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Schutzbunker für die Bewohner Südisraels

Israelis nahe dem Gazastreifen trotzen Raketenbeschuss

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Posted on: 
30 Mai 2018 (All day)
Schutzbunker für die Bewohner Südisraels

Foto: Schüler in Netivot bei einer Raketenalarm-Übung

Von Dienstagmorgen bis in die frühen Morgenstunden am Mittwoch haben islamistische Terroristen Israelis, die in Ortschaften nahe der Grenze zum Gazastreifen in Südisrael wohnen, unter Raketenbeschuss genommen. Innerhalb von Sekunden mussten die Betroffenen immer wieder Zuflucht in Schutzbunkern suchen. In gut 24 Stunden feuerten Kämpfer der Terrororganisationen Hamas und Islamischer Dschihad mehr als 180 iranische Raketen und Mörsergranaten auf israelische Ortschaften. Viele wurden vom israelischen Raketenabwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) abgefangen. Besonders zwischen Mitternacht und fünf Uhr früh am Mittwoch ertönte immer wieder Raketenalarm. Das bedeutete für viele Israelis eine schlaflose Nacht. Die israelische Armee reagierte mit Luftschlägen auf 65 Terrorstützpunkte in Gaza auf die Raketenangriffe – die heftigsten seit dem Raketenkrieg von 2014.

75% der Schüler erscheinen zum Unterricht

Trotz der unruhigen Nacht erschienen am Mittwoch rund 75 Prozent der israelischen Schüler in der Region zum Unterricht. Am Dienstag war ein Geschoss im leeren Garten eines Kindergartens gelandet – nur eine Stunde, bevor die Kinder kamen. „Ich habe den Kindern erklärt, dass der Kindergarten der am besten geschützte Ort ist“, berichtete Erzieherin Tovah Ludmer Gigi Reportern. „Sie wissen, dass sie Zuhause im Falle von Gefahr in einen Schutzraum rennen. Hier ist der gesamte Kindergarten mit verstärkten Mauern geschützt.“ Obwohl die Kinder zunächst zuhause bleiben sollten, kamen später fast alle zusammen und sprachen mit ihren Betreuern und mit Psychologen über ihre Erfahrungen.

„Kein leichter Morgen“

„Zum Klang einer Sirene aufzuwachen ist nicht schön“, sagte Ramit Degani vom Moschaw Dekel am Dienstag gegenüber einem israelischen Radiosender. „Es war kein leichter Morgen.“ Für Degani und ihre Kinder begann er im Schutzraum, bevor sie ihre tägliche Routine wieder aufnahmen. „Es ist eine traumatische Erfahrung, … mit Druck und Unsicherheit“, sagte sie. „Ich versuche stark zu bleiben; meine Kinder brauchen nicht zu sehen, dass ich die Kontrolle verliere.“ Familie Fletcher, die in der Eschkol-Region nahe dem Gazastreifen wohnt, erlebte ein großes Wunder, als eine Rakete nur einen Meter von ihrem Schlafzimmer entfernt in ihren Schuppen einschlug und niemand verletzt wurde. „Selbst wenn es nur zwei oder drei Mal Raketenalarm gibt und selbst wenn Iron Dome sie abfängt, rennen doch 25.000 Menschen in Schutzräume“, erklärte Adina Ozeri aus Sderot. „Der Schutzraum ist … eine Insel der Stabilität und Sicherheit für die Kinder in solchen Zeiten. … Wir tun alles, was wir können, um uns sicher zu fühlen in dieser verrückten Realität.“

Flächendeckender Schutz

Alle Wohnhäuser in unmittelbarere Nähe des Gazastreifens sind mit Schutzräumen ausgestattet, Bushäuschen werden als Schutzbunker gebaut und neben vielen öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kindergärten wurden Schutzbunker aufgestellt. Doch an vielen Orten besteht weiterhin großer Bedarf nach zusätzlichem Schutz. Denn bei Raketenalarm haben die Bewohner israelischer Orte nahe des Gazastreifens nur zehn bis 15 Sekunden Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen.

Die ICEJ hat das Vorrecht, den Bewohnern Südisraels Schutz vor dem Raketenbeschuss zu bieten und sie zu ermutigen. Bitte helfen Sie uns, gerade jetzt weitere Schutzbunker an strategisch wichtigen Orten aufzustellen. Als Verwendungszweck „Operation Lifeshield“ angeben, herzlichen Dank!

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