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Israel hebt große Hamas-Terrorzelle aus

ICEJ-Nachrichten vom 23. November 2021

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Posted on: 
23 Nov 2021
Israel hebt große Hamas-Terrorzelle aus

Israelische Sicherheitskräfte haben in den letzten zwei Monaten eine Terrorzelle der islamistischen Terrororganisation Hamas im Westjordanland ausgehoben, die u.a. Selbstmordattentate geplant haben soll. Das gab Israels Inlandsgeheimdienst Schin Bet am Montag bekannt. Verhaftet wurden mehr als 50 Terroristen, außerdem wurden große Mengen an Waffen sowie explosives Material, ausreichend für mindestes vier Sprengstoffgürtel, sichergestellt. Es handelt sich laut Schin Bet um die größte Terrorzelle, die in den letzten Jahren ausgehoben wurde. Sie sei von zwei Hamas-Kommandeuren in der Türkei gesteuert worden. Einer der Kommandeure, Saleh al-Arouri, stellvertretender Leiter des Hamas-Politbüros, soll hunderttausende Schekel in die Terrorzelle investiert haben und ihr eine Belohnung von einer Million US-Dollar (ca. 887.000 Euro) für die erfolgreiche Entführung eines Israelis in Aussicht gestellt haben.Israels Außenminister Jair Lapid forderte die Türkei am Montag auf, die Büros der Hamas in der Türkei zu schließen. „Wir müssen diese abscheulichen Terroranschläge gegen Israelis überall und unter allen Umständen verhindern“, sagte Lapid. Der Schin Bet sprach von „einer großen Präventivmaßnahme gegen ein gefährliches Terror-Netzwerk, das schwere Anschläge geplant hatte.“ Ziel der Terroristen sei es gewesen, „die Region zu destabilisieren, auf Kosten der Bevölkerung vor Ort.“ Medienberichten zufolge seien Israels Sicherheitsdienste erschrocken gewesen angesichts der ausgeklügelten Pläne und der schweren Bewaffnung der Terroristen. Bei einer der Verhaftungen im September wurden zwei israelische Soldaten schwer verletzt. Medienberichten zufolge hatte Israel geplant, die Verhaftungen bereits letzte Woche öffentlich zu machen. Nachdem jedoch zwei israelische Touristen in der Türkei kurzzeitig verhaftet worden waren, wurde die Veröffentlichung aufgeschoben, um deren Freilassung nicht zu gefährden.

Foto: IDF, Israelische Soldaten bei einer Hausdurchsuchung im Westjordanland, 2021

Terror-Anschlag in Jerusalem: Ein Toter, vier Verletzte

Bei einem Terroranschlag in der Altstadt von Jerusalem ist am Sonntag ein Israeli (26) getötet worden, vier weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Ein Terrorist (42) der islamistischen Terrororganisation Hamas schoss mit einer Maschinenpistole nahe des Ketten-Tores am Tempelberg auf drei jüdische Männer, die kurz zuvor an der Klagemauer gebetet hatten. Herbeigerufene Polizisten erschossen den Attentäter. „Zum Glück war die Gasse fast leer, sonst hätte es mehr Opfer gegeben. Der gesamte Vorfall dauerte knapp 36 Sekunden“, erklärte Omer Barlev, Minister für öffentliche Sicherheit. Bei dem Todesopfer handelte es sich um einen Mann aus Modi’in, der als Tourguide im Bereich der Klagemauer arbeitete und erst einige Jahre zuvor aus Südafrika eingewandert war. Zwei weitere Zivilisten erlitten schwere Verletzungen, schweben aber nicht mehr in Lebensgefahr. Außerdem wurden zwei Polizisten bei dem Schusswechsel leicht verletzt. Laut Barlev sei der Anschlag von langer Hand geplant gewesen, was unter anderem daran deutlich werde, dass der Terrorist mit einer M-12 Maschinenpistole ausgestattet gewesen war, die in Israel schwer erhältlich sei. Laut Jerusalem Post beschrieben Personen aus dem Umfeld des Attentäters ihn als einen „islamischen Gelehrten“, der in zahlreichen Moscheen Jerusalems, auch in der Al-Aksa-Moschee, gepredigt haben soll. Er soll auch Proteste gegen jüdische Besucher auf dem Tempelberg angeführt haben. Am Sonntagabend kam es zu Ausschreitungen im Flüchtlingslager Schuafat in Ostjerusalem als israelische Sicherheitskräfte Angehörige des Terroristen verhafteten. Hunderte Palästinenser bewarfen die Polizisten mit Steinen.

Großbritannien setzt Hamas auf Terrorliste

Großbritannien will den sog. politischen Flügel der islamistischen Terrororganisation Hamas verbieten. Das gab Innenministerin Priti Patel vergangene Woche bekannt. „Die Hamas verfügt über bedeutsame terroristische Fähigkeiten, sie hat Zugriff auf umfangreiche und fortgeschrittene Waffensysteme und unterhält terroristische Ausbildungseinrichtungen“, sagte sie. „Die Hamas verübt, unterstützt, plant und fördert Terrorismus.“ Zuvor hatte sie die Hamas als „grundlegend und fanatisch antisemitisch“ bezeichnet. Ein Verbot sei nötig, um die jüdische Gemeinde zu schützen. Der sog. militärische Flügel der Hamas, die Kassam-Brigaden, wurde von Großbritannien 2001 verboten. Laut Patel sei eine Unterscheidung in einen militärischen und einen politischen Flügel jedoch nicht möglich. Israels Außenminister Jair Lapid begrüßte die Entscheidung. „Es gibt keinen legitimen Flügel einer Terrororganisation und jeglicher Versuch zwischen Flügeln einer Terrororganisation zu differenzieren ist gekünstelt.“ Das Verbot soll Ende der Woche in Kraft treten. Israel, die USA und die EU haben die Hamas in ihrer Ganzheit verboten. Andere Länder wie Australien und Neuseeland führen nur den sog. militärischen Flügel auf ihrer Terror-Liste, die Schweiz und Norwegen betrachten die Hamas nicht als Terrororganisation.

Israel: Winterwetter bringt starke Regenfälle

Starke Regenfälle haben am Wochenende in mehreren israelischen Küstenstädten zu Überschwemmungen geführt. In Holon, Bat Jam und Netanja mussten zahlreiche Straßen gesperrt werden. In Kirjat Malachi, südöstlich von Aschdod, wurde Hagel gemeldet. Die israelische Bevölkerung wurde angewiesen, sich von Flussbetten fernzuhalten. Die Strände von Tel Aviv wurden wegen Sorge vor Wasserverunreinigung geschlossen. In Netanja musste eine Frau aus ihrem überfluteten Fahrzeug evakuiert werden. Im zentralisraelischen Ramle wurde ein 85-Jähriger bewusstlos in einer Pfütze liegend gefunden, nachdem er auf der nassen Straße gestürzt war. Er befindet sich weiterhin in Lebensgefahr. Am Freitag wurden nahe Tiberias neun Personen, darunter drei Kinder, leicht verletzt, als zwei Fahrzeuge wegen des Regenfalls von der Fahrbahn abkamen. Im Laufe der Woche sollen die Temperaturen wieder steigen.

Spionageverdacht: Gantz‘ Reinigungskraft festgenommen

Ein israelischer Mann, der als Reinigungskraft im Haus von Verteidigungsminister Benny Gantz arbeitete, ist Anfang November wegen des Verdachts auf Spionage verhaftet worden. Der 37-Jährige aus Lod soll Kontakt zu einer iranischen Hackergruppe aufgenommen und u.a. angeboten haben, ihr Zugang zu Gantz‘ Computer zu verschaffen. Laut Inlandsgeheimdienst Schin Bet wurde der jüdische Mann verhaftet, bevor er Schaden anrichten konnte. Er soll aus rein finanzieller Motivation gehandelt haben. Bei einer Verurteilung wegen Spionage drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft. Der Schin Bet betonte, der Verdächtige habe zu keiner Zeit Zugang zu geheimen Unterlagen gehabt. Der Fall hat in Israel für besonderes Aufsehen gesorgt, da der Verdächtige bereits vier Haftstrafen abgesessen haben soll, u.a. wegen Bankraub, Diebstahl und Einbruch. Der Schin Bet hat angekündigt, die Abläufe der Hintergrundchecks für Arbeitskräfte im nahen Umfeld von Regierungsmitgliedern untersuchen zu wollen.

Stuttgart: ICEJ-Academy mit Colin Mitchell

Am Montagabend sind bei der ICEJ-Academy in Stuttgart rund 160 Teilnehmer vor Ort und online über Zoom zusammengekommen, um einen Abend voller Bibellehre zu erleben. Colin Mitchell, der in London geborene messianisch-jüdische Pastor der Karmel-Gemeinde in Haifa/Israel, sprach über den Kontext der bekannten Bibelstelle aus Jeremia 29,11, in der Gott seinem Volk Israel in babylonischer Gefangenschaft eine Zukunft und Hoffnung verspricht. Daraus leitete er unter anderem ab, wie wichtig es in unserer Zeit sei, dass die Gemeinde Gottes Absichten für Israel erkenne und die nächste Generation in Jüngerschaft führe. Nach einer abschließenden Frage-Antwort-Runde erklärte Colin Mitchell: „Ich freue mich bereits auf ein hoffentlich baldiges nächstes Treffen in Deutschland!“

 


 

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