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Raketenbeschuss Südisraels, Terroranschlag in Samaria

ICEJ-Nachrichten vom 27. August 2019

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Posted on: 
27 Aug 2019 (All day)
Raketenbeschuss Südisraels, Terroranschlag in Samaria

Raketenbeschuss Südisraels, Terroranschlag in Samaria

Terroristen aus dem Gazastreifen haben am heutigen Dienstag erneut Raketen auf Südisrael gefeuert. Die israelische Luftwaffe reagierte mit dem Beschuss eines Beobachtungspostens der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Terrororganisation Hamas. Bereits am späten Sonntagabend waren israelische Ortschaften im Grenzgebiet zu Gaza mit Raketen beschossen worden, darunter die Stadt Sderot, in der bei einem Konzert mit 4000 Besuchern kurzzeitig Panik ausbrach. Das israelische Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ (Eisenkuppel) konnte zwei Raketen abfangen, deren Trümmerteile auf das Konzertgelände fielen. Es gab keine Verletzten. Die israelische Luftwaffe reagierte und beschoss Stellungen der Terrororganisation Hamas. Auch das Büro eines hochrangigen Hamas-Kommandeurs wurde getroffen.

In Samaria töteten palästinensische Terroristen am Freitag in der Nähe eines beliebten Wanderziels die 17jährige Rina Shnerb (siehe Foto) aus dem zentralisraelischen Lod mit einem Sprengsatz. Dieser wurde per Fernzündung ausgelöst. Ihr Bruder und ihr Vater, ein Rabbiner, wurden verletzt. Am Montagnachmittag konnte ein weiterer, ähnlicher Sprengsatz nahe der jüdischen Orte Elon Moreh und Itamar von israelischen Sicherheitskräften entschärft werden. (Foto: Terroropfer Rina Shnerb, IDF)

 

Brasilien: Israel unterstützt Brandbekämpfung im Amazonasgebiet

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat das Angebot des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu angenommen, die Brandbekämpfung im Amazonas-Regenwald zu unterstützen. Wie die Jerusalem Post am Montag berichtete, wird Israel ein Löschflugzeug und Flammenbekämpfungsmittel ins Regenwaldgebiet Amazonas schicken. Nach Angaben der israelischen Internet-Zeitung Times of Israel wüteten dort allein diesen Monat über 20.000 Feuer. Viele davon seien von Farmern gelegt worden, die mehr nutzbares Ackerland gewinnen wollten. Trotz der umstrittenen Lockerung von umweltschützenden Maßnahmen in jüngster Vergangenheit versicherte Bolsonaro in einer Fernsehansprache am Freitag: „Der Schutz unseres Waldes ist unsere Pflicht und wir werden alles tun, um illegale Abholzung und andere kriminelle Taten zu bekämpfen, die unseren Amazonas bedrohen.“

Netanjahu begrüßte die Entscheidung des brasilianischen Präsidenten, nun über 43.000 Soldaten ins Katastrophengebiet zu schicken. Neben Israel hat auch US-Präsident Donald Trump Brasilien Unterstützung zugesagt. Ein auf dem G7-Gipfel beschlossenes Soforthilfepaket lehnte Bolsonaro ab, da der französische Präsident Emmanuel Macron die Verantwortlichkeit am Amazonas eigenständig auf die Agenda gesetzt und den Regenwald beim Gipfeltreffen als „Gemeingut“ bezeichnet hatte. Es ist bereits der zweite israelische Hilfseinsatz in Brasilien in diesem Jahr. Ende Januar entsandte Israel nach dem Dammbruch im Bundesstaat Minas Gerais Katastrophenhelfer.

 

Israel: Bevorstehender Mehrfrontenkrieg?

Israelische Medien spekulieren darüber, dass es an Israels Nord- und Südgrenze möglicherweise zu Kampfhandlungen kommen könnte. Am Montagabend hatte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu angeordnet, dass hochrangige Sicherheits- und Militärberater seinen politischen Rivalen Benny Gantz vom Blau-Weiß-Bündnis über die aktuelle Sicherheitslage in Kenntnis setzten. Es ist unüblich, dass Oppositionsführer offiziell von der Militärführung unterrichtet werden. Dies geschieht normalerweise nur vor einem möglichen Militäreinsatz. Am Wochenende hatte es mehrere Konfrontationen mit der Terrororganisation Hisbollah in Syrien und dem Libanon gegeben. Israelische Armeestützpunkte an der Grenze wurden in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt, nachdem die Hisbollah mit Vergeltungsschlägen gedroht hatte. Erst vor zehn Tagen hatte Netanjahu - als Reaktion auf die wiederholten Versuche von Gaza-Terroristen nach Israel einzudringen - erklärt, die im September anstehenden Neuwahlen würden Israel nicht von einer großangelegten Militäraktion gegen die im Gazastreifen herrschende islamistische Terrororganisation Hamas abhalten. Dass nun Benny Gantz über die Sicherheitslage informiert wurde, kann israelischen Medien zufolge auch als Abschreckungsversuch bewertet werden: Sollte die Hisbollah Israel angreifen, wäre Israel auf einen Krieg vorbereitet. Die Zivilbevölkerung in den israelischen Ortschaften an der Grenze zum Libanon wurde angewiesen, ihre Alltagsroutine beizubehalten.

Gebetsanliegen: Bitte beten Sie, dass Gott in der gegenwärtigen Situation der israelischen Regierung und Militärführung Weisheit gibt und die Zivilbevölkerungen beschützt.

 

Israel wehrt Drohnenangriffe von Iran, Hisbollah ab

Die israelische Armee hat in der vergangenen Woche mehrmals Anschläge durch in Syrien stationierte iranische Drohnen verhindert. Das bestätigte die Armee am Sonntag. Die israelische Luftwaffe beschoss in der Nacht eine Terror-Zelle südöstlich der syrischen Hauptstadt Damaskus, bevor diese mit Sprengsätzen bestückte iranische Drohnen nach Israel senden konnte. Bei dem Luftschlag wurden fünf Terroristen getötet, darunter ein Mitglied der iranischen Revolutionsgarden und zwei Mitglieder der schiitischen Terrororganisation Hisbollah aus dem Libanon. Bereits am Donnerstag hatte die israelische Armee einen ähnlichen Versuch verhindert. Den Einsatz iranischer Drohnen, mit denen auch die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen Anschläge gegen Saudi Arabien durchführen, sieht Israel als weiteren Beweis der Ambitionen Irans, seine Vormachtstellung in Syrien und dem Libanon auszubauen und von dort aus Israel anzugreifen.

Unbestätigte israelische Luftschläge im Libanon und dem Irak Am frühen Sonntagmorgen explodierte eine Drohne in der Nähe des Propagandabüros der Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut, eine weitere stürzte ab. Die libanesische Regierung und die Hisbollah behaupteten, es handle sich um israelische Drohnen. Israelische Medien berichteten, anhand der Trümmerteile sei festzustellen, dass es sich um iranische Modelle handelte, die möglicherweise von Israel zerstört worden seien. Ebenfalls am Sonntag wurde der Konvoi einer der Hisbollah nahestehenden Miliz im Irak nahe der syrischen Grenze von Drohnen angegriffen. Außerdem wurde am Montag der Stützpunkt einer palästinensischen Terrorgruppe, die mit der Hisbollah verbündet ist, im libanesischen Bekaa-Tal Ziel eines Luftschlags. Arabische Medien machen Israel für beide Angriffe verantwortlich. Israels Regierung und Armee kommentierten diese Meldungen nicht.

 

 

 

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