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Regen in Israel: Wasserpegel des Sees Genezareth steigt

ICEJ-Kurznachrichten vom 20. Dezember 2018

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Posted on: 
20 Dez 2018 (All day)
Regen in Israel: Wasserpegel des Sees Genezareth steigt

In Israel hat es am heutigen Donnerstagmorgen die ersten starken Regenfälle des Winters gegeben. Auf dem Berg Hermon im Norden fielen über Nacht 10 Zentimeter Schnee, es gab Gewitter, heftigen Wind und Überflutungsgefahr. Der Wasserpegel des Sees Genezareth stieg um 1,5 Zentimeter. Allerdings liegt der Pegelstand noch immer 1,58 Meter unterhalb der zweiten roten Linie und nur 29 Zentimeter über der schwarzen Linie. Bei Pegelständen unterhalb dieser roten Linie darf kein Wasser mehr aus dem See gepumpt werden, unterhalb der schwarzen Linie muss mit irreparablen Schäden der Flora und Fauna des Sees gerechnet werden. Die Regen-Vorhersagen der Wetterexperten für diesen Winter fallen optimistisch aus. Doch die israelische Wasserbehörde befürchtet, dass sich die seit Jahren anhaltende Dürre in der Region fortsetzen wird. (Foto: ICEJ, Blick auf den See Genezareth)

Bitte beten Sie mit uns, dass es diesen Winter in Israel viel regnet, damit die leeren Wasserreservoire wie  der See Genezareth wieder aufgefüllt werden, vielen Dank!

 

Vierter Angriffstunnel entdeckt, keine UN-Verurteilung für Hisbollah

Am Sonntag hat die israelische Armee an der israelisch-libanesischen Grenze einen vierten Angriffstunnel der schiitischen Terrormiliz Hisbollah entdeckt. Der Aufforderung Israels, die Hisbollah als Terrororganisation zu bezeichnen und zu verurteilen, weil sie mit dem Bau der Tunnel gegen die UN-Resolution 1701 verstoße, kam der UN-Sicherheitsrat am Mittwoch nicht nach. Nicht der Libanon verletze die israelische Souveränität, sondern Israel verletze die libanesischen Hoheitsrechte, behauptete die libanesische Botschafterin Amal Mudallali. Die Vertreter Frankreichs, Großbritanniens, Schwedens, der Niederlande und Russlands ermahnten sowohl den Libanon als auch Israel, die Resolution 1701 einzuhalten. Sicherheitsratsmitglied Kuwait bezeichnete mögliche Angriffe aus dem Libanon auf Israel als legitim. Dem Sicherheitsrat gehören 15 Staaten an, darunter aktuell auch China, Äthiopien, Kasachstan und Bolivien. Nur die USA stellten sich auf die Seite Israels. „Welche weiteren Beweise sind nötig, um zu zeigen, dass die Hisbollah eine Gefahr für Israel und die Region ist?“, fragte US-Vertreter Rodney Hunter.

Die Hisbollah wird maßgeblich vom Iran finanziert und gesteuert. Mit Sorge blickt man in Israel dem geplanten Abzug der US-Truppen aus Syrien entgegen. Es wird befürchtet, der Iran könnte danach seinen Einfluss in der Region weiter ausbauen. 


Israels Ziel: Alijah von 200.000 französischen Juden

40 Prozent der Juden in Frankreich denken laut repräsentativen Umfragen über eine Auswanderung nach Israel nach. Diese 200.000 französischen Juden möchte die israelische Regierung nun mit einem Aktionsplan gezielt zur Alijah (Einwanderung nach Israel) bewegen. Bildungsminister Naftali Bennet will die Pläne am Sonntag vorstellen. Aufgrund der Zunahme antisemitischer Übergriffe verließen in den letzten fünf Jahren bereits 27.000 Juden das Land, rund 18.000 französische Juden immigrierten seit 2015 nach Israel. Im Sommer bekannte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vor dem Dachverband der jüdischen Organisationen in Frankreich ein „kollektives Scheitern" des Versuchs, antisemitische Vorurteile bei der Einwanderungsjugend abzubauen. Frankreich ist das Land mit den meisten Einwanderern aus muslimisch geprägten Ländern in Europa - etwa fünf Millionen. Mit 500.000 Mitgliedern hat Frankreich auch die größte jüdische Gemeinschaft in Europa.

 

Albanien weist iranische Agenten aus

Albanien hat am Mittwoch zwei iranische Agenten ausgewiesen, die an der Planung mehrerer Anschläge gegen Israelis beteiligt waren, unter anderem am gescheiterten Anschlag auf die israelische Mannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft 2016 in Albanien. Die Ausweisung steht im Zusammenhang mit der Verhaftung des iranischen Diplomaten Assadollah Assadi im Juli. Assadi soll während seiner Tätigkeit in der iranischen Botschaft in Wien an der Planung eines Anschlags auf eine Veranstaltung iranischer Oppositioneller in Frankreich beteiligt gewesen sein. Dänemark beschuldigte den iranischen Geheimdienst im November, die Ermordung eines im dänischen Exil lebenden Iraners geplant zu haben. US-Außenminister Mike Pompeo wies im Zusammenhang mit den aktuellen Ausweisungen darauf hin, dass dieses Jahr drei iranische Anschlagspläne in Europa aufgedeckt wurden. Er forderte die Staatengemeinschaft auf, gemeinsam mit Sanktionen gegen das iranische Regime vorzugehen.

 

Israel: Mit Fahne und Bibel auf den Mond

Israel bereitet sich auf seine erste Weltraummission zum Mond vor. Im Februar soll ein vom Non-Profit-Unternehmen SpaceIL finanziertes Raumschiff zu einem eineinhalb Monate langen Flug aufbrechen. Der Name des unbemannten Raumschiffs entspricht der hebräischen Bezeichnung für das erste Buch Mose „Bereschit“ („Im Anfang“). Am Montag wurde in Tel Aviv der Inhalt einer Kapsel vorgestellt, die als Erinnerung an den Besuch der Israelis auf dem Mond zurückbleiben soll. Es enthält unter anderem eine Israel-Fahne, eine hebräische Bibel, einen Reisesegen und Fotos von Israel. Die erste privat organisierte Mondmission kostet rund 84 Millionen Euro. Israel wäre nach den USA, der Sowjetunion und China die vierte Nation, der eine Mondlandung gelingt. Das Raumschiff soll von Cape Canaveral in Florida/USA aus starten.

 

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