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Rosch HaSchana, das jüdische Neujahrsfest

ICEJ-Kurznachrichten vom 06. September 2018

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Posted on: 
6 Sep 2018 (All day)
Rosch HaSchana, das jüdische Neujahrsfest

Rosch HaSchana wird dem jüdischen Kalender zufolge am 1. Tischri gefeiert, der nach dem gregorianischen Kalender in den September oder die erste Oktoberhälfte fällt. Dieses Jahr findet das jüdische Neujahrsfest Rosch HaSchana vom 9. bis 11. September statt. Es ist ein Fest, an dem sich die Juden über Gottes Erbarmen freuen sollen. Man isst in Honig getauchte Apfelspalten, um damit ein „süßes“, also ein gesegnetes und gutes neues Jahr zu symbolisieren und wünscht sich ein „Schana tova umetuka!“ (ein gutes und süßes neues Jahr). Mit Rosch HaSchana beginnen die zehn ehrfurchtsvollen Tage (Hebräisch: Jamim Noraim), die mit dem Versöhnungstag Jom Kippur enden. Juden überprüfen ihr Leben und bitten um Vergebung ihrer Sünden, um rein und ohne Schuld vor Gott in das neue Jahr zu starten.

 

Israel baut Sicherheitsmauer zum Libanon

Die israelische Armee befestigt derzeit die nördliche Grenze Israels, indem sie eine neun Meter hohe Sicherheitsmauer aus Stahlbeton und Stacheldraht entlang der Grenze zum Libanon baut. Das berichtet die Jerusalem Post am heutigen Donnerstag. Die Grenzbarriere ist mit Sensoren, Kameras, Zentren zur Informationssammlung und Warnsystemen ausgestattet und soll 1,7 Milliarden Schekel (~406 Mio. Euro) kosten. Elf Kilometer Sicherheitsbarriere bei Rosch HaNikra sind bereits fertiggestellt, ein weiterer Abschnitt bei Metulla soll in den kommenden Monaten beendet werden. Das Bauprojekt findet vollständig auf israelischem Territorium statt und ist mit der UN-Beobachtermission UNIFIL abgesprochen. Israels Generalstabschef Gadi Eisenkot erklärte diese Woche, die israelische Armee sei auf einen möglichen Krieg bestens vorbereitet.

Schätzungen zufolge verfügt die schiitische Terrormiliz Hisbollah im Libanon über 130.000 bis 150.000 Kurz-, Mittel- und Langstreckenraketen und 50.000 Kämpfer, darunter Reservisten. Sie ist der am stärksten bewaffnete nichtstaatliche Akteur weltweit. Vor dem 2. Libanonkrieg 2006 verfügte die Hisbollah über 15.000 Raketen. Innerhalb von 34 Tagen feuerte sie 4.000 Raketen auf Israel. Während damals täglich 130 bis 180 Raketen auf Israel geschossen wurden, könnten es bei einem erneuten Raketenkrieg 1.500 bis 2.000 Raketen pro Tag sein. Im Falle eines Krieges würden 22 israelische Ortschaften entlang der Grenze evakuiert.

 

Paraguay verlegt Botschaft von Jerusalem nach Tel Aviv zurück

Paraguay will seine Botschaft in Israel von Jerusalem nach Tel Aviv zurückverlegen. Das gab die Regierung des neugewählten paraguayischen Präsidenten Mario Abdo Benítez am Mittwoch bekannt. Das Land wolle so zu den diplomatischen Friedensbemühungen in der Region beitragen. Benítez´ Amtsvorgänger Horacio Cartes hatte erst am 21. Mai 2018 das neue Botschaftsgebäude Paraguays in Jerusalem eröffnet. Israel sieht die Entscheidung als schwerwiegend an. Sie werde die Beziehungen beider Länder überschatten, erklärte der israelische Premierminister und Außenminister Benjamin Netanjahu. Er ordnete am Mittwoch die Schließung der israelischen Botschaft in Paraguays Hautstadt Asunción an und beorderte den Botschafter zurück nach Israel. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) begrüßte den Schritt Benítez´, Enkel eines libanesischen Einwanderers. Dieser habe PA-Außenminister Riyad al-Maliki bei seinem Besuch in Asunción vor zwei Wochen die Botschaftsrückverlegung nach Tel Aviv zugesagt.

 

Haley: Friedensverhandlungen hängen von Abbas ab

Ein Erfolg oder Scheitern des noch immer nicht veröffentlichten US-Friedensplanes für Israel und die Palästinenser hängt von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas ab. Das erklärte Nikki Haley, US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, am Mittwoch. „Wir haben sichergestellt, dass Netanjahu an den Verhandlungstisch kommen wird. Abbas muss zum Wohle des Volkes an den Verhandlungstisch kommen“, forderte sie. Die Palästinenser sollten enttäuscht von Abbas und der Tatsache, dass er nichts tut, um die Lage für die Palästinenser zu verbessern. Unterdessen dankte Israels Premier Benjamin Netanjahu Haley „für alles, was Sie für uns getan haben und weiterhin für uns tun.“ Als US-Botschafterin bei den UN habe Haley vom ersten Tag an gegen die krankhafte Schmähung Israels bei den UN und die wiederholten Versuche, den jüdischen Staat zu isolieren und zu delegitimieren, angekämpft.

Die USA übernehmen im September den rotierenden Vorsitz im UN-Sicherheitsrat. Haley kündigte am Dienstag an, dass US-Präsident Donald Trump während der UN-Generalversammlung, die am 18. September beginnt, eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates zu den iranischen Verletzungen des internationalen Rechts führen wird. Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif warf den USA vor, den Vorsitz des UN-Sicherheitsrates zu missbrauchen. Während der UN-Sicherheitsrat Israel häufig kritisiert, fokussiert er sich äußerst selten auf die Handlungen des Irans in der Region.

 

Israel bestätigt Angriffe auf Irans Militärstützpunkte in Syrien

Die israelische Armee hat am Dienstag bestätigt, dass sie in den letzten 18 Monaten über 200 Mal iranische Militärstützpunkte in Syrien angegriffen habe. Die Iraner mussten einige Positionen räumen, von denen aus sie Israel bedrohen wollten. Auch Versuche des Iran, Waffen an seine Verbündeten, darunter die libanesisch-schiitische Terrormiliz Hisbollah, zu schmuggeln, seien vereitelt worden. Ein Sprecher der iranischen Atomenergieorganisation warnte unterdessen diese Woche, dass der Iran seine Urananreicherung weiter verstärken werde, wenn seine Partner das Atomabkommen aufkündigten. Teheran sei nicht bereit, zu einem früheren Level der Urananreicherung zurückzukehren. „Derzeit haben wir ein beträchtlich höheres Niveau als zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Abkommens“, erklärte der Sprecher. Irans nukleare Aktivitäten gingen in gutem Tempo voran.

 

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