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Jom Kippur

ICEJ-Kurznachrichten vom 18. September 2018

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Posted on: 
18 Sep 2018 (All day)
Jom Kippur

Am heutigen Dienstagabend beginnt Jom Kippur (wörtlich „Tag der Sühne“, auch bekannt als Versöhnungstag). Jom Kippur ist der heiligste jüdische Feiertag, der dem Fasten und Gebet gewidmet ist, um göttliche Vergebung für die Sünden des vergangenen Jahres zu erbitten. Er findet zehn Tage nach dem jüdischen Neujahrsfest Rosch HaSchanah statt und bildet den Abschluss der dazwischenliegenden zehn Tage der Reue und Umkehr zu Gott. Nicht nur religiöse Israelis verzichten während des 25 Stunden dauernden Fastens auf Essen und Trinken und nutzen den Tag zum Gebet oder für eine intensive Prüfung ihres Lebens. Das öffentliche Leben in Israel steht still, jüdische Restaurants und Geschäfte bleiben geschlossen, die Straßen sind nahezu autofrei mit Ausnahme von Krankenwagen. Nachdem Israel 1973 von Ägypten und Syrien im Jom-Kippur-Krieg angegriffen wurde, gibt es „stilles Radio und Fernsehen“. Die Sender sind den ganzen Tag stumm, können aber im Ernstfall ohne Einschalten Meldungen senden.

 

Israel erhöht Sicherheitsmaßnahmen zu Jom Kippur

Israelische Sicherheitskräfte von Polizei und Grenzschutz haben zu Jom Kippur die Sicherheitsmaßnahmen für Synagogen und auf öffentlichen Plätzen im ganzen Land erhöht, u.a. in der Altstadt Jerusalems und an der Klagemauer. Es wird erwartet, dass während des Fastens an Jom Kippur von Dienstagabend bis Mittwochabend Tausende zum Beten an die Klagemauer kommen werden. Am heutigen Dienstagmorgen wurden auf dem Tempelberg in Jerusalem fünf arabische Aktivisten der Schabab al-Aksa-Terrorgruppe verhaftet, die die regelmäßig stattfindenden Besuche auf dem Tempelberg störten. Sanitäter im Gazastreifen sagten am Dienstag, zwei Palästinenser seien an der Grenze zu Israel getötet worden. Die israelische Armee erklärte, einige Verdächtige hätten sich am Grenzzaun zu schaffen gemacht. In den letzten Tagen wurden mindestens zwei Bomben am Gaza-Grenzzaun gefunden und entschärft.

 

Israel: Syrien für Abschuss des russischen Flugzeugs verantwortlich

Die Verantwortung für den Abschuss des russischen Aufklärungsflugzeugs vom Typ Iljuschin Il-20 über Latakia, bei dem 15 russische Soldaten ums Leben kamen, liegt voll und ganz beim Assad-Regime in Syrien sowie beim Iran und der libanesischen Terrororganisation Hisbollah. Das erklärte Brigadegeneral Ronen Manelis, Sprecher der israelischen Armee, am heutigen Dienstag. Er wies Anschuldigungen aus Moskau zurück, Israel sei für den Abschuss verantwortlich, da israelische F16-Kampfjets das russische Flugzeug als Deckung genutzt hätten, um Ziele in Syrien zu bombardieren, und es somit der syrischen Luftabwehr ausgesetzt hätten. Israel bedauere den Tod der Besatzungsmitglieder des russischen Flugzeugs, das durch „wahlloses Feuer syrischer Flugabwehrbatterien“ getroffen wurde. Russlands Präsident Putin sprach unterdessen von einer „Verkettung unglücklicher Umstände“.

Manelis bestätigte, dass israelische Kampfjets einen syrischen Militärstützpunkt beschossen, von dem aus Systeme zur Herstellung tödlicher Waffen im Auftrag Irans an die Hisbollah hätten geliefert werden sollten. Mit den Waffen hätte Israel angegriffen werden können, was Israel nicht tolerieren konnte. Vorläufige Untersuchungen hätten ergeben, dass die israelischen Flugzeuge zum Zeitpunkt des Flugzeugabschusses bereits wieder nach Israel zurückgekehrt waren.  

 

1.000 Falasch Mura dürfen nach Israel einwandern

Weitere 1.000 Falasch Mura, äthiopische Juden, die Verwandte in Israel haben, sollen von Äthiopien nach Israel einwandern dürfen. Das gab der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu am Montag bekannt. Im Jahr 2015 beschloss die israelische Regierung, alle restlichen Mitglieder der Falasch Mura, die in Addis Abeba und Gondar auf ihre Einwanderung nach Israel warten, in den jüdischen Staat zu bringen. 1.300 von ihnen konnten mit Unterstützung der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ) inzwischen nach Israel kommen, doch immer wieder wurde der Einwanderungsprozess aufgehalten. Derzeit warten noch rund 8.200 Falasch Mura in Äthiopien darauf, mit ihren Familien in Israel wiedervereint zu werden.

Bitte helfen Sie der ICEJ, auch die Flüge für die nächsten 1.000 Falasch Mura nach Israel zu finanzieren, damit Familien, die seit Jahren auf ein Wiedersehen warten, wieder zusammenkommen können. Als Verwendungszweck „Äthiopische Alijah“ angeben, herzlichen Dank!

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Palästinensischer Terrorist tötet Israeli

Am Sonntag hat der 17-jährige palästinensische Terrorist Khalil Yusef Ali Jabarin aus Yatta südlich von Hebron vor einem Supermarkt an der Gusch Etzion-Kreuzung im Westjordanland den 45-jährigen Ari Fuld durch eine Messerattacke getötet. Trotz der tödlichen Verletzung gelang es Fuld, der auch in der israelischen Armee diente, seinem Angreifer nachzulaufen und auf ihn zu schießen, bevor er zusammenbrach und im Krankenhaus seiner Verletzung erlag. Er hinterlässt seine Frau und vier Kinder im Alter von zwölf bis 22 Jahren. Fuld war stellvertretender Direktor von „Standing Together“, einer Organisation die sich für israelische Soldaten einsetzt, und ein starker Fürsprecher für Israel. Er wohnte nahe Efrat und besaß auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. 1994 wanderte er nach Israel ein. Die USA und die EU verurteilten den Terroranschlag.

Der Attentäter wurde mittelschwer verletzt in ein israelisches Krankenhaus gebracht. Die Palästinensische Autonomiebehörde nannte Jabarin einen „Märtyrer“ und gab bekannt, die Familie des Terroristen werde drei Jahre lang monatlich 1.400 Schekel (335 Euro) erhalten.

 

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