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IS im Sinai schießt Raketen auf Eilat

ICEJ-Kurznachrichten vom 09.02.2017

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Posted on: 
9 Feb 2017 (All day)
IS im Sinai schießt Raketen auf Eilat

Der Zweig des Islamischen Staats auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel hat sich zum Beschuss von Eilat, der südlichsten israelischen Stadt am Roten Meer, bekannt. Das berichteten Medien aus dem Gazastreifen am heutigen Donnerstag. Am Mittwochabend wurden drei der vier auf Eilat abgeschossenen Raketen vom israelischen Raketenabwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) abgefangen, die vierte ging auf freiem Gelände außerhalb der Stadt nieder. Es gab keine Berichte über Verletzte oder Schäden. Vier Personen erlitten einen Schock. Nach Angaben der im Gazastreifen regierenden islamistischen Terrororganisation Hamas starben zwei Stunden später bei einer Explosion in einem Tunnel in Rafah unter der Grenze zwischen Gaza und Ägypten zwei Personen, fünf weitere wurden verletzt. Ein palästinensischer Sicherheitsexperte erklärte gegenüber Ynet, dass entweder Ägypten den Tunnel angegriffen habe oder dass geschmuggelte Waffen explodiert seien. Wenige Stunden zuvor war eine verirrte Mörsergranate von den Kämpfen in Syrien auf den Golanhöhen im Norden Israels nahe der syrischen Grenze niedergegangen. Es gab keine Berichte über Verletzte oder Schäden. Die israelische Armee reagierte mit dem Beschuss einer Position der syrischen Armee auf den Querschläger.

 

Netanjahu: Afrika wichtig für Israel bei UN

Die afrikanischen Länder haben eine Schlüsselposition bei der israelischen Strategie, die automatische, mehrheitliche Unterstützung für die Palästinenser bei den UN zu durchbrechen. Das erklärte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu am Mittwoch. „Es gibt 54 Länder [in Afrika]. Wenn wir das Abstimmungsverhalten der Mehrheit dieser Staaten ändern können, ziehen wir sie zugleich auf die andere Seite“, sagte Netanjahu. „Wir wollen die Opposition [zu Israel] untergraben und in Unterstützung ändern.“ Der Wandel im Abstimmungsverhalten afrikanischer Länder werde schon sichtbar. „Afrika befindet sich in einem Übergangsstadium, dem der Enthaltung“, erklärte Netanjahu. Israel sei an einer Stärkung der wirtschaftlichen Beziehungen mit Afrika interessiert, auch hülfen die afrikanischen Länder im Kampf gegen den Terrorismus. Noch wichtiger seien jedoch die diplomatischen Beziehungen. Israels strebe an, dass die afrikanischen Länder ein Stimmenblock werden, der Israel unterstützt, um so eine automatische pro-israelische Mehrheit bei den UN aufzubauen.

 

Deutschland kritisiert Siedlungsgesetz

Deutschland hat am Dienstag das vom israelischen Parlament verabschiedete Siedlungsgesetz scharf kritisiert. Das neue Gesetz erschüttere nachhaltig das Vertrauen in die Bereitschaft Israels, ein Friedensabkommen mit den Palästinensern aushandeln zu wollen, sagte ein Sprecher des deutschen Außenministeriums. „Nur eine ausgehandelte Zweistaatenlösung kann anhaltenden Frieden bringen und liegt im Interesse Israels. Dies bleibt der wesentliche Grundsatz unserer Nahost-Politik“, erklärte das Auswärtige Amt. Viele Deutsche, die normalerweise „im Geiste aufrichtiger Solidarität fest an Israels Seite stehen“, habe die Verabschiedung des Gesetzes „enttäuscht“. Am Montag hatte die Knesset den umstrittenen Gesetzesentwurf angenommen. Dieser legalisiert rückwirkend fast 4.000 israelische Häuser, die auf privatem palästinensischem Land gebaut wurden, und sieht eine Entschädigung der Betroffenen Palästinenser vor. Auch die UN, die EU, Frankreich, Großbritannien, die Türkei und andere, darunter auch israelische Politiker vom rechten Flügel und Regierungsmitglieder, kritisierten das Gesetz, das höchstwahrscheinlich von Obersten Gerichtshof Israels gekippt werden wird.

 

Archäologen finden Schriftrollen-Höhle am Toten Meer

Archäologen der Hebräischen Universität Jerusalem und von der Liberty Universität in Virginia/USA haben diese Woche bekanntgegeben, dass sie in den Felsen von Qumran nordwestlich vom Toten Meer eine 12. Höhle entdeckt haben, in der einst Schriftrollen aufbewahrt wurden. Die Forscher fanden zahlreiche Krüge und Deckel aus der Zeit des Zweiten Tempels versteckt in Nischen in den Wänden der Höhle. „Die Gefäße waren alle zerbrochen und ihr Inhalt fehlte“, erklärte Dr. Oren Gutfeld, Leiter der Ausgrabung. „Zwei gegen Ende der Ausgrabung gefundene Spitzhacken aus den 1950er Jahren belegen, dass die Höhle geplündert wurde.“ Weitere Fundstücke sind unter anderem Teile von Hüllen, in die die Schriftrollen eingeschlagen waren, eine Schnur, die sie zusammenband, und ein Stück Leder, das Teil einer Rolle gewesen ist. Es ist das erste Mal seit 60 Jahren, dass in Qumran eine neue Höhle entdeckt wurde, in der ebenfalls Schriftrollen aufbewahrt wurden.

 

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