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Alijah französischer Juden nach Israel steigt

ICEJ-Kurznachrichten vom 14. Juli 2015

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Posted on: 
14 Jul 2015 (All day)
Alijah französischer Juden nach Israel steigt

Derzeit entscheiden sich immer mehr französische Juden, Alijah (hebräisch für Einwanderung nach Israel) zu machen. Darunter sind viele junge französische Juden. Neben den zunehmenden Terroranschlägen und antisemitischen Vorfällen in Frankreich ist es auch Israels guter Ruf als Start-up Nation, der ihre Entscheidung für Israel prägt. Daniel Dvi (19) aus Paris interessiert sich dafür, Alijah zu machen und in Israel Programmierung zu studieren. Die jüngsten Terroranschläge beschleunigten den Prozess der französischen Alijah, so Dvi, doch sähen viele französische Juden Israel auch ökonomisch als besseren Ort. „Israel ist eine Start-up Nation. Für jemanden, der im Hightech-Bereich arbeiten möchte, ist es ein guter Platz“, so Dvi. Im Vergleich zum Vorjahr nahmen antisemitische Vorfälle in Frankreich um 101 Prozent zu (423 Vorfälle 2013, 851 Vorfälle 2014), gewalttätige Handlungen um 130 Prozent (von 105 auf 241). Zudem wird französischer Antisemitismus zunehmend gewalttätiger, neben hartnäckigen Vorurteilen, religiösen Stereotypen und tiefem Hass vor allem durch den antisemitischen Terrorismus von Dschihadisten. Obwohl Juden in Frankreich weniger als ein Prozent der Bevölkerung ausmachen, richteten sich 51 Prozent der rassistischen Handlungen in Frankreich gegen Juden. Der Anstieg rassistischer Handlungen um 30 Prozent wurde ausschließlich durch die Zunahme antisemitischer Handlungen verursacht.

 

Jerusalem wird bei Besuchern immer beliebter

Jerusalem, die Hauptstadt des jüdischen Staates, wird bei Besuchern immer beliebter. In einer kürzlich vom Travel und Leisure Magazin (Reisen und Freizeit) veröffentlichten Umfrage kam Jerusalem auf Platz 10 in der Kategorie der besten Reiseziele von Städten weltweit, die einen Besuch lohnen. „Christen, Juden und Muslime versammeln sich hier, um in der 4.000 Jahre alten heiligen Stadt zu beten. Ihre jeweiligen Kirchen, Synagogen und Moscheen sind in der historischen Altstadt zu finden“, heißt es in dem Magazin. Das israelische Verkehrsministerium gab unterdessen Pläne bekannt, ein 150 Kilometer umfassendes Netzwerk von Radwegen in der Gusch-Dan-Region bauen zu wollen. Das Projekt soll „täglich tausenden Radfahrern dienen, Stau und Verschmutzung reduzieren und die Sicherheit von Fußgängern und Fahrern gleichermaßen verbessern“, erklärte der israelische Verkehrsminister Israel Katz.

 

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