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Israel reagiert auf Raketenbeschuss aus Gaza

ICEJ-Kurznachrichten vom 26. März 2019

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Posted on: 
26 Mär 2019 (All day)
Israel reagiert auf Raketenbeschuss aus Gaza

Israel hat mit dem Beschuss Dutzender militärischer Stützpunkte und Raketenabschussrampen der islamistischen Terrororganisationen Hamas und Islamischer Dschihad im Gazastreifen auf den massiven Beschuss Israels mit Raketen reagiert. „In den letzten 24 Stunden hat die israelische Armee wichtige Terroranlagen der Hamas in hoher Zahl zerstört“, erklärte Israels Premierminister Benjamin Netanjahu am heutigen Dienstag. Israel werde tun was nötig sei, um seine Bürger zu schützen. Die israelische Armee machte die im Gazastreifen herrschende islamistische Terrororganisation Hamas für den Raketenbeschuss verantwortlich. Terroristen aus Gaza hatten in der Nacht auf Dienstag mehr als 60 Raketen auf Südisrael geschossen. Mindestens 30 Raketen wurden zwischen 22.00 und 03.15 Uhr auf Israel gefeuert, obwohl die Hamas behauptet hatte, einen von Ägypten vermittelten Waffenstillstand akzeptiert zu haben, der ab 22.00 Uhr gelten sollte. Gilad Erdan, israelischer Minister für öffentliche Sicherheit, erklärte am heutigen Dienstagmorgen im israelischen Armeeradio, „Gerüchte über eine Waffenruhe sind nicht korrekt“. Die Hamas werde „weiterhin einen hohen Preis für ihre Angriffe auf Israelis zahlen“. Nach palästinensischen Angaben wurden drei Palästinenser verletzt. Das israelische Raketenabwehrsystem fing die meisten Raketen ab. Ein Haus in Sderot wurde direkt getroffen, aber es gab keine Verletzten. (Foto: IDF, Von einer Gaza-Rakete zerstörtes Haus im Moschaw Mischmeret)

Raketenbeschuss Zentralisraels

Am frühen Montagmorgen hatten Terroristen eine J-80 Langstreckenrakete auf den 120 Kilometer entfernt liegenden Moschaw Mischmeret in Zentralisrael abgefeuert. Dabei wurde das Haus einer Familie zerstört. Acht Personen, darunter drei Kinder, wurden verwundet. Ein Hamas-Vertreter erklärte am heutigen Dienstag, der Iran habe Terroristen des Islamischen Dschihad den Abschuss der Rakete auf Zentralisrael befohlen. Palästinensische Bewohner des Gazastreifens gaben in einem Telefoninterview mit der israelischen Zeitung Jerusalem Post der Hamas die Schuld an der Situation. „Ein Krieg mit Israel wird der Hamas helfen, die Aufmerksamkeit vom wachsenden Ärger über ihre repressiven Maßnahmen abzulenken“, sagte der Sozialarbeiter Ibrahim Abu al-Naja aus Gaza-Stadt. „Die Hamas-Führer halten unser Volk als Geisel. Die meisten Leute hier wollen keinen weiteren Krieg.“

 

USA: Golanhöhen gehören zu Israel

Die USA erkennen die Golanhöhen als Staatsgebiet Israels an. Ein entsprechendes Dekret unterzeichnete US-Präsident Donald Trump am Montag in Anwesenheit des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu im Weißen Haus in Washington. Die Anerkennung sei zum Schutz Israels notwendig, begründete Trump die Entscheidung. Das große Gebirgsplateau im Norden Israels ist ein strategisch wichtiges Gebiet. Ehe Israel die Kontrolle übernahm, wurde es von den Höhen her immer wieder von syrische Truppen und Terroristen angegriffen. Feinde Israels könnten hier außerdem die Kontrolle über die Quellflüsse und die wichtigsten Zuflüsse des Jordans übernehmen und die Versorgung Israels mit Wasser einschränken. Netanjahu sprach von einem historischen Tag. „Israel hatte nie einen besseren Freund als Sie“, dankte er Trump. Russland, der Iran und die arabischen Länder, insbesondere Syrien und die Türkei, protestierten gegen die Anerkennung. Die Golanhöhen wurden im Sechs-Tage-Krieg 1967 von Israel erobert und 1981 annektiert. Dies wurde international jedoch nicht anerkannt. Die UN sprechen von „besetzten Gebieten“. Nach internationalem Recht gelten die Golanhöhen als Territorium Syriens. Aufgrund der aktuellen Raketenangriffe der Hamas auf Tel Aviv brach Netanjahu seinen USA-Besuch direkt nach der Zeremonie im Weißen Haus ab und flog zurück nach Israel.

 

Verwundete nach Raketeneinschlag in Zentralisrael

Sieben Mitglieder der Familie Wolf sind am frühen Montagmorgen verletzt worden, als eine J-80 Rakete aus dem Gazastreifen direkt ihr Haus im Moschaw Mischmeret in Zentralisrael traf. „Fast hätte ich meine Familie verloren, wenn wir nicht in den Schutzraum geflüchtet wären“, erklärte Robert Wolf. Sein Sohn Daniel bezeichnete es als Wunder, dass niemand gestorben sei. Er war auf dem Sofa eingeschlafen und hörte als Einziger der Familie die Alarmsirene. Sofort weckte er seine Eltern, seine Frau und seine beiden Töchter, zwei und fünf Jahre alt, und rannte mit seinen Töchtern auf dem Arm in den Schutzraum des Hauses. Die Tür ließen sie für seine Mutter Susan offen stehen, die es bis zum Einschlag der Rakete jedoch nur bis in die Küche schaffte und deshalb am schwersten verletzt wurde. Die Wucht der Explosion war so stark, dass weitere Häuser in der Straße beschädigt wurden. Ein zwölfjähriges Nachbarmädchen wurde am Fuß verletzt.

 

Rumänien, Honduras kündigen Botschaftsumzug nach Jerusalem an

Rumänien und Honduras wollen ihre Botschaften in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen. Dies kündigten Rumäniens Premierministerin Viorica Dancila und Honduras Präsident Juan Orlando Hernández am Sonntag auf der Konferenz der Organisation „Amerikanisch-israelischer Ausschuss für öffentliche Angelegenheiten“ (AIPAC) in Washington an. Rumänien wäre das erste europäische Land, das seine Botschaft in Israels Hauptstadt verlegt. Der rumänische Präsident Klaus Iohannis kritisierte Premierministerin Dancila scharf für ihre Ankündigung. Er lehnt den Botschaftsumzug ab. Neben den USA hat bislang nur Guatemala die Botschaft tatsächlich nach Jerusalem verlegt.

 

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