (* 1951 in Tel Aviv) ist ein israelischer Historiker sowie Spezialist in der Erforschung des Holocaust und deren didaktischen Vermittlung. Insbesondere hat sich Gideon Greif auf die Erforschung des „Sonderkommandos“ von Auschwitz-Birkenau spezialisiert. 

Eine ausführlichere Biografie finden Sie hier!

 

Programm:
10:00 Uhr Einleitung
                 Session 1                
12:30 Uhr Mittagspause (Selbstversorger/Snacks vorhanden)
13:30 Uhr Session 2            
15:30 Uhr Kaffeepause
16:00 Uhr Session 3

Seminargebühr: 35,00€

Zur Anmeldung: Tagesseminar mit Dr. Gideon Greif (YAD VASHEM)

Veranstaltungsort:
ICEJ - Deutscher Zweig e. V - Talstr. 70 - 70188 Stuttgart

Weitere Infos zum Tagesseminar der ICEJ Academy: info@icej.de oder 0711 83 88 94 80

 

THEMA:

1. "Die Ersten unter Nationalsozialistischem Regime" - 
Die Juden Deutschlands 1933 - 1943"

Die 525.000 Juden Deutschlands waren die Ersten Opfer des nationalsozialistischen Regimes und gehörten zur ersten jüdischen Gemeinde, die zudem am längsten unter der Nazi-Herrschaft litt, nämlich zehn volle Jahre. 

 

Der Vortag beschreibt die anti-jüdischen Maßnahmen der regierenden Nationalsozialisten und die Muster der Reaktion der deutschen Juden, die zerrissen waren zwischen ihrer Liebe und Ergebenheit zur deutschen Heimat - und der anti-jüdischen offiziellen Regierungspolitik, die sie ausrotten und vertreiben wollte.

 

 

2. Abschiedsbild des polnischen Judentums, 1939.

Basierend auf Original-Filmaufnahmen von jüdischen Gemeinden in Polen

 

Einige Monate vor Ausbruch des II. Weltkrieges haben zwei jüdische Filmproduzenten in Polen sechs Kurzfilme über bedeutende jüdische Gemeinden in den großen Städten Polens gedreht. Die Städte waren Warschau, Krakau, Lvov (Lemberg), Bialystok, Vilna (Vilnius) und Lodz. 

 

Die Filme zeigen das kulturelle und gesellschaftliche Leben der Jüdinnen und Juden und beschreiben ihre Integration in die Gesellschaft. Es wird versucht, ein charakteristisches Bild der Vielseitigkeit dieser jüdischen Gemeinden darzustellen. 

Zufällig tauchte um 1943 die letzte Kopie dieser Werke in New York auf, während die meisten der gefilmten Leute bereits von den Deutschen ermordet waren. Die Filme ermöglichen einen authentischen visuellen Blick in eine verschwundene und unwiederbringliche Welt zu werfen.

 

Der Vortrag wird von der Präsentation der Filme begleitet und befasst sich auch mit dem Kapitel der jüdischen Filmproduktion in Polen zwischen den beiden Weltkriegen. Der unschätzbare Wert dieser Filme ergibt sich aus der Tatsache, dass es kaum filmische Dokumente über das jüdische Leben in Osteuropa zwischen den zwei Weltkriegen gibt, was die Bedeutung dieser Filme verdeutlicht.

 

3 Das „Auschwitz-Album“: Von der Rampe zur Gaskammer (Birkenau 1944). 

Bilderkollektion von Lili Meier

 

Mit dem „Auschwitz-Album“ wird ein einzigartiges fotografisches Dokument präsentiert. Allein anhand dieser Bilder wissen wir, was genau nach der Ankunft eines Transports von Jüdinnen und Juden in der Hölle namens „Auschwitz“ passierte.

 

Der Prozess der Ankunft, die so genannte „Selektion“, der Marsch der zum Tode verurteilten Mehrheit in Richtung Gaskammern, die Aufnahme Weniger als Sklaven in das Konzentrationslager sowie der spätere Raub des Eigentums – alles wurde bildlich und detailliert dokumentiert.

 

Das Traurigste ist der letzte Weg: die Fotos zeigen die Schlange der Menschen kurz vor dem Eingang zur Gaskammer, mit den Gesichtern ganzer Familien, die ein letztes Mal vor der Kamera standen.

Unglaublich hört sich auch die Geschichte an, die dieses Album mitmachte: Gefunden wurde es elf Monate später, außerhalb von Auschwitz. Die Frau, die es entdeckte, Lili Zelmanovic-Meier, kam am selben Tag ins Lager, an dem die Fotos entstanden sind, und ist auf vielen selbst zu sehen. Die Identität der Fotografen, die Geschichte der Finderin und ihr besonderer Bezug zu diesem Album werden detailliert beschrieben. Mehrere Bilder des Albums sind während des Vortrages zu sehen.   

 

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