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Herzliche Gemeinschaft im Haifa-Heim

Neuigkeiten aus dem ICEJ-Heim für Holocaustüberlebende

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Posted on: 
31 Jul 2019 (All day)
Herzliche Gemeinschaft im Haifa-Heim

Aus dem Heim der ICEJ für Holocaustüberlebende in Haifa gibt es immer etwas Neues zu berichten! Hier eine kleine Auswahl:

Leckere Mahlzeiten

Hungrig zu sein war eine Erfahrung, die jeder jüdische Überlebende im Holocaust machte. Aus diesem Grund leben heute noch viele mit der Furcht, ohne Essen auskommen zu müssen. Das ist einer der Gründe warum es so wichtig ist, die Heimbewohner täglich mit nahrhaften Mahlzeiten zu versorgen. Ein weiterer Grund ist, dass leckeres Essen die Bewohner zusammenbringt und jeder sich wirklich als Teil einer Familie fühlt. Im Juni durften wir einen jungen talentierten Koch willkommen heißen. Er verhalf der Küche nicht nur zu einem neuen Aussehen, sondern kocht auch zur Freude der Heimbewohner farbenfrohe und leckere Mahlzeiten.

Patenschaften für Holocaustüberlebende

Monatliche Patenschaften für Holocaustüberlebende ermöglichen es uns, die laufenden Kosten des Heims zu decken. Diese finanzielle Unterstützung ist dringend nötig. Die Patenschaften bieten jedoch weit mehr. Es sind bereits besondere Freundschaften zwischen den Heimbewohnern und ihren christlichen „Patenfamilien“ entstanden, durch Briefaustausch, Karten und manchmal Geschenke, die per Post oder sogar persönlich überbracht wurden. Mania, eine Überlebende der Konzentrationslager in Transnistrien, war tief berührt von dem liebevollen Brief und den Geschenken, die sie von ihrer finnischen Patenfamilie bekam. Freudig sagte sie: „Ist das nicht schön? Schau dir diese Farben an!“ Es sind nicht nur die Geschenke oder die lieben Worte, die die Bewohner erfreuen, sondern die Tatsache, dass jemand im Ausland an sie denkt und sie in ihrem hohen Alter nicht vergessen hat.

Wenn auch Sie eine Patenschaft für Holocaustüberlebende übernehmen möchten, besuchen Sie bitte unsere Webseite: https://patenschaft.icej.de/

Das Strandleben genießen

Die beste Methode die täglichen Beschwerden des Älterwerdens zu vergessen, ist es einfach einmal Spaß zu haben! Vor kurzem wurde dem Heim ein Kleinbus gespendet, mit dem die Heimbewohner, darunter auch Rollstuhlfahrer, Ausflüge in Haifa und der Umgebung unternehmen können. Einmal fuhren wir sie an ein schönes Restaurant am Strand, wo sie ein erfrischendes Getränk und schönes Zusammensein genießen konnten. Aufgrund der zahlreichen körperlichen Einschränkungen, die ein hohes Alter mit sich bringt, sind diese Abenteuer in der Stadt wie eine frische Brise für die Heimbewohner.

Die Feiertage feiern

Das Heim für Holocaustüberlebende in Haifa legt großen Wert auf das Feiern der biblischen Feiertage. Vor kurzem haben wir das Wochenfest, auch Pfingsten genannt, gefeiert. Dieser Feiertag wird auch als Gabe der Thora gefeiert. Gemäß jüdischer Tradition gab Gott dem Volk Israel das Gesetz am Berg Sinai an genau diesem Tag. Wir feierten im Heim mit den Bewohnern und erläuterten den Feiertag und die jüdischen Traditionen, die im Laufe der Geschichte hinzugekommen sind. Es gab eine köstliche Mahlzeit und zum Dessert Käsekuchen, die traditionelle Speise an diesem Feiertag. Die Atmosphäre war festlich und fröhlich und bot den Heimbewohnern eine weitere Gelegenheit zu feiern und als Familie zusammen zu kommen!

Zeit zu tanzen

Jeden Mittwochabend treffen sich viele Heimbewohner im Speisesaal zu einem Musik- und Tanzabend. Bewohner, Mitarbeiter und Volontäre können sich beim Klang großartiger Musik und beim gemeinsamen Tanzen besser kennenlernen. Tanz und Musik sind wichtiger Bestandteil der israelischen und jüdischen Kultur, bei Hochzeiten oder anderen Feierlichkeiten gehören sie fest zum Programm. Darum ist dieses wöchentliche Ereignis bei vielen Heimbewohnern sehr beliebt. Sie schätzen Tanz und Musik sehr. Jeden Mittwochabend nach dem Abendessen ertönen die Klänge der verschiedenen Musikstile und alle tanzen, wie es ihnen gefällt - miteinander oder auch alleine. Genia ist mit ihren 94 Jahren oft die erste auf der Tanzfläche! „Mir tut alles weh, aber wenn ich tanze, fühle ich mich wieder jung. Es erinnert mich an gute Zeiten und schenkt mir Freude“, strahlte Genia.

Nicht jeder ist körperlich imstande zu tanzen, aber das hält niemanden davon ab die Musik zu genießen und den anderen beim Tanzen zuzusehen. Es ist ein so besonderer Höhepunkt der Woche, dass selbst Leute und Soldaten aus der Nachbarschaft dazukommen! „Es ist ein Abend, auf den sie sich sehr freuen. Schon dienstags fragen sie uns, ob wir denn ebenfalls zum Tanzen kommen werden“, sagte Tamaris, deutsche Volontärin im Haifa-Heim.

Bitte helfen Sie uns, die betagten Bewohner des Haifa-Heims zu segnen, ihnen ein schönes Zuhause und die beste Pflege zu geben, solange wir noch die Möglichkeit dazu haben! Als Verwendungszweck bitte „Haifa Heim“ angeben, herzlichen Dank!

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