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Israel reagiert auf Beschuss aus Gazastreifen

ICEJ-Kurznachrichten vom 30. November 2017

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Posted on: 
30 Nov 2017 (All day)
Israel reagiert auf Beschuss aus Gazastreifen

Die israelische Armee hat am heutigen Donnerstag vier Stellungen der islamistischen Terrororganisationen Hamas und Islamischer Dschihad im Gazastreifen beschossen. Sie reagierte damit auf den Beschuss eines Armeestützpunkts in Südisrael mit Mörsergranaten. Palästinenser berichteten, dass auch der Erez-Grenzübergang von Gaza aus beschossen wurde. Es gab nur geringe Schäden. Israel macht die im Gazastreifen regierende Hamas für alle Angriffe verantwortlich. Vor einem Monat wurden 12 Kämpfer des Islamischen Dschihad getötet, als Israel einen Terrortunnel sprengte, der von Gaza nach Israel führte. Im Westjordanland haben rund 100 Palästinenser aus dem Dorf Qusra nahe Nablus eine jüdische Schülergruppe auf einem Ausflug mit Steinwürfen angegriffen. Ein Palästinenser wurde erschossen. Die israelische Armee untersucht den Vorfall. (Foto: IDF)

 

Hamas, Fatah verschieben Machtübergabe an PA in Gaza

Die derzeit noch im Gazastreifen regierende islamistische Terrororganisation Hamas und die Fatah-Partei von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas wollen die Machtübergabe an die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) in der Enklave um zehn Tage verschieben. Das wurde am Mittwoch bekannt. Einem Mitte Oktober unter ägyptischer Vermittlung in Kairo unterzeichneten Versöhnungsabkommen zufolge hätte die PA am 1. Dezember die volle Verantwortung für den Gazastreifen von der Hamas übernehmen sollen. Die Hamas hat 2007 in einem blutigen Machtkampf die Kontrolle über Gaza übernommen und die PA von dort vertrieben. In den letzten Tagen war Streit zwischen der Hamas und der Fatah über die Umsetzung des Abkommens ausgebrochen. Die PA fordert volle Kontrolle über den Gazastreifen, während die Hamas eine Aufhebung der von Abbas verhängten Sanktionen wie Gehaltkürzungen fordert. Am Mittwoch hatte die Hamas PA-Angestellte daran gehindert, an Arbeitsplätze in drei Ministerien zurückzukehren.

 

Israel startet Shuttle zwischen Gaza und US-Konsulat

Israel hat am Mittwoch ein Programm gestartet, das Gaza-Bewohnern die Reise mit einem Shuttlebus zum US-Konsulat in Jerusalem ermöglicht. Am Mittwoch wurden die ersten 100 Palästinenser mit zwei Bussen für einen Tag nach Jerusalem zum Konsulat gebracht. Sie wurden von Mitarbeitern des palästinensischen Ausschusses für zivile Angelegenheiten begleitet, einer Behörde, die Grenzübergänge mit den Israelis koordiniert. Weitere Shuttlefahrten sollen in naher Zukunft folgen. Der jüdische Staat gestattet nur wenigen Palästinensern aus Gaza durch Israel zu reisen. Genehmigungen werden hauptsächlich aus medizinischen oder humanitären Gründen erteilt. Früher hat Israel Gaza-Bewohnern Tagesvisa ausgestellt und sie selbständig reisen lassen. Doch in manchen Fällen tauchten die Reisenden in Israel unter, um dort Arbeit zu suchen.

 

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