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Gaza: Israel reagiert auf Raketenbeschuss, entdeckt Terrortunnel

ICEJ-Nachrichten vom 21. Oktober 2020

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Posted on: 
21 Okt 2020
Gaza: Israel reagiert auf Raketenbeschuss, entdeckt Terrortunnel

Flugzeuge der israelischen Armee haben in der Nacht auf Mittwoch mit einem Luftschlag auf einen Untergrundtunnel im südlichen Gazastreifen auf den Raketenbeschuss Südisraels reagiert. Der Tunnel gehörte der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Terrororganisation Hamas. Am Dienstagabend war Südisrael aus dem Gazastreifen beschossen worden. In mehreren israelischen Ortschaften entlang des Gazastreifens schrillte Raketenalarm, das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) fing eine Rakete ab. Es gab keine Berichte über Verletzte. Ebenfalls am Dienstag hatte die israelische Armee bekanntgegeben, dass sie einen im Bau befindlichen Terrortunnel, der vom Gazastreifen auf israelisches Gebiet führte, entdeckt und freigelegt habe. Er werde in den kommenden Tagen zerstört. Technologie der Sicherheitssperre, die Israel bis März 2021 unter- und oberirdisch entlang der Gaza-Grenze baut, habe erfolgreich zur Aufspürung des Terrortunnels beigetragen.

(Foto: Haim Zach/Archiv GPO, Israelische Soldaten entdecken Terrortunnel, Symbolbild)

 

Israel hebt zweiten Lockdown langsam auf

Israel hat am Sonntag begonnen, den seit einem Monat andauernden zweiten Corona-Lockdown im Land aufzuheben. Kindergärten sowie Nationalparks und Strände öffneten wieder, Restaurants dürfen Essen zum Mitnehmen anbieten. Zudem dürfen sich Israelis wieder weiter als einen Kilometer von ihren Wohnungen entfernen. Bis zu 20 Personen können sich draußen treffen, drinnen bis zu zehn Personen. Ein Treffen des Corona-Kabinetts wurde auf Mittwoch verschoben. Gesundheits-, Finanz- und Bildungsministerium sind uneins, ob in einem zweiten Lockerungsschritt Grundschulen und kleine Läden gemeinsam öffnen dürfen oder erst nacheinander und in welcher Form. Der zweite Schritt der Lockerungen soll umgesetzt werden, wenn die Zahl der Neuinfektionen auf rund 1.000 pro Tag sinkt. Das israelische Gesundheitsministerium gab am Dienstag bekannt, dass am Vortag 1.479 neue Corona-Infektionen bestätigt wurden. Aktuell sind in Israel 23.347 Menschen mit dem Virus infiziert, 2.268 Menschen sind mit oder an dem Coronavirus gestorben. 636 Patienten sind schwer an Covid-19 erkrankt, darunter 233, die künstlich beatmet werden.

 

UN-Waffenembargo gegen den Iran ausgelaufen

Trotz der Einwände der USA ist am Sonntag das zehnjährige UN-Waffenembargo gegen den Iran ausgelaufen. Dieses untersagte es Teheran, ausländische Waffensysteme wie Panzer und Kampfjets zu kaufen. Nun ist dies theoretisch ebenso möglich wie der Verkauf iranischer Waffen an andere Länder. Das Ablaufen des Embargos war 2015 im internationalen Atomabkommen zwischen den UN-Vetomächten, Deutschland und dem Iran festgelegt worden. Sechs arabische Golfstaaten unterstützten die von den USA geforderte Verlängerung des Waffenembargos gegen den Iran. Sie werfen Teheran u.a. vor, die Houthi-Rebellen im Jemen zu bewaffnen und sehen den Iran als Bedrohung für die Region. Während die Golfstaaten von den USA Waffen kaufen, wird befürchtet, dass der Iran nun nach russischen Waffensystemen streben könnte. Die USA, die aus dem Atomabkommen ausgestiegen sind, haben eigene, weitreichende Sanktionen gegen den Iran verhängt, die die iranische Wirtschaft einschränken. Andere Nationen könnten Waffenabkommen mit Teheran vermeiden aus Angst vor US-amerikanischen, finanziellen Vergeltungsmaßnahmen. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump warnte, dass Waffenverkäufe an den Iran oder Exporte aus dem Land bestraft würden. Jedes Land, das das Verbot der Waffenverkäufe an den Iran in Frage stelle, würde sich klar für Konflikt und Spannung statt Frieden und Sicherheit entscheiden, erklärte US-Außenminister Mike Pompeo.

 

Israel, Deutschland: Landwirtschaft an Klimawandel anpassen

Israelis und Deutsche sind am Montag zu einem besonderen wissenschaftlichen Gespräch zum Thema „Landwirtschaftliche Innovation und Anpassung an den Klimawandel“ zusammengekommen. Neben wissenschaftlichen Experten nahmen auch die deutsche Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner und ihr israelischer Kollege Alon Schuster sowie die deutsche Botschafterin in Tel Aviv, Dr. Susanne Wasum-Rainer, und Israels Botschafter in Berlin, Jeremy Issacharoff, daran teil. Klöckner erklärte, beide Länder hätten bereits einen Landwirtschaftssektor, der an der Spitze von Innovationen und Digitalisierung stünde. Technologische Entwicklung solle das Wohlergehen von Tieren verbessern und „Geld sparen“. Eine Vereinbarung zwischen Forschungszentren in Deutschland und Israel soll es Wissenschaftlern ermöglichen, gemeinsam in beiden Ländern zu forschen. Prof. Vinnie Altstein vom israelischen Agrarforschungszentrum Volcani Center erklärte gegenüber der Jerusalem Post, Deutschland habe in den letzten vier Jahren Trockenheit erlebt und Israel habe große Erfahrung mit Landwirtschaft unter wasserarmen Bedingungen. Die großzügige staatliche Unterstützung in Deutschland biete zudem gute Forschungsbedingungen.


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