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Israeltag der ICEJ in Bad Gandersheim

Danken und im Glauben handeln

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28 Nov 2019 (All day)
Israeltag der ICEJ in Bad Gandersheim

Rund 800 Israelfreunde haben sich am 9. November auf den Weg gemacht, um am 30. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer und am Gedenktag an die Reichspogromnacht 1938 beim Israeltag der ICEJ und des Glaubenszentrums in Bad Gandersheim dabei zu sein. Für mehr als 30 Jugendliche und rund 60 Kinder gab es jeweils ihr eigenes Israel-Programm, das begeistert angenommen wurde. Gottfried Bühler, Erster Vorsitzender der ICEJ Deutschland, dankte dem Leitungsteam des Glaubenszentrums für die jahrelange gute Zusammenarbeit und begrüßte die Besucher des Israeltags: „Früher waren die Nazis auf diesem Gelände, heute sind Leute aus Israel da. Gott hat gewonnen, Israel hat gewonnen und mit eurer Anwesenheit setzt ihr ein Zeichen der Solidarität mit Israel und dem jüdischen Volk!“

Foto: Gottfried Bühler und Helmut Kühn, Onlineteam Glaubenszentrum Bad Gandersheim

 

Gott der Wunder

Calev Myers, renommierter israelischer Rechtsanwalt und Gründer der israelischen Organisation ARISE (Allianz zur Stärkung von Israels Sicherheit und Wirtschaft), erinnerte daran, dass der treue Gott Israels noch heute Wunder tut -in der israelischen Wirtschaft ebenso wie in den Bereichen Ökologie und Sicherheit. „Ich sammle Wunder, das ist mein Hobby“, lächelte Calev und berichtete von den vielen israelischen Innovationen, die zum Segen in aller Welt geworden sind: im HighTech-Bereich ebenso wie bei der Wasseraufbereitung, Meerwasserentsalzung und Raketenabwehr. In seinem Seminar warnte Calev vor der antisemitischen BDS-Kampagne (Boykott, Kapitalentzug, Sanktionen), die nicht nur Israel, sondern vor allem den Palästinensern schade, die in friedlicher Koexistenz Seite an Seite mit Israelis in israelischen Firmen in Judäa und Samaria arbeiteten.„Dankt Gott für die Wunder, die er wirkt, und fragt ihn: Was kann ich tun, um Israel zu segnen?“, ermutigte Calev die Israelfreunde.

Gott danken

In einer Rückschau auf die vergangenen 70 Jahre deutscher Geschichte berichtete Gottfried Bühler vom wirtschaftlichen Aufstieg, dem Wunder der Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Israel und von der Gnade des geistlichen Neuanfangs durch Evangelisationen und Zeltversammlungen. „Gott ist gnädig, vergibt und stellt wieder her. Es ist Zeit, an diesem denkwürdigen Tag, dem 9. November 2019, aufzustehen und uns beim Vater im Himmel für 70 Jahre Freiheit und Frieden zu bedanken“, erklärte Gottfried. Die große Frage heute sei, was die Christen in Deutschland zukünftig tun werden. „Ich möchte jeden einzelnen ermutigen aufzustehen. Erhebt eure Stimme für Israel und das jüdische Volk und startet Pro-Israel-Aktionen!

Im Glauben stehen

ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler warnte, auch über 70 Jahre nach dem Holocaust dürfe Deutschland keiner „Schlussstrichmentalität“ nachgeben. „Wir müssen uns erinnern … und überlegen, was die nächsten Schritte Deutschlands sind“, sagte er. Es könne nicht sein, dass die deutsche Regierung immer wieder erkläre, zum Existenzrecht Israels zu stehen, gleichzeitig aber führend in der Israelkritik sei und Beziehungen zum Iran unterhalte, der Israel beseitigen wolle. Jürgen forderte die Israelfreunde auf, die zwei wichtigsten Grundlagen des christlichen Glaubens in ihrem Leben lebendig zu halten: Bibellese und Gebet. „Erweckung in Deutschland ist unsere einzige Hoffnung, aber sie kommt nicht einfach so, sie muss erbeten werden!“

Hauptthema der Bibel

„Wieviel Israel steckt in deiner Bibel?“, fragte ICEJ-Politikreferent Christoph Scharnweber. In den 66 biblischen Büchern sei es das Hauptthema, kein Randthema. Er setzte sich mit dem heutigen Denken einiger christlicher Kreise auseinander. Unter manchen Theologen gebe es die bedenkliche Tendenz, den Juden ihre Theologie wegnehmen zu wollen. Gewissermaßen handele es sich um eine „Enteignungstheologie“, die sich die Frage gefallen lassen müsse: „Wie viel Antisemitismus steckt in meiner Theologie?“ „Wo Israel drin ist, darf auch über Israel gesprochen werden!“, schloss Christoph, der in seinem Seminar das Thema Antisemitismus noch vertiefte. Christa Egli, die seit über 20 Jahren im Glaubenszentrum lehrt, sprach angesichts der des global zunehmenden Antisemitismus über das prophetische Wort „Aber über dir, Israel, strahlt der Herr auf“.

Israel Youth Day

ICEJ-Jugendreferent Timon Kaiser und Oliver Kaden, Jugendleiter des Glaubenszentrums, bereiteten ein buntes und abwechslungsreiches Programm für die jungen Teilnehmer des Israel Youth Day vor. „Wir hatten starke Lobpreiszeiten, hörten viel über Israel, auch von Calev Myers und seiner 17-jährigen Tochter Dariel. Auch die ‚Reise nach Jerusalem‘ durfte natürlich nicht fehlen“, erzählte Timon und freute sich über das ehrliche Interesse und die vielen guten Fragen der jungen Leute über Israel, Antisemitismus und den Nahostkonflikt.

Israel - auch für Kinder!

Karin Müller vom Glaubenszentrum und ihr Team nahmen die Kinder durch kreative Botschaften in den Plan Gottes mit seinem Volk Israel und in die aktuelle Lage mit hinein. Auf vielfältige Weise begegnete Gott den Kindern, von denen viele beschlossen haben, als Freunde an Israels Seite zu stehen. Sie zeigten dies ganz praktisch bei verschiedenen Gebetsaktionen und beteten mit großer Ernsthaftigkeit für Israel. Auch einen Lobpreistanzkurs gab es und am Abend hatten die Kleinen ihren großen Auftritt und tanzten gemeinsam mit der Tanzgruppe „Profildance“.

Die Tänzer bereicherten den Tag ebenso wie die großartige Band, die in intensive Lobpreiszeiten führte. Es war sehr bewegend, dass die junge Israelin Dariel Myers zum Abschluss des gelungenen Tages mit allen Israels Nationalhymne, die Hatikwa, sang.

 

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