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Ein Jahr im Haifa-Heim für Holocaustüberlebende

ICEJ-Unterstützung für Holocaustüberlebende

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Posted on: 
24 Jan 2022
Ein Jahr im Haifa-Heim für Holocaustüberlebende

Dieses Jahr begann hoffnungsvoller als das letzte für unsere Haifa-Heim-Bewohner. Da sie zu den ersten Geimpften in Israel gehörten, durften sie ab Februar wieder zusammenkommen und ihr Leben miteinander teilen.

Foto: ICEJ, Steffi, Kathlin und Birgit (hintere Reihe) sind beim Tanzabend im Haifa-Heim dabei

Gemeinschaft

Nach der langen Isolation in ihren Wohnungen war die Freude der Bewohner über gemeinsame Mahlzeiten, Spielrunden, Tanz- und Musikabende groß. Kreativstunden und Gymnastikkurse sind im Haifa-Heim ebenso beliebt wie Geburtstagsfeiern. „Mögest du 120 Jahre alt werden!“, heißt es freudig.

Gedenktage

Im Grunde ist im Haifa-Heim jeder Tag ein Gedenktag an die vielen umgekommenen Familienmitglieder. Am 27. Januar konnte nur im kleinen Kreis gedacht werden, doch im April zum israelischen Jom HaSchoah durften die Heimbewohner, ihre Familien, Freunde und Gäste zusammenkommen. „Nicht allein sein zu müssen macht es leichter, diesen schwierigen Tag zu ertragen“, sagte Naomi. Sofie, die den Holocaust in Transnistrien überlebte, stimmte zu: „Wir brauchen das: zusammenkommen und gedenken.“

Teamwechsel

Yudit Setz, ICEJ-Koordinatorin für das Haifa-Heim, und ihr Ehemann Will sowie die deutschen Helferinnen Natalia, Debora und Kerstin hatten sich in der herausfordernden Corona-Zeit mit besonders viel Liebe und Einsatz um die Bewohner gekümmert. Im Sommer wurden die drei Frauen mit vielen guten Wünschen verabschiedet und Birgit, Dinna und Christine herzlich begrüßt. Ende Oktober vervollständigten Kathlin und Steffi, die nach der Schule ein freiwilliges Jahr im Haifa-Heim verbringen, das ICEJ-Team. Beide haben sich bereits gut eingelebt. „Ich wollte schon immer Israel und das Land der Bibel sehen. Meine Schwester hatte Kerstin getroffen und begeisternde Geschichten aus dem Haifa-Heim gehört. Da wusste ich, was ich machen will“, strahlte Steffi (18). „Die Menschen sind so freundlich! Auch wenn ich sie nicht immer verstehe, reden wir viel. Ich bin so froh, dass ich hier bin!“

Kathlin (18) wuchs in einer christlichen Familie auf, in der Israel fest zur Identität gehört. „Israel ist wie ein zweites Zuhause für mich“, lachte sie. „Ich liebe die Senioren und kann viel von ihnen lernen. Es ist schön, sie lachen und tanzen zu sehen. Am Wochenende vermisse ich sie und freue mich bereits, sie wiederzusehen.“

Abschied nehmen

Im Januar starben Liberta Michaltzov (88), die sehr kreativ war und die Gemeinschaft liebte, und Schlomo Shertzer (94) aus Rumänien. 1948 kam er nach Israel und kämpfte in mehreren Kriegen. Obwohl ihn seine Traumata plagten, begegnete Schlomo allen voller Freude und Fürsorge. Shalom Shtamberg, einer der letzten Überlebenden des Warschauer Ghettos und des KZ Bisingen, starb Ende August mit fast 96 Jahren. Er wohnte nicht im Haifa-Heim, nahm aber regelmäßig an Veranstaltungen teil. Auch Pnina Yluz, Rachel Gilwark sowie Sima Goldstein (83), die seit 2016 im Haifa-Heim lebte, werden sehr vermisst werden.

Bitte beten Sie für unsere Heimbewohner und helfen Sie uns, sie zu segnen. Als Verwendungszweck bitte „Haifa-Heim“ angeben. Herzlichen Dank!

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