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Sichere Zuflucht Israel

ICEJ hilft Neueinwanderern aus Frankreich, Südafrika und Indien

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Posted on: 
13 Okt 2021
Sichere Zuflucht Israel

Im Juli 2021 konnte die ICEJ 119 Juden aus Frankreich und Südafrika unterstützen, schwierige Situationen, teilweise auch antisemitische Bedrohungen, hinter sich zu lassen und ein neues Leben in Israel zu beginnen. Im Oktober halfen wir 235 indischen Juden, Alijah (Einwanderung nach Israel) zu machen.

Foto: Jewish Agency, Junge französische Neueinwanderer nach der Landung in Tel Aviv, 21.07.2021

Alijah aus Frankreich

Am 22. Juli landeten 160 französische Juden mit einem Charterflugzeug in Tel Aviv. Die ICEJ konnte die Flugkosten von 32 von ihnen übernehmen. Sie stammen aus Gegenden, die als besonders von Antisemitismus betroffen gelten. Mit an Bord des Charterflugzeugs saß die israelische Alijah-Ministerin Pnina Tamano-Shata, die von einem Besuch in Paris zurückkehrte. Dort hatte sie Politiker und jüdische Vertreter getroffen und die aktuelle Situation für Juden in Frankreich besprochen.

Massive Bedrohung

Die jüdische Gemeinde in Frankreich, mit rund 450.000 Mitgliedern die größte in Europa und nach den USA die zweitgrößte jüdische Gemeinde außerhalb Israels, wird seit Jahren von antisemitischer Gewalt erschüttert. Obwohl sie nur knapp 0,7% der Gesamtbevölkerung Frankreichs ausmachen, richteten sich 2019 ca. 34,6% aller rassistisch motivierten Übergriffe gegen sie. Seit 2006 sind elf französische Juden von islamistischen Attentätern ermordet worden, weitere wurden zum Teil schwer verletzt.

Viele Juden sehen sich von Politik und Justiz im Stich gelassen. Zehntausende von ihnen haben Frankreich in den letzten Jahren verlassen. Rund 62.000 sind seit 2001 nach Israel eingewandert und haben sich dort ein neues Leben aufgebaut. Im ersten Halbjahr 2021 haben bereits 1.370 französische Juden Alijah gemacht, im Vorjahreszeitraum waren es 578. Es wird erwartet, dass die Zahl weiterhin steigen wird: 2020 wurden viermal mehr Anträge auf Alijah gestellt als im Vorjahr.

Südafrika: Unruhen und Lockdown

Eine Woche später reagierte die ICEJ auf einen Hilferuf der Jewish Agency (Israels Einwanderungsbehörde) und sponserte zwei Evakuierungsflüge aus Kapstadt und Johannesburg mit insgesamt 87 südafrikanischen Neueinwanderern. Aufgrund der politischen Unruhen, Aufstände und Plünderungen nach der Verhaftung des ehemaligen Präsidenten Jacob Zuma und wegen wiederholter Corona-Lockdowns gab es für diese Familien keine andere Möglichkeit, nach Israel einzuwandern. Die beiden Gruppen trafen in Addis Abeba (Äthiopien) zusammen und legten die verbleibende Reise gemeinsam zurück. Es ist die größte Gruppe südafrikanischer Neueinwanderer auf einem Alijah-Flug seit 25 Jahren.

Vivienne Myburgh, Nationale Direktorin der ICEJ-Südafrika verabschiedete einige ihrer jüdischen Landsleute vor dem Abflug in Kapstadt. Dr. Hymie Ehrlich (91) freute sich darauf, endlich wieder mit seinem Sohn vereint zu sein, der vor 33 Jahren Alijah gemacht hatte. Dr. Ehrlichs Tochter war Anfang 2021 nach Israel eingewandert. Bis 2020 war er als Arzt tätig. Doch kurz nach dem Auftreten des Coronavirus in Südafrika, wurde der damals fast 90-Jährige aufgefordert, in den Ruhestand zu gehen. Ganze vierzig Mal hat Dr. Ehrlich Israel im Laufe seines Lebens besucht. „Es war immer mein Traum, dort leben zu können“, sagte er.

Gespannte Vorfreude in Indien

Am 13. Oktober 2021 begrüßte die ICEJ einen Flug mit 235 Bnei-Menasche-Juden (Söhne Manasses) aus Indien. Meira Singson, die einen Krämerladen in Monglenphai im indischen Bundesstaat Manipur führt, konnte es kaum erwarten, wieder mit ihren drei Töchtern vereint zu sein. Diese machten im Juni mit ihren Ehemännern Alijah und leben inzwischen in Nof Hagalil nahe Nazareth. „Seit ich erfahren habe, dass ich mit meinen jüngeren drei Kindern dieses Jahr Alijah machen darf, kann ich gar nicht mehr aufhören zu lächeln“, berichtet sie. „Ich platze fast vor Freude!“

Meiras Leben verlief nicht immer so glücklich. „2011 verließ mein geliebter Ehemann Pautinlal diese Welt, um für immer zu seinem Schöpfer zu gehen. Seitdem sind meine Kinder meine einzige Freude.“ Seit ihre drei älteren Töchter nach Israel einwanderten, betete Meira, ihnen folgen zu dürfen. Im Oktober wurden ihre Gebete endlich erhört. „Ich danke all den Menschen auf der ganzen Welt, die uns dabei unterstützt haben! Gott segne Sie!“

Wieder verwurzelt

Ein weiterer „Sohn Manasses“ ist Oscher Singsit, der sich mit seiner Frau und den sechs Kindern freut, ins Land seiner Vorväter zurückkehren zu dürfen. „Mein jüngerer Bruder und meine beiden Schwestern leben bereits in Israel. Wir haben sie seit Jahren nicht gesehen und sie fehlen uns sehr“, erzählt er. „Meine Neffen sind 2007 und 2010 geboren, ich habe sie noch nicht kennengelernt.“

„Wir sind die Nachkommen Manasses und über viele Generationen hinweg galten wir als ‚verloren‘. Nun freuen wir uns, wieder mit unseren Wurzeln verbunden zu sein. Dank Ihrer Hilfe und Gebete werden unsere Träume wahr und die Voraussagungen der Propheten erfüllt. Toda, Danke!“

Bitte helfen Sie uns, weitere Juden in Notsituationen nach Israel zu bringen. Als Verwendungszweck bitte „Alijah“ angeben, vielen Dank!

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