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Hilfe für Opfer des Menschenhandels

Zufluchtsort „Roter Teppich“ in Tel-Aviv

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Posted on: 
5 Mai 2017 (All day)
Hilfe für Opfer des Menschenhandels

Vor fünf Jahren öffnete das Hilfszentrum „Roter Teppich“ seine Pforten in Tel-Aviv. Diese einzigartige Einrichtung bietet drogenabhängigen und ausgebeuteten Frauen, die von Zuhältern als Prostituierte versklavt werden, einen Zufluchtsort. Das Mitarbeiterteam besteht aus Israelis, die sich bemühen, den Frauen ein Stück ihrer Würde zurückzugeben. „Als wir Nadja zum ersten Mal bemerkten, saß sie apathisch auf dem Boden und war mit Schmutz bedeckt“, berichtet die Direktorin Anat Brenner. „Es war offensichtlich, dass sie schon lange auf der Straße lebte. Sie und die anderen Mädchen hatten Heroin genommen, so dass eine Unterhaltung kaum möglich war. Nadja rieb sich ihre Zehen, die rot, geschwollen und entzündet waren. Wir fühlten uns total hilflos – das einzige, was wir tun konnten, war, ihr die Hände aufzulegen und für sie zu beten.“

Foto: Obdachlos und schutzlos auf den Straßen von Tel-Aviv.

Gebet und eine warme Mahlzeit

Diese erschütternde Begegnung war die Initialzündung für die Eröffnung des Roten Teppich. Hier können die jungen Frauen Gebet empfangen und sich aussprechen. Sie erhalten eine warme Mahlzeit, können duschen, sich die Haare schneiden und die Hände und Füße pflegen lassen. Zehn Frauen haben mittlerweile erfolgreich ein Drogenentzugsprogramm durchlaufen, 25 Babys konnten mit Hilfe der Mitarbeiter des Roten Teppich vor der Abtreibung bewahrt werden. Der Andrang ist, ebenso wie die Not, groß. Anat träumt davon, eines Tages ein Rehabilitationszentrum einrichten zu können, das den Frauen Heilung und den Wiedereinstieg in ein normales Leben ermöglicht.

Doch zunächst müssen die laufenden Kosten der jetzigen Einrichtung, die sich allein durch Spenden finanziert, bestritten werden. Zudem steht ein Umzug an, da die Räumlichkeiten zu klein werden und die neuen Eigentümer des Gebäudes das Stockwerk über dem Roten Teppich an einen Bordellbesitzer vermietet haben. Bitte helfen Sie durch ihre Spenden, den Umzug und die Weiterführung in einem geeigneteren Gebäude zu ermöglichen!

Frauenhandel in Israel

Israel ist ein Zielland des Frauenhandels, der einen Hauptbereich des internationalen Verbrechens im jüdischen Staat ausmacht. Nach Schätzungen der Polizei gibt es pro Monat eine Million Besuche bei Prostituierten. Die jungen Frauen werden, nachdem man ihnen falsche Versprechungen gemacht hat, von Menschenhändlern ins Land gebracht und dann an Zuhälter verkauft. Viele von ihnen wurden bereits in ihrer Kindheit sexuell oder auf andere Art und Weise missbraucht. Sie kommen hauptsächlich aus der früheren Sowjetunion, aus Europa und aus Fernost. Zwölf bis 18 Monate bleiben sie im Land und müssen täglich 14 bis 18 Stunden „arbeiten“. Wenn sie dazu nicht mehr in der Lage sind, werden sie ohne Geld, Sprachkenntnisse und Ausweispapiere auf der Straße ausgesetzt. Die Polizei veranlasst dann, dass sie in ihr Heimatland zurückgeschickt werden.

Bitte helfen Sie durch Ihre Spende, dass die Not dieser jungen Frauen gelindert wird und sie Hilfe und Heilung empfangen können! Als Verwendungszweck bitte „Roter Teppich“ angeben. Herzlichen Dank!

Zum Spendenportal

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