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Jürgen Bühler: Wir brauchen wieder einen prophetischen Geist in Deutschland

ICEJ-Nachrichten vom 08. August 2019

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Posted on: 
8 Aug 2019 (All day)
Jürgen Bühler: Wir brauchen wieder einen prophetischen Geist in Deutschland

Christen in Deutschland sollten für eine neue Ausgießung des Heiligen Geistes über Pastoren und Gemeindeleiter beten. Das sagte ICEJ-Präsident Jürgen Bühler beim Jesaja-62-Gebet am gestrigen Mittwoch in Stuttgart. So wie die Söhne Issachars die Zeichen der Zeit erkannten und wussten, wie ihr Volk handeln sollte, brauchen auch Christen die Gabe der Erkenntnis und der Geistesunterscheidung, um zu erkennen, welche Stunde in Deutschland geschlagen habe. Der Wohlstand im Deutschland der Nachkriegszeit habe dazu geführt, dass die Gemeinde Jesu der geistlichen Situation im Land gleichgültig gegenüberstehe. Außerdem rief Bühler dazu auf, für einen Geist des Gebets und einen neuen Hunger nach Gottes Wort zu beten. Auch Gottfried Bühler, erster Vorsitzender der ICEJ-Deutschland, unterstrich, wie wichtig es sei, für die Bundesregierung zu beten – insbesondere dass Gott Deutschland davor bewahre, noch einmal gegen Israel vorzugehen. Besonderer Gast des Abends war Joel Russo, Leiter der ersten und einzigen messianisch-jüdischen Schule, Makor HaTikvah, in Israel. Trotz Widerständen seitens verschiedener Regierungsstellen ist diese Schule 2018 als erste messianisch-jüdische Schule vom Staat Israel anerkannt worden. Russo bat darum, für die messianisch-jüdischen Kinder zu beten, die in den regulären staatlichen Schulen oft enormen Anfeindungen und Mobbing ausgesetzt sind. (Foto: ICEJ, Jesaja-62-Gebet in Stuttgart)

Jürgen Bühler wird am 17. August beim ICEJ-Sommer-Event in der FILharmonie in Filderstadt sprechen.Kommen Sie mit Ihrer ganzen Familie und staunen Sie über das Wirken Gottes in Israel. Für Kinder von 5-12 Jahren gibt es ein eigenes Programm. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung vorab unbedingt notwendig. Zur Anmeldung

 

18-jähriger Jeschiwa-Student im Westjordanland ermordet

Ein 18-jähriger Jeschiwa-Student ist am heutigen Donnerstagvormittag nahe des Kibbuz Migdal Oz im Westjordanland (Judäa und Samaria) ermordet aufgefunden worden. Dvir Sorek aus der jüdischen Ortschaft Ofra lernte an einer Jeschiwa, die das Thora-Studium mit dem Militärdienst verbindet. Israelische Sicherheitskräfte gehen von einem Terroranschlag aus und vermuten, dass Sorek zuvor Opfer einer Entführung geworden war und wenige Stunden später ermordet wurde. Er sei zum Tatzeitpunkt unbewaffnet und in Zivilkleidung gewesen. Zurzeit suchen Armee und Inlandsgeheimdienst nach den Tätern und Hintermännern. Der Fall erinnert an die Ermordung der drei jungen Jeschiwa-Studenten Naftali Frenkel, Gilad Schaer und Eyal Jifrach vor etwa fünf Jahren.

 

Israelis rechnen mit Wiederwahl Netanjahus

Aktuellen Umfragen zufolge geht die Mehrheit der israelischen Bevölkerung davon aus, dass Premierminister Benjamin Netanjahu auch die nächste Regierungskoalition führen wird. Das berichteten israelische Medien am Dienstag. Netanjahus Sicherheits- und Außenpolitik wird überwiegend positiv wahrgenommen, seine Sozialpolitik hingegen von der Hälfte der Befragten schlecht bewertet. Israelis kritisieren eine fortdauernde soziale Ungleichheit, unter der vor allem Minderheiten zu leiden haben, und wünschen sich von der künftigen Regierung eine entschiedenere Bekämpfung dieses Missstands. Prognosen für die Parlamentswahlen im September sehen weiterhin den Likud von Netanjahu mit dem Blau-Weiß-Bündnis von Benny Gantz gleichauf. Die russisch-säkulare Partei Jisrael Beitenu von Avigdor Lieberman hat sehr an Zustimmung gewonnen und gilt weiterhin als entscheidende Kraft zur Bildung einer Koalitionsregierung. Viele säkulare Israelis und religiöse Minderheiten beklagen den Einfluss streng-religiöser Gruppierungen und die Beeinträchtigung ihrer eigenen Rechte. So sind in Israel viele orthodoxe Juden vom obligatorischen Militärdienst befreit und jüdische  Eheschließungen nur nach orthodoxem Ritus gültig. Dadurch sind andere Denominationen, darunter messianische Juden, benachteiligt.

Gebetsanliegen: Bitte beten Sie für die bevorstehenden Neuwahlen! Beten wir, dass Kandidaten gewählt werden, denen das Wohl der gesamten Bevölkerung am Herzen liegt, und die die Anliegen von Minderheiten, einschließlich der messianischen Juden, berücksichtigen.

 

Palästinensischer Lebensretter erhält Aufenthaltsrecht in Israel

Ein Palästinenser, der gemeinsam mit seiner Frau israelischen Terroropfern das Leben rettete, hat die israelische Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Das meldeten israelische Medien am Mittwoch. Palästinensische Terroristen hatten 2016 das Auto einer israelischen Familie nahe Hebron beschossen und den Fahrer und Familienvater Rabbi Miki Mark getötet. Ein vorbeifahrender palästinensischer Autofahrer und seine Frau, eine Ärztin, retteten die schwer verwundeten Kinder und die Frau des Rabbiners aus dem Wrack des Wagens und leisteten Erste Hilfe. In der Folgezeit verlor der Palästinenser seine Arbeit und erhielt von anderen Palästinensern Morddrohungen. Führende jüdische Siedler setzten sich für ihn und seine Familie ein, auch die israelischen Medien berichteten über seinen Fall. Das israelische Innenministerium erteilte dem Palästinenser und seiner Familie, die anonym bleiben möchten, nun das Aufenthaltsrecht in Israel, das ihnen den Zugang zum israelischen Arbeitsmarkt und zu Sozialleistungen ermöglicht.

 

Holocaustüberlebender läuft Halbmarathon für Deutschland

Der 83-jährige zweifache Olympiateilnehmer Shaul Ladany ist bei den europäischen Maccabi-Spielen in Budapest als Ehrenmitglied unter deutscher Flagge gelaufen. Nach Angaben der israelischen Nachrichtenseite Ynetnews absolvierte er den Halbmarathon in 3 Stunden und 21 Minuten. Zu den europäischen Maccabi-Spielen entsenden jüdische Sportvereine aus ganz Europa ihre besten Sportler. Dieses Jahr waren es insgesamt 3.000 Athleten. Shaul Ladany wurde 1936 in Belgrad geboren. Mit seiner Familie wurde er ins KZ Bergen-Belsen deportiert, konnte jedoch in die Schweiz fliehen und wanderte nach dem Krieg nach Israel aus. Als Mitglied der israelischen Delegation bei den Olympischen Spielen 1972 in München entging er knapp der Geiselnahme durch palästinensische Terroristen, bei der elf seiner Teamkollegen ums Leben kamen. Bei der diesjährigen Makkabiade ist Ladany für Deutschland angetreten, weil das Land seiner Ansicht nach Verantwortung für die Verbrechen des Holocausts übernommen habe. Er sagt aber auch klar: „Die Menschen müssen darüber unterrichtet werden, was in der Vergangenheit geschehen ist, damit es solche Geschehnisse in der Zukunft nie wieder geben wird.“

 

Antisemitische Angriffe auf Juden in München, Berlin und Hamburg

Ein Rabbiner und seine beiden Söhne sind am Samstag nach dem Synagogenbesuch anlässlich des Schabbats von Unbekannten antisemitisch beschimpft und bespuckt worden. Der Vorfall ereignete sich nur knapp eine Woche nach zwei ähnlichen Angriffen in Berlin und Potsdam. Im Berliner Stadtteil Wilmersdorf war Ende Juli ein Rabbiner mit seinem Sohn auf dem Heimweg nach dem Synagogenbesuch beschimpft und bespuckt worden, in Potsdam hatten zwei Männer einen Studenten attackiert, der eine Kippa mit Davidstern trug. Gegen die beiden Angreifer in Potsdam wird bereits polizeilich ermittelt, die Verdächtigen der Fälle in Berlin und München konnten bisher nicht identifiziert werden. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte im Mai gemeldet, 2018 habe es einen Anstieg antisemitischer Gewalttaten von rund 70% im Vergleich zum Vorjahr gegeben.

 

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