Change Region:Germany

Nach Gewaltwochenende: Israel verhaftet 12 palästinensische Angreifer

ICEJ-Kurznachrichten vom 29. Januar 2019

DruckversionSend by email
Posted on: 
29 Jan 2019 (All day)
Nach Gewaltwochenende: Israel verhaftet 12 palästinensische Angreifer

Israelische Sicherheitskräfte haben am heutigen Dienstag zwölf Palästinenser festgenommen, die verdächtigt werden, am späten Montagabend Soldaten und Zivilisten angegriffen zu haben. Am Wochenende gab es mehrere gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und Israelis an der Gaza-Grenze und im Westjordanland (Judäa und Samaria). Unter anderem griffen palästinensische Terroristen einen jüdischen Wanderer im Westjordanland an. Am Gaza-Grenzzaun gab es die schwersten gewalttätige Ausschreitungen von Palästinensern seit mehreren Wochen. Berichten zufolge wurden vier Palästinenser bei verschiedenen Zusammenstößen am Wochenende getötet und mehr als 30 verwundet. Die im Gazastreifen regierende islamistische Terrororganisation Hamas organisiert seit dem 30. März jeden Freitag Proteste am Gaza-Grenzzaun unter dem Motto „Die große Rückkehr“. Oft nehmen daran mehrere tausend Palästinenser teil, werfen Granaten und Brandsätzen auf israelische Soldaten und versuchen, den Grenzzaun zu stürmen. Die israelische Armee hat bisher umgerechnet rund neun Millionen Euro zusätzlich ausgegeben, um gegen die Palästinenserausschreitungen am Grenzzaun vorzugehen. Einige jüdische Dörfer auf israelischer Seite liegen teilweise nur wenige Fußminuten vom Grenzzaun entfernt. (Foto: IDF, Gaza-Proteste)

 

Antisemitismus-Bilanz: 2018 weltweit dramatischer Anstieg

Der Antisemitismus hat 2018 weltweit einen neuen Rekord erreicht. Das geht aus einem globalen Antisemitismus-Bericht hervor, den das israelische Diaspora-Ministerium zum Internationalen Holocaust‐Gedenktag am Sonntag vorstellte. Seit 1990 verzeichnet man demnach einen dramatischen Anstieg antisemitischer Taten, wobei 70 Prozent aller antijüdischen Übergriffe im Zusammenhang mit einer antiisraelischen Haltung standen. 2018 wurden 13 Juden bei drei verschiedenen Anschlägen getötet, darunter eine 85-jährige Holocaustüberlebende in Paris und die Opfer des Massakers in der Synagoge in Pittsburgh. In Frankreich verzeichnete man eine Zunahme antisemitischer Taten von 68 Prozent verglichen mit 2017. In Israel selbst sorgten in den letzten Monaten mehrere Fälle von antisemitisch motiviertem Vandalismus in Synagogen für Empörung. Zuletzt brachen am Montag Randalierer in eine Synagoge in Jerusalem ein, verschmutzten den Boden und zerstörten die wertvolle Thora-Rolle. Wenige Tage zuvor war eine Synagoge in Netanya auf ähnliche Art entweiht worden.


Dammbruch in Brasilien: Israelische Armee schickt Hilfsteam

Nach dem Dammbruch in Brasilien hat Israel als eines der ersten Länder ein Katastrophen-Hilfsteam in die betroffene Region entsendet. Das Team besteht aus rund 130 Soldaten der israelischen Armee, darunter Ärzte, technische Experten und auf Unterwassereinsätze spezialisierte Marinesoldaten. Zum Aufspüren und Bergen der Katastrophenopfer brachten die Israelis Hightech-Geräte mit, unter anderem Unterwasserradars, Drohnen und satellitengestützte Ortungssysteme. Das israelische Katastrophen-Hilfsteam gehört weltweit zu den besten Rettungsorganisationen. Es wurde 2018 offiziell in die UN-Organisation International Search and Rescue Advisory Group (INSARAG) aufgenommen und ausgezeichnet. Israel hilft seit vielen Jahren mit Spezialteams bei Katastrophenfällen in aller Welt.

 

Katar zahlt 18 Millionen Euro an arme Familien im Gazastreifen

Bedürftige Familien im Gazastreifen haben jeweils einen 100-Dollar-Schein aus Katar erhalten. Umgerechnet rund acht Millionen Euro wurden am Samstag und Sonntag an den Postämtern im Gazastreifen an 94.000 Familien ausbezahlt. Katar will mit insgesamt rund 18 Millionen Euro humanitäre Projekte im Gazastreifen unterstützen. Der größte Teil der am Wochenende verteilten Hilfsgelder sollte ursprünglich zur Finanzierung der Gehälter von Hamas-Mitarbeitern verwendet werden. Israel blockierte die Auszahlung der Gehälter vergangene Woche jedoch vorübergehend, nachdem es zu Angriffen der Hamas gekommen war. Danach weigerte sich die Hamas, die Hilfsgelder anzunehmen.

 

Israel-Boykott: Paralympisches Komitee entzieht Malaysia Schwimm-WM

Weil Malaysia israelischen Sportlern die Teilnahme an der Para-Schwimmweltmeisterschaft verweigern wollte, hat das Paralympische Komitee am Sonntag beschlossen, dem muslimisch geprägten Land die Ausrichtung der Weltmeisterschaft zu entziehen. Die Schwimmweltmeisterschaft der behinderten Sportler hätte vom 29. Juli bis 4. August 2019 in malaysischen Kuching stattfinden sollen. Sie ist auch ein Qualifikationsturnier für die Paralympischen Spiele 2020 in Tokio. Nun sucht das Komitee kurzfristig nach einem neuen Gastgeberland. Bei den Weltmeisterschaften in Malaysia waren rund 600 Schwimmer aus 60 Nationen angemeldet.

 

Share this: