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Emirate wollen Botschaft in Tel Aviv eröffnen

ICEJ-Nachrichten vom 21. Oktober 2020

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Posted on: 
21 Okt 2020
Emirate wollen Botschaft in Tel Aviv eröffnen

 

 

Erste offizielle VAE-Delegation zu Besuch in Israel

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben am Dienstag während des ersten offiziellen Besuchs einer Regierungsdelegation aus den Emiraten in Israel offiziell beantragt, eine Botschaft in Tel Aviv eröffnen zu dürfen. Mitglieder der Delegation aus Abu Dhabi übergaben dem israelischen Außenminister Gabi Aschkenasi einen Brief von seinem Amtskollegen Abdullah bin Zayed Al Nahyan. Der Außenminister der Emirate erklärte, er schätze die Bemühungen, „Kooperation zwischen unseren Ländern zu fördern.“ Er habe volles Vertrauen, dass die Eröffnung diplomatischer Vertretungen in Tel Aviv und Abu Dhabi so schnell wie möglich „uneingeschränkt unterstützt“ werde. Auf Arabisch wünschte bin Zayed beiden Ländern alles Gute für die Zukunft. Aschkenasi und bin Zayed hatten sich am 6. Oktober in Berlin getroffen und gemeinsam mit Außenminister Heiko Maas das Holocaustmahnmal besucht.

(Foto: Screenshot/GPO, Benjamin Netanjahu (rechts) empfängt die Delegtion aus den Emiraten auf dem Flughafen in Tel Aviv, 20. Oktober 2020)

Kooperationsabkommen unterzeichnet

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu empfing die erste offizielle Delegation aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) auf dem Flughafen in Tel Aviv, ebenso wie einige Vertreter der US-Regierung. „Das ist ein wunderbarer Tag des Friedens“, erklärte Netanjahu. „Der Besuch einer so hochrangigen Delegation aus den VAE … zeigt unseren Völkern, der Region und der gesamten Welt den Nutzen freundschaftlicher, friedlicher und normaler Beziehungen.“ Israel und die VAE unterzeichneten vier Kooperationsabkommen zu Direktflügen, Visafreiheit, Schutz von Investitionen und Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technologie. Die Knesset, das israelische Parlament, muss die Abkommen noch bestätigen. Außerdem wurde die Einrichtung des trilateralen „Abraham Fonds“, eine Stiftung mit 3 Milliarden Dollar (2,55 Mia. Euro), von Israel, den VAE und den USA bekanntgegeben. Sie soll wirtschaftliche Kooperation und Wohlstand im Nahen Osten und Nordafrika fördern. Die Palästinenser, darunter die PLO in Ramallah und die islamistische Terrororganisation Hamas in Gaza, lehnen eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und den Emiraten ab.

Zeremonie auf dem Rollfeld

Aufgrund von Corona-Maßnahmen fand die Zeremonie auf dem Rollfeld in Tel Aviv statt. Neben Netanjahu nahmen daran auch Außenminister Gabi Aschkenasi und Finanzminister Israel Katz teil. Die VAE wurden vom Staatsminister für Finanzen, Obaid Humaid Al Tayer, und Wirtschaftsminister Abdullah bin Touq al-Mari vertreten, die USA u.a. von US-Finanzminister Steven Mnuchin. Israel und die VAE sowie Bahrain hatten unter Vermittlung der USA Mitte September eine Normalisierung ihrer Beziehungen beschlossen und das „Abraham-Abkommen“ unterzeichnet. Dem stimmte die Knesset am Donnerstag mit 80:13 Stimmen zu; alle Gegenstimmen kamen von arabisch-israelischen Abgeordneten. Am Montag hatte die Regierung der Emirate dem Abkommen zugestimmt.


 

 

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