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Israelische Technik hilft bei Höhlenrettung in Thailand

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Posted on: 
9 Jul 2018 (All day)
Israelische Technik hilft bei Höhlenrettung in Thailand

Rettungskräfte nutzen israelische Technik, um mit den in einer überfluteten Höhle in Thailand eingeschlossenen Jungen und ihrem Trainer zu kommunizieren. Die israelische Firma Maxtech Networks hat ein System zur Verfügung gestellt, das eine Audio-, Video- und Datenverbindung zu den Jungfußballern und ihrem Betreuer herstellt. 19 Sender, die kleinen Radios gleichen, ermöglichen die Weitergabe kabelloser Kommunikation in dem verwinkelten Höhlensystem. Datenkabel stellen dort die Verbindung her, wo Überflutungen die Signalweitergabe unmöglich machen würden.

„Die Lage innerhalb der Höhle ist sehr komplex“, erklärt Uzi Hanuni, Geschäftsführer von Maxtech gegenüber der Times of Israel. Ein israelischer Bekannter, der ein Rettungsteam in Thailand leitet, hatte Hanuni kontaktiert, nachdem die zwölf Jungen im Alter von elf bis 16 Jahren am 23 Juni nach einer Höhlenexkursion als vermisst gemeldet worden waren. Maxtech-Mitarbeiter Yuval Zalmanov flog daraufhin am 25. Juni nach Thailand, das Kommunikationssystem transportierte er in seinem Koffer. „Wir freuen uns, dass wir helfen können“, sagt Hanuni, der plant, ein Notfallteam zusammenzustellen, das seine Technik künftig weltweit einsetzen wird.

Acht der zwölf Jungen konnten bisher mithilfe professioneller Rettungstaucher aus der Höhle gebracht werden, weitere Rettungsversuche laufen derzeit. Die Jungen und ihr Trainer wurden am 2. Juli von britischen Rettungstauchern entdeckt, neun Tage nach ihrem Verschwinden. Sieben Mitglieder der militärischen Taucheinheit THAI Seals, einschließlich mehrerer Rettungssanitäter, kümmern sich derzeit in der Höhle um die Eingeschlossenen. Ein Rettungstaucher ist am Freitag bei seinem Einsatz in dem gefährlichen Terrain ums Leben gekommen.

 

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