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Der Gott, der Nationen heilt

Des Gerechten Gebet vermag viel

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Posted on: 
22 Jun 2020
Der Gott, der Nationen heilt

„Denn so spricht der HERR Zebaoth: Es ist nur noch eine kleine Weile, dass ich Himmel und Erde, das Meer und das Trockene erschüttere.“ (Haggai 2,6).

Der Prophet Haggai sah eine Zeit der globalen Erschütterung voraus. Er sah, wie nicht nur die Erde, sondern auch die Himmel erschüttert wurden. Eine Erschütterung des Himmels bedeutet nicht etwa, dass der himmlische Wohnort Gottes in irgendeiner Weise erschüttert würde. Gott ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Sein Thron und seine Herrschaft stehen für immer. Dieser Ausdruck bezieht sich vielmehr auf die himmlischen Reiche, von denen aus die Mächte und Gewalten der Finsternis Einfluss auf unsere Welt ausüben (Epheser 6,12). Es heißt, unsere Erde werde derart in Aufruhr geraten, dass dämonische Mächte über ganzen Nationen in Unruhe versetzt werden und möglicherweise sogar Regierungswechsel herbeiführen können.

Foto: Pixabay, Brandenburger Tor

Erschütterungen

Wir befinden uns definitiv in einer Zeit nie dagewesener globaler Erschütterungen. Das Coronavirus verursacht weltweit Verwerfungen und löst damit eine beispiellose Flut ungewöhnlicher Regierungsentscheidungen rund um den Globus aus. Wie nie zuvor beeinflusst eine Plage jeden Teil unseres Planeten und alle Nationen zugleich.

Auch die jüngsten Aufstände und Demonstrationen, die durch den Tod eines afroamerikanischen Mannes, George Floyd, ausgelöst wurden, gehen wie ein Lauffeuer um die Welt. Die größten und alarmierendsten Auswirkungen sind in den USA zu spüren, wo Floyds Tod die vorhandene Polarisierung innerhalb der Gesellschaft bereits zum Aufflammen gebracht hat und sogar die bevorstehende Präsidentschaftswahl beeinflussen könnte. Viele dieser Demonstrationen sind von zerstörerischen Kräften vereinnahmt worden, die kein harmonisches Verhältnis zwischen den Volksgruppen sowie den Frieden der Nation im Sinn haben, sondern vielmehr ihre Zerstörung. Ich persönlich habe das Gefühl, dass ein Großteil der Gewaltausbrüche bösen geistlichen Ursprungs ist und deshalb auch im geistlichen Kampf durch Gebet angegangen werden muss.

Wie Wunden heilen

Sowohl die Covid-19-Pandemie als auch die Aufstände reißen eine landesweite Wunde in Amerika und in aller Welt auf, die nach Heilung schreit. Genau an dieser Stelle gibt uns das Wort Gottes Hoffnung.

„[Wenn] mein Volk, über das mein Name genannt ist, sich demütigt, dass sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich vom Himmel her hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen.“ (2. Chronik 7,14)

Dieser Vers zeigt uns, dass Gebet die Heilung und Wiederherstellung ganzer Nationen bewirken kann. Gebet ist nicht nur eine Waffe, um unsere persönlichen Kämpfe in den Bereichen Finanzen, Gesundheit oder Familie zu führen. Gebet kann eine strategische Waffe mit nationaler Durchschlagskraft sein, die in Verbindung mit Fasten jedes Joch zerbrechen und jede Festung zerstören kann. Gott ermutigt uns, in diesen Dimensionen zu denken.

„Bitte mich“, spricht Gott, „so will ich dir Völker zum Erbe geben und der Welt Enden zum Eigentum“ (Psalm 2,8). Als Daniel in Babylon für das Volk Israel in der Zerstreuung betete, setzte sein Gebet Engelfürsten in Bewegung, die in den himmlischen Gefilden über die Weltreiche Griechenland und Persien regierten. Das bedeutet, dass gezieltes und bewusstes Gebet die Atmosphäre über Nationen und Regionen verändern kann.

Einheit durch Gebet

Ein Beispiel dafür sind die Geschehnisse in Deutschland während der späten 1980er Jahre. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Deutschland streng gerichtet und erlebte eine nationale Teilung in zwei Staaten. Ostdeutschland wurde von der Sowjetunion kontrolliert und unterdrückt und stand als Region schließlich unter der Aufsicht eines KGB-Agenten namens Wladimir Putin (das KGB, Komitee für Staatssicherheit, war von 1954 bis 1991 der sowjetische In- und Auslandsgeheimdienst). Die andere Seite Deutschlands war Teil der freien westlichen Welt unter Leitung der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Konfrontationslinie zwischen Ost und West während des Kalten Krieges verlief durch Deutschland und mitten durch Berlin. Deutsche spionierten sich gegenseitig aus und wurden sogar darauf trainiert, einander im Falle eines Krieges zu bekämpfen.

Noch zur Jahreshälfte 1989 schien eine Wiedervereinigung Deutschlands unmöglich. Einige der prophetischen Stimmen, die eine Wiedervereinigung voraussahen, wie der britische Bibellehrer David Pawson und Loren Cunningham, Gründer von „Jugend mit einer Mission“, wurden von Pastoren in Deutschland belächelt. Deutschland war nicht nur durch eine nationale Kluft gespalten, sondern auch durch globale politische Blocks, die bereit waren, ihren Teil Deutschlands zu verteidigen und dafür zu kämpfen. Ich kann mich noch gut an die Manöver des US-Militärs in der Nähe meiner Heimatstadt bei Stuttgart während meiner Kindheit erinnern.

Als ich letzten Sommer, 30 Jahre nach der Wiedervereinigung, in Deutschland war, sprach ich mit Pastoren und Leitern aus dem Osten und aus dem Westen. Ich wurde durch ihre Worte sehr ermutigt. Schon in den späten 1970er Jahren bildeten sich insbesondere im kommunistischen Ostdeutschland Gebetsgruppen, die für die Heilung unseres Landes beteten. Im Jahr vor der Wiedervereinigung gingen verschiedenste Einzelpersonen und Gebetsgruppen durch Gottes Führung und ohne voneinander zu wissen an die Mauer und beteten dafür, dass sie fallen möge. Auf beiden Seiten der Berliner Mauer nahmen Menschen das Abendmahl, und ahnten nicht, dass andere es ihnen gleichtaten.

Die Demonstrationen, die zum Fall der Berliner Mauer führten, hatten ihren eigentlichen Ursprung in den Friedensgebeten, die jeden Montag in der Nikolaikirche in Leipzig stattfanden. Das wöchentliche Gebetstreffen wurde bereits 1982 ins Leben gerufen. Und Gott antwortete auf diese Gebete! Was tatsächlich in der Nacht des 9. Novembers 1989 geschah, weiß bis heute niemand ganz genau. Doch alle sind sich einig, dass es ein Wunder war, als ein hoher SED-Funktionär in Ostdeutschland, Günter Schabowski, die Grenze für geöffnet erklärte.

Wenn Gottes Volk betet

Ich schreibe diese Worte heute in einer Zeit, in der die Nationen der Welt Heilung brauchen. Es geht eine Mauer durch die Vereinigten Staaten – und dabei spreche ich nicht von der Mauer, die die südliche Grenze der USA sichern soll. Die Mauer, die ich meine, teilt und polarisiert die Nation und bedroht möglicherweise nicht nur das Gefüge Amerikas, sondern auch die globale Rolle der USA als „Nation unter Gott“. Amerika braucht unsere Gebete mehr als je zuvor. Besonders wir Christen in der westlichen Welt sind das den USA mehr als irgendjemandem sonst schuldig, standen sie doch jahrzehntelang an unserer Seite.

Gott kann Korea ebenso heilen und vereinen, wie er Deutschland wiedervereint hat. Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang war einst als „Jerusalem des Ostens“ oder „Jerusalem Asiens“ bekannt, als vor einem Jahrhundert eine große Erweckung über das Land kam. Was uns heute unmöglich scheint, ist Gott möglich. Der Schlüssel dafür liegt allerdings nicht in den Händen von Politikern, sondern in den Händen des Volkes Gottes. Beachten Sie, dass es nicht heißt „wenn der Präsident“ oder „wenn die Regierung“ oder „wenn das Parlament“ etwas tut. Gott sagt vielmehr: „Wenn mein Volk, über das mein Name genannt ist, sich demütigt, dass sie beten […], so will ich […] ihr Land heilen.“ (2. Chronik 7,14) Der Schlüssel zur Heilung unserer Nationen liegt in den Händen gewöhnlicher Leute, Menschen wie Sie und ich, die an den Trennmauern stehen und proklamieren, dass sie im Namen Jesu fallen müssen!

Bitte beten Sie mit uns für die USA, für Korea und für Israel. Vielleicht braucht auch Ihre eigene Nation eine Berührung Gottes. Gott heilt die Nationen. In Jakobus 5,16 lesen wir: „Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.“ Unsere Gebete können die dämonischen Mächte der Spaltung, des Liberalismus und des Rassismus brechen, weil Jesus der Herr aller Herren und der König aller Könige ist. Nichts ist ihm unmöglich, wenn sein Volk betet. Tun wir uns zusammen und packen wir es gemeinsam an!

Gott segne Sie aus Jerusalem, während wir die Welt gemeinsam verändern!


Jesaja-62-Gebet

Bitte informieren Sie sich über unsere Jesaja-62-Gebetsgruppen in Ihrem Land und schließen Sie sich einer unserer Gebetsgruppen an, die von unseren nationalen ICEJ-Zweigstellen derzeit über die Internetplattform ZOOM angeboten werden. Gerne können Sie sich jeden Mittwoch auch unserem weltweiten Gebetstreffen der ICEJ aus Jerusalem anschließen, ebenso wie unserer neuen, monatlichen, globalen Gebetsbewegung Rosch Chodesch. Es gibt viele weitere Menschen wie Sie, die gemeinsam mit anderen Gläubigen ihre Stimme erheben wollen und daran glauben, dass sie ihre Nationen nachhaltig beeinflussen können.

Hier geht es zum Jesaja-62-Gebet der ICEJ-Deutschland: www.Jesaja62.icej.de

Klicken Sie hier, um weitere Informationen zu den internationalen Gebetsgruppen zu erhalten (auf Englisch).

Sehen Sie außerdem zwei faszinierende Videos, die darüber berichten, wie Gott in den Herzen seines Volkes auf beiden Seiten der Berliner Mauer gewirkt hat (Deutsch und Englisch):

Im Osten

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