Change Region:Germany

Klagemauer vor Feiertagen gesäubert

ICEJ-Kurznachrichten vom 28. August 2018

DruckversionSend by email
Posted on: 
28 Aug 2018 (All day)
Klagemauer vor Feiertagen gesäubert

Am heutigen Dienstagmorgen sind tausende mit Gebeten und Bitten beschriebene Zettel aus den Ritzen, Spalten und Hohlräumen in der Klagemauer (Westmauer des 2. Tempels) entfernt worden. Die Säuberungsaktion an der heiligsten jüdischen Stätte fand im Vorfeld der hohen jüdischen Feiertage statt, die in den nächsten Wochen in Israel gefeiert werden. Schmuel Rabinovitch, Rabbiner der Klagemauer, leitete die Helfer an, die die Zettel entfernten und auf dem Ölberg beerdigten. Die Tätigkeit wurde mit einem Gebet abgeschlossen, in dem Gott gebeten wurde, die auf die Zettel geschriebenen Bitten zu erhören. Zweimal im Jahr, vor dem Passahfest im März/April und vor dem jüdischen Neujahrsfest Rosch HaSchana im September/Oktober wird die Klagemauer traditionell gereinigt und inspiziert. Menschen aus Israel und aller Welt platzieren dort Millionen Gebetsanliegen oder senden sie per Fax oder Email.

 

Pegel des Sees Genezareth auf historischem Tiefstand

Die Wasserpegel des Sees Genezareth und mehrerer kleinerer Gewässer in Israel befinden sich auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen. Das gab die israelische Wasserbehörde am Sonntag bekannt. Seit fünf Jahren dauert eine schwere Dürreperiode an. Den Wettervorhersagen zufolge könnte sie sich in den kommenden Jahren noch verstärken. Geistliche Leiter in Israel bitten diejenigen, die Israel lieben, inständig darum, für einen nassen, regenreichen Winter 2018/2019 zu beten. Nach Angaben der Wasserbehörde befindet sich der Wasserstand des Sees Genezareth derzeit bei -214,20 m und fällt jeden Tag um etwa 1 cm. Trotz guter Regenvorhersagen fürchten Meteorologen, dass die Trockenheit im Talkessel des Sees Genezareth andauern könnte. In Südisrael bei Sderot in gab es am Montag überraschend den ersten Herbstregen, der normalerweise erst im Oktober fällt.

Israel verfügt über fünf große Meerwasserentsalzungsanlagen, die rund 85 Prozent des Wasserbedarfs der Städte bereitstellen. Das Land ist zudem weltweit führend in der Abwasseraufbereitung. Fast 90 Prozent des Abwassers werden in der Landwirtschaft wiederverwertet, mehr als in jedem anderen Land. Die lange Dürreperiode bewirkt jedoch eine Wasserkrise in Israel.

 

Netanjahu trifft baltische Premierminister in Litauen

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu ist am Sonntag von einer viertägigen Reise nach Litauen zurückgekehrt, wo er seine baltischen Amtskollegen aus Litauen, Lettland und Estland traf. Die Regierungschefs sprachen über eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen Innovation und Sicherheit. Netanjahu erklärte, er habe seine Gesprächspartner auch gebeten, die verzerrte Haltung und Sicht auf Israel in den EU-Organisationen zu korrigieren. Israels Geheimdienste hätten dazu beigetragen, unzählige Leben in Europa zu retten. Das Atomabkommen mit dem Iran bedrohe auch die EU, da der Iran sein Streben nach Atomwaffen nicht eingestellt habe. Die EU-Entscheidung, dem Iran 18 Millionen Euro zu geben, sei ein Fehler. Netanjahu dankte Litauen, dass es mit Anstand für die Wahrheit einstehe und Israel in internationalen Foren wie den UN und der EU unterstütze.

Netanjahu und seine Ehefrau Sara trafen auch jüdische Vertreter, besuchten das Ghetto und die Choral-Synagoge in Wilna. „Zwei Lehren müssen aus dem Holocaust gezogen werden und dürfen nicht vergessen werden“, erklärte Netanjahu. Zum einen müssten schlechte Dinge wie Barbarei, Terrorismus und Radikalismus im Keim erstickt werden und zum anderen müssten das jüdische Volk und der Staat Israel immer in der Lage sein, sich selbst zu verteidigen.

 

Internationale Firmen ziehen sich aus Iran zurück

Große internationale Firmen ziehen sich nach und nach aus dem Iran zurück. Die europäischen Fluggesellschaften British Airways und Air France erklärten am Donnerstag, dass sie ihre Flüge in den Iran bald einstellen würden, da sich die Strecken nicht rentierten. Zuvor hatte bereits Google bekanntgegeben, dass mehrere YouTube-Kanäle und Benutzerkonten sozialer Medien geschlossen würden, über die das iranische Regime mutmaßlich Fehlinformationen verbreitete. Facebook und Twitter hatten in den vergangenen Tagen ähnliche Maßnahmen ergriffen. Die Europäische Union hingegen beschloss am Donnerstag, für die Islamische Republik 18 Millionen Euro Aufbau- und Entwicklungshilfe bereitzustellen. Die wirtschaftlichen Beziehungen sollen so in Bereichen gestärkt werden, die den EU-Bürgern nützten, erklärte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini.

 

Share this: