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1980-2020: ICEJ feiert 40-jähriges Bestehen

ICEJ-Nachrichten vom 30. September 2020

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30 Sep 2020
1980-2020: ICEJ feiert 40-jähriges Bestehen

Die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem (ICEJ) feiert am heutigen Mittwoch ihr 40-jähriges Bestehen. Am 30. September 1980 gründeten Christen aus 32 Nationen während des Laubhüttenfests die ICEJ als Zeichen der Solidarität mit Israel und dem jüdischen Volk. Drei Monate zuvor, am 30. Juli 1980, hatte die Knesset Jerusalem zur ungeteilten Hauptstadt Israels erklärt. Auf Druck der arabischen Staaten und aus Sorge eines Ölembargos wurden daraufhin alle ausländischen Botschaften aus Jerusalem abgezogen. Die ICEJ vertritt Christen aus aller Welt, die das jüdische Volk lieben und sich zu Gottes Willen für das jüdische Volk bekennen. Entsprechend Gottes Aufrufs nach Jesaja 40,1, tröstet die ICEJ Israel seit 40 Jahren mittels zahlreicher Hilfsprojekte und Solidaritätsaktionen, unterstützt Israel mit weltweitem Gebet und informiert Christen und Gemeinden über Gottes Pläne mit Israel.

Foto: ICEJ, Gründung der ICEJ, Archivbild

Finden Sie hier weitere Informationen zum 40-jährigen Bestehen der ICEJ, u.a. das Gründungsdokument von 1980.

Seien Sie dieses Jahr beim Online-Laubhüttenfest dabei! Vom 2.-8. Oktober 2020, Livestream ab 20.00 Uhr (deutscher Zeit) mit deutscher Übersetzung. Anmeldung bis 8. Oktober 2020 für $50/45€ möglich!

Netanjahu: Lockdown wird länger dauern

Der seit dem 18. September geltende landesweite Lockdown wird nicht wie geplant nach den Hohen Feiertagen aufgehoben werden. Das sagte Israels Premierminister Benjamin Netanjahu am Dienstag. Vor erneuten Lockerungen sei eine drastische Reduktion der Corona-Infektionen nötig. Gesundheitsminister Juli Edelstein sagte, man habe aus der ersten Welle gelernt. „Diesmal wird die Aufhebung des Lockdowns schrittweise und verantwortlich erfolgen“, erklärte er. Israel hat zurzeit die weltweit höchste Infektions- und auch Sterberate umgerechnet auf die Gesamtbevölkerung. Im Laufe der vergangenen Woche wurden im Durchschnitt täglich 703 Personen je eine Million Einwohner positiv auf das Coronavirus getestet. Täglich starben durchschnittlich 3,5 Menschen je eine Million Einwohner. Trotz des strikten Lockdowns ist die Zahl der Neuinfektionen nicht rückläufig. Am Freitag wurden 8.178 Menschen positiv getestet, die höchste Zahl seit Beginn der Krise. Aktuell gibt es 65.025 aktive Fälle. 1.547 Menschen sind mit oder an dem Coronavirus gestorben, mehr als 500 von ihnen allein im September.

Knesset genehmigt Demonstrationsverbot

Die israelische Regierung darf Demonstrationen einschränken. Das beschloss die Knesset am frühen Mittwochmorgen. Demnach darf die Regierung im Falle eines „Coronavirus-Notstands“ vorübergehend die Regelung außer Kraft setzen, die Proteste und Gebetsversammlungen von den bisher geltenden Einschränkungen ausgenommen hatte. Außerdem dürfen nun Versammlungen im Freien auf 20 Personen und im Innenraum auf zehn Personen eingeschränkt werden. Die Regierung darf auch verfügen, dass nur noch jene Personen an einer Demonstration teilnehmen, die weniger als einen Kilometer vom Versammlungsort entfernt wohnen. Der Beschluss kam zustande, nachdem die Likud-Partei von Premierminister Benjamin Netanjahu ihre Forderung nach einem sechsmonatigen Demonstrationsverbot fallen gelassen hatte. Der Beschluss gilt als sehr kontrovers. Kritiker warnen vor einem Angriff auf Israels Demokratie. Sie werfen der Regierung vor, die Corona-Krise als Vorwand zu politischen Zwecken zu nutzen. Nach israelischem Gesetz hat jeder Bürger das Recht, zu demonstrieren. Demonstrationen dürfen nur durch einen Knesset-Beschluss eingeschränkt werden. In den letzten Wochen hatten sich jede Woche bis zu 20.000 Demonstranten vor dem Wohnsitz Netanjahus demonstriert. Viele protestierten gegen seine Handhabung der Corona-Krise, andere forderten seinen Rücktritt angesichts des gegen ihn laufenden Korruptionsprozesses.

Netanjahu, Militär warnen vor Hisbollah-Waffendepots

Die schiitisch-libanesische Terrororganisation Hisbollah lagert Waffen in einem Geheimdepot in einem Wohngebiet Beiruts. Das sagte Israels Premierminister Benjamin Netanjahu am Dienstag in seiner Videobotschaft an die UN-Vollversammlung. In der zuvor aufgezeichneten Rede rief Netanjahu die internationale Gemeinschaft auf, gegen den Missbrauch „des Libanon und libanesischer Zivilisten als menschliche Schutzschilde“ durch die vom Iran unterstützte Hisbollah vorzugehen. „Ich sage zum libanesischen Volk: Israel meint es nicht böse mit euch. Jedoch der Iran!“ Nach Netanjahus Rede veröffentlichte die israelische Armee Hinweise auf zwei weitere unterirdische Anlagen, in denen die Hisbollah Bauteile für präzisionsgesteuerte Raketen herstellen soll. Beide befinden sich demnach unter mehrstöckigen Mehrfamilienhäusern und in der Nähe einer Kirche bzw. einer Moschee.

Sehen Sie hier die Video-Rede von Premierminister Netanjahu (auf Englisch) vor der UN-Vollversammlung.

Seegrenzen: Israel und Libanon bereit zu Verhandlungen

Israel und der Libanon wollen ihren jahrelangen Streit um Seegrenzen im Mittelmeer in Verhandlungen beilegen. Ein geplantes Treffen im Hauptquartier der UN-Beobachtermission UNIFIL im Südlibanon soll bereits im Oktober stattfinden. Der Durchbruch wurde nach Vermittlungen David Schenkers, Nahostbeauftragter des US-Außenministeriums, möglich. Israels Energieminister Juval Steinitz und der libanesische Parlamentssprecher Nabih Berri sollen die Verhandlungen leiten. Sofern beide Seiten sich einigen, würden geplante Erdgas-Bohrungen im Mittelmeer beschleunigt werden. „Es geht um frei vorhandenes Geld für einen Staat, der sich in einer finanziellen Krise befindet“, sagte Schenker. Der Libanon wird seit Monaten von einer schweren Wirtschaftskrise erschüttert und steht vor dem Staatsbankrott. Beobachter gehen davon aus, dass die schiitisch-libanesische Terrororganisation Hisbollah, die großen Einfluss auf die libanesische Politik ausübt, den Verhandlungen mit Israel zugestimmt hat. Vergangene Vermittlungsversuche waren auf Druck der Hisbollah gescheitert. Israel und der Libanon befinden sich seit 1948 offiziell im Krieg.


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