Change Region:Germany

Steht Deutschland zu Israel?

ICEJ-Abend mit Dr. Jürgen Bühler

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Posted on: 
13 Aug 2018 (All day)
Steht Deutschland zu Israel?

„Viele Christen denken, Israel kämpft ums Überleben. Das ist nicht so“, betonte ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler in seinem Vortrag „70 Jahre Israel: Wie steht es um die deutsch-israelischen Beziehungen“ beim ICEJ-Abend in Stuttgart. In Wahrheit sei es die Zukunft Deutschlands, um die man sich sorgen müsse.

 

„Schabbat Schalom“ begrüßte ICEJ-Büroleiter Stephan Lehnert die rund 300 Gäste beim ICEJ-Abend am 10. August. Seine Blitz-Umfrage von der Bühne aus ergab: bis zu 300 Kilometer Anfahrt hatten Besucher auf sich genommen und fast jeder war selbst schon in Israel gewesen. Vesna Bühler hatte Lobpreis-Lieder mitgebracht und faszinierte mit ihrer außergewöhnlichen Stimme. Gottfried Bühler, Leiter der ICEJ-Deutschland, erinnerte in seinem Grußwort mit Hinweis auf Psalm 122,6 daran, wie wichtig es ist, sich für Jerusalem einzusetzen – denn letztlich hänge der Segen für Deutschland davon ab.

 

Kehrtwende in Deutschlands Israel-Politik

„Es hat eine Kehrtwende stattgefunden“, bedauerte Dr. Jürgen Bühler. Israels Wohlergehen spiele in der Politik in Deutschland praktisch keine Rolle mehr. Deutschland beziehe teilweise sogar aktiv Position gegen Interessen Israels. Er schloss eine Reihe aktueller Beispiele an, die Israelfreunde dazu motivieren sollten, für Israel ihre Stimme zu erheben und für Deutschland zu beten.

 

Beispiel Jerusalem

Als US-Präsident Donald Trump den Umzug der US-Botschaft in Israel nach Jerusalem verkündete, habe sich in Europa vor allem Angela Merkel und damit Deutschland gegen diese Entscheidung engagiert.

 

Beispiel Iran

Deutschland habe die Sanktionen aufgehoben, obwohl Iran weiterhin mit Israels Vernichtung droht und fatale Menschenrechtsverletzungen begeht. „Unsere Regierung schweigt dazu. Geschäfte zu machen ist wichtiger“.

 

Beispiel UNRWA

Laut Vorgaben der UNO-Flüchtlingsorganisation für Palästinenser müssten vertriebene Palästinenser samt Enkelkindern bis heute in Flüchtlingslagern leben, ohne in ihre Aufnahmeländer integriert werden zu dürfen. Daher trage die UNRWA nicht zur Lösung des Nahost-Konflikts in Israel bei, verdeutlichte Dr. Bühler. Um Änderungen zu erreichen, habe Trump Zahlungen an die UNRWA eingestellt. Daraufhin habe Deutschland Mehrzahlungen angeboten.

 

„Wer Israel segnet ...“: Aufruf zum Handeln

„Gott hat seine Verheißungen erfüllt und Israel in ein blühendes Land verwandelt“, so Dr. Bühler. 70 Jahre nach Gründung des Staates ist Israel führend in Forschung und Entwicklung, Medizin und Landwirtschaft. „70 Jahre sind in der Bibel eine besondere Zeitspanne“, resümierte er. Die Bundesrepublik Deutschland feiert dieses Jubiläum nächstes Jahr, man lebe in Deutschland jetzt also in einer Schlüsselzeit. Abkehr von Israel bedeute Abkehr vom Segen. Das lasse sich bereits erahnen. „Für Christen in Deutschland ist es deshalb Zeit, aufzustehen und Stellung für Israel zu beziehen“, forderte er seine Zuhörer auf. „Besucht Israel-Gebetskreise oder gründet eure eigenen – und betet um eine neue Erweckung für Deutschland!“

 

Petition

Die ICEJ hat eine Petition an Bundeskanzlerin Angela Merkel initiiert, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und die Deutsche Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Gerne können Sie den Petitionstext online unterschreiben auf: https://petition.icej.de/

 

Israel-Gebetskreise

Im Januar 2011 wurde von der ICEJ die Jesaja-62-Gebetsinitiative gestartet: Jeden ersten Mittwoch im Monat treffen sich seither Jesaja-62-Gebetsgruppen, um für Israel, unseren Dienst und die Region zu beten und zu fasten. Mehr Informationen hierzu gibt es auf der ICEJ-Webseite unter: https://de.icej.org/jesaja-62-initiative-der-icej

 

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