Change Region:Germany

Christen schicken tausende Bibeln an die UNESCO

ICEJ-Kampagne verteidigt jüdisch-christliche Verbindung zu Jerusalem

DruckversionSend by email
Posted on: 
18 Jan 2017 (All day)
Christen schicken tausende Bibeln an die UNESCO

In den letzten Wochen haben Christen aus aller Welt auf eine ICEJ-Initiative reagiert und tausende Bibeln an die UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur) geschickt. Sie protestierten damit gegen die im Oktober 2016 verabschiedete UNESCO-Resolution „Besetztes Palästina“, die offenbar jegliche jüdische oder christliche Verbindung zu Jerusalem und dem Tempelberg leugnet. Darin wird Israel vorgeworfen, den Zugang zu religiösen Stätten im Heiligen Land zu gefährden und zu behindern. 

Es ist bereits das zweite Jahr in Folge, dass die UNESCO in Bezug auf den Tempelberg in Jerusalem nur die muslimischen Bezeichnungen, Al-Aksa-Moschee und Al-Haram al-Sharif, für die Stätte verwendet, während die jüdischen und christlichen Namen für denselben Ort - Har HaBajit und Tempelberg - vorsätzlich weggelassen werden. Viele sehen dies als bewussten Schritt der arabischen und islamischen Staaten, die historischen jüdischen und christlichen Verbindungen zu den beiden jüdischen Tempeln, die einst dort standen, auszulöschen. Dies gibt Anlass zur Sorge, dass auch andere wichtige biblischen Stätten in Israel „islamisiert“ werden könnten.

Die UNESCO-Resolution wurde verabschiedet, während die ICEJ Mitte Oktober tausende Christen zu ihrer jährlichen Feier des Laubhüttenfestes in Jerusalem empfing. Zum Abschluss des Festes forderte Dr. Jürgen Bühler, Geschäftsführender Direktor der ICEJ, Christen weltweit auf, Bibeln an UNESCO-Vertreter in Paris zu senden. Damit sollte ihnen die tiefe historische und geistliche Verbundenheit von Christen und Juden zu diesen heiligen Plätzen in Jerusalem und im Land Israel deutlich gemacht werden.

Tausende Christen reagierten auf diesen Aufruf und schickten Bibeln an die UNESCO, in denen sie Textstellen markiert hatten, die auf Jerusalem und andere heilige Stätten Bezug nehmen. Kontakte bei der UNESCO haben gegenüber der ICEJ bestätigt, dass verschiedene Vertreter der internationalen Organisation mit so vielen Bibeln überschwemmt wurden, dass sie nicht wissen, was sie damit machen sollen. Allein die UNESCO-Generalsekretärin Irina Bokova erhielt fast 500 Bibeln und mehr als 50.000 Protest-E-Mails gegen die stark fehlerhafte Anti-Israel-Resolution.

Obwohl Bokova kein abstimmungsberechtigtes Mitglied ist, äußerte sie zur Zeit der Abstimmung ihre Ablehnung gegenüber der Resolution. Dies zog ärgerliche Reaktionen nach sich. Bokova erhielt sogar Todesdrohungen von Islamisten. Die UNESCO-Generalsekretärin bestätigte vor kurzem, dass die Bibeln und Protestbriefe von Christen und Juden dabei helfen würden, diejenigen in der UNESCO zu stärken, die einen ausgewogeneren Standpunkt einnehmen, der das unwiderlegbare jüdisch-christliche Erbe in Jerusalem und im ganzen Land bekräftigt.

 

Share this: