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PA verdoppelt Terroristen-„Gehälter“

ICEJ-Nachrichten vom 11. Juli 2019

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Posted on: 
11 Jul 2019 (All day)
PA verdoppelt Terroristen-„Gehälter“

PA verdoppelt Terroristen-„Gehälter“

Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) von Präsident Mahmoud Abbas hat die monatlichen „Gehaltszahlungen“ an verurteilte palästinensische Terroristen verdoppelt. Unterlagen des PA-Finanzministeriums zeigen, dass Ramallah jeden Monat rund zehn Millionen Euro an Terroristen und deren Familien bezahlte. Diese Zahlungen wurden im Mai auf rund 19 Millionen Euro erhöht. So erhält Husam Al-Qawasmi, der wegen der Ermordung der drei israelischen Teenager Gilad Shaar (16), Eyal Yifrach (19) und Naftali Frenkel (16) im Jahr 2014 in Haft sitzt, statt 500 Euro nun monatlich 1000 Euro. Das Durchschnittseinkommen im Westjordanland liegt bei 470 Euro. Die PA bestritt am Mittwoch die Erhöhung, es habe „technische Probleme“ gegeben. Die Zahlungen an Terroristen sind bereits seit mehreren Jahren bekannt. Die PA finanziert sich zum großen Teil durch UN-Gelder. Deutschland gehört zu den Hauptgebern. UN und Bundesregierung machen die Einstellung der Terroristen-Gehälter nicht zur Bedingung ihrer finanziellen Unterstützung. (Foto: Mahmoud Abbas, Archivbild)

 

Rivlin und Netanjahu feiern ägyptischen Nationalfeiertag

Der israelische Präsident Reuven Rivlin und Premierminister Benjamin Netanjahu haben am Mittwoch den ägyptischen Nationalfeiertag in der ägyptischen Botschaft in Tel Aviv gefeiert. Sie waren Gäste des ägyptischen Botschafters Khaled Azmi. Netanjahu lobte die Kooperation der beiden Staaten sowohl im Kampf gegen Extremismus und Terrorismus als auch auf wirtschaftlicher Ebene. Er pries auch das bereits seit 40 Jahren bestehende Friedensabkommen zwischen Israel und Ägypten. Präsident Rivlin dankte seinem ägyptischen Amtskollegen Präsident al-Sisi für dessen Bemühen, die Beziehung beider Länder zu stärken. Israel wünsche sich eine engere Beziehung auch mit der ägyptischen Bevölkerung und bete für einen echten Frieden, um „ein gutes und sicheres Leben für unsere Völker und unsere beiden Länder zu erschaffen.“ Obwohl die Zusammenarbeit zwischen Israel und Ägypten seit Beginn der Präsidentschaft al-Sisis blüht, besteht in weiten Teilen der ägyptischen Bevölkerung weiterhin Skepsis und zum Teil eine starke Ablehnung gegenüber Israel.

 

Südisrael: Terror-Ballons aus Gaza verursachen weniger Brände

Im Vergleich zum Vorjahr haben aus dem Gazastreifen geschickte Feuerballons weniger Brände in Südisrael verursacht. Das gab die israelische Armee am Mittwoch bekannt. Von April bis Juni 2018 bekämpften israelische Feuerwehrleute fast 2.000 Brände. Im selben Zeitraum 2019 waren es knapp 400. Während im gesamten vergangenen Jahr 3.400 Hektar Land zerstört wurden, sind es in diesem Jahr bislang 140 Hektar. Ob der Rückgang einer gesunkenen Anzahl von Brandanschlägen durch Terroristen aus dem Gazastreifen oder einer verbesserten Prävention und koordinierten Löscheinsätzen durch die Israelis zuzuschreiben ist, konnte noch nicht geklärt werden. Israel hat die Maßnahmen zur Brandbekämpfung verstärkt und die Reaktionszeiten verkürzt.

 

Sohn von Benjamin Netanjahu: Jesus war Jude

Jair Netanjahu, Sohn des israelischen Premierministers, hat im Twitter-Schlagabtausch mit der amerikanisch-palästinensischen Politaktivistin Linda Sarsour die jüdische Identität Jesu verteidigt. Ein Tweet von Sarsour, in dem sie Jesus als „Palästinenser mit kupferbrauner Haut“ bezeichnet hatte, löste einen Sturm der Entrüstung aus. Viele Twitter-Nutzer, darunter Jair Netanjahu, reagierten auf Sarsours Behauptungen. Netanjahu schrieb: „Auf dem Kreuz über Jesu Kopf wurde ein Schild mit den Zeichen INRI angebracht: ‘Iesvs Nazarenvs Rex Ivdaeorvm’ – Jesus von Nazareth, König der Juden! Die Bibel sagt, dass Jesus in Judäa geboren und aufgewachsen ist!“ Linda Sarsour ist nicht die erste öffentliche Person, die versucht Jesus für den palästinensischen Nationalismus zu instrumentalisieren. Im April hatte bereits Ilhan Omar, US-Kongressabgeordnete der Demokraten, ähnliche Behauptungen gemacht. Messianische Juden hoffen, dass nun in Israel mehr über Jesus gesprochen werden wird.

 

Wachsender Antisemitismus in Europa

Eine neue Studie der EU-Agentur für Grundrechte zeigt, dass vor allem junge Juden in Europa unter dem wachsenden Antisemitismus leiden. Demnach erlebt die Generation der 16- bis 34-jährigen Juden aktuell doppelt so viele antisemitische Anfeindungen wie die Generation der über 60-Jährigen. Rund 44 Prozent der jungen Juden wurden bereits antisemitisch belästigt, meist über E-Mail und in Sozialen Medien. Mehr als 80 Prozent der Juden aller Altersgruppen registrierten eine Zunahme des Antisemitismus im Internet in den letzten fünf Jahren. Rund 70 Prozent gaben an, in der Öffentlichkeit mehr Feindseligkeit zu erleben. Mehr als Dreiviertel der Betroffenen meldeten die antisemitischen Belästigungen den Behörden jedoch nicht.

 

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