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Erneut Terror in Südisrael, Judäa und Samaria

ICEJ-Nachrichten vom 20. August 2019

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Posted on: 
20 Aug 2019 (All day)
Erneut Terror in Südisrael, Judäa und Samaria

Erneut Terror in Südisrael, Judäa und Samaria

Israelische Medien haben am Wochenende über mehrere Terrorangriffe berichtet. So wurden am Freitagnachmittag zwei 17 und 19 Jahre alte Geschwister an einer Bushaltestelle nahe der Ortschaft Elazar im Westjordanland von einem Palästinenser aus Bethlehem mit dem Auto gerammt. Der 17jährige Oberstufenschüler erlitt schwere Kopfverletzungen und schwebt weiterhin in Lebensgefahr, seine 19jährige Schwester liegt mit mittelschweren Verletzungen im Krankenhaus. Der Terrorist wurde von einem israelischen Polizisten erschossen. Am Freitag- und Samstagabend feuerten Terroristen aus dem Gazastreifen Raketen auf Südisrael ab und verursachten geringfügigen Sachschaden. Einige israelische Zivilisten wurden leicht verletzt.. Die Stadtverwaltungen von Beerschewa, Aschdod und anderen Ortschaften im Grenzgebiet ließen städtische Schutzbunker öffnen, der Rettungsdienst Magen David Adom war in erhöhter Alarmbereitschaft. Wenige Stunden nach den Raketenangriffen vom Samstag wurden drei bewaffnete Palästinenser bei dem Versuch, illegal über den Grenzzaun nach Israel einzudringen, von israelischen Soldaten erschossen, ein weiterer wurde verletzt. Es war bereits das vierte Mal innerhalb von drei Wochen, dass Terroristen aus Gaza versuchten nach Israel einzudringen.

Foto: IDF, Terroranschlag nahe Elazar am 16. August 2019

 

Paraguay erlässt Verbot von Hamas und Hisbollah

Israelischen Medien zufolge hat die paraguayische Regierung von Präsident Mario Abdo Benitez am Montag Hamas und Hisbollah offiziell zu Terrororganisationen erklärt und damit verboten. Die vom Iran unterstützten Organisationen, deren Ziel die Vernichtung Israels ist, verfügen über Netzwerke in vielen Ländern der Welt und dürfen oft unbehelligt agieren. Israel geht davon aus, dass Brasilien dem Beispiel Paraguays demnächst folgen wird. Der Iran ist ein wichtiger Handelspartner für Brasilien, außerdem gibt es im Land eine einflussreiche libanesische Minderheit. Ein Verbot der beiden Terrorgruppen wäre eine bedeutungsvolle Entscheidung der konservativen Regierung von Präsident Jair Bolsonaro und würde vor allem als Annäherungsversuch an die USA interpretiert werden. Zuletzt hatten Argentinien und Großbritannien die Hisbollah für gesetzeswidrig erklärt. Die Europäische Union hat 2013 nach einem tödlichen Bombenanschlag auf israelische Touristen im bulgarischen Burgas den sogenannten „militärischen Flügel“ der Hisbollah verboten, lehnt es aber - wie auch die deutsche Bundesregierung - ab, die Terrororganisation in ihrer Gesamtheit zu verbieten. Eine Differenzierung in politische und militärische Abteilungen wird von Israel heftig kritisiert. Auch Hisbollah-Funktionäre haben in der Vergangenheit erklärt, es gäbe innerhalb der Organisation keine solche Trennung.

 

Israel verhängt Einreiseverbot für antiisraelische US-Kongressabgeordnete

Israel hat am Donnerstag Rashida Tlaib und Ilhan Omar, beide Mitglieder der Demokratischen Partei im US-Kongress, die Einreise verweigert. Die Entscheidung erfolgte wenige Tage vor der geplanten Ankunft und wurde von vielen US-Politikern heftig kritisiert. Obwohl jedes Kongressmitglied automatisch eine Einreisegenehmigung habe, würden Tlaib und Omar auf Grundlage eines Gesetzes von 2017, das Unterstützern der antiisraelischen Boykott-Bewegung BDS (Boykott, Kapitalentzug und Sanktionen) die Einreise verbietet, nicht einreisen dürfen. Das erklärte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu am Sonntag. Tlaib und Omar, den ersten muslimischen Frauen im US-Kongress, wurden in den vergangenen Monaten wiederholt anti-israelische und anti-semitische Äußerungen vorgeworfen. Israelischen Medien zufolge planten die beiden Politikerinnen ausschließlich Termine mit palästinensischen Politikern, arabischen Knesset-Abgeordneten und anti-israelischen Nichtregierungsorganisationen. Der israelische Innenminister Arye Deri genehmigte Rachida Tlaib, die palästinensischer Abstammung ist, auf ihr Bitten hin die Einreise aus humanitären Gründen, um ihre betagte Großmutter besuchen zu können. Nach heftiger Kritik aus palästinensischen Kreisen an ihrem Antrag, sagte Tlaib ihren Besuch jedoch wieder ab.   

 

Abwasserproblem: Israelis, Palästinenser arbeiten zusammen

Israelische und palästinensische Behörden planen eine gemeinsame Lösung von Abwasserproblemen im Kidrontal, das von Jerusalem zum Toten Meer führt. Wie die Jerusalem Post am Sonntag berichtete, werden täglich 28.000 Kubikmeter unbehandeltes Abwasser (280 Millionen Liter) aus Jerusalem (85%) und palästinensischen Ortschaften (15%) in das Tal geleitet, was zu Umweltproblemen wie Grundwasserverschmutzung führt und gesundheitliche Risiken birgt. Nun soll das Abwasser durch eine neue Aufbereitungsanlage im Jerusalemer Stadtgebiet geleitet und von grobem Schmutz wie Müll und Steinen gereinigt werden. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) soll acht Kilometer Rohrleitungen durch ihr Zuständigkeitsgebiet verlegen, während Israel den letzten Bauabschnitt, der wieder in israelisch kontrolliertem Gebiet liegt, übernimmt und das Abwasser in eine Kläranlage leitet. Das aufbereitete Abwasser wird der Bewässerung israelischer wie auch palästinensischer Anbauflächen dienen. Die Arbeiten sollen in wenigen Wochen beginnen und in zwei bis vier Jahren abgeschlossen sein.

 

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