Change Region:Germany

Sukkot: Tausende Christen feiern Laubhüttenfest

ICEJ-Nachrichten vom 21. September 2021

DruckversionSend by email
Posted on: 
21 Sep 2021
Sukkot: Tausende Christen feiern Laubhüttenfest

 

Am Montag hat das 42. Laubhüttenfest der ICEJ mit einer Feier auf den Südtreppen des Tempelbergs in Jerusalem begonnen. „Unsere Freunde und Unterstützer auf der ganzen Welt wären so gerne dieses Jahr nach Jerusalem gekommen, um das Laubhüttenfest mit dem jüdischen Volk gemeinsam zu feiern“, sagte ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler. „Aber nun feiern wir das Fest mit täglichen Liveübertragungen aus Israel.“ Bühler predigte über das Thema des diesjährigen Festes „Die Tage des Elia“ und erläuterte anhand von 1. Könige 18,24-46, dass anhaltendes Gebet einer geistlichen Erweckung vorausgeht. Er ermutigte Christen weltweit, für eine neue Ausgießung des Heiligen Geistes in ihrer Nation zu beten. Shilo Ben Hod (Israel) leitete die bis jetzt rund 4.000 Teilnehmer aus aller Welt, darunter 334 aus Deutschland, 101 aus der Schweiz und 28 aus Österreich, im Lobpreis. Liedbeiträge von Sängern und Musikern aus Südafrika, Island, Taiwan, den Fidschi-Inseln und anderen Ländern sorgten für ein abwechslungsreiches und farbenfrohes Programm. Entsprechend der jüdischen Tradition, an Sukkot die Nationen zu segnen, beteten messianisch-jüdische und arabische Pastoren aus Israel für die sechs beim ICEJ-Laubhüttenfest vertretenen Kontinente. Zum Abschluss beteten junge Mitarbeiter der ICEJ-Hauptstelle in Jerusalem für Israel.

Foto: ICEJ, Erster Tag des ICEJ-Laubhüttenfests, v.l.n.r.: Mojmir Kallus, Tiffany Malilin, Dr. Jürgen Bühler

Grußworte israelischer Politiker

Ein besonderer Höhepunkt des ersten Tages war das Grußwort von Israels Staatspräsident Isaac Herzog, der sich bei Christen weltweit für ihre „unerschütterliche und andauernde Freundschaft“ bedankte, „trotz aller Herausforderungen, die jeder von Ihnen im letzten Jahr erlebt hat. Ich weiß, dass Sie trotz alledem weiterhin für Israel beten.“ In den kommenden Tagen werden weitere Grußworte von israelischen Politikern erwartet. Am heutigen Dienstag äußerte sich auch Premierminister Naftali Bennett anerkennend über die Freundschaft der ICEJ und ihrer Unterstützer. „Ihr freut euch über Israels Erfolge und steht an unserer Seite, wenn wir es am meisten brauchen. Das ist es, was Freundschaft wirklich bedeutet.“ Bühler zeigte sich erfreut über die Reaktionen in Israel. „Wir freuen uns darüber, dass die neue israelische Regierung während dieses Laubhüttenfestes Christen weltweit die Hand reicht. Noch nie haben so viele Politiker und Kabinettsmitglieder die Teilnehmer unseres Festes begrüßt wie in diesem Jahr. Das zeigt, dass die Bennett-Lapid-Regierung die Unterstützung Israels durch Christen weltweit versteht und schätzt. Insbesondere freuen wir uns über die herzlichen Grüße von Präsident Herzog, der im Laufe seiner politischen Karriere immer wieder proaktiv auf christliche Israelfreunde zugegangen ist.“ Die Grußworte von Präsident Isaac Herzog können Sie auf dem Youtube-Kanal der ICEJ-Deutschland ansehen. Es ist weiterhin möglich, sich zu unserem Online-Laubhüttenfest anzumelden

Durban-IV: 20 Nationen boykottieren antisemitische Konferenz

Mindestens 20 Nationen werden die am Mittwoch am Rande der UN-Vollversammlung stattfindende Durban-IV-Konferenz boykottieren. Die Konferenz wurde anlässlich des 20. Jahrestags der Weltkonferenz gegen Rassismus in Durban, auch unter dem Namen Durban-I bekannt, einberufen. Die Durban-I-Konferenz, die 2001 im südafrikanischen Durban stattfand, war zur Bekämpfung von Rassismus einberufen worden, artete jedoch unter dem Einfluss propalästinensischer Gruppen zu einer Plattform des Antisemitismus und Israelhasses aus. Unter anderem wurde Israel als Apartheid-Staat bezeichnet. Am Rande der Konferenz fanden antiisraelische Demonstrationen statt. Israel und die USA verließen die Konferenz damals als Ausdruck ihres Protests. In der abschließenden Erklärung wurde Israel als einziges Land explizit genannt, das sich des Rassismus schuldig machen würde. Auf der Durban-II-Konferenz 2009 in Genf war der damalige iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad als Ehrengast geladen. In seiner Rede bezeichnete Ahmadinedschad den „weltweiten Zionismus“ als „Personifizierung des Rassismus“. Für Israel ist der Boykott der diesjährigen Konferenz durch mindestens 20 Staaten ein großer diplomatischer Erfolg. Israels UN-Botschafter Gilad Erdan geht sogar von 31 Nationen aus. Es ist die höchste Zahl UN-Mitglieder, die der Konferenz je ferngeblieben sind. Zu den 20 Staaten, die ihren Boykott bislang offiziell bestätigt haben, gehören neben den USA, Kanada, Australien, Neuseeland und Israel ausschließlich europäische Staaten, u.a. Deutschland und Österreich.

Israel: Alle flüchtigen Terroristen gefasst

Israelische Sicherheitskräfte haben am Sonntag die verbliebenen zwei flüchtigen Terroristen festgenommen. Sie hatten sich nach Dschenin im Westjordanland (Judäa und Samaria) absetzen können und in dem Haus eines Fatah-Mitglieds versteckt. Bei der Verhaftung beteiligte Polizisten einer Anti-Terror-Einheit zeigten sich überrascht darüber, dass die Terroristen keinen Widerstand leisteten. Einer der Terroristen hatte sich noch am Vortag im Flüchtlingslager nahe der Stadt aufgehalten, das sowohl von den Sicherheitskräften Israels als auch der Palästinensischen Autonomiebehörde gemieden wird und als Hochburg des Palästinensischen Islamischen Dschihad (PIJ) gilt. Fünf der sechs Terroristen, die vor rund zwei Wochen aus dem Gilboa-Hochsicherheitsgefängnis ausgebrochen waren, sind PIJ-Kämpfer.

Hagen: Anschlag auf Synagoge verhindert

Ein 16-jähriger Syrer und drei weitere Personen sind am Donnerstag festgenommen worden, da sie unter Verdacht stehen, einen islamistischen Anschlag auf eine Synagoge in Hagen geplant zu haben. Medienberichten zufolge soll ein ausländischer Geheimdienst deutschen Behörden Hinweise auf einen bevorstehenden Anschlag gegeben haben. Der Jugendliche soll in einem Onlinechat gesagt haben, er plane einen Sprengstoffanschlag auf die Synagoge. Am Mittwoch sperrte die Polizei die Synagoge großräumig ab, der Gottesdienst anlässlich des höchsten jüdischen Feiertags Jom Kippur wurde abgesagt. Die Polizei setzte Spürhunde ein, konnte jedoch innerhalb und außerhalb des Gebäudes keine verdächtigen Gegenstände finden. Der Vorfall erinnert an den Terroranschlag auf die Synagoge in Halle 2019, als ein schwer bewaffneter rechtsradikaler Attentäter versuchte, an Jom Kippur die in der Synagoge versammelten jüdischen Beter zu ermorden. Der Attentäter Stephan B. wurde im Dezember 2020 zu lebenslanger Haft verurteilt.


 

Share this: