Change Region:Germany

Widerstandskraft in Zeiten der Not

ICEJ sponsert Schutzraum für Trauma-Zentrum im Negev

DruckversionSend by email
Posted on: 
7 Jul 2020
Widerstandskraft in Zeiten der Not

Herzrasen Stellen Sie sich vor, sie wären eine Mutter, die mit ihrem achtjährigen Sohn einen Spaziergang macht. Plötzlich hören Sie schwach eine nur zu bekannte Stimme. Ihr Herz schlägt schneller! Es fühlt sich an wie 1.000 Schmetterlinge im Bauch. Sie wissen, was jetzt kommt. Der leise Klang der Stimme schlägt schnell um in einen Kommandoton: Tseva Adom! Tseva Adom! (Alarmstufe Rot!, wörtlich „Farbe Rot!“) Es bleibt nicht einmal genügend Zeit für die Alarmsirene. Instinktiv wissen Sie, dass eine Rakete im Anflug ist und dass Sie nur einige Sekunden haben, um Schutz zu finden. Aber Ihr Sohn läuft einem noch jüngeren Mädchen auf dem Gehweg nach und sagt: „Mama, Mama, sie wohnt weit weg – ich werde mich um sie kümmern.“ Doch dann fragt er sich „Wer sorgt für mich?“, und kehrt um zu seiner Mutter.

Foto: ICEJ, Mitarbeiter der ICEJ, darunter Nicole Yoder (stehend, 3.v.r.), und des Trauma-Zentrums bei der Einweihung des neuen Schutzraums.

Bedrohung im Alltag Trauriger Weise ist dies eine wahre Geschichte. Tatsächlich ist es die brutale Realität, in der die Bewohner der südisraelischen Region S‘dot Negev jeden Tag leben. S’dot Negev liegt innerhalb der Drei-Kilometer-Zone an der sehr unsicheren Gaza-Grenze. Die Zivilisten dieser Gegend sind mit vielen Bedrohungen konfrontiert: Terrortunnel tauchen hier aus dem Untergrund auf, mit Sprengsätzen bestückte Luftballons fliegen über ihre Köpfe hinweg und die Angst vor Raketenangriffen durch Hamas-Terroristen ist allgegenwärtig. Manchmal werden 300 Raketen an einem Tag auf dieses Gebiet abgefeuert!

Zufluchtsort Das S’dot Negev Resilienz-Zentrum wurde eröffnet, um traumatisierten Familien aus den Ortschaften in der Umgebung einen Ort der Zuflucht und der Heilung zu bieten. Hier werden Kurzzeit-Therapien und Bewältigungsstrategien angeboten, um die seelische Widerstandskraft der mit permanenter Terrorbedrohung lebenden Menschen zu stärken. Esther Marcos, Leiterin des Zentrums, erklärt, dass „Therapie und Behandlung von Folgeerscheinungen, aber auch präventive Maßnahmen“ zum Programm gehören. Der Dienst des Trauma-Zentrums konnte ausgeweitet werden, so dass nun nicht mehr vier, sondern zwölf ausgebildete Therapeuten mit Kindern, Familien und Gruppen arbeiten. Kürzlich kamen auch vermehrt Jugendliche und Männer, die unter Stress leiden.

Hilfe in der Not Das Zentrum musste dringend erweitert werden, doch wurde zuerst ein Schutzraum benötigt, um den Menschen im Falle eines Raketenangriffs Sicherheit zu bieten. Als die ICEJ davon hörte, wurde sie tätig. „Wir spürten die Dringlichkeit zu helfen, als wir hörten, dass unter psychischer Belastung Leidende im Falle eines Raketenangriffs ungeschützt waren, während sie hier Hilfe und Heilung suchten“, erinnerte sich Nicole Yoder, ICEJ-Vizepräsidentin für Soziales und Alijah. Dank einer großzügigen Spende von Dr. Garth und Tina Coone vom christlichen TV-Netzwerk TCT (USA) in Partnerschaft mit der ICEJ-Zweigstelle in den USA konnten wir den benötigten Schutzraum bauen. Er besteht aus einer Stahlpanzerung, die auch einem direkten Raketeneinschlag standhält.

Schutz und Trost Anfang Juni waren ICEJ-Mitarbeiter bei der Einweihung des Schutzraums zugegen, als eine Mesusa am Türrahmen befestigt wurde. Auf einer daneben angebrachten Tafel drückt die ICEJ ihre Hoffnung aus, dass dieser Schutzraum „unseren lieben Freunden in Israel Schutz und Trost spendet“. Nicole Yoder stellte fest, dass die neu gestaltete Einrichtung viel größer und schöner ist, als sie es bei ihrem ersten Besuch war. „Ich erkenne den Ort kaum wieder“, wandte sich Nicole an die Gastgeber. „Es ist wunderbar zu sehen, welche weiteren Änderungen wir dadurch ermöglicht haben, dass wir den Schutzraum gespendet haben. Möge dieser Raum inneren Frieden schenken.“

„Die Kinder und Familien danken euch!”, versicherte Esther Marcos zum Abschluss der Einweihungsfeier. Dank der Unterstützung unserer treuen Spender kann die ICEJ weiterhin Menschen, die im Negev und in ganz Israel leben, segnen.

Bitte helfen Sie uns, Israelis zu segnen, die durch jahrelangen Terror traumatisiert sind. Als Verwendungszweck bitte „ICEJ-Hilfsfonds für Israel“ angeben, herzlichen Dank!

Zum Spendenportal 

ICEJ Deutschland
IBAN: DE63 5206 0410 0004 0202 00
BIC: GENODEF1EK1

ICEJ Österreich
IBAN: AT34 2032 0174 0070 0370
BIC: ASPKAT2LXXX

ICEJ Schweiz
Bankverbindung: Postkonto 60-719578-3
IBAN: CH44 0900 0000 6071 9578 3


Wort aus Jerusalem - kostenlos abonnieren

Abonnieren Sie unsere kostenlose Zeitschrift "Wort aus Jerusalem" (6 Ausgaben im Jahr) mit tiefgehender Bibellehre und interessanten Artikeln und Berichten aus Israel. Zur Anmeldung.

 

Share this: