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Geheimdienst-Bilanz: 480 Terrorangriffe in Israel verhindert

ICEJ-Kurznachrichten vom 6. November 2018

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Posted on: 
6 Nov 2018 (All day)
Geheimdienst-Bilanz: 480 Terrorangriffe in Israel verhindert

Der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet hat in Israel im vergangenen Jahr 480 Terroranschläge verhindert. Darüber informierte der Geheimdienst am heutigen Dienstag in der Knesset. Außerdem wurden 560 Anschläge terroristisch motivierter Einzeltäter vereitelt sowie mehrere Cyber-Angriffe und Spionageversuche abgewehrt. Vor allem im Gazastreifen sei die Situation sehr instabil, berichtete Geheimdienst-Leiter Nadav Argaman. Während diese Bilanz in der Knesset vorgestellt wurde, gab es fast zeitgleich einen weiteren Anschlag an einer Tankstelle nahe Kfar Adumim im Westjordanland (Judäa). Eine Palästinenserin versuchte, mit einer Schere auf Sicherheitsbeamte einzustechen. Der Polizei gelang es, die Angreiferin zu entwaffnen. Sie wurde dabei leicht verletzt. Bereits am Tag zuvor waren ein israelischer Zivilist und ein Offizier der israelischen Armee am Eingang zur Siedlung Kiryat Arba im Westjordanland (Judäa) von einem palästinensischen Attentäter mit einem Messer angegriffen worden. Der Angriff wurde abgewehrt. Der Terrorist kam mit Verletzungen in ein Krankenhaus. (Foto: Archiv GPO/Kobi Gideon, Gedenken an Terroropfer in Israel)

 

Israel dankt Trump für Iran-Sanktionen – Deutschland setzt dagegen

Am Montag sind die neuen US-Sanktionen gegen den Iran  in Kraft getreten. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu dankte US-Präsident Donald Trump für diese Entscheidung und betonte, der Iran sei nicht nur eine Gefahr für Israel, sondern für die ganze Welt. Die Sanktionen sollen vor allem den Ölsektor des Landes treffen und den Iran zwingen, das Atomabkommen von 2015 neu zu verhandeln. Der Iran bezieht rund ein Drittel seiner Staatseinnahmen aus der Ölförderung. Der Oberste Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, erklärte, die Sanktionen würden den Iran nur unabhängiger und selbstständiger machen. Israelische Medien thematisierten, dass der Iran gerade aus Deutschland Unterstützung erhält  Deutschland will einen Milliardenkredit bereitstellen, um deutsche Unternehmen bei ihren Geschäften mit dem Iran abzusichern. Deutschland ist der wichtigste europäische Handelspartner des Iran. Auch andere EU-Staaten, Russland und China wollen sich nicht an die US-Sanktionen halten. Ebenfalls am Montag meldete der Iran einen Cyber-Angriff auf die Telekommunikationseinrichtungen des Landesund machte Israel dafür verantwortlich.

 

Jerusalem: Auch Brasilien will Botschaft verlegen

Brasiliens neu gewählter Präsident Jair Bolsonaro hat angekündigt, dass auch Brasilien seine Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen wird. „Israel ist ein souveräner Staat und wir sollten das respektieren“, schrieb Bolsonaro auf Twitter. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu begrüßte die Entscheidung als „historisch richtig“. Australien plant ebenfalls eine Verlegung der Botschaft. Aktuell befindet sich neben der Botschaft der USA auch die Botschaft von Guatemala in Jerusalem. Die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem (ICEJ) hat ihren Sitz seit ihrer Gründung 1980 in der israelischen Hauptstadt.  

 

 „Friedenszug“ von Tel Aviv nach Oman im Gespräch

Israels Verkehrsminister Israel Katz ist am Sonntag zu Gesprächen in den Oman gereist, um auf einer Konferenz über die Möglichkeit einer Eisenbahnverbindung zwischen den Ländern zu sprechen. Gewünscht wird ein „regionaler Friedenszug“, der Israel mit den Golfstaaten und das Mittelmeer mit dem Indischen Ozean verbinden soll. Es sind die ersten Pläne dieser Art seit vielen Jahrzehnten. Auch die Renovierung und Neu-Aktivierung alter Eisenbahnlinien ist offenbar im Gespräch. Verschiedene Strecken, die einst Ägypten mit Jordanien und Syrien verbanden, sind beispielsweise seit dem israelischen Unabhängigkeitskrieg aus Sicherheitsgründen stillgelegt. Jordanien könnte nach den neuen Plänen zu einem regionalen Verkehrsknotenpunkt werden, berichteten israelische Medien. Die Umsetzung der Pläne könne sich allerdings Jahrzehnte hinziehen, sind sich Kommentatoren einig.

 

Abschied von Ludwig Schneider, Journalist und Israelfreund

Der deutsche Journalist Ludwig Schneider ist am Samstag im Alter von 77 Jahren in Israel verstorben. Krankheit prägte die letzte Phase seines Lebens, der Israel-Experte litt an einem Hirntumor. Nach mehreren Operationen lag er zuletzt im Koma. Ludwig Schneider wurde 1941 in Magdeburg geboren. Mit 19 Jahren fand er zum christlichen Glauben. 1978 wanderte er mit Frau und Kindern nach Israel aus und gründete dort als Antwort auf die oft einseitig negative Israel-Berichterstattung in deutschen Medien den Nachrichtendienst „Israel heute“. Der Israel-Experte Ludwig Schneider war in christlichen Gemeinden auch als Referent, Autor und Theologe geschätzt. Er hinterlässt seine Ehefrau, fünf Kinder und viele Enkelkinder. Das TV-Magazin „Fokus Jerusalem“ zitiert den bekennenden Christen mit den Worten: „Es ist heute notwendiger denn je, die Menschen zu einer klaren Nachfolge aufzufordern, die keinen Spielraum mehr für Dinge lässt, die von Gott nicht gewollt sind. Zur gleichen Zeit sollen wir das lieben, was Gott liebt und auserwählt hat, und das ist, ob es uns passt oder nicht, Israel.“

Laut Auskunft seiner Familie starb Schneider, wie er es sich immer gewünscht hatte: Daheim in seiner Jerusalemer Wohnung umgeben von all seinen Büchern.

Die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem dankt Ludwig Schneider für seinen langjährigen treuen Dienst für Israel und wünscht seiner Familie Gottes Segen und Trost.

 

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