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Gebetskonferenz in Nürnberg

Jerusalem - ein Haus des Gebets für alle Völker

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Posted on: 
3 Mai 2017 (All day)
Gebetskonferenz in Nürnberg

Über 300 Christen der unterschiedlichsten Konfessionen und Gemeindehintergründe haben sich vom 29. April bis zum 01. Mai 2017 in Nürnberg zur Israel-Gebetskonferenz „Jerusalem – ein Haus des Gebets für alle Völker“ versammelt. Zu den Veranstaltern gehörten Christen an der Seite Israels, Christliches Forum für Israel, Gemeinsam für Nürnberg, Sächsische Israelfreunde und die ICEJ-Deutschland. Unter den Teilnehmern waren Katholiken, Lutheraner und Freikirchler aus dem charismatischen und evangelikalen Lager. Das Thema Israel einte sie alle. Große Freude und Einheit waren in der Baptistengemeinde am Südring spürbar, die ihre Räume zur Verfügung gestellt hatte.

© Foto: ICEJ, Schwester Joela von den Marienschwestern spricht bei der Gebetskonferenz in Nürnberg.

 

Entscheidung und Erneuerung

Harald Eckert, Erster Vorsitzender von Christen an der Seite Israels betonte: „Deutschland und die Nationen sind in einem Entscheidungsprozess, sich für oder gegen Israel zu positionieren.“ Er rief die Christen in Deutschland dazu auf, flächendeckend dafür zu beten, dass Deutschland sich klar und eindeutig zu Israel stellen möge. Gottfried Bühler, Erster Vorsitzender der ICEJ-Deutschland, sprach über das Thema „Zurück in die Zukunft“. „Wenn man die Zukunft segensreich gestalten will, muss man einen reformatorischen Blick in die Vergangenheit werfen“, sagte er. „Wenn man über Reformation redet, ist es dringend erforderlich, dass unser Verhältnis zu Jerusalem und zum jüdischen Volk, zu Israel, in positiver Weise erneuert wird.“

Einheit der Bibel und Antisemitismus

Pfarrer Tobias Rink vom Schniewind-Haus betonte die enge Zusammengehörigkeit von Altem und Neuem Testament. Er verdeutlichte sehr eindrücklich, dass der Bogen, der in Jesaja 40 bis 66 aufgespannt werde, das gesamte Neue Testament umschließe. Auf Luther und die Reformation ging Tobias Krämer, Erster Vorsitzender des Christlichen Forums für Israel, besonders ein: „Der Jude Jesus und seine jüdische Umwelt sind für die Christologie bedeutend wichtiger als gemeinhin angenommen wird. Dies betrifft insbes. die Christologie Luthers. Luthers später Antisemitismus ist ein Indikator dafür, dass auch seine Theologie stellenweise Schieflage hat.“ Schwester Joela von den Marienschwestern machte darauf aufmerksam, dass die Christenheit im Dritten Reich mit ganz wenigen Ausnahmen zum Völkermord an den Juden geschwiegen hätte: „Wenn 1938 in der Reichskristallnacht alle Kirchenglocken geläutet hätten, wäre der Holocaust nicht möglich geworden“, sagte sie.

Wiedervereinigung Jerusalems

Starke Lobpreiszeiten und vielfältige Gebetseinheiten prägten die Veranstaltung. Ein zentrales Thema war auch die Wiedervereinigung Jerusalems vor 50 Jahren. An diesem Ereignis zeige sich u.a., dass die Zeit, in der Jerusalem sprichwörtlich von den Heiden zertreten wurde, vorbei sei, sagten die Veranstalter. Die Stadt bewege sich immer mehr auf ihre endzeitliche Berufung unter jüdischer Herrschaft zu, nämlich ein „Haus des Gebets für alle Völker“ zu sein.

 

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