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Heimkehr unter Tränen

Wiedervereinigung einer äthiopisch-jüdischen Familie in Israel

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Posted on: 
10 Nov 2020
Heimkehr unter Tränen

Die ICEJ hat dieses Jahr inmitten der Corona-Krise mehr als 2.500 jüdischen Olim (Neueinwanderern) geholfen, Alijah (Einwanderung nach Israel) zu machen, u.a. auch 268 äthiopischen Juden. Unsere Hilfe ist prophetisch und humanitär. Denn nach Angaben der UN-Welternährungsorganisation bedrohen neben der Corona-Krise auch Überflutungen und eine seit Juni 2019 anhaltende Invasion von Wüstenheuschrecken die Ernährungssicherheit in Äthiopien.

Foto: Jewish Agency, Kasia ist mit ihren Geschwistern wieder vereint

Freude und Trauer

Seit die israelische Regierung im Jahr 2015 beschloss, die letzten in Äthiopien wartenden Juden nach Israel zu bringen, hat die ICEJ gut 2.000 von ihnen geholfen, ins Land ihrer Vorväter zurückzukehren. Manche warten bereits seit Jahrzehnten darauf, mit ihren Familien in Israel wiedervereint zu werden. Im Mai organisierte die Jewish Agency einen Charter-Flug für 119 äthiopische Juden, deren Flugtickets die ICEJ sponserte. Unter ihnen waren auch Kasia Workanech, ihr Ehemann und ihre beiden Kinder. Für die Familie bedeutete die Reise zugleich große Freude und tiefe Trauer. In Israel traf Kasia ihre fünf Geschwister wieder. Die älteste Schwester lebt bereits seit Jahren im Land, während vier weitere, unverheiratete Geschwister im Februar 2019 Alijah machten. Auch ihre Mutter sollte letztes Jahr nach Israel gehen, doch sie erkrankte und starb wenige Tage vor dem Abflug.

Wunder der Alijah

Kasia war somit die letzte ihrer Familie, die noch in Äthiopien lebte. Ihre Verwandten in Israel beteten unablässig, dass sie ebenfalls kommen könnte. Doch dann brach die Corona-Krise aus. Die Hoffnung der Geschwister, ihre Schwester wiederzusehen, sank. Doch auf wundersame Weise öffnete sich die Tür für Alijah! Nach ihrer Ankunft begaben sich Kasia und ihre Familie für zwei Wochen Quarantäne nach Nordisrael. Anschließend wurden sie in ein Integrationszentrum in Beerschewa gebracht, wo auch ihre Geschwister seit deren Ankunft im letzten Jahr leben. Als Kasia das Zentrum betrat, wurde sie mit Freudentränen und Umarmungen willkommen geheißen. „Ich hätte nie erwartet, dass dieser Alijah-Flug mitten in der Corona-Krise organisiert werden könnte. Ich war so überrascht“, sagte Getanech, ihr ältester Bruder. „Seit wir erfuhren, dass dieses Wunder geschehen würde, zählten wir die Tage bis zu Kasias Ankunft.“

Erfüllter Traum

Die Wohnung von Kasias Familie liegt auf demselben Stockwerk wie die Unterkünfte ihrer Geschwister. Getanech erzählte, dass sie zusammen alles für die Ankunft ihrer Schwester vorbereiteten. In das freudige Wiedersehen der Geschwister mischt sich die Trauer darüber, dass ihre geliebte Mutter nicht mehr unter ihnen ist. Doch sie finden auch Trost bei dem Gedanken, dass sich der größte Wunsch ihrer Mutter erfüllt hat. „Unsere Mutter hat immer gesagt, es sei ihr größter Traum, dass wir alle zusammen in Israel sind. Leider konnte sie die Erfüllung dieses Traums nicht erleben. Aber Dank unserer Mutter sind wir nun alle zusammen hier“, sagte Genatech. „Ich bin sicher, sie schaut vom Himmel auf uns herab und ist sehr glücklich.“

Weitere jüdische Familien warten in Äthiopien darauf, dass auch sie mit ihren Familien und ihrem Volk in Israel wiedervereint werden. Bitte helfen Sie uns, ihre Alijah inmitten der Corona-Krise zu unterstützen. Als Verwendungszweck „Alijah und Integration“ angeben, herzlichen Dank!

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