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Trotz Grenzschließung: ICEJ bringt 302 äthiopische Juden nach Israel

ICEJ-Nachrichten vom 16. Februar 2021

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Posted on: 
16 Feb 2021
Trotz Grenzschließung: ICEJ bringt 302 äthiopische Juden nach Israel

Trotz Schließung des Ben-Gurion-Flughafens sind am Freitag 302 äthiopisch-jüdische Neueinwanderer mit einem ICEJ-Charterflugzeug in Tel Aviv eingetroffen. Es ist das erste Charterflugzeug der ICEJ seit 1998. „Wir sind sehr dankbar, dass diese äthiopischen Neueinwanderer eine Sondergenehmigung für die Heimreise nach Israel erhielten“, erklärte ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler. „Sie haben sehr harte Bedingungen in Gondar ertragen und erwarteten jeden Tag, dass sie nach Israel gehen dürften – doch durch die aktuelle Schließung des Flughafens zerschlugen sich ihre Hoffnungen. Aber nun sind ihre Träume wahr geworden. Wir danken den vielen Christen weltweit, die diesen Flug ermöglicht haben.“ Unter den Neueinwanderern befand sich der sechsjährige Benjamin, der mit einem Herzfehler geboren wurde. Nach der Landung wurde er direkt in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht, wo er nun auf eine Operation am offenen Herzen wartet. Die übrigen Neueinwanderer begingen ihren ersten Schabbat im Heiligen Land in der obligatorischen 14-tägigen Quarantäne.

Foto: Keren Hayesod, 302 Neueinwanderer aus Äthiopien nach ihrer Landung in Tel Aviv, 12.02.2021

Zahlreiche israelische und jüdische Medien berichteten über diesen außergewöhnlichen, von Christen gesponserten Flug. Herzlichen Dank an alle Freunde der ICEJ, deren Gebete und Spenden bewirkten, dass Juden in Israel und weltweit erfahren haben, dass es Christen gibt, die sie lieben und unterstützen. Lesen Sie hier die Berichterstattung in einigen israelischen Zeitungen (auf Englisch): Jerusalem Post | Times of Israel | Arutz Sheva

Gebetsanliegen: Bitte beten Sie mit uns für die 302 Neueinwanderer, dass sie sich in ihrem Heimatland wohlfühlen und gut einleben. Beten wir auch für eine erfolgreiche Herzoperation und vollkommene Genesung des kleinen Benjamin.

Bitte helfen Sie uns, noch weitere äthiopische Juden nach Israel zu bringen. Als Verwendungszweck bitte Alijah & Integration angeben, vielen Dank!

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Israelische Studie deutet auf hohe Impfstoff-Effizienz hin

Die am Sonntag veröffentlichten Ergebnisse einer Studie von Israels größtem Gesundheitsdienstleister Clalit deuten darauf hin, dass der Pfizer-BioNTech-Impfstoff symptomatische Covid-19-Infektionen um 94% reduziert. Bei Geimpften, die sich dennoch mit dem Coronavirus infizierten, gab es 92% weniger schwere Verläufe. Bei der möglicherweise umfangreichsten Studie dieser Art weltweit wurden die Daten von 600.000 Israelis, die beide Dosen des Covid-19-Impfstoffes erhalten hatten, mit denen von 600.000 nicht-geimpften verglichen. Beide Gruppen waren hinsichtlich Alter und Gesundheitszustand vergleichbar. Rund eine Woche nach Verabreichung der zweiten Dosis soll der Impfstoff bereits zu 91-99% schwere Covid-19-Erkrankungen verhindert haben. Es sei möglich, dass die Effizienz des Impfstoffes mit der Zeit noch zunehmen könnte, erklärte Dr. Ran Balicer, leitender Epidemiologe bei Clalit und Berater der israelischen Regierung. Clalit plant weitere Studien über die Wirksamkeit des Impfstoffes. Vergangene Woche gab auch der Gesundheitsdienstleister Maccabi bekannt, dass von rund einer halben Million vollständig geimpfter Personen nachfolgend nur 544 positiv auf das Virus getestet wurden, was 0,1% entspricht. Vier von ihnen erkrankten schwer. Es wird erwartet, dass Israel am heutigen Dienstag die Vier-Millionen-Marke der geimpften Personen überschreitet. Rund 2,6 Millionen von ihnen hätten dann beide Dosen des Impfstoffes erhalten.

Gaza: Erdgas aus Israel soll Stromknappheit beheben

Israelisches Erdgas soll die seit Jahren andauernde Stromknappheit im von der islamistischen Terrororganisation Hamas beherrschten Gazastreifen beenden. Ein entsprechendes Abkommen, das nach mehrjährigen Verhandlungen unter Vermittlung Katars, der EU und der UN zustande kam, soll innerhalb der nächsten sechs Monate unterzeichnet werden. Das gab der katarische Gesandte Mohammad al-Emadi am Sonntag bekannt. Die Produktion des einzigen, dieselbetriebenen Kraftwerks der Enklave, Solarfelder und Importstrom aus Israel decken nur knapp die Hälfte des Stromverbrauchs im Gazastreifen ab. Täglich kommt es zu Stromausfällen von acht bis zwölf Stunden. Israelisches Erdgas vom vor der Mittelmeerküste gelegenen Erdgasfeld Leviathan soll dieses Problem nun kostengünstig lösen. „Die Pipeline wird die jährlichen Stromkosten von 18 Millionen Euro auf weniger als acht Millionen Euro reduzieren“, erklärte al-Emadi. Seit 2018 versorgt das Emirat Katar mit Israels Genehmigung die Hamas-Führung mit Millionenzahlungen für die Deckung der Stromkosten und den Bau von Infrastruktur. Außerdem leistet Katar Hilfszahlungen an zehntausende bedürftige Familien im Gazastreifen. Bevor mit der Auslieferung des Erdgases begonnen werden kann, muss eine Pipeline aus Israel in den Gazastreifen gebaut werden. Sie soll in den nächsten zweieinhalb Jahren fertiggestellt werden, sagte al-Emadi. Die EU wird den Bau auf palästinensischer Seite mit rund 4 Millionen Euro unterstützen. Katar hat versprochen, die Kosten für den Bau auf israelischem Gebiet zu übernehmen.

VAE-Botschafter in Israel vereidigt

Muhammad bin Raschid Al Maktum, Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Emir von Dubai, hat am Sonntag den ersten Botschafter der VAE in Israel vereidigt. Al Maktum wünschte Botschafter Mohammad Mahmoud Al Khajah Erfolg und ermutigte ihn, die freundschaftlichen und kooperativen Beziehungen zwischen Israel und den VAE zu festigen. Al Khaja war 2010 zum Stabschef des emiratischen Außenministeriums ernannt worden. Seitdem hatte er zahlreiche Positionen innerhalb des Ministeriums inne. Noch ist unklar, wann er in Israel eintreffen wird, um seinen neuen Posten anzutreten. Ende Januar eröffnete Israel seine Botschaft in den VAE. Botschafter Eitan Na’eh, ehemaliger Botschafter Israels in der Türkei, traf vor rund drei Wochen in Abu Dhabi ein. Na’eh ist Israels erster Botschafter am Persischen Golf. Im Königreich Bahrain wird Israel bislang nur durch einen Geschäftsträger vertreten. Ein für vergangene Woche geplanter Besuch von Premierminister Benjamin Netanjahu in Abu Dhabi und der bahrainischen Hauptstadt Manama wurde aufgrund der Corona-Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben.

IStGH: Brite wird neuer Chefankläger

Die 123 Mitgliedsstaaten des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) haben am Freitag den Briten Karim Khan zum künftigen Chefankläger gewählt. Der Menschenrechtsanwalt Khan, der zurzeit als Assistent des UN-Generalsekretärs die UN-Untersuchungen zu den Verbrechen der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) leitet, setzte sich gegen Mitbewerber aus Irland, Spanien und Italien durch. In der Vergangenheit arbeitete er für die Anklagebehörde der UN-Tribunale für Ex-Jugoslawien und Ruanda. Beim IStGH trat Khan bereits als Verteidiger des kenianischen Vizepräsidenten William Ruto auf, der 2011 wegen Anstiftung zu Mord, Vertreibung und Verfolgungangeklagt wurde. Das Verfahren wurde 2016 eingestellt. Unter den Mitbewerbern für das Amt des Chefanklägers am IStGH galt Khan als der von Israel bevorzugte Kandidat, da er als pragmatisch gilt und eine „Politisierung“ des IStGH ablehnt. Khan wird das Amt am 16. Juni antreten. Der IStGH hatte am 5. Februar geurteilt, er sei für Ermittlungen wegen angeblicher israelischer Kriegsverbrechen in den Palästinensergebieten und in Ostjerusalem zuständig. Israel wirft dem IStGH vor, eine politische Institution zu sein.

Gebetsanliegen: Beten wir weiterhin dafür, dass die Ermittlungen des IStGH eingestellt werden und die unfaire Behandlung Israels auf internationaler Ebene ein Ende hat. Beten wir, dass Gott Israel und seinen Verbündeten Weisheit schenkt, um in dieser Angelegenheit vorausschauend zu handeln.


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