Anschläge in Jerusalem, Soldaten, Polizist verletzt

ICEJ-Nachrichten vom 06. Februar 2020

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Posted on: 
6 Feb 2020
Anschläge in Jerusalem, Soldaten, Polizist verletzt

Bei einem Terroranschlag in Jerusalem sind in der Nacht zum heutigen Donnerstag zwölf Soldaten verletzt worden, einer von ihnen schwer. Die Soldaten wurden von einem mit erhöhter Geschwindigkeit fahrenden Auto gerammt. Fahndungskräfte fanden das Fahrzeug nahe Bethlehem, der Attentäter ist weiterhin auf der Flucht. Die jungen Rekruten der Golani-Eliteeinheit befanden sich auf dem Weg zu ihrer Vereidigungszeremonie an der Klagemauer. Wenige Stunden später schoss ein Terrorist nahe des Löwentors auf israelische Grenzpolizisten, einer wurde verletzt. Der Terrorist wurde von der Polizei erschossen. Nach Veröffentlichung des Nahost-Plans von US-Präsident Donald Trump waren die befürchteten Unruhen im Westjordanland (Judäa und Samaria) zunächst ausgeblieben. Tägliche Proteste verliefen ohne größere Eskalationen. Am Mittwoch rief die islamistische Terrororganisation Hamas zu Anschlägen gegen Israel auf, nachdem ein 17-jähriger Palästinenser in Hebron von israelischen Sicherheitskräften erschossen worden war, als er sie mit Molotowcocktails angriff.

Gebetsanliegen: Bitte beten Sie, dass die Lage in Judäa, Samaria und Jerusalem weiterhin ruhig bleibt. Beten Sie auch für die Bewahrung israelischer Sicherheitskräfte.     

Foto: MDA, Terroranschlag am 06.02.2020 in Jerusalem

 

EU uneins über Trump-Plan

Mindestens sechs EU-Mitgliedstaaten haben eine gemeinsame außenpolitische Erklärung der EU zum Nahost-Plan von US-Präsident Donald Trump abgelehnt. Das meldete die Times of Israel am Dienstag. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hatte auf eine gemeinsame Verurteilung gedrängt, die einen einstimmigen Beschluss aller 27 Mitgliedstaaten voraussetzt. Das israelische Außenministerium warnte, eine Verurteilung des Trump-Plans könne die Palästinenserführung darin bestärken, weiterhin nicht mit Israel verhandeln zu wollen. Daraufhin kündigten Österreich, Italien, Ungarn, Tschechien und mindestens zwei weitere Länder an, die gemeinsame Stellungnahme nicht zu unterstützen. Borrell selbst kritisierte den Friedensplan scharf. Die EU sei einer Zwei-Staaten-Lösung verpflichtet, die auf den Waffenstillstandslinien von 1949 basiere. Trumps Friedensplan verlasse „diese international vereinbarten Rahmenbedingungen“, sagte Borrell. Er drohte Israel mit „rechtlichen Schritten“, sollte es Gebiete in Judäa und Samaria (Westjordanland) annektieren.

 

Israelische Marine verhindert Waffenschmuggel

Die israelische Marine hat mit Unterstützung des Inlandsgeheimdiensts Shin Bet ein mit Waffen beladenes Boot vor der Küste des Gazastreifens abgefangen. Das Boot kam aus dem nördlichen Sinai. Der Vorfall ereignete sich bereits vor etwa drei Monaten und wurde am Dienstag von der Militärzensur zur Veröffentlichung freigegeben. Bislang ist nicht bekannt, welche Waffen beschlagnahmt wurden, jedoch ließ die Armee mitteilen, dass sie für die Marineeinsatzkräfte der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Terrororganisation Hamas bestimmt gewesen seien. Die Marineeinsatzkräfte, eine Eliteeinheit der Hamas, wurden während des Gaza-Kriegs 2014 bekannt, als mehrere schwerbewaffnete Kämpfer an der israelischen Küste nahe der Stadt Zikim an Land schwammen. Da Israel effizient gegen Terrortunnel aus dem Gazastreifen vorgeht, ist die Hamas seit mehreren Jahren bemüht die Schlagkraft dieser neuen Eliteeinheit auszubauen. Medienberichten zufolge befinden die Kämpfer sich im andauernden Training für künftige Angriffe auf Israel.

 

Äthiopische Israelin (19) vertritt Israel beim ESC

Beim diesjährigen Eurovision Song Contest in Rotterdam wird Israel erstmals von einer äthiopisch-stämmigen Israelin vertreten. Eden Alene, eine 19-jährige Soldatin, gewann am Dienstag die Vorentscheidung. Alene, in Jerusalem geboren und aufgewachsen, lebt mit ihrer alleinerziehenden Mutter in der südisraelischen Stadt Kiryat Gat. Ihre Mutter ist in Äthiopien geboren und kam im Zuge der äthiopischen Alijah nach Israel. „Es ist eine wahnsinnige Ehre mein Land zu repräsentieren“, sagte Alene nach ihrer Nominierung. „Es gab einmal eine Zeit, in der ich nicht äthiopisch sein wollte. Heute bin ich Israels erste äthiopische Vertreterin beim ESC und ich bin sehr stolz darauf. Schaut, wie weit wir äthiopische Israelis es gebracht haben!“ Alene hatte bereits 2018 die israelische Castingshow X-Factor gewonnen. Ihren Militärdienst leistet sie zurzeit als Mitglied des Armeechors.

 

Wunderkind aus Belgien (10) will in Israel studieren

Laurent Simons, der als das intelligenteste Kind der Welt gilt, will in Israel Biotechnologie, Medizin und Bioverfahrenstechnik studieren. Der 10-Jährige, der mit acht Jahren sein Abitur gemacht hatte, studierte bereits Elektrotechnik an der TU Eindhoven. Nach einem Streit mit der Universitätsleitung entschieden seine Eltern jedoch, sein Studium kurz vor dem Abschluss abzubrechen. Nun möchte Simons, dessen IQ über 145 liegt, seine akademische Ausbildung in Israel fortsetzen. Sein Ziel ist es, später einmal künstliche Organe züchten zu können. Medienberichten zufolge hat Simons sich aufgrund des hohen akademischen Niveaus und der „gemeinschaftlichen und warmen Atmosphäre“ für ein Studium in Israel entschieden. Emmanuel Nahshon, Israels Botschafter in Belgien, sagte ihm bei der Suche des geeigneten Studienplatzes seine Unterstützung zu.

 

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