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Keine Akzeptanz für Judenhass

Gedenk- und Solidaritätsfeier zur Reichspogromnacht am 9. Nov. 2023

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Posted on: 
13 Nov 2023
Keine Akzeptanz für Judenhass

Über 100 Teilnehmer kamen, obwohl man erst drei Tage zuvor spontan zur Gedenkveranstaltung und Solidaritätskundgebung eingeladen hatte. Viele Besucher nahmen teils weite Anfahrten auf sich, um an diesem Tag Rückgrat für Israel zu zeigen. Auch alle Sprecher, die eingeladen wurden, sagten innerhalb von 48 Stunden zu: Dr. Robischon, der Bürgermeister der Stadt Michelstadt, Roman Melamed, der Gemeindebetreuer des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen und Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde Fulda sowie Uwe Becker, der hessische Antisemitismusbeauftragte.

Schweigeminute für Terroropfer

Die Reden bezogen sich nicht nur auf das Vergangene, sondern auch auf den neu aufkommenden Antisemitismus und die Verpflichtung, dazu nicht zu schweigen. Die Gäste standen mit Israel-Flaggen vor der Synagoge und mit einem klaren Bekenntnis zum jüdischen Volk, dazu gab es wunderbare musikalische Begleitung. Die Synagoge war liebevoll mit Blumen geschmückt – und mit 240 Lichtern, die an die Geiseln erinnerten, die noch immer von der Hamas festgehalten werden. Mit einer Schweigeminute gedachte man auch ihrer und würdigte die Opfer des Terrorüberfalls vom 7. Oktober 2023.

So sagte der Antisemitismusbeauftragte Becker: „Es geht wieder darum, was wir tun und wie wir auf Judenfeindlichkeit reagieren.“ Man habe sich schon zu sehr an jüdische Schulen mit Polizeischutz gewöhnt und daran, dass Juden es nicht mehr wagen, in ihre Synagoge zu gehen. „Jetzt ist der Punkt da, an dem es sich entscheidet!“, rief Uwe Becker: „Wir müssen gegen Antisemitismus einstehen!“

„Nie wieder“ ist jetzt!

ICEJ-Mitarbeiterin Elisabeth Stephan-Brämer endete ihre Rede mit den Worten: „Es wäre ein Hohn, wenn wir hier stehen und um Vergebung für die Verbrechen der Deutschen am jüdischen Volk bitten, aber untätig zusehen würden, wie erneut das jüdische Volk gejagt, gehetzt, gemordet und entführt wird und Menschen auf unseren Straßen klar für den Tod der Juden demonstrieren. Meine Damen und Herren: ‚Nie wieder‘ ist jetzt!“

Der Tag war reich gesegnet und die Resonanz bei der jüdischen Gemeinde sehr bewegend.

 

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