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Deutsche Luftwaffe überfliegt Jerusalem

ICEJ-Nachrichten vom 19. Oktober 2021

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19 Okt 2021
Deutsche Luftwaffe überfliegt Jerusalem

Flugzeuge der deutschen Luftwaffe haben am Sonntag erstmals seit dem Ersten Weltkrieg Jerusalem überflogen. Der gemeinsame Überflug mit israelischen Kampffliegern „verdeutlicht die enge Partnerschaft zwischen beiden Luftwaffen und Ländern sowie die Verpflichtung zur künftigen Zusammenarbeit“, sagte Generalmajor Amikam Norkin, Chef der israelischen Luftwaffe. Sein Kollege Generalleutnant Ingo Gerhartz, Inspekteurder deutschen Luftwaffe, flog beim Überflug einen Eurofighter, der in den Farben der deutschen und israelischen Flaggen bemalt war. Zuvor hatten die beiden Luftwaffenchefs die Holocaustgedenkstätte Yad Vashem besucht. Im August 2020 hatten sie einen gemeinsamen Überflug u.a. über die KZ-Gedenkstätte Dachau angeführt. Die deutsche Luftwaffe nimmt aktuell an einer internationalen Flugübung teil, die die israelische Luftwaffe alle zwei Jahre veranstaltet. Auch die USA, Großbritannien, Italien, Frankreich, Griechenland und Indien sind dieses Jahr vertreten.

Foto: IDF, Deutsche und israelische Kampfflieger überfliegen Jerusalem, 17.10.2021

Cyberangriff auf israelisches Krankenhaus

Ein Krankenhaus in der israelischen Küstenstadt Hadera ist vergangene Woche durch einen Cyberangriff mit Ransomware massiv beeinträchtigt worden. Ransomware ist schädliche Software, mit der digitale Daten verschlüsselt werden. Für die Entschlüsselung wird ein Lösegeld erpresst, in diesem Fall sind es 10 Millionen US-Dollar (ca. 8,6 Millionen Euro). Experten gehen davon aus, dass es Monate dauern wird, die Datenbanken des Hillel Jaffe Medical Centers wiederherzustellen. Da es derzeit keinen Zugriff auf Krankenakten gibt, wurden nicht dringende Operationen abgesagt. Der größte Teil des Betriebs geht jedoch weiter, u.a. mittels handschriftlicher Erfassungen. Am Wochenende wurden neun weitere israelische Krankenhäuser und Gesundheitszentren Ziel massiver Cyberattacken. Alle Angriffe konnten erfolgreich abgewehrt werden. „Das hier ist der Dritte Weltkrieg. Es ist ein riesiges Schlachtfeld mit Milliarden Kriegern“, sagte Reuven Elijahu, Chef für Cybersicherheit im Gesundheitsministerium. „Israels Gesundheitswesen erlebt jeden Monat zehntausende Angriffe.“ Elijahu vermutet, dass hinter dem Angriff auf das Hillel Jaffe Medical Center chinesische Hacker stehen, die aus „rein finanziellen Motiven“ handelten. 2020 war Israel das Land, das am häufigsten Ziel von Ransomware-Angriffen wurde. Im Juli berichtete Check Point, ein israelisches Unternehmen für Cybersicherheit, Organisationen in Israel würden im Vergleich mit anderen Ländern im Durchschnitt doppelt so häufig Ziel von Cyberangriffen. Ein einzelnes israelisches Unternehmen wehre demnach jede Woche rund 1.000 Hackangriffe ab. Bei den Hackern handle es sich zum Teil um Kriminelle, zum Teil um iranische Gruppen. Die IT-Giganten Microsoft und Google warnten vergangene Woche in zwei separaten Meldungen vor einer Zunahme von Angriffen durch iranische Hacker.

Gebetsanliegen: Bitte beten Sie mit uns für den Schutz Israels vor Cyberangriffen und um Weisheit, Hackerangriffe frühzeitig zu erkennen und abzuwehren.

Hamas: Todesurteil gegen „Kollaborateure“

Die im Gazastreifen herrschende islamistische Terrororganisation Hamas hat zwei Männer wegen angeblicher Kollaboration mit Israel zum Tod durch Erhängen verurteilt. Zwei weitere Männer wurden wegen des gleichen Vorwurfs zu Schwerstarbeit verurteilt. Was ihnen konkret vorgeworfen wird oder wann das Todesurteil vollstreckt werden soll, ist nicht bekannt. Seit 2007 wurden 130 Personen von der Hamas zum Tode verurteilt, 39 von ihnen sind bereits hingerichtet worden. Die letzte Hinrichtung erfolgte 2017. Medienberichten zufolge hat ein Gericht der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) vor kurzem einen Mann aus Bethlehem zu einer Haftstrafe von 15 Jahren verurteilt, nachdem dieser versucht hatte, Land an jüdische Israelis zu verkaufen. Laut PA-Gesetzen kann Landverkauf an Juden mit der Todesstrafe belegt werden. Die Todesstrafe muss grundsätzlich von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas genehmigt werden, was er seit 2006 nicht mehr getan hat.

Gebetsanliegen: Bitte beten Sie für die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen und im Westjordanland. Beten wir, dass sie eine Führung erhalten, die sich für ihr Wohl sowie für Frieden und Koexistenz mit Israel einsetzt.

Social-Media: Junge Menschen sind Antisemitismus ausgesetzt

Jugendliche und junge Erwachsene sind auf allen Social-Media-Kanälen „jeder erdenklichen Form von Antisemitismus“ ausgesetzt. Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Organisationen Amadeu Antonio Stiftung (Deutschland), Hope not Hate (UK) und Expo-Stiftung (Schweden) hervor. Demnach werde sowohl israelbezogener Antisemitismus als auch „klassischer“ Antisemitismus wie judenfeindliche Verschwörungstheorien und Holocaustleugnung meist ohne Einschränkung oder Widerspruch verbreitet. Die meisten antisemitischen Inhalte seien im Onlineforum 4chan zu finden. Aber auch auf Mainstream-Plattformen wie Instagram und TikTok würden antisemitische Inhalte millionenfach gepostet und geteilt. 70% der Instagram-Nutzer sind laut Bericht zwischen 13 und 34 Jahre alt, 69% der TikTok-Nutzer sind zwischen 16 und 24 Jahre alt. Weil die Online-Plattformen zu langsam auf die Problematik  reagieren würden, konnte „eine neue Generation von Social-Media-Nutzer:innen [sic] antisemitische Ideen online kennenlernen, mit denen sie sonst kaum in Berührung gekommen wären“, erklärte Joe Mulhall von Hope not Hate. Daniel Poohl von der Expo-Stiftung sagte, Antisemitismus sei „komplex“, könne aber mit „nicht so komplizierten Schritten angegangen werden“, u.a. mit einem Verbot von Antisemitismus in den Community Standards und durch verstärkte Seitenmoderation.

ICEJ sponsert Jugend-Alijah aus Russland

Rund 100 Abiturienten aus Russland sind vergangene Woche mit Hilfe der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ) nach Israel eingewandert. Die jungen Neueinwanderer sind Teilnehmer des SELA-Programms der Jewish Agency (Israels Einwanderungsbehörde), das besonders begabte jüdische Schüler über einen Zeitraum von mehreren Jahren auf ihre Alijah (Einwanderung nach Israel) und das Leben in Israel vorbereitet. Vor ihrer Alijah durchlaufen sie mehrere Tests und besuchen gemeinsam mit ihren Eltern den jüdischen Staat. Sobald sie nach Israel eingewandert sind, lernen sie Hebräisch und beginnen anschließend ihr Universitätsstudium. Ihre Eltern und übrigen Geschwister planen, Alijah zu einem späteren Zeitpunkt zu machen. Neben den Flugkosten für die jungen Neueinwanderer sponserte die ICEJ die Alijah-Vorbereitungskurse für dutzende weitere SELA-Studenten und übernahm die Kosten für ihre Anreise zum Flughafen.

Bitte helfen Sie uns, weitere jüdische Jugendliche und ihre Familien bei der Heimkehr nach Israel zu unterstützen. Als Verwendungszweck bitte „Alijah“ angeben, herzlichen Dank!

Zum Spendenportal


 

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