Change Region:Germany

Israel reagiert auf Beschuss von Hamas-Scharfschützen

ICEJ-Kurznachrichten vom 07. August 2018

DruckversionSend by email
Posted on: 
7 Aug 2018 (All day)
Israel reagiert auf Beschuss von Hamas-Scharfschützen

Israelische Soldaten haben am heutigen Dienstag einen Stützpunkt der im Gazastreifen regierenden islamistischen Terrororganisation Hamas nahe Beit Lahiya im nördlichen Gazastreifen beschossen. Dabei wurden zwei Mitglieder des militärischen Flügels der Hamas, mutmaßliche palästinensische Scharfschützen, getötet, die zuvor auf eine israelische Patrouille am Gaza-Grenzzaun geschossen hatten. Sechs weitere palästinensische Terroristen sollen nach palästinensischen Angaben verwundet worden sein. Auf israelischer Seite gab es keine Verletzten. Bereits am Wochenende waren zwei palästinensische Aufrührer getötet worden, als 8.000 Palästinenser Reifen am Gaza-Grenzzaun verbrannten und Steine sowie Bomben auf israelische Soldaten warfen. 200 der gewaltbereiten Demonstranten wurden verletzt. Am Donnerstag hatte der Terrorist Muhammad Tarek Yousef (17) in der israelischen Ortschaft Adam im Westjordanland nahe Jerusalem drei Bewohner niedergestochen und dabei den 31-jährigen Yotam Ovadia getötet. Ovadia hinterlässt seine Frau und zwei kleine Kinder. Zwei weitere Israelis wurden verwundet, von denen einer auf den Täter schoss. Dieser erlag seinen Verletzungen. Wochenlang herrschte im Westjordanland relative Ruhe, vereinzelt kam es zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten. Die Zahl der Terroranschläge war zurückgegangen.

 

UN schlägt Hamas, Israel Waffenstillstandsabkommen vor

Derzeit sind im Exil lebende hochrangige Mitglieder der islamistischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen, um über ein von den UN vorgeschlagenes Waffenstillstandsabkommen mit Israel zu beraten, das auch von Ägypten unterstützt wird. Berichten zufolge würde das Abkommen mehrere Stufen umfassen. Der erste Schritt wäre die Beendigung des Beschusses Südisraels und des Terrortunnelbaus sowie die permanente Öffnung des Rafah-Grenzübergangs nach Ägypten sowie des Kerem-Schalom-Grenzübergangs, über den Israel Güter und humanitäre Hilfe nach Gaza schickt. Sollte die Waffenruhe halten, könnte die Aufhebung der Gaza-Blockade durch Ägypten und Israel zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Gaza-Bewohner erfolgen. Schließlich würde die internationale Gemeinschaft Infrastrukturprojekte in Gaza wie den Bau von Häfen und Flughäfen finanzieren. Auch ein Gefangenenaustausch ist im Gespräch. Das israelische Sicherheitskabinett hatte am Sonntag über eine mögliche Waffenruhe diskutiert. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte, die israelische Armee sei auf alle Eventualitäten vorbereitet. Die Palästinensische Autonomiebehörde lehnte eine Abmachung zwischen der Hamas und Israel vehement ab. Bisher haben es die Hamas und die Fatah-Partei von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas nicht geschafft, ihre seit Jahren andauernden Feindseligkeiten zu beenden.

 

Palästinenser verüben weiterhin Brandanschläge in Südisrael

Trotz der Gespräche über ein Waffenstillstandsabkommen zwischen der im Gazastreifen regierenden islamistischen Terrororganisation Hamas und Israel haben Gaza-Bewohner auch in den letzten Tagen mit brennenden Drachen und Ballons Dutzende Feuer in Südisrael verursacht. Am heutigen Dienstag mussten bereits vier solcher Brände in Israel gelöscht werden. Die israelische Luftwaffe reagiert mit dem Beschuss der Terrorzellen, die die brennenden Objekte fliegen lassen, auf die Brandstiftungen, zuletzt am Montag. Seit Ende März, als die wöchentlichen Palästinenserproteste am Gaza-Grenzzaun zu Israel begannen, haben Terroristen mehrere hundert brennende Objekte nach Israel fliegen lassen, um in bis zu 30 Kilometern Umkreis Brände zu verursachen. Schätzungen zufolge sind bereits mehr als 12.000 Hektar Felder, Wiesen und Wälder verbrannt. Rauch- und Aschewolken hängen über der Landschaft, Flora und Fauna wurden vielerorts zerstört.

 

Israel begrüßt erneute Iran-Sanktionen der USA

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat am Montag die erneute Einsetzung der Iran-Sanktionen durch die USA begrüßt. „Ich gratuliere Präsident Trump und der US-Regierung zu der wichtigen Entscheidung, den Iran mit Sanktionen zu belegen“, sagte Netanjahu. Das sei wichtig für Israel, die USA, die Region und die gesamte Welt. Er forderte Europa auf, dem US-Beispiel zu folgen. In einer EU-Erklärung hieß es, Frankreich, Deutschland und Großbritannien hätten sich „zur Bewahrung und Aufrechterhaltung effektiver Finanzwege zum Iran und der Fortführung des Exports von Öl und Gas aus dem Iran verpflichtet.“ Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini machte deutlich, dass europäische Firmen, die mit dem Iran „legitime Geschäfte“ tätigten, geschützt werden sollen. Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman kritisierte, dass die EU das Ajatollah-Regime retten wolle, das auch für Terroranschläge in Europa verantwortlich sei. „Das ist verrückt“, erklärte Lieberman.

 

Netanjahu hält an „Jüdischer Nationalstaat“-Gesetz fest

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hält am Nationalstaatsgesetz fest, das den jüdischen Charakter des Staates Israels bestätigt. Die Knesset, das israelische Parlament, hatte es Mitte Juli verabschiedet. Am Samstagabend versammelten sich Zehntausende in Tel Aviv zu einer Protestkundgebung, zu der die drusische Minderheit in Israel aufgerufen hatte. „Ohne das Nationalstaatsgesetz ist es unmöglich, zukünftigen Generationen zu garantieren, dass Israel der Nationalstaat der Juden bleiben wird“, sagte Netanjahu am Sonntag. Israel sei ein demokratischer und jüdischer Staat und es gebe bereits Gesetze, die die Rechte nichtjüdischer Minderheiten in Israel schützten, erklärte der Premier. Diese würden durch das neue Gesetz nicht aufgehoben, das vor allem das Rückkehrrecht für Juden in der Gesetzgebung verankere. Netanjahu betonte die tiefe Verbundenheit mit den Drusen in Israel. Viele von ihnen dienen in der israelischen Armee.

 

Share this: