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Israel reagiert auf Raketenbeschuss aus Gaza

ICEJ-Nachrichten vom 12. September 2019

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12 Sep 2019 (All day)
Israel reagiert auf Raketenbeschuss aus Gaza

Israel reagiert auf Raketenbeschuss aus Gaza

Am Mittwoch hat Israel mit dem Beschuss zweier Militärposten der Hamas nahe des Grenzzaunes im nördlichen Gazastreifen auf den wiederholten Raketenbeschuss Südisraels reagiert. Terroristen aus dem Gazastreifen feuerten drei Raketen auf den südisraelischen Verwaltungsbezirk Hof Aschkelon. Israelischen Medienberichten zufolge befanden sich viele Schüler in ihren verstärkt gesicherten Klassenzimmern, eine 77-jährige Frau wurde leicht verletzt und ein Haus leicht beschädigt. Das Gesundheitsministerium in Gaza meldete keine Verletzten.

Am Dienstag wurden zwei Raketen auf Israel geschossen. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) fing eine Rakete über Aschdod ab, die andere Rakete ging nahe Aschkelon auf offenem Feld nieder. Zur Zeit des Raketenalarms gegen 21 Uhr Ortszeit hielten israelische Politiker, darunter Israels Premierminister Benjamin Netanjahu, Wahlkampfreden in den beiden Städten. Netanjahu setzte seine Rede nach einer vorübergehenden Evakuierung fort. Im Anschluss traf er sich mit führenden Militär- und Sicherheitskräften im Verteidigungsministerium. Am frühen Mittwochmorgen nahm die israelische Luftwaffe 15 Ziele in Gaza unter Beschuss, u.a. einen Terror-Tunnel, einen Marine-Stützpunkt und eine Waffenfabrik der Hamas.

(Foto: IDF, Raketenbeschuss aus Gaza, Archivbild)

 

Israel: Erdgas-Export kann 2019 beginnen

Die Förderung von Erdgas aus dem im Mittelmeer gelegenen Erdgasfeld „Leviathan“ und der Erdgas-Export nach Ägypten und Jordanien könne noch vor Ende des Jahres beginnen. Das kündigte Yossi Abu, Geschäftsführer von Delek Drilling, einem der Betreiber des Gasfelds, am Mittwoch an. Der Bau der Förderplattform, die 10km vor der israelischen Mittelmeerküste liegt, werde bald abgeschlossen sein. Im Februar 2018 vereinbarten die Hauptbetreiber Delek Drilling und Noble Energy mit Ägypten, über einen Zeitraum von zehnJahren 64 Milliarden Kubikmeter Erdgas zu liefern. Ein ähnliches Abkommen wurde 2016 mit Jordanien geschlossen, demzufolge 45 Milliarden Kubikmeter im Laufe von 15 Jahren geliefert werden sollen. Das Erdgasfeld „Leviathan“ wurde 2010 westlich von Haifa entdeckt. Es enthält geschätzt bis zu 605 Milliarden Kubikmeter Erdgas und könnte den gesamten israelischen Gasverbrauch bis zu 65 Jahre abdecken. Dank „Leviathan“ und dem kleineren Feld „Tamar“ ist Israels Energieproduktion vom Ausland unabhängig. Bis 2012 importierte Israel seinen Erdgasbedarf aus Ägypten. Mit der Machtübernahme durch die Muslimbruderschaft und Mohammed Mursi endeten die Lieferungen abrupt.

 

Netanjahu will bei Wiederwahl Jordantal annektieren

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat am Dienstag angekündigt, er werde im Falle einer Wiederwahl das sicherheitsstrategisch bedeutsame Jordantal annektieren. Außerdem wiederholte er sein Wahlkampfversprechen vom April, weitere Teile des Westjordanlands (Judäa und Samaria) zu annektieren. Dies müsse aber in „maximaler Koordination“ mit den USA geschehen. Die politischen Gegner Netanjahus kritisierten seine Ankündigung als reine Wahlkampftaktik, da er im Laufe seiner bisher 13jährigen Amtszeit keine Gebiete annektiert habe. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA), die Arabischen Liga, die Türkei sowie Russland und die EU kritisierten Netanjahus Ankündigung. Der Sprecher des jordanischen Unterhauses Atef Tarawneh sagte, eine Annexion würde den jordanisch-israelischen Friedensvertrag gefährden.

Das Jordantal macht etwa 30% des gesamten Gebiets von Judäa und Samaria aus und wird von der israelischen Armee sowie Politikern des linken und rechten Lagers als sicherheitspolitisch unverzichtbar angesehen. Dort leben etwa 60.000 Palästinenser, ein Großteil von ihnen in der Stadt Jericho, und rund 13.000 Israelis. Jericho und andere arabische Orte unter PA-Kontrolle wären laut Netanjahu von einer Annexion ausgenommen. Zum künftigen Status der ca. 9.000 Palästinenser, die zurzeit unter israelischer Militärverwaltung leben, äußerte er sich nicht. Im Falle einer Annexion würde das Jordantal zu israelischem Staatsgebiet und dort ansässige Bewohner zu israelischen Staatsbürgern werden.

Gebetsanliegen: Bitte beten Sie mit uns für die israelischen Parlamentswahlen am Dienstag, 17. September. Beten wir, dass Gott die Herzen der Wähler lenkt und der Wahlsieger ein solides Mandat zur Regierungsbildung erhält. Beten wir für eine Regierung, die ein Segen für die gesamte Bevölkerung sein und die vielen anstehenden Herausforderungen bewältigen wird.

 

Hebräische Universität plant Forschungszentrum in China

Die Hebräische Universität in Jerusalem hat am Dienstag eine Absichtserklärung zur Errichtung eines Hirnforschungszentrums in der südchinesischen Stadt Guangzhou unterzeichnet. Nach einem Bericht der Jerusalem Post wird der Aufbau des Zentrums unter anderem unter Leitung der Professoren Israel Nelken und Hagai Bergman des Edmond & Lily Safra Zentrums für Hirnforschung erfolgen. Die Kooperation mit Guangzhou sieht vor, die klinische Spitzenforschung im Gebiet der Neuromodulation voranzubringen und die Neuromodulationstherapie für neurologische und psychiatrische Erkrankungen zu verbessern. Neben Krankenhäusern in Jerusalem und Guangzhou beteiligt sich auch das Medizintechnikunternehmen Alpha Omega aus Nazareth an der Kooperation. Es ist Branchenführer im Gebiet der Neuromodulation und Israels erfolgreichstes arabisches High-Tech Unternehmen.

 

Bonn: Stadtrat schließt BDS-Unterstützer von Kulturfest aus

Vier palästinensische Organisationen dürfen auf Beschluss der Stadt Bonn nicht am Kultur- und Begegnungsfest „Vielfalt!“ am 29. September teilnehmen, weil sie die antiisraelische BDS-Kampagne, die seit 2005 weltweit zu Boykott, Sanktionen und Kapitalabzug aus Israel aufruft, unterstützen. Das berichtete die Regionalzeitung „General-Anzeiger Bonn“ am Montag. Im Mai hatten Vertreter von CDU, SPD, FDP und Grünen im Bonner Stadtrat die BDS-Kampagne als antisemitisch und antiisraelisch erklärt. Drei der vom Ausschluss betroffenen Vereine, darunter die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft e. V. und die Regionalgruppe NRW Süd, sehen ihr Recht auf freie Meinungsäußerung beschnitten und sind nun vor das Verwaltungsgericht gezogen.

 

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