Frieden und Einheit beim Gebet für Deutschland in Stuttgart

ICEJ-Gebetsmarsch für Deutschland

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Posted on: 
18 Aug 2020
Frieden und Einheit beim Gebet für Deutschland in Stuttgart

Rund 250 Christen verschiedener Konfessionen reisten am 15. August aus ganz Deutschland nach Stuttgart, um unter Einhaltung der Abstandsregeln in mehreren Gebetsrunden für ihre Stadt, für Deutschland und für Israel zu beten.

Foto: ICEJ/Levi Dörflinger, Gebetsmarsch in Stuttgart, 15. August 2020

Gebet für alle Menschen

„Wir sind hier, um uns für ein freundliches und friedliches Miteinander in unserer Stadt und unserem Land einzusetzen“, begrüßte Stephan Lehnert, Geschäftsführer der ICEJ-Deutschland (Stuttgart), die Teilnehmer. „Gott will, dass wir für alle Menschen beten. Er schließt niemanden aus.“ Nach einer kurzen Erläuterung der aktuellen Bestimmungen zogen die Israelfreunde betend durch die Stuttgarter Innenstadt. Die hoffnungsspendenden Bibelverse, die auf farbenfrohen Plakaten zu lesen waren, wurden von den Passanten mit Interesse begutachtet.

Notwendigkeit des Gebets

Nachdem sich die Beter wieder im Stadtgarten zusammengefunden hatten, begrüßte Christoph Scharnweber, Jesaja-62-Gebetskoordinator der ICEJ, sie mit 1. Timotheus 2,1-2. „Damit wir ungestört und in Frieden leben können, muss das Volk Gottes verstärkt beten“, sagte er und ermutigte die Teilnehmer, auch in Zukunft an ihren Heimatorten im Gebet für Deutschland einzutreten. In kleinen Gruppen beteten die Teilnehmer für die Bundesregierung und baten um Gottes Führung und für gute und vorausschauende Entscheidungen angesichts der Corona-Krise. Es wurde auch für ein entschiedenes Eintreten gegen Antisemitismus und für ein mutiges Bekenntnis zu Israel gebetet.

Der Schalom Gottes

Roland Krumm, Pastor der City Chapel Stuttgart und Mitglied im Vorstand von „Gemeinsam für Stuttgart“ (Evangelische Allianz), zitierte Jeremia 29,7: „Und sucht den Frieden (Schalom) der Stadt, in die ich euch gefangen weggeführt habe, und betet für sie zum HERRN!“ „Schalom bedeutet Frieden, Wohlbefinden, Zufriedenheit, Glück“, sagte Krumm. Juden hätten immer und an jedem Ort den „Schalom“ ihrer Stadt gesucht, der alle Gesellschaftsschichten erreichen solle. Er betete, dass Stuttgart, bekannt als „Stadt der Bibel“, ebenso wie die anderen vertretenen Städte wieder zu einer „Stadt des Wortes und des Gebets“ werden möge.

Perspektive für junge Leute

Timon Kaiser, Jugendreferent der ICEJ, erinnerte daran, dass der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs ein Gott der Generationen sei. Er freute sich darüber, dass viele Generationen beim Gebetsmarsch vertreten waren. „Die junge Generation braucht unser Gebet besonders“, erklärte er. Sie hätten zwar scheinbar „unbegrenzte Möglichkeiten“, aber „keine wahre Perspektive“. Auch sähen sie sich mit großen Herausforderungen angesichts des Klimawandels und der Corona-bedingten wirtschaftlichen Situation konfrontiert. „Es ist darum wichtig zu beten, dass die junge Generation eine Begegnung mit dem lebendigen Gott hat“, schloss Timon Kaiser.

Einstehen für Israel

„Vor 80 Jahren wurde in den deutschen Städten Gottes Wort verbrannt. Heute liefen wir mit Gottes Wort durch die Stuttgarter Innenstadt“, erklärte Gottfried Bühler, Erster Vorsitzender der ICEJ-Deutschland. Angesichts der deutschen Geschichte habe Deutschland besonderen Grund, Gott für 71 Jahre Freiheit, Frieden mit unseren Nachbarländern und Wohlstand zu danken. Er warnte vor dem Wiederaufflammen des Judenhasses in der heutigen Zeit und hob die besondere Verpflichtung der Christen hervor, Antisemitismus entschieden entgegenzutreten. Die etwa 200.000 Juden und rund 100 Synagogen in Deutschland seien eine Bereicherung für die Gesellschaft. „Wir sind froh, dass Juden nach dem Holocaust wieder den Mut hatten, in Deutschland zu leben.“ Christen sollten für ihre Sicherheit beten und Gott für das jüdische Volk danken. „Danke, dass das jüdische Volk ein Segen für uns ist. Danke für den Juden Jesus, der den Segen Abrahams für uns zugänglich gemacht hat“, betete er.

Gebet für Nahost

Bühler begrüßte die angekündigte Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Christen seien aufgefordert, für Israel und Israels Nachbarländer zu beten, denn Gott seien alle Menschen wichtig. Er rief die Teilnehmer auf, insbesondere für Frieden im Nahen Osten und angesichts der zweiten Corona-Welle in Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten um Weisheit für die Verantwortlichen zu beten. Stephan Lehnert leitete das Gebet für den Libanon. „Wir Israelfreunde sind angehalten, die Araber nicht zu hassen – denn Gott liebt sie!“ Er betete für eine handlungsfähige Regierung im Zedernstaat und schloss die Bitte an, dass Israels Hilfsangebot nach den Explosionen im Hafen von Beirut eine friedliche Nachbarschaft bewirken werde.

„Ein Licht in Stuttgart“

Michael Kashi, Vorstandsmitglied der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs (IRGW), las zum Abschluss der Gebetsveranstaltung Psalm 122 auf Hebräisch und Deutsch. „Danke, dass Sie für das Volk und den Staat Israel beten“, sagte er gerührt. Zu den Klängen des Aaronitischen Segens endete die Gebetsveranstaltung, die vom spürbaren Frieden Gottes und der Einheit der Beter geprägt war. „Es war ein Vorrecht, als Familie Gottes zusammenzukommen und zu beten“, sagte Angelika aus Stuttgart. Adrian aus Schorndorf meinte: „Es war toll, Gottes Wort auf den Straßen Stuttgarts zu tragen!“ Jenny aus Ludwigsburg ergänzte: „Wir waren ein Licht in Stuttgart.“ Anette aus Pforzheim erklärte: „Es ist wichtig sich an die Seite Israels zu stellen und für unsere Stadt das Beste zu suchen.“

 


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