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Stuttgart: Israelfreunde für jüdisches Leben in Deutschland

ICEJ-Kundgebung auf dem Schlossplatz

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Posted on: 
5 Nov 2019 (All day)
Stuttgart: Israelfreunde für jüdisches Leben in Deutschland

Rund 600 Israelfreunde haben sich am Sonntag auf dem Stuttgarter Schlossplatz versammelt, um ihre Unterstützung für jüdisches Leben in Deutschland und für Israel öffentlich zu zeigen. Gottfried Bühler, Erster Vorsitzender der ICEJ Deutschland, die die Kundgebung organisierte, begrüßte die Ehrengäste und Redner, darunter Bärbel Illi, Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Stuttgart und Mittlerer Neckar, Michael Kashi, Vorstandsmitglied der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg, Kantor Nathan Goldman von der Stuttgarter Synagoge, Stuttgarts Bürgermeisterin Isabel Fezer und ICEJ-Politikreferent Christoph Scharnweber.

Dem Antisemitismus den Nährboden nehmen

Unter dem Beifall der Israelfreunde erklärte Bühler, eine eindeutige Pro-Israel-Politik der Bundesregierung und eine gute Berichterstattung durch die deutschen Medien würden „dem Antisemitismus in unserem Land den Nährboden nehmen“. Den anwesenden Mitgliedern der jüdischen Gemeinde rief Bühler zu: „Auf uns können Sie zählen! Wir lieben Sie, darum sind wir heute hier!“ Die einzelnen Redner zeigten sich besorgt über den zunehmenden Antisemitismus in Deutschland. Einige stellten ihn in Zusammenhang mit der Politik der Bundesregierung, die trotz ihres Bekenntnisses zur Sicherheit Israels oft israelkritisch handelt.

Israelfreundlichere Politik bekämpft Antisemitismus

Wiederholt war der Aufruf an die Bundesregierung zu hören, ihrem Bekenntnis zur Freundschaft mit Israel auch Taten folgen zu lassen.„Hass auf Juden ist heute als Israelkritik getarnt“, erklärte Bärbel Illi (DIG Stuttgart). Um Antisemitismus wirksam zu bekämpfen müsse die deutsche „Politik gegenüber Israel freundlicher werden“. Michael Kashi (IRGW) erinnerte daran, dass während des Holocaust auch Juden aus Stuttgart nach Osten deportiert wurden. „Sie wissen was dort passierte. Das hätte verhindert werden können, wenn man von Anfang an Zivilcourage gezeigt hätte“, sagte Kashi und dankte den Teilnehmern, die trotz des Regenwetters auf den Schlossplatz gekommen waren. „Danke, dass Sie gekommen sind. Sie zeigen Zivilcourage! Sie sagen: ‚Wir lassen nicht zu, dass so etwas noch einmal passiert.‘“

Bürgermeisterin Fezer appellierte, „Seite an Seite, Schulter an Schulter mit unseren jüdischen Mitbürgern“ zu kämpfen. „Es geht um unsere Menschlichkeit“, erklärte sie. Umrahmt wurde die Solidaritätsveranstaltung durch die Beiträge der Tanzgruppe „Profil“ und von Kantor Nathan Goldman, dessen beeindruckende Stimme den Schlossplatz mit jüdischem Gebetsgesang erfüllte.

Aufruf:

Starten Sie Ihre eigene Initiative und treten Sie für jüdisches Leben in Ihrer Stadt und in Deutschland ein. Organisieren Sie beispielsweise eine Kundgebung bzw. Gedenkveranstaltung, statten Sie der Synagoge in Ihrer Stadt einen Besuch ab oder schalten Sie eine Solidaritätsanzeige in der lokalen Presse.

ICEJ-Aktion:

Zeigen Sie Ihre Unterstützung für jüdisches Leben in Deutschland. Laden Sie die nebenstehende Grafik hier herunter und verwenden Sie sie als Profilbild auf Whatsapp, Facebook oder anderen sozialen Netzwerken.

Auf Facebook können Sie Ihre Unterstützung für jüdisches Leben in Deutschland zeigen, indem Sie diesen Rahmen auf Ihr Profilbild anwenden.

 

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